GLOBAL DAWN: Die Abtrünnigen

von D. Bullcutter 
3,4 Sterne bei10 Bewertungen
GLOBAL DAWN: Die Abtrünnigen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (4):
Tatjana76s avatar

Spannend, erschrecken real mit jeder Menge Lesespaß

Kritisch (2):
echs avatar

Überfrachtete Dystopie mit mehr als fragwürdiger Botschaft

Alle 10 Bewertungen lesen

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746926568
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:244 Seiten
Verlag:Tredition
Erscheinungsdatum:11.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    echvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Überfrachtete Dystopie mit mehr als fragwürdiger Botschaft
    Überfrachtete Dystopie mit mehr als fragwürdiger Botschaft

    Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen, nachdem der Klappentext und das Thema zunächst mein Interesse an der Geschichte wecken konnten.
    Dieses Interesse schlug dann aber sehr schnell in eine deutliche Ablehnung bis hin zum Entsetzen um und ich habe mehrmals mit den Gedanken gespielt, das Buch vorzeitig zu beenden. Schlußendlich habe ich dennoch bis zum Ende durchgehalten, musste beim Zuklappen des Buches aber doch ziemlich schlucken und habe erst einmal ein paar Tage gebraucht, um das Gelesene ein wenig sacken zu lassen.

    Der Autor D. Bullcutter entwirft hier ein doch ziemlich befremdliches Szenario.
    Nachdem sich Deutschland und Frankreich im Jahr 2024 zu einem Gebilde namens Framanien zusammengeschlossen haben, beginnen die herrschenden Parteien (Radikaldemokraten und Radikalsoziale)  umgehend damit, auch die übrigen europäischen Staaten in ihren Verbund zu zwingen, um so am Ende die USoE (United States of Europe) entstehen zu lassen. Widerstände in der Bevölkerung werden durch Pflichtimpfungen (!!!) unterdrückt.
    Nachdem der Widerstand Österreichs durch einen Einmarsch brutal niedergeschlagen wird, bleiben nur noch Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Polen als abtrünnige Staaten, die sich dieser Entwicklung wiedersetzen und die Flüchtlinge aus den übrigen europäischen Staaten aufnehmen.

    Der Autor beschränkt sich in dieser Dystopie nicht nur auf die Geschehnisse in Europa, sondern bindet auch aktuelle Entwicklungen in Amerika, Russland (hier auch als "Das dritte Rom" bezeichnet), der arabischen Welt ("Panarabia") und auch im Vatikan ("The New Unniversal Church") in das Geschehen ein. Dadurch wirkt die ganze Geschichte doch deutlich überfrachtet, den Figuren bleibt hier kaum Raum zur Entfaltung und die Geschichte kratzt nur an der Oberfläche, ohne auch nur ansatzweise Tiefe und dadurch auch Glaubwürdigkeit zu entwickeln.
    Am Ende hat man dann zudem noch das Gefühl, hier einen 243 Seiten langen Prolog für den bereits erschienenen zweiten Band der Reihe mit dem Titel "Transhumanismus" gelesen zu haben.  

    Zudem verwendet der Autor hier eine Reihe von seltsamen Begrifflichkeiten, wie z.B. "Pflichtspezialisten" für das Militär und "bürgende Personen" für die normale Bevölkerung. Menschen aus Afrika werden zudem abschätzig als "neue menschliche Ressource" bezeichnet.  
    Und dann ist da noch der mehrmals verwendete Begriff "Systemmedien", der ja eine gewisse Nähe des Autoren zu einer aktuellen Partei andeutet, die sich nach kurzer Recherche in den sozialen Medien auch durchaus bestätigt hat.
    Das sich dann unter den Abtrünnigen auch noch derzeit streng nationalistisch geführte Staaten wie Polen und Ungarn befinden, passt dann nur zu gut zur immer deutlicher werdenen Stoßrichtung dieses Buches, die mein Interesse an den weiteren Bänden auf Null haben sinken lassen.

    Kommentare: 3
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    M
    MK262vor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch mit sehr viel Tiefgang. Keine locker flockige Lektüre.
    Freitheit nur unter Wiederstand

    War sofort von dem Klappentext angesprochen. Friede für Alle und wer nicht mitmacht ist automatisch dagegen und ein Feind. Man hat zwar seine Freiheit muss aber immer mit dem Wiederstand kämpfen. Für mich persönlich war der Einstig etwas schwer und nicht so ganz das was ich erwartet habe durch die verschiedenen Handlungen und Zeitverschiebungen bin ich einfach nicht in den gewohnten Lesefluss gekommen. Der Autor wagt sich an ein ganz neues Lesen an das man sich erst mal gewöhnen muss. Es kommt zu sehr tiefen und neuen Gedanken die einen schon zum grübeln bringen und nicht gerade leicht zu verdauen sind. Es ist kein Buch das man mal schnell auf dem Sofa durchlesen kann man braucht schon eine gewisse Zeit um ins Geschehen einzudringen.

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    Filip2806s avatar
    Filip2806vor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Interessantes Dystopisches Buch für Zwischendurch mit viel Potential zur Verbesserung
    Interessantes Dystopisches Buch für Zwischendurch und mit viel Verbesserungspotential

    Liebe Lovelybookscommunity,

    Willkommen in dieser dystopischen Welt, welche von D. Bullcutter verfasst und erstellt worden ist. Es ist mein erstes Buch in diesem Genre und ich war sehr gespannt, was mich hier erwarten würde. Einerseits verfolgen wir das Leben der Charaktere Pavel, Max, Lucia und den anderen, wie sie aus ihrer Heimat flüchten, um sich den Widerstand anzuschließen. Anderseits empfand ich hier eine Dokumentation der zukünftigen dystopischen Welt mit verschiedenen Sichtweisen wie die des Bashir oder Pushkin oder Lawrance Medice. Ich finde die Story von Pavel und seiner Familie gut gelungen und sehr interessant zu lesen. Die Einführung der United States of Europe ist was neues und hat mich auch positiv überrascht. Leider empfind ich die Beschreibungen der dystopischen Welt viel zu lang und manchmal sehr mühsam zu lesen. Die Sprünge in der Zeit erschwerten mir das Lesen, sodass ich die ersten fünfzig Seiten zwei mal gelesen habe. Das Ende mit dem Cliffhanger macht den Leser gespannt auf das weitere Lesen des Romans. Ob es wirklich ein Roman ist, ist es schwer mir zu sagen. Ich dachte am Anfang ich lese ein Sachbuch über eine zukünftige Globalisation. Das ist was neues für mich, dies ist aber nicht negativ anzumerken. Dieses Buch hat noch viel mehr Potential und wer etwas neues lesen möchte in Richtung "Wie könnte die Welt bald aussehen?" , sollte sich das Buch anschaffen und durchlesen. 

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    DocAndrews avatar
    DocAndrewvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: erschreckende realitätsnahe Geschichte mit Verbesserungsbedarf
    keine reine Unterhaltungslektüre für zwischendurch

    Mich hat die Beschreibung zu dem Buch und der Klappentext angesprochen und neugierig gemacht. Eine dytopische Zukunft Europas und folgend der ganzen Welt. Alles im Namen des Friedens und der Normalisierung. Wer nicht mitmacht wird zum Feind des Systems, zum Abtrünnigen. So geht es auch Pavel, Max und deren Familien. Sie wählen die Freiheit und damit den Widerstand. 


    Nun denkt man, das man im Buch eine Geschichte des Widerstand gegen die Bestrebungen der „global Player“ findet. Dies ist aber nicht der Fall. Fans von „Hollywood Blogbuster“ Geschichten werden hier nicht bedient, auch wenn der ein oder andere Abschnitt daran denken lassen könnte.


    Stattdessen handelt es sich um ein Buch mit „Tiefgang“. Liest man sich auf der Homepage des Autors den Abschnitt „About Me“ durch, bekommt man eine Ahnung, worum es dem ihm geht. Das Buch würde sich auch als Unterrichtslektüre in Soziologie, Politik, Psychologie oder Philosophie eignen.


    Inhaltlich will ich nicht zu viel verraten. Die Geschichte beginnt mit einem Blick in die Zukunft. Dann geht es wieder in die Vergangenheit. Diese Sprünge finden häufiger statt, was dem Lesefluss gerade zu Beginn etwas schwierig gestaltet. Ich brauchte eine Weile, um mich daran zu gewöhnen und dann konnte ich es auch nicht mehr aus den Händen legen. Nachdem man es dann durch hat, könnte man es zur Seite legen oder noch mal „zwischen den Zeilen“ lesen.


    Die Realitätsnähe zu manchmal erschreckend und regt zum Nachdenken an. Die Protagonisten schaffen die Flucht aus den neu entstandenen „United States of Europe“ und erleben dessen Expansion auf der Seite der Abtrünnigen. Es geht um Macht, Intrigen, Geld und den „wahren“ Glauben. Um sich die Bürger gefügig zu machen, nutzt man Psychopharmaka. So entstehen willenlose Soldaten, die in andere Länder einfallen. 


    Der Autor nutzt völlig neue Begrifflichkeiten wie „die Bürgenden“ anstatt „Bürger“. Leider erklärt er diese nicht näher und überlässt es damit dem Leser seine eigene Interpretation dazu zu finden. Ich hätte mir auch eine geopolitische Weltkarte gewünscht, um mir die Situation so schneller vor Augen halten zu können. So wäre es einfacher die Situation der einzelnen Staaten besser zu verstehen und warum welcher „Korridor“ für einzelnen Länder so wichtig gewesen wäre.


    Ich kann das Buch denjenigen Lesern empfehlen, die nicht nur reine Unterhaltung bevorzugen, sondern sich auch gedanklich weiter mit dem Thema „Globalisierung“ und dessen Vor- und Nachteile auseinandersetzen wollen. 


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    S
    Sophia_Bookaholicvor 25 Tagen
    Global Dawn

    Interressantes Buch!


    Weltweiter Frieden und die Vereinigten 
    Staaten von Europa, das ist das Ziel der
    Regierung.
    Angefangen mit einer Verbindung zwischen
    Deutschland und Frankreich, namens 
    Framanien.
    Doch je näher diese Zukunftsvision rückt, 
    desto schlechter werden die Umstände in
    Europa.
    Übertriebene Überwachung und weniger
    Freiheit denn je.
    Nur manche Länder schließen sich noch
    nicht an, die sogenannten Abtrünnigen.
    Die Bürger müssen sich entscheiden ob sie
    die Freiheit oder die Bequemlichkeit wollen.

    Es war sehr interessant und hat mir ganz
    gut gefallen. Es war flüssig zu lesen und
    der Schreibstil war angenehm.

    Kommentare: 1
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    c-m-mondsteins avatar
    c-m-mondsteinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Weniger ist manchmal mehr.
    Globaler Rundumschlag

    D. Bullcutter entwickelt in seinem Roman „Global Dawn Die Abtrünnigen“ eine negative (dystopische) globale Zukunftsvision. Sehr ausführlich und mit historischen Themen und philosophischen Thesen gespickt, schafft er ein erschreckendes Szenario. Bedauerlicherweise kommt die in die Szenerie eingebundene Geschichte einer Familie viel zu kurz. Max, Pavel und ihre Familien werden zu Beiwerk, da sie von der vielschichtigen Darstellung der Vision überlagert werden. Bullcutter schafft neue - teilweise befremdliche - Begrifflichkeiten, von denen sich der Leser eigenständig eine Bedeutung erschließen muss: beispielsweise „neue menschliche Ressourcen“ für Menschen aus Afrika, „Pflichtspezialisten“ für das Militär, „bürgende Personen“ für die normale Bevölkerung. Ebenso befremdlich und pauschalisierend empfinde ich die Unterscheidung von „guten Flüchtlingen“ in der Geschichte, die ihr Land verlassen, um in Freiheit zu leben und den „importierten“ „neuen menschlichen Ressourcen“, die an die Flüchtlinge von heute denken lassen. ( Verlassen diese vielen Menschen nicht auch ihre Heimat, um in Freiheit leben zu können?) „Wir, die rebellischen Aussiedler aus Westeuropa, bewirtschaften das Land, zusammen mit den Einheimischen. ... Können wir dasselbe von sämtlichen USoE-Provinzen und von einigen neuen menschlichen Ressourcen behaupten, die auch du eingeschleust hast? Seit über zwei Jahren beherrschen sie nur zwei Disziplinen: Forderungen stellen und jeden, der diese Dauersubventionierung in Frage stellt sowie die drastische Zunahme schwerer Kriminalität anprangert, des Rassismus bezichtigt.“ Neben diesen Gedanken, die mich unglücklich zurücklassen, ist es die Überfrachtung der Geschichte. Bullcutter hat den Kopf voller Ideen und ich denke, dass es ihm ein großes Anliegen ist, mit seinem Roman auf aktuelle Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen. Ein globaler Rundumschlag ist der Geschichte jedoch abträglich. Ich war als Leser teilweise mit den vielen Schauplätzen, den vielen Ansatzpunkten überfordert. Hier wäre weniger mehr gewesen.

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    gusacas avatar
    gusacavor einem Monat
    Kurzmeinung: Tolle Buchidee, die Umsetzung war leider nichts für mich.
    Tolle Romanidee, die Umsetzung für mich zu hochtrabend

    In diesem Roman stellt der Autor eine zukünftige Welt vor, in der unter dem vorgeblichen Friedensgedanken Menschen stark kontrolliert und reglementiert werden. Krieg um den Frieden zu etablieren, ist das moralisch? Eher nicht. Besonders wenn einzelne Politiker nur an das eigene Machtstreben denken und wenn Menschen als ersetzbar Ressourcen unter Psychopharmaka gesetzt werden, um sie gezielt zu aggressiven Killermaschinen werden zu lassen.


    Die Idee des Buches hat mich sofort sehr angesprochen,
     der Schreibstil leider nicht.
    Lange verschachtelte Sätze häufen sich, die man teilweise mehrmals lesen muss, um sie zu verstehen.
    Außerdem verwendet der Autor viele  politischen Fremdwörter, die im allgemeinen Sprachgebrauch keine Verwendung finden. Nachschlagewerk also notwendig.
    Auch ist mir die theoretische Beschreibung der politischen Situation zu ausgedehnt. Der persönliche Bezug auf einzelne Personen kommt mir zu spät und zu kurz.
    Der Autor führt einige neue Vokabeln ohne hinreichende Erklärung ein, die aus dem Kontext nicht immer eindeutig zu bestimmen sind und dem Leser die Deutung überlassen.
    (Bürgende, alte menschliche Ressourcen)
    Teilweise ist die grammatikalisch Satzstellung falsch.
    ( S. 52) kein Mensch mehr lebte dort

    Insgesamt gesehen, fand ich die Idee gut, die Umsetzung weniger, so das ich Nachfolgeromane eher nicht mehr lesen möchte.


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    Tatjana76s avatar
    Tatjana76vor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannend, erschrecken real mit jeder Menge Lesespaß
    Meinungsfreiheit und Dystopie - wirklich nur eine Fiktion? Weit gefehlt...

    Dieser dystopische, fiktionale Roman von D. Bullcutter mit seinen gerade mal 244 Seiten hat es in sich und liest sich sehr flüssig, mit jeder Menge Lesespaß. 

    Zur Handlung

    Die Geschichte beginnt mit einer Rückblende von Lucia, die sich an alte Zeiten erinnert: An die Zeit anfänglich in Deutschland um die 2020er Jahre, als Deutschland kurz vor der Staatsfusion mit Frankreich steht. Der Autor nennt dies dann "Framanien". Im Weiteren wird dieser neue Superstaat dann erweitert um mehrere Staaten, die mit ihm fusionieren. Im Übrigen bedient sich der Autor hier einiger Wortneuschöpfungen, die einen nicht still sitzen lassen und die Tränen vor Lachen in die Augen treiben müssen. 😊

    Aber weiter zur Handlung: Nach der Staatsfusion und weiterer Repressionen kommt es durch viele propagandistische Maßnahmen, letztendlich zu einer faktischen Kriegshandlung, die zu einem Bruch zwischen West- und Osteuropa führt. 

    Die Propagandamaßnahmen und medizinischen Mittel und Menschen, die eingesetzt werden und zu diesem Krieg führen, lassen einem schon das Blut in den Adern gefrieren. Aber das Ganze ist eben so realistisch und ohne Umschweife beschrieben und erinnert an heutige Geschehnisse. Und genau deshalb wohl hat es mir dieses Gänsehautfeeling verpasst.

    Dabei werden viele Ereignisse in der gesamten Welt beschrieben, die dann am Ende zu einer Auflösung und Erklärung führen. Mehr möchte ich nicht ausführen. Soweit zur Handlung: Spoilern ist nicht in! 😉

    Ebenenvielfalt - Archetypen

    Doch erst nach näherer Lektüre lässt sich die Ebenenvielfalt der Interpretationsschlüssel in diesem Roman erkennen. Es ist nicht nur eine einfache Geschichte von Protagonisten, die Gefahren, Leid, Liebe, Kummer und all die stereotypischen Marker eines Romans beinhaltet. Hier muss ich sagen, dass die einzelnen Figuren wirklich sehr realistisch und anschaulich beschrieben werden. Sie erinnern mich an Archetypen unserer Gesellschaft.

    Max, der mehrmalige Emigrant, der durch seine Erlebnisse und Erfahrungen zu ständigen geistigen Veränderungs- und Handlungsprozessen gezwungen wird und so "fast" zum Hauptprotagonisten wird.

    Tanja, eine Frau mit tiefen heimatlichen Wurzeln, hin- und hergerissen zwischen Bleiben und Flüchten versucht sich in ihrem Umfeld zurechtzufinden.

    Die italienische Familie von Max, die erst realisiert und handelt, als ihr Leben auf Messers Schneide steht.

    Pavel, Vaclav und Jaromir, die aus Teilen Osteuropas stammen und hier völlig andere Denk- und Handlungsweisen zu den Zugezogenen verkörpern.

    Und weitere Figuren, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, um den Rahmen nicht zu sprengen, die aber eben einige Archetypen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Identitäten unserer globalen Gesellschaft verkörpern.

    Philosophische Ebenen -  Anregung zum Nachdenken und zur eigenen weiteren Recherche

    Des Weiteren lässt sich dieser Roman auch auf der philosophischen Ebene näher entschlüsseln.

    So werden Themen, wie Meinungsfreiheit, Zersetzungsstrategie, geistige Inhalte der Frankfurter Schule, der kritischen Theorie, Propaganda, Massenpsychologie, Geldsystem, Wirtschaftsfragen, Vergemeinschaftung von Schulden, EU-Zentralisierung, Steuerlast, Erziehung und Bildung, Visegrad-Staaten im Kontext zur EU, Österreich, Amerika, Russland, Panarabia etc. hinterfragt, und ein Einblick offenbart, wie einige Dinge historisch, politisch und philosophisch miteinander verwoben sind, die sich heute in den Fehlentwicklungen unserer Realität oft wiederfinden lassen. 
    GLOBAL DAWN Die Abtrünnigen habe ich mit Begeisterung sogar mehrmals gelesen. 
    Denn die Handlung ist spannend, erschreckend, vergnüglich, aber auch kenntniserweiternd für jeden, der nach dieser Lektüre weiter in einzelne Themenfelder einsteigen möchte: philosophisch, historisch, humanistisch, um die Welt ein wenig besser zu verstehen und für sich selbst einen Paradigmenwechsel zu erfahren.

    Fazit: Empfehlenswert!  

    Ich denke bereits an den zweiten Teil, der vor kurzem im Handel erschien. Mal sehen, was mich hier erwartet…

    Was ich im Übrigen auch gut finde, sind die kostenlosen Downloads, wie z. B. Lesezeichen zum selbst ausdrucken, auf der Autorenseite:

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    Tatjana76s avatar
    Tatjana76vor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannend, erschreckend real, mit jeder Menge Lesespaß!
    Meinungsfreiheit und Dystopie - wirklich nur eine Fiktion? Weit gefehlt...

    Dieser dystopische, fiktionale Roman von D. Bullcutter mit seinen gerade mal 244 Seiten hat es in sich und liest sich sehr flüssig, mit jeder Menge Lesespaß. 

    Zur Handlung

    Die Geschichte beginnt mit einer Rückblende von Lucia, die sich an alte Zeiten erinnert: An die Zeit anfänglich in Deutschland um die 2020er Jahre, als Deutschland kurz vor der Staatsfusion mit Frankreich steht. Der Autor nennt dies dann "Framanien". Im Weiteren wird dieser neue Superstaat dann erweitert um mehrere Staaten, die mit ihm fusionieren. Im Übrigen bedient sich der Autor hier einiger Wortneuschöpfungen, die einen nicht still sitzen lassen und die Tränen vor Lachen in die Augen treiben müssen. 😊

    Aber weiter zur Handlung: Nach der Staatsfusion und weiterer Repressionen kommt es durch viele propagandistische Maßnahmen, letztendlich zu einer faktischen Kriegshandlung, die zu einem Bruch zwischen West- und Osteuropa führt. 

    Die Propagandamaßnahmen und medizinischen Mittel und Menschen, die eingesetzt werden und zu diesem Krieg führen, lassen einem schon das Blut in den Adern gefrieren. Aber das Ganze ist eben so realistisch und ohne Umschweife beschrieben und erinnert an heutige Geschehnisse. Und genau deshalb wohl hat es mir dieses Gänsehautfeeling verpasst.

    Dabei werden viele Ereignisse in der gesamten Welt beschrieben, die dann am Ende zu einer Auflösung und Erklärung führen. Mehr möchte ich nicht ausführen. Soweit zur Handlung: Spoilern ist nicht in! 😉

    Ebenenvielfalt - Archetypen

    Doch erst nach näherer Lektüre lässt sich die Ebenenvielfalt der Interpretationsschlüssel in diesem Roman erkennen. Es ist nicht nur eine einfache Geschichte von Protagonisten, die Gefahren, Leid, Liebe, Kummer und all die stereotypischen Marker eines Romans beinhaltet. Hier muss ich sagen, dass die einzelnen Figuren wirklich sehr realistisch und anschaulich beschrieben werden. Sie erinnern mich an Archetypen unserer Gesellschaft.

    Max, der mehrmalige Emigrant, der durch seine Erlebnisse und Erfahrungen zu ständigen geistigen Veränderungs- und Handlungsprozessen gezwungen wird und so "fast" zum Hauptprotagonisten wird.

    Tanja, eine Frau mit tiefen heimatlichen Wurzeln, hin- und hergerissen zwischen Bleiben und Flüchten versucht sich in ihrem Umfeld zurechtzufinden.

    Die italienische Familie von Max, die erst realisiert und handelt, als ihr Leben auf Messers Schneide steht.

    Pavel, Vaclav und Jaromir, die aus Teilen Osteuropas stammen und hier völlig andere Denk- und Handlungsweisen zu den Zugezogenen verkörpern.

    Und weitere Figuren, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, um den Rahmen nicht zu sprengen, die aber eben einige Archetypen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Identitäten unserer globalen Gesellschaft verkörpern.

    Philosophische Ebenen -  Anregung zum Nachdenken und zur eigenen weiteren Recherche

    Des Weiteren lässt sich dieser Roman auch auf der philosophischen Ebene näher entschlüsseln.

    So werden Themen, wie Meinungsfreiheit, Zersetzungsstrategie, geistige Inhalte der Frankfurter Schule, der kritischen Theorie, Propaganda, Massenpsychologie, Geldsystem, Wirtschaftsfragen, Vergemeinschaftung von Schulden, EU-Zentralisierung, Steuerlast, Erziehung und Bildung, Visegrad-Staaten im Kontext zur EU, Österreich, Amerika, Russland, Panarabia etc. hinterfragt, und ein Einblick offenbart, wie einige Dinge historisch, politisch und philosophisch miteinander verwoben sind, die sich heute in den Fehlentwicklungen unserer Realität oft wiederfinden lassen. 
    GLOBAL DAWN Die Abtrünnigen habe ich mit Begeisterung sogar mehrmals gelesen. 
    Denn die Handlung ist spannend, erschreckend, vergnüglich, aber auch kenntniserweiternd für jeden, der nach dieser Lektüre weiter in einzelne Themenfelder einsteigen möchte: philosophisch, historisch, humanistisch, um die Welt ein wenig besser zu verstehen und für sich selbst einen Paradigmenwechsel zu erfahren.

    Fazit: Empfehlenswert!  

    Ich denke bereits an den zweiten Teil, der vor kurzem im Handel erschien. Mal sehen, was mich hier erwartet…

    Was ich im Übrigen auch gut finde, sind die kostenlosen Downloads, wie z. B. Lesezeichen zum selbst ausdrucken, auf der Autorenseite:

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    Tatjana76s avatar
    Tatjana76vor 2 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    dbullcutters avatar
    Das trübe Bild des Weltfriedens…

    ###YOUTUBE-ID=RjTnnAunrUc###

    Zur Handlung:
    Freie Meinungsäußerung existiert für die Bürger Westeuropas nicht mehr. Alle Menschen sollen wie Schafe auf das Ziel einer weltweiten Friedensutopie zuarbeiten. Eigenständiges Denken steht da nur im Weg. Die meisten Menschen haben sich mit dem Status Quo angefreundet, doch die grundlegenden Einschränkungen für die Bevölkerung sorgten für drei Auswanderungswellen, in denen diejenigen, die von der Mehrheit als Zivilisationsverweigerer, Feinde und Abtrünnige angesehen werden, in Länder zogen, in denen die eigene Meinung noch etwas zählt. Wer beim Friedensprojekt nicht mitspielen will, der muss sich eben zwischen Bequemlichkeit und Freiheit entscheiden. Max, Pavel und ihre Familien wählen die Freiheit - was sie automatisch auf die Seite des Widerstands setzt. Die Leser folgen in GLOBAL DAWN Die Abtrünnigen von D. Bullcutter dem Schicksal einer Familie, die sich mutig gegen die Mehrheit stellt und ihren eigenen Pfad beschreitet. Der Roman zeigt auf spannende Weise, wie Propaganda gesamte Länder unterwerfen und Menschen in willenlose Roboter verwandeln kann. Die intelligente und gut durchdachte Handlung regt zum Nachdenken über die aktuellen Zustände in der Welt an, liefert zugleich aber auch jede Menge Lesespaß.
    PR Agentur tredition GmbH, Nadine Otto, 07.05.2018

    Zum Autor:
    "Immer einen Pfeil der Sehnsucht im Köcher!" 
    Ich bin ein Kind der frühen 70er Jahre und Selfpublishing-Buchautor. Meine Bildungsgrundlagen und Denkstrukturen sind überaus humanistischer Natur. Eine ausgeprägte polemische Ader kommt hinzu. Die Leidenschaft für dystopische Romane - als Warnung, nicht Handbuch - entdeckte ich in meiner Jugend dank einiger Meilensteine dieses Genres, wie z. B. THX-1138 und Logan´s Run. Als Selfpublisher habe ich am 11. April 2018 meinen Traum wahr werden lassen und meinen ersten Roman GLOBAL DAWN Die Abtrünnigen mit viel Mühe und Liebe zum Detail veröffentlicht. Den zweiten Teil habe ich vor kurzem fertiggestellt. Dieser steht kurz vor der Veröffentlichung.

    Begleite mich auf eine spannende Reise in dystopische Welten! Dabei wird sich auch Deine Perspektive, Deine Sicht der Dinge ändern...ohne irgendwelche Pillen. Denn jede Wende vollzieht sich infolge eines Perspektivwechsels, eines Paradigmenwechsels, wie Thomas Kuhn in Bezug auf die kopernikanische Revolution zutreffend formulierte**.

    Seid ihr bereit, in eine düstere Dystopie einzutauchen? 

    Dann willkommen bei den Abtrünnigen!

    Ich verlose 10 Exemplare (Taschenbücher und hochwertige Lesezeichen) unter allen, die Lust haben, sich darüber im Rahmen einer Leserunde auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben. Ich stehe gerne für Fragen zur Verfügung und reise gemeinsam mit euch in eine düstere Zukunft.

    Bewerbt euch* als einer von 10 Testlesern über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 7. September 2018 und antwortet auf folgende Frage:

    In GLOBAL DAWN Die Abtrünnigen wird ein außergewöhnliches dystopisches Gedankenspiel beschrieben. Realitätsferne Fantasie oder mögliche Zukunft? Wie könnte so eine Welt aus eurer Sicht entstehen?

    Ich freue mich auf eure interessanten Beiträge. 

    Viel Glück bei der Verlosung. 

    *Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie das Schreiben einer abschließenden Rezension selbstverständlich dazu. Falls ihr dies nicht gewährleisten könnt, seht bitte von einer Bewerbung ab. Bitte beachtet die lovelybooks-Richtlinien. Danke!

    **Thomas Kuhn, The Structure of Scientific Revolutions, 1962

    Weitere Informationen über Buch und Autor findet ihr hier.
    Zur Leserunde
    dbullcutters avatar
    Diego Bullcutter ist  ein Kind der frühen 70er Jahre und Buchautor. Der Autor ist humanistisch gebildet und interessiert sich neben Philosophie auch für geschichtliche Entwicklungen. Sein Steckenpferd ist aber die Dystopie. Die Leidenschaft für dystopische Romane hat Bullcutter in seiner Jugend dank einiger Meilensteine dieses Genres entdeckt, darunter THX1138 von Produzent, Drehbuchautor und Regisseur George Lucas aus dem Jahr 1971 und Logan’s Run (Flucht ins 23. Jahrhundert),  ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1976 unter der Regie von Michael Anderson. Mit der packenden Science Fiction-Reihe „Global Dawn“ legt Bullcutter einen Zukunftsroman über eine Bevölkerung ohne eigenen Willen vor.

    Gerade ist der neuste Streich des Autors „Global Dawn 2: Transhumanismus“ bei tredition erschienen. D. Bullcutter gelingt es, sich mit Teil zwei seiner mitreißenden „Global Dawn“-Reihe „Transhumanismus“ mit einem wahren Science Fiction-Paukenschlag zurückzumelden. Eine polemische Ader des Autors ist auch in diesem aktuellen Werk unverkennbar. Die intelligente und gut durchdachte Handlung bietet nicht nur viele Stunden Lesefreude und intelligente Unterhaltung, sondern regt Leser zum (Weiter)Nachdenken über die aktuellen Zustände in der Welt an.
    Wir haben den interessanten Autor hinter den Werken zum Gespräch eingeladen.
    (PR-Agentur tredition.de - 28.09.2018)

    Zum Thema
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    Das trübe Bild des Weltfriedens…

    ###YOUTUBE-ID=RjTnnAunrUc###

    Mehr erfahren unter: www.dbullcutter.com

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