Elizabeth Moon Die Geschwindigkeit des Dunkels

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Inhaltsangabe zu „Die Geschwindigkeit des Dunkels“ von Elizabeth Moon

Dieser authentische und feinfühlige Roman nimmt Sie mit in die Seele eines jungen Autisten: Lou Arrendale bekommt die Möglichkeit, seinen Autismus "heilen" zu lassen und seine Persönlichkeit damit völlig zu verändern. Aber soll er das wirklich tun?

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  • Rezension zu "Die Geschwindigkeit des Dunkels" von Elizabeth Moon

    Die Geschwindigkeit des Dunkels

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. November 2010 um 20:19

    "Die Geschwindigkeit des Dunkels" von Elizabeth Moon ist die fiktive Geschichte des Autisten Lou Arrendale und spielt in der Zukunft. Lou Arrendale ist Autist. Einer der letzten seiner Art. Als junger Erwachsener lebt er in den 30er / 40er Jahren des 21. Jahrhunderts. Die Medizin ist längst soweit, dass autistische Säuglinge sofort genetisch behandelt werden und somit von Anfang an "normal" aufwachsen. Es gibt nur noch erwachsenen Autisten, diese, die bereits zu alt waren, als die neue Behandlungstechnik entwickelt wurde. Wie einige andere Autisten auch arbeitet Lou in einer Firma, die sich das Potenzial der Autisten zu Nutze machen. Sie erkennen mathematische Muster. Dafür erhalten sie "Sonderbehandlungen", die ihnen das Arbeitsleben deutlich erleichtern. Dies läuft für alle Beteiligten zufriedenstellend. Lou führt ein selbständiges Leben und ist mit sich selbst zufrieden. Bis eines Tages ein Vorgesetzer Lous bestimmt, die Abteilung mit den Autisten wäre mit all den Privilegien nicht profitabel genug. Um ihren Arbeitsplatz zu sichern, sollen sich alle bei einem medizinischen Versuch anmelden, bei dem eine Behandlung für erwachsene Autisten gestestet werden soll. Bisher war dies bei Affen erfolgreich. Bei Lou und seinen Freunden beim Fechttraining lösen diese Nachrichten Verwirrung und große Bestüzung aus. Kann die Firma so mit seinen Angestellten umgehen? Darf Lou gezwungen werden? Ist Lou so, wie er ist, gut? Gut genug? Ist er normal? Wenn nicht, was ist dann normal? Lou macht sich auf die lange Reise des Entscheidungsprozesses und der Selbstfindung - doch was oder wer ist er selbst? Was die Behandlung des Autismus betrifft und die Utopie, mittels einer genetischen Behandlung jegliche autistische Symptome zu vermeiden, halte ich diesen Roman ganz klar für Science Fiction, für Gedankenspiele, auf die ich persönlich keine eindeutige Antwort finde. Braucht man eine Behandlungsmethode, um Autismus vollständig auszumerzen? Ich habe autistische Schüler, die jedoch nicht wirklich krank oder sonderlich eingeschränkt sind. Würde ich für sie eine genetische Behandlung befürworten, die sie "normaler" machen würde, eventuell aber ihre Persönlichkeit verändern würde? Diesen Frage stehe ich sehr skeptisch gegenüber und würde sie eher mit Nein beantworten. Trotzdem hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist bis auf wenige Teile als Ich-Erzählung aus Lous Sicht geschrieben und in der Gegenwart verfasst. Die "autistischen" Gedankenspielereien, Interpretationen von Äußerungen anderer, Wortspiele etc fand ich sehr interessant zu lesen. Dieses Buch hat mir "autistische Denkweisen" möglicherweise am nähsten gebracht von allem, was ich bisher über das Thema gelesen habe. Auch sonst fand ich die Handlung sehr unterhaltsam, die Spannung wird langsam aufgebaut, wie sich Lou und die anderen wohl entscheiden werden und wie er persönlich sich weiterentwickelt und an Problemen wächst. So wurde mir die Hauptperson sehr sympathisch. :-) Ein tolles Buch über Autismus, Medizin, Technik und ethische Fragen, geschrieben von Elizabeth Moon, selbst Mutter eines adoptierten autistischen Kindes. Vier Sterne von mir!

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  • Rezension zu "Die Geschwindigkeit des Dunkels" von Elizabeth Moon

    Die Geschwindigkeit des Dunkels

    Fern

    01. April 2009 um 16:35

    Das Thema dieses Buches fand ich sehr ansprechend und interessant, denn jeden von uns beschäftigt es irgendwie: Bin ich gut so, wie ich bin oder muss ich jemand anderes werden? Es geht also um die Frage der Identität, die auch Lou beschäftigt, der autistisch ist. Durch eine experimentelle Behandlung könnte er "normal" werden, doch möglicherweise geht auch dabei ein Teil seiner Persönlichkeit verloren. Einen Einstieg in die Geschichte findet man relativ leicht und durch die personale Erzählform kann man sich leicht in Lou hineinversetzen. Dabei ist es sehr interessant, die Umwelt aus Sicht einer autistischen Person geschildert zu bekommen, was ich jedoch schade fand, war dass die Autorin diesen Schilderungen teilweise zu viel Raum gibt. So kommt es manchmal zu langen Passagen, in denen eigentlich nicht viel passiert, überhaupt lässt sich die Autorin viel Zeit um die Handlung in Gang zu bringen. Beim Ende verhält es sich wiederum umgekehrt, was auf mich den Eindruck erweckte, als ob nach dem langen Erzählen und Schildern schnell ein Abschluss gefunden werden musste. Dennoch finde ich es ein lesenswertes Buch. Wer jedoch nicht sehr viel Zeit zum Lesen hat und es daher lieber hat, wenn es etwas "schneller" vorwärts geht, sollte vielleicht besser ein anderes Buch lesen.

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  • Rezension zu "Die Geschwindigkeit des Dunkels" von Elizabeth Moon

    Die Geschwindigkeit des Dunkels

    da_daniel

    23. September 2008 um 11:32

    Elizabeth Moon erzählt von Lou Arrendale, einem 35jährigen Autisten, der in naher Zukunft lebt. Frühkindliche Therapien haben es ihm ermöglicht, in der Gesellschaft zu "funktionieren". In seiner Arbeit analysiert er Muster, in seiner Freizeit fechtet er. Er mag eine Fechtpartnerin wirklich sehr gerne, weiß aber nicht, ob sie ihn auch wirklich sehr gerne mag. Sein Chef drängt ihn und seine autistischen Kollegen zu einer Autismus Behandlung, durch die er "normal" werden könnte und damit seinem Chef die Kosten für unterstützende Maßnahmen sparen würde. Als dieser Druck schliesslich wegfällt, das Angebot zu dieser Behandlung aber noch steht, steht Lou vor der Wahl: Soll sich Lou der experimentellen Behandlung unterziehen? Er könnte vielleicht Dinge tun, die ihm der Autimus verwehrt. Vielleicht könnte er heiraten und ein ganz normales Leben führen? Es besteht aber die Gefahr, dass er danach nicht mehr der selbe ist wie vorher. Seine Persönlichkeit könnte sich völlig verändern, er könnte seine Erinnerungen und damit sein komplettes bisheriges Leben verlieren. Ein wundervolles Buch, dass mich tief berüht hat. Die Erzählperspektive ermöglicht es, zum einen - und hauptsächlich - die Geschichte aus Lou's Perspektive zu erleben. Wie denkt er? Wie fühlt er? Was hält er von der "normalen" Welt? Zum anderen ist die Draufsicht auf seine Freunde - erzählt in der dritten Person - sehr interessant, um zu erkennen, wie Lou's Autismus auf andere wirkt. Das Buch lässt die Grenze zwischen gut eingestelltem Autimus - wie bei Lou - und "normalem" Leben verschwimmen. Ich habe manche Denkweisen Lou's in mir selbst wiedererkannt und fragte mich, inwieweit Autismus nicht "normal" ist. In jedem Fall ist der Einblick in Lou's Gedankenwelt unheimlich spannend und bewegend zu gleich. Note 1

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  • Rezension zu "Die Geschwindigkeit des Dunkels" von Elizabeth Moon

    Die Geschwindigkeit des Dunkels

    sternchen70

    11. September 2008 um 13:59

    Eine Geschichte, die die Welt autistischer Menschen näher bringt, sie begreifbarer macht - für Neulinge auf diesem Gebiet und Interessierte (von einigen Längen abgesehen ) lesenswert

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