Don Winslow Kings of Cool

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Inhaltsangabe zu „Kings of Cool“ von Don Winslow

Am Strand ist das Paradies. Am Strand verlor Kalifornien seine Unschuld. Aussteiger, die in Versuchung gerieten. Lokalhelden und Träumer, die nicht genug bekommen konnten. Drogen, Gier, der Sündenfall. Es ist eine Geschichte, die weit zurückreicht – bis in die Sechziger, als in Laguna Beach Surfer und Hippies zusammentrafen und einen Pakt mit dem Teufel schlossen. Eine brutale, majestätische, atemberaubende Geschichte. Laguna Beach heute: Ben, Chon und O sind jung und sehen unverschämt gut aus, sie leben gefährlich und sind erfolgreich damit. Ihr Geschäft: erstklassiges Marihuana. Als korrupte Cops und rivalisierende Dealer mitverdienen wollen, wehren sie sich, planen ihren nächsten Zug. Sie sind klug, sie halten zusammen, doch ihr Spiel ist riskant, ihr Gegner übermächtig. Und noch ahnen sie nicht, dass ihr Schicksal unauflösbar mit der Vergangenheit ihrer eigenen Familien verknüpft ist. Dass sie die Sünden ihrer Eltern geerbt haben. Was folgt, ist ein blutiger Kampf der Generationen.

Spannende und schnelle Geschichte, sehr empfehlenswert

— buchhase

Dramatisch und doch irgendwie lustig. Super Buch!

— Cyndarella

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Generationenkonflikt

    Kings of Cool

    badwoman

    15. September 2015 um 22:54

    In diesem schnellebigen Buch geht es um Drogengeschäfte in Kalifornien und vor Allem um die Menschen, die dahinter stehen. Ben, Chon und O sind ein Trio, dass fest zusammenhält. Die drei kommen aus unübersichtlichen familiären Verhältnissen und es fehlt ihnen an Halt, den sie jetzt bei den beiden anderen finden. Sie bauen bestes Cannabis an und geraten so natürlich bald in Konflikt mit den alteingesessenen Drogendealern, die das ertragreiche Drogengeschäft nicht teilen wollen. 20 Jahre zuvor nahm das Ganze seinen Anfang in Laguna Beach. Hier agierte zu der Zeit der "Doc" mit seinem jungen Gehilfen John, anfangs dealten sie mit Cannabis, das sie in Skateboards und Surfboards transportierten und verkauften. Schnell nahm das Geschäft aber ganz andere Dimensionen an. Der Autor springt immer wieder von einer Zeit in die andere, erst langsam erkennt der Leser die Zusammenhänge. Die Kapitel sind teilweise extrem kurz (1 Wort!), was den Eindruck der Schnellebigkeit noch verstärkt. Die Sprache ist direkt, hart und teilweise fast obszön, passt aber immer zum Geschehen im Buch. Dazwischen ab und zu fast poetische Einlassungen. Ich musste mich in dieses Buch erstmal einlesen, der Autor macht es einem durch viele Namen, manche Personen haben mehrere, nicht gerade einfach. Einige wenige Stellen habe ich, muss ich gestehen, nicht ganz verstanden. Aber im Großen und Ganzen reißt einen diese Geschichte einfach mit, sogar wenn man ein absoluter Drogenverweigerer ist. Einen ganz dicken Pluspunkt hat das Cover verdient: Es hebt sich total von anderen Büchern ab und ist ein echter Hingucker!

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  • Unverschämt gut!

    Kings of Cool

    PaulaAbigail

    27. March 2015 um 13:00

    Ich habe das Buch letzten Sommer im Zug von Wien nach Zürich gelesen und bin hellauf begeistert. Das Buch wurde mir von einer Schulkollegin empfohlen, die während des Unterrichts immer wieder plötzlich laut auflachen musste, während sie das Buch gelesen hat. Tatsächlich: Ein herrliches Buch. Der Drogenkrieg an der Grenze USA/Mexiko, die Hippiejahre als Hanf noch das Grösste war und der Ueber- oder bessergesagt Untergang zum Koks. Familien- und Liebesgeschichten, Mord und Totschlag und trotzdem: Unglaublich viele Passagen zum Lachen. Ein wirklich grandioses Buch, das ich jedem empfehlen kann, der mal wieder etwas spannendes und gleichzeitig auch erfrischendes lesen möchte

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  • Kings of Cool

    Kings of Cool

    Themistokeles

    17. December 2014 um 11:41

    Mein erstes Werk von Don Winslow und ich weiß nicht wirklich, ob ich es nach diesem Buch noch einmal mit ihm versuchen werde. Ich will einfach mal anfangen zu erläutern, was ich an diesem Buch so eigenartig fand und fange einfach schon einmal mit klar ersichtlichen Position an. Das Buch hat ca. 350 Seiten und schafft es doch glatt, dabei ganze 305 Kapitel zu haben. Man merkt also sofort, die Kapitel müssen teilweise sehr kurz sein und es ist auch wirklich so, dass es manchmal Kapitel gibt, die aus lediglich einem Satz bestehen, der teilweise auch nur ein Halbsatz ist und durchaus auch nur aus zwei Worten evtl. auch einem bestehen kann. Ebenso gibt es Kapitel, die nur aus wenigen Zeilen bestehen, andere wiederum gehen über einige Seiten. Teilweise ist es auch so, dass ein Satz über mehrere Kapitel geht, was ich extrem gewöhnungsbedürftig fand. Andere stilistische Mittel die Don Winslow einsetzt, sind Sätze, die sich über mehrere Zeilen ziehen, aber so, dass             jeweils                         das                                nächste                                            Wort                                                     eine Zeile tiefer ist. Schon seltsam, oder? Es gibt auch noch viele andere Versionen, wie er Sätze mitten in der Zeile abbricht, um sie dann in der nächsten fortzuführen. Für mich beim Lesen sehr seltsam, denn es las sich schwerer und wirklich mehr Ausdruck konnte er damit auch nicht in den Text hinein bringen. Dazu kommt dann noch, dass seine Sätze im Allgemeinen sehr kurz sind. Oftmals bestehen sie wirklich nur aus Subjekt, Prädikat, Objekt. Haben seine Sätze mehr als drei Wörter oder der Länge einer Zeile, handelt es sich eigentlich im Großteil der Fälle um Aufzählungen. Wirkliche richtige lange Sätze, findet man nur mit einigem an Suchaufwand. Man merkt also, am meisten Wirkung auf mich als Leser, hatte wirklich dieser sehr eigene Stil, in dem dieses Buch geschrieben ist. Ein sehr eigener und mir so extrem noch nicht untergekommener Stil. Ansonsten muss ich ehrlich gestehen, fand ich die Handlung, sowie auch die Charaktere, eigentlich eher ewas flach, viele Zusammenhänge waren sehr leicht ersichtlich und das Drogenmilieu ist eindeutig nicht mein Fall, auch wenn ich gestehen muss, dass es durchaus seltsame Charaktere hervorbringt, die ich alle samt nicht richtig verstanden habe. Aber ich hatte, wie erwähnt, auch nicht wirklich den Eindruck, als hätte Don Winslow darauf sehr viel Energie investiert. Obwohl die Handlung in gewisser Weise durchaus einen roten Faden hat, sogar mehrere Ebenen, spielt sie teilweise in der Gegenwart und in der Vergangenheit, aber wirklich viel passiert trotzdem nicht. Vor allen Dingen nichts Unerwartetes. »Kings of Cool« ist ein Buch, das auf jeden Fall sehr speziell ist, aber nicht durch seine Handlung heraussticht, sondern eher wegen des Stils und Aufbaus. Für mich war es gewöhnungsbedürftig, irgendwie auch interessant, aber ich kann mit dieser Art Buch nicht wirklich warm werden, sondern empfand es die gesamte Zeit als interessantes Studienobjekt, was an seltsamen Stilmitteln wohl als nächstes käme.

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  • Kings of Cool

    Kings of Cool

    rallus

    Ein schwarzes Buch, die Seiten von außen schwarz. Die Schrift vorne und an den Seiten weiß. "Kings of Cool" Sieht aus wie ein Brikett. Das erste Kapitel, ein Satz: "Leck mich am Arsch" der Rest weiß. 350 Seiten, 305 Kapitel. Cool! Geht das so weiter? Ja! Ist das Obercool? Nein! "Ihr Wichser haltet euch für die Kings of Cool, hab ich recht? Ihr wisst alles, keiner kann euch was. Aber weißt du was - ihr wisst einen Scheiß" Die so angesprochenen sind Chon (einer der nicht viel redet und stark ist wie ein Stier), Ben (der typische Hippie-ghandist) und O. O wie Ophelia. Zu dritt sind sie in Kalifornien in den Haschhandel eingestiegen, Hydropflanzen, das knallt am Besten. Der Haschmarkt ist nicht so aufgeteilt wie Kokain oder Heroin, aber auch da gibt es Machtkämpfe und Tote. Sie kommen auf den Radar von anderen Gangs und der Kampf entbrennt. Winslow beschreibt in Stakkato-artigen Sätzen, Kapitel die manchmal nur ein Wort enthalten, den Kampf. Einen Kampf der schon in den 60ern losging, in Rückblenden wird die Geschichte aufgerollt, die auch ein Generationenkampf ist. Winslow ist immer dann gut, wenn die Kapitel länger sind und er seine unbändige Wut gegen das Rechtssystem ("Das Rechtssystem gehört zum System, aber es gibt kein Recht") kanalisiert. "Was passiert ist? Altamont, Charlie Manson, Sharon Tate, Son of Sam, Mark Chapman. Wir haben gesehen wie sich der Traum in einen Albtraum verwandelte, wie aus Love and Peace Krieg und Gewalt wurden, aus Idealismus, Realismus und aus Realismus Zynismus und aus Zynismus Apathie und aus Apathie Egoismus und aus Egoismus Habgier, und die Habgier war gut und wir bekamen Babys." So sieht der amerikanische Traum heute aus. Gescheitert sind schon unsere Großeltern. Ein knallhartes, zynisches, schnelles Buch was in Ansätzen Hoffnung durchschimmern lässt, wenn sich Ben, Chon und O verzweifelt gegen die Maschinerie mit Ihrem Idealismus wehren. Für mich knapp an der Höchstwertung vorbei, da mich die Stilmittel von Winslow manchmal nervten, zu viel Abgehacktes, zu wenig Ordnendes.

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    • 2

    awogfli

    04. March 2014 um 09:53
  • Lässt einen träumen von der eigenen Unabhänigkeit.

    Kings of Cool

    kerstin_braun

    04. February 2014 um 20:17

    Dieses Buch konnte mich vorallem durch seinen Wortwitz und die Art der locker leichten Dialoge überzeugen. Die drei Hauptcharaktere, ohne hier zu viel spoilern zu wollen, sind einfach so realitätsnah das man keine Probleme bekommt sich mit ihnen  zu identifizieren. So etwa hab der Hälfte des Buches hab ich mich richtige hinein versetzen können in die Freiheit und Unabhänigkeit jedes einzelnen Handelnden. Die Art wie Don Winslow schreibt hat mich vollkommen von dem Können und der Kreativität dieses Mannes überzeugt. Die ganzen Details sind bestimmt hart recherchiert gewesen und das merkt man. Auch habe ich es liebgewohnen das Don Winslow uns nur kurze Einblicke gewährt, und  uns dennoch ein paar Stellen dieses Buches nie wieder vergessen lässt. Ein absolut lesenswertes Buch für alle die Don Winslows Art des Schreibens mögen, und kein Problem damit haben wenn auch ab und zu mal Blut flies und das ein oder andere Schimpfwort den Protagonisten entgleitet.

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  • Rezension "Kings of cool"

    Kings of Cool

    Wassollichlesen

    26. December 2013 um 01:04

    Ein typischer Don Winslow: schnell, kurzlebig und unterhaltsam. Besonders unterhaltsam. Genau wie Zeiten des Zorns, der bereits verfilmte Vorgänger. Wobei es sich hierbei um das Prequel handelt. Zuerst dachte ich, dass es sich bei dem Buch nur um so eine "geldmachende" Pseudofortsetzung handelt. Ist aber nicht so. Mir gefällt dieser Teil besser. Das Buch hat 351 Seiten? Echt? Merkt man nicht, die Zeit vergeht wie im Flug. Der Schreibstil ist bei den beiden Büchern identisch. Don Winslow ist ein wahrer Sprachkünstler, ein Virtuose, die Ideen und Worte sprudeln förmlich nur so heraus. Kurze, schnelle Sätze, hin und wieder Zitate aus Songtexten, dreckige Sprache: das ist cool, so muss es bei diesem Buch sein. So kann es nur Don Winslow. Ich schätze diese Art sehr, ist zwar nicht hochgestochen oder tiefsinnig und sicherlich nicht für jeden Tag, aber es unterhält ungemein. Egal wie übertrieben und klischeehaft das Buch ist (oder sind nicht alle Drogendealer Genies und alle Soldaten Tötungsmaschinen?).Sehr nett sind die Anspielungen auf Figuren aus früher erschienenen Werken, z.B. Bobby Z. und Frankie Machine. (Frankie Machine würde auf jeden Fall 4 Sterne bekommen)Äußerlich hält das Buch ebenfalls, was der Titel verspricht:komplett schwarz, auch die Seiten, und schlicht - unendlich cool. Trotz der entfachten Reizüberflutung tritt besonders gegen Ende des Buches immer wieder ein Thema in den Vordergrund: der unaufhaltsame, grausame und sinnlose (!!!) Drogenkrieg. Deprimierend und realistisch. Das Buch ist wie ein Film und es würde mich nicht wundern, wenn auch dieser Teil, trotz des ausbleibenden Erfolgs von Savages, verfilmt wird. Ich wollte es eigentlich nicht schreiben, aber "Kings of Cool" - hier ist der Name Programm.

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  • Review: Kings of Cool | Don Winslow

    Kings of Cool

    Medienjournal

    27. September 2013 um 09:40

    Kings of Cool kommt genauso wortgewaltig und lakonisch daher wie der Vorgänger und hebt die Story um Ben, Chon und O durch die hinzugefügten Hintergründe auf eine neue Stufe. Den parallel verlaufenden Handlungssträngen zu unterschiedlichen Zeiten geschuldet, ist Winslows Werk diesmal allerdings nicht ganz so rasant und atemlos wie zuvor.   Mehr gibt es unter:   http://medienjournal-blog.de/2013/09/review-kings-of-cool-don-winslow-buch/

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  • Kings of Cool

    Kings of Cool

    verena scott

    23. June 2013 um 16:35

    sehr cooles Buch, wie der Titel schon sagt!!! Schön schnoddrig und schwarzhumorig!!!

  • leichte Enttäuschung

    Kings of Cool

    Gruenente

    01. April 2013 um 09:52

    Sonst bin ich schon Winslow Fan. ZUm einen die coolen Surferkrimis, zum anderen der knallharte Drogenkrieg. Doch dieses Buch war für mich weder das eine noch das andere. Es blieb für mich unspannend und farblos. Alle Menschen sind schlecht, korrupt, und gehen über Leichen. Das mag real sein, aber ich brauche immer eine Figur, an der ich mich "festhalten" kann und die fehlte mir hier. Vielleicht hätte ich "Frankie Machine" vorher lesen sollen?

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  • Rezension zu "Kings of Cool" von Don Winslow

    Kings of Cool

    Bri

    27. February 2013 um 21:21

    „ … 63 Jeder Held hat einen tragischen Schwachpunkt. Eine Eigenschaft, die ihn und alle anderen in seinem Umfeld zur Strecke bringen kann. Bei Ben ist das einfach. Wenn man Ben sagt, er soll etwas machen dann kann er nicht anders er muss das genaue Gegenteil tun. Er ist - 64 Subversiv. (Adj.) umstürzend, umstürzlerisch. Ben, unverkennbar ...“ Laguna Beach, Kalifornien – das Land der Surfer und Hippies, der strahlend schönen Morgen und (geplatzten) Träume. Hier lässt es sich leben, wenn man einen Plan hat. Und den haben sie. Sie sind unzertrennliche Freunde. Jung, strahlend, cool und vor allem bestens im Geschäft mit dem allerfeinsten Dope in der ganzen Gegend. Dass sie den Markt mit ihrem Gras überschwemmen und damit die konkurrierenden – und alteingesessenen - Dealerringe gegen sich aufbringen ist ihnen zu Beginn ihres Vorhabens entweder nicht klar oder sie glauben einfach an den freien Wettbewerb in der Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage regeln den Preis – Qualität bestimmt.Und Qualität, das verkaufen sie. Ein ausgeklügelter Plan sichert den Nachschub des heiß begehrten Weeds und verschleiert gleichzeitig die Verbindungen, die zu ihren Angestellten, den Growern und den verzweigten Vertrieblern führen könnte. Sie, das sind Ben, Chon und O.(phelia). Oder ein paar Jahrzehnte früher: Der_ Doc, John, Kim, Stan_ und Diane. Aber egal wie gut ein Plan auch ist, er kann nur funktionieren, wenn man wirklich von ihm überzeugt ist und cool bleibt, wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt oder das ganze Land sich unter politischen und gesellschaftlichen Ereignissen komplett verändert ... „... Wer weiß _ ob_ _ Aufrichtigkeit Risse bekommt_ oder sich auflöst. _ Der Fluss der Zeit nagt an seinen Ufern bis sie_ bröckeln. Scheinbar plötzlich Nur scheinbar. …„ Don Winslow hat mit seinen Kings of Cool ein wahrhaft cooles Œuvre abgeliefert – und der Suhrkamp Verlag mit der Gestaltung dieses Kultbuches alles richtig gemacht. Schwarzer samtiger Einband mit reinweißer Schrift – eine Palme als Vignette – schwarzer Schnitt und dieser Titel. Das muss man einfach in die Hand nehmen, aufschlagen und ist nach den ersten Seiten rettungslos verloren. Der Plot wird gnadenlos und ohne Atem zu holen vorangetrieben – Spannung durch die zweisträngige Handlung und die kompromisslos direkte, immer stilsichere Sprache erzeugt. Fährten werden gelegt, die Entwirrung der immer wieder miteinander lose und doch so eng versponnenen Fäden geschieht erst zum Schluss. Dieser allerdings kommt viel viel zu früh. Winslow gelingt es trotz aller Rasanz mit bewundernswerter Leichtfüßigkeit, seine Figuren glaubhaft und authentisch zu gestalten. Nichts an ihnen ist einfach nur schwarz oder weiß. Ausnahmslos alle besitzen sympathische wie unsympathische Züge und werden dadurch umso greifbarer. Brutalitäten werden zielgerichtet und schnell abgewickelt – eine angenehme Sache, wenn man – so wie ich – keinen gesteigerten Wert auf seitenlange Blutbäder legt. Doch wer im Drogengeschäft mitmischen will, der lebt eben gefährlich und darf nicht zimperlich sein. Und wenn man das alles überlebt, ja dann ist man wahrlich ein King of Cool. „... „Was gäbe ich dafür, in eurer Haut zu stecken. Ihr habt alles. Ihr seid jung, habt Geld, coole Klamotten, schöne Mädchen. Alles. Ihr seid Könige.“ 305 Das sind wird, denkt Ben. … „ .

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  • Rezension zu "Kings of Cool" von Don Winslow

    Kings of Cool

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. February 2013 um 11:26

    Wow, was für ein Buch: Kult!

  • Rezension zu "Kings of Cool" von Don Winslow

    Kings of Cool

    Bellami

    Da möchte man nur einen spannenden Thriller lesen und bekommt so nebenbei eine Anleitung, was man alles beachten muss, will man feinstes Marihuana anbauen und für viel Geld vertickern. Ich finde, das Marihanageschäft wird hier ziemlich harmlos hingestellt. Aber okay, muss ich nicht verstehen und wer das Zeug mag oder braucht und Knete dafür ausgibt, soll er, sie oder es. (Da hätte ich eher ein Problem gehabt, wenn die drei jungen Helden hier mit harten Drogen ihren exclusiven Lebenswandel finanziert hätten, solche Typen finde ich nicht cool sondern widerwärtig und dann brauche ich in den Geschichten natürlich nicht den coolen Dealer sondern den coolen „Bullen“ a la John McClane, z.B., der am Ende allen Bösen den Garaus macht.) Die Drei sind Chon, der harte coole Typ, dann Ben ,der softcoole Typ und O(phelia) die einfach nur cool sein will. Sie sind jung , schön, dank des florierenden Geschäftslebens schon reich, arrogant und Partys feiern, surfen und faul am Strand liegen sind ihre Hauptbeschäftigungen, bis die Drogenbosse mitbekommen, dass man auch im Marihuanageschäft richtig absahnen kann und sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen. Chon, der O. vor einer Vergewaltigung bewahrte, hat sich in die Navy flüchten müssen und ist eine ausgebildete Kampfmaschine, was hervorragend mit seiner Einstellung zur Problembewältigung kompatibel ist. Ben ist das Weichei in der Truppe, ein Typ der Gewalt nicht ausstehen kann und alternative Wege geht, um den Kuchen nicht teilen zu müssen. O. ist die Frau in der Gruppe, die einfach nur schön ist und das coole Leben genießen will. Sie lebt bedenkenlos in den Tag hinein und die einzigen Machtkämpfe, mit denen sie es zu tun hat, sind die mit ihrer Mutter. Mit den ersten richtigen Problemen, die, nach der Auswahl und der Beschaffung der richtigen Sorte Mariuahana , den geeigneten (Gewächs)Häusern für den Anbau und dem Aufbau des Dealerringes, das Geschäft bedrohen, kommen auch die ersten (nicht gewollten) Risse in die Freundschaft von Ben und Chon. Ihre unterschiedlichen Auffassungen lassen sie in entgegengesetzte Richtungen gehen, um den großen Drogenbossen den Kampf anzusagen. Aber wer sind die ganz Großen? Und was haben ihre Eltern, die in der Flower Power Zeit Hippies waren und den amerikanischen Traum in seiner schönsten Form unter der Sonne Kaliforniens gelebt haben, damit zu schaffen. In dem der Autor zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her springt, zieht er einen roten Faden durch die Geschichte und verbindet was unverkennbar zusammengehört, Vater mit Sohn oder Tochter, amerikanische Politik mit Krieg, Korruption und Gewalt, Drogengeschäfte mit brutaler Gewalt, Erpressung, Bestechung, Liebe, Sex, Drogen, Jimmy Hendrix, Janis Jopling und so weiter und sofort. Wie er das macht ist am Anfang ein bisschen gewöhnungsbedürftig, was aber schnell vergeht, genauso schnell wie die einzelnen Kapitel vorbei sind. Lässig, cool, interessant und spannend geschrieben, wenn auch mit einem doch etwas vorhersehbarem Ende. Fazit: coole Aufmachung eines Buches mit einer coolen Geschichte.

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    • 2

    awogfli

    27. January 2013 um 15:01
  • Rezension zu "Kings of Cool" von Don Winslow

    Kings of Cool

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. January 2013 um 22:04

    Eigentlich sollte es am Abend nur ein kurzes Anlesen werden. Und dann? War ich sehr müde am nächsten Tag... :-) Es ist schon etwas her, daß ich ein Buch an nur gesamt 2 Abenden gelesen hab, aber das ging einfach nicht anders! Es ist rasant. Es ist böse, bitterböse. Es ist sarkastisch. Es ist spannend. Es ist ein Krimi und irgendwie auch ein RoadMovie. Das Buch selbst ist ein Kunstwerk. Die Aufmachung als fast komplett schwarzes Buch macht einen Eindruck darauf, was den Leser erwartet. Die Kapitel bestehen zum Teil nur aus einem Satz. Dafür gibt es dann halt auch mal so eben 305 davon. Sehr schöne Idee! Die Übergänge zwischen den Kapiteln und auch den "großen" Kapiteln sind sehr gelungen. Der Schreibstil ist cool (natürlich "cool") und rasant. Der Humor erste Klasse. Und die ganze Zeit hat man Quentin Tarantino im Kopf und der Film im Kopf läuft auf Hochtouren. Bleibt nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Lesen und hoffentlich kann man am nächsten Tag ausschlafen... ;-)

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  • Rezension zu "Kings of Cool" von Don Winslow

    Kings of Cool

    Anni1609

    06. January 2013 um 12:25

    Familienbande Inhalt: Die drei Freunde O, Ben und Chon verbringen die meiste Zeit ihres Lebens zusammen. Sie erwirtschaften zusammen ihren Lebensunterhalt mit Verkäufen von Haschisch. Sie empfinden ihre Leben nicht in Gefahr, bis Ben ohne Vorwarnung verhaftet wird. Ab diesem Zeitpunkt wissen sie Bescheid über die Macht des Drogensystems und versuchen sich zu wehren. Aufgrund weiterer Ermittlungen geraten sie immer tiefer in die Schlingen von Verrat und Intrigen. Sie lernen die Hintermänner kennen und erleben sie manche Überraschungen. Allerdings scheint ihnen vor allem Eines weit entfernt: sie werden nicht aufgeben, sondern sich wehren! Beurteilung: Don Winslow hat eine außergewöhnliche Art zu Schreiben. Zu Beginn hatte ich Probleme mich an den Schreibstil zu gewöhnen, diese hielten allerdings nur kurz an. Seine Schreibweise möchte ich als rasant beschreiben. Passend dazu verwendet er meist kurze Kapitel, die häufig kürzer als eine Buchseite sind und schreibt überwiegend in kurzen Sätzen. Durch die Schreibweise des Autors macht die Handlung des öfteren einen leicht gehetzten Eindruck. Der Inhalt ist sehr kurzweilig und die Handlung vergeht wie im Fluge. Ich habe die kurzen Kapitel sehr geschätzt, da für den Leser Pausen leicht möglich sind. Durch die Schnelligkeit der Geschehnisse wird für den Leser eine große Spannung aufgebaut und es fällt schwer, den Roman wieder beiseite zu legen. Die Handlung spielt sich in Laguna Beach ab. An diesem traumhaften Ort, mit wunderbarem Strand, dealen ein Großteil der Menschen mit Drogen unterschiedlichster Art und Weise. Don Winslow stellt die drei Freunde, O, Ben und Chon in den Vordergrund. Sie sind jung und verdienen ihr Geld mit dem Verkauf von selbst angebautem Haschisch. Bezüglich ihrer genetischen Wurzeln tappen sie zu Beginn des Buches noch im Dunkeln. Im Laufe der Handlung wird ihnen allerdings Vieles klar und sie sind ihren Eltern ähnlicher als sie es sich wünschen. Der Autor hat seinen Roman in der 3. Person geschrieben, weshalb der Leser stetig mit Perspektivenwechseln konfrontiert wird. Dadurch gibt es von Beginn an viele Informationen, die es zu ordnen gilt. Darüber hinaus verwendet Winslow während der Handlung Zeitsprünge. Die Handlung beginnt 2005 in Laguna Beach. Anschließend beschreibt der Autor das Leben in Laguna Beach im Jahr 1976. Zu Beginn kann der Leser noch kaum Parallelen zwischen den beiden verschiedenen Handlungssträngen herstellen. Mit der Zunahme an Informationen werden die Verbindungen zwischen beiden Handlungen deutlicher und zum Ende des Romans eröffnet sich dem Leser das komplette Verständnis. Winslow schreibt leicht verständlich, überwiegend in Umgangssprache, ab und zu auch abgehakt. Seine Sätze sind vor allem sehr kurz gehalten. Die Dialoge sind in Druckschrift verfasst und setzen sich somit vom übrigen Text ab. Während der Handlung kommt es häufiger zu überraschenden Wendungen, die für den Leser nicht vorhersehbar waren. Das Ende ist offen gehalten. Einer Fortsetzung mit den 3 Hauptcharakteren ist durchaus denkbar. Die äußere Erscheinung des Romans ist grandios. Der Roman liegt mir in Gebundener Ausgabe vor. Die Außenseiten sind durchweg schwarz, nur der Titel und Autorenname sind in weißen Druckbuchstaben. Auf der Rückseite befindet sich, ebenfalls in weißen Buchstaben, die knappste Inhaltsangabe, die ich je gesehen habe. Besonders hervorzuheben sind die Seitenränder, die ebenfalls schwarz eingefärbt sind. Das Design des Romans ist zu 100% auf den Inhalt abgestimmt. Am Ende des Romans befindet sich noch eine kurze Information über den Autor und seine weiteren Bücher. Fazit: „Kings of Cool“ von Don Winslow hat mich in seinen Bann gezogen. Zu Beginn dachte ich, dass mir das Einfinden in die Handlung sehr schwer fallen würde. Die Bedenken waren allerdings unnötig, da ich mich sehr schnell an den ungewöhnlichen Schreibstil von Don Winslow gewöhnen konnte. Obwohl ich keines seiner vorherigen Bücher gelesen habe, auch nicht „Zeit des Zorns“, in dem es bereits um O, Ben und Chon ging, konnte ich kein Informationsdefizit zum Verständnis der Handlung feststellen. Der Roman ist sehr schnell und flüssig zu lesen. Die Spannung hat mich im Bann gehalten, so dass ich das Buch kaum wieder weglegen konnte. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Kings of Cool" von Don Winslow

    Kings of Cool

    Sarah_O

    10. November 2012 um 20:04

    "Kings of Cool" von Don Winslow ist ein Roman über Drogen und Gewalt im sonnigen Laguna Beach, in dem der Autor erneut aus dem Leben seiner Protagonisten aus "Zeit des Zorns" (unter dem englischen Titel "Savages" seit Kurzem auch im Kino) berichtet - allerdings als Prequel, sodass es Vorkenntnisse beim Lesen nicht nötig sind. Inhalt: 2005 in Laguna Beach. Die jungen Freunde Ben, Chon und O betreiben eine erfolgreiche Marihuana-Zucht in Laguna Beach, Kalifornien. Doch ihr Erfolg ruft korrupte Polizisten und die Drogenmafia auf den Plan, die mitverdienen möchten. Während Chon als Navy Seal im Einsatz ist, versucht Ben die unterschiedlichen Parteien auszutricksen. Doch sein Spiel ist riskant und führt die drei außerdem weit in die Vergangenheit ihrer Familien... Neben der Haupthandlung des Romans, die im Jahr 2005 angesiedelt ist, entführt der Autor seine Leser auch immer wieder in die Vergangenheit, angefangen bei den späten 60er Jahren in Laguna Beach, als der Marihuana-Handel bei Surfern und Hippies seinen Anfang nahm. Geschickt, oft überraschend und voller spannender Wendungen werden die beiden Erzählstränge miteinander verbunden und offenbaren nach und nach Zusammenhänge zwischen den beiden Generationen. Allerdings sollte sich ein zukünftiger Leser bewusst sein, dass "Kings of Cool" kein leichtes Lesevergnügen ist, denn Gewalt, Blut und Drogen prägen die spannende Handlung und hier wird weder gespart noch geschönt. Der Schreibstil des Autors ist dabei in einem sehr positiven Sinn speziell. Kurze Sätze, von einer eher schmucklosen, lakonischen Sprache, dominieren das Bild und sorgen sowohl für ein hohes Tempo als auch für eine passende Atmosphäre mit einer Mischung aus "harter Kerl" und "easy living". Die Kapitel sind ebenfalls kurz und wechseln nicht nur manchmal in der Zeit, sondern auch im Stil von der erzählenden in die Dialogform. Trotz des eher nüchternen Stils schafft es Winslow den Leser mitzureißen, eine hohe Spannung aufzubauen und seinen rundum gelungenen, abwechslungsreichen Charakteren Leben einzuhauchen. Zu letzt möchte ich auch noch auf die auffällige Gestaltung des Buches hinweisen. Es ist abgesehen von der hervorgehobenen, glänzend-weißen Schrift, die das Cover dominiert, von einem matten Schwarz, das sich gummiartig, aber samtig und sehr angenehm anfühlt. Auch der Seitenschnitt der gebundenen Ausgabe mit geradem Buchrücken ist schwarz gefärbt. Nicht nur der Inhalt dieses Romans ist damit der Inbegriff von harter Coolness, sondern auch das Äußere ist schon auf den ersten Blick richtig "cool". Fazit: "Kings of Cool" ist ein sprachlich spezielles Buch mit einer spannenden, actionreichen Handlung, aber nichts für zarte Gemüter. Sicher nichts für jeden, daher empfehle ich erst einen Blick ins Buch (zum Beispiel in eine Online-Leseprobe), denn zumindest die sprachlichen Besonderheiten fallen dort sofort ins Auge. Aus meiner Sicht kann ich sagen, es lohnt sich. Mir hat es sehr gut gefallen, dafür 5 Sterne

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