Catherine Simon Wintergäste in Trouville: Der zweite Fall für Kommissar Leblanc

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Inhaltsangabe zu „Wintergäste in Trouville: Der zweite Fall für Kommissar Leblanc“ von Catherine Simon

Der zweite Fall für den Commissaire und Lebemann aus Deauville-Trouville. Kommissar Leblanc hasst Schnee. Und der fällt in der Woche vor Weihnachten in dicken Flocken vom normannischen Himmel. Doch bald ist keine Zeit mehr für melancholische Verstimmung: Im renommierten "Hôtel des Roches Noires" wird eine Tote gefunden - die Pariser Journalistin Bernadette Latour, Lebensgefährtin des so betagten wie begüterten Monsieur Adler. War Bernadette auf das Geld des alten Herrn aus und daher den Erben ein Dorn im Auge? Oder ist sie einem brisanten Skandal auf die Spur gekommen? Bei seinen Ermittlungen stößt der Kommissar auf familiäre Abgründe, eine Schönheitsklinik in der Nähe von Trouville und einen dubiosen Unbekannten, den etwas mit Leblancs früherer Geliebten Marie verbindet.

Ein netter cosy Krimi aus der Normandie. Gutes Essen, Urlaubsfeeling, etwas Kritik an Schönheitsfarmindustrie. I.O. fürs heimische Werkeln.

— Wedma
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  • Ein unterhaltsamer, in die Tiefe gehender cosy Krimi aus der Normandie

    Wintergäste in Trouville: Der zweite Fall für Kommissar Leblanc
    Wedma

    Wedma

    10. December 2015 um 20:25

    Wintergäste in Trouville ist ein guter, gemütlicher Krimi aus der Normandie. Ich habe ihn als Hörbuch genossen und fühlte mich bei meinen sonst mich öde anmutenden Heimarbeiten gut unterhalten. Kommissar Leblanc, ein etwa 50-Jähriger Mann, der gutes Essen und Wein schätzt, und unter ausgeprägter Bindungsangst leidet, ermittelt in einem Mordfall, bei dem eine recht bekannte Journalistin erdrosselt im Keller des renommierten Hotels des Ortes „Hôtel des Roches Noires“ aufgefunden wurde.  Der Fall führt Leblanc zu Monsieur Adler, einem über 90 Jahre alten und gut betuchten Mann, der im Hotel wohnt. Seine Geschichte und die seiner Familie werden im Laufe der Ermittlung unter die Lupe genommen. Da tun sich die menschlichen Abgründe auf. Aber die heiße Spur führt letztendlich in eine Schönheitsklinik. Marie, Leblancs Freundin aus den Pariser Zeiten, nun auch in Trouville ansässig, entdeckt die Leiche und nun laufen sie sich hin und wieder im Laufe der Ermittlungen über den Weg. Zu weiteren Unstimmigkeiten im privaten Bereich sorgt Leblancs Mutter, die bei ihrer Schwester wohnt und ihr Schwierigkeiten macht, da sie mit seltsamen Pflanzen aus Afrika handelt und bei ihr die Afrikaner ein aus ausgehen. Die Geschichte lebt von den Figuren: Prima ausgearbeitet und in Szene gesetzt, scheinen sie wie dem Leben entsprungen. Der alte Monsieur Adler und seine Lebensgeschichte ist schon faszinierend. Im Vergleich dazu sind die seiner beiden Söhne, obwohl auch gut im Leben dastehend, eher weniger spektakulär, die passen aber sehr gut ins Gesamtbild. Womit ich gar nicht gerechnet habe ist die Gesellschaftskritik. Sie passt aber perfekt ins Geschehen hinein und erklärt die Handlungsmotive einiger Figuren. Die Handlungszeit ist die Adventszeit kurz vor Weihnachten. Die große Schlussszene spielt am Heiligen Abend und ist gemütlich und gesellig. Die Themen der Familie, des familiären Zusammenhalts kommen deutlich zur Geltung. Die Probleme, denen die Figuren im privaten Bereich gegenüberstehen, werden typisch wie in cosy Krimis aufgelöst. Also alles in einem ist es ein gut durchdachter und gut komponierter Krimi, bei dem die gemütliche Seite, wie bei solcher Art Krimis insgesamt, nicht zu kurz kommt. Als Hörbuch fand ich es gut und bin auf weitere Fälle mit Kommissar Leblanc gespannt.

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