Husch Josten In Sachen Joseph

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Inhaltsangabe zu „In Sachen Joseph“ von Husch Josten

Die Geschichte eines unverwüstlichen Zusammenhalts. Wer ist Joseph wirklich? Zweimal träumt die Bibliothekarin Helen seinen Tod so real, dass sie es schließlich für eine Weissagung hält. Der Exzentriker ist seit den Tagen im Sandkasten ihr Freund, jetzt fühlt sie sich wie seine Nachlassverwalterin zu Lebzeiten. Während sie in Abwesenheit ihrer Mutter den alten Vater betreut, versucht sie, vorsorglich Josephs Leben zu ordnen. Aber will ein Zyniker überhaupt mit sich und der Welt ins Reine kommen, Wahrheiten finden oder ist eher sie selbst auf der Suche? Helen trifft Martha, Josephs Mutter, und seinen unehelichen Sohn Paco, einen Fernsehkoch. Sie zieht Bilanz, setzt Schlusspunkte. Nimmt sie auch Abschied von ihrem Freund? „In Sachen Joseph“ ist ein in seiner Klugheit ungewöhnliches Debüt, das von Liebe und Freundschaft, von Wahrheit und Wahn erzählt – in der Wahrnehmung einer Frau. Die präzise Prosa dieser Beschreibung eines Lebensumbruchs ist liebenswert unsentimental, aber voller Dramatik, kühler Ironie und sarkastischem Witz.

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  • Rezension zu "In Sachen Joseph" von Husch Josten

    In Sachen Joseph

    anette1809

    17. August 2011 um 23:28

    Es gibt Bücher, die funktionieren in erster Linie durch ein überraschendes Ende, und wenn das Ende nicht zu überraschen weiß, funktionieren sie eben nicht (so gut). So erging es mir leider mit "In Sachen Joseph", das sicherlich zu begeistern weiß, wenn der Leser erst am Ende merkt, wohin der Hase läuft. Husch Josten spielt mit der Wahrnehmung ihrer Leser und lässt erst am Ende die Katze aus dem Sack, wenn der Tag zur Neige geht, den der Leser an der Seite der Hauptprotagonistin Helen verbracht hat. Passend zum Ablauf sind die Titel einfach nur mit Zeitangaben überschrieben: Sieben Uhr fünfundvierzig, Gegen Mittag usw. "In Sachen Joseph" ist weder von der Sprache noch von der Handlung ein besonders gefälliges Buch. Die Handlung definiert sich hauptsächlich über zwischenmenschliche Beziehungen zwischen der Hauptfigur Helen und ihrem sozialen Umfeld. Die Sprache wirkt manchmal sperrig durch die sehr detaillierten Beschreibungen. Die Figuren der Geschichte waren mir zwar nicht grundlegend unsympathisch, aber sie haben mich allesamt unberührt gelassen. Ich kreide es weniger dem Buch an, dass es mich nicht überzeugen konnte, als vielmehr einem Pressetext, den ich im Vorfeld gelesen hatte, und der zu offensichtlich die Auflösung der Beziehung von Helen und ihrem Freund Joseph aus Kindheitstagen preisgegeben hat. So habe ich mich mit der erwarteten Auflösung vor Augen mehr schlecht als recht durch einen Tag in Helens Leben gehangelt und war am Ende wirklich enttäuscht, dass die Auflösung in genau dem Tatbestand mündete, mit dem ich die ganze Zeit gerechnet hatte. Irgendwie hatte ich während des Lesens trotz allem noch die Hoffnung mit meiner Vorahnung auf dem Holzweg zu sein und von dem Ende überrumpelt zu werden. Fazit: Wer dieses Buch noch lesen will, sollte keinesfalls weitere Informationen dazu einholen als den Klappentext! Mit einer unerwarteten Überraschung am Ende weiß das Buch mit Sicherheit zu punkten, so war es für mich leider nur ein durchschnittliches Leseerlebnis, welches mir nicht lange in Erinnerung bleiben wird. Eine soziale Studie aus dem Leben einer Bibliothekarin, die mit einem überraschenden Ende punktet - WENN es denn überrascht.

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  • Rezension zu "In Sachen Joseph" von Husch Josten

    In Sachen Joseph

    Ailis

    28. July 2011 um 12:37

    "In Sachen Joseph" ist ein wunderbares Buch über Freundschaft, darüber, vollständig zu sein, aber auch über Verlust und das Gefühl, wenn alles auseinanderbricht. Helens bester Freund, der, der sie vervollständigt, ist Joseph. Ihr Seelenverwandter, ohne den sie nicht leben kann und will. Zweimal träumt sie seinen Tod: Joseph, der sich im eigenen Wohnzimmer in einen alten Sarkophag legt, den Deckel zuzieht und stirbt. Es einmal zu träumen ist verwirrend, es zweimal zu träumen beängstigend. In der Gewissheit, Joseph bald an den Tod zu verlieren, versucht Helen sein Leben zu sortieren. Wer geht, der muss Ordnung hinterlassen, klare Verhältnisse, einen Abschluss finden. Da Helen weiß, dass Joseph sie nur auslachen würde, wenn sie diesen Vorschlag machte, nimmt sie es selbst in die Hand und lernt bei dem Versuch, das Leben ihres Freundes zu ordnen, nicht nur viel über ihn, sondern vor allem über sich selbst. "In Sachen Joseph" ist ein wahrhaft ungewöhnliches Buch. Husch Jostens Art, an die Themen Freundschaft, Verlust und Selbsterkenntnis heranzugehen ist außergewöhnlich, besonders wenn man am Ende des Buches vor dieser vollkommen unerwarteten Wende der Geschichte steht und alles, was man bisher über den Roman und sein Personal dachte, wie ein Kartenhaus über einem zusammenbricht. Ich muss gestehen, gerade das Ende sehr genossen zu haben. Mittig gab es einen kleinen Durchhänger, weil man das Gefühl hatte, Helen dreht sich im Kreis, doch das Finale versöhnt mich mit allem. Husch Jostens Schreibstil war zu Beginn noch ein wenig gewöhnungsbedürftig, ihre unvermittelten Perspektivwechsel verwirrten mich. Doch mit jeder Seite erscheint ihre Sprache passender, normaler und gefälliger. Es hat mir große Freude bereitet, dieses Buch zu lesen und ich habe mir fest vorgenommen, es ein zweites Mal zu lesen. Wer den Roman gelesen hat, wird verstehen warum, mehr wird nicht verraten. Ein lesenswertes, nachdenkliches und ehrliches Debüt - davon bitte mehr!

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  • Rezension zu "In Sachen Joseph" von Husch Josten

    In Sachen Joseph

    derbutt

    08. July 2011 um 17:48

    Ein schöner, hintergründiger, trauriger und witziger Roman. Wer kennt nicht die imaginierten Freunde, die man auf dem Weg ins Erwachsenenleben allesamt irgendwann aufgegeben oder verloren hat. Die Hauptfigur aus "In Sachen Joseph" leistet sich den Luxus, den imaginierten Freund auch als Frau in den besten Jahren noch zu pflegen - schon diese schöne Idee macht den Roman lesenswert. Aber auch die kuriose Geschichte, die sich unauffällig entspinnt und plötzlich ist man mitten drin zwischen Wirklichkeit, Einbildung und - immer wieder Freundschaft.

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