Hillary Jordan Die Geächteten

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Inhaltsangabe zu „Die Geächteten“ von Hillary Jordan

Im Amerika der nahen Zukunft werden Verbrecher nicht eingesperrt, sondern ihre Hautfarbe wird durch die Injektion eines Virus verändert. Die Farbe verrät, welches Vergehen sie begangen haben: Gelb steht für Diebstahl, Blau für Pädophilie,
Rot für Mord. Gemeinsam ist den so genannten Verchromten: Sie haben keinerlei Rechte. Jeder darf sie schlagen, vergewaltigen, töten. Hannah ist eine Rote. Sie wurde als Mörderin gekennzeichnet. Nun ist sie vogelfrei und ihr
Überlebenskampf beginnt.

Beunruhigendes Zukunftsszenario, das mir lange nachdenklich gemacht hat. Es lohnt sich dran zu bleiben.

— Hans-D

Verschenktes Potenzial

— tination

Sehr fesselnd und interessant

— -Bitterblue-

Die Beschreibung Dystopie-Thriller auf dem Buchrücken passt nicht. Sehr philosophisch und wirkt nachhaltig.

— Donnas

Sehr enttäuschend. Musste ich nach 200 Seiten abbrechen, weil es einfach nicht mehr ging

— ClodPue

Ein mögliches Zukunftsszenario, das ziemlich beunruhigend ist.

— Betsy

beeindruckend,...es macht nachdenklich,...

— Negothia

Ein erschreckendes Szenario, dass einen nachdenklich zurücklässt.

— katinka1081

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    Die Geächteten

    tination

    23. November 2016 um 21:30

    Was das Buch verspricht: Die Welt hat sich verändert. In Amerika herrscht ein anderes System der Justiz. Verurteilte werden nicht mehr in Gefängnisse gehalten. Sie werden vogelfrei nach dem Urteil entlassen. Um die Verurteilten zu erkennen, werden bei den Verbrechern die Hautfarbe geändert. Per Chromosomenchips sind die Diebe Gelb, Pädophile Blau und Mörder Rot. Und Hannah ist eine von ihnen, eine Rote. Und sie muss sich nun in der Welt der Verchromten zurechtfinden – denn sie hat alle Rechte durch die Verurteilung verloren…Was das Buch eigentlich ist: Hannah hat illegal abgetrieben. Folglich ist sie eine Rote geworden. Doch der Weg zu der Akzeptanz von sich selbst als Verurteilte ist lang. Doch Hannah gibt nicht auf. Nach ihrem Kampf in der Zelle und der Verchromung (Verfärbung der Haut) beginnt für sie mit der Entlassung der bittere Alltag. Doch wohin soll sie gehen? Hilflos begibt sie sich ein einige (teils sehr religiösen) Organisationen die den Verurteilten helfen wollen. Die einen helfen, die anderen nicht. Doch was möchte Hannah wirklich? Wird sie ihren Weg in der Welt der Verurteilten finden können? Fazit: Die zwei unterschiedlichen Buchbeschreibungen deuten es schon an. Dieses Buch ist ein wirkliches Mängelexemplar. Es wird ein „Dystopie-Thriller“ versprochen, doch ein Selbstfindungstrip geliefert.Die Ausgangslage ist so vielversprechend. Doch leider nützt das nichts, wenn die Protagonistin von einer Organisation zur nächsten tappt. Natürlich manchmal eher unverhofft, doch eine wahre Rebellion sieht anders aus. Viel zu brav kommt Hannah herüber. Wie ein Fähnchen im Wind. Ihre Aktionen haben keinen Biss und zum Teil kaum Nachvollziehbar. Da hat sie schon die Chance zu fliehen, aber nein, das Mädchen muss unbedingt ihre „Liebe“ sehen. Spätestens da hätte sie ordentlich einen Dämpfer gebraucht. Denn da machte sie ja endlich mal was selbstständiges. Aber da war das Buch schon zu Ende. Chance verpasst.Richtig gut sind hingegen die Rückblenden in Hannahs Leben vor der Verurteilung. Darauf hätte man schön aufbauen können. Leider nicht der Fall. Auch die lang eingeführte Wegbegleiterin von Hannah hätte gegen Ende ein wenig mehr Liebe verdient gehabt. Wie Hannah weiß auch der Leser nicht, was mit der gewonnenen Freundin passierte. Aber das Hannah letztendlich auch ziemlich egal.Des Weiteren sollte sich der geneigte Leser auf viel Religion einstellen. Diese nimmt leider einen sehr großen Teil des Buches ein. Und dabei geht es schon sehr in Richtung religiösen Fanatismus und sektenähnlichen Einheiten. Man kann ja noch verstehen, dass nach einem schweren Ereignis, dass diese Welt erschüttert hatte, der Glaube in den Vordergrund rückt. Doch ehrlich: das war auch mir zu viel des Guten. Schade.Zusammenfassend ist dieses Buch nur bedingt zu Empfehlen. Die Ausgangssituation ist super. Und die Vorstellung auf so ein Justizsystem ist durchaus interessant. Leider wurde mit der Protagonistin kein guter Lesestoff erschaffen. Wer aber trotz der vielen Religionsgelüsten nicht zurückschreckt, kann durchaus ein ordentliches Buch erhalten.https://booksoftination.wordpress.com/2016/11/23/hillary-jordan-die-geaechteten/

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  • Kann Liebe Sünde sein?

    Die Geächteten

    -Bitterblue-

    06. July 2016 um 21:04

    Dunkelrotes Cover und strahlend blaue Augen, dieses außergewöhnliche Cover hatte mich sofort fasziniert. Auch der Inhalt klang viel versprechend. In einer Welt, in der der Glaube alles ist. In einer Welt, in der sich die Frau fügen und dem Mann gehorchen muss. In einer Welt, in der die Bibel der Leitfaden des Leben ist. In einer Welt, in der die 10 Gebote Gesetz sind… „Du sollst nicht töten“ ist eines davon. Hannah hat dagegen verstoßen. Sie  hat jemanden ermordet…. Ihr eigenes, unschuldiges, ungeborenes Kind. Obwohl sie es aus Liebe und für das Leben ihres Geliebten getan hat, wird sie zum Leben als Rote verurteilt, und der Albtraum beginnt. Die Protagonistin ist sehr dem Glauben verfallen und doch stellt sie sich gegen die Familie und das Gesetz um ihren Geliebten zu schützen. Sie nimmt ihr Schicksal zunächst an und versucht klar zu kommen. Doch sie lernt andere Rote kennen und stellt mit der Zeit mehr und mehr in Frage. Sie macht während der Geschichte eine große Veränderung durch und kämpft für sich und andere. „ Die Geächteten“ hatte mich von Anfang an gepackt und die Seiten flogen nur dahin. Die Geschichte wird von Abschnitt zu Abschnitt spannender und die Schauplätze ändern sich. Leider nahm die Story zum Ende hin sehr ab, den letzten Abschnitt empfand ich als eher langweilig und ungenügend ausgebaut. Themen werden nur nach angeschnitten und viele Fragen bleiben offen. Das Ende kommt zu abrupt, und man hat das Gefühl wichtige Details wurden einfach weg gelassen. Schade. Da das Buch aber zu 4/5 überzeugen konnte vergebe ich 4 Herzen 

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  • "SIE HABEN KEINE RECHTE. KEINEN STATUS. KEINE ZUKUNFT."

    Die Geächteten

    Negothia

    23. October 2014 um 17:18

    Es ist beeindruckend,.... ein Kampf ums Überleben, um Gerechtigkeit,...um Gleichheit. Als Hanna ihr uneheliches Kind entgegen dem Gesetz abtreiben lässt, und erwischt wird, steht ihr eine harte Wirklichkeit ins Haus. Sie weigert sich, denn Namen des Abtreibers zu verraten, ebenso, wie sie sich weigert, den Namen des Kindsvaters zu nennen. Also wird sie zu 16 Jahren als Rote verurteilt - wegen Mord an ihrem ungeborenen Kind. Nach einem Monat in der sogenannten "Chromstation" ist Hannah froh, endlich wieder in die echt Welt zurück zu dürfen. - Umso froher, als ihr Vater erzählt, er habe im "Zentrum des geraden Weges" eine Unterkunft für Hannah gefunden, bis sie eine eigene Wohnung hat. Doch das Zentrum ist nichtmal annähernd das, was es zu sein scheint,.... - die Bewohnerinnen werden mit psychischer Folter gezwungen, sich mit ihren Taten auseinander zu setzen,... Doch gerade hier, wo Hannah alles genommen wird, findet sie in Kayla ein wahre Freundin. Kayla ist auch eine Rote, wenn auch nur 5 Jahre für den versuchten Mord an ihrem Stiefvater, einem reichen, arroganten Mistkerl, der ihre kleine Schwester sexuell belästigt hat. In ihrem Leben gerät einiges aus den Fugen, und so entschließt sie sich, das Zentrum zu verlassen. Hannah tut dies ebenfalls, nachdem sie eine hitzige Auseinandersetzung mit einem der 'Therapeuten' hatte. Gemeinsam versuchen die beiden, sich ein neues Leben aufzubauen, und mit ihrer Situation umzugehen, aber als wäre das noch nicht genug, werden sie plötzlich von den "Novembern" aufgegriffen,... Was es mit diesen denn nun auf sich hat, und wie das ganze für die beiden Mädchen ausgeht,... lest selbst!Fazit: Ein beeindruckendes und bewegendes Buch, über Freundschaft, Wahrheit, und was es heißt, die Menschen, die man liebt, zu schützen,...

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  • Rot steht für Laaaaaaaaaaaaangeweile

    Die Geächteten

    progue

    Was für eine faszinierende Idee! Im Amerika der nahen Zukunft werden nur noch die richtig, richtig, richtig bösartigen Kriminellen eingesperrt, allen anderen wird nach kurzer Haft die Pigmente gefärbt: Gelb für Diebstahl/Raub, Blau für Kinderschänder (wobei man sich fragen darf, warum die wieder rausgelassen werden), Rot für Mörder. Als Mörder gilt auch, wer abtreibt, und so findet sich Hannah unvermutet in einer Zelle wieder und mit einer exorbitant hohen Strafe versehen, weil sie sich weigert, sowohl den Kindesvater anzugeben als auch denjenigen, der die Abtreibung vorgenommen hatte. Sie ist jetzt von Kopf bis Fuß strahlend rot, eine "Verchromte", und als solche völlig rechtlos. Jeder darf sie schlagen, vergewaltigen, töten. (Wobei ich mir da dachte, dass dann ja jeder bald ganz in Rot herumlaufen müsste.) Wie auch immer: Hannah stammt aus einer sehr religiösen Familie. Überhaupt ist Amerika so dermaßen religiös geworden, dass sie im Vergleich dazu jetzt geradezu heidnisch dastehen. Die Frau ist dem Manne untertan und schon allein deshalb gibt es einen regelrechten Aufschrei, als Hannah ehelos schwanger wird und sich dabei erwischen lässt, das Kind abzutreiben. Ihre Mutter verstößt sie, ihre Schwester wird von einem tyrannischen Ehemann terrorisiert und traut sich nicht, Hannah zu unterstützen. Ihr Vater ist noch immer auf ihrer Seite, aber zu hilflos, um ihr zu helfen. Er bringt sie in einem Zentrum für kriminelle Frauen unter, in dem sie und die anderen verchromten Frauen religiös und fanatisch unterdrückt werden. Psychische Gewalt ist an der Tagesordnung. Irgendwann hält es Hannah nicht mehr aus und flieht geradezu aus dieser Einrichtung, entgeht nur knapp Vergewaltigung und brutalen Angriffen, bis sie auf eine Gruppe Menschen trifft, die sich gegen das System der Verchromung stellen. Plötzlich ist da die Hoffnung, dass sie wieder sie selbst sein kann ... Eigentlich finde ich das Grundgerüst des Buches wirklich gut. Offensichtlich soll es eine Gesellschaftskritik sein, aber immer wieder ertappte ich mich dabei, dass mir die Augen zuklappten. Natürlich ist mir bewusst, dass viel religöse Dinge in ein Buch einfließen müssen, um zu zeigen, wie verbohrt und verblendet die Menschen sind, aber war es wirklich notwendig, ständig über viele, viele Seiten Monologe über Gott und ... nein, nicht die Welt zu halten? Das ist auch das größte Problem des Buches: Viel zu viele innere Monologe, Rückblenden, Gedanken der Protagonistin. Auf Dauer passierte zu wenig, um in irgendeiner Form zu fesseln, zumal auf der einen Seite religiöser Fanatismus zwar angeprangert wird, aber gleichzeitig ständig der Zeigefinger in Bezug auf christliche Werte erhoben wurde. Fazit: Es hätte ein gutes Buch werden können, so jedoch verliert sich die Spannung in endlosem Gedankenwirrwar.

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    • 2

    lord-byron

    25. April 2014 um 22:04
  • Sozial- und religionskritische Dystopie, kein dystopischer Thriller

    Die Geächteten

    MikkaG

    30. March 2014 um 21:04

    Eine Sache muss ich unbedingt als Erstes ansprechen: die Übersetzung. Die Übersetzung ist grauenhaft - sinnverfälschend und manchmal sogar unfreiwillig komisch. Wenn Toiletten erröten und Hände aussehen wie Seesterne aus einer anderen Welt, dann ist etwas mächtig schiefgelaufen... Ich kann nur ganz dringend empfehlen: wer sich für das Buch interessiert und auch englische Bücher liest, sollte sich unbedingt das Original zulegen und nicht die deutsche Ausgabe! Bevor ihr aber das Buch kauft oder auch nur darüber nachdenkt, es vielleicht zu lesen: vergesst den Klappentext. Er suggeriert Dinge, die das Buch nicht liefert und die die Autorin wahrscheinlich auch nie liefern wollte. "Nun ist sie vogelfrei - und ihr Überlebenskampf beginnt"? Das klingt nach brutaler, atemloser Action, nach gnadenloser Jagd und Medienspektakel... Nach einem Buch, das mit Sicherheit Fans von "Die Tribute von Panem", "Die Auslese" und "Die Auserwählten im Labyrinth" ansprechen würde. Aber dem ist nicht so. Ja, Hannah ist eine Rote. Sie hat ihr Kind abgetrieben, und im Amerika der Zukunft gilt das als Mord zweiten Grades. Ja, als Rote wird sie vom Großteil der Bevölkerung verachtet und gehasst, und es gibt tatsächlich Menschen, die Jagd auf "Verchromte" machen. Aber das ist nicht staatlich organisiert oder wird auch nur offiziell gebilligt. Es gibt keine Arena, keine Liveübertragungen... Es steht auch nicht im Zentrum dieser Geschichte. Ich habe es eher so empfunden, dass das Thema Religion sehr zentral war, und zwar sowohl Religion als persönliche Entscheidung als auch Religion als staatliches Instrument der Macht. Religion als Mittel zur Unterdrückung weiblicher Selbstbestimmung wird ebenfalls des Öfteren angesprochen. Hannah ist z.B. in dem Glauben aufgewachsen, dass es Gottes Wille ist, dass sie als Frau den Männern in ihrem Leben untertan ist. Die Abtreibung ist ihr erster großer Akt der Rebellion, und auch dazu hat sie sich im Prinzip nur entschieden, um einen Mann zu schützen und den religiösen Status Quo ihrer Gemeinde nicht zu gefährden. Aber dadurch wird sie aus Allem herausgerissen, was sie bisher kannte, und beginnt, inmitten des Chaos und der ständigen Gefährdung, sich selber zu entdecken. Jetzt, wo sie nicht mehr durch ihren Glauben definiert wird, muss sie lernen, ihrem Leben selber einen Sinn zu geben. Und ob der Glaube an Gott dabei eine Rolle spielen wird oder nicht, ist nur noch ihre eigene Entscheidung. Ich vermute, dass das Buch für Leser aus den USA eine deutlich schärfere Brisanz haben dürfte. Dort herrscht zwar ebenso wie in Deutschland eine Trennung von Staat und Kirche, aber das tägliche Leben wird dennoch oftmals sehr stark von christlich orientierten Werten geprägt. Die evangelikalen Christen, die unter Anderem dazu beigetragen haben, den Kreationismus in den Lehrplan öffentlicher Schulen aufzunehmen (also die Lehre, dass es keine Evolution gibt sondern alles Leben von Gott quasi "fertig" erschaffen wurde), haben großen politischen Einfluss, und auch andere religiöse Gruppierungen verfügen über politische Macht. Es GIBT große Gruppierungen fundamentalistischer Christen, die glauben, die Ehefrau müsse dem Mann untertan sein. Es GIBT Christen, die es gerne sehen würden, dass christliche Gebote gesetzlich festgelegt werden. Ich kann mir einen amerikanischen Staat, in dem Kirche und Regierung untrennbar verbunden sind, in dem Homosexuelle zur "Therapie" gezwungen werden und Abtreibung als Mord zweiten Grades gilt, nur zu gut vorstellen. Und wenn ich an den Ku-Klux-Klan denke, der HEUTE noch aktiv ist, dann kann ich mir auch "The Fist of Christ" vorstellen, die in diesem Buch Jagd auf Verbrecher machen - unter Anderem auf Frauen, die nach einer Vergewaltigung abgetrieben haben. Ich denke, man muss auf jeden Fall Interesse an religions- und sozialkritischen Themen mitbringen, um das Buch interessant zu finden! Aber dann ist es durchaus eine originelle Dystopie, die etwas ganz Eigenes bietet, was ich so bisher noch nicht gelesen habe. Allerdings ist das Tempo größtenteils eher langsam und die Spannung unterschwellig. Vieles spielt sich sozusagen intern ab, in Hannahs emotionaler und mentaler Entwicklung. Es ist kein Thriller - es ist Sozialkritik, und es ist die Geschichte der Selbstfindung einer jungen Frau in einer Gesellschaft, die bedingungslose Unterordnung unter rigide und oftmals sexistische Werte verlangt. Hannah war ein sehr interessanter Charakter, mit dem ich gut mitfühlen konnte. Nur manchmal war sie mir für ihren Hintergrund plötzlich zu taff und aggressiv, aber meist fand ich ihre Entwicklung glaubwürdig. Auch die Menschen, die sie auf ihrer Flucht trifft, waren größtenteils interessant und gut geschrieben. Viele der Verchromten wurden nur an den Rand der Gesellschaft gedrängt, weil sie der akzeptierten Norm nicht entsprachen, und die Autorin schafft es wirklich, einem die Ungerechtigkeit deutlich vor Augen zu führen. Interessanterweise sind es oft die scheinbar Guten, die nach außen hin als Musterbild christlicher Tugenden erscheinen, die hinter verschlossenen Türen ihr hässliches wahres Gesicht zeigen. Gegen Ende gab es plötzlich eine homosexuelle Beziehung, die etwas aufgesetzt wirkte - mehr so, als hätte die Autorin auch diese unterdrückte Randgruppe noch schnell repräsentieren wollen. Das hätte man meiner Meinung nach auch weniger übereilt ansprechen können! Im Original fand ich den Schreibstil eher ruhig und behäbig, aber dennoch gut zu lesen. Wer einen nervenzerfetzenden dystopischen Thriller sucht, ist hier definitiv falsch. "Die Geächteten" ist eine eher ruhige, philosophische Dystopie, in der wir den Weg einer jungen Frau verfolgen, die sich aus dem Käfig sozialer, religiöser und staatlicher Zwänge befreit.

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  • Leider falsch verkauft

    Die Geächteten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt Im Amerika der nahen Zukunft werden Verbrecher nicht eingesperrt, sondern ihre Hautfarbe wird durch die Injektion eines Virus verändert. Die Farbe verrät, welches Vergehen sie begangen haben: Gelb steht für Diebstahl, Blau für Pädophilie, Rot für Mord. Gemeinsam ist den so genannten Verchromten: Sie haben keinerlei Rechte. Jeder darf sie schlagen, vergewaltigen, töten. Hannah ist eine Rote. Sie wurde als Mörderin gekennzeichnet. Nun ist sie vogelfrei und ihr Überlebenskampf beginnt. Meine Meinung Gesehen, gewünscht, gekauft, gemocht ? Naja, nicht ganz. Dennoch vergebe ich drei Kristalle, was ja ein im Schnitt gutes Buch bedeutet. Warum ? Weil ich denke, dass das Buch falsch vermarktet wird und man daher mit der falschen Einstellung und den falschen Erwartungen an dieses Buch rangeht. Besonders der Klapptext und das Grundgerüst der Handlung, sind irreführend, lassen sie doch eine "klassische" Dystopie vermuten: Es gab eine/n großen Krieg/Katastrophe/Epidemie: Check Daraus ergab sich ein neues System: Check Mädchen, dass "verbotene" Gedanken hat: Check besagtes Mädchen wird bestraft/gefangen/gesucht: Check Rebellengruppe: Check Und doch hat man beim lesen kaum das Gefühl, eine Dystopie vor sich zu haben, eher eine Art Psychothriller, wobei Thriller auch nicht ganz passt, Psychodrama vielleicht ? Ganz ehrlich: Ich hab keine Ahnung wie ich das Ding nennen soll. In er ersten Hälfte des Buches liegt der Fokus stark auf Hannahs Gefühlen und ihre Gedanken. Aufgewachsen in einer streng religiösen Familie, deren Wertevorstellungen in etwa denen des 18. Jahunderts entsprechen, ist sie mit ihrer neuen Situation sichtlich überfordert. Einerseits möchte sie an ihr bisheriges Leben festhalten, andrerseits sieht sie ein, dass als Verchromte nichts mehr so sein wird wie früher. Handlungsmäßig passiert eigentlich die ersten 200 Seiten nicht viel. Man verfolgt Hannahs Gedankengänge und bekommt immer wieder Rückblenden, die Hannahs Leben vor der Verchromung beschreiben. An sich ist so was ja nicht schlecht, aber hier zieht es das Buch doch ganz schön in die Länge. Einige Szenen und Rückblenden hätte man durchaus weglassen können, teilweise waren Hannahs Gedanken so interessant wie drei Fussel auf dem Teppich. An anderen Stellen waren sie für mich einfach nicht nachvollziehbar. Bestes Beispiel: Hannah sieht auf einer Art Google Maps für den Aufenthalt von Verchromten, wie ihre Freundin von einem Man verfolgt und in ein Hausgedrängt wird. Was macht Hannah ? Erstmal macht sie sich totale Sorgen, doch dann, anstatt so schnell wie möglich zu diesem Haus zu gelangen, spaziert sie gemütlich los und geht zwischendurch noch bei Mc Donald's etwas essen. O_o Wait What ? Im letzten Viertel wird es dann aber besser. Es kommt mehr Schwung in die Handlung und Hannah wird ebenfalls erträglicher. Das Ende ist auch soweit gut. Den Schreibstil, fand ich recht angenehm zu lesen und glücklicherweise auch nicht zu jugendlich. Ich hasse es, wenn 17/18 Jährige in manchen Bücher wie 13 jährige sprechen. Fazit Wenn man vom Klapptext her eine spannende Dystopie erwartet, wird man hier unweigerlich enttäuscht werden. Dennoch ist das Buch, wenn man von den etwas langatmigen Passagen absieht, ganz gut.

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    • 2

    Arun

    11. March 2014 um 01:06
  • gute Grundidee, leider schlecht umgesetzt.....

    Die Geächteten

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    22. January 2014 um 09:53

    Kurzbeschreibung Im Amerika der nahen Zukunft werden Verbrecher nicht eingesperrt, sondern ihre Hautfarbe wird durch die Injektion eines Virus verändert. Die Farbe verrät, welches Vergehen sie begangen haben: Gelb steht für Diebstahl, Blau für Pädophilie, Rot für Mord. Gemeinsam ist den so genannten Verchromten: Sie haben keinerlei Rechte. Jeder darf sie schlagen, vergewaltigen, töten. Hannah ist eine Rote. Sie wurde als Mörderin gekennzeichnet. Nun ist sie vogelfrei ╬ und ihr Überlebenskampf beginnt. Meinung Die Handlung beginnt eigentlich ganz interessant. Hannah wacht in einer Gefängniszelle auf und ist rot. Es dauert etwas, bis man überhaupt erfährt, warum. Es wurden zwar kleine Rückblenden dargelegt, dies war mir allerdings zu wenig. Die nächsten Seiten, bis ungefähr zur Hälfte des Buches erwiesen sich als langatmig und langweilig. Das Hauptmerk lag da viel zu sehr auf dem christlichen Glauben und es wurde sehr viel auf Gott bezogen. Ein wenig ok, aber die Hälfte eines Buches war schon für mich etwas nervig. Ab der Mitte dann, als Hannah aus dem „Glaubenshaus“ flieht, wird die Geschichte etwas spannender. Sie erzählt, wie Hannah auf der Straße mit ihrem roten Teint begafft und verurteilt wird und ist somit ständig auf der Flucht. Sie lernt angehende Verbündete kennen, die ihr weiterhelfen. Nur so recht vertrauen, kann sie ihnen nicht. Das Ganze wurde von der Autorin sehr emotionsgeladen und gefühlsbetont dargestellt. Ich kam mit der Geschichte gut mit, wobei ich allerdings dann doch froh war, als der Schluß nahte. Das Ende kam plötzlich und fiel so gar nicht nach meinem Geschmack aus. Der Schreibstil ist einem Jugendbuch angepasst, aber ich muß leider sagen, nach dem Klappentext hatte ich mir eine etwas andere Dystopie darunter vorgestellt. Ich hätte gerne mehr über die einzelen Farben und Verurteilungen erfahren. Die Protagonisten wurden von Frau Jordan gut dargestellt. Für einige entwickelte ich eine gewisse Sympathie, andere wiederum fand ich einfach nur unmöglich. Ich fand auch nicht, das sich die Darsteller im Laufe der Geschichte weiterentwickelt haben. Storisch wie am Anfang. Cover Das Cover finde ich sehr ansprechend. Die blauen Augen stechen total heraus und das Rot passt perfekt zur Handlung. Fazit „Die Geächteten“ konnte mich leider nicht überzeugen, der Klappentext versprach etwas ganz anderes. Außerdem stand mir das Religiöse viel zu sehr im Vordergrund, wodurch ich teilweise richtig genervt war. Dieses Buch erhält von mir 2 von 5 Sternen und leider keine Leseempfehlung.

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  • Wo ist der beworbene "Dystopie-Thriller"?

    Die Geächteten

    theworldisavampire

    17. January 2014 um 20:51

    Keine wirkliche "Dystopie" und erst recht kein "Thriller", weder beängstigend, noch lange nachwirkend.  Ich habe das Buch empfohlen bekommen und bin irritiert: Es ist ein Ausschnitt aus dem Leben einer jungen Frau in einer nicht allzu fernen Zukunft. Ein Teil der Gesellschaft ist extrem christlich, Frauen werden von ihren Männern klein gehalten und dominiert, Fragen dürfen nicht gestellt werden, etcetc. Christlicher Terror vom Feinsten und genau da liegt mein Problem: die Sache mit der Einfärbung der Haut nach einer Straftat war in meinen Augen absolut zweitrangig. Das Problem ist von Anfang bis Ende die starke religiöse Neigung der Menschen, die wirklich abartige Formen annimmt. Die Einfärbung ist da nur ein winziger Aspekt... Mir kommt die ganze Aufmachung mal wieder nach einer absoluten Werbemasche vor. Ich habe ein interessantes Gedankenspiel erwartet nach dem Motto "was wäre, wenn..." und musste verwundert feststellen, dass es überhaupt gar nicht um dieses Thema geht. Die Hauptperson wirkt zwar ganz nett und man ist am Ende dankbar, dass sie sich selbst etwas mehr findet aber im Prinzip ist nichts ihre eigene Leistung. Sie überlebt, weil sie wie ein Schaf macht, was ihr gesagt wird. Ihre plötzliche Hellsicht und Menschenkenntnis ab der Buchmitte war total an den Haaren herbei gezogen und auch die "Freundschaft" zwischen den beiden Roten blieb mir ein Rätsel. Sie haben ein paar Sätze miteinander gesprochen und dann sind sie plötzlich allerbeste Freunde für die Ewigkeit. Positiv: Die Geschichte liest sich angenehm und flüssig, der Schreibstil (bzw die Übersetzung) ist absolut verträglich, nicht dümmlich/plump, wie es bei ähnlichen Titeln oft der Fall ist. Deshalb habe ich es auch schnell durchgelesen und war (trotz allem) unterhalten. Negativ: Reißerisches Marketing, das komplett am Buchinhalt vorbeigeht (fängt ja schon bei den leuchtend blauen Augen an: die Protagonistin hat keine blauen Augen!), seichte Story mit deutlichen Logiklücken, sehr klischeebeladen.

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  • Anderes erwartet

    Die Geächteten

    LineLine

    11. January 2014 um 18:56

    Die Geschichte wird in der Vergangenheitsform von einem personalen Erzähler berichtet. Durch den relativ neutralen Schreibstil der Autorin kamen bei mir die Gefühle der Charaktere nicht an und sie waren mir schon fast egal. Das Buch spielt in dem Amerika der Zukunft. Die Geschichte beginnt damit, dass Hannah, eine junge Frau, als Rote in einer Zelle aufwacht. Durch Rückblenden erfährt man, wie es zu der Verhaftung gekommen ist und warum sie als Mörderin verurteilt wurde. Nachdem sie ihre dreißig Tage abgesessen hat, wird sie als Rote entlassen. Ihr Vater bringt sie zu einem Haus mit anderen Geächteten, in dem sie lernen soll wieder den Weg Gottes zu folgen. Doch bald gibt es einige Komplikationen und eine lange Reise beginnt für Hannah. Hannah hat mir als Protagonistin gut gefallen, da sie oft Dinge hinterfragt hat, anstatt sie einfach so hinzunehmen, wie man es von ihr erwartet hat und etwas rebellisch war. Hannahs Mutter hat mich mit ihren Handlungen so wütend gemacht, dass ich ihr am liebsten die Augen ausgekratzt hätte. Hannahs Vater und Schwester hingegen haben mir besser gefallen, da sie gegenüber Hannah mehr Verständnis aufbrachten. Die Sache, weshalb Hannah zur Mörderin gemacht wurde, hätte ich nicht erwartet. Ich bin ziemlich hin und her gerissen, was ich von dem Buch halten soll. Auf der einen Seite hat es mich sehr enttäuscht, da ich mir von der Inhaltsangabe so viel mehr versprochen habe. Andererseits war die Geschichte ganz in Ordnung, auch wenn es mich fast in den Wahnsinn getrieben hat, dass andauernd die Rede von Gott war. Ich habe nichts gegen Religionen und Glauben, aber es hat einfach nur genervt. Die meiste Zeit, in der ich das Buch gelesen habe, habe ich mit den Augen gerollt. Spannend war das Buch kaum, da die Geschichte eher vor sich hinplätscherte. Ab und zu wurden auch ein paar Science-Fiction-Elemente eingestreut, was für einen kurzen Moment den Eindruck vermittelte, dass das Buch in der Zukunft spielt. Allerdings kam es mir wegen dem strengen Glauben und ein paar anderen Dingen, bis auf diese kurzen Momente so vor, als ob das Buch in der Vergangenheit spielte. Was ich aber sehr positiv finde, ist, dass diese Dystopie ein Einzelband ist! So etwas ist ja ziemlich selten.

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  • Religion trifft Fiktion

    Die Geächteten

    Marina10

    15. December 2013 um 21:05

    Zum Inhalt: Im Amerika der nahen Zukunft werden Verbrecher nicht eingesperrt, sondern ihre Hautfarbe wird durch die Injektion eines Virus verändert. Die Farbe verrät, welches Vergehen sie begangen haben: Gelb steht für Diebstahl, Blau für Pädophilie, Rot für Mord. Gemeinsam ist den so genannten Verchromten: Sie haben keinerlei Rechte. Jeder darf sie schlagen, vergewaltigen, töten. Hannah ist eine Rote. Sie wurde als Mörderin gekennzeichnet. Nun ist sie vogelfrei und ihr Überlebenskampf beginnt. Meine Meinung: Ich habe schnell in das Buch hineingefunden, da es mich unheimlich interessiert hat. Die Geschichte kann einem schon richtig gefangen nehmen und man beginnt sich oft zu fragen wie man selbst wohl reagieren würde, wenn man in einer solchen Situation wäre. Hannah hat in ihrer Geschichte einen schweren weg vor sich und ich habe begeistert gelesen, wie sie es geschafft hat, schritt für Schritt vorwärts zu kommen. Auch wenn die Geschichte reine Fiktion ist, findet man durchaus auch einen weg in die Realtät, in diesem Buch ausgefüllt surch die Kirche und dem Glauben der Menschen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch war flüssig zu lesen und man hatte nicht das gefühl, das manche Infos langgezogen oder überflüssig waren. Meine Meinung: Hier trifft Religion auf die Zukunft und Strafe auf Fiktion. Eine Lektüre, die man nichjt jeden tag zu lesen bekommt. Ich vergebe 4 Sterne

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  • Ein tiefsinniger Roman, der wichtige Themen aufgreift, jedoch sein Potential nicht ausschöpft

    Die Geächteten

    coala_books

    10. December 2013 um 14:34

    In einer künftigen Welt werden Verbrecher durch Färben der Haut für alle sichtbar gekennzeichnet. Für das festgelegte Strafmaß müssen sie diese Färbung tragen und es gelten so gut wie keine Regeln zum Schutz dieser Verchromten vor der Öffentlichkeit. Hannah gehört auch zu diesen Personen, ihre gesamte Haut schimmert rot und zeigt so der Umwelt, dass sie eine Mörderin ist. Sie hat ihr Kind abgetrieben und damit in den Augen der Öffentlichkeit einen Mord begangen. Ihr Strafmaß ist zudem noch schlimmer, da sie beharrlich den Vater sowie den Abtreiber schützt und keine Namen Preis gibt. Von ihrer Familie im Stich gelassen und in einer Heil- und Umerziehungsanstalt beginnt für Hannah nach der harten Zeit im Gefängnis ein komplett neues Leben. Sie muss nicht nur mit der Umwelt zurechtkommen, die natürlich auf sie als Verchromte ganz anders reagiert, sie muss viel mehr auch mit sich selber und ihren Schuldgefühlen zurechtkommen sowie der aussichtslosen Liebe zum Kindsvater. Anders als der Klappentext suggeriert, geht das Buch nicht um einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod sondern vielmehr um Selbstakzeptanz und das Finden der eigenen Stärke. Man begleitet die sehr sympathische Hauptperson auf ihrem Weg vom fremdbestimmten Kind, wessen Leben von Anfang an sehr gelenkt und vorbestimmt war, zu einer selbstbewussten Frau. In einer sehr gläubigen Gemeinschaft aufgewachsen, wurde selten etwas angezweifelt. Mit der Zeit lernt Hannah jedoch, dass sie für ihr Schicksal selber verantwortlich ist und dass sie stärker ist, als sie vermutet.  Durch den sehr flüssigen Schreibstil kommt man gut in die Geschichte. Da man an Hannahs Gedanken, Sorgen und Zweifeln teilhaben kann, fällt es zudem sehr leicht, in ihre Welt abzutauchen. Wenn man über die falschen Erwartungen an den Roman erst mal hinweggesehen hat, findet man einen tiefsinnigen Roman, der viele Themen wie religiösen Fanatismus und  Leichtgläubigkeit, jedoch auch den Wert von Freundschaft und die Verantwortung für das eigene Schicksal behandelt. An vielen Stellen bleibt der Roman jedoch trotzdem zu flach und hätte durchaus noch ein paar mehr Seiten vertragen. Viele Handlungsstränge sind nicht genug ausgearbeitet oder bleiben unvollständig. Die Autorin verarbeitet viele tolle Ideen und spricht wichtige Themen an, das volle Potential wurde jedoch nicht ausgeschöpft. Trotz dieser Schwächen ist der Roman jedoch eine grandiose Zukunftsvorstellung die aufklärt und wach rüttelt. Am Ende bleibt auf jeden Fall jede Menge Diskussionspotential.

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  • Die Geächteten

    Die Geächteten

    buchleserin

    07. December 2013 um 16:56

    Inhalt: Verurteilte Verbrecher werden im Amerika der Zukunft nicht mehr eingesperrt, sondern man ändert ihre Hautfarbe durch die Injektion eines Virus. Anhand der Farbe kann man erkennen, welches Verbrechen die Verurteilten begangen haben. Gelb steht für Diebstahl, Blau für Pädophilie, Rot für Mord. Die Verchromten, so werden sie genannt, haben überhaupt keine Rechte. Sie dürfen geschlagen, vergewaltigt oder getötet werden. Hannah, die eine Abtreibung hatte, wurde als Mörderin gekennzeichnet und ist eine Rote. Sie wird im Zentrum des geraden Weges aufgenommen, das eine Zuflucht für verchromte Frauen ist. Meinung: Der Schreibstil von Hillary Jordan ist flüssig und gut zu lesen. Die Geschichte hat mich schon gleich gefesselt. Die Idee dieses Romans mit den Verchromten fand ich sehr ungewöhnlich und die Geschichte hörte sich interessant an. Zunächst erfährt man in Rückblenden viel über Hannahs Vergangenheit und was mit ihr geschehen ist. Die Menschen sind sehr religiös geworden. Verbrechern wird die Haut eingefärbt und anhand der Farbe kann man erkennen, welches Verbrechen sie begangen haben. Diese Verchromten haben keinerlei Rechte. Die Handlung ist interessant und auch spannend beschrieben. Ich hatte aber zunächst einen anderen Roman erwartet. Die Geschichte ist sehr emotional erzählt und die Religion steht hier im Vordergrund. Ich hatte einen Zukunftsroman mit irgendwie mehr Action und Kämpfen erwartet, Auseinandersetzungen mit den Faustkämpfern und den Verchromten. Der Schluss des Romans kam dann so überraschend schnell, da hätte man noch mehr daraus machen können. Zuvor wurde alles sehr detailliert beschrieben und der Schluss wurde kurz zusammengefasst. Die Protagonisten Hannah und Kayla haben mir sehr gut gefallen und waren mir sympathisch. Die anderen Charaktere wurden ebenfalls sehr gut dargestellt, auch die unsympathischen. „Die Geächteten“ war zwar anders, als ich vermutet hatte, mir hat der Roman jedoch trotzdem sehr gut gefallen, nur der Schluss kam viel zu schnell. Dieser Roman hätte noch Potenzial für einen zweiten Band gehabt.

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  • Nicht so gut wie gedacht

    Die Geächteten

    michasbuechertraeume

    07. December 2013 um 13:26

    Cover: Das Cover ist genial. Es zeigt die „rote“ Hannah und ihre blauen Augen stechen richtig hervor. Es passt perfekt zu der Geschichte. Erster Satz: ALS SIE ERWACHTE, WAR SIE ROT. Meine Meinung: Das Buch beginnt damit, dass die Hauptprotagonistin Hannah in einer Gefängniszelle erwacht. Als sie sich ansieht, sieht sie im wahrsten Sinne des Wortes rot. Sie wurde als Mörderin gekennzeichnet, das heißt ihre Haut ist so rot wie Blut. Je nach Urteil gibt es auch noch andere Farben. Zum Beispiel blau für Vergewaltiger und gelb für Diebe. Diese Hautfarbe kommt durch ein Virus zustande der die Verurteilten dann „brandmarkt“. Warum die 26-jährige Hannah als Mörderin verurteilt wurde erfährt man erst Stück für Stück in Rückblenden. Die junge Frau muss jetzt, für jeden als Verbrecherin erkennbar, ganz alleine zurechtkommen. Zu ihrer Familie kann sie nicht zurück und es gibt nur wenige Orte an denen die Verchromten, so werden „die Farbigen“ genannt, leben können. Hannah ist ein wirklich sympathischer Hauptcharakter und man begleitet sie auf dem schwierigen Weg zurück in ein relativ normales Leben. Aber der Weg dorthin ist gefährlich und steinig. Hillary Jordan hat eine erschreckend echt wirkende Zukunftsvision erschaffen. Die Menschheit hat sich wegen Tripper, der Geißel, dezimiert, da die Frauen bei dieser Erkrankung unfruchtbar werden. Außerdem wird den Menschen, die sich nicht an das Gesetz halten und verurteilt werden, wie Hannah, ein Virus gespritzt um sie farbig zu kennzeichnen statt einzusperren. Es ist wie öffentlich an den Pranger stellen und die verchromten leben ab jetzt auch in ständiger Verachtung und Gefahr vor den Mitmenschen. Denn es haben sich Gruppen gebildet, die regelrechte Hetzjagden auf die Verchromten machen. Aber auch der Glaube an Gott steht sehr im Vordergrund. Der Schreibstil ist flüssig und hat mir sehr zugesagt. Die Idee zu der Geschichte ist interessant und das ganze Szenario ist erschreckend real. Trotzdem hatte das Buch viele Längen und konnte mich nie komplett fesseln, es kam einfach keine Spannung auf. Die Charaktere konnten, bis auf Hannah, auch nicht überzeugen und bekamen keine Tiefe. Außerdem hatte ich mir vom Klappentext her etwas völlig anderes vorgestellt. Irgendwie mehr so in die Richtung anderer Jugendbücher, wo die Verchromten sich zusammenschließen oder gegeneinander kämpfen um zu überleben. Fazit: Die Autorin Hillary Jordan hat mit ihrem Buch „Die Geächteten“ ein originelles Dystopie Szenario erschaffen, das in der Idee zwar wirklich toll ist, mich aber nicht packen und überzeugen konnte. Hannah konnte mich als Charakter für sich einnehmen, aber die anderen blieben relativ farblos und damit auch uninteressant. Auch der Storyverlauf wusste nicht komplett zu überzeugen und so war das Ende zwar in Ordnung, aber nichts besonderes. Ein Buch, das für eingefleischte Dystopie-Liebhaber sicherlich lesenswert ist, wovon alle anderen aber die Finger lassen sollten.

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  • Philosophische Dystopie

    Die Geächteten

    Carol-Grayson

    06. December 2013 um 23:01

    Ich würde dieses Buch eher als philosophische Dystopie denn als Thriller bezeichnen. Die Geschichte von Hannah Payne spielt in einem zukünftigen Amerika, in dem Verbrecher je nach Vergehen "eingefärbt" werden. Einem Amerika, das nach dem Ausbruch von neuen Kriegen und einer Pandemie eine religiös-fanatische Gesellschaftsform angenommen hat. Vor allem, nachdem viele Frauen unfruchtbar und Kinder Mangelware geworden sind. Umso schwerer wiegt Hannahs Verbrechen einer Abtreibung. Sie gilt nunmehr als Mörderin und muss ihr Leben nun als ROTE fristen. Damit gilt sie als vogelfrei. In ihrem Kampf ums Überleben findet sich vor allen Dingen den Weg zu ihrem wahren Selbst und zu ihrem eigenen Bild von Gott. Viele darin beschriebene Dinge, u.a. die totale Überwachung der Bürger scheint gar nicht mehr so fern zu sein und auch die Technik ähnelt stark der gegenwärtigen. Mir erschienen einige Passagen, in denen die Protagonistin immer wieder mit sich hadert zu weit ausgeholt und mit vielen Wiederholungen versehen. Nichtsdestotrotz lesenswert für alle Fans von Dystopien.

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