Ian Mortimer Im Mittelalter

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Inhaltsangabe zu „Im Mittelalter“ von Ian Mortimer

Stellen Sie sich vor, Sie könnten in der Zeit reisen: Was würden Sie vorfinden, wenn Sie ins 14. Jahrhundert zurückgehen? Was würden Sie sehen, schmecken und hören? Wo würden Sie übernachten? Ian Mortimers große Erzählung über das mittelalterliche England eröffnet uns einen völlig neuen Weg zum Verständnis dieses so fernen wie fremden Zeitalters. Wir bekommen eine Idee
davon, welche Vorstellungen die Menschen wirklich prägten, woran sie glaubten, welche Hoffnungen sie beflügelten und welche Ängste sie quälten. Uns wird bewusst, was es heißt, wenn dreißigjährige Frauen schon als »Winterfutter« gelten, erfahren, wie man Krankheiten nach dem Stand der Planeten behandelt und wie viel Spaß eine »Bärenhatz« machen kann – selbst wenn wir heutigen
Menschen eine solche Jagd als grausam empfinden. Endlich ein Buch, das zeigt, dass Geschichte nicht nur studiert, sondern auch erlebt werden kann!

Unterhaltsam geschrieben, rückt es anhand von Quellen und moderner Wissenschaft manche romantische Vorstellung vom Mittelalter zurecht.

— fantafee

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  • 'Es ist ein Versuch, mit unserer eigenen Zeit zurechtzukommen [...].'

    Im Mittelalter

    sabatayn76

    01. November 2014 um 11:21

    'Es ist ein Versuch, mit unserer eigenen Zeit zurechtzukommen, indem wir uns anschauen, wie die menschliche Erfahrung in anderen Jahrhunderten aussah.' Inhalt: Ian Mortimer hat ein Buch über das Mittelalter geschrieben und möchte darin die Fragen klären, die die Menschen von heute beschäftigen, wenn sie an das 'dunkle Zeitalter' denken. Er legt seinen Fokus auf das 14. Jahrhundert und auf England, berichtet von Themen wie Wohnsituation (z.B. Stadt versus Land), Menschen (z.B. Lage der Frauen), Wesen (z.B. Gewalt, Humor), Alltag (z.B. Sprachen, Uhrzeit, Höflichkeit), Kleidung, Reisen und Unterkünfte auf Reisen (z.B. Gasthäuser, Klöster), Speisen und Getränke (z.B. Hunger, saisonale Rhythmen), Gesundheit und Hygiene (z.B. Pest, Lepra), Recht und Gesetzgebung sowie Zeitvertreib (z.B. Lanzenstechen, Jagd). Mein Eindruck: 'Im Mittelalter' liest sich sehr schnell und flüssig, ist fast durchgehend unterhaltsam. Ich fand die Ausführungen des Autors oft sehr spannend, und auch der Stil des Buches hat mir gut gefallen. Bisweilen empfand ich die Sprache jedoch als zu flapsig und umgangssprachlich, die Sicht auf bestimmte Dinge etwas zu naiv (z.B. bei der Lage der Frauen), die Schilderungen manchmal etwas zu ungenau und zu wenig authentisch (dies vor allem bei der Wortwahl). Zudem finde ich, dass dem Buch Kürzungen gut getan hätten, manche Beschreibungen empfand ich als zu langatmig, und auch die im Buch vorkommenden Listen hätte ich persönlich nicht gebraucht. Mein Resümee: Spannende Infos, aber da der Autor bisweilen etwas ungenau ist, stellt sich mir die Frage, ob die Infos auch wirklich alle korrekt sind.

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  • Rezension zu Im Mittelalter: Handbuch für Zeitreisende von Ian Mortimer

    Im Mittelalter

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. August 2014 um 13:12

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Eins sollte man beim Lesen dieses Buchs auf jeden Fall im Hinterkopf behalten: Auch wenn es ein Sachbuch ist, ist es doch eine Erzählung und keine wissenschaftliche Fachliteratur. Ja, Ian Mortimer ist Historkiker und ja, er bezieht sich in diesem Werk auch immer wieder auf durchaus wissenschaftlich anerkannte Quellen, aber man sollte nichtsdestotrotz das Gelesene nicht einfach für bare Münze nehmen. Nicht, dass ich “Im Mittelalter: Handbuch für Zeitreisende” schlecht fand, ganz im Gegenteil, es hat mir absolut großartig gefallen, aber man muss sich immer wieder bewusst machen, dass vieles in diesem Buch eben doch eher in den Bereich Fiktion fällt. Okay, Fiktion ist vielleicht nicht ganz korrekt, aber vielen Thesen in diesem Buch fehlt es in der Realität an stützenden Beweisen, als dass sie in einem wissenschaftlichen Zusammenhang wirklich Halt hätten und nicht selten interpretiert der Autor bestimmte Zusammenhänge auch mal etwas freizügiger zu Gunsten seiner Erzählung oder betrachtet einzelne Aspekte nur recht einseitig, obwohl es in der wissenschaftlichen Welt dazu starke Gegenthesen gäbe. Ich gebe gerne zu, dabei handelt es sich eigentlich immer nur um Kleinigkeiten, teilweise vermutlich auch um mangelhafte Übersetzungen (oder aber vereinfachte Begrifflichkeiten), aber auch wenn ich keine Historiker bin, wenn man seinen Studienschwerpunkt auf Mediävistik legt, reicht das doch schon aus, um einen dafür zu sensibilisieren, wie wenig eigentlich wirklich über das Leben des einfachen Mannes aus dieser Zeit bekannt ist und wie vieles daher nur Spekulation und mit Vorsicht zu genießen ist – so wie eben viele Teile dieses Buchs. Nichtsdestotrotz macht Ian Mortimers “Im Mittelalter: Handbuch für Zeitreisende” einfach Spaß. Es ist interessant, es ist informativ (wenn auch eben nicht immer ganz wahrheitsgetreu und teils rein spekulativ) und einfach unterhaltsam. Und es wird ja auch klar als “Erzählung” bezeichnet – zumindest vom deutschen Verlag. Für alle Mittelalterfans und Hobbyhistoriker jedenfalls eine spannende Lektüre, die ich durchaus empfehlen kann.

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