Christian Buder Die Eistoten

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Inhaltsangabe zu „Die Eistoten“ von Christian Buder

Eine Mädchenleiche, die aufrecht mitten im Wald steht. Ein Mörder, der seit Jahren unerkannt tötet. Ein elfjähriges Mädchen mit einem besonderen Helfer: Wittgenstein, einen toten Philosophen. Alice ist elf Jahre alt, sehr intelligent und das, was man in ihrer Allgäuer Heimat als besserwisserisch bezeichnet. Und sie hat eine besondere Gabe: Sie spricht mit dem Philosophen Wittgenstein, der 1951 gestorben ist. Er taucht auf, wo sie es am wenigsten erwartet, und verschwindet auch ebenso geheimnisvoll. Als Alice in ihrem Dorf die erfrorene Leiche eines Mädchens findet, ist sie überzeugt, dem Mörder auf der Spur zu sein, der vor Jahren auch ihre Mutter getötet hat. Gemeinsam mit Ludwig Wittgenstein beginnt sie zu ermitteln. Doch niemand schenkt den Vermutungen einer Elfjährigen Gehör, bis auf einen und der will sie zum Schweigen bringen. Philosophisch, mystisch, spannend - ein Thriller der Extraklasse.

Der Plot von „Die Eistoten“ lässt dem Leser wirklich das Blut in den Adern gefrieren, so an den Haaren herbei gezogen ist er.

— ChiefC

Ungewöhnlicher Krimi, mit kleinen Schwächen, auf jeden Fall lesenswert! Hoffe es kommt eine Fortsetzung :)

— Aleshanee

Ein ungewöhnlicher Krimi mit einer 11-jährigen und einem toten Philosophen als Ermittler. Spannend und unterhaltend für lange Abende.

— Winterzauber

Wer auf besondere Krimis und Thriller steht und nicht auf herkömmliche Thrillerware von der Stange, der ist mit Die Eistoten gut beraten.

— AntonPlankton

nette Geschichte für so zwischendurch. mich hat die story leider nicht so mitgenommen.

— harlekin1109

Ein spannender Thriller!

— buchleserin

Konnte mich nicht begeistern

— mininini

Wirklich spannend und einfach klasse!

— MintCandy

Klang zuerst vielversprechend konnte mich aber letztlich nicht ganz vom Hocker hauen

— krimifreak

Hatte hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden

— Blackbird77

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Eine gut ausgedachte Geschichte mit einigen überraschenden Wendungen.

RubyKairo

  • Rezensionen
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  • Themen
  • Endlosschleife mit Schlenkern ins Absurde

    Die Eistoten

    sursulapitschi

    14. August 2015 um 18:36

    Dieses Buch ist seltsam. Schreckliche Geschichte: In Hintereck und anderen Dörfern im Allgäu sterben seit Jahren, immer am 23. 12., junge Mädchen. Sie sind erfroren, offensichtlich ein Unfall. Dass sie in einer sehr unnatürlichen Haltung aufgefunden werden und dass sich die Fälle ähneln, fällt nur der 11jährigen Alice auf. Alice ist ungewöhnlich intelligent, benimmt sich so gar nicht altersgemäß, und damit hat ihr Umfeld und der Leser seine Probleme. Nach einem wirklich spannenden und gruseligen Prolog, landet man in Alice´ Welt und ist irritiert. Sie liest philosophische Bücher und Fachliteratur über Serienmörder und berät sich mit Wittgenstein, den sie im Fernsehen, in Bildern, aber auch in der Realität sehen und sprechen kann. Ihr Vater möchte sie in psychologische Behandlung geben, was man als Leser durchaus begrüßen würde, wenn einem Alice nicht ihre Sicht der Dinge erklären würde. Sie ist nicht verrückt, sie ist nur anders und wenn man ihr wirklich einmal zuhören würde, dann würde man das erkennen. Das mag sein, aber es verwundert schon sehr, dass außer Alice und ihrem Freund Tom wirklich niemand den ungewöhnlichen Aspekt dieser Todesfälle wahrnimmt. Selbst der Tod ihrer Mutter hat verdachterregende Aspekte, die aber noch nicht einmal ihr Vater, ein Polizist, sehen will. Man hat den Eindruck Alice ist besonders intelligent, alle anderen sind besonders ignorant. Die Frage bezüglich ihrer geistigen Gesundheit ist ein Rätsel, das dieses Buch durchzieht. Später sieht Alice einen weißen Clown, der das Böse verkörpert und den uns Wittgenstein mit einer eher kruden Theorie über Menschen mit einer besonderen Gabe, dem Lesen, der Philosophie und dem Vorhandensein von Dämonen erklärt. Tja, mag sein, dass die Welt so funktioniert, wenn man sich in höheren Sphären bewegt. Ich, hier unten auf der Erde, mache mir Gedanken über Genie und Wahnsinn. All das sind die Rahmenbedingungen, die man entweder interessant oder absurd finden kann. Ich tendiere zu Letzterem. Vorrangig geht es um die Aufklärung einer Mordserie zu der Alice und Tom ermitteln. Das könnte spannend sein, wenn man nicht immer und immer wieder die Zusammenfassung der Sachlage lesen müsste. Dieses Buch ist ein einziges Resümee. Jedem muss Alice erklären, dass die Unfälle Morde sind und warum und wenn sie niemanden zum Reden hat, wälzt sie selbst die Fakten hin und her. Nochmal und nochmal und nochmal. Der Täter findet sich dann ziemlich plötzlich. Wie Alice ihn identifizieren konnte, erzählt sie uns leider nicht, wenn auch sonst alles. Dieses Buch hat mich enttäuscht und gelangweilt. Ich hatte mit einem spannenden Thriller gerechnet, der möglicherweise einen interessanten philosophischen Aspekt bietet. Letztendlich war es aber eher eine Endlosschleife mit gelegentlichen Schlenkern ins Absurde.

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  • Hanebüchener Plot

    Die Eistoten

    ChiefC

    14. March 2015 um 14:00

    Der Plot von „Die Eistoten“ lässt dem Leser wirklich das Blut in den Adern gefrieren, so an den Haaren herbei gezogen ist er. Im Mittelpunkt steht die völlig unglaubwürdige, Person der elfjährigen Alice, die klüger ist als alle Erwachsenen, als die Polizei sowieso, toten Philosophen begegnet und mit einem von ihnen, Ludwig Wittgenstein, sogar ausgiebige Gespräche führt. Da wird allerhand geschwafelt von „Spektren“ und den Grenzen von Realität und Wirklichkeit. Als Rechtfertigung dienen immer wieder Verweise auf die christliche Religion. Denn wie viel glaubwürdiger ist es, an die Auferstehung der Toten und die Verwandlung von Brot in den Leib Christi zu glauben? Sicher eine durchaus berechtigte Frage, vor allem, da das Ganze im tiefkatholischen Allgäu spielt. Aber dennoch eine zu naseweise Strategie: Als ob ein irrationaler Glaube einen anderen rechtfertigen und „wahrer“ machen würde. In einem Interview, das auf den letzten Seiten des Buches abgedruckt ist, sagt Buder, dass er seine Heldin nach „Alice im Wunderland“ benannt hat. Unmittelbare schriftstellerische Vorbilder habe er nicht, fährt er fort. Am stärksten beeindruckt habe ihn Friedrich Dürrenmatt, auch Juan Carlos Somoza und China Miéville faszinierten ihn.   Schwer zu glauben, dass Buder nicht auch Alan Bradleys „Flavia de Luce“-Reihe kennt. In dieser löst eine 13-jährige Engländerin, die ein Chemie-Genie ist, Kriminalfälle, geht den Erwachsenen und der Polizei auf die Nerven und ärgert ihre ältere Schwestern, so wie Alice dies mit ihrer Schwester Amalia macht. Arg viele Übereinstimmungen, um an Zufall zu glauben. Natürlich ist Flavia auch eine Kunstfigur, die allerdings ihre Verbrechen ganz ohne Übersinnliches und Geisterseherei löst, sondern mit Wissenschaft und britischem common sense. Außerdem geht Alice und den „Eistoten“ der Witz und Charme der Flavia-Reihe völlig ab. Buder will weitere Krimis mit Alice schreiben. Ein Tipp: Wer vorlaute, vorpubertäre Heldinnen mag, sollte lieber die Flavia-Serie lesen… 

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  • Wäre ohne Alice ein Superbuch!

    Die Eistoten

    kirsten_brox

    14. October 2014 um 16:35

    Ich habe dieses Buch in einer Verlosung gewonnen und mich sehr gefreut. Schließlich ist doch Alice etwa so alt, wie der Protagonist meines eigenen Debüts. Doch genau diese Vorfreude wurde bitter enttäuscht. Fangen wir aber vorn an: Das Buch beginnt wie ein klassischer Thriller/Krimi. Es kommt Stimmung auf, mir gefällt die Sprache und die Erzählgeschwindigkeit. Außerdem fühle ich mich in das einsame Bergdorf im Allgäu entführt und im tiefen Winter haben die Schauplätze einen eigenartig gruseligen Charme. Blut auf Schnee ist halt schon für sich genommen atmosphärisch. Der Kriminalfall selbst ist sehr spannend, wobei die Polizei doch etwas unglaubwürdig ist, weil sie so gar keinen Hinweisen nachgeht. Aber sei's drum, das Buch saugt mich tief in die Handlung! So weit so gut. Doch leider führt durch die Ermittlungen eine für mich komplett unglaubwürdige Figur. Alice ist 13 und kein Satz von ihr klingt wie von einer 13-jährigen. Auch die Handlungen sind unglaubhaft und obwohl das Buch tatsächlich spannend weitergeht, stört mich mehr und mehr, dass die Dialoge und Handlungen niemals von einem Kind hätten stammen können. Ein Beispiel zur Verdeutlichung. Das Mädchen ist gerade in einer Verfolgungssituation. Es darf nicht erwischt werden, es geht um viel - in dieser Situation ruft ihr gleichaltriger Freund an und die beiden sprechen am Telefon. Alice: "Ich meine, dass deine Adresse stimmte, ich ihn aber nicht angetroffen habe. Wo hast du übrigens die Informationen her? Die Telefonnummer Mulders muss absolut vertraulich gewesen sein. Die haben sich gewundert, wie ich zu der Nummer gekommen bin." Ihr kennt das, dass eure Kinder auch immer so reden, oder? Und auch dass ihre Freunde dann antworten: "Ich habe ihr Archiv gehackt. Seit ein paar Monaten haben sie alle Mitarbeiterdaten online, in einem einfachen Netzwerk. War einfach weil sie ein WLAN benutzen mit schlappem WPE-Code. Den hatte ich in ein paar Stunden geknackt. Von da konnte ich an alle Rechner der Redaktion. Von Netzwerksicherheit haben die noch nie etwas gehört." Kinder eben! Das allein hätte mich genervt, aber ich bin ab der Hälfte dazu übergegangen mir vorzustellen, Alice sei halt einfach 20. Dann funktioniert das Buch besser, allerdings bleibt das zweite große Problem. Sie sieht und spricht mit Wittkenstein und anderen, über die sie gelesen hat. Wofür dieses Detail überhaupt wichtig ist und was für einen Sinn es hat, dass der Protagonistin Clowns erscheinen, die schwer symbolträchtig für etwas Inneres stehen und halbwegs passende Zitate eingeflochten werden, ist völlig unklar. Es stört, bremst massiv die Handlung und ist überflüssig wie ein Kropf. Ich hoffe inständig, dass der Autor weitermacht. Und uns einen waschechten Thriller oder Krimi als Nachschlag gibt. Er kann toll schreiben, nur den Philosophen - den sollte er in seiner Autorenzeit mal überhören. :)

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  • An Weihnachten geht der Gangerl um

    Die Eistoten

    Buchgespenst

    06. April 2014 um 12:34

    Alice und Tom sind fassungslos: erst finden sie eine Mädchenleiche im Wald und drei Tage später wird besagte Tote von der Polizei vor der Kirche entdeckt. Wie kam sie dahin? Und warum? Hat das etwas mit dem Tod von Alices Mutter zu tun, den nur Alice für einen Mord hält? Die elfjährige Alice beginnt zu ermitteln, doch was kann ein Kind schon ausrichten? Ihr Vater glaubt ihr nicht, Wittgenstein kann ihr nicht helfen – aber einer scheint sich bedroht zu fühlen… Ich liebe das Buch! Ein Buch über Bücher, Philosophie, Krimi, Dorfgemeinschaft – superklasse! Ich will mehr davon! Der Autor will pro Jahr einen Alice-Roman rausbringen – ich kann den nächsten nicht erwarten. „Die Eistoten“ lässt sich schwer einordnen. Kinder als Ermittler - aber es ist kein Kinderbuch. Wittgenstein und Aristoteles als Geister dabei – aber es ist kein Fantasy. Tja, Thriller steht drauf und ist drin, aber das Buch ist so viel mehr. Ein spezielles Buch, aber ich finde es großartig!

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  • Die Eistoten

    Die Eistoten

    Manu2106

    29. January 2014 um 13:42

    Spannend, hier ist mal ein Thriller, wo eine 11 Jährige hinter einem Mörder her ist, weil ihr niemand gehör schenkt, bis auf einem, und das ist der Mörder selbst.... Die 11 Jährige Alice lebt in Hintereck, ist ein kleines Dorf im Allgäu. Alice ist kein "normales" Kind, sie ist sehr intelligent, liest gerne Bücher über Kriminalsitik und sieht den verstorbenen Philosophen Wittgenstein, mit dem sie interessante Gespräche führt. Vor Vier Jahren starb ihre Mutter, es war ein Unfall, das glauben alle, nur Alice ist davon überzeugt das es Mord gewesen ist. Mit ihrer älteren Schwester versteht Alice sich nicht wirklich, auch ihr Vater kommt mit ihrem Denken und Reden nicht klar. Einzig ihr Großvater teilt ihre Meinung, und unterstützt sie in vielerlei Hinsicht. Weihnachten finden Alice und Tom durch einen Zufall im Wald eine Mädchenleiche, ist sie einfach nur erfroren? Die Haltung in der die beiden das tote Mädchen vorfinden ist sehr merkwürdig, so erfriert niemand ohne Hilfe. Alice möchte den Mörder selber finden, da sie meint das dieser auch ihre Mutter und einige andere auf dem Gewissen hat, und spannt Tom kurzerhand mit ein. Niemand glaubt an Alice ihre Theorie, bis sie zum Zielobjekt des Mörders wird.... "Die Eistoten" ist eine spannende Geschichte, auch die philosophischen Teile fand ich interessant, die taten der Geschichte ganz gut. Was ich weniger verstanden habe, warum der Vater sich da so gesperrt hat seine Tochter Gehör zu verschaffen, gut, Alice kam manchesmal ziemlich altklug und besserwisserisch daher, aber als Eltern hört man seinen Kindern doch zu... Einzig der Opa und Tom haben ihr zugehört. Recht lustig ist, das Alice teilweise doch mehr über Polizeiarbeit weiß wie ihr Vater, der Polizist ist :) Mit Spannung geht's gleich los, sie flacht dann leider auch gleich etwas ab, aber zum Ende hin kommt sie dann in voller Wucht wieder. Der Autor lässt seinen Leser schön miträtseln wer der gesuchte Mörder ist, wir haben die die Qual der Wahl, auch was die Motive angeht, doch geht es ganz anders aus als erwartet. Alice ist eine tolle Charaktere, interessant, sehr sympathisch, sie ist keine typische 11 Jährige, wie schon gesagt kommt sie öfter ziemlich altklug und besserwisserisch daher, interessiert sich für Philosophie und der Psyche von Serienmördern. Sie weiß genau was sie möchte, aber manchesmal nicht wirklich was sie tut. Sie sieht tote Philosophen mit denen sie sich Unterhält. All die anderen Charaktere wurden sehr gut beschrieben, als Leser kann man sich ein genaues Bild von allen Darstellern machen. Auch die Umgebungen wurden schön detailliert beschrieben. Der Schreib- und Erzählstil ist klasse, die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Spannung und Poesie in einem. Ein tolles fesslendes Buch, ich würde gerne noch mehr von Alice lesen.

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  • Buchverlosung zu "Die Eistoten" von Christian Buder

    Die Eistoten

    Aleshanee

    Hallo ihr Lieben! Ich wünsche euch allen einen schönen 2. Advent :) Nachdem der Gewinner für mein 2. Advents-Gewinnspiel nun feststeht, starte ich gleich das nächste.  Zum 3. Advent, den 15.12. gibt es "Die Eistoten" von Christian Buder zu gewinnen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es soll auch ein Folgeband in Arbeit sein, worüber ich mich sehr freue. Wenn ihr das Buch gewinnen wollt, schaut auf meinem Blog vorbei, da steht alles, was ihr wissen müsst :) Gewinnspiel auf Weltenwanderer Ich wünsche euch viel Glück!

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  • Buder, Christian - Die Eistoten

    Die Eistoten

    Emili

    15. December 2013 um 07:05

    Dieser Roman ist zwar ein Krimi im klassischen Sinne: Verbrechen - Ermittler - Täter, doch eher ungewöhnlich besetzt. Das Verbrechen ist sonderbar und hat eine interessante Idee dahinter, die Ermittler in diesem Fall auch keine gewöhnliche, oft langweilige Kommissare: Diese Rolle wird zunächst von einem Kind übernommen, das auf Grund seines wachen Verstands die Vorstellungen der Erwachsenen in Bezug auf die Morde, nicht akzeptieren kann. Täter - nun ja, auch die Täter in diesem Roman sind gewöhnungsbedürftig. Die Idee ein elfjähriges Mädchen die Hauptrolle in der Geschichte und in der Ermittlungen zu übernehmen fand ich gelungen. Ich mag es sehr gerne, wenn die Schriftsteller besondere Kinder, Kinder, die nicht dem Durchschnitt angehören, auftreten lassen. Denn meist bleiben solche Kinder am Rande: unverstanden, ungehört, nicht ernst genommen, von daher für mich ist es immer wieder eine willkommene Abwechslung. Wie gesagt, ich fand die Idee gut. Außerdem haben mir besonders gut die Ausführungen über Philosophie gefallen, wie auch das Auftreten des imaginären Freunds der Protagonistin Ludwig Wittgenstein, mit  dem Alice immer wieder Rücksprache hält und Gedanken austauscht. Der Bezug auf Wittgenstein war ein fester Bestandteil des Romans, was ich besonders erfrischend für einen Krimi fand. Wenn "Die Eistoten" einfach einer der typischen  Krimis, die in der Regel auf mich eher trocken wirken, gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich langweiliger gefunden. Und so war es für mich eine nette Unterhaltung, die gegen Ende noch richtig spannend wurde. 

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  • Ende anders als erwartet

    Die Eistoten

    Natalie77

    08. December 2013 um 11:10

    Inhalt: Alice ist 7 Jahre alt als ihre Mutter kurz vor Weihnachten stirbt. Jetzt ist sie 11 und immer noch überzeugt dass es Mord war und ihre Mutter keinen Unfall hatte. Doch ihr Vater hält sie für traumatisiert und glaubt ihr nicht. Da hilft ganz bestimmt auch nicht dass sie mit dem Philosophen Wittgenstein spricht. Das erzählt sie auch keinem. Doch er hilft ihr auch bei der Suche nach dem Mörder, als wieder ein Mädchen tot aufgefunden wird. Keiner will ihr glauben bis es fast zu spät ist… Meine Meinung: Die Eistoten ist eine vollkommen andere Art von Thriller. Interessant fand ich die Kurzbeschreibung auch weil es um eine Elfjährige geht die ermittelt. Als ich anfing zu lesen war aber recht schnell klar, dass es eine ganz besondere Geschichte ist. Sie kommt nur sehr langsam in Gang, aber sie ist sehr liebevoll und wunderschön geschrieben. Das Buch hat Züge von einem Thriller auch wenn man das am Anfang nicht wirklich vermutet. Zunächst lernt man Alice kennen. Alice ist ein altkluges Mädchen was sich unverstanden fühlt. Ihre Lieblingsbücher handeln von Serienmördern, einer ihrer Freunde ist Philosoph Wittgenstein. Da liegt es nahe das ihr Vater sie zum Psychologen schickt. Nur ihr Opa unterstützt sie in dem was sie tut und sieht mehr als das elfjährige Mädchen. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen dass sie ein Kind ist, denn von ihrer Art her würde ich einen sehr weisen Erwachsenen erwarten. Das sieht auch Alice Vater in ihr ein kleines Mädchen. Er glaubt ihr nicht und viel schlimmer er hört ihr auch gar nicht zu. Er war mir schon alleine deswegen unsympathisch. Er wirkt überfordert und anstatt seiner Tochter zu zuhören übergeht er sie uns schickt sie zum Psychologen. Dann ist da noch Alice Freund Tom. Er hilft ihr dem Mörder auf die Spur zu kommen und steht hinter ihr, auch wenn er es denke ich nicht so ernst nimmt wie Alice, sondern eher als Spiel sieht. Alice Opa ist auch recht präsent. Er lässt sie gewähren kauft ihr Bücher über Serienmörder und hört ihr zu auch wenn er ihre Theorie nicht bestätigt merkt man als Leser das er ihr Glauben schenkt. Alle Protagonisten sind mit viel Liebe und Tiefe beschrieben und man kann sich gut in sie hinein versetzen. Der Schreibstil ist trotz der etwas gehobeneren Sprache flüssig und nicht gestelzt. Der Text enthält immer wieder philosophische Teile und auch die sind gut zu verstehen und stören nicht den Lesefluss. Eine Spannung wird recht schnell aufgebaut. Sie ist nicht so knisternd wie ich das am liebsten mag, aber unterschwellig so dass man immer weiter lesen möchte. Am Ende konnte ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen. Zum Ende hin gab es viele mögliche Täter, viele Motive die ausschlaggebend hätten sein können und doch war die Auflösung sehr überraschend und ganz anders als erwartet.

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  • Leserunde zu "Die Eistoten" von Christian Buder

    Die Eistoten

    muchobooklove

    Eine Mädchenleiche, die aufrecht mitten im Wald steht. Ein Mörder, der seit Jahren unerkannt tötet. Ein elfjähriges Mädchen mit einem besonderen Helfer: dem toten Philosophen Wittgenstein. Die Tage werden wieder kürzer und es wird gleichzeitig dunkler. Das ist die perfekte Zeit für einen mystischen, spannenden und philosophischen Thriller! Mit seinem ersten Roman "Die Eistoten" hat Autor Christian Buder einen Thriller der Extraklasse geschaffen, der euch schlaflose Nächte bereiten wird.  Mehr zum Buch: Alice ist elf Jahre alt, sehr intelligent und das, was man in ihrer Allgäuer Heimat als besserwisserisch bezeichnet. Und sie hat eine besondere Gabe: Sie spricht mit dem Philosophen Wittgenstein, der 1951 gestorben ist. Er taucht auf, wo sie es am wenigsten erwartet, und verschwindet auch ebenso geheimnisvoll. Als Alice in ihrem Dorf die erfrorene Leiche eines Mädchens findet, ist sie überzeugt, dem Mörder auf der Spur zu sein, der vor Jahren auch ihre Mutter getötet hat. Gemeinsam mit Ludwig Wittgenstein beginnt sie zu ermitteln. Doch niemand schenkt den Vermutungen einer Elfjährigen Gehör, bis auf einen und der will sie zum Schweigen bringen. Mehr zum Autor: Christian Buder wurde 1968 in Memmingen geboren. Er studierte erst Betriebswirtschaft und dann Philosophie in Marburg, Paris und Chicago. Als freier Autor und Journalist schrieb Christian Buder Artikel für "Die Zeit" und andere Zeitschriften. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Berlin.  Gemeinsam mit dem Aufbau Verlag suchen wir 25 Testleser für diesen spannenden Thriller. Wenn du dich zeitnah mit anderen Lesern hier in der Leserunde austauschen kannst und abschließend eine Rezension zum Buch verfassen möchtest, dann bewirb dich jetzt mit einem Beitrag und beantworte folgende Frage: Mit welcher verstorbenen Persönlichkeit würdest du gerne mal sprechen können?

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    • 518
  • Spannender Thriller!!!

    Die Eistoten

    janaka

    29. November 2013 um 13:12

    Die 11jährige Alice und ihr Freund Tom finden im Wald eine stehend eingefrorene Leiche. Da die Polizei an einen Unfall glaubt, wollen die beiden Kinder den Mörder auf eigene Faust ermitteln. Alice ist ein bemerkenswertes Kind, sie ist sehr wissbegierig, intelligent und aber auch etwas vorwitzig. Außerdem sieht sie den toten Philosophen Wittgenstein und unterhält sich mit ihm. In dem Mörder vermutet Alice auch den Mörder ihrer Mutter, sie ist vor vier Jahre bei einem Unfall ums Leben gekommen. Keiner der Erwachsen will Alice's Theorien Glauben schenken. Tom und Alice finden heraus, dass es schon mehr von diesen sogenannten Eistoten gibt. So nach und nach kommen beide dem Mörder auf die Spur, was dieser natürlich bemerkt Dies ist ein Thriller der Extraklasse und hat mich gleich von Anfang an in den Bann gezogen. Am Anfang rennt ein Mädchen im Schnee durch einen Wald, sie wird verfolgt und hat panische Angst. Diese düstere Stimmung wird hier so gut beschrieben und aufgebaut, dass mir ein Schauer über den Rücken lief. Der Schreibstil ist fesselnd und flüssig zu lesen. In diesem Buch habe ich viele wunderschöne Sätze bemerkt und sie auch erstmalig rausgeschrieben, z.B Zitat: "Auch Bücher sterben, dachte Alice, nur viel langsamer. Und selbst sterbend hatten sie noch viel zu erzählen!" Das Cover finde ich gut getroffen. Mir gefallen die blutroten Handschuhe mit etwas Schnee in der Hand, sie zeigen, dass die Handlung im Winter spielt. Der Schnee sieht so unschuldig aus aber die blutrote Schrift, lässt mich erschaudern, genau wie der Inhalt des Buches. Wenn man allein das Cover sieht, ist man animiert, dieses Buch in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen. Ich kann jedem dieses spannenden Thriller empfehlen.

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  • Ein etwas anderer Allgäu-Krimi

    Die Eistoten

    Spatzi79

    19. November 2013 um 12:15

    Hintereck ist ein kleines Dorf im Allgäu. Dort lebt die 11jährige Alice gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Amalia, ihrem Vater und ihrem Großvater. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren im Winter verunglückt. Alice ist ein hochintelligentes Mädchen mit einem besonderen Interesse an Serienmördern. Und sie sieht manchmal längst verstorbene Menschen, vor allem den Philosophen Wittgenstein, mit dem sie sich gerne unterhält. Sie sticht also unter ihren Altersgenossen ziemlich heraus. Mit ihrer Schwester versteht sie sich überhaupt nicht und auch ihr Vater weiß sich mit seiner besonderen Tochter nicht immer zu helfen. Zum Glück ist da noch ihr bester Freund Tom, mit dem sie die meiste Zeit verbringt. Eines Tages stolpern die beiden Kinder im Wald über die Leiche eines Mädchens. Ist sie erfroren? Auf den ersten Blick scheint es so, doch die Haltung der Toten ist äußerst merkwürdig und Alice ist sich sicher, dass das nicht ohne Fremdeinwirkung vonstatten gegangen sein kann. Anstatt den Fund der Polizei zu melden, fängt sie selber an, nachzuforschen und stößt auf weitere merkwürdige Todesfälle in Hintereck und Umgebung, die jedoch alle als Unglücksfälle zu den Akten gelegt wurden. Ist hier ein Serienmörder am Werk? Niemand glaubt Alice diese Theorie, dabei liegen die Ähnlichkeiten eigentlich auf der Hand! Da ich selbst im Allgäu lebe, war ich auf diesen Kriminalroman äußerst gespannt. Hintereck ist ein fiktiver Ort, die Beschreibung trifft aber auf viele Dörfer hier sehr treffend zu. Mit den Figuren und der Handlung habe ich mich allerdings ein bisschen schwergetan. Alice ist natürlich keine normale 11jährige, aber ihr Tun und Denken ist teilweise doch sehr realitätsfern und abstrakt. Die Beteiligung des toten Wittgenstein hatte ich mich auch etwas anders vorgestellt, so eine große Rolle spielt er in der Handlung dann aber eigentlich gar nicht. Dass man hier keinen der üblichen Regionalkrimis erwarten darf, war mir nach der Buchbeschreibung schon klar, aber ich hatte nicht damit gerechnet dass es so philosophisch zugehen würde. Die eigentliche Handlung ging da für mich strecken weise ein bisschen unter. Laut dem hinten im Buch abgedruckten Interview mit dem Autor ist die Figur der Alice auf weitere Bände hinaus angelegt. Auch wenn mich dieser erste Teil noch nicht ganz überzeugen konnte, werde ich der Reihe wahrscheinlich noch eine Chance gebe, denn die Idee und der Aufbau sind durchaus sehr interessant und mal was anderes.

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  • Durchwachsen...

    Die Eistoten

    _Reni92_

    05. November 2013 um 10:34

    "Die Eistoten" von Christian Buder Inhalt: "Eine Mädchenleiche, die aufrecht mitten im Wald steht. Ein Mörder, der seit Jahren unerkannt tötet. Ein elfjähriges Mädchen mit einem besonderen Helfer: Wittgenstein, einen toten Philosophen. Alice ist elf Jahre alt, sehr intelligent und das, was man in ihrer Allgäuer Heimat als besserwisserisch bezeichnet. Und sie hat eine besondere Gabe: Sie spricht mit dem Philosophen Wittgenstein, der 1951 gestorben ist. Er taucht auf, wo sie es am wenigsten erwartet, und verschwindet auch ebenso geheimnisvoll. Als Alice in ihrem Dorf die erfrorene Leiche eines Mädchens findet, ist sie überzeugt, dem Mörder auf der Spur zu sein, der vor Jahren auch ihre Mutter getötet hat. Gemeinsam mit Ludwig Wittgenstein beginnt sie zu ermitteln. Doch niemand schenkt den Vermutungen einer Elfjährigen Gehör, bis auf einen und der will sie zum Schweigen bringen. Philosophisch, mystisch, spannend – ein Thriller der Extraklasse." (amazon.de) Die Krimi-/Thrillerhandlung in diesem Buch um die Eistoten gefällt mir eigentlich recht gut. Ein abgelegenes Dörfchen im Winter, da kann man sich richtig gruseln. Dass hier ein kleines Mädchen Ermittlerin spielt, war keineswegs ein Nachteil in diesem Buch. Alice ist clever und eine nette Persönlichkeit, zur Sympathie fehlt noch ein kleines bisschen. Warum dann nur 3 Sterne? Der mystische Einschlag in dieser Geschichte hat mich wirklich genervt! Ich habe generell nichts gegen Fantasy oder mystisch angehauchte Stories, aber hier hat es in keinstem Fall zur Handlung beigetragen. Es war ein seltsamer Nebenschauplatz der Geschichte, absolut überflüssig! Außerdem war mir das Ende, bzw. die Auflösung zu schnell und zu einfach. So wie es letztendlich ausgegangen ist, so ähnlich hat man es schon relativ früh erahnen können. Schade! Zusammenfassend ein durchwachsenes, durchschnittliches 3-Sterne-Buch.

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  • Black List bei Hugendubel

    Die Eistoten

    AntonPlankton

    27. October 2013 um 18:49

    Eine Freundin sagte mir, dass es bei Hugendubel eine Blacklist gibt. Bücher, die sich kirchenkritisch äußern werden gar nicht ausgestellt oder landen in den hintersten Bücherregalen. Wer ein wenig googelt, der findet heraus, dass dies tatsächlich der Fall sein könnte. Auf jeden Fall hat mich dieses Gerücht zu den Eistoten gebracht. "Die Eistoten stehen bei dem kirchennahen Hugendubel auf der Black-List...", sagte man mir. Ob das stimmt ist nun eine andere Frage. Auf jeden Fall bin ich tatsächlich in den Hugendubel um die Ecke marschiert und fand das Buch überhaupt nicht. Erst nach Nachfrage zeigte man es mir in einem versteckten Regal, während andere Bücher auf dem Neuheiten-Tisch lagen.   In der Tat hat Christian Buder mit der Figur Alice eine Mischung aus Sherlock Holmes und Wittgenstein geschaffen, eine ständig meckernde Göre, die mit ihrem messerscharfen Verstand auch den Klerus ins Visier nimmt. So wirft man ihr vor, an einer Geisteskrankheit zu leiden, weil sie ja mit einem toten Philosophen redet. Doch Alice ist schlagfertig und fragt zurück, was denn mit den tausenden von Leuten seien, die in den Kirchen mit Holzfiguren sprechen und sogar von ihnen Antworten erwarten. Die Story ist sehr spannend und wer Lust hat, eine paar Schritte mit der kleinen Alice zu gehen, dem lege ich das Buch wärmstens ans Herz.

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  • Elfjährige Ermittlerin - total genial!

    Die Eistoten

    sarahsuperwoman

    22. October 2013 um 18:17

    Das Coverbild sagt eigentlich schon relativ viel über die Grundlage des Buches aus, aber auch der Titel bekräftigt dieses Thema nochmal zusätzlich. Es herrscht Winter in dem Buch und auch der Titel macht total neugierig auf das Buch. Genau so war es bei mir auch! Das Aussehen der Literatur hat gepasst und mich sofort darauf aufmerksam gemacht. Die Farben rot und weiß sind hier sehr stark im Kontrast zu sehen, weswegen es auch noch speziell interessant wirkt. Als ich am Anfang in die Story einstieg, war ich wirklich perplex wie gut Christian Buder hier den Prolog gestartet hat. Man kommt in die Geschichte und ist aber nicht wirklich dabei. Interessant fand ich auch, dass der Erzähler über ein elfjähriges Mädchen namens Alice spricht und erzählt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es so unglaublich spannend und unterhaltend geschrieben wurde. Schon anfangs als ich angefangen habe im Zug zu lesen, da waren die ersten 30 Seiten innerhalb weniger Minuten verschlungen, weswegen ich dieses Buch als eines der Besten bezeichnen würde, die ich je gelesen habe. Auch die Spannung bleibt bis zum Ende vorhanden! Alice ist ein elfjähriges, sehr kluges Mädchen. Ich muss sagen, dass ich genau das an diesem Exemplar so faszinierend finde. Es werden unendlich viele Morde aufgedeckt und ein ELFJÄHRIGES! Mädchen entdeckt diese und will diese sehr verrückten Morde aufdecken. Kein Mensch glaubt ihr und noch nicht einmal ihr Vater hört ihr zu. Das finde ich total schade, weil er wirklich rüberkommt als wäre er einfach ein total verzweifelter und schlechter Papa. Das macht mich schon ein wenig traurig. Was am Ende dann mit all diesen Personen herauskommt, ist exzellent geschrieben. Fängt man einmal an dieses Buch in die Hand zu nehmen, legt man es so unglaublich schnell nicht freiwillig aus der Hand. Ich bin so unglaublich froh, dass mir LovelyBooks auch hier wieder die Möglichkeit gegeben hat, dieses lesen zu können. Ich bin mehr als ein Fan davon geworden. Toll finde ich auch, dass am Ende des Buches der Autor noch einmal interviewt wird zum Thema “Die Eistoten”. In der Dankessagung schreibt er auch noch einmal, dass man ihm gerne Lob, Kritik und Anregungen an seine E-Mailadresse schreiben kann. Ein wirklich sympathischer Autor!

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  • Gute Idee und schwache Umsetzung

    Die Eistoten

    Minky

    16. October 2013 um 10:45

    "Die Eistoten" ist die Geschichte über einen Serienmörder, der regelmäßig am 23. Dezember in Erscheinung tritt und seine Opfer auf ganz besondere Weise drapiert. Alice, ein 11jähriges Mädchen hat an einem 23. Dezember ihre Mutter verloren und kann nicht glauben, dass es nur ein Unfall war. Sie beginnt Zusammenhänge zu anderen "Unfällen" herzustellen und scheint dem Mörder immer näher zu kommen. Auf ihre Familie kann Alice nicht zählen, sie wollen das kleine schlaue Mädchen in psychologische Behandlung geben, doch Wittgenstein, ein toter Philosoph, steht ihr als Freund zur Seite. Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen. Es glänzt durch seine Schlichtheit und den Farbkontrast zwischen rot und weiß. Das Cover macht wirklich Lust auf das Buch und erregt die Aufmerksamkeit des Lesers. Beginnt man mit dem Lesen, scheint es zunächst auch gut weiterzugehen. Ein 11jähriges Mädchen übernimmt die Ermittlungen in einer Mordserie. Eine wirklich gute Idee und mal eine willkommene Abwechslung zu den üblicherweise viel älteren Kommissaren und Dedektiven. Dann kommt allerdings schon bald Alice imaginärer Freund, der tote Philosoph Wittgenstein, ins Spiel. Für mich hat sich leider während der ganzen Geschichte nicht wirklich erschlossen, warum er erwähnt wird. Für die Handlung hat er keine ausschlaggebende Bedeutung. Die übersinnlichen Fähigkeiten bzw. die blühende Phantasie einer 11jährigen gipfelt in dem Erscheinen eines Clowns im Bus, den natürlich auch nur Alice sehen kann. Leider kommt die eigentlich Handlung zu kurz und verliert immer mehr an Spannung. Je weiter man zum Ende kommt, desto klarer scheint es zu sein, wer der Mörder ist, bis dann auf den letzten Seiten eine ganz plötzliche Wendung stattfindet (eigentlich auch wieder ein guter Schachzug). Die Erklärung zum Ausgang der Geschichte fällt allerdings sehr knapp aus und wirkt doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Obwohl mich die Handlung nicht vom Hocker  gerissen hat, hat mir der Schreibstil doch gut gefallen. Man konnte das Buch gut und flüssig lesen. Leider nicht mein Buch.

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