Das Einstein Enigma

von J.R. Dos Santos 
3,9 Sterne bei73 Bewertungen
Das Einstein Enigma
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Positiv (49):
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Dicker Wälzer, aber lesen lohnt sich. Empfehlenswert für wissenschaftsinteressierte und/oder mathematisch begeisterbare Leser.

Kritisch (6):
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Möchte- gerne-Thriller für bildungsferne Schichten. Spannung? Fehlanzeige. Schade um die Bäume. Perfekt zum Einschlafen.

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Inhaltsangabe zu "Das Einstein Enigma"

Kairo, 2006.
Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein mysteriöses Manuskript entschlüsseln. Sein Titel? Die Gottesformel. Sein Autor? Albert Einstein. Was auf dem Spiel steht? Nichts weniger als die Anleitung für eine einfach zu bauende Atombombe.
Wider Willen wird Tomás als Doppelagent des Iran und der CIA in eine internationale Spionageaffäre verwickelt und kommt im Rahmen seiner Ermittlungen einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.Der Codespezialist Tomás Noronha soll ein Manuskript Albert Einsteins entschlüsseln: "Die Gottesformel". Der Inhalt ist explosiv. Als Doppelagent wider Willen gerät Tomás Noronha zwischen die Fronten und unter Spionageverdacht. Im Manuskript geht es aber nicht um eine neue Atombombe, sondern um Inhalte mit gesellschaftlicher Sprengkraft.
Ein spannender, fundiert recherchierter Roman, der die Relativitätstheorie auch für den interessierten Laien verständlich macht. Weltklasse!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946621003
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:luzar publishing
Erscheinungsdatum:23.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Naikevor einem Jahr
    Der Sinn des Leben, der keiner ist

    Würde man aus dem fetten Wälzer sämtliche Info-Dumping-Dialoge zu physikalischen Themen rausnehmen, bliebe nicht viel übrig, was man noch Roman nennen könnte. Die Handlung scheint nur dazu da, um des Autors Lieblingstheorie in Sachen Existenz zu transportieren. Für sich alleine gestellt bliebe nur der klägliche Versuch, einen Geheimdienst-Thriller zu kreieren. Weiterhin gibt es zu viele praktische Zufälle und zum großen Teil unglaubwürdige, klischeehafte Figuren. Ich hätte das Buch nicht zuende gelesen, wäre der Theorie-Teil nicht wenigstens halbwegs interessant gewesen (dafür der zweite Stern), denke mir jedoch jetzt nach Abschluß, ich hätte es doch besser gelassen, denn was  José Rodrigues dos Santos uns da am Ende als "Sinn des Lebens" präsentiert, ist gar keiner und erst recht kein Gottesbeweis.
    Ein absolutes Rätsel wird wohl ungelöst bleiben: Warum hat sich dieser Roman angeblich weltweit mehr als 1 Million Mal verkauft?

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    j125s avatar
    j125vor einem Jahr
    Lehrreich und schmerzhaft

    Inhalt:
    Der portugiesische Kryptoanalyst Tomás Noronha wird beauftragt ein Dokument von Albert Einstein zu entschlüsseln, welches sich „Die Gottesformel“ nennt. Der Inhalt ist brisant, geht man doch davon aus, dass er eine Anleitung zum Bau der Atombombe enthält. Kein Wunder also, dass sich sowohl der Iran als auch die CIA für das Dokument interessieren. In diesem Buch geht es um die wohl größten Fragen der Menschheit. Gibt es einen Gott und wenn ja, kann man das beweisen? Wozu gibt es die Menschen und wie entstand das Universum?

    Meine Meinung:

    Dieses Buch hat mich gleich auf mehreren Ebenen angesprochen. Ich finde Albert Einstein als Persönlichkeit sehr faszinierend und lese immer gern über ihn. Außerdem mag ich Rätsel und war daher von Tomás Beruf als Kryptoanalyst sehr fasziniert.

    Der Einstieg ins Buch ist mir leichtgefallen, weil man relativ schnell einen Eindruck von Tomás und seiner Arbeit bekommt. Nach etwa hundert Seiten habe ich das Buch für drei Wochen pausiert – aber nicht weil es mir nicht gefallen hat – und konnte danach wieder richtig gut in die Geschichte einsteigen.

    Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre, also als Betthupferl ist es nicht zu empfehlen. Es steckt voller Theorien über den Sinn des Lebens, die Entstehung und das Ende des Universums, die Bibel und andere Religionen. Man bekommt also sehr viel Input, aber diesen fand ich sehr gut aufbereitet. Die Theorien werden (fast) alle durch anschauliche Beispiele erläutert, sodass ich gut folgen konnte.
    Manche Erklärungen hätte ich vielleicht zwei oder dreimal lesen müssen, um sie vollständig zu begreifen, aber dazu hatte ich um ehrlich zu sein keine Lust. Es ist jedem selbst überlassen, wie detailliert er die Thesen verstehen und begreifen möchte.

    Obwohl alles gut erklärt ist, gab es meiner Meinung nach hin und wieder Längen. Zwar ziehen diese sich nicht über weite Strecke, aber zusätzlich zu den teils sehr langen Kapiteln, hat das bei mir für etwas Frust gesorgt. Ich denke, dieses Buch sollte einen eher über einen längeren Zeitraum begleiten und das ist ja bekanntlich nicht meine Stärke.

    An anderer Stelle war mir das Buch leider zu amerikanisch (obwohl der Autor Portugiese ist). Da geht es um die CIA, um Spionage, Entführung und so weiter. Eben all das was man sich so vorstellen kann, wenn man die Stichworte Geheimdienst, Iran, USA und Atombombe hört.

    Fazit:
    Für mich war dieses Buch gleichermaßen lehrreich wie schmerzhaft. Sich mit dem Tod und der Endlichkeit des Lebens auseinanderzusetzen, tut mir weh. Aber ich habe auch viel gelernt, über den Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Religion, über Kryptoanalyse und vielleicht auch über mich selbst. Wer bereit ist sich auf ein Buch einzulassen, dass zwar verständlich ist, aber dennoch Zeit kostet, kann mit diesem Buch seine Freude haben.

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    S
    staronevor einem Jahr
    Das Einstein Enigma



    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll  das Geheimmanuskript des Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – ein Dokument, dass so geheim ist. Das niemand auf der Welt eigentlich weiß um was es wirklich geht, aber gerne jede Weltmacht spekuliert und Mutmaßungen anstellt. Amis, Israelis jeder ist daran interessiert und so kommt es wie es kommen muss,  ein allgemeinen Wettlauf der Supermächte, Geheimdienste um dieses Schriftstück und seine Übersetzung beginnt. 

    Meine Meinung: 

    Interessant das genau dieser Roman wohl 1 Million mal verkauft worden soll, wo allgemein die Fächer Mathe, Physik  selbst in der Schule eher verpönt sind. Wo liegt bei dem Roman die Faszination, vielleicht in der Kombination wie immer wieder Einstein und seine Theorien, Gedanken und Idee in den Roman mit eingeflossen sind. Und wie sich langsam eine ganz andere Thematik dadurch sich herausgeschält hat. Eine Art "Illuminati-Geschichte", aber mit ganz anderen Ansätzen. Lustig auch die Sache mit der Gottes Lücke. Auch politisch und gesellschaftlich  fand ich es gut, dass der Roman da nicht zu parteiisch geworden ist. Eher neutral, aber kritisch wenn  Ariana ihre Situation beschrieben hat.Die Spurensuche und auch die Lösung, Gedankengänge, Info und Idee waren stimmig und haben mich hier und da auch nachdenklich gestimmt.  Leider gab es, aber auch immer wieder lesemäßige Stolpersteine, was bestimmte ungeklärte Begriffe und Ausdrücke in dem Roman anging, der mir persönlich doch den Lesespaß an diesem Buch etwas vermiest hat. 


    So gut wie die Mathematik oder Physik beschrieben wurde, hätte ich mir da  persönlich an vielen  Stellen einfach Erklärungen oder zumindest eine Legende gewünscht. Denn ich mag nicht dauert googeln müssen beim Lesen. 


    Sonst aber durchaus  eine spannende Mischung zwischen Wissenschaft, Abenteuer, politischer Gefahr und klar einer Liebe , die in dieser Zusammensetzung schwer nur eine Zukunft haben kann oder wird. 

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    G
    Gisevor einem Jahr
    Die Suche nach der Gottesformel

    Der Historiker und Kryptoanalyst Tomás Noronha soll ein Manuskript enträtseln. Der Titel: Die Gottesformel. Der Autor: Albert Einstein. Tomás reist in den Iran. Doch dort ist er plötzlich sehr eingeschränkt in seiner Arbeit, und bald schaltet sich auch der CIA ein, denn auch der hat Interesse an diesem Manuskript. Tomás findet sich bald zwischen allen Lagern wieder, zudem macht er sich Sorgen um seinen Vater, der Lungenkrebs im Endstadium hat. Bald gerät Tomás sogar in Lebensgefahr. Und immer noch steht die Aufgabe im Raum, die Gottesformel zu entziffern.

    Mit vielen wissenschaftlichen Auseinandersetzungen ist dieses Buch gespickt, die sich anfangs noch relativ einfach lesen, auch für den unbedarften Laien, später aber hat mir der Kopf geschwirrt vor lauter Paradoxien und Theorien und Thesen und was weiß ich noch. Nachvollziehen konnte ich das irgendwann nicht mehr. Noch ein bisschen Liebesgeschichte hinein und ein bisschen Spionageflair, und fertig ist ein Wissenschaftsthriller, der in die Fußstapfen von Dan Brown eintreten möchte. Ein geheimes Dokument aus Einsteins Feder mit dem Beweis, dass es Gott gibt, ist das hochgesteckte Projekt, das Tomás und seine schöne Begleiterin beschäftigen.

    Ich habe das Buch, trotz all der wissenschaftlichen Exzerpte, in kürzester Zeit verschlungen, es ist äußerst spannend geschrieben. Es lädt ein zum Nachdenken, liefert aber lange nicht so viel Action wie die Bücher von Dan Brown. Obwohl der Autor hier einige interessante Elemente mit überraschenden Wendungen eingebaut hat.

    Wer sich gerne mit wissenschaftlichen Fragen über den Ursprung der Welt und verschiedene Theorien darüber informieren und unterhalten will, ist mit diesem Buch sicherlich gut beraten und wird einige interessante Lesestunden damit verbringen.

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    A
    anchelvor einem Jahr
    Verlangt dem Leser viel ab.

    Mit dieser Bewertung habe ich mich sehr schwer getan, noch schwerer mit dem Lesen.
    Albert Einstein, Spionage und auch noch etwas Wissen in einem Buch verpackt hat mich sehr angezogen, da ich erstens Krimifan bin und mich zweitens stets darüber freue nebenbei noch etwas zu lernen.
    Alleine die Angabe im Vorwort, dass alle wissenschaftlichen Angaben von Physikern und Mathematikern geprüft sind, hat mich schon mal abgeschreckt. Ich will eigentlich gar keine Physikalischen Theorien verstehen.
    Dann kamen lange arabisch klingende Namen, die habe ich überflogen und uupps gemerkt, dass ich weitergelesen habe ohne das Gelesene zu speichern.
    Ich habe mich durch das Buch gelesen und kann verstehen, dass viele begeistert sind. Es ist halt nur nicht meins.
    Wieso dann meine gute Bewertung? Weil es sicher nicht am Buch liegt sondern an meinen Voraussetzungen. Auch die Häufung fremdklingender Namen hat mich etwas gebremst. Daher habe ich immer Längen überlesen, wie ich zu meiner Schande gestehen muss.
    Irgendwie hatte ich keine Lust auf das Buch und habe ihm auch keine echte Chance gegeben.

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    E
    echidnavor einem Jahr
    Spannend und interessant


              Schon als ich die Kurzbeschreibung des Buches gelesen hatte, wusste ich, dass das genau das richtige Buch für mich ist. Ein altes Manukript von Albert Einstein wird gefunden, der Titel "Die Gottesformel". Doch in dem Manuskript befinden sich verschlüsselte Passagen. Der Kryptanalyt Tomás Noronha soll dabei helfen, diese zu entschlüsseln und hat keine Ahnung, auf was er sich bei diesem Vorhaben einlässt. Das Manuskript soll eine Anleitung zum Bau der Atombombe enthalten, die es dem Iran ermöglicht, auf einfache Weise Atomwaffen herzustellen. Noronha wird gleichzeitig vom Iran und von der CIA angeheuert. Vom Iran, um das Manuskript zu entschlüsseln und von der CIA, um das Vorhaben des Irans auszuspionieren. Noronha verwickelt sich in etwas, bei dem es bald um Leben und Tod geht und evtl. auch einem Beweis für die Existenz Gottes.


    Die Handlung ist wahnsinnig spannend. Ich konnte es fast gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgehen würde. Ich fand auch die wissenschaftlichen Erklärungen, von denen es viele im Buch gibt, sehr interessant. Für manch anderen Leser mögen diese vielleicht etwas zu viel des Guten sein, doch da ich mich sowieso für diese Themen interessiere, war es für mich sehr interessant, mehr über die existenziellen Fragen der Physik zu erfahren.
    Bei der ganzen Spannung und Wissenschaft kommen aber auch die Charaktere nicht zu kurz. Besonders Tomás Noronha ist ein sympathischer Charakter, bei dem es auch in die Tiefe geht. Seine Eltern fand ich hingegen ein wenig flach, besonders die Mutter scheint nur aus Klischees zu bestehen, doch diese spielen ja auch nur eine Hintergrundrolle.


    Insgesamt war das Buch eine sehr interessante Reise in die Physik auf der Spur des größten Rätsels, das die Welt wohl beschäftigt: die Existenz Gottes. Ich würde das Buch allerdings nur denjenigen weiterempfehlen, die auch wenigstens etwas Interesse an den physikalischen Zusammenhängen in der Welt haben. Sonst könnte das Buch passagenweise etwas langweilig werden.
            

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    Wedmas avatar
    Wedmavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Möchte- gerne-Thriller für bildungsferne Schichten. Spannung? Fehlanzeige. Schade um die Bäume. Perfekt zum Einschlafen.
    Ein Möchte-gerne-Thriller für Dummies.

    Klappentext hat mich neugierig gemacht, v.a. der versprochene Beweis: „Kairo, 2006.
    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe, mit der Israel das Physik-Genie einst beauftragt habe. So gerät Tomás zwischen die Fronten von Iran und CIA.
    Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.“

    Leider entpuppte sie der vermeintlich spannende Thriller als erstklassiger Ersatz für Schlafmittel. Nach nur paar Seiten konnte ich jedes Mal wunderbar einschlafen. Baldrian& Co. können von so einer Wirkung nur träumen. Entspr. dauerte es, bis ich die 600 Seiten doch noch mal irgendwann durchhatte. Ich musste, da Rezi-Pflicht. Dazwischen gab es etliche tolle Bücher, die mich diesen Mumpitz mit nötiger Portion Humor und Gelassenheit aufnehmen ließen.

    Zu oft tauchte der Gedanke auf: für wie dumm hält der Autor seine Leser? Die Antwort lautet leider: für sehr dumm und völlig bildungsfern. Die Art, wie er sein Werk gestaltet hat, die marionettenhaften Figuren, der unglaubwürdige Plot lassen keine Zweifel daran. Der Stoff wird umständlich erzählt, alles bis ins Kleinste wie für Hirnamputierte erklärt, oft wiederholt und nochmals zusammengefasst. Der Autor wollte hpts. die Leser belehren, ihnen sein Bild der Welt aufs Auge drücken. Alles andere ist zweitrangig und wird auch entspr. stiefmütterlich behandelt worden. Der Witz ist, der werte Autor hat nicht mal eigene Inhalte. Es sind Zusammenfassungen der geborgten Werke, stark vereinfacht, von Einstein, Heisenberg und anderen Wissenschaftlern aus den Bereichen der Mathe, Physik, Astronomie, etc., sowie Lehren mancher Religionen. Sein größter Verdienst ist, dass er komplexe Sachverhalte aus o.g. Bereichen für bildungsferne Schichten zusammengetragen und aufs Wesentliche reduziert hat. Das ist aber Recherche und Kürzung. Das, was den eigenen Part darstellt, fadenscheinige Handlung und klischeehafte Figuren, sind schlicht nicht der Rede wert, denn so etwas gibt es in jedem drittklassigen Werk, der keine müde Mark wert ist.

    Seitenlang, in langwierigen Dialogen, erklärt der „schlaue“ Professor dem Tomás  die Welt, dabei erzählt er viel Unsinn, seine Argumentation ist oft zum Lachen, er widerspricht auch eigenen Ausführungen, denn das Gespräch ist ja lang, da hat er vergessen, was er am Anfang gesagt hat. Im Großen und Ganzen wird hier Dataismus propagiert, sonst gibt es nichts Neues: Von menschlicher Intelligenz auf den nächstgelegenen Galaxien hat man schon in den achtziger Jahren des letzten Jh. gelesen. Dem Tomás fällt all der Humbug gar nicht auf. Der läuft eh wie ein Dummy durch den Roman und stolpert zuverlässig von einer Falle in die nächste. All diese Geheimdienstagenten und ihr Getue sind reine Staffage, die jeder Glaubwürdigkeit entbehrt und kaum etwas zur Spannung beiträgt, denn die Agenten liefern auch langwierige Dialoge, bei denen man perfekt einschlafen kann. Die sehr dürftige Schreibe zeichnet sich auch noch aus von ständigen Wortwiederholungen und regem Gebrauch von Hilfsverben: „war“ wohin das Auge reicht. Warum nach Worten rangen, wenn es so einfach geht?

    Fazit: Leider habe ich keinen guten Eindruck von diesem Roman gewinnen können. Es handelt sich hier um das Werk eines Graphomanen, der weder Talent noch das Handwerk, noch eigene Inhalte hat, um lesenswerte Geschichten zustande bringen zu können. Figuren wie Plot sind unterdurchschnittlich, da die Figuren eher blass und schematisch sind, die Handlung oft unglaubwürdig und behelfsmäßig zusammengeschustert, die Art der Stoffdarbietung ist ebenfalls unterdurchschnittlich, denn das Ganze in ellenlange Dialoge zu packen ist kein Weg, der zu einem gelungenen Thriller führt, hier also auch max. zwei Sterne. Zudem wurde kein Klischee, das typisch für drittklassige Werke sind, ausgelassen. Das stark vereinfachte wissenschaftliche Teil verdient evtl. drei Sterne, aber diese Inhalte liest man doch lieber in guten Sachbüchern. Alles insg. zwei Sterne mit viel Wohlwollen und bitte nicht nochmal so etwas in der Art. Hab gesehen, dass da schon das nächste Werk des werten Autors angeschlagen ist. Dem sollte man sein Laptop entführen, damit er keine weiteren Möchte-gerne-Romane produzieren kann.

    Kommentare: 5
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    annso24s avatar
    annso24vor einem Jahr
    Begeisterung pur!

    Cover:

    Das Cover vom „Einstein Enigma“ besticht durch Authentizität und schlichter Eleganz. Besonders gelungen ist die Kombination aus Einsteins Porträt und dem handschriftlichen Manuskript, das leicht verschwommen im Hintergrund zu sehen ist, da es das Thema trifft und eine dem Buch passende Atmosphäre erzeugt. Allerdings bricht der rote Werbeaufdruck die ansonsten gelungene Komposition und tritt unnötigerweise in den Vordergrund. Nichtsdestotrotz trifft das Cover meinen Geschmack.  
    Inhalt:

    Der Inhalt des Buches findet auf zwei Ebenen statt. Die vordergründige Handlung umfasst Tomás Noronhas Abenteuer als Kryptanalyst und der Leser begleitet Tomás auf seiner Reise durch die Welt und bei seinen Anstrengungen das Einstein Enigma zu entschlüsseln. Mit dieser ersten Ebene ist eine Metaebene verbunden, denn J.R. Dos Santos schickt den Leser auf eine naturwissenschaftlich-philosophische Reise und sinniert über die Determinismus der Welt, den Sinn des Lebens und einer wissenschaftlichen Annäherung zu Gott. Dabei geht Dos Santos weit in die Tiefe, sowohl auf naturwissenschaftlicher als auch philosphischer Ebene, und führt den Leser in die Welt der Quantenphysik, des Unvollständigkeitssatzes, der Relativitätstheorie und vielem mehr. Hierbei findet Dos Santos ein gutes Maß aus wissenschaftlicher Korrektheit und Anschauung, sodass er auch Leser ohne die entsprechenden Kenntnisse abholt. Die Bilanz der eigentlichen Handlung fällt sehr positiv aus. Trotz des etwas längeren Umfangs ist das Buch fast durchgängig spannend und die Handlung ist in sich schlüssig. Besonders angenehm ist, dass in den Hauptstrang auch zwischenmenschliche Episoden eingeflochten sind, die oftmals Ausgang der philosophischen Gedanken sind. Allerdings muss gesagt werden, dass das „Einstein Enigma“ nur bedingt kryptographische Themen aufnimmt und eher einem Agententhriller entspricht, da Tomás viel Reisen muss, mit verschiedenen Institutionen in Wechselwirkung tritt und verschiedene Fährten verfolgen muss. Doch dies erweitert das potentielle Leserspektrum eher, da die Handlung so an Fahrt und Spannung gewinnt, anstatt sich in spannenden, aber spezifischen Details zu verlieren. Dafür widmet sich Dos Santos sehr ausführlich der philosophischen Ebene. Hier hat es große Freude bereitet, sich mit den Gedanken des Autors auseinander zu setzen und viele Anregungen zu erhalten. Insbesondere da sich Dos Santos anscheinend sehr intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt hat, ist das Buch detailreich und kompetent. Es bietet dadurch einen sehr guten Zugang zu wissenschaftlichen Themen und deren Folgen. Ein einziger Kritikpunkt bleibt, da Dos Santos einige weitere führenden Schlussfolgerungen und Interpretationen als einzig mögliche darstellt - auch um den Handlungsverlauf zu fördern. Insofern wird der Leser gefordert, selbst mitzudenken und nicht blindlings alles als unumgänglich zu betrachten. Denn es gibt eine Grenze zwischen Fakten, Theorien, Hypothesen und Interpretationen, die im Buch an wenigen Stellen verschwimmen. Doch Anbetracht des unglaublich schwierigen und weitreichenden Themas, dessen sich Dos Santos gewidmet hat, ist das „Einstein Enigma“ hoch zu achten und einzigartig. Es ist ein Meisterwerk und bietet einen wunderschönen und auch weiterführenden Einblick in wissenschaftlich-philosophische Gedankengänge.  
    Charaktere:

    Der Protagonist Tomás Noronha ist mit Liebe gezeichnet und auch in seinen Details stimmig. Es war eine Freude, ihn auf seinem Abenteuer zu begleiten und mit ihm zu leiden, sich zu freuen und mit ihm mitzufiebern. Auch die weitere Figuren sind detailreich und für das Buch von großer Bedeutung. Dabei gelingt es Dos Santos seine Figuren authentisch zu gestalten, ohne sie zu überzeichnen oder in Kitsch zu verfallen. Auch nutzt er die Nebenfiguren, seinen es Wissenschaftler, Professoren oder Agenten gekonnt, um die Handlung voranzubringen, dem Leser notwendige Informationen zu übermitteln - was insbesondere bei der tiefgründigen Thematik oft notwendig ist - und eine passende Atmosphäre zu erzeugen. Insofern bilden die Charaktere einen gelungenen Rahmen, um die Botschaft und die Handlung des „Einstein Enigmas“ auszuagieren.  
    Schreibstil:

    Der Schreibstil von Dos Santos ist dem Thema und seinen Gedanken mehr als würdig. Selbst längere Erklärungen präsentiert er anschaulich und lebendig. Darüber hinaus verbindet er die längeren, wissenschaftlichen Teile mit pulsierenderen, beschreibenden Abschnitten. Insofern sind sicher Seite im Buch vorhanden, die die volle Konzentration des Lesers benötigen, um den Gedanken des Autors zu folgen, doch ist hier die Sprache eine Stütze und kein Hindernis - und in den handlungstreibenden Bereichen kann man auch schnell und flüssig lesen.  
    Fazit:

    „Das Einstein Enigma“ begeistert - wenn der Leser weiß, worauf er sich einlässt. Es ist sicher kein Buch, dass man nur nebenbei lesen kann, doch die Belohnung ist dafür umso größer. Dank der wissenschaftlichen Erklärung erhält der Leser Einblick in verschiedene Theorien und Thematiken, die sehr spannend sind und wo es sich lohnt, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Insofern ist das Buch eine klare Empfehlung für alle, die gerne philosophisch und wissenschaftlich denken und sich dahingehend interessieren. „Das Einstein Enigma“ ist eines der besten Bücher, die ich kenne, da es sowohl sehr spannend, liebevoll geschrieben, als auch informativ ist.

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    Lessayrs avatar
    Lessayrvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr gelungenes Buch mit vielen wissenschaftlichen Zusammenhängen
    spannend wie erwartet

    Der Roman "Das Einstein Enigma" von J.R. Dos Santos erschien im März 2017 in deutsch im Verlag luzar publishing und ist der erste Teil. Seit 2006 wurde es bereits schon in zahlreichen Sprachen übersetzt (Originaltitel A Fórmula de Deus).

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein mysteriöses Manuskript für Iran entschlüsseln, es handelt sich dabei um ein nicht veröffentliches Manuskript von Albert Einstein mit dem Titel "Die Gottesformel". Nach Aussage der CIA könnte es sich dabei um die Anleitung zum Bau einer Atombombe handeln und er soll für denen Iran ausspionieren. Nun ist er in einem Zwiespalt und verwickelt sich in ungewoltlen Schwierigkeiten.

    Dies ist kein Buch was man in kurzer Zeit schnell liest und dann wieder weglegt. Für mich war es ein sehr spannendes und aufschlussreicher Agententhriller. Dos Santos weiß um seine Fähigkeiten zum Schreiben und setzt diese gekonnt ein. Ich habe selten so ein spannenden Thriller gelesen der gleichzeitig auch noch sehr facettenreich ist. Dieses hochwissenschaftliche Thema mit dem Bezug zur Weltpolitik spricht mich genau an und regt zum nachdenken an. Gut gefiel mir, dass die Zusammenhänge über Mathematik und Physik sehr detailliert und nachvollziehbar beschrieben sind.
    Wie war das Ende? Darüber sollte sich jeder selber Gedanken machen, da dieser zum weiteren nachdenken und anregen einlädt.

    Insgesamt ein sehr gut gelungenes Buch was ich jeden empfehlen kann. Aber etwas interesse an wissenschaftliche Zusammenhänge sollte schon vorhanden sein.

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor einem Jahr
    Kein Thriller - dafür naturwissenschaftlicher Humbug

    Ein Thriller, spannend wie Dan Brown, wurde vom Verlag angekündigt ... Habe ich das falsche Buch gelesen?

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha wird in Kairo 2006 gebeten CIA und iranischen Militärs, ein Geheimmanuskript von Albert Einstein zu entschlüsseln. Die sogenannte »Gottesformel« sei die Anleitung zum Bau einer einfach strukturierten Atombombe. Einstein sei damals von Israel beauftragt gewesen, solch eine Bombe zu konstruieren, habe aber irgendwann bemerkt, welche Verantwortung er habe und deshalb die Anleitung verschlüsselt. Angeblich kommt (laut Verlag) Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.

    Für mich hat hier ein Autor versucht, seine eigene Theorie der Welt in seiner eigenen philosophisch - anthroposophischen Ansicht darzulegen, das Ganze mit naturwissenschaftlichen Theorien, wie u.a. denen von Einstein (oh Graus) zu beweisen. Heraus kommt eine Menge naturwissenschaftlicher Unfug. Damit das Ganze jemand liest, sind die Ansätze in eine Geschichte verpackt worden, die dann Thriller genannt wird. Zuerst waren die Theorien vorhanden, dann wird die Geschichte herumgebaut, die Reise des Helden zu den Stationen. Genauso liest es sich. Der Protagonist Tomás Noronha bekommt eine Aufgabe, muss recherchieren, gerät zwischen Geheimdienstfronten und reist durch die Welt, lässt sich hier etwas erklären, dann dort. Eine konstruierte Geschichte, langweilig, um Relativitätstheorie, künstliche Intelligenz, Chaostheorie bis hin zum Urknall, buddhistische Weisheiten, religiöse Einbindungen und philosophische Erörterungen werden eingeflochten.

    Thriller erwartet, naturwissenschaftlicher Humbug erhalten, da fühlt sich der Leser auf die Schippe genommen. Ich lese gern ein Sachbuch oder einen philosophischen Band und gerne Thriller, gern wissenschaftliche Themen. Aber bitte nebeneinander! Die Verquickung lässt jede Ernsthaftigkeit fehlen. Jedes weitere Wort über diesen Roman wäre für mich Verschwendung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    luzarpublishings avatar

    Überraschung garantiert!

    Wissenschaft und Religion - zwei Welten prallen aufeinander. Oder doch nicht?

    Autor J.R. Dos Santos verfolgt in seinem Roman
    "Das Einstein Enigma" die faszinierende Kernidee: Was wäre, wenn Albert Einstein einen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes erbracht hätte?

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll eigentlich nur ein unveröffentlichtes Manuskript von Albert Einstein entschlüsseln, doch das enthält angeblich die Anleitung für den Bau einer billigen Atombombe. Und damit die nicht in die Hände des Irans gerät, setzt der US-Geheimdienst CIA alles daran, dies zu verhindern - auch Tomás' Leben gerät dabei in Gefahr. Im Rahmen seiner Recherchen kommt er einem der größten Geheimnisse der Welt auf die Spur: der Frage nach dem Sinn des Lebens und der Existenz Gottes.

    Dieses Buch ist ein Roman! Die darin vorgestellten wissenschaftlichen Thesen sind wahr. Aber sie werden locker und allgemein verständlich in die Handlung eingebunden. ;-)
     

    "Das Einstein Enigma" ist unser Auftakt zu einer neuen Reihe um den Kryptanalysten und Geschichtsprofessor Tomás Noronha.

    Wenn ihr spannende Bücher im Stil von Dan Brown mit wissenschaftlichem Hintergrund und ungewöhnlichen Denkansätzen mögt, heiße ich euch in dieser Leserunde, für die luzar publishing 15 Exemplare zur Verfügung stellt, herzlich willkommen.

    Ihr könnt übrigens frei zwischen gedrucktem Buch und EPUB-Ausgabe wählen!

    Bewerbt euch entweder mit einer kleinen Anekdote aus eurem Mathe-/Physikunterricht
    , mit einer kurzen Einschätzung, was euch an dem Buch besonders anspricht ODER eurem Motto der Woche (oder des Lebens) und hüpft schnell in den Lostopf.

    Hier kommt Ihr übrigens mit nur einem weiteren Klick zu einer ausführlichen Leseprobe!

    Eine rege Teilnahme und anschließende Rezi setze ich voraus :-)

    Ich bin schon sehr gespannt auf eure Geschichten, Ideen und Kommentare und freue mich auf euch.

    Viel Glück - und viel Spaß!
    Eure Nicole Luzar
    lisams avatar
    Letzter Beitrag von  lisamvor einem Jahr
    Danke, dass ich mitlesen durfte: https://www.lovelybooks.de/autor/J.R.-Dos-Santos/Das-Einstein-Enigma-1318010935-w/rezension/1457658370/ Ich habe die Rezi auch auf Amazon gepostet und die Freischaltung sollte demnächst erfolgen.
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