Darren Shan Palace of the Damned

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Inhaltsangabe zu „Palace of the Damned“ von Darren Shan

In the third instalment in the creepy, captivating Larten Crepsley series, Larten finds out what it means to love... but is he also damned to find out what it means to lose?
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  • Rezension zu "The Saga of Larten Crepsley (3) - Palace of the Damned" von Darren Shan

    Palace of the Damned

    Shiku

    14. January 2012 um 19:19

    3,5 _____________ An Larten Crepsleys Händen klebt Blut. Nicht weil er ein Vampir ist, sondern weil er in einem Anflug von Wahnsinn, Trauer und Wut über den Tod seiner Assistentin Malora eine komplette Schiffsmannschaft und die restlichen Passagiere regelrecht schlachtete. Nur einen kleinen Jungen verschonte er, ein Baby. Dieses Kind ist es auch, das er mit auf die Insel aus Eis nimmt – Grönland, wie wir später feststellen werden. Dort möchte er es keineswegs aufziehen, sondern jemanden finden, der für es sorgt oder aber eine Höhle, in der er das Kind der Natur überlassen kann, ohne dass wilde Tiere sich später an dessen Leiche gütlich tun. Er selber will sich in Kämpfe stürzen, bis sein Gegner endlich der Gewinner ist. Dass es dazu nicht kommen wird, ist klar, aber dass ausgerechnet der geheimnisvolle und bösartige Mr. Tiny sich einmischt, ist verstörend. Das Schicksal hat wohl noch einiges vor mit Larten, und wenn Mr. Tiny sich persönlich dafür einsetzt, heißt das nichts Gutes. Jahre später hat Larten sich in Paris als Vur Horston ein neues Leben aufgebaut, samt Partnerin und Kind. Doch die Frau, die er liebt, weiß nichts von seinem eigentlichen Wesen und dem Kind ist er kein Vater, da er doch einst selbst dessen eigentliche Eltern tötete. Trotzdem waren es gute Jahre – nur mittlerweile genug davon, schließlich will sich das Schicksal auch mal wieder amüsieren. Ihr glaubt nicht, wie unglaublich froh ich bin! Perfekt war zwar auch dieses Buch wieder nicht, aber nach dem enttäuschenden zweiten Band geht es endlich wieder in die richtige Richtung. So will ich meinen Shan haben! Nur noch ein bisschen konstanter und dann bin ich vollauf zufrieden. Was natürlich wie in den vorherigen Bänden eine Rolle spielt und mir auch hier wieder sehr viel Spaß gemacht hat, ist das Auftauchen einiger Charaktere. Nicht unbedingt die Fürsten oder Seba Nile – die gehören längst schon wieder zum Ensemble hinzu. Andere wiederum finden erst ihren Weg in Lartens Leben und am meisten davon hat mich wohl der überrascht, der von der ersten Seite an dabei ist. Was nicht heißt, dass bei anderen keine unerwarteten Verbindungen auftauchen, im Gegenteil. Am meisten hab ich mich aber – und ich denke, das kann ich verraten – über Arra Sails gefreut. Mal ganz unter uns: Das war gleich der nächste Pluspunkt für das Buch! Ansonsten unterscheidet es sich aber ein bisschen von seinen Vorgängern. Da wäre zum einen die Tatsache, dass es nahtlos an Band 2 anschließt, was nichts Übliches bei Darren Shan ist. Zum anderen ist das Buch nicht so extrem zerstückelt wie beispielsweise Band 2. Zwar gibt’s auch hier wieder Passagen, zwischen denen Jahre liegen, aber dieses Mal hatte ich nicht das Gefühl, dass mir dadurch wichtige Informationen durch die Lappen gehen. Das mag auch daran liegen, dass wir uns immer mehr dem Larten nähern, den wir aus der Darren-Shan-Saga kennen – das Gefühl ihn zu kennen ist bereits da und da muss nicht alles en detail geschildert werden. Außerdem sind die Passagen dazwischen zusammenhängend und kontinuierlich, sowohl was die Umgebung als auch die Charaktere angeht. Und das über die Kapitel hinweg! So bietet sich ein Ganzes an und keine Aneinanderreihung von verschiedenen Szenen – unnötig zu erwähnen, dass sich das viel schöner lesen lässt, oder? Außerdem ist dies, glaube ich, das erste Mal, dass der Autor uns tatsächlich konkrete Jahreszahlen und Orte liefert. Ansonsten ist das alles ja immer ein bisschen schwammig gewesen – in beiden Buchreihen – und auch wenn irgendwie klar war, dass das Ganze in Europa stattfindet und zum Beispiel Darren in Zeiten moderner Technik geboren wurde, so gab es nie konkrete Daten. Nun aber wissen wir genau, dass er in Paris ist, dass er zu einem Zeitpunkt im Jahre 1906 lebt und dass später der erste Weltkrieg tobt – erfrischend anders für Mr. Shans Verhältnisse, weswegen es mich auch so gefreut hat. Und trotzdem. Trotzdem, trotzdem, trotzdem. Manchmal musste ich mich ernsthaft fragen, wo der rote Faden hin verschwunden ist, auch wenn ich mich beim Lesen nie gelangweilt habe. Mal abgesehen davon, dass manch Sache regelrecht unlogisch wirkte: Wenn zum Beispiel erwähnt wird, dass Paris Larten und Vancha mental den Weg weisen kann. Vielleicht lässt mich einfach mein Gedächtnis im Stich, aber konnte über diese Verbindung – wenn sie zugelassen wird! – nur der Anwender den Standort des anderen erfahren? Von Kommunikation war, soweit ich mich erinnern kann, nie die Rede. Aber vielleicht ist das auch nur so ein Fürstending, das ich schlichtweg vergessen habe. Wenn Larten aber jemanden retten muss, weiß, dass es schon zu spät sein kann und eigentlich jede Minute zählt, und er trotzdem monatelang an einem Ort verweilt, dann hat das nichts mit meinem Erinnerungsvermögen zu tun, wenn ich deswegen leicht irritiert bin. Das war zum Glück aber auch der „schlimmste Moment“, über den ich nicht glücklich bin, den ich aber verschmerzen kann. Ein bisschen. Etwas zweifelhaft wirkte auch das Ende auf mich. Es ist ein Cliffhanger, andererseits aber auch nicht. Wenn man die Darren-Shan-Saga gelesen hat – und meiner Meinung nach lohnt sich die Larten-Crepsley-Saga nur dann –, weiß man sowieso, wie die Situation ausgeht. Und selbst wenn man Neuling ist, reicht es, die kurze Leseprobe für Band 4 zu lesen, was in fünf Minuten erledigt ist. Da wird der Ausgang auch verraten – allerdings deutet das Ende hier auf ein paar neue, aufregende Fakten hin, die für mich das perfekte Ende für Band 3 gewesen wären. Ich kann Band 4 nun jedenfalls kaum mehr erwarten – ein Gefühl, das ich nach Band 2 leider nicht hatte und umso schöner ist es jetzt. Shan’s back! Ein bisschen besser kann und soll es ruhig noch werden, aber wir sind wieder auf dem richtigen Weg. Das Buch bietet sich als Ganzes dar, ist spannend, lustig und überraschend und für Fans auch endlich wieder sowas wie ein Muss – zumindest fast. An mancher Stelle geht ein bisschen die Logik abhanden, aber trotzdem lässt sich dieses Buch gut genießen – sehr beruhigend, wenn ihr mich fragt!

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