Mein Leben als Zucchini

von Gilles Paris 
4,5 Sterne bei25 Bewertungen
Mein Leben als Zucchini
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B

Das Buch ist absolut zu empfehlen. Man muss sich schon sehr darauf einlassen können um die Magie dahinter zu erkennen.

buecherschluckers avatar

Eine Geschichte, die alle Emotionen in einen aufweckt! Unbeschreiblich rührend, aber gleichzeitig auch unglaublich witzig.

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Inhaltsangabe zu "Mein Leben als Zucchini"

Das Buch zum gleichnamigen Animationsfilm
Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!
Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird - denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit...
Gilles Paris‘ einfühlsam aus der Sicht eines Neunjährigen erzählter Roman ist eine wunderbare Liebeserklärung an die Kinder – an ihre unsentimental klare Weltsicht, ihren geradlinigen Mut und ihre Bereitschaft vorbehaltlos zu lieben. Eine Geschichte voller Poesie, fein changierend zwischen lebensklugem Humor, Nachdenklichkeit und Situationskomik und Hoffnung. Dieses lebenskluge Buch erinnert daran, wie großmütig und nachsichtig die Kinder dieser Welt mit den Erwachsenen sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783813507706
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Knaus
Erscheinungsdatum:23.01.2017

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    Zeilentraumfaengers avatar
    Zeilentraumfaengervor einem Jahr
    Mein Leben als Zucchini

    Mein Leben als Zucchini ist ein sehr berührendes Buch, aus dem man viel mitnehmen kann.

    Ich wollte nur kurz in das Buch rein lesen und hatte plötzlich die ersten 100 Seiten gelesen. Es war wirklich von der ersten Seite an etwas besonderes und hat mich wirklich gefesselt, obwohl es nicht viel Spannung gab.
    Man lernt den kleinen Zucchini und nach und nach auch seine Freunde kennen. Alle sind ein bisschen ungewöhnlich und auch das ganze Setting ist wirklich was anderes. Trotzdem wirkt es nie überzogen, oder albern. Zucchini war mir teilweise einfach zu kindisch und 'dumm', so dass ich mir zwischendurch kein neun jähriges Kind vorgestellt habe, sondern ein viel jüngeres. Aber daran konnte man sich gewöhnen.
    Der Schreibstil von Gilles Paris ist sehr besonders und vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Man musste ziemlich genau lesen und manchmal waren einige Sätze sehr abgehackt. Außerdem musste man ziemlich genau zwischen den Zeilen lesen. Aber auch daran konnte ich mich gewöhnen und schnell habe ich diesen Schreibstil dann auch lieben gelernt. Man hatte dadurch wirklich das Gefühl, dass man die Geschichte gerade von einem Kind erzählt bekommt. wodurch das ganze Buch noch tiefer unter die Haut ging.
    Was mich ein bisschen gestört hat war, dass durch dieses kindliche viele Themen nur kurz angeschnitten wurden, aus denen man viel mehr hätte holen können. Es hätte mich überhaupt nicht gestört, wenn das Buch länger und ausführlicher gewesen wäre. 

    Mein Leben als Zucchini ist ein ziemlich kurzes Buch, das man aber trotzdem nicht 'mal eben nebenbei' lesen sollte. Das Thema ist etwas ganz besonderes und wunderschön umgesetzt.

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    T
    TaHavor einem Jahr
    Ein humorvolles und doch trauriges Buch das berührt und unterhält

    Der Roman Mein Leben als Zucchini von Gilles Paris erschien 2004 im Knaus Verlag.

    Der Leser erfährt die Geschichte von dem 9 Jährigen Icare, dessen Mutter nach einem tragischen Unfall mit einer Schusswaffe verstirbt.  Zucchini, wie Icare genannt wird, hatte bis dahin nicht die schönste Kindheit. Er ist ein Einzelkind, der Vater hat die alkoholkranke Mutter verlassen. Weitere Angehörige hat er nicht, daher kommt er in ein Pariser Waisenhaus. Dort findet er zum ersten mal Freunde, die auch viel Trauriges erlebt haben. Für das Mädchen Camille entwickelt er ganz besondere Gefühle. Zucchini erlebt, wie schön sich Geborgenheit und Freundschaft anfühlt.

    Die Geschichte wird aus der Sicht des jungen Protagonisten erzählt. In leichter, ja, kindlicher  Sprache, erfährt der Leser all das Schreckliche, Haarsträubende, dass die Kinder erlebt haben. Immer wieder wird angedeutet, was ein Kind erleiden musste. Icare findet das gar nicht so sehr schlimm, da er es noch nicht versteht. Die Kinder verwenden Wörter, die sie noch nicht so einordnet, wie es erwachsene Leser tun. Die Sprache greift ganz wunderbar auf, wie sich Icare entwickelt, was in ihm vorgeht.

    Mein Fazit:

    Der Anfang des Buches hat mich tatsächlich schockiert. Will ich wirklich, dass meine Kinder ihre Phantasie mit alkoholkranken Müttern, Schusswaffen und Wörtern wie „Flittchen“ anregen? Dieses Buch ist nicht das typische heile-Welt-Kinderbuch. Es geht um den Ernst des Lebens, um Einsamkeit und Schicksale aber eben auch um Zusammenhalt, Freunde und Freude, um Auswege, Zuversicht, Gemeinschaft und Liebe. Die sprachliche Umsetzung ist hervorragend gelungen. Sehr humorvoll und mit Wortwitz werden Situationen geschildert, die den erwachsene (Vor)Leser eigentlich kräftig Schlucken lassen, die Kinder aber noch gar nicht so dramatisch empfinden. Hier wird Kindern was zugetraut. Und es ist gelungen. Sprachlich wie inhaltlich!

    Es ist kein einfaches Buch, aber ein gutes, über das sich sprechen lässt. Eines, an dass man noch eine ganze Weile denken wird.

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    Aydas avatar
    Aydavor einem Jahr
    Berührend und einfach nur süß...

    Inhalt:
    In dem Buch lernen wir den 9 jährigen Icare kennen. Er nennt sich aber lieber gerne Zucchini. Sein Vater hat die Mutter verlassen, mit einer "Pute". Somit lebt er mit seiner alkoholabhängigen Mutter,die allerding stirbt. Da er sonst keine weiteren Angehörigen hat, kommt er in ein Waisenhaus. Dort lernt er eine andere Gruppe von Kindern kennen mit denen er das Leben bestreitet. Alle Kinder haben ihre schweren Schicksale und teilen ihre Erlebnisse miteinander,oft auch mit Humor und kindlicher Naivität. Eines Tages kommt Camille in das Kinderheim und Icare hat eine besondere Verbindung zu ihr, sie verleiht ihm Schmetterlinge im Bauch.

    Meine Meinung:
    Das Buch ist ein sehr ergreifendes Buch. Es herrscht durchweg humorvolle aber auch traurige Atmosphäre. Obwohl diese Kinder noch so klein sind,haben sie schon soviel erlebt und schaffen es mit kindlichem Verstand sehr Waise zu sein.Der Schreibstil ist nicht so einfach zu lesen,da die Geschichte aus der Sichweise von Kindern geschildert wird und dann etwas undurchsichtig ercheint.Manchmal ist es etwas abgehackt un verschachtelt,man brauch Geduld und muss zwischen Zeilen lesen. Die Protagonisten sind sehr authentisch und liebenswert. Ein Buch,das kein Kinderbuch ist aber durchaus für Jugendliche und Erwachsene! Das Cover ist so schön und passend zum Inhalt gestaltet.Ich vergebe 4 Sterne

    Autor:
    Gilles Paris ist Pressechef eines großen Pariser Verlagshauses. 1991 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht: "Papa et Mama sont mort" wird derzeit verfilmt. Sein zweiter Roman "Autobiografie einer Pflaume" war auf Anhieb ein Bestseller.
    (www.randomhouse.de)

    https://www.youtube.com/watch?v=5szNHfiXJNw

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    kidcat283s avatar
    kidcat283vor einem Jahr
    Mein Leben als Zucchini

    Icare, Spitzname Zucchini lebt bei seiner Mutter, die leider Gottes ihr Leben nicht im Griff hat. Seit sie ihren Job durch die Folgen eines Autounfalls mit Icare´s Vater verloren hat, sitzt sie zu Hause rum und bläst Trübsal. Sie ist sogar vollkommen abgestürzt, trinkt zuviel und kümmert sich um nichts. Als Icare aus lauter Langeweile in der Nachttischschublade seiner Mutter kramt findet er einen Revolver, mit dem er den Himmel erschießen will.
    Seine Mutter bemerkt irgendwann womit er da draußen spielt und beim Versucht ihm die Waffe wegzunehmen, löst sich ein Schuss, der die Mutter tödlich erwischt.

    Icare wird in ein Kinderheim gebracht, wo er nun sein Leben weiterlebt, zusammen mit vielen anderen Kindern, die jeder sein eigenes Schicksal erzählen. Als er Camille kennenlernt, verliebt er sich sogar das erste Mal...

    Meine Meinung:

    Es ist echt traurig zu lesen, wie Icare und seine Mutter zusammenleben. Wie er seine Rolle als Kind nicht richtig ausführen kann, weil die Mutter versagt. Nicht nur, dass die Mutter säuft und sich nen Scheiß, Endschuldigung, um ihren Sohn kümmert, nein er muss auch noch ihren Dreck wegräumen. Da frag ich mich, wo da das Jugendamt ist....Das ist bestimmt nicht nur im Buch so
    Auf jeden Fall passiert nun dieser tragische Unfall und der Junge kommt in ein Kinderheim, wo er, wie ich finde ein besseres Leben führt, wie in seinem ehemaligen zu Hause. Was ganz wichtig ist, am Anfang, er läßt sich nichts gefallen. Meiner Meinung nach, ist das in einem Kinderheim ganz wichtig, denn sonst ist man immer der Buh Mann und jeder macht mit einem was er will.

    Wie ich fand ist auch das kindliche sehr herausgestochen. Man hat wirklich beim Lesen gemerkt, dass sich da Kinder unterhalten. Manche Wortlaute, manche gesehenen Dinge, wie z.B. mit Pauline, die dort von ihrem Freund begrabbelt wurde, wurde von den Kindern ganz anders interpretiert, was oft, eigentlich immer sehr witzig war. Diese Unwissenheit eben.

    Man hat auch gemerkt, dass es Icare und den anderen Kindern in dem Heim gefallen hat. Man hört ja oft, dass es ganz schrecklich in einem Kinderheim ist. Von daher fand ich es gut, dass es relativ positiv dargestellt wird.

    Dieses Buch habe ich auch meinem 12 Jahre alten Sohn zum Lesen gegeben und er hat gesagt, dass er es gut findet. Er hat aber noch nicht viel gelesen. Aber allein, dass er bis Seite 20 gelesen hat, spricht schon für das Buch. Also was für Jung und Alt.

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    bookwebvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch ist absolut zu empfehlen. Man muss sich schon sehr darauf einlassen können um die Magie dahinter zu erkennen.
    Das Leben als Zucchini ist nicht ganz leicht

    Inhalt:

    Icare, der eigentlich viel lieber Zucchini genannt werden will, lebt, seit sein Vater mit einer anderen Frau der "Pute" weggegangen ist, bei seiner Mutter. Die arbeitslose Alkoholikerin kümmert sich kaum um ihren Sohn und Zucchini muss schon früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Nur wenn er etwas dummes macht bekommt er Aufmerksamkeit in Form einer "Abreibung die sich gewaschen hat".
    Nach dem Tod seiner Mutter lernt Icare den Gendarmen Raymond kennen, der den kleinen Balger sofort ins Herz schließt.Da er niemanden mehr hat landet Zucchini im Kinderheim. Dort wird er von der Truppe gut aufgenommen und ist zum ersten Mal wirklich ein Kind. Geborgenheit und Zusammenhalt waren bis zu diesem Zeitpunkt Fremdwörter für Icare.
    Auch die Heimbetreuer kümmern sich großartig um ihre Schützlinge und ermöglicehn den Kinder, die schon genug Schreckliches erleben mussten, eine sorgenfreie Kindheit.
    Als dann noch Camille in das Kinderheim einzieht erlebt Zucchini zum ersten Mal was Verliebtheit ist und sein Herz schlägt höher. Auch sein Freund, der Gendarm Raymond, hält sein Versprechen und besucht Zucchini (fast) regelmäßig.

    Meine Meinung:

    Nach der Menge an Thrillern die ich in den letzten Wochen gelesen habe brauchte ich wirklich mal wieder etwas anderes. Mein Leben als Zucchini klang aufgrund der Kritik der Bild am Sonntag sehr verführerisch.

    Das Buch ist so irre traurig, so irre rührend, so irre einfühlsam und dabei trotzdem unheimlich komisch.
    --- Bild am Sonntag

    Und ja, das Buch ist etwas ganz Besonderes! Einzigartig und nicht wirklich einem Genre zuzuordnen. Mit seiner Brillianz sprengt der Inhalt die Grenzen dessen was man von einem Roman erwartet. Traurig, rührend, einfühlsam all das trifft zu! Die kindliche Perspektive der Geschichte brauch am Anfang zwar etwas Eingewöhnungszeit, ist aber eben auch der Reiz an diesem Buch. Die vielen dramatischen Ereignisse in Zucchinis Leben klingen harmloser als sie es sind, weil der kleine Junge die gesamte Tragweite des ganzen noch nicht so ganz erfassen kann.

    Neben dem kleinen Zucchini ist da auch noch die tolle Truppe aus dem Heim, die alle, obwohl sie noch so jung sind, eine interessante und eigne Persönlichkeit haben. Alle Personen werden sehr konkret und einfühlsam beschrieben. Der dicke Jujube, der obertolle Simon, der weinerliche Achmed, ... Auch die Erwachsenen werden als sympathische Charaktere gezeichnet und tragen dadurch maßgeblich zur Atmosphäre der Geschichte bei.

    Das Buch ist absolut zu empfehlen, aber trotzdem sicherlich nicht jedermanns Sache. Man muss sich schon sehr darauf einlassen können um die Magie dahinter zu erkennen. Schaft man die Magie und die Aussage der Geschichte zu finden, so wird man einige Botschaften finden die wirklich etwas wert sind. Einziger Wermutstropfen an diesen herausragenden Werk sind die (etwas zu häufigen) Druckfehler. Bei dieser Geschichte kann man da aber wirklich drüber hinwegsehen.

    Fast perfekt und deswegen auch (ausnahmsweise) nur fast 5 Sterne ;)

    4,9 von 5 Sternen (4+ Sterne)

    Mein Blog: bookpageweb

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    Maerchenbuchs avatar
    Maerchenbuchvor einem Jahr
    regt zum Nachdenken an und versteckt viele lebenskluge Botschaften

    Nach dem tragischen Tod seiner Mutter, lernt der kleine Icare, der lieber Zucchini genannt werden möchte, auf der Polizeistation den Gendarmen Raymond kennen, der den kleinen Jungen sofort in sein Herz schließt und sich um den entzückenden Knirps kümmert. Raymond bringt Zucchini schließlich in das Kinderheim von Fontaines und verspricht ihm, ihn regelmäßig zu besuchen. Das Heim erweist sich für Zucchini als großes Glück, denn er lebte bis jetzt in tristen Familienverhältnissen.

    Seine ungepflegte Mutter, eine arbeitslose Alkoholikerin, kümmerte sich kaum um ihren Sohn und Zucchinis Vater, hat sich mit seiner neuen Freundin „der Pute“ bereits vor langer Zeit auf und davon gemacht. Vernachlässigt und auf sich alleine gestellt, musste der herzensgute kleine Kerl schon sehr früh für sich alleine sorgen und bekam von seiner Mutter nur dann Aufmerksamkeit, wenn er etwas Dummes anstellte.

    Im Kinderheim wird Zucchini nun mit offenen Armen aufgenommen und darf zum ersten Mal in seinem Leben wirklich „Kind“ sein. Er findet schnell Freunde und lernt erstmals, was Zusammenhalt bedeutet und wie sich Geborgenheit anfühlt. Mit viel Wärme und Liebe kümmern sich die Heimbetreuer um die bunte Truppe und bemühen sich, ihren kleinen Schützlingen ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Alle Kinder haben schon viel Trauriges erlebt, doch ihre schwierige Vergangenheit schweißt die kleinen Persönlichkeiten eng zusammen. Als dann schließlich auch noch die hübsche Camille ins Heim zieht, schlägt Zucchinis Herz sofort höher und er erlebt seine erste kleine Liebe. Auch der Polizistin Raymond hält sein Versprechen und besucht Zucchini regelmäßig in Fontaine, bis er schließlich immer wichtiger im Leben des kleinen Jungen wird.

    Mit „Mein Leben als Zucchini“ hat der französische Autor Gilles Paris ein ganz besonderes Buch erschaffen, denn er erzählt seine einfühlsame Geschichte aus der kindlichen Perspektive des kleinen Zucchini. Der herzige Knirps berichtet dem Leser über seine Vergangenheit, den Tod seiner Mutter und über seine neuen Freunde im Heim und schildert alle Geschehnisse aus seinem unschuldigen Blickwinkel, wodurch viele Ereignisse gar nicht so furchtbar erscheinen, da sie der kleine Junge selbst noch nicht richtig verstehen kann. Aber bereits Zucchinis Andeutungen sind für den erwachsenen Leser sehr erschreckend und sprechen viele schwierige und sensible Themen an. Gleichzeitig wird Zucchinis Gedankenwelt aber auch sehr amüsant, entzückend und sehr rührend beschrieben. Er hinterfragt vieles, hat eine unsentimentale Sichtweise auf die Dinge und das Leben und nimmt sein Schicksal einfach wie es kommt.

    Neben dem liebenswerten Zuchini, lernen wir auch nach und nach seine Freunde kennen, die allesamt einfach großartig und bezaubernd beschrieben werden. Den coolen Simon, den immer hungrigen Jujube, den weinerlichen Ahmed, und die winzige Beatrice, habe ich alle sofort in mein Herz geschlossen. Auch die Heimbetreuer werden sehr sympathisch gezeichnet und verleihen dem Kinderheim eine warmherzige Atmosphäre, in der Zucchini richtig aufblühen konnte.

    Ich kann dieses entzückende aber auch tragische Kinderbuch vor allem erwachsenen Lesern sehr empfehlen! Es ist traurig aber zugleich hoffnungsvoll und überrascht mit viel Situationskomik und liebenswerten kleinen Protagonisten. Es regt zum Nachdenken an und versteckt viele lebenskluge Botschaften die ein Kind beim Lesen möglicherweise noch gar nicht begreifen würde.

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    Tintenweltens avatar
    Tintenweltenvor einem Jahr
    Traurig-schönes Buch über Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeitsgefühl

    Zucchini gelangt durch einen tragischen Unfall ins Waisenhaus. Dort lernt er zum ersten Mal richtige Freundschaft kennen. Vor allem die hübsche Camille hat es ihm angetan. Er berichtet aus seiner Perspektive über sein Leben vor und während seines Aufenthaltes im Heim.

    Das Buch besticht vor allem durch den authentischen und überzeugenden Schreibstil, der eindeutig einem neunjährigen Jungen zuzuordnen ist. Es zeigt die Sicht eines Kindes auf die Welt und auf seine Mitmenschen. Kinder begreifen Dinge oft ganz anders als Erwachsene und halten diese deshalb häufig für merkwürdig. Für mich wirkten Zucchini und seine Gedanken dadurch zuckersüß und ließen mich häufig schmunzeln.

    Leider ist es aber auch eine Art zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist das Buch sehr schön, weil Zucchini so viel Freundschaft und Liebe erfährt. Allerdings haben alle Kinder des Waisenhauses schlimme Dinge erlebt. Nach und nach werden die Geschichten der Kinder aufgedeckt und man erfährt, was ihnen widerfahren ist, wo ihre Eltern sind oder was mit ihnen passiert ist. Dies ist einerseits sehr spannend, andererseits leider oft sehr haarsträubend und schrecklich. Natürlich wird auch hier alles aus der Sicht von Zucchini geschildert und er empfindet einiges als gar nicht so furchtbar, weil er sie einfach nicht richtig versteht. Für den Leser ist aber schon die Andeutung und das daraus folgende Gedankenkino erschreckend.

    Auch die Beziehung, welche zwischen Zucchini und Camille entsteht, wurde sehr süß dargestellt. Diese erste Liebe gibt ihm einiges zu denken und seine Gedanken kreisen eigentlich permanent um sie.

    “Mein Leben als Zucchini” ist ein traurig-schönes Buch über Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeitsgefühl, welches durch seine Charaktere und vor allem seinen Schreibstil überzeugt.

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    buecherschluckers avatar
    buecherschluckervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die alle Emotionen in einen aufweckt! Unbeschreiblich rührend, aber gleichzeitig auch unglaublich witzig.
    total süß!


    Inhalt:
    Der 9-jährige Zuccini (eigentlich Icare), muss in ein Waisenhaus einziehen, nachdem er seine Mutter aus versehen mit einem Revolver erschossen hat - was sich im ersten Moment schlimm anhört, ist Zuccini's Glück, denn ab diesem Zeitpunkt an, geht es ihm viel besser. Er wird nicht mir angeschriene, bekommt keine Abreibungen mehr und muss nicht mehr mit den Äpfeln auf dem Speicher reden. Er lernt den Gendarmen "Raymond" kennen und fühlt sich durch ihn sicher. Außerdem hat Zuccini im Waisenhaus das erste Mal das Gefühl, geliebt zu werden und was es heißt, Freundschaften zu schließen. Da gibt es den coolen Simon, die ängstliche Alice, Ahmed, der immer heult, der verfressene Jujube, die Popel-Beatrice und Zuccinis ganz persönlicher Engel: Camille. Jeder von ihnen ist vom Leben gezeichnet. Zusammen erleben sie jedoch tolle, aber auch harte Momente. Und am Ende, hat das Leben noch eine ganz besondere Überraschung für Zuccini vorbereitet, auf die jeder seiner neuen Freunde neidisch ist...


    Meinung:
    Als erstes möchte ich sagen, dass die Geschichte unglaublich rührend, witzig, traurig und süß zugleich ist. Es ist schwierig, dass man als Leser so viele Emotionen gleichzeitig fühlt, aber dann weiß man, dass es ein verdammt gutes Buch sein muss. Und das war es auch!
    Der Schreibstiel war dazu total passend und man ist super durch die Sätze gekommen. Es ist zwar ein etwas anderer Stil zu Schreiben, mir hat er jedoch gefallen. Vor allem auch die philosophischen Elemente und Gedanken, die Kinder eben so haben.

    In diesem Buch kann man zwar nicht von Spannung sprechen, jedoch aber von Gänsehaut! Auch, wenn es nicht sehr aufregend war, wollte man sich einfach nur von der Geschichte berieseln lassen und wissen, wie es letztendlich ausgeht. Es nimmt einen einfach total mit, weil man weiß, dass dies keine erfundene Situation ist, sondern oft leider harte Realität.

    Du liest über diese kleinen Menschen - kleine Wracks - und dir kommen die Tränen. Im nächsten Satz musst du mit Tränen in den Augen schmunzeln und lachen. Dann berührt dich im nächsten Moment wieder etwas total. Du liest über die Figuren.. und willst sie einfach nur noch in den Arm nehmen. Es ist unglaublich, wie sehr man die ganzen Charaktere ins Herz schließt. Der Autor hat das unglaublich toll beschreiben können.

    Wer wirklich von dieser Geschichte verzaubert werden möchte, sollte auf jeden Fall das Buch lesen und nicht den Film schauen, denn der Film ist zwar ganz niedlich, aber noch lange nicht so wunderschön, wie das Buch!



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    Benundtimsmamas avatar
    Benundtimsmamavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr berührendes Buch
    Eine sehr bewegende und emotionale Geschichte

     

    Worum geht es?

    Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!
    Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird - denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit...
    Gilles Paris‘ einfühlsam aus der Sicht eines Neunjährigen erzählter Roman ist eine wunderbare Liebeserklärung an die Kinder – an ihre unsentimental klare Weltsicht, ihren geradlinigen Mut und ihre Bereitschaft vorbehaltlos zu lieben. Eine Geschichte voller Poesie, fein changierend zwischen lebensklugem Humor, Nachdenklichkeit und Situationskomik und Hoffnung. Dieses lebenskluge Buch erinnert daran, wie großmütig und nachsichtig die Kinder dieser Welt mit den Erwachsenen sind. Quelle

    Meine Meinung zum Buch:

    “Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein!” Bei diesem Satz bin ich hängengeblieben und habe mich lange gefragt, was genau der Waisenjunge Icare, genannt Zucchini, damit sagen möchte. Was muss dieser Junge erlebt haben, um so einen Satz sagen zu können?

    Viel Zeit, um langsam in dem Buch anzukommen gibt der Autor Gilles Paris dem Leser nicht, denn die Geschichte nimmt gleich auf den ersten Seiten ordentlich Fahrt auf. Icare, ein neunjähriger Junge, erschießt versehentlich seine Mutter - und schon war ich mitten in einer Gefühlsachterbahn. Ich habe mit dem Buch schon vor ein paar Wochen zu lesen begonnen und musste es wieder beiseite legen. Ich war einfach nicht in der Stimmung, mich auf Icares Geschichte einzulassen, denn das was ich dort gelesen hatte, hatte mich schon ziemlich mitgenommen.

    Nun habe ich einen zweiten Anlauf gestartet und war diesmal erstaunlicherweise ziemlich schnell in der Geschichte drin. Sie wird aus der Perspektive des Jungen erzählt, was sie für mich wahrscheinlich auch deshalb so emotional macht. Mit einer sehr kindlichen und facettenreichen Sprache erweckt der Autor seinen Protagonisten zum Leben. Als ich mich mit dem Schreibstil des Autors zurecht gefunden hatte, bin ich dann auch zügig voran gekommen.

    Immer mehr habe ich mich auf Icares Situation einstellen können und mich sogar mit ihr anfreunden können. Der Autor hat eine wundervolle Gabe, mit den Worten zu spielen und löste dadurch bei mir eine Vielzahl von Emotionen aus. Er war schön mitzuerleben, wie sich die harte Schale des Jungen öffnet und er zum ersten Mal in seinem Leben richtig glücklich zu sein scheint. Sehr bildgewaltig wird seine Entwicklung beschrieben und das war unglaublich mitzuerleben.

    Aber nicht nur Icare ist toll beschrieben worden, auch die anderen Kinder haben mich sehr beeindruckt. Jedes von ihnen hat unschöne Dinge in der Vergangenheit erlebt, aber trotzdem sind sie zu kleinen eigenständigen Persönlichkeiten geworden.

    Die Passagen, in denen aus den fremden Kindern langsam Freunde werden, hat mich besonders berührt. Ihre kindliche und unvoreingenommene Art haben ein besonders schönes und warmes Gefühl in mir ausgelöst. Von einer solchen Eigenschaft können sich manche Erwachsene mal ein Scheibe abschneiden.

    Durch die detaillierten Schilderungen des Autors habe ich mich sehr gut in die Geschichte einfinden können und die Kinder in ihrem Waisenhaus begleiten können. Ich habe das Buch zügig gelesen und habe es mit einem guten Gefühl nach 237 Seiten beendet.

    Das Cover ist sehr hochwertig verarbeitet, ein ansprechender gelber Schutzumschlag mit auffälligen Protagonisten und einer ins Auge springenden Schrift, welche bei mir ebenfalls punkten konnte.

    Zu diesem Buch gibt es auch einen gleichnamigen Animationsfilm, den ich mir auch unbedingt anschauen möchte.

    Auf Grund der schweren Thematik finde ich ihn nur bedingt als Kinderfilm empfehlenswert. Zartbesaitete Kinder können durch tragischen Tod der Mutter geschockt sein.

    Fazit:

    Dieses Buch hat sämtliche Emotionen bei mir hervor gerufen und mich viel nachdenken lassen. Ich habe es gerne gelesen und möchte hierfür eine Leseempfehlung aussprechen. Ein sehr emotionales und nicht immer leichtes zu lesendes Buch aus der Sicht eines kleinen Jungen, den ich sehr liebgewonnen habe. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

     

     

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    KerstinMCs avatar
    KerstinMCvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach nur süß
    Icare oder besser Zucchini erzählt aus seinem Leben

    Das Cover ist farbenfroh passend zum gleichnamigen Animationsfilm gestaltet. Der Hintergrund ist in einem hellen gelb gehalten. Davon hebt sich der Titel als bunter Schriftzug ganz gut ab. Am unteren Rand sind die Kinder zu sehen. Allen voran vermute ich Icare, genannt Zucchini mit seinen blauen Haaren. Die anderen Kinder sind vermutlich aus seiner Wohngruppe. Mir fiel das Cover sofort ins Auge auch ohne überhaupt etwas über den Animationsfilm gehört zu haben.

    Icare, der lieber Zucchini genannt werden möchte ist neun Jahre alt, als er eher zufällig seine Mutter erschießt. Auch wenn es sehr makaber ist, konnte ihm eigentlich nichts besseres passieren. Seine alkoholsüchtige Mutter hatte sich schon lange nicht mehr um ihren Sohn gekümmert. Nach dem Vorfall bringt ihn Raymond, ein Polizist ins Waisenhaus.

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Icare in der Ich- Perspektive erzählt. Anfangs fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, denn auch die Wortwahl und der Satzbau scheinen einem Kind zu gehören. Konsequent schreibt Gilles Paris im Stil eines Kindes und so sind manche Sätze sehr amüsant aneinander gefügt. Ebenso sind die Dialoge auch sehr schön kindlich. So hatte ich beim Lesen immer wieder ein Lächeln auf den Lippen. Ich musste einfach schmunzeln, denn so kommen die Kinderweisheiten sehr gut rüber.

    Für mich ein Roman zum Schmunzeln. Man braucht einen Moment um reinzukommen, aber wenn man den Schreibstil für sich akzeptiert hat ist es einfach nur schön.

    Vielen Dank an die Random House GmbH und den Knaus Verlag für das Rezensionsexemplar.

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