Dahlia von Dohlenburg Mondwandel (Jäger in den Schatten 1)

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Inhaltsangabe zu „Mondwandel (Jäger in den Schatten 1)“ von Dahlia von Dohlenburg

Eine Mordserie erschüttert das Ruhrgebiet: junge Männer sterben zu Vollmond auf bestialische Weise. Der Student Sebastian soll das nächstes Opfer werden. Entsetzt sieht er sich einem leibhaftigen Werwolf gegenüber. Im letzten Moment wird er von dem Jäger Nikolaj vor dem sicheren Tod bewahrt. Doch der Fluch des Werwolfs lastet nun auf ihm und Sebastian kann nur gerettet werden, wenn der Killer vor dem nächsten Vollmond zur Strecke gebracht wird. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Sebastian stürzt sich selbst in die Ermittlungen, die Ungeahntes zu Tage fördern und nicht nur sein Leben sondern auch sein Herz in Gefahr bringen.

Solide Geschichte mit Schwächen

— Hotaru
Hotaru

Solide Grundlage mit Potential, aber auch noch Luft nach oben. Stilistische Eigenarten, die irritieren.

— Snow
Snow
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  • Solide Geschichte mit Schwächen

    Mondwandel (Jäger in den Schatten 1)
    Hotaru

    Hotaru

    14. May 2017 um 20:00

    Das Ruhrgebiet wird von einem Serienmörder heimgesucht, der aufgrund seiner brutalen Taten Ruhrstadtwerwolf genannt wird. Auch der Student Sebastian soll sein Opfer werden. Im letzten Moment wird er von dem Polizisten Nikolaj gerettet und sieht sich mit einer furchtbaren Wahrheit konfrontiert: bei dem Killer handelt es sich tatsächlich um einen Werwolf! Und da er Sebastian verletzt hat, bleibt ihm nur noch Zeit bis zum nächsten Vollmond, um den Fluch zu brechen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit … Dahlia von Dohlenburg präsentiert mit „Mondwandel“ den ersten Teil einer Roman-Serie, die auf mehrere Staffeln angelegt ist. Die Parallele zum TV-Serien-Format ist dabei durchaus beabsichtigt. Der erste Roman würde als Pilotfolge gut funktionieren. Der Leser folgt der Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Sebastian oder Nikolaj. Die beiden Hauptfiguren sind nachvollziehbar dargestellt und Details wie Sebastians Nerdigkeit machen sie sympathisch. Auch das langsam aufkommende Knistern zwischen den beiden doch sehr unterschiedlichen Charakteren ist passend. Ungewöhnlich, aber als Idee sehr cool, finde ich das Setting. Die Autorin hat ihre Serie im Ruhrgebiet angesiedelt. Der Kriminalfall um den Ruhrstadtwerwolf, den Sebastian und Nikolaj gemeinsam mithilfe von dessen Sondereinheit lösen, ist gut aufgebaut und die Ermittlungserfolge sind schlüssig. Leider geht aber alles sehr schnell, was mich zu meinen Kritikpunkten führt. Der Roman ist mit nur 7 Kapiteln sehr kurz und bietet so kaum Raum für große Wendungen. Was bei halbstündigen TV-Episoden noch funktioniert, empfinde ich bei einem Roman als nicht ganz gelungen. Vor allem, weil man durchaus mehr aus der Geschichte hätte rausholen können. So hätte ich mir beispielsweise gewünscht, dass der Angriff auf Sebastian, mit dem die Geschichte startet, komplett beschrieben wird. Das hätte der Geschichte noch mehr Tempo und Action gegeben. Kritisieren möchte ich auch die Figuren. Die beiden Protagonisten sind durchaus stark. Leider bleibt Sebastians Leben etwas schwammig und Nikolajs tragische Vergangenheit hat man so oder so ähnlich schon bei vielen anderen Figuren gesehen. Die Nebenfiguren sind für sich und in der Kombination wenig originell und man entwickelt aufgrund der Kürze des Romans kaum eine Beziehung zu ihnen. Der Fall ist durchdacht und die Auflösung logisch, leider aber insgesamt sehr vorhersehbar. Mir war sehr früh klar, wer der Mörder ist, wodurch die Spannung deutlich gelitten hat. Das hätte man geschickter lösen können. Und leider sind tatsächlich einige Fehler im Text, sowohl inhaltlich wie auch sprachlich. Zuletzt hätte ich mir gewünscht, dass das Setting eine größere Rolle spielt und mehr beschrieben wird, da das meiner Ansicht nach eine Stärke der Reihe ist, die sie von anderen Geschichten in dem Genre abhebt. Insgesamt eine solider Roman, den man zwischendurch weglesen kann, der aber bei mir keinen solchen Eindruck hinterlässt, dass ich Lust auf die Fortsetzungen bekomme.

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