Eliot Pattison Der verlorene Sohn von Tibet

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Inhaltsangabe zu „Der verlorene Sohn von Tibet“ von Eliot Pattison

"Für alle, die sich gern in exotische Welten entführen lassen." Brigitte
In einem geheimen Kloster feiert Shan den Geburtstag des Dalai Lama. Doch damit gerät er in einen Krieg, den die chinesischen Besatzer gegen internationale Kunsträuber führen. Als er sich weigert, für die Chinesen zu ermitteln, stellt man ihn vor eine Wahl, die ihm das Herz zerreißt.
Eliot Pattison hat mit Shan einen Helden geschaffen, der mit dem Scharfsinn eines Meisterdetektivs und der Weisheit eines buddhistischen Mönchs für die Wahrheit kämpft.

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  • Rezension zu "Der verlorene Sohn von Tibet" von Eliot Pattison

    Der verlorene Sohn von Tibet

    Joachim

    Eliot Pattisons Roman „Der verlorene Sohn von Tibet“ ist das dritte Buch aus der Reihe um den Ermittler Shan, das ich gelesen habe. Es ist ein Krimi, der in einem mir fremden Land spielt, doch durch die intimen Kenntnisse, die der Autor über das Land Tibet verfügt wächst mir deren Bevölkerung und ihre fremdartige Kultur mit jeder Seite mehr ans Herz. Der Han Chinese Shan, der als erfolgreicher Ermittler in Peking gearbeitet hatte und dort bei seiner Arbeit korrupten Parteibossen im Wege stand, wurde nie offiziell aus dem tibetischen Gulag entlassen. Dennoch befindet er sich auf Grund von Ermittlungen, die er im Auftrag des militärischen Gebietskommandanten durchgeführt hatte nun auf freiem Fuß. Aber er versucht, dem Kommandeur Oberst Tan möglichst nicht mehr zu begegnen, da ihn dieser jederzeit wieder in das Straflager verbannen könnte. Shan ist inzwischen durch seine Freunde unter den tibetischen Mönchen selbst zu einem Tibeter geworden. Auch wenn er seine chinesischen Wurzeln nicht verleugnen kann lebt er nun unter ihnen und taucht tief in ihre spirituelle Welt ein. Bei einer geheimen Feier, die in einem zerstörten Kloster stattfindet, wird ein Mord verübt und ohne es zu wollen oder etwas dagegen tun zu können muss Shan wieder zum Ermittler werden. Er versucht sich dagegen zu wehren, um die Tibeter und seine Freunde zu schützen, doch man setzt ihn geschickt unter Druck. Erst jetzt erfährt er, dass sich sein Sohn auch in einem Straflager befindet und nur wenn er die Forderungen der Machthaber erfüllt, kann er ihm vielleicht helfen. Die ersten 40 Seiten dieses Buches lesen sich zähflüssig und ich muss mich fast dazu zwingen es nicht wegzulegen. Doch das kenne ich von den beiden anderen Büchern schon. Vor allem, wenn man gerade ein anderes Buch beendet hat braucht man etwas Zeit, um in diese Welt einzutauchen. Es wird am Anfang sehr viel Hintergrundwissen vermittelt und das bremst den Lesefluss etwas. Doch mit dem Kapitel zwei nimmt die Geschichte Fahrt auf und ab dem Kapitel drei kann ich mich nur noch schwer von dem Buch losreißen. Aber man sollte sich die Details einprägen und genau auf kleine Hinweise achten, denn sonst verliert man schnell den Faden. Ich musste öfter mal zurückblättern um nachzulesen, woher nun dieses Detail oder jener Gegenstand stammt. Geschickt bringt der Autor neue Umstände ins Spiel und ich muss bisher gemachte Schlussfolgerungen umstoßen. An einigen Stellen habe ich das Gefühl, Indiana Jones stand Pate, doch schon auf der nächsten Seite kommt wieder eine gewisse Mystik zum Tragen. Zitate wie – Je mehr man begehrt, desto mehr muß man geben. Je mehr man hortet, desto größer ist der Verlust. – regen zum Nachdenken an und die Figuren sind mir am Ende sehr nahe. Ich bin eigentlich kein Krimi-Leser, doch Eliot Pattison ist es gelungen, Krimi, fremdartige Welt und Mystik so gut zu mischen, dass ich es bedauere, dass die Geschichte nach 514 Seiten zu Ende ist.

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