Henry Rider Haggard Der gelbe Gott: Ein Idol Afrikas

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Inhaltsangabe zu „Der gelbe Gott: Ein Idol Afrikas“ von Henry Rider Haggard

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  • Rezension zu "Der gelbe Gott: Ein Idol Afrikas" von Henry Rider Haggard

    Der gelbe Gott: Ein Idol Afrikas

    sabisteb

    25. November 2011 um 12:43

    Mud, mosquitoes, and misery London 1908. Die Sahara zu bewässern, und so für den Ackerbau zu erschließen, erscheint Major Alan Vernon, einem Ingenieur, eine gute Idee, so dass er gerne in das Projekt seines Cousins und dessen Kompanions Aylward investiert, und seine Expertise zur Verfügung stellt. Schon bald jedoch muss er erkennen, dass es sich bei diesem Projekt um einen großangelegten Aktienbetrug handelt und steigt aus. Das zieht jedoch allerlei Probleme nach sich, denn Lord Aylward hält die Hypothek von Alans Haus und fordert diese ein. Barbara, seine große Liebe und das Mündel seines Cousins, darf ohne dessen Zustimmung bis zu ihrem 25 Geburtstag nicht heiraten oder sie verliert ihr komplettes Vermögen, der jedoch will sie nun Lord Aylward zur Frau geben. Alan hat nur noch eine Wahl, er muss den Fetisch, den sein Onkel Austin, ein Missionar, vor vielen Jahren aus dem Land der Asika stahl zurückbringen und hofft dort von den Eingeborenen mit genug Gold belohnt zu werden, um alle seine finanziellen Probleme auf einen Schlag zu lösen, doch anders als erhofft, erwartet ihn schon bald ein Leben als Spielzeug einer grausamen Priesterin eines Stammes von Götzen anbetenden Wilden. Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus klassischem Afrika Abenteuerroman (scheint im heutigen Nigeria zu spielen), Fantasy und ein wenig Sozialkritik. Alan Vernon reist durch damals unbekannte Gebiete, begegnet Kannibalen und anderen feindlichen Eingeborenen und natürlich auch einer schönen, mächtigen Priesterin, die ihn ähnlich wie in She/Sie nicht wieder hergeben will. Der Fetisch little Bonsa und ihr Gatte big Bonsa scheinen, wie deren Priesterin Asiki über übernatürliche Fähigkeiten zu verfügen, was der Geschichte einen mythisch-fantastischen Anschein verleiht, wie er auch heute in Mystery Serien immer noch zu finden ist, nur wurden die afrikanischen Götter und ihre Macht heute durch Außerirdische und Psi-Fähigkeiten ersetzt. Mit von der Partie ist der klassische Sidekick, wie man ihn auch heute noch aus Fantasy Serien und Büchern kenn: Jeekie. Jeekie ist ein alter Asika, der vor vielen Jahren mit Major Vernons Onkel Austin aus dem Land der Asika floh und seitdem in England als Diener der Familie lebt und Alan wie sein eigenes Kind liebt. Jeekie scheint feige, ist dabei jedoch listig und rettet seinen Herren mehr als einmal. Ungewöhnlich jedoch erscheint einem die subtile und auch heute noch aktuelle Sozialkritik, die gerade in der Zeit der Euro- und Bankenkrise wieder besonders aktuell ist. Vernon entzieht sich noch rechtzeitig einem großaufgezogenen Aktienbetrug, der die Investitionsblase an den Börsen Anfang des 19. Jahrhunderts ausnutzen sollte, und muss sich belehren lassen: „they never mean to do it, they only mean to get the millions from the public.” Auch können die Asika nicht verstehen, was Alan an Gold findet „The gift I sent to you was taken from this heap, but in truth it is but a poor gift, seeing that although this stuff is bright and serves for cups and other things, it has no use at all and is only offered to the gods because it is harder to come by than other metals.” etwas, was die weißen Menschen jedoch immer noch nicht verstanden haben, auch 100 Jahre später. Der Autor wendet sich auch gegen die erzwungene Heirat von Frauen und bezieht Stellung für die Liebesheirat, dieses Motiv erscheint in der Geschichte drei Mal. Zum einen soll Barbara gegen ihren Willen Lord Aylward ehelichen, die Asiki heiratet alle paar Jahre einen Mungana, den sie jedoch hasst und Vernon soll gegen seinen Willen die Asiki heiraten. Sie fragt ihn auch einmal direkt, ob er es gerecht findet, dass sie einen Mann heiraten soll, den sie hasst und warum sie diesen dann gut behandeln sollte. Überhaupt fällt es auf, dass alle Frauen dieses Buches starke Frauen sind, die nicht dem Willen der Männer unterwerfen. Barbara fährt Auto und spielt das Spiel ihres Onkels nur mit, weil sie ihr Vermögen nicht verlieren will und die Asiki ist die Herrscherin ihres Volkes, die Herrin über Leben und Tod. Auch gibt es immer wieder Hinweise, dass der Autor ein Anhänger von Darwins Theorien gewesen sein muss: „back to the time when I was a monkey woman sitting in those cedar trees“ Sir Rider Haggards Art zu schreiben, zieht einen sofort in den Bann. Der Autor ist ein Meister der Bilder, wie diese Todeszene zeigt: „The poor man rose to his feet with great deliberation, reminding Alan in some grotesque way of a speaker who has suddenly been called on to address a meeting and seeks to gain time for the gathering of his thoughts. Then he turned towards that vast audience of the trees, stretched out his hand with a declamatory gesture, said something in a composed voice, and fell upon his face stone dead! The swift poison had reached his heart and done its work.” Dennoch hat auch diese Geschichte ihre Mängel, deren größter es ist, dass viele Ereignisse in kleinen Nebensätzen bereits zu Anfang vorweg genommen werden. Man weiß schon nach den erste Kapitel, dass es gut ausgehen wird und auch die unglaubwürdige Szene, in welcher Asika Alan Visionen von litte und big Bonsa empfangen lässt wirkt deplaziert, zum einem wegen der dürftigen Begründung, warum Asika die Visionen nicht selber anschaut, zum anderen, weil sie den Rest der Handlung fast komplett vorweg nimmt und somit die Spannung abtötet. Fazit: Obwohl dieser Roman über 100 Jahre alt ist, ist er immer noch spannend und aktuell und wirkt wie ein aktueller historischer Abenteuerroman, nur ohne die heute üblichen historischen Fehler, da er zu der Zeit geschrieben wurde, in welcher er spielt.

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