Enrico Ianniello Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola

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Inhaltsangabe zu „Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola“ von Enrico Ianniello

Das Dorf in Süditalien, in dem der Junge Isidoro Raggiola aufwächst, ist ein kleines Paradies. Nirgendwo schmeckt die Pasta besser als bei seiner Mutter Stella, und niemand schreibt lustigere Liebesbriefe als sein Vater Quirino. Eines Tages entdeckt Isidoro, dass er in der Sprache der Vögel pfeifen kann. Die ist musikalisch und fantasievoll, in ihr klingen die schönen Dinge schön, und, so findet Vater Quirino, eigentlich sollten alle Menschen so miteinander reden. Doch dann tötet ein Erdbeben Isidoros Eltern und zerstört das Dorf. Isidoro verliert seine Sprache, aber er gewinnt etwas anderes: die Bücher. Und in Neapel begegnet er einem Menschen, der alles verändert. – Voller Sprachwitz, originell, fast magisch: Dieses Buch ist eine berauschende Liebeserklärung an die Poesie des Lebens.

Erfrischend, skurril und poetisch-musikalisch wie der frühlingshafte Gesang eines Vogels.

— Buecherherbst
Buecherherbst

Mit einem Pfeifen auf den Lippen kommt Isidoro zur Welt und so geht er auch durch sein weiteres Leben - pfeifend.

— Waschbaerin
Waschbaerin

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  • Ein wahres Pfeifkonzert!

    Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola
    kassandra1010

    kassandra1010

    07. November 2016 um 23:02

    Isidoro wächst sehr behütet und sehr geliebt in einem kleinen italienischen Dorf auf. Er hat ein sonderbares Talent fürs Pfeifen und kommuniziert so mit den Vögeln und tritt natürlich auch in einer Band auf. Sein Vater, ein alter Kommunist und leidenschaftlicher Briefeschreiber unterstützt ihn in seinem Tun und seine Mutter, die begnadete Nudelmacherin, liebt ihn über alles. Doch als ein verheerendes Erdbeben über dem Ort niedergeht, ändert sich mit einem Pfiff einfach alles…Eine wunderbare Geschichte über den jungen Isidoro, der seine Stimme an Worten verliert, sie aber mit seinem Pfeifen wiederfindet.

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  • Wundersam, wunderbar und berührend

    Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola
    Girdie

    Girdie

    18. April 2016 um 20:50

    „Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola“ von Enrico Ianniello ist die fiktive Biografie der titelgebenden Figur, die diese in der Retrospektive erzählt. Isiodoro ist in einem kleinen italienischen Dorf aufgewachsen, in dem jeder jeden kennt. Seine Mutter ist für ihre selbst hergestellten Pastanudeln bekannt, sein Vater ist ein wichtiger Gewerkschaftler mit einem schielenden Auge. Statt zu weinen hat Isidoro kurz nach seiner Geburt einen Pfifflaut erzeugt und das Pfeifen wird auch zu seinem weiteren Leben dazu gehören.Der örtliche Besitzer einer Gemischtwarenhandlung hält in einem Käfig einen Beo. Im Alter von ungefähr zwei Jahren begegnet Isidoro dem Vogel zum ersten Mal. Es entsteht ein gepfiffenes Gespräch zwischen den beiden. Die Begegnung steht am Beginn einer langen Freundschaft. Isidoro verfeinert im Laufe der nächsten Jahre sein Pfeifen so sehr, dass er gemeinsam mit dem Beo Ali ein Vokabular aus Pfifflauten erstellt.So wundersam der pfeifende Junge ist, so wundersam sind auch die Personen in seiner Umgebung. Neben seinen lebensklugen Eltern, die aus eigenen Erfahrungen ihre Schlüsse gezogen haben und Isidoro so manchen Ratschlag mit auf den Weg geben, treffen hier eigenartige und eigenwillige Charaktere aufeinander. Nicht alle sind liebenswert, es gibt auch ein paar wenige boshafte Gestalten. Doch Isidoros Welt ist geprägt durch die Liebe seiner Eltern und einer gegenseitigen Zuneigung und Verständnis untereinander zum besten Freund und zur besten Freundin. Im Jahr 1980 erhält Isidoro im Alter von neun Jahren die große Chance zu einem Auftritt vor Publikum bei dem er sein Können zeigt. Doch schon kurze Zeit später erlebt er das größte Unglück seines Lebens. Die Geborgenheit seines jungen Lebens wird jäh unterbrochen durch ein Erdbeben bei dem seine Eltern in den Trümmern ihres Hauses sterben. Der Schock macht ihn sprachlos. Das Pfeifen, das er bisher auf vielfältige Art nur aus Spaß und zur Erheiterung anderer ausgeführt hat wird nun zu einer besonderen Weise der Verständigung in die er alle seine Eindrücke und Gefühle hineinlegt.Isidoro zeigt dem Leser, dass man sich auch durch schwere Schicksalsschläge nicht unterkriegen lassen und seine Ziele nicht aus den Augen verlieren soll. Sicherlich spielt in der Geschichte auch eine gehörige Portion Glück für den Jungen eine Rolle. Die Erzählung ist niemals schwermütig, sondern sie glänzt immer wieder durch einige teils skurrile Schilderungen die erheiternd wirken. Eine Besonderheit stellen die Liebesbriefe des Vaters dar, die zwischen den Kapiteln eingeschoben sind. Sie sind nicht nur, wie zu erwarten wäre, an seine Frau gerichtet. Lassen Sie sich überraschen! Durch das Pfeifen liegt auch allgegenwärtig ein Hauch von Musik in der Luft, die man beim Lesen zu hören glaubt. „Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola“ ist eine berührende Geschichte, die sich tatsächlich so zugetragen haben könnte, obwohl einige Begebenheiten magisch anmuten. Der Roman ist ein Plädoyer, an sich selbst zu glauben ohne von den Idealen abzuweichen, die man von den Eltern erhalten hat, auf Freundschaft zu bauen und die Neugier niemals zu verlieren. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es uneingeschränkt weiter.

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  • Botschaft der Hoffnung

    Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola
    Buecherherbst

    Buecherherbst

    27. March 2016 um 17:10

    Sprache soll ein verbindendes Element sein. “Chij-jjjj-tikeee, Zeejeeee, Chi-tjong-chii-tjoooong”. Sie kann wunderschön klingen – und doch zugleich trennend sein. Benötigen Menschen überhaupt eine gemeinsame Sprache, um sich zu verstehen? Vielleicht reicht es gar, den Lauten der anderen zu lauschen und die Kraft der Aussage zu spüren, statt sich in einem komplexen Kommunikationsregelsystem zu verlieren. Enrico Ianniello entführt in Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola in eine herrlich-skurrile Geschichte über die Entstehung der Laute, Verständigung und Verstehen, aber auch über ungewöhnliche Freundschaften und herben Verlust.Die vollständige Rezension: https://buecherherbst.wordpress.com/2016/03/27/enrico-ianniello-das-wundersame-leben-des-isidoro-raggiola/ Am Anfang der Schöpfung war der Laut, er war die Schöpfung selbst. Erst dann kam Gottes Wort, das bereits eine Erklärung der Schöpfung war. Als Ianniellos Ich-Erzähler Isidoro Raggiola auf die Welt kam, stieß er keinen Schrei aus, er weinte und brüllte nicht – er pfiff. Seinen Eltern, Vater Quirino und Mutter Stella, war bewusst, dass sie ein besonderes Kind hatten, doch es machte ihnen nichts aus, schließlich war in ihrem kleinen italienischen Bauerndorf Mattinella kaum etwas gewöhnlich. Trotzdem war es Isidoros kleines Paradies.Enrico Ianniellos Erzählung "Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola" ist erfrischend, skurril und poetisch, sie ist musikalisch wie der frühlingshafte Gesang eines Vogels. Er vollführt ein Spiel der schönen Worte und zeigt, dass Sprache mehr ist als bloßer Erzählrhythmus, sondern wahrhaftig Menschen begeistern kann.

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  • Pfeifend durchs Leben gehen

    Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola
    Waschbaerin

    Waschbaerin

    29. February 2016 um 23:47

    Anfangs wusste ich nicht, ist es ein normaler Roman aus der Sicht des Jungen Isidoro geschrieben oder lese ich eine Phantasie - Geschichte. Doch ich kam zu dem Schluss, Isidoro erzählt aus seiner Sichtweise seine wunderbare Kindheit, in der seine liebevollen Eltern die wichtigste Rolle spielen. Sein Vater beginnt den Tag immer mit seinem ausufernden "Eierbaden". Bei dieser Beschreibung habe ich mich köstlich amüsiert. Währenddessen bereitet seine Mutter das Frühstück. Dass sich seine Eltern sehr lieben, liest man aus fast jedem Satz von Isidoro heraus. Es ist eine kleine, heile Welt in der er aufwächst. So wie andere Kinder mit ihren Freunden sprechen, unterhält sich Isidoro pfeifend mit den Vögeln. Es entstehen wunderbare Zwiegespräche zwischen dem Jungen und diesen Tieren. Sie verstehen einander. Doch seine heile Welt wird jäh zerstört, als ein Erdbeben Teile des Ortes dem Erdboden gleich machen. Dank der Vögel wird Isidoro ins Freie gelockt und gerettet. Nun macht er sich auf die Suche nach seinem Elternhaus um sich zu überzeugen, dass Mama und Papa unversehrt sind. Doch sie verbrachten den Nachmittag im Bett und wurden verschüttet. Isidoro sieht den Arm seines Vaters aus den Ruinen herausragen und setzt sich an diese Stelle, unterhält sich mit seinem Vater, dessen Stimme immer schwächer wird und hält seine Hand, bis sie erkaltet. Von da an kann der Junge nicht mehr sprechen sondern nur noch pfeifen wie ein Vogel. So geht er fortan durchs Leben. Immer wieder trifft er auf Menschen, die ihm gut gesinnt sind und seinen Alltag lebenswert machen. Es ist ein sehr berührendes Buch und wunderbar geschrieben, das von den kleinen Leuten erzählt, die nicht viel Geld haben und trotzdem glücklich und voller Lebensfreude sind.

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  • Bemerkenswert und phantasievoll

    Das wundersame Leben des Isidoro Raggiola
    leserin

    leserin

    30. January 2016 um 19:41

    Isidoro lebt mit seinen Eltern in Süditalien. Er wurde mit einem außergewöhnlichen Talent geboren. Isidor kann seine Gefühle pfeifen und verständigt sich mit allen Vögeln den lieben langen Tag. Sein Vater Quirino, ein schielender freundlicher Mann, besitzt viele eigenartige Marotten. Morgens betreibt er eine einstündige Zeremonie im Bad. Er schreibt auch  Liebesbriefe am liebsten im Badezimmer. Isidors Mutter Stella ist die Nudelspezialistin vom Dorf und seiner Umgebung. Sie fertigt alle möglichen Nudelvariationen an. Mit Marella verbindet Isidor eine zarte Jugendliebe. Die Zwei verbringen ihre Freizeit miteinander. Mit ca. 10 Jahren entdeckte man Isidors Pfeiftalent und ein Bekannter half ihm sein Talent zu verbessern. Er konnte immer wieder bei Veranstaltungen seine Künste zeigen. Seine Eltern fanden immer ein großes Lob für ihren Sohn. Aus heiterem Himmel bebte die Erde und sein Leben veränderte sich mit einem Schlag. Er verlor seine Eltern auf diese tragische Weise und zugleich auch seine Sprache. So konnte er sich aber mit Pfeiftönen weiterhin verständigen. Isidor hatte einen guten Freund, es war ein Beo namens Ali, der ihn überall begleitete und alles verstand, Menschen wie Vögel. Im Kinderheim, in dem er sich 4 Jahre aufhielt, machte er weitere Lebenserfahrungen. Als Isidor einmal die Schule schwänzte und mit seinem Beo ins 3 km entfernte Dorf marschierte, fiel ihm ein feiner Herr mit Blindenstock in einer Bar auf. Am nächsten Tag wurden die Kinder zum Direktor der Schule gebeten, weil Signor Enzo den Jungen aus der Bar suchte. Der Direktor meinte, daß Isidor stumm sei und er selber blind, sodaß er keine eigentlich Hilfe für ihn wäre. Isidor wohnte ab diesem Zeitpunkt bei Enzo, sie machten im Sommer tolle Ausflüge in die Stadt Neapel. Die Geschichte endet mit einem Happyend, soviel kann ich sagen. Der Roman ist durch viel Phantasie geprägt. Manchmal sehr wunderlich, aber absolut lesenswert. Die Sichtweise,  Sprache mit Vogelgezwitscher zu kombinieren, fand ich sehr bemerkenswert und gut gelungen. Ich kann nicht sagen, ist es eigentlich ein Jugend- oder ein Erwachsenenroman, wahrscheinlich beides.

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