Gloria Goldreich Die Tochter des Malers

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Inhaltsangabe zu „Die Tochter des Malers“ von Gloria Goldreich

Ein Roman wie ein Gemälde von Marc Chagall: voller Poesie, Träume und Liebe Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters. Bewegend, mitreißend, voller Tragik – und eine wahre Geschichte

ein faszinierender Einblick in die Welt der Kunstgeschichte

— snowbell

Mitreißend, faszinierend. Über mehre Epochen verfolgt man die Leben von Marc Chagall uns seiner Tochter Ida und möchte nicht mehr aufhören.

— AnnMan

Ein faszinierender farbenprächtiger Roman mit interessanten Einblicken in die Familie Chagall.

— nati51

Nette Geschichte über ein bewegtes Leben in der Kunstwelt - zwischen Judentum und Verfolgung, Aufopferung und Selbstfindung

— bearelic

Familie Chagall war mir eher unsympathisch, aber das Buch hat ihre Geschichte wunderbar erzählt. http://irveliest.wordpress.com

— Irve

Ein erschreckendes Schicksal - aber ein wundervolles Buch.

— hasirasi2

Durchaus lesenswert...

— nicigirl85

Interessanter Einblick in das Leben von Ida Chagalls Tochter. Wohl authentisch, aber angefüllt mit Unsympathen und störenden Längen.

— SinjeB

Interessanter Einblick in das Leben des Kindes eines weltberühmten Künstlers sowie in den eitlen Charakter Marc Chagalls.

— Lesestunde_mit_Marie

Gerade wer „Madame Picasso“ von Anne Girard gelesen und gemocht hat, wird in diesem Roman eine wunderbare Ergänzung finden.

— Nicky_G

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    Die Tochter des Malers

    Sunnywonderbookland

    03. September 2017 um 16:21

    Autorin: Gloria GoldreichVerlag: Aufbau DigitalSeitenanzahl: 577Preis: 12,99 Euro/9,99 Euroerschienen am 21. September 2016InhaltEin Roman wie ein Gemälde von Marc Chagall: voller Poesie, Träume und Liebe Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters. Bewegend, mitreißend, voller Tragik – und eine wahre GeschichteMeine MeinungDas Buch dreht sich um die berühmte Tochter von dem Künstler Marc Chagall Ida. Sie ist zu Hause sehr behütet aufgewachsen und hatte kaum Kontakt zu anderen in ihrem Alter. Als sie im Sommer Michel kennenlernt, verliebt sie sich in ihn. Doch dabei gerät sie immer mehr zwischen die Fronten von ihrem Vater und Michel.Die Inhaltsangabe klingt so spannend und beruht auf einer wahren Geschichte, die mich persönlich immer wieder faszinieren. Aber dieses Buch konnten mich überhaupt nicht überzeugen und ich habe mich durch die Seiten gequält, bis ich es vor lauter Langeweile angebrochen habe.An sich ist die Geschichte spannend, aber teilweise passiert 50 Seiten einfach mal nichts. Hinzu kommt noch der poetische und überladene Schreibstil der Autorin, der mit überhaupt nicht zugesagt hat.Auch die Charaktere könnten mich nicht überzeugen, da sie sehr einseitig waren. So ist Ida ein junges und naives Mädchen, dass ihrem Vater zu Füßen liegt, Marc Chagall ist der Künstler, der nichts anderes macht als malen und Michel ein langweiliger Student.FazitInteressante Idee und Geschichte mit schlechter Umsetzung. Stellenweise passiert 50 Seiten lang nichts interessantes und die Handlung plätschert vor sich hin. Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen.

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  • Die Frau an Chagalls Seite

    Die Tochter des Malers

    YukBook

    15. August 2017 um 09:47

    Der Aufbau Verlag hat vor einiger Zeit eine Romanbiografie-Reihe über Frauenfiguren gestartet, die im Schatten von großen Künstlern stehen – ein Thema, das mich stark fasziniert. In „Madame Picasso“ von Anne Girard war es Eva Gouel, die mit den schwierigen Launen eines exzentrischen Künstlers zu kämpfen hatte. Nun machte ich Bekanntschaft mit Ida Chagall. In "Die Tochter des Malers" zeichnet Gloria Goldreich das Porträt einer starken und doch ambivalenten Frau, die während der Judenverfolgung in Frankreich eine unglaubliche Willens- und Tatkraft entwickelt, ihre mentale Abhängigkeit von ihrem dominanten Vater jedoch nicht ablegen kann. Schon als junge Frau beugt sie sich stets dem Willen ihres Vaters, auch dann, als er sie zwingt, ein uneheliches Kind von ihrem Geliebten Michel abzutreiben und ihn zu heiraten. Die Autorin versteht es, die typischen Ängste und Sorgen der Emigranten, die ständig auf der Flucht waren, spürbar zu machen. Idas Mutter hat sich zwar nach der Flucht aus Russland und aus Berlin nun ihr Zuhause in Paris so schön wie möglich eingerichtet, doch sie lebt immer noch in der Vergangenheit und klammert sich an die friedlichen Tage im russischen Dorf Witebsk. Marc Chagall trauert ebenfalls der glücklichen Zeit nach und verarbeitet seine Gedanken und Gefühle in seinen Gemälden. Nun verstehe ich auch, was ihn sowohl zu den düsteren als auch fantasievollen und verträumten Motiven antrieb. Chagall malte die Landschaften der Heimatlosen, Häuser und Räume ohne Böden, umherirrende Tiere und schwebende Liebende. Seine Werke werden in Paris begeistert aufgenommen. Schriftsteller, Dichter, Intellektuelle und Diplomaten treffen sich regelmäßig zu Salonabenden in ihrem Haus. Während Marc und Bella ihre Freundschaften mit der intellektuellen und künstlerischen Elite von Paris kultivieren, arbeitet sich Ida zielstrebig in die Kunstszene ein und erobert mit ihrem Charme und ihrer Ausstrahlung nicht nur die Pariser, sondern auch die Londoner Gesellschaft. Währenddessen spitzt sich die Lage für die jüdische Bevölkerung zu. Faschisten und Nationalsozialisten gelangen an die Macht. Der Einmarsch der Deutschen in Frankreich ist zu befürchten und Ida drängt ihre Eltern, sich in Sicherheit zu bringen. Ihr sturer Vater ist jedoch so von sich und seinem Ruf als Künstler überzeugt, dass er keine Notwendigkeit sieht zu flüchten. Zuflucht sucht er eher in seinem künstlerischen Schaffen, das ihm wichtiger ist als menschliche Einzelschicksale. So begleiten wir Ida auf einem hürdenreichen Weg in mannigfaltigen Rollen: als Tochter, Modell, Kunsthändlerin, Sekretärin und Beschützerin. Trotz einiger Wiederholungen gelingt es Gloria Goldreich, diese für Außenstehende kaum nachvollziehbare gegenseitige Abhängigkeit zu verdeutlichen. „Die Frau an Chagalls Seite“ – so hätte man Ida und den Titel dieses Buches auch ohne weiteres nennen können.

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  • Alles für Papotschka

    Die Tochter des Malers

    snowbell

    13. August 2017 um 15:42

    Der Roman "Die Tochter des Malers" von Gloria Goldreich erzählt von Ida, der einzigen Tochter des weltberühmten Ausnahmekünstlers Marc Chagall. Auch inhaltlich erinnert er durchaus an ein Gemälde, denn er ist voller Poesie, Träume und Liebe. Als Muse des Malers ist Ida eng mit ihrem Vater verbunden. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters.Das Cover ist geschmackvoll gestaltet. Es zeigt die Rückansicht einer attraktiven Frau, die mit beschwingten Schritten über eine breite Treppe schreitet. Sie ist geschmackvoll gekleidet und trägt ein lose fallendes blaues Kleid. Mit ihren üppigen glänzenden Haaren könnte sie durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit der anmutigen Ida Chagall aufweisen, die für ihren Charme und ihre Schönheit berühmt war. Der kurze, prägnante Titel ist gut gewählt. Er rekurriert auf die Handlung und macht deutlich, dass es sich um einen biographischen Roman handelt.Wie bereits erwähnt, steht Ida Chagall im Mittelpunkt des Buches. Aber auch ihr persönliches Netzwerk (Eltern, Lebenspartner, Freunde, Bekannte) wird pointiert dargestellt. Die Familie Chagall ist nicht zwingend ein Sympathieträger; die Autorin zeigt deutlich die Risse in der nach außen perfekten glänzenden Fassade auf.  Als pflichtbewusste Tochter vernachlässigt Ida eigene Interessen und widmet ihr Leben dem Werk ihres narzistischen Vaters, der sich als erfolgreicher Ausnahmekünstler profilieren will. Trotzdem gelingt es ihr, nach und nach aus dem Schatten ihres Vaters herauszutreten und sich zu einer glücklichen, selbstbewussten Frau zu entwickeln.  Ihre Eltern Bella und Marc Chagall sind schwierige Persönlichkeiten. Im Laufe des Geschehens erweisen sie sich als arrogante und weltfremde Menschen, die blind für die politischen Entwicklungen und nur an ihrem eigenen Wohlergehen interessiert sind. Gloria Goldreich schreibt in einem flüssigen, gut lesbaren Stil. Sie hat gründlich recherchiert, verknüpft Kunst- und Zeitgeschichte zu einem beeindruckenden Roman und lässt eine wichtige Epoche lebendig werden. Mich hat dieses Buch angeregt, mich näher mit Leben und Werk von Marc Chagall zu befassen. Deshalb gibt es von mir die volle Punktzahl.

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  • Ida's eigener Weg

    Die Tochter des Malers

    anke3006

    13. August 2017 um 11:37

    Ein Roman wie ein Gemälde von Marc Chagall: voller Poesie, Träume und Liebe Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters. Bewegend, mitreißend, voller Tragik – und eine wahre Geschichte. Ich war von Anfang an neugierig auf dieses Buch. Wer kennt Marc Chagall nicht. Was steckt hinter diesem besonderen Künstler und ganz besonders wer ist Ida. Gloria Goldreich hat einen schönen Schreibstil, der es schafft die historischen Begebenheiten gut in den Roman einzufügen, dass man die Reaktionen der Familie Chagall nachvollziehen kann. Man muss nicht unbedingt mit dem Wirken der einzelnen Protagonisten einverstanden sein, aber man kann es nachvollziehen. Das ganz spezielle Familiengefüge ist gut dargestellt und Ida's besondere Position in dieser Geschichte ist gut dargestellt. Ich habe mich gerne in die Welt der Chagall's entführen lassen.

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  • Ein Leben an der Seite von Marc Chagall

    Die Tochter des Malers

    anma112015

    28. May 2017 um 18:42

    Über das Leben von Marc Chagall war mir nicht sehr viel bekannt. Aus diesem Grund fand ich den Roman sehr interessant. Er ist flüssig geschrieben und man kann sich gut in die Tochter Ida hineinversetzen. Ein Punkt Abzug gibt es jedoch für die immer größer werdenden Zeitabstände ab ca. Mitte des Romanes. Diese Zeitabstände sind nur innerhalb der Kapitel ersichtlich, eine entsprechende Beschriftung der Kapitel erfolgte nicht.

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  • *+* Tolle Geschichte einer nicht so sympathischen Künstlerfamilie *+*

    Die Tochter des Malers

    Irve

    28. February 2016 um 12:35

    . Liebe Lesefreunde, in „Die Tochter des Malers“ begleiten wir Ida, die Tochter Marc Chagalls, durch einen Großteil ihres Lebens. Als sie von der vergötterten, überbehüteten Heranwachsenden in das Leben einer jungen Frau hineintritt und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen, hat dies fatale Folgen. Hatte sie nun geglaubt, von ihrer Familie aufgefangen zu werden, wurde sie auch zu meinem Entsetzen eines Besseren belehrt. Nun war Ida am Scheideweg. Wollte sie die familiären Bande zerschneiden, oder sollte ihre Loyalität und Pflichtgefühl den Eltern gegenüber die Oberhand behalten… Chagall war schließlich nicht irgendwer – er, der große Künstler, noch lange nicht am Zenit seines Könnens angelangt, brauchte Unterstützung, keine Gegenwehr. Ida war sehr stolz auf die Fähigkeiten ihres Vaters, zudem dazu derart erzogen worden, stets ihreen Eltern zu gehorchen und ihnen zu gefallen. (Die Rezension findet ihr auch auf meinem Blog unter: https://irveliest.wordpress.com/2016/02/23/gloria-goldreich-die-tochter-des-malers/). So ist es nicht verwunderlich, dass sie ihre eigenen Interessen zumeist zurückstellte, wenn sie mit denen der Eltern kollidierten. Ida ordnete sich unter. Ihre grenzenlose Loyalität reichte manchmal bis kurz vor der Selbstaufgabe und ich fand es häufig befremdlich, mit welchem Selbstverständnis die junge Frau anderen vor den Kopf stieß, sie zu Nebenfiguren degradierte, nur um ihrem bewunderten Papotschka zu dienen. Ida ist die eigentliche Hauptperson des Buches, aber auch ihr persönliches Umfeld – Eltern, Partner und die wenigen wahren Freunde, die sie hatte – kommen teilweise sehr detailliert zum Zug. So gelingt es der Autorin, ein sehr intensives und lebendiges Bild der Protagonisten zu zeichnen. Obwohl ich weder mit der fast schon „hörig“ wirkenden Ida noch mit ihren snobistischen, weltfremden Eltern besonders gut konnte, fiel es mir nur sehr schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. „Die Tochter des Malers“ bringt dem Leser aber nicht nur die Familie Chagall näher. Das Buch nahm mich auch mit auf einen kleinen Geschichts-Exkurs zum Thema „Zweiter Weltkrieg in Frankreich“. Über Jahre verschlimmerten sich auch in diesem Land die Bedingungen für die jüdische Bevölkerung, wodurch die Künstlerfamilie, die einst aus Russland geflohen war, nun mehrere weitere Male den Mittelpunkt ihres Lebens gravierend ändern musste. Bis zum Schluss flackerten immer wieder Erinenrungen an das alte Leben in Russland auf und der tiefe Wunsch, noch einmal dorthin zu gelangen. Es ist nicht leicht, seine Heimat zu verlieren. Gloria Goldreichs Erzählstil ist flüssig, gelegentlich ausschweifend. Sie berichtet chronologisch und informiert akribisch über jeden relevanten Schritt im Leben der Ida. Manchmal fühlte sich das Hamsterrad ihres Lebens so an wie das Hamsterrad meines Lesens – immer wieder sprang die Frau ihren Eltern bei, immer wieder galt es, Verhandlungen mit Galeristen zu führen, immer wieder mussten Vernissagen und Ausstellungen geplant werden… Mit Ida verband mich eine Art Hassliebe. Einerseits brachte ich ihr Unverständnis entgegen – wie sehr sie sich bis fast hin zur Selbstaufgabe dem mächtigen Vater unterordnete und die Möglichkeiten, ihr eigenes Glück in die Hand zu nehmen, auf die Plätze verwies. Andererseits bewunderte ich sie wiederum um die Intensität, mit der sie sich um die Belange ihrer Eltern kümmerte, ihre Unnachgiebigkeit und den starken Willen, den sie stets an den Tag legte. Sie setzte alles daran, jedes auch noch so kleine Problem mit Geduld und Erfolg zu meistern. Als ihr endlich jemand die Zügel aus der Hand nahm, war dies zwar ein schmerzhafter und gravierender Einschnitt in Idas Leben. Glücklicherweise begriff sie aber diesen als die Möglichkeit, endlich ihr eigenes Leben zu führen und glücklich um ihrer selbst Willen zu werden. Inhalt Ein Roman wie ein Gemälde von Marc Chagall: voller Poesie, Träume und Liebe Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters. Bewegend, mitreißend, voller Tragik – und eine wahre Geschichte Buch “Die Tochter des Malers” von Gloria Goldreich ist im Aufbau Verlag unter der ISBN-Nr. 978-3-7466-3182-0 erschienen. Der Roman umfasst 592 Seiten und ist auch als eBook erhältlich. Autorin Gloria Goldreich ist die von der Kritik hochgelobte Autorin zahlreicher Erzählungen, Kinder- und Jugendbücher sowie mehrerer Romane. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie ist die Mutter dreier Kinder und lebt mit ihrem Mann in Tuckahoe, New York. Übersetzerin Kathrin Bielfeldt ist Texterin und Übersetzerin und spricht fünf Sprachen. Sie hat unter anderem Romane von Elisabeth Elo, Pete Dexter und James Sallis ins Deutsche übertragen. Quelle: Aufbau Verlag

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  • Die Geschichte über Chagall und seine Tochter

    Die Tochter des Malers

    Lesegenuss

    21. December 2015 um 10:41

    "Die Tochter des Malers" ist ein biographischer Roman, der auf dem Leben von Ida Chagall baasiert, der einzigen Tochter des Künstlers Marc Chagall (Quelle: Vorwort Autorin) In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts lebt die Familie Chagall  in Paris. Dort wächst Ida behütet im Schoss der Familie auf. Ida wie auch ihre Mutter Bella sind Inspiration zu den Bildern von Marc Chagall. Doch die Auswirkungen der Machtübernahme in Deutschland sind schon leicht spürbar in Frankreich. Als Ida den Studenten Michel kennenlernt und sich verliebt, ist Frankreich inzwischen von den Deutschen besetzt. Das Leben aller wird auf eine harte Probe gestellt. Die Tochter im Schatten des bekannten Vaters. Die Autorin hat sehr gut recherchiert, und den Leser den Blick hinter die "Kulissen" der Familie gegeben. Sie hat wahre Begebenheiten eingebunden. Auch wenn Ida immer im Schatten des Vaters steht, entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten Frau. Die Einblicke in die Figur bzw. Menschen Marc Chagall sind interessant geschildert. Ida und Michel - Ida und ihr Vater bzw. Familie - welchen Weg schlägt sie ein? Für wen entscheidet sie sich? "Die Tochter des Malers" ist ein ruhiges Buch, aber dennoch spannend bzw. sehr interessant bis zum Ende. Nicht umsonst spricht man davon, dass Künstler sich teils kindisch verhalten und die Kinder die Erwachsenenposition einnehmen. Wer sich für diese Art von Literatur - sprich Biografien - interessiert, ist gut bedient mit dem Buch. Auch hier gebe ich wieder den Tipp, es in Ruhe zu lesen. Die Einblicke in das Leben mit Blick auf den Maler Chagall nehmen den Leser mit auf eine aufschlussreiche Lebensreise.

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  • Ein Leben für die Kunst - des Vaters

    Die Tochter des Malers

    Bri

    09. November 2015 um 19:38

    Marc und Bella Chagall müssen ihr Heimatland Russland zusammen mit ihrer kleinen Tochter Ida verlassen.Über Berlin erreichen sie letztendlich Paris, die künstlerischen Heimat Marc Chagalls, der sich viel stärker als Franzose fühlt, denn als Russe. Obwohl noch ein Kind, erinnert Ida sich immer wieder in Alpträumen an die Flucht aus Russland. Das ist der erste Eindruck, den Gloria Goldreich uns Lesern in Die Tochter des Malers von Ida vermittelt – ein junge Frau, deren Unterbewusstsein etwas zu verarbeiten hat, an das sie sich aktiv nicht so recht erinnern kann. Dennoch fühlt sich die schöne junge Frau als wir ihr zum ersten Mal begegnen, es ist das Jahr 1935, glücklich, behütet und frei. Freier als andere Mädchen ihres Alters. Kein Wunder, steht sie doch ihrem Vater häufig als Nacktmodell zur Verfügung und hat deshalb auch ein anderes Verhältnis zu sich und ihrem Körper. Gloria Goldreich beschreibt Ida Chagall an diesem Punkt als eine überaus schöne Frau, die ihre Wirkung auf die Männerwelt (noch) nicht einschätzen kann. Fast ein wenig naiv und trotzdem äußerst zielgerichtet geht diese eine Verbindung mit einem jungen Mann ein, den sie 1934 in einem Ferienlager kennen- und lieben gelernt hat. Der junge Michel ist fasziniert von Idas freiheitlichem wilden Wesen und mag sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Obwohl auch seine Familie aus Russland über Berlin nach Paris gekommen war, könnten deren Lebensumstände sich nicht stärker von denen der Familie Chagall unterscheiden. Michels Mutter hält die Familie mit ihrem Stoffladen über Wasser und verschwenderisch können sie nicht sein. Der angesehenen Künstlerfamilie Chagall hingegen,, fehlt es an nichts. So unterschiedlich sie aufgewachsen sind, so sehr lieben sie sich die beiden jungen Menschen und gehen schließlich (mehr oder weniger gezwungenermaßen) eine frühe Ehe ein, vor der sie beiden nicht ohne Respekt sind. Im Laufe der Jahre wird ihre Beziehung vor allem durch eine Tatsache geprägt sein: Ida ist die Tochter eines Künstlers, der fest davon überzeugt ist, dass ihn sein Renommee und sein Name vor allem beschützen kann, Auch vor dem Einmarsch der Nazis ins Paris und der folgenden Machtübernahme in Frankreich. Ida hingegen kämpft wie eine Löwin darum, ihre Eltern vor den Gräueln der Naziherrschaft zu retten … Die Tochter des Malers ist als Titel der deutschen Übersetzung des biographischen Romans über Ida Chagall gut gewählt. So spricht der Titel doch sofort etwas an, was während der Lektüre immer deutlicher wird: Ida ist häufig „nur“ die Tochter des berühmten Marc Chagall, obwohl sie dafür sorgt, dass seine Bilder in den geeigneten Ausstellungen zu sehen sind, sich dort bestens verkaufen und der erlöste Gewinn der Familie Sicherheit und Fluchtmöglichkeiten bieten kann. Obwohl Gloria Goldreich die Figur der Ida ins Zentrum des Romans stellt, dreht sich gefühlt doch alles um deren Vater. Der Originaltitel des Buches aber spricht ein Werk an, das wohl im wahren Leben der Ida Meyer als auch im Roman eine große Bedeutung hat: The Bridal Chair – Der Hochzeitsthron. Goldreich wollte nach eigener Aussage den Fakten treu bleiben. Das hat sie sicherlich gewissenhaft getan und so erlebt der Leser einen nicht eben sympathischen Künstler, seine Frau Bella als eine häufig kränkelnde, ätherische Schönheit, der vor allem am Wohl und der Kunst ihres Mannes gelegen ist und beider starke Tochter, die ihr eigenes künstlerisches Talent brach liegen lässt und ihr Leben zu großen Teilen dem Wohl ihrer Eltern widmet. Die Männer, die Idas Leben teilen bleiben, wie Ida im übrigen selbst, eher etwas blutleer. Trotz ihrer kämpferischen Stärke und ihres unglaublichen Durchhaltevermögens verblasst sie - wohl wie im echten Leben – neben ihrem Vater und seiner Kunst. Detail- und Faktentreue, kenntnisreiche Recherche und Kunstverstand kennzeichnen diese mit 592 Seiten breit angelegte Romanbiographie, deren großes Plus es ist, eine Frau zur Hauptfigur zu erklären, deren Wirken bisher – zumindest was das WorldWideWeb angeht – doch recht stiefmütterlich betrachtet wurde. Nebenbei macht die Lektüre große Lust darauf, sich mit dem Werk Chagalls weiter zu beschäftigen. Die Tochter des Malers ist der zweite Teil einer neuen Reihe von biographischen Romanen im Aufbau Verlag, über Frauen, deren Leben mit denen großer Künstler verbunden waren. Man darf gespannt sein, was der Verlag innerhalb dieser Reihe noch zu Tage fördert.

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  • Ida Chagall - Ein Leben im Schatten des Ausnahmekünstlers Marc Chagall

    Die Tochter des Malers

    bookgirl

    Inhalt Paris, 1935: Ida wächst behütet bei ihren Eltern Bella und Marc Chagall auf. Enge Verbundenheit zeichnet die kleine Familie aus, die sich selbst in Chagalls Gemälden wiederspiegelt, dessen Lieblingsmotive Bella und Ida sind. Doch das Bild der perfekten Familie gerät ins Wanken, als Ida sich in den Studenten Michel verliebt und damit die gute Beziehung zu ihren Eltern auf dem Spiel steht. Als Frankreich von den Deutschen besetzt wird, versucht Ida ihrer Familie mit jüdischer Herkunft die Flucht zu ermöglichen, stößt jedoch auf großen Widerstand ihres Vaters, der einfach nicht begreifen will, dass sein großer Name kein Garant dafür ist, dass er unbeschadet aus dem Krieg hervorgeht. Für ihn zählt nur die Kunst und so muss Ida nicht nur um ihr eigenes Leben kämpfen, sondern auch um das ihrer Eltern Meine Meinung "Die Tochter des Malers" ist ein biographischer Roman, der auf dem Leben von Ida Chagall basiert, der einzigen Tochter von Marc Chagall. Die Autorin hält sich bei ihrem Buch streng an die Chronologie ihres Lebens und bindet die historischen Ereignisse perfekt in ihre Geschichte ein. Dadurch entsteht ein interessantes Porträt von Ida Chagall, welche jedoch Zeit ihres Lebens im Schatten ihres Vaters war und sich aus diesem auch nicht wirklich heraus begeben wollte. Ida ist zwar eine starke Persönlichkeit, aber für mich blieb sie über weite Strecken nur die ausführende Hand für vieles, was Marc Chagall selber nicht erledigen wollte. Er wird als exzentrisch, verschroben und teilweise auch realitätsfremd beschrieben. Ein Mann, der sich völlig der Kunst verschrieben hat, im normalen Leben aber nur schlecht zurecht gekommen wäre, wenn Ida nicht immer wieder die Verantwortung für ihn und auch ihre Mutter übernommen hätte. Gloria Goldreich schreibt sehr detailliert über das Leben von Ida. Manchmal leider zu detailliert, was zu unnötigen Längen führt und den Lesegenuss ein wenig trübt. Dennoch habe ich "Die Tochter des Malers" gerne gelesen. Insbesondere, weil ich so nicht nur über Ida, aber auch den Ausnahmekünstler Marc Chagall viel erfahren habe. Interessant finde ich Goldreichs Idee über den gesamten Verlauf der Handlung eines seiner Gemälde immer mal wieder in den Fokus zu rücken, welches er zur Hochzeit von Ida gemalt hat und einen Hochzeitssessel zeigt, der Teil einer jeden jüdischen Hochzeitszeremonie ist. Diese Einbindung von Chagalls Kunstwerken in die Geschichte bringt ihn dem Leser näher, auch wenn er ansonsten kein sympathischer Mensch war. Fazit "Die Tochter des Malers" sei all deinen empfohlen, die gerne Biographien lesen und einen historischen Bezug in Büchern mögen. Auch der Einblick in das Künstlerleben von Marc Chagall macht diesen Roman lesenswert. Dennoch vergebe ich auch eine leicht eingeschränkte Lese-Empfehlung, da nicht jeder die Längen, die diesen Roman auszeichnen, mögen wird.

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    • 3

    Bri

    31. October 2015 um 22:04
  • Zwischen Roman und Lebensgeschichte

    Die Tochter des Malers

    Pelikanchen

    29. October 2015 um 23:39

    >>Die Tochter des Malers<< von Gloria Goldreich Ida, die Tochter des berühmten jüdischen Künstlers Marc Chagall gehörte neben ihrer Mutter Bella zu den Lieblingsmotiven des Vaters. Sie leben 1935 in Paris und sie wächst dort sehr behütet auf. Bis sie eines Tages den jungen Studenten Michel kennen lernt und sie sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Ihre Eltern sind nicht wirklich glücklich darüber und die Beziehung zu ihrer Tochter wird auf eine harte Probe gestellt. Die Gefahr vor den Deutschen wird für die französischen Juden immer größer und Ida wird gezwungen nun für die ganze Familie Entscheidungen zu treffen und übernimmt die Verantwortung für fast alle Abläufe. Gloria Goldreich erzählt uns hier die wahre Lebensgeschichte der Ida Chagall, die der Realität entsprechen und hat die Charaktere den historischen Persönlichkeiten angepasst. Der Schreibstil ist eigentlich recht flüssig, aber ich bin leider nicht richtig in die Geschichte rein gekommen, vielleicht weil hier einfach die wichtigsten Ereignisse der Reihe nach abgehandelt wurden und dabei manches auf der Strecke geblieben ist. Ich wurde mit Ida und ihrer Familie einfach nicht richtig warm und ich spürte einige richtige Längen und empfand es fast wie wenn ich die Biographie der Familie Chagall lese. Die Autorin hat es meiner Meinung nach nicht geschafft, die Realität in einen Roman zu packen, der mich fesselt und da ich die einzelnen Charaktere auch nicht wirklich sympatisch fand, war mir das ganze zu Trocken. Gloria Goldreich ist es aber gelungen, mit ihrem meist angenehmen Erzählstil, mir die historischen Ereignisse und auch das Wissen über das Judentum gut zu vermitteln. Die Verzweiflung und Angst der Juden und wie es ist, auf der Flucht zu sein, das konnte ich wirklich spüren.  Doch leider war mir das zu wenig und da es sich hier um einen Roman handelt, hat mir einfach das wichtigste gefehlt, der Zugang in die Familie Chagall. Wer sich allerdings für den berühmten Maler interessiert und keine Liebesgeschichte erwartet, dem wird dieses Buch wirklich gut gefallen.

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  • Das Leben der Künstlertochter...

    Die Tochter des Malers

    nicigirl85

    29. October 2015 um 20:02

    Auf diesen Roman bin ich gestoßen, weil ich Paris sehr mag und mich die Zeit um 1935 brennend interessiert. Da ich von der Autorin noch nichts gelesen hatte, begann ich unvoreingenommen mit der Lektüre. In der Geschichte geht es um Ida, die Tochter des Malers Marc Chagall. Ida ist der Liebling ihres Vaters und dient häufig als Malmotiv für ihn. Doch dann verliebt sie sich in einen Studenten und begeht einen folgenschweren Fehler. Welchen Weg wird sie nun gehen? Der Roman basiert auf der Biografie der Künstlertochter und Gloria Goldreich hat sich laut eigener Aussage nur einige Erzählfreiheiten genommen. Durch die Handlung führt uns ein beobachtender Erzähler und die Autorin bedient sich einer sehr detaillierten und bildhaften Sprache, so dass sich der Roman für mich wie ein kleines Kunstwerk anfühlte. Sprachlich konnte mich der Roman wirklich überzeugen. Das Leben der Künstlertochter ist durchaus spannend dargestellt und man erfährt unheimlich viel über sie und ihren berühmten Vater. Ich fand, dass die Charaktere ausreichend dargestellt worden sind, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Es kam sehr gut rüber wie exzentrisch ein Künstler sein kann und dass das Leben mit so jemanden nicht gerade leicht ist. In Ida konnte ich mich ganz gut einfühlen, auch wenn ich manche ihrer Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte. Vielleicht lag es einfach an der Zeit, dass Ida nicht so selbstsicher agieren konnte, wie ich es erwartet hätte. Als Figur wirkte sie auf mich sehr selbstbewusst und durchsetzungsstark, nur gegenüber ihrem Vater konnte sie das dann wohl doch nicht sein. Die Schwäche des Romans liegt in meinen Augen ganz klar darin, dass dem Leser das Denken abgesprochen wird. Man wird als Rezipient in eine bestimmte Richtung gedrängt, was man zu glauben hat und das mag ich persönlich nicht. Mir ist es lieber, wenn ich mir das ein oder andere einfach selbst zusammen fantasieren darf. Für meinen Geschmack wurde zu viel wiederholt. Fazit: Ein durchaus unterhaltsamer biografischer Roman mit der ein oder anderen Schwäche. Bedingt lesenswert!

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  • Das Leben mit einem Künstler als Vater

    Die Tochter des Malers

    schafswolke

    Nachdem die Chagalls aus Russland geflohen sind, wächst Ida in Frankreich auf und verliebt sich früh in den jungen Jurastudenten Michel Rapaport. Idas Eltern sind von der Verbindung nicht sehr angetan, denn für sie ist Michels Familie unter ihrem Stand. Ida kann sich aber nur schwer aus der Rolle der angepassten Tochter lösen, allerdings kippt irgendwann alles und Ida fühlt sich immer mehr für das Leben ihrer Eltern verantwortlich. Doch die Zeiten sind für Juden schwierig und es beginnt erneut eine Zeit in der Juden nicht sicher sein können. In dem biographischen Roman von Gloria Goldreich steht Ida Chagalls Leben im Vordergrund. Aber es spiegelt auch das schwierige Leben mit Marc Chagall wieder, ein Künstler neben dem andere nur schwer bestehen können und für den das wichtigste im Leben die Kunst zu sein scheint. Für mich ist es ein Buch, dass durchaus anregt sich mit dem Leben der Familie Chagall zu beschäftigen, denn über die Chagalls wusste ich sehr wenig. Es ist kein Buch, dass seine Figuren im rosigen Licht erscheinen lässt. Mich hat das hier nicht gestört, denn damit rechne ich auch bei solchen Romanen nicht. Hier haben alle ihre Ecken und Kanten und jeder muss versuchen, sich selbst ein Bild über sie zu machen. Auch wenn einige Leser das Buch etwas langatmig fanden, haben mich diese Längen nicht gestört. Aber vielleicht hätte dem Buch eine bessere Ausgeglichenheit nicht geschadet, einiges etwas kürzer, andere Stellen dafür etwas ausführlicher. Das Ende kam für mich etwas zu schnell, denn das Leben von Ida Chagall war noch lange nicht vorbei und es hätte bestimmt noch so einiges zu ezählen gegeben. Eine begleitende Zeittafel wäre schön gewesen, um noch einmal alle wichtigen Fakten auf einen Blick zu haben. Ich fand das Buch äußerst lesenswert und vergebe dafür 4 Sterne.

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    • 4
  • Emanzipation im Schatten des Künstlers Chagall

    Die Tochter des Malers

    Lesestunde_mit_Marie

    Bei „Die Tochter des Malers“ handelt es sich um eine Romanbiografie. Der Aufbauverlag hatte zuvor mit „Madame Picasso“ den Auftakt für eine Romanbiografie-Reihe um Frauenfiguren, die in Beziehung zu einem berühmten Künstler stehen, gegeben. Diese zweite im Aufbauverlag erschienene Romanbiografie um eine Frauenfigur, die mehr oder weniger im Schatten eines berühmten Malers steht, handelt vom Leben der Tochter des berühmten Künstlers Marc Chagall. Die Autorin Gloria Goldreich versucht sich hierbei streng an die tatsächlichen historischen Geschehnisse sowie die belegten Charaktereigenschaften der Protagonisten zu halten. Ida Chagall, die nach der Flucht aus Russland, als junges Mädchen ein zwar äußerst behütetes, aber auch ein wenig sonderbares Leben im Kreis ihrer kleinen Familie mit der schönen und zarten Mutter Bella und dem hochbegabten und umjubelten Künstler Marc Chagall führt, spielt eine wesentliche Rolle im Leben ihres Vaters. Aus der zunächst beschützenswerten Tochter entwickelt sich nach und nach eine selbstbewusste Frau, die die Interessen ihres Vaters in der Kunstszene vertritt. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter scheint äußerst ambivalent. Er, der umjubelte und begehrte Künstler, der sein Genie immer wieder bestätigt haben will und sie, seine schöne, viel von ihm gezeichnete Tochter, die ihn bewundert, sich aber nach und nach verselbständigt und dennoch immer wieder Teil seines Lebens und seines Ruhms sein möchte. Hierbei erlebt der Leser tolle Charakterzeichnungen - den Künstler Chagall zwischen Genie und Wahnsinn, seine Exzentrik, seine Schwächen, Abhängigkeiten, Ängste, sein verschobenes Verhältnis zum Geld. Denn auf der einen Seite hatte er immer das Gefühl, arm zu sein, obwohl er schon in relativ jungen Jahren ein gefragter Künstler war, der nicht zuletzt dank seiner Tochter gut verdiente, und auf der anderen Seite tätigte er ohne zu überlegen und seine wahren finanziellen Verhältnisse zu überblicken, hohe Investitionen. Ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen Vater und Tochter wird offensichtlich. Die beiden können scheinbar nicht mit und nicht ohne einander, dabei würdigt Marc die Verdienste seiner Tochter meist nicht angemessen. Leider weist das Buch einige Längen auf. Es gibt häufige Wiederholungen und immer wiederkehrend erwähnte Details. Ob das Bild des Hochzeitsthrons, die Schönheit und Zartheit Bellas, die Eleganz Idas, usw., wurden für meinen Geschmack zu oft und teilweise unnötig angeführt. Hier hätte ich mir eine stärkere Kürzung zugunsten des späteren Lebens Idas mit ihrer Familie gewünscht. Äußerst interessant wird die Judenverfolgung und das Vichy-Regime in Frankreich eingebaut, die schließlich auch einen großen Einfluss auf die Familie Chagall hat. Ebenso empfinde ich die Darstellungen der weiteren beiden Frauen in Chagalls Leben sowie seines unehelichen Sohnes David als äußerst bereichernd. Die drei Männer in Idas Leben bleiben dagegen ein wenig blass. Fazit: Alles in allem hat mir die Romanbiografie um Ida Chagall gut gefallen und einen tollen Einblick in das Leben der Künstlerfamilie gegeben. Blickt man über einige Längen hinweg, fühlte ich mich gut unterhalten. Auch scheinen Ereignisse und Charakterzeichnungen sehr eng an der Realität anzulehnen.

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  • Vorab-Leserunde zu "Die Tochter des Malers" von Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

    aba

    "In seinen Augen sollte Ida immer ein Mädchen bleiben, voller Leben, aber rein und unberührt" Die US-amerikanische Schriftstellerin Gloria Goldreich hat mit ihrem Roman "Die Tochter des Malers" ein elegantes und eindringliches Porträt Ida Chagalls gezeichnet. Die einzige Tochter einer Schriftstellerin und Marc Chagalls, eines der berühmtesten Maler des 20. Jahrhunderts, hat schmerzhaft lernen müssen, ihren eigenen Weg zu gehen. "Die Tochter des Malers" ist aber auch eine indirekte Analyse der komplexen Persönlichkeit Marc Chagalls, des jüdischen Helden, der den Nazis entkommen konnte, und den der Leser durch die Augen Idas, eine interessante und neue Perspektive, betrachten kann. Dieses Buch ist die perfekte Lektüre für alle Fans des Buches "Madame Picasso", Kunstliebhaber und Leser historischer Romane, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Fühlt ihr euch angesprochen? Hier habt ihr die Möglichkeit, das Buch exklusiv schon vor dem Erscheinungstermin am 21.9. zu gewinnen und als Testleser zu entdecken. Zum Inhalt Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters. Leseprobe Zur Autorin Gloria Goldreich ist die von der Kritik hochgelobte Autorin zahlreicher Erzählungen, Kinder- und Jugendbücher sowie mehrerer Romane. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie ist die Mutter dreier Kinder und lebt mit ihrem Mann in Tuckahoe, New York. Zusammen mit dem Aufbau Verlag verlosen wir 25 Vorab-Exemplare von "Die Tochter des Malers" unter allen, die mehr über Ida Chagall und deren Beziehung zu ihrem Vater erfahren möchten. Möchtet ihr diesen spannenden und bewegenden historischen Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, besprechen und rezensieren? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und antwortet bis zum 13.09. auf folgende Frage: Das Thema "Kinder prominenter Persönlichkeiten" beschäftigt seit jeher Biografen in aller Welt. Ida hatte es als Tochter Marc Chagalls bestimmt nicht immer leicht. Denkt ihr, dass solche Kinder es immer besonders schwer im Leben haben? Auf eure Antworten freue ich mich. Ich wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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  • Eine Art von Besessenheit

    Die Tochter des Malers

    IlonGerMon

    23. October 2015 um 10:22

    Ida Chagall, 19jährig als der Roman beginnt, kommt als fünfjähriges Kind mit ihren Eltern Bella und Marc Chagall aus Russland nach Paris. Die Liebe und Sehnsucht zur Heimat und gleichzeitig die Sehnsucht nach derselben hat Chagall stets begleitet, auch wenn das Leben für die jüdische Familie zuletzt wohl schwierig war. Ida wuchs als ein überbehütetes Kind auf und entwickelte eine starke Bindung zum Vater, nicht zuletzt wahrscheinlich, weil sie ihm oft Modell stand und damit auch schon früh in der Erwachsenenwelt vereinnahmt wurde. Ida verliebt sich im sommerlichen Ferienlager in den Jurastudenten Michel, wird ungewollt schwanger und entschließt sich zu einer Abtreibung. Doch auf einer Heirat der beiden besteht Marc Chagall trotzdem, obwohl er und auch seine Frau Bella diese Verbindung als nicht standesgemäß ansehen. Die Hochzeit wird pompös gefeiert, doch nur ein paar Jahre weiter scheint sie bereits der Anfang vom Ende dieser Beziehung gewesen zu sein. Ida kümmert sich mit Liebe und Hingabe um das Werk ihres Vaters und erarbeitet sich als geschickte Verhandlerin entsprechende Anerkennung in der Welt der Museen und Galerien. Ida reist viel, organisiert Ausstellungen mit den Bildern des Vaters. Sie verwaltet und mehrt das Vermögen Chagalls, weiß sich aber auch selbst auf wirtschaftlich sichere Füße zu stellen. Ida sieht dieses Geld immer auch als eine Versicherung für die Familie, ein weiteres Mal auszuwandern und Europa unter der Bedrohung des Nationalsozialismus zu verlassen. Sie ist entsetzt, als sie feststellen muss, dass der Vater ohne ihr Wissen dieses Geld in einer Immobilie angelegt hat Entsprechend schwierig wird es danach, die Ausreise zu organisieren und vor allem auch zu finanzieren, als sie denn unumgänglich wird. Lange Zeit und immer wieder hat Chagall die drohende Gefahr nicht ernst genommen. Das Vater-Tochter-Verhältnis beginnt sich zu verändern. Vor allem nach dem Tod Bella Chagalls wird Ida immer mehr zu einer „Aufsichtsperson“ über das Leben des Vaters, der dies einerseits genießt, weil es ihn von all den Lästigkeiten des Alltags freihält, er andererseits aber auch immer wieder gegen Idas Vorgaben opponiert. Die Beziehung zwischen Ida und Marc entwickelt sich immer mehr zu einer beinahe nur noch geschäftlichen Beziehung, vor allem als Chagall eine zweite Ehe eingeht. Es gelingt dieser Frau, Chagalls Leben vollständig zu bestimmen und ihn in eine Abhängigkeit zu degradieren, die er nicht einmal zu bemerken scheint. Nur Ida ist entsetzt, weil sie den Vater manchmal nicht wiedererkennt und sie brachial an Einfluss verliert. Idas erste Ehe ist zerbrochen, in zweiter Ehe mit einem renommierten Schweizer Kunstkenner findet sie auch das ersehnte private Glück.  Das Buch hat einige Längen, die m. E. auch daraus entstehen, dass sich die Autorin schwer damit getan hat, Wichtiges und weniger Wichtiges zu unterscheiden. Manches Ereignis, manche Figur hätte man sich weniger ausschweifend gewünscht. Die fast schon an Besessenheit grenzende Hinwendung Idas an den Vater wurde aber gut vermittelt. Trotz dieser Schwächen habe ich den Roman sehr gern gelesen und würde mich freuen, sollte sich hier im Aufbau Verlag eine Reihe entwickeln.

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