Helga Jursch Tango im Dreivierteltakt

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Inhaltsangabe zu „Tango im Dreivierteltakt“ von Helga Jursch

Paul Pfeifle hasst nichts mehr als Reisen, aber ausgerechnet seine Frau muss mit einem Argentinier nach Südamerika entfliehen. Er ist wild entschlossen, sie zurückzuholen. Dazu wendet er sich an den Fotografen Rudi, der sich in der Welt auskennt und eigentlich lieber Bilder machen als eine unbekannte Frau jagen möchte. Kann die Suche nach der Frau unter diesen Voraussetzungen überhaupt erfolgreich sein? Zumal gleich zu Anfang einige Missgeschicke das Gelingen des Unternehmens in Frage stellen. Aber Paul gibt nicht auf, obwohl er sich die bange Frage stellt, ob seine Frau überhaupt bereit ist, zu ihm zurückzukehren. In einer rasanten Erzählung voller irrwitziger Ideen stolpern die zwei Helden von einem Abenteuer ins nächste. Ein Lesegenuss, der die Lachmuskeln strapaziert. Eine witzige, spritzige Roadnovel durch Südamerika, gespickt mit vielen verrückten Abenteuern, gewürzt mit sehnsuchtsvoller Liebe und einer Prise Erotik.

Alles in Allem ein leichter und lustiger Roadtripp der einem aber auch mal über den eigenen Alltagstrott nachdenken lässt.

— Suhani
Suhani

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  • Nicht nur ein heiterer Roadtripp

    Tango im Dreivierteltakt
    Suhani

    Suhani

    03. August 2016 um 03:29

    Paul hat ein gut gehendes Geschäft, eine Frau und eine Tochter. Er lebt in einem beschaulichen und ruhigen Ort, in dem abends die Bürgersteige hochgeklappt werden. So führt er ein ruhiges Leben mit gutem Auskommen und könnte nicht besser sein - denkt er. Merle, seine Frau, haut eines Tages mit dem argentinischen Praktikanten ab nach Südamerika. Obwohl Paul absolut reiseuntauglich ist, will er seine Merle nach Hause zurückholen. Weil er sich aber nicht alleine traut, überredet er den Fotografen, Herrn Meyer, ihn auf seiner Reise zu begleiten. Der lässt sich aber nur gegen eine beträchtliche Bezahlung plus Extras darauf ein und so machen sich dann beide auf nach Argentinien. Paul mit der Hoffnung seine Merle wieder zubekommen, Herr Meyer in der Hoffnung überwältigende Fotos zu schießen. Was jetzt kommt ist alles andere als eine langweilige oder gefahrvolle Verfolgungsjagd! Man erlebt hier als Leser dieses Männer-Duo auf ganzer Linie. Paul, der überängstliche Reisbegleiter, der sich andauernd über Herrn Meyer beschwert und in allem meist das Schlimmste sieht. Als Gegenpol dann Herr Meyer, der Paul eigentlich nur erträgt, weil dieser ihm eine Stange Geld für diese Reise zahlen wird und weil er als leidenschaftlicher Fotograf nach Lust und Laune nach Fotomotiven suchen kann. Das dadurch immer wieder Zeit verloren geht, passt Paul natürlich überhaupt nicht. Dagegen wehren kann er sich aber auch nicht wirklich, weil er ohne Meyer verloren wäre.  Während Meyer also der Sorglose ist, der jede Situation so nimmt wie sie kommt und den lieben Gott einen guten Mann sein lässt, dem Zeit auch nicht alles bedeutet, so ist Paul das absolute Gegenteil. Immer besorgt was als nächstes passiert und in allem total unsicher und somit auch von Meyer abhängig. Kann er selbst in ruhigen Momenten nicht entspannen. Und dann bleibt ja auch noch die ständige Frage: Wird er Merle finden und wird er sie dann auch mit nach Hause nehmen können? * Dieses Buch ist nicht nur ein lustiger Roadtripp zweier Herren die absolut nicht zusammen passen, sondern auch noch eine schöne Geschichte über Liebe und was man ihretwegen alles zustande bringt. Das Ganze in einer leichten und sehr anschaulichen Art geschrieben. so das ich die ganze Zeit auf dem Rücksitz mitgefahren bin. Außerdem kann man die Route auch schön auf der Karte vorne im Buch verfolgen. Ich konnte mich köstlich über das Gemäcker von Paul und der Reaktion von Herrn Meyer darauf amüsieren. Ich war genauso hibbelig, wenn "wir" Merle fast gefunden und doch enttäuscht, wenn "wir" sie wieder ganz knapp verpasst hatten. Auch konnte ich die Ekstase von Herrn Meyer spüren, wenn er wieder ein phänomenales Fotomotiv von allen Seiten fotografierte, was ich durch die bildliche Beschreibung selbst bestaunen durfte. In diesem Buch ist wirklich alles drin, was eine gute Geschichte braucht! Mein Fazit: Der Autorin ist es voll und ganz gelungen mich auf dieser Reise mitzunehmen. Ich habe die tollen Schauplätze der Reise genauso gesehen, wie ich Paul und Herrn Meyer beobachten konnte, was mir viel Spaß bereitet hat. Alles in Allem ein leichter und lustiger Roadtripp der einem aber auch mal über den eigenen Alltagstrott nachdenken lässt. Wer solche Geschichten mag, der sollte ebenfalls bei Paul und Herrn Meyer auf dem Rücksitz platznehmen.

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