Franz Josef Kofler Rauhe Sonnseite

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(2)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Rauhe Sonnseite“ von Franz Josef Kofler

BERÜHRENDE KINDHEITSERINNERUNGEN VOM LEBEN AUF EINEM OSTTIROLER BERGBAUERNHOF. Hart war es, aber trotz allem schön – das Leben hoch oben auf der Sonnseite des Osttiroler Pustertales. In seinen Kindheitserinnerungen erzählt der österreichische Romanautor Franz Josef Kofler VON FREUD UND LEID DES BÄUERLICHEN LEBENS UM DIE JAHRHUNDERTWENDE. Locker, amüsant und detailgetreu berichtet er davon, wie es anno dazumal in Haus und Hof zuging, womit die Kinder spielten, was gegessen und angezogen wurde, wovor man sich fürchtete und worüber man sich freute. Seine Geschichten über die Welt im Kleinen, über Dienstboten und fremde Leute, Heumahd und Dreschen, Osterzeit und Prozessionen erzeugen eine EINZIGARTIG AUTHENTISCHE ATMOSPHÄRE, DIE JEDEN IN IHREN BANN ZIEHT. Mit einem Vorwort von Johannes Trojer.

Stöbern in Biografie

Eisgesang

Toller Reisebericht, der auch Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Autorin gibt.

MissPommes

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Witzige Einblicke in Lauren Grahams Leben. Als wäre man mit ihr in Lukes Diner zum Kaffee verabredet. Herrlich!

I_like_stories

Neben der Spur, aber auf dem Weg

Ein tolles Buch, das ADS endlich auch für nichtbetroffene Greifbar und Erklärbar macht und das betroffenen Mut gibt. Danke!

I_like_stories

Farbenblind

Tragisch, ergreifend und wissenswert werden hier Einblicke in das Apartheidsystem Südafrikas gewährt, mit etwas Humor gewürzt.

sommerlese

Heute ist leider schlecht

Witzig, intelligent und unterhaltsam

I_like_stories

Paula

Keine leichte Lektüre

19angelika63

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Rauhe Sonnseite" von Franz Josef Kofler

    Rauhe Sonnseite
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    08. July 2011 um 15:36

    In diesem Buch läßt uns der Autor Franz Josef Kofler an seinen Kindheitserinnerungen teilhaben. Er beschreibt aus seiner ganz eigenen persönlichen Sicht, wie er das Leben früher auf dem Bauernhof in den Bergen erlebt hat. Es war hart, entbehrungsreich und wurde vom Wetter und der Kirche bestimmt, und doch liest man aus jeder Zeile heraus, wie glücklich er trotzdem war. Es ist ein ganz bemerkenswertes Buch! Das Leben vor hundert Jahren war so ganz anders als das Leben, das wir heute kennen, und dieses Buch bietet die Möglichkeit, einmal das frühere Leben kennenzulernen! Franz Josef Kofler wurde 1894 geboren und war ein glückliches Kind - ohne Fernseher, Handy und Computer! Die zum Teil etwas altmodische Schreib- bzw. Erzählweise ist genau passend für dieses Buch und macht es noch ein wenig "echter". Sehr lesenswert!

    Mehr
  • Rezension zu "Rauhe Sonnseite" von Franz Josef Kofler

    Rauhe Sonnseite
    sternthaler75

    sternthaler75

    30. April 2011 um 09:42

    Dort, wo es Sonnenseiten gibt, sind sicher auch Schattenseiten. Auch in den Bergen. Denn dort lebt Kofler in seiner Kindheit. Und er berichtet uns von seinem Leben, von der Arbeit als Kind, die für unsere Kinder heutzutage sicherlich unvorstellbar wäre. Sein Leben spielt um die Jahrhundertwende, und wir dürfen ihn begleiten. Da geht es zum Beispiel um Kirchgänge, jede Menge sogar. Zu der Zeit, und auf einigen Höfen vielleicht auch noch heute, waren die Menschen sehr gläubig. Und so gab es zu jedem erdenklichen Grund auch einen passenden Kirchentag. Sie baten um mehr Regen, wenn es zu trocken war und umgekehrt, oder dass der Blitz bei Gewitter nicht einschlagen möge. Kofler und seine Familie betrieben damals auch einen Bergbauernhof, und so gab es immer etwas zu schaffen, auch für die Kinder. Wolle spinnen, Heu und Getreide einholen, Holz machen usw. Aber er erzählt uns auch, was sie für Spielzeug besassen, was sie für Kleidung trugen, und vor allem, wie diese Sachen hergestellt wurden. Kein Strom, also auch kein elektrisches Licht, nicht mal eben den Fernseher einschalten, all dies gab es nicht, wurde aber natürlich auch nicht vermisst. Schwierig für mich, all das Gelesene hier kurz zusammen zufassen, denn sein Bericht ist wirklich sehr vielfältig und entsprechend interessant. Es hat mir gut gefallen, darüber zu lesen, gerade weil es so vielfältig ist. Manch einer mag denken, ach nein, wie langweilig, da oben in den Bergen, womöglich eingeschneit, keine Abwechlung. Doch von langer Weile wird man in diesem Buch kaum lesen, den es gab eben immer etwas zu tun. Mit viel Liebe zum Detail erfahren wir viel über das Leben in den Bergen, den Glauben, und auch den Aberglauben der Menschen, denn die Menschen waren abhängig vom Gelingen der Ernte usw., da war es nicht verkehrt, den Herrn um eine gute Ernte zu bitten. Dementsprechend werden auch viele Rituale beschrieben, um Böses vom Hof und von den Feldern fern zuhalten. Das Buch ist in zahlreiche Kapitel unterteilt, die jeweils einem bestimmten Thema gewidmet sind. Zusammengestellt wurde es aus vielen Einzelberichten, die Kofler im Lauf der Zeit geschrieben hat. Wer sich für die Zeit in den Bergen Tirols um die Zeit vor den beiden Weltkriegen interessiert, wird hier sicher nicht enttäuscht werden.

    Mehr
  • Rezension zu "Rauhe Sonnseite" von Franz Josef Kofler

    Rauhe Sonnseite
    Klusi

    Klusi

    Franz Josef Kogler ist, als ältester von 8 Söhnen, in einer Osttiroler Bergbauernfamilie aufgewachsen. Es ist eine ganz eigene Welt, die er in „Rauhe Sonnseite beschreibt. Das Tagewerk war hart und die vorhanden Gerätschaften nicht sehr zahlreich, sondern häufig nur behelfsmäßig. Oft musste ein Werkzeug geliehen werden. Nachbarschaftshilfe war zur damaligen Zeit ganz selbstverständlich, und wenn es darum ging, das Feld zu bestellen oder die Ernte einzubringen, oft im Wettlauf gegen das Wetter, arbeiteten alle zusammen, so gut es eben möglich war. Auch die Kinder hatten bereits ihre Pflichten, denen sie manchmal mehr, manchmal weniger engagiert nachkamen. Mit der gelassenen Distanziertheit des Erwachsenen blickt der Autor auf seine Kinderzeit zurück. Ein wenig wehmütig, manchmal fast schwärmerisch, doch durchaus auch mit kritischen Tönen schildert er Begebenheiten aus dem bäuerlichen Alltag. Verwöhnt wurden die Kinder ganz sicher nicht. Der Schulweg zog sich beschwerlich und lang und war besonders im Winter eine Herausforderung. Die Kleidung war unbequem und musste aufgetragen werden, bis es nicht mehr ging. Das Essen war einfach und versprach nicht gerade große kulinarische Erlebnisse. Wenn zu speziellen Gelegenheiten oder Feiertagen besondere Leckerbissen gebacken wurden, lauerten die Kinder schon darauf, eventuell das eine oder andere missglückte Teilchen zu erhaschen. So recht zufrieden waren sie wohl selten mit ihrem Anteil, wie der Erzähler mit einem Augenzwinkern versichert. In vielen kleinen, wohl geordneten Kapiteln hat der Autor seine Kindheitserinnerungen liebevoll zusammengetragen. Da geht es um die Menschen in seiner Umgebung, ein großer Abschnitt beschäftigt sich mit den anfallenden Arbeiten, die zu den unterschiedlichen Jahreszeiten im Haus und auf dem Feld getan werden mussten. Die Naturverbundenheit, das innige Verhältnis zum Land, zu den Tieren und Pflanzen, ist sehr eindrucksvoll wiedergegeben. Hier ein Zitat, das mich besonders berührt hat: „Ich kostete die selbstverständliche Vertrautheit der Landschaft aus, die um mich war, seit ich wusste. Sie sank in meine junge Seele hinein und rührte sie an, ich wurde verwandelt von ihr und hätte nicht sagen können, auf welche Weise es geschah.“ Einen großen Raum nahm das religiöse Leben ein. Die Menschen erlebten den kirchlichen Jahreskreis mit seinen großen und kleinen Festen sehr intensiv. Die Selbstverständlichkeit des Glaubens, tief verwurzelt und ganz natürlich in den Alltag integriert, ist so ganz anders, als wir es heutzutage kennen. Darüber hat der Autor Nachdenkliches und auch Humorvolles zu berichten. Seine Schilderungen bringen uns heute noch den Zauber der alten Zeit nahe. Sehr gewünscht hätte ich mir eine Begriffserklärung im Anhang, denn es kommen immer wieder Ausdrücke im Text vor, unter denen ich mir nicht gleich etwas vorstellen konnte. Noch nie zuvor hatte ich beispielsweise etwas von „Niegelen“ oder „Einem Stock Strauben“ gehört. Dank Wikipedia bin ich jetzt klüger, denn es hat mich gleich gereizt, die Wörter nachzuschlagen. Bei beiden Bezeichnungen handelt es sich um Fettgebackenes. Während Niegelen kleine frittierte Teigkugeln sind, sieht ein Stock Strauben fast ein wenig wie ein gebackenes Nest aus. Dieses Buch war eine ganz besondere Lektüre, die mich fasziniert und beeindruckt hat, da sie von einem Zeitzeugen verfasst wurde. So könne wir uns auch heute, über hundert Jahre später, noch ein vielfältiges und deutliches Bild vom damaligen Leben machen.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Rauhe Sonnseite" von Franz Josef Kofler

    Rauhe Sonnseite
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    03. April 2011 um 11:25

    Das Leben 1900 war sicherlich nicht leicht und schon gar nicht auf einem Bauernhof. Doch wie fühlte es sich für die einzelnen Personen an, was erlebten sie und wie war die Zeit damals generell? Einen kleinen Eindruck davon, vermittelt dieses Buch. Schon das Cover zeigt, wie ärmlich die Verhältnisse waren. „Rauhe Sonnseite“ ist eine Art Biographie über Franz Kofler und seine Kindheit auf einem Tiroler Bergbauernhof. In kleinen Episoden versucht der Autor seine Erlebnisse, Eindrücke und Gefühle aus einer strengen, aber glücklichen Kindheit einer längst vergangenen Generation zu beschreiben. Es sind kleine Geschichten, die er und seine Brüder erlebt haben. Da wären Erinnerungen an Feste, die Reinigung des Schornsteins, die Geburten der Geschwister, die Ernte, die einfache Bekleidung oder die einfallsreichen Spielmöglichkeiten. Ausgesucht aus vielen kurzen Geschichten, die Franz Kofler an eine glückliche Kindheit aufgeschrieben hat. In zugeordneten Überschriften, wie zum Beispiel „Wir Kinder“, „Mutter & Vater“ oder „Fremde Leute“ bekommt der Leser viele kleine Erinnerungen erzählt, die mit dieser Überschrift verbunden werden. Da geht es dann zum Beispiel um die Geburt eines Bruders, die anschließende Besuche von Verwandten und Nachbarn; das süße Gebäck zu bestimmten Anlässen oder nette / böse Fremde, die nicht zur Familie gehören. Es sind schöne, aber auch traurige Erinnerungen, die der Autor in einer kindlichen Sprache wiedergibt. Anschaulich beschreibt er jede Situation wie er es als Kind erlebt hat. Dabei werden spätere Betrachtungen als Erwachsener einfach fortgelassen. Franz Kofler bringt dem Leser authentisch die Jahrhundertwende näher. Dabei sollte aber nicht nur der kindliche Blickwinkel, sondern stellenweise auch die etwas ältere Sprachwahl berücksichtigt werden. Anfänglich fällt sie sofort ins Auge, wird aber schnell typisch für dieses Buch und fällt schon nach einigen Seiten gar nicht mehr auf. Selbstverständlich erscheint dem Leser nicht jede Episode unbedingt lesenswert. Der Gang zum Kreuz, die Stunden in der Kirche oder andere Beschreibungen hätten kurz erwähnt, sicherlich interessanter gewirkt. Die damalige Zeit war sicherlich religiöser erzogen und aus diesem Grund gehören solche Beschreibungen in das Buch. Nur stellenweise wird es über mehrere Seiten geschildert und erscheint dadurch manchmal langatmig. Ich persönlich fühlte mich mit manchen Beschreibungen richtig aus dieser Zeit gerissen. Das lag daran, dass ich mehr über diese Generation und ihren Alltag erfahren wollte und mir manche Beschreibungen belanglos erschienen. Für Franz Kofler müssen aber auch diese Erinnerungen einen hohen Stellenwert gehabt haben, sonst hätte er sie kaum festgehalten. Franz Kofler ist mit diesem Werk ein gelungener Einblick in die schwere, aber trotzdem schöne Zeit der Jahrhundertwende gelungen. Aus Sicht eines Erwachsenen wäre es sicherlich noch realistischer gewesen. Schließlich sind Kinderaugen naiver und werden vor der harten Realität oft verschont. Trotzdem bekommen gerade junge Leser einen guten Eindruck, dass auch ohne Nintendo DS, Fernsehen oder Lego die Kinder viel Spaß hatten. Sie waren einfach unbeschwerter und hatten eine größere Fantasie. Aber auch die älteren Leser werden an kleinen Aussagen, wie zum Beispiel Notgroschen, wenig Speck, sterbende Geschwister, Kälte im Winter, raue Stoffe und vieles mehr erkennen, wie hart die damalige Zeit tatsächlich war. Die interessanten Einblicke in eine vergessene Zeit wurden mir jedoch erschwert. Als norddeutsches Mädchen sind mir die Tiroler Fachworte alles andere als. Vieles kann man erahnen, aber bestimmte Begriffe wie „Straubenstock“ konnten meiner Fantasie nichts entlocken. Gerade weil das Buch nicht nur in Österreich vertrieben wird, wäre eine kleine Legende sicherlich hilfreich gewesen. Ansonsten ist das Buch, welches mit einem Vorwort und einem biographischen Nachwort versehen ist, eine gute Möglichkeit sich über die Zeit zur Jahrhundertwende und das Leben zur damaligen Zeit auf einem Bergbauernhof zu informieren. Aus diesem Grund kann ich das Buch jedem interessierten Leser empfehlen.

    Mehr