Christoph Wortberg Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

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Inhaltsangabe zu „Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß“ von Christoph Wortberg

Zwei ungleiche Brüder und ein tragischer Vorfall.

»Ein Roman mit einer sehr intensiven Atmosphäre, einer poetischen Kraft.« Stuttgarter Zeitung

Lenny hat seinen älteren Bruder Jakob immer bewundert. Den Großen, den Alleskönner. Doch jetzt ist Jakob tot. Lenny beginnt, Fragen zu stellen. Wer war sein Bruder? Wer ist er selbst? Da trifft Lenny auf Rosa. Sie kannte seinen Bruder; besser als er ahnt. Und je mehr Lenny über Jakob erfährt, desto näher kommt er sich selbst, dem Leben und der Liebe.
Ein überwältigender Roman – poetisch, direkt und unerwartet humorvoll.

Rührt zu Tränen

— Ninchenxoxo

Eine berührende Geschichte. Stark erzählt.

— furchtlos

Interessante Geschichte mit schönen Stellen über das Held sein und die Liebe, das Leben und den Tod.Relativ relativ vorhersehbar, deshalb 3*

— cheshirecatannett

Tolle Herangehensweise an das Thema Tod durch einen einzigartige Hauptperson und einen speziellen Toten!

— Agnes13

Das Buch berüht einen und ist überragend humorvoll. Die wenigen Seiten hätte man locker ausbauen können, denn das Buch ist es absolut wert!

— AuroraRed

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    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    kruemelhino

    12. July 2017 um 18:09

    Die Welt des jungen Lenny gerät aus den Fugen, als Lennys älterer Bruder Jakob für Hirntod erklärt wird. Ein Unfall, so heißt es zunächst, aber Lenny überkommt mehr und mehr ein mulmiges Gefühl. Er beginnt Fragen zu stellen und erhält dabei mögliche Antworten aus fiktiven Gesprächen zwischen ihm und Jakob.'Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß' von Christoph Wortberg fällt mit 190 Seiten sehr überschaubar aus und liest sich flüssig. Die Sprache unterscheidet sich deutlich von aktuellen Jugendbüchern. Die Sprache versucht nicht verkrampft modern oder auch cool zu wirken. Gleichzeitig wirkt sie aber auch nicht altbacken, sondern tatsächlich poetisch wie anspruchsvolle Jugendliteratur aus der etwas früheren Zeit. Sprachlich gesehen habe ich die Geschichte dabei regelrecht verschlungen.Einzig der Verlauf der Geschichte wirkt zum Ende doch etwas leicht konstruiert. Ebenso wird bei der ersten Liebe etwas dick aufgetragen, was mir persönlich nicht ganz so gut gefällt. Dies spiegelt aber wirklich nur meinen Geschmack wieder. Andere wiederum blühen bei solch einer Liebesschmacht förmlich auf.'Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß' fasst Themen auf, die eine Vielzahl von Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden durchleben. Um Fragen zu beantworten geht es hierbei nicht. Die muss schließlich jeder selbst für sich finden. Vielmehr stößt die Geschichte dazu an, etwas aus den gegebenen Umständen zu machen, auch wenn dabei ein möglicher Generationskonflikt herbeigeschworen wird. Oftmals ist solch ein Konflikt nichts anderes als ein natürlicher Bestandteil eines Abnabelungsprozesses, den allerdings immer noch genügend Heranwachsende scheuen.

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  • Held, Leben, Tod in 1-2 Lesestunden

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    cheshirecatannett

    16. August 2016 um 15:45

    Alles in allem finde ich das Buch gelungen. Es hat schöne Stellen über das Leben, den Tod und gute Menschen.Jedoch ist der Stil durchaus simpel gehalten(Lesedauer ca.2 Stunden), was natürlich irgendwo zu dem jungen Charakter passt. Jedoch hätte man aus der Geschichte viel mehr Emotion rausholen können.Außerdem ist alles relativ vorhersehbar und in der Geschichte werden viele Themen schnell abgehakt, wie z.B. die Depreession der Mutter. Trotzdem hat mich das Buch unterhalten und als Zug/Reiselektüre kann man das durchaus lesen.Eine wirklich tiefe Geschichte über den Sinn des Lebens, Depression, Selbstmord oder Bruderliebe sehe ich hier aber nicht - deshalb die 3 Sterne. 

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  • Ein mutmachendes und Gefühlvolles Buch

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    Natalie77

    Inhalt: Jakob ist Tod, gestorben bei einem Bergsteigerunfall. Doch leise Zweifel regen sich bei seinem Bruder Lenny, der bisher immer im Schatten von Jakob stand. Auf dem Weg zur Wahrheit trifft er auf Rosa, die Licht ins Dunkel bringt und noch mehr... Meine Meinung: Christoph Wortberg durfte ich auf der Messe kennen lernen und schon dort war ich von seiner lebendigen Art zu Erzählen begeistert. Das führte sich auch bei seinem neusten Buch weiter. Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß ist ein sehr gefühlvolles Buch, das mit einer Geschichte aufwartet die nur so gefühlvoll beschrieben werden kann. Wortberg hat das perfekt geschafft. Die Geschichte ist aus Sicht von Lenny erzählt. Er scheint am rationalsten mit dem Tod seines Bruders umzugehen und doch merkt man beim Lesen das dies nur Fassade ist. Er vermisst ihn und versucht herauszufinden was wirklich passiert ist. An einen Unfall glaubt er nicht und so trifft er dann auch auf Rosa. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und ohne viel Geschnörkel. Christoph Wortberg bringt mit wenig Worten viel Gefühl rüber und zeigt das Wesentliche. Hier kommt keine Langweile auf und man fiebert mit den Protagonisten mit. Diese bleiben überschaubar. Da ist Lenny, auch von der Trauer überwältigt behält er einen klaren Kopf und verfällt in Aktionismus. Er merkt erst jetzt was es bedeutet im Schatten von Jakob zu stehen. Dies hatte nicht nur schlechte Seiten. Seine Eltern sind fertig und für mich recht Gefühlskalt. Sie trauern, das war mir als Leser klar und kommen mit dem Tod ihres Stammhalters nicht klar vergessen darüber aber Lenny. Rosa taucht erst recht spät auf, hat ihre Probleme die aber nur am Rande zur Sprache gebracht werden. Mein Fazit: Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spass ist nicht nur für Hinterbliebene ein Mut machendes Buch. Es bringt auch Unterhaltung wenn man gefühlvolle Geschichten mag

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    • 2

    parden

    22. November 2014 um 05:46
  • Buchverlosung zu "Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß" von Christoph Wortberg

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    Eva-Maria_Obermann

    29. October 2014 um 13:28

    Auf meinem Blog verlose ich bis Ende Oktober ein Exemplar von "Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß".
    http://schreibtrieb.aeom.de/Blog/?p=1709

  • Ein berührender Roman über den Tod, das Leben und die Liebe.

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    JDaizy

    17. October 2014 um 14:03

    „Mein Vater steuert den Volvo auf den Parkplatz. Ich warte darauf, dass er aussteigt, aber er rührt sich nicht. Auch meine Mutter macht keine Anstalten, die Tür zu öffnen. Nie war Schweigen zwischen meinen Eltern lauter. │…│ Dass sie Überlebende sind, begreifen sie nicht. Sie würden ihr eigenes Leben für ihn geben, wenn sie könnten. Sie können es nicht. Der Tod lässt nicht mit sich handeln.“ Lenny ist 16 Jahre als sich von einen Tag auf den anderen sein Leben schlagartig verändert. Lenny hat seinen großen Bruder immer bewundert und zu ihm aufgeschaut. Jakob, dem immer alles leicht von der Hand ging. Jetzt ist er tot. Doch ist der Tod wirklich das Ende? Für Jakob vielleicht. Für Lenny (noch) nicht. Er beginnt Fragen zu stellen. Wer war sein Bruder? War er glücklich? Wer ist er selbst? Und was ist der Sinn des Lebens … der Sinn eines Lebens OHNE seinen großen Bruder? Jakob, der Große, der Alleskönner. Beliebt, vielseitig begabt, humorvoll und charmant. Ganz nebenbei noch Jahrgangsbester der Abiturklasse, bereits eingeschrieben für einen Pharmazie – Studienplatz an der Uni München, um danach die Apotheke seines Vaters zu übernehmen. Eine steile Karriere, die mit seinem plötzlichen Tod jäh ein Ende fand. Und mit ihm starb auch ein Teil in Lenny und in den Herzen seiner Eltern. Doch Lenny fällt nicht wie sie in lähmende Lethargie und Selbstzweifel. Er möchte Antworten auf seine Fragen und macht sich auf die Suche. Mit Lenny und Jakob zeichnet der Autor zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können. Emotional und wortgewaltig, schildert er die Geschichte hinter der Geschichte und man erkennt, dass auf den ersten Blick nicht immer alles so ist, wie es zu sein scheint. Dabei versteht es der Autor auf wenigen (190) Seiten alles, was gesagt werden muss, zu sagen. Mit einer Intensität, die ergreift, berührt und wach rüttelt. Das Leben ist heute; nicht gestern und nicht morgen! Dieses Buch hat mich zutiefst bewegt und zu Tränen gerührt. Der Schreibstil des Autors überzeugt mit seiner wortgewaltigen Einfachheit aus der Ich-Perspektive von Lenny. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Er sagt, was gesagt werden muss. Das Taschenbuch aus dem Beltz – Verlag ist gut verarbeitet. Wie bei Jugendbüchern üblich, zeichnet es sich durch eine große Schrift und kurze Kapitel aus; was ich persönlich sehr mag, weil es das Lesen erleichtert. Das Cover in einem schlichten Blau mit den Umrissen der Berge ist für meinen Geschmack etwas einfallslos und animiert keinen potentiellen Käufer in einer Buchhandlung zu diesem Buch zu greifen – was ich etwas schade finde. Der Titel dagegen bekommt für mich nach dem Lesen eine klare Bedeutung. Nur frage ich mich, ob da ein Lektor drübergeschaut hat. „Spass“ mit doppel s? Das ist mir schon beim ersten Griff zum Buch ins Auge gefallen. All das tut dem Lesen aber keinen Abbruch. Schließlich geht es um den Inhalt und die Aussage des Geschriebenen IM Buch. Fazit: Poetisch direkt, authentisch und – trotz oder gerade wegen des männlichen Hauptprotagonisten - zutiefst berührend. Ein Buch, das neben dem Tod und der Trauer auch Platz für Hoffnung und die Zukunft lässt. „Ein überwältigender Roman über den Tod, das Leben und die Liebe.“

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  • Ein zutiefst berührendes Buch

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    Haveny

    29. September 2014 um 22:13

    Inhalt: Jakob ist tot. Jakob war Lennys großer Bruder. Er war ein Held, sagt Lenny. Doch sein Tod reißt ein Loch in seine Welt und plötzlich beginnt er sich zu fragen, ob er seinen großen Bruder wirklich so gut gekannt hat wie er dachte. Er kommt ihm plötzlich fremd vor und immer neue Fragen tauchen auf. Doch es ist niemand da, der sie ihm beantworten kann, da seine Mutter in ihrer Abhängigkeit nach Medikamenten versucht den Schmerz zu unterdrücken und sein Vater ihn nie wirklich angesehen hat. Also macht er sich auf die Suche nach Antworten und trifft Rosa. Rosa, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht und die ihm vielleicht Antworten liefern kann ... Meine Meinung: Dieses Buch hat mich wirklich überrumpelt, da ich nie damit gerechnet hätte, dass mich dieses Buch so sehr in seinen Bann ziehen würde. Auch wenn das Cover recht unscheinbar ist und nicht gerade meine Blicke auf sich gezogen hätte, ist der Inhalt dieses Buches zutiefst berührend. Normalerweise vergleiche ich verschiedene Bücher nicht gerne miteinander, da jedes Buch für sich selbst etwas ganz Besonderes ist. Aber in diesem Fall kann ich einfach nicht anders und muss etwas loswerden, denn dieses Buch hat mich, auch wenn mich manche vielleicht dafür hassen werden, mehr berührt als es TFIOS (ich verzichte nun einmal darauf den ganzen Titel auszuschreiben) je hätte schaffen können, aber der Reihe nach ...   Ich wurde sofort mit dem ersten Satz in die Geschichte hineinkatapultiert und versank sofort in Lennys Welt. Der Autor schaffte es wirklich gekonnt den Leser mit dieser alles entscheidenden Szene am Anfang sofort in die Geschichte zu ziehen. Die Trauer um seinen Bruder Jakob ist allgegenwärtig in all dem, was Lenny tut, sagt oder denkt. In jedem Wort und jeder noch so kleinen Silbe schwingt diese Stimmung mit. Im Klappentext wird dieses Buch als humorvoll bezeichnet, dies würde ich jedoch so nicht unterschreiben, denn humorvoll fand ich dieses Buch nicht wirklich. Es war zutiefst traurig und hat mich auch wenn sich das jetzt vielleicht makaber anhört, gut unterhalten, jedoch nicht durch Witze oder Scherze, sondern durch die  berührende Geschichte, die der Autor erzählt. Der Schreibstil des Autoren hat mir wirklich gut gefallen und schaffte es gerade durch seinen Einfachheit mich zu begeistern. Denn mit nur wenigen Worten schaffte dieser Autor wozu andere Autoren lange verschachtelte Sätze über mehrere Zeilen brauchen. Und trotzdem transportierte der Autor in diesen wenigen einfachen Worten so viel Gefühl wie ich es selten in Büchern erlebt habe. Dieses Buch hat mir das Herz gebrochen und es doch wieder zusammengesetzt. Es trieb mir die Tränen in die Augen und ließ mich doch glücklich darüber zurück wie stark die Liebe zu einem Bruder sein kann.   Der Protagonist Lenny tat mir wirklich leid. Er war immer nur die Nummer zwei hinter seinem Bruder Jakob. Das ganze Augenmerk seiner Eltern war auf seinen Bruder ausgerichtet. Doch das störte ihn nicht. Gerade das bewundere ich. Es machte ihm nichts aus, da er seinen Bruder so sehr liebte. Deshalb schmerzt es noch mehr, zu wissen, dass diese Person nun aus seinem Leben verschwunden ist. Außerdem versinken seine Eltern in der Trauer um seinen großen Bruder, sodass auch diese Personen aus seinem Leben gleiten. Er ist also fast allein. Wie ich bereits oben angesprochen habe, zeichnet sich dieses Buch auch durch seine prägnante Kürze aus, die der Autor aber perfekt ausnutzt. Keine Seite wird verschwendet und mit jeder Seite kommt man den Antworten auf Lennys Fragen näher, bis einem plötzlich von einer auf die andere Sekunde alles klar wird. Jedoch war es mir am Ende dann doch etwas zu viel mit der Kürze, gerne hätte ich mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht. Denn ich fand, dass die Beziehung, die sich zwischen Rosa und Lenny entwickelt, zu schnell und zu knapp zusammengefasst wird. Da bleibt wenig Platz für Gefühle und langsames Kennenlernen, weshalb mir diese Beziehung etwas unrealistisch und blass vorkam. Mein Fazit: Dieses Buch hat es geschafft, mich zutiefst zu berühren! Ich hätte nie im Leben damit gerechnet, dass es mich so sehr in seinen Bann ziehen würde. Ich trauerte mit dem Protagonisten Lenny, hatte Tränen in den Augen und ließ mich von dem besonderen Schreibstil des Autors davon tragen. Es wäre perfekt, wenn auch die Beziehung zwischen Lenny und Rosa, besser beschrieben worden wäre, aber diese wirkte auf mich leider etwas gequetscht, weshalb ich diesem ansonsten grandiosen Buch leider nur 4 Sterne geben kann.

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  • Eine emotionale Geschichte mit brilantem Schreibstil

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    TrollMutti

    18. September 2014 um 16:37

    Wie wird man mit dem Tod eines geliebten und wertvollen Menschen fertig? Vor allem wenn alles so plötzlich kommt? Dieser Frage steht Lenny mit seinen 16 Jahren gegenüber. Sein Bruder ist mit nur 18 Jahren an den Folgen eines Unfalls gestorben. Oder war es kein Unfall? Die Kurzbeschreibung klang sehr vielversprechend und machte mich sehr neugierig. Und ich wurde alles andere als enttäuscht. Mit nur 190 Seiten ist das Buch sehr kurz und trotzdem hat der Autor es geschafft eine emotionale und berührende Geschichte zu erzählen. Der Leser lernt den Protagonisten und seine nur auf den ersten Blick perfekte Familie kennen. Von Anfang an ist man mitgefangen in der Trauer um den 18 Jahre alten lebenslustigen Jakob. Und schon sehr bald zeigt sich, dass viel mehr hinter der Trauer, der Oberflächlichkeit der Familie und dem vermeidlichen Unfall steckt. Auch auf den wenigen Seiten erfährt man die Hintergründe und die Geschichte hinter der Geschichte. Die Charaktere haben viel Persönlichkeit, jeder seine Eigenheiten und eine ganz eigene Geschichte. Nach und nach lernt man sie immer mehr kennen. Zwar sind einige Dinge recht vorhersehbar, aber trotzdem interessant und fesselnd zu lesen.  Der Schreibstil ist recht nachdenklich und sehr emotional. Immer wieder musste ich mit den Tränen kämpfen, weil mich das Geschriebene sehr berührt hat. Die Gefühle, die Gedanken und die Geschehnisse wurden auf eine ganz besondere Art und Weise dem Leser dargelegt. Absolut berührend und authentisch. Die Empfehlung für Leser ab 14 Jahren finde ich recht gewagt. Durch die relativ anspruchsvolle Sprache und die tragische Geschichte, würde ich persönlich keinem 14-Jährigen das Buch zum Lesen geben. Insgesamt eine emotionale und einnehmende Geschichte, die besonders durch den fantastischen Schreibstil überzeugt. Absolut empfehlenswert, jedoch nicht ab 14. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei dem Autor, dem Verlag und bloggdeinbuch.de für das Rezensionsexemplar und die schöne Lesezeit bedanken!

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  • Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    TheresasBuecherschrank

    17. September 2014 um 16:11

    Zwei ungleiche Brüder und ein tragischer Vorfall – der die Kulissen einer scheinbar intakten Familie ins Wanken bringt. Ein überwältigender Roman – poetisch, direkt und unerwartet humorvoll.  Lenny hat seinen älteren Bruder Jakob immer bewundert. Den Großen, den Alleskönner. Doch jetzt ist Jakob tot. Lenny beginnt, Fragen zu stellen. Wer war sein Bruder? Wer ist er selbst? Und was, zum Teufel, ist der Sinn des Lebens ohne Jakob? Da trifft Lenny auf Rosa. Sie kannte seinen Bruder. Besser als er ahnt …    Dieses Taschenbuch ist wirklich nicht sehr lang - mit insgesamt 192 Seiten und groß gedruckt hat man das Buch ganz schnell ausgelesen. Aber das Buch hat eine ganz klare Aussage und mich beschäftigt die Handlung noch immer.  Zum einen, da es nicht einfach ein Jugendbuch ist. Der Autor Christoph Wortberg schafft es, die Handlung, die eigentlich ausweglos und ohne Zukunft zu sein scheint, in eine Geschichte zu packen, die mich emotional berührt und eingenommen hat. Denn er hat mit Lenny eine zentrale Hauptperson erschaffen, die es schafft, mit Karma und Schicksalsschlägen auf seine eigene Weise umzugehen. Mit Lennys Eltern - der Vater ein angesehener Apotheker - bringt er auch hier seine Botschaft klar und vor allem authentisch und realistisch rüber. So wirkt die Tablettensucht der Mutter nicht weit hergeholt und die Schuldgefühle und Verzweiflung des Vaters kann mit empfunden werden. In vielen Büchern trägt das Versterben eines wichtigen Familienmitglieds dazu bei, dass sich neue Ziele im Leben formen - hier ist das nicht so. Die Hoffnung und die Werte der Familie sterben und es ist die Aufgabe des Lesers daraus schlau zu werden. Mich hat beeindruckt an diesem Roman, wie unterschiedlich Menschen mit ihren Gefühlen umgehen können und wie verschieden ihre Reaktionen sind. So sind die Jakobs Eltern vollkommen verzweifelt, sie wissen nicht, wie sie mit ihrer tiefen Trauer umgehen sollen. Lenny macht sich Vorwürfe, genauso wie Jakobs ehemals bester Freund. Und dann trifft Lenny auf Rosa - durch sie sieht er das alles in einem anderen Blickwinkel. Rosa selbst wirkt fast emotionslos in dieser Sache, aber sie beginnt das Geschehene zu verarbeiten und uu realisieren. In dem Roman stecken viele Gefühle, Hoffnung und Trauer werden zur gleichen Zeit zum Ausdruck gebracht.  Die emotionale Seite des Romans hat mich tief berührt - allerdings steckt keine vollkommene Handlung dahinter. Es passiert unerwartetes, ja, aber abgesehen von schockierenden Reaktionen und den unterschiedlichen Formen, wie die Charaktere ihre Trauer ausleben, gibt es weder Höhepunkte im Roman noch Tiefpunkte. Einige Szenen sind einfach so an mir vorbei gerauscht, da viele Zitate Eindruck auf mich gemacht haben und die Personen mich mit ihren Gesprächsfetzen in die Handlung mit einbezogen haben.   Ein emotionaler Roman, der so ganz anders ist als die hoffnungslosen Romane nach dem Tod eines wichtigen Familienmitglieds. An einigen Stellen dahinplätschernd, an anderen wiederum ergreifend. *** Drei Sterne!

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  • Das Buch wird dem guten Gedanken dahinter leider nicht gerecht.

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    Linsenliebe

    15. September 2014 um 14:11

    Lenny hat seinen Bruder Jakob verloren und dieser Verlust reißt ein tiefes Loch in die Familie. Seine Mutter ist tablettenabhängig und niemand anderes als der Vater bringt ihr stetigen Nachschub. Kein Wunder, arbeitet er doch als Apotheker. Dass Jakob in den Bergen war und dort zu Tode gestürzt ist, wollen die Eltern auch nicht so richtig akzeptieren. Sie decken weiterhin den Tisch für 4 Personen und blocken jede Kritik ab. Und sehen einfach durch Lenny hindurch, denn für sie ist er nur ein Schatten seines großen Bruders, nicht viel wert und überhaupt ein Störenfried.  Aber Lenny versteht sehr bald, dass Jakobs tragischer Tod kein Unfall sein kann und versucht, hinter das Geheimnis seines verstorbenen Bruders zu kommen.  Bei "Blogg dein Buch" bin ich auf diesen Roman gestoßen und fand ihn sehr ansprechend. Aus der Story kann man eine Menge herausholen: Familienkonflikte, unausgesprochene Ängste, Erwartungen der Eltern die schwer zu erfüllen sind, unerreichte Liebe und im Mittelpunkt die über den Tod hinausgehende Verbindung zwischen zwei Brüdern, die sich ähnlicher sind als sie denken. Ich frage mich, ob man um die Toten weint oder um sich selbst. - Seite 14 Doch leider muss ich sagen, dass meine Erwartunegn nicht ganz erfüllt werden konnten. Die Ansätze sind sehr schön herausgearbeitet, vor allem die Tablettensucht von Lennys Mutter finde ich sehr überzeugend. Doch ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, dass die Gedanken nicht zu Ende gedacht wurden. Alles blieb irgendwie oberflächlich und konnte mich nicht tief berühren.  "Wenn Sie dann soweit sind", sagt er. Mein Vater zuckt bei seinen Worten zusammen. Als ob man je so weit sein könnte. [...] Und wenn ihm schon sein Sohn genommen werden muss, warum dieser, warum nicht der andere? - Seite 15 Das finde ich sehr schade denn besonders der Schreibstil von Christoph Wortberg war sehr vielversprechend. Er zeichnet Sätze wie Gemälde und man kann sich gut in Lennys Lage versetzen. Aber dennoch hatte ich schon schnell das Gefühl, dass etwas fehlt. "Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß" ist vermutlich einfach zu kurz geraten mit seinen 192 Seiten. Man hätte noch 150 Seiten dran hängen sollen, dann wäre man den Charakteren bestimmt gerechter geworden. So bleibt für mich alles zu sehr an der Oberfläche. Sehr sehr schade! Aus diesem Grund kann ich leider nur 2 von 5 Sternen vergeben. Einfach schade.

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  • Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    viviilovee

    07. September 2014 um 22:47

    Klappentext "Zwei ungleiche Brüder und ein tragischer Vorfall – der die Kulissen einer scheinbar intakten Familie ins Wanken bringt. Ein überwältigender Roman – poetisch, direkt und unerwartet humorvoll. Lenny hat seinen älteren Bruder Jakob immer bewundert. Den Großen, den Alleskönner. Doch jetzt ist Jakob tot. Lenny beginnt, Fragen zu stellen. Wer war sein Bruder? Wer ist er selbst? Und was, zum Teufel, ist der Sinn des Lebens ohne Jakob? Da trifft Lenny auf Rosa. Sie kannte seinen Bruder. Besser als er ahnt …" Meine Meinung Gleich am Anfang möchte ich euch sagen, dass dieses Buch mit 192 Seiten wirklich nicht sehr lang ist. Man hat es ganz schnell durch, bei mir hat es nur knappe 2 Stunden gedauert! Wenn ich nun versuchen würde, die Aussage des Buches in einer Rezension zusammenzufassen, dann würde ich gleichzeitig auch das Buch spoilern. Es geht um Lenny, den zweitgeborenen Sohn eines Apothekers und seiner Frau. Vor kurzem hat Lenny bei einem tragischen Unfall seinen großen Bruder und gleichzeitig seinen Held verloren. Auch, wenn Lenny immer im Schatten von Jakob stand und kaum von den Eltern beachtet wurde, hat er ein schönes Leben. Bis zu diesem schrecklichen Zeitpunkt. Seine Mutter ist kaum noch ansprechbar, sie ist tablettenabhängig und ein einziges Wrack. Lennys Vater weiß sich leider auch nicht mehr zu helfen, sodass der "kleine" Sohn nun viel Verantwortung in der Familie übernehmen muss. Plötzlich wird Lenny von den Eltern bewusst wahrgenommen, doch insgeheim weiß er, dass sie sich wünschen, er wäre anstelle von Jakob in die Tiefe gestürzt. Leider fand ich das Buch - entgegen der Beschreibung - überhaupt nicht humorvoll. Es war sehr traurig und bedrückend, denn in dem Buch geht es logischerweise um den Tod von Jakob. Schade finde ich, dass das Buch so kurz ist. Die Geschichte hat eigentlich viel Potenzial und hätte einfach viel besser umgesetzt werden können. Dabei hat mir auch der Schreibstil von Christoph Wortberg richtig gut gefallen, sodass ich das Buch innerhalb von zwei Stunden durchgelesen hatte. Insgesamt erfährt man allerdings viel zu wenig über die einzelnen Charaktere, sodass ich überhaupt keine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Ich hätte gerne mehr über Jakobs Vorgeschichte, sowie die Familie im Allgemeinen erfahren. Immerhin spielt Lenny im Buch eine sehr große Rolle, in der Familie allerdings gar nicht. Auch über Jakobs Freunde hätte ich gerne mehr gewusst, denn im Laufe der Geschichte tauchen sie alle ein paar mal auf. Und auch über Rosa, das Mädchen, dass nach Jakobs Sturz den Notruf gewählt hat, hätte ich gerne mehr erfahren, denn immerhin war sie der letzte Mensch, der den erfolgreichen und geliebten Familiensohn lebend gesehen hat. Generell fand ich das Buch und die Idee dahinter sehr schön, doch die Umsetzung hat mir leider nicht so gut gefallen, wie ich es erwarte hatte.

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  • Buchverlosung zu "Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß" von Christoph Wortberg

    Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

    ChrischiD

    Bis zum 31.08.2014 läuft im "Katze mit Buch"-Forum (http://www.katzemitbuch-forum.de/) das aktuelle "Bewerten - Gewinnen - Rezensieren" zu "Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß" von Christoph Wortberg. Alles was Ihr tun müsst, ist eine aussagekräftige Meinung zur Leseprobe abzugeben und schon seid Ihr im Lostopf. Für die Teilnahme müsst Ihr im Forum angemeldet sein. Nur Meinungen im entsprechenden Thread werden gezählt, Kommentare hier können leider nicht gewertet werden. Über diesen Link kommt Ihr zum Thema: http://www.katzemitbuch-forum.de/t1325f98-Buch-Info-Anmeldethread.html

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