Garth Ennis , Jacen Burrows Die gesammelten Chroniken von Wormwood

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Inhaltsangabe zu „Die gesammelten Chroniken von Wormwood“ von Garth Ennis

NULL BOCK AUF ARMAGEDDON
Der New Yorker TV-Produzent Danny Wormwood ist der Antichrist, der als Sohn Satans den Weltuntergang heraufbeschwören soll. Darauf hat Danny, dem sein Leben auf Erden richtig gut gefällt, aber so gar keinen Bock. Zusammen mit dem sprechenden Hasen Jimmy und seinem besten Freund Jay, dem wiedergeborenen Jesus Christus, wehrt Danny sich gegen seine Bestimmung und Armageddon. Doch sein teuflischer Vater ist wild entschlossen, Gottes irdische Schöpfung baldmöglich brennen zu sehen – und hat einen mächtigen Verbündeten. Denn auch der Papst drängt auf das Ende der Welt…

Mächtig zynisch, extrem brutal, höllisch anzüglich, verboten lustig und einfach göttlich: Die ketzerische Kultserie DIE CHRONIKEN VON WORMWOOD zum ersten Mal in einem unheiligen Komplett-Sammelband! Diese seitenstarke Bibel enthält alle Kapitel der schwarzhumorigen Saga von Comic-Papst Garth Ennis (PREACHER, THE BOYS), dem himmlischen Zeichner Jacen Burrows (CROSSED, PROVIDENCE) und anderen.

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  • Verdrehte Welt, oder warum Jesus mit dem Antichrist des Öfteren mal einen zischt ...

    Die gesammelten Chroniken von Wormwood

    Mueli77

    02. April 2017 um 22:05

    Danny Wormwood ist der Antichrist. Und er ist Fernsehproduzent. Mit seinen Serien hat er große Erfolge gefeiert, seine Freundin ist eine angesehene Ärztin und die beiden sind ein tolles Paar. Er hat einen Hasen, dem er aus Freude und Langeweile einfach mal das Sprechen beigebracht hat. Ja, er kann das. Denn einmal am tag kann Danny ein kleines Wunder vollbringen und es für seine Zwecke einsetzen, was seine Freundin übrigens alles nicht weiß. Achja, und er ist nicht einfach nur der Antichrist, nein, er hat auch noch einen guten Freund. Einen Freund, der niemand anderes als Jesus Christus ist. Doch Dannys Vater, der Teufel, ist mit seinem Sohn überhaupt nicht zufrieden. Eigentlich soll er ja zusammen mit Jay (wie sich Jesus aktuell nennt, nachdem er wiederauferstanden ist und von ein paar Polizisten während einer Demo fast ins Koma geprügelt wurde und nun eher auf dem geistigen Niveau eines Kleinkindes dahinvegetiert) Armageddon auslösen und somit den Untergang der Menschheit besiegeln. Doch Danny und Ja yhaben eine Abmachung getroffen, dies eben nicht zu tun. Sich stattdessen den Wünschen ihrer Väter zu wiedersetzen, was in Jays Fall überhaupt nicht auffällt, da sein Vater, der allmächtige Gott, ein geisteskranker, debiler, impotenter, Flachwichser ist, der lieber an sich und mit seinen Fäkalien herumspielt. Und dennoch hat Danny haufenweise Probleme, die damit beginnen, dass seine Freundin erfährt, dass er sie betrügt und dies auch noch ausgerechnet mit Jeanne D'Arc. Ganz abgesehen von Papst Jacko, der aktuell dieses „ehrwürdige Amt“ bekleidet und stattdessen lieber des öfteren unbekleidet alles durchfickt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Aber Danny wäre nicht der Antichrist, wenn er nicht doch für alles eine Lösung hätte.Hat er doch hoffentlich?Oder etwa nicht?Garth Ennis ist fast schon ein Garant für gute Verkäufe. Egal, was der Ire anpackt, es scheint ein Erfolg zu werden. Aber wieso schreibe ich „scheint“. Nunja, weil zum einen die Verkäufe alleine keine Qualität rechtfertigen und zum anderen, weil Geschmäcker verschieden sind. Während viele Ennis wie einem Gott huldigen, gibt es auch Menschen, die das weitaus kritischer sehen. Ich bin einer von denen, die Ennis zwar für einen durchaus guten Autoren halten, aber auch wissen, dass jeder Autor auch mal schlechtere Arbeiten abliefert und nicht alles Gold ist, was glänzt, um es mal mit einem alten Sprichwort zu verdeutlichen. Reichen Sex, Gewalt und Zynismus aus, um eine gute Geschichte zu erzählen. Immerhin haben die Wormwood-Chroniken eine ganze Menge von allen drei Zutaten zu bieten.Gehen wir die Sache doch einmal behutsam an. Auch Crossed bedient sich dieser Zutaten, wenngleich auch zu anderen Teilen, und das konnte mich nicht wirklich überzeugen. Während der erste Crossed-Band auf mich wie eine überzogene Version von The Walking Dead wirkte, kommt „Die gesammelten Chroniken von Wormwood“ mit einem etwas anderen Ansatz daher. Auch hier  gibt es das Ende der Menschheit, welches aber nicht im Mittelpunkt der Erzählung steht. Auch gibt es reichlich Gewalt, nicht ganz so extrem wie bei Crossed und es gibt Sex, aber ebenfalls nicht so exzessiv, wie es bei besagter Serie der Fall ist. Wormwood ist vor allem eines: zynisch. Es ist bösartig und dennoch strahlt es eine gewisse Ehrlichkeit aus. Sicher werden gerade bibeltreue Christen entsetzt davon sein, wie Ennis hier mit ihren Vorbildern umgeht, aber dieses Spiel mit den Erwartungen ist es in meinen Augen auch, was gerade seinen Reiz ausübt. Natürlich geizt Ennis auch hier wieder nicht damit, alles etwas überzogener darzustellen, wies nun einmal auch sein Stil ist.Mit Jacen Burrows steht Ennis auch hier der gleiche Partner zur Seite, wie es beim ersten Crossed-Band der Fall war. Doch Burrows ist lediglich an der Umsetzung der ersten 6 Kapitel umfassenden Miniserie beteiligt. Und ja, Burrows passt wirklich sehr gut zu Ennis und seinen manchmal etwas kranken Ideen, denn er weiß diese gekonnt umzusetzen. Mit vergleichsweise wenigen Strichen erschafft er die aberwitzigsten Situationen und setzt sie dennoch glaubhaft um, wodurch auch die Ideen von Ennis an Glaubwürdigkeit gewinnen. Selbst die kleinsten Mimiken sind in den Gesichtern seiner Figuren ablesbar, sei es Skepsis, Abscheu und Ekel, oder Überraschung. Vieles spielt sich bei Burrows oftmals nur in den Gesichtern der Figuren ab, selbst das einfältige Grinsen von Jay ist nicht immer das Gleiche, sondern weißt zarte Nuancen auf, die vielseitig interpretiert werden können.Doch Burrows ist nicht der Einzige Zeichner, der an diesem Komplettband beteiligt ist. Da wäre außerdem noch Rob Steen, der den One-Shot „The Last Enemy“ umsetz, der als eine Art Epilog zur ersten Miniserie fungiert, und optisch ähnlich angelegt ist, wie die Zeichnungen von Burrows. Dennoch ist eine Eigenständigkeit ersichtlich, was in diesem Fall aber nicht unbedingt von Vorteil ist, da hier viele unfreiwillig komische Panels ins Auge stechen, und die Gesichter mitunter stark deformiert wirken. Danny, Jay und Maggie (Dannys Freundin) verlieren hierbei stark an Charakter, weil es schwer fällt, sie in diesem „Kapitel“ ernst zu nehmen. Zusätzlich gibt es zwei Zweiseiter, einen von John McCrea, der mit seinen Zeichnungen in Richtung Funny-Stil geht, was dennoch sehr gut passt, und Russ Braun, der wieder eher die realistische Schiene fährt, und dessen Bilder teilweise beängstigend echt wirken, obwohl sie einen starken Comiccharakter haben.Die abschließende 6-teilige Miniserie wurde von Oscar Jiminez visualisiert, dessen sehr detailreicher Strich im direkten Gegensatz zu Jacen Burrows Stil steht. Auf den ersten, etwa 10 Seiten, wirkt das noch ein bisschen ungewohnt, da man sich erst einfinden muss. Doch das geschieht schnell und so ergänzen sich auch Jiminez und Ennis sehr gut, und verpassen den Wormwood-Chroniken einen würdigen Abschluss.Wer Sex und Gewalt sucht, wird in diesem schön gestalteten Hardcoverband fündig werden. Wer krankhafte Ideen und Abscheulichkeiten sucht, ebenfalls. Und wenn es dann auch noch jemand wagt, nach etwas tiefer gehenden Gedanken zu bohren, sich den Fragen des Lebens und dem ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle, samt seinen Protagonisten, zu stellen wagt, wird genauso bedient, wie jene, denen nur an reiner Unterhaltung gelegen ist. Die Frage, die sich mir letztendlich gestellt hat, ist weniger die, ob es hier ein Happy End (oder überhaupt ein wirkliches Ende) gibt, als vielmehr die, ob das von Ennis hier dargestellte Szenario nicht vielleicht doch einen Funken Wahrheit enthält? Wer weiß schon, ob unsere altes Wissen und der Glauben auf dem so viele Religionen beruhen, nicht eine riesengroße Lüge ist, die nur auf Missverständnissen beruht? Kann eine solche Fantasie wahr sein, oder ist es eben nur das? Die kranke Fantasie eines irren Comicautors?

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