Jessica Brockmole Ein französischer Sommer

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Inhaltsangabe zu „Ein französischer Sommer“ von Jessica Brockmole

Ein leuchtender Sommer in einer unheilvollen Zeit 1911. Die junge Clare wird nach dem Tod ihres Vaters von Schottland nach Frankreich geschickt. Allein in der Fremde findet sie Trost bei Luc, dem Sohn ihrer Gastgeber. Gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Sommer – bis Clare erneut aus ihrer Welt gerissen wird. Jahre vergehen, bevor sie nach Frankreich zurückkehrt. Doch der Krieg hat Lucs Leben unwiderruflich verändert. Ist die Liebe jenes Sommers stark genug, um wieder zueinanderzufinden?

Nicht so tiefgründig wie der Vorgänger, aber eine rührende und kurzweilige Liebesgeschichte.

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    Ein französischer Sommer

    xxxxxx

    08. January 2017 um 21:12

    Der Roman erzählt die (Liebes-)geschichte von Clare und Luc. 1911 ist Clare ein fünfzehnjähriges Mädchen aus Schottland, das nach dem Tod ihres Vaters zu Freunden nach Frankreich kommt. Dort trifft sie auf den etwas älteren Luc, der in Paris studiert. Beide erleben einen schönen Sommer und Clare lernt zu zeichnen wie ihre Mutter und Großmutter. Dann nimmt sie ihr Großvater auf eine Reise ins Ausland mit. Jahre vergehen und der erste Weltkrieg bricht aus. Werden sich die beiden wieder finden? Das Buch enthält authentische Begebenheiten, die die Autorin sorgfältig in Museen recherchiert hat. Abwechselnd erzählt sie aus der Sicht von Clare und Luc in kurzen Kapiteln und fünf größeren Teilen. Das Thema Kunst ist zentraler Gegenstand der Geschichte. Unter anderem wird die Glasgow School of Art erwähnt. Titel und Cover sind ansprechend. Mir hat das Buch insgesamt gefallen.

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  • Rezension "Ein französischer Sommer"

    Ein französischer Sommer

    xo_booklove33_xo

    28. October 2016 um 12:10

    Facts:Autor: Jessica Brockmole.Preis: 14,99€ (D)            15,50€ (A) Verlag: Diana Verlag Seitenzahl: 416 Inhalt:Luc Crepet ist es gewohnt, dass seine Mutter Gäste auf ihr Schloss in Picardie einlädt. Doch als sie ihm Clare vorstellt, zieht diese seine Aufmerksamkeit auf sich. Die junge Frau aus Schottland trauert um ihren Vater und ist gleichzeitig voller Neugier auf das Leben. Schnell werden die beiden zu Vertrauten. Im Schatten des alten Kastanienbaums erzählzt Luc von seinem Studium in Paris, bringt Clare das Zeichnen bei und erfährt vom ungewissen Schicksal ihrer Mutter. So schnell sich die beiden begegnet sind so schnell verschwindet Clare auch schon wieder. Sie wird von ihrem Großvater der Sprachwissenschaftler ist mitgenommen. Clare reist nach Portugal und Nordafrika. Luc bleiben nur die Briefe von Clare die er von dort bekommt. Bis der erste Weltkrieg ausbricht und nichts mehr so ist wie früher. Doch ausgerechnet der Krieg bringt die beiden wieder zusammen, der Krieg der die Träume von Luc zerstört hat. Meinung:Zum ersten das Positive: Das Cover ist ein Traum auch der Schreibstil war große Klasse. Ich kam nur nicht in die Geschichte rein. Am Anfang waren viele französische Wortgruppen im Text vorhanden. In der Schule hatte ich Französich so das ich einiges verstanden habe aber ich kann mir vorstellen jemand der kein Französich kann ist da ganz schön aufgeschmissen. Was ich auch schön fand war der Aspekt das viel Künstlerisches verwendet wurde. Ich bbi jetzt nicht der Kunstkenner aber es war sehr interessant mal was aus dieser Richtung zu lesen. Alles in allem war das Buch okay. Sterne:Ich gebe dem Buch 3☆ von 5☆ Sternen.

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  • schöner historischer roman

    Ein französischer Sommer

    DasBuchmonster

    27. October 2016 um 14:09

    Der Inhalt:Wir schreiben das Jahr 1911. Clare ist seit kurzem eine Halbwaise,der Vater ist verstorben und die Mutter ist unauffindbar. Clare geht zu guten Bekannten der Eltern nach Frankreich, dort soll sie einen Sommer verbringen. Allein in diesem fremden Land mit den fröhlichen Farben und der Lebenslust, fühlt sich Clare deplatziert. Bis sie auf Luc trifft, einen französischen Sommer lang, spendet Luc ihr Trost und zeigt ihr sein Frankrech, er hilft ihr bei der Suche nach ihrer Mutter. Nach diesem Sommer vergehen erst Jahre, bis Clare wieder nach Frankreich kommt, diesmal zu Kriegszeiten. Sie sucht nach ihrer Jugendliebe. Ob diese wohl noch bestand hat?Das Cover:Das Cover ist wunderschön und malerisch. Sofort habe ich an einen historischen Roman gedacht mit romantischen Einflüssen. Die Frau ist gut getroffen, sie verbindet einerseits etwas Keckes durch den freien Rücken und andererseits wirkt sie recht schlicht. Auf jeden Fall wurde das Cover gut getroffen,Der Schreibstil & Inhalt:Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist eingehend und indirekt malerisch. Er ist jeweils aus Clares und Lucs Perspektive geschrieben.  Da Clare eine Künstlerin ist, wird die Kulisse aus Clares Sicht beschrieben, was eine sehr angenehme Perspektive ist. Durch den Verbleib der Mutter, der von Anfang an ein Mysterium ist, wird die inhaltliche Spannung gehalten. Die schönen, romantischen Einflüsse runden das ganze noch mal ab und lassen aus dem französischen Sommer einen gefühlvollen, ruhigen Roman werden. Mir haben Clares anfängliche Bedenken gut gefallen, ihre Naivität und ihr Weg in ihre Rolle, die ein fließender, für den Leser begreiflicher Übergang sind. Das alles macht Clare zu einem liebevollen Protagonisten, der vielleicht nicht gerade sehr stark anfangs ist, sich aber sehr interessant entwickelt. Nicht nur Clare entwickelt sich, das gesamte Buch nimmt den Leser sofort in seine Grundstimmung mit, diese ist anfangs recht unbeschwert, mit so manch einem Misston, und wird immer ernster im Verlauf. Mein Fazit:Ein bildhafter, tiefgehender Roman, bei dem ich so manches Mal Tränen zurück halten musste. Emotional und spannend, also insgesamt die perfekte Mischung.Der Inhalt:

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  • Eine Liebe in bewegten Zeiten

    Ein französischer Sommer

    Eliza08

    16. October 2016 um 10:27

    Als ich das Cover zu diesem historischen Liebesroman gesehen habe und dann den Klappentext gelesen hatte, war für mich klar dieses Buch möchte ich unbedingt lesen. Denn ich finde dieses Cover einfach wunderschön. Dieses Buch ist sehr gefühlvoll. Es geht um Liebe, Kunst und Sehnsucht. Ist diese Liebe eines Sommers in jungen Jahren so stark, dass sie ein ganzes Leben hält. Luc und Clare erzählen uns ihre Geschichte von Vertrauen und Sehnsucht. Wir bekommen einen Einblick in die Gedankenwelt beider Protagonisten, sie lassen uns teilhaben an ihren Gefühlen. Wir dürfen ihre Liebesbriefe lesen, denn Clare ist fernab des Krieges und Luc kämpft an der Front während des 1. Weltkrieges. Der Einblick in die Welt der Soldaten, die an der Front in den Schützengräben liegen ist sehr gut und anschaulich von der Autorin geschildert. Aber auch die Fans der Kunst kommen nicht zu kurz, Clare hat die künstlerischen Gene ihrer Familie geerbt, sie sieht so viel mehr in den Bildern und versucht Luc teilhaben zu lassen an ihrer eigenen Welt. Eine Affinität oder zumindest ein offener Zugang zur Kunst ist bei diesem Roman sicherlich hilfreich, wenn man sich wie Clare tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte. Der Roman wird chronologisch stringent erzählt, zeitlich gibt es kleine Überlappungen, wenn ein Perspektivwechsel vorgenommen wird, um ein Ereignis aus einer anderen Sicht zu schildern. Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, sie legt einen hohen Wert auf genau Beschreibungen, die es dem Leser ermöglichen sich die Welt von Clare und Luc genau vorzustellen. Bei der Ausarbeitung der beiden Protagonisten hätte ich mir noch ein wenig mehr gewünscht, denn durch die Ich-Form sollte der Leser eins werden mit der Figur und dies ist mir nicht immer gelungen. Insgesamt ist der Roman eher still und leise, er ist nicht actionreich oder übermäßig spannend. Dies passt aber wieder sehr gut zu den beiden Hauptfiguren. Der Verlauf der Geschichte ist relativ vorhersehbar, dafür kommen die Fans von einem „Happy-End“ voll auf ihre Kosten ;-) Ein sehr schöner Roman, der mich leider nicht auf ganzer Strecke vollends überzeugen konnte. Sehr interessant, aber leider kein Must-Read (was aber auch vielleicht an mir liegt, da mir gerade die Kunst-Passagen ein wenig zu ausführlich waren und ich keinen rechten Zugang dazu finden konnte). Als Zielgruppe sind hier definitiv die Damen zu nennen, die gerne einen Liebesroman lesen. Lesern denen es um den historischen Aspekt geht, würde ich nur bedingt raten dieses Buch zu lesen, da doch die Liebesgeschichte zweifellos im Mittelpunkt steht und nicht so sehr das historische Geschehen.  Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House und den Diana Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars!

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  • Sehr warm und gefühlvoll

    Ein französischer Sommer

    Kitsune87

    12. October 2016 um 18:33

    Rezension zu Ein französischer Sommer von Jessica Blockmole Titel: Ein französischer Sommer Autor: Jessica Brockmole Verlag: Diana Genre: Gegenwartsliteratur/Liebesroman Preis: 14,99 € Erscheinungsdatum: 08.08.2016 Isbn: 978-3453291812 Ich danke dem Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für das Übersenden des Rezensionsexemplars.  Inhalt: 1911. Die junge Clare wird nach dem Tod ihres Vaters von Schottland nach Frankreich geschickt. Allein in der Fremde findet sie Trost bei Luc, dem Sohn ihrer Gastgeber. Gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Sommer – bis Clare erneut aus ihrer Welt gerissen wird. Jahre vergehen, bevor sie nach Frankreich zurückkehrt. Doch der Krieg hat Lucs Leben unwiderruflich verändert. Ist die Liebe jenes Sommers stark genug, um wieder zueinanderzufinden? Meinung: Nachdem die fünfzehnjährige Clare ihren Vater verloren und außer ihrem Großvater, der sich immer noch auf Studienreisen befindet, niemanden mehr hat, wird sie zu einer befreundeten Familie nach Mille Mots gebracht. Als ihre Mutter die Familie verlassen hatte, war ihr Vater Clares einziger Anker im Leben, auch wenn er sich mehr um sich selbst sorgte, als um Clare.  „Die Welt mag kommen und gehen, aber die Sterne bleiben immer gleich.“ - Seite 15 Auf Mille Mots angekommen, merkt Clare erst einmal, wie sehr sich das bunte Frankreich doch von ihrer grauen Heimat Schottland unterscheidet. Mit der neuen Situation überfordert und von der Trauer bewältigt, ist es einzig der Sohn des Hauses, der neunzehnjährige Luc, der zu ihr durchdringen kann. „Wer behauptet denn, Träume müssen praktisch sein? Wenn sie es wären, müssten wir sie nicht mitten in der Nacht verbergen.“ - Seite 25 Und so entsteht in diesem Sommer 1911 eine Freundschaft, die auch die kommenden dunklen Jahre überstehen wird. Ein zartes Band wird geknüpft, doch bevor es zu einer Romanze kommen kann, wird Clare aus ihrer neuen Heimat gerissen und hinaus in die Welt getragen. „Es war ein kleiner Kuss, leicht wie ein Windhauch. Ich hatte Angst, sie in eine Million Stücke zu zerbrechen. Doch als ich zurückwich, lächelte sie, zum ersten Mal an diesem Tag.“ - Seite 131 „Ein französischer Sommer“ ist eine Geschichte, deren Sog ich mich nicht entziehen konnte. Er beginnt mit einer Leichtigkeit, die mich zusammen mit Clare und Luc durch die Wälder rund um Picardie ziehen ließ. Die Kapitel des Romans sind abwechselnd, aber nicht aufeinanderfolgend, aus der Sicht der beiden erzählt. Obwohl es sich hierbei um ein Werk handelt, dass in der Vor-und Nachkriegszeit von 1911 bis 1911 spielt, fand ich diese gewählte Erzählform sehr passend. Hierdurch erhält der Leser Einblick in beider Gefühlswelten und lernt die Charaktere von allen ihren Seiten kennen. Die Gefühle der beiden gingen mir direkt zu Herzen, ohne kitschig oder unrealistisch zu wirken.  Clare möchte wie ihre Mutter Künstlerin werden, auch wenn sie selbst kaum Vertrauen in ihre Arbeiten hat. Luc hingegen studiert, um später einmal unterrichten zu können. So unterschiedlich sie wirken, so viel haben sie unter der Oberfläche doch gemeinsam. Clare ist ein wirbelndes junges Mädchen und scheint kaum in die damalige Zeit zu passen und so fiel es mir nicht schwer, sie direkt ins Herz zu schließen. Lucs Geschichte entfaltet sich so richtig in den Jahren, seines Kriegsdienstes. Im Gegensatz zu so vielen anderen Loveinterests in ähnlichen Büchern ist dies auch seine Geschichte. Er ist kein stumpfer Statist, um den weiblichen Charakter besser da stehen zu lassen. Die Liebe seiner Eltern zu ihm und umgekehrt war etwas, um das ihn nicht nur Clare beneidet hat. „Sie wird besser zurechtkommen als wir beide, wenn wir allein wären. Sie ist eisern.“ „Selbst eisen rostet.“ […] „Und es wird nur noch schöner von der Verwandlung.“ - Seite 189 Der zweite von fünf Teilen wird komplett durch die Briefe, die die beiden sich vor Kriegsbeginn und nach Clares Abreise schreiben, erzählt. Er beschreibt die Jahre dazwischen, ohne zu viel zu wollen aber auch, ohne etwas auszulassen.  Clare begleitet ihren Großvater auf seinen Dialektstudien durch Afrika und in der gleichen Zeit wird Luc eingezogen. Was sie beide in dieser Zeit auf die Distanz hin verbindet ist die Liebe zur Kunst und ihre Freundschaft, auch wenn ihre Briefwechsel nach und nach ersterben.  „Der Krieg war vorbei, doch was hatte er übrig gelassen?“ - Seite 315 Der Roman konnte mich sehr berühren und an einigen Stellen hat er mir Tränen in die Augen getrieben. Und doch wies er so viel Schönheit auf. Er ist ein wunderbares Zusammenspiel von liebevoll gezeichneten Charakteren sowie einer grandios erzählten Geschichte, die zumindest zum Ende hin auf einer wahren Begebenheit beruht. (Mehr dazu findet ihr in den Anmerkungen der Autorin am Ende des Romans). Es war eines jener Bücher, das man nur ungern beendet und von deren Charakteren man sich nicht verabschieden mag.  Fazit: Die Zerrissenheit der Kriegsüberlebenden. Kunst, die verbindet. Zarte Gefühle. Eine starker weiblicher Hauptcharakter. Als dies und noch so viel mehr macht dieses Buch zu einer klaren Leseempfehlung von mir. „Ein französischer Sommer“ ist mein erster Roman von Blockmole, aber mit Sicherheit nicht mein letzter.  5 von 5 Sterne

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  • „Bei mir sind sie sicher.“

    Ein französischer Sommer

    hasirasi2

    Frankreich, Sommer 1911: Nach dem Tod ihres Vaters wird die 15jährige Schottin Clare nach Mille Mots zu Freunden der Familie gebracht, denn ihre Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen. Sie wollte Künstlerin sein, keine Hausfrau. Der Unterschied zwischen dem grauen Schottland und dem bunten Frankreich könnte größer kaum sein. Clare fühlt sich schier überfordert von den Farben und Formen der Landschaft, den Gerüchen der Natur und den Speisen, die im Haus des Malers Claude Crépet auf den Tisch kommen. Alles ist bunt, die Kleider der Familie, die Räume des Hauses, selbst die Uniformen der Diener wirken übertrieben auf sie. Das Trauern gestattet sie sich nur nachts, allein auf ihrem Zimmer. Dann denkt sie an das Vermächtnis ihres Vaters: „Die Welt mag kommen und gehen, aber die Sterne bleiben immer gleich.“ Doch schon bald kann der Sohn des Hauses, Luc, ihre Schale aufbrechen. Sie nähern sich über die Bilder an, die im ganzen Haus verteilt sind. „Sie sind wie Seiten eines Tagebuchs, im ganzen Haus verteilt.“ meint Clare. Sie sieht die Geschichte hinter den Bildern. „Wenn man genau hinschaut, hat man immer Freunde.“ Überhaupt könnte der Kontrast zwischen Clare und Luc kaum größer sein. Sie würde gern Malerin werde, wie ihre Mutter, aber nicht so wie sie. Luc hingegen schlägt sich in Paris als Kellner und Zeichner durch, um sein Studium als Lehrer finanzieren zu können. Für ihn ist die Kunst eher Mittel zum Zwecke, aber er erkennt Clare’s Potential. Zwischen beiden entspinnt sich eine zarte Freundschaft. Sie gehen sehr gefühlvoll, rücksichtsvoll, fast zärtlich miteinander um – obwohl sie nur Freunde sind. Der Sommer schreitet voran und beide verlieben sich, immer unter den wachsamen Augen seiner Eltern, die dies nicht gutheißen. Doch eines Tages taucht ihr Großvater auf, um sie nach Hause zu holen, nach England. Zu Beginn dieser Trennung schreiben sich Luce und Clare noch Briefe, doch ihr Großvater ist Linguist, unternimmt weite Forschungsreisen und sie begleitet ihn. Sie sind 1,5 Jahre auf einer Expedition und bemerken nicht einmal, dass der 1. Weltkrieg ausgebrochen ist. In der Zwischenzeit erlebt Luc die Grauen des Krieges, die Hinterhältigkeit des Gegners. Er überlebt den Krieg, aber er ist nicht mehr derselbe. Er und Clare haben den Kontakt verloren. Werden sie sich wiederfinden?!   Das Buch beginnt mit einer unglaublichen Leichtigkeit, man kann den Sommer auf dem Land förmlich spüren und schmecken. Clares Trauer überschattet die Szenerie nur zart, sie hat sich zu gut im Griff. Nur Luc scheint sie zu durchschauen „... sie mag stark und unüberwindlich und ganz und gar unabhängig wirken, aber das ist sie nicht. Tief im Inneren zerbricht sie, ohne es einer Menschenseele zu verraten.“ Auch Luc hat zwei Seiten, gefühlvoll, sehnsuchtsvoll und zärtlich, wenn er mit ihr allein ist oder ihr schreibt und hart und kämpferisch, wenn es ums Überleben geht. Aber er ist leider auch (zu) vertrauensselig. Der Krieg verändert alles. Luc verliert den Glauben an die Menschheit, erlangt ihn erst durch die Kunst wieder. Clare hingegen entdeckt erst durch den Krieg, was für ein Talent eigentlich in ihr steckt. „Kunst bietet die Möglichkeit, den flüchtigen Eindruck des Herzens auf Papier und Leinwand zu bannen. Sie ist eine Erinnerung, festgehalten mit Holzkohle, eine Emotion, verewigt in Farbe.“   Das Buch hat mich sehr berührt. Man erlebt die Geschichte der beiden Protagonisten zum großen Teil durch die Briefe, die sie sich schreiben, dadurch ist man mittendrin, es wirkt fast schon intim. Ich habe mit ihnen gelitten und getrauert, gehofft und gebangt – mehr kann man von einem Roman kaum erwarten. Und obwohl „Ein französischer Sommer“ bereits mein 3. oder 4. Buch in diesem Jahr ist, welches einen Weltkrieg und Frankreich zum Thema hat, ist es doch wieder anders, zeigt andere Facetten, bezieht sich mehr auf die Kunst und die Rolle der Frau und ihrer Stellung in der Gesellschaft zu dieser Zeit.   „Ein französischer Sommer“ erhält meine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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    • 9

    KruemelGizmo

    25. September 2016 um 20:34
  • Viel Gefühl ohne kitschig zu wirken

    Ein französischer Sommer

    SillyT

    17. September 2016 um 11:23

    Als der Vater der fünfzehnjährigen Clare Ross verstirbt, wird diese von der Freundin ihrer Mutter, Madame Crépet, nach Frankreich geholt, denn Clares Mutter hat die Familie verlassen, als Clare elf Jahre alt war. Wir schreiben das Jahr 1911 und es ist Sommer in Frankreich, alles ist so anders, als Clare es von zu Hause kennt. Das Mädchen ist voller Trauer und auch voller Selbstzweifel, denn hätte nicht ihre Mutter eigentlich nach Hause kommen müssen, als sie vom Tod des Vaters erfuhr? Da lernt Clare Luc kennen, den achtzehnjährigen Sohn der Familie Crépet, der in Paris studiert. Luc ist voller Natürlichkeit und schafft es immer wieder Clare aus ihrem Schneckenhaus zu holen und auch letzten Endes wieder an sich zu glauben. Die Beiden verbringen einen Sommer, den sie beide niemals vergessen werden. Doch der Krieg mit all seinen Schrecken steht vor der TürMeine Meinung:Das Buch beginnt sehr ruhig und langsam und man lernt zunächst die Protagonisten kennen. So konnte ich in Ruhe zusehen, wie Clare und Luc sich kennenlernen, wie sie denken und auch was sie voneinander denken. Dabei ist der Schreibstil der Autorin sehr malerisch und auch gefühlsbeton, nicht kitschig, aber man spürt die Emotionen beim Lesen sehr gut. Die Autorin fängt auch mit ihren Worten den Geist der damaligen Zeit hervorragend ein. Dadurch musste ich aber auch konzentriert bleiben, denn es ist auf jeden Fall kein Buch, das sich einfach so mal schnell nebenbei lesen läßt. Unterteilt ist der Roman in fünf größeren Abschnitten, die auch die unterschiedlichen Zeiten umfassen, das Kennenlernen der Hauptcharaktere, die Trennung der Beiden, der Krieg, die Zeit danach und letzten Endes der gute Schluss. Das Buch lebt allerdings mehr durch den Hauptaugenmerk auf seine Charaktere und deren Entwicklung und ist nicht spannungsgeladen oder voller Action. Wobei ich gerade den Abschnitt des Krieges sehr gut gelungen fand, denn dass dies die Zeit der großen Veränderung in und von Luc ist, ist unbestreitbar.Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form, mal gibt es Kapitel, die Clare erzählt, mal welche die Luc erzählt, es gibt aber auch Bereiche, die in Briefform gestaltet sind und dem Leser noch eine ein wenig anders anmutende Ansicht ermöglichen. Die Charakter an für sich sind schlüssig, glaubwürdig und haben ihre Ecken und Kanten, ich hätte mir an manch einer Stelle noch ein wenig mehr gewünscht, da sie hier und da für mich persönlich ein wenig zu flach blieben. Aber alles in allem sind sie Charaktere, die den Geist der damaligen Zeit sehr gut auffangen und wiedergeben. Ich fand sie sehr authentisch und auch ihre Entwicklung nicht nur gut geschildert, sondern auch durchweg denkbar. Aber wie gesagt, auch ein wenig flach, denn gerade bei der Ich-Perspektive muss ich in der Lage sein, mich in den Charakter versetzen zu können. Das hat mir hier ein kleines bisschen gefehlt. Ich hatte eher den Eindruck, trotz der persönlicher Gedanken und Darstellung ein Zuschauer zu bleiben.Mein Fazit:Ein durchweg glaubwürdig erzählter Roman mit zwei Hauptfiguren, deren Entwicklung man mitverfolgen kann. Ein Buch, das nicht von Spannung und Action lebt, aber trotzdem nicht langweilig wird beim Lesen. Es fängt den Zeitgeist in Wort und Stil sehr gut ein und vermittelt durchweg eine Atmosphäre, die mich immer weiter in die Geschichte zogen. Meine größte Kritik bleibt hier bei den Charakteren, zu denen ich eher eine oberflächliche Beziehung aufgebaut habe. Hier hätte es einfach mehr Tiefe für mich geben müssen, ich hätte mir gewünscht, mehr an den Gefühlen teilnehmen zu dürfen, denn so blieb ich mehr Beobachter des ganzen. Aber es gibt von mir eine Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle, historische Romane mögen.

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  • Eine wunderbare, sehr schön geschriebene historisch-romantische Geschichte

    Ein französischer Sommer

    Lesegenuss

    08. September 2016 um 22:16

    Clares Mutter war schon vor Jahren verschwunden. Mille Mots, hier lebte und arbeitete die Familie Crépet, zu der auch der Sohn Luc gehört. Dieser studiert in Paris. Auf Mille Mots erlebt Clare einen ganz besonderen Sommer, trotz der tiefen Trauer, die in ihr steckt. Als Clares Großvater nach Frankreich kommt, um sie mitzunehmen, weigert sie sich. Doch es hilft alles nichts. Hier endet der Zauber des Sommers. Denn zu Luc hatte Clare eine ganz besondere Beziehung aufgebaut, unterlegt durch Briefe. Aber auch Luc empfindet für Clare sehr viel. Werden sie sich wiedersehen? Anfangs war ich doch ein wenig am Zweifeln, auch vom Verlauf der Handlung. Es war kein leichter Einstieg in die Geschichte. Im nachhinein muss ich allerdings sagen, es war okay. Keine perfekten Charaktere, sondern eben authentisch, wie man so sein kann. Das Buch ist in mehrere Teile gegliederd und wird jeweils kapitelweise aus der Sicht von Clare und Luc erzählt. Beide machen schmerzhafte Erfahrungen, bis sie sich wiedertreffen. Der Autorin gelingt es, den Leser die Empfindungen, Gedanken der Charaktere mitzuteilen. Und dann gibt es auch noch Nebencharaktere, die nicht allesamt sympathisch sind. Auch in diesem Roman von der Autorin Jessica Brockmole spielen Briefe eine Rolle, wenn auch nicht wesentlich. Sie bilden m. E. den Rahmen zur Handlung. Die hauptsächlich verarbeiteten Themen sind der Erste Weltkrieg, welche Auswirkungen er auf Menschen hat, die Malerein, wie auch die Bedeutung der Familie.

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  • Ein französischer Sommer

    Ein französischer Sommer

    Bjjordison

    02. September 2016 um 13:34

    Das ist der erste Roman der Autorin, dass ich gelesen habe und ich finde ihn wirklich wunderbar.Besonders schön war die Erzählung über das Kennenlernen von Clare und Luc. Ich fand die Autorin hat es richtig romantisch erzählt und so konnte ich als Leser mit den beiden richtig toll mitfühlen. Ich fand es schön, wie Luc am Wochenende extra zu seiner Mutter gefahren ist, um Clare zu treffen, aber sich nicht so direkt was getraut hat zu sagen.Dann gibt es eine Art Mittelteil, den ich auch sehr spannend fand, hier überwiegen aber nicht die Gefühle, sondern die Erzählung über Clare’s Unternehmungen mit ihrem Opa und auch wie Luc in den Militärdienst muss. Fand ich auch sehr gelungen.Den letzten Teil fand ich toll, aber teilweise leider etwas zäh. Hier beschreibt die Autorin, wie Clare sich wieder in Schottland einlebt und auch wie Luc mit dem Krieg fertig geworden ist und welche Ereignisse er dort noch hat verarbeiten müssen.Aber in der ganzen Geschichte bringt die Autorin dem Leser die Gefühle und ihre Gedanken der beiden Hauptpersonen wunderbar näher. Interessant fand ich auch die Gespräche und das Zwischenspiel zwischen den beiden.Die ganzen Erzählungen über den Krieg und die dortigen Ereignisse fand ich gelungen, aber ich muss gestehen, mir war das ganze dann doch teilweise zu langatmig. Vielleicht wäre es noch interessanter gewesen, wenn die Autorin diese ganze Thematik mehr vertieft hätte und detaillierter beschrieben hätte. So, war es zwar gelungen, aber für mich plätschert die Handlung in dieser Zeit einfach nur dahin, ohne großen Ereignisse.Die Thematik der Kunst wird ganz interessant erzählt. Spannend fand ich hier, wie das Zusammenspiel Kunst und Frauen funktioniert hatte.Die Schreibweise würde ich als toll beschreiben, weil sie auch nicht zu banal ist. Ich konnte über die Geschichte nicht einfach so drüber lesen, wie es leider bei manchen Autoren der Fall ist.Die beiden Hauptpersonen fand ich ganz nett, sowohl Luc als auch Clare waren mir sympathisch. Ich hätte aber gerne etwas mehr Tiefe in den beiden gehabt, ich finde das fehlt etwas.Das Cover finde ich reizend. Fazit: 4 von 5 Sterne. Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung. Es ist eine schöne Geschichte, die durchaus unterhaltsam ist, wenn man gerne gefühlsbetonte Geschichten liest.

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  • Mal bunt..., mal grau...

    Ein französischer Sommer

    Kamima

    02. September 2016 um 09:57

    Dieser Historienroman spielt in der Zeit des 1. Weltkriegs – also gar nicht so weit von uns und unserer heutigen Zeit weg, denn es handelt sich hier immerhin um die Zeit unserer Großeltern bzw. Urgroßeltern. Clare, ein junges Mädchen aus Schottland (heute würde man sagen ein Teenager), wird nach dem Tod seines Vater nach Frankreich zu einer befreundeten Familie mitgenommen. Ihre Mutter hat die Familie schon früh verlassen und dennoch hängt Clare dem Gedanken hinterher, dass diese irgendwann wieder zu ihr zurückkehrt. In der französischen Künstlerfamilie lernt sie Luc kennen, den Sohn der Familie, der in Paris studiert und Lehrer werden möchte. Clare lernt in der ersten Zeit in Frankreich nicht nur ihre eigene Kreativität kennen und steuern, sondern erlebt auch die ersten emotionalen Schritte in eine neue Welt, die jäh durch den Großvater ausgebremst werden. Dieser nimmt seine Enkelin mit auf eine lange Weltreise quer durch Afrika und in den tiefsten Busch – somit weit weg von den Kriegsgräuel des ersten Weltskriegs, der Luc durch grausame Erfahrungen mit Freundschaft, Vertrauen und Gewalt äußerlich wie innerlich verändert. Durch Zufall begegnen sich die beiden in der Nachkriegszeit in Paris wieder... und es zeigt sich nun, wer wahre Stärke besitzt bzw. wiederfindet. Mit „Ein französischer Sommer“ ist Jessica Brockmole, welche mit ihrer Familie in den USA lebt und eine Begeisterung für Schottland und Frankreich hegt, ein wirklich vielschichtiger und lesenswerter Roman gelungen. Der Erzählstil lässt sich gut lesen, obwohl er mir eine gewisse Distanz vermittelt hat und mich nicht so direkt und persönlich in die Geschichte mit reingenommen hat. Ich kam mir beim Lesen immer wie eine Beobachterin und nicht wie eine Protagonistin vor. Dieser Eindruck entsteht nicht zuletzt durch die Art, wie das Buch aufgebaut ist: mal bekommen wir eine Geschichte erzählt, mal lesen wir den Briefwechsel zwischen Clare und Luc. Mal bekommen wir das Leben von Luc aus seiner Sicht mit, mal erzählt uns Clare die ihrige. Was vielleicht ein wenig unruhig wirkt, passt aber in den Geschichtsverlauf und die Hintergrundgeschichte. Als Fazit kann ich sagen, dass mich die Entwicklung der beiden Protagonisten wirklich fasziniert hat. Die Geschichte rund um den Weltkrieg, die Stimmung des Sommers, den Krieges, des Versteckens, der fremden Welt, des Urwalds, der Großstadt Paris und der grauen Steinhäuser Schottlands haben immer wieder Überraschungen parat und der Romanverlauf ist dem Leser zu Beginn nicht offensichtlich – das gefällt mir sehr! Fast erinnert mich der ein oder andere Teil an einen Film von Rainer Werner Fassbinder (der ja übrigens 1918, also in der Zeit, in welcher der Roman spielt, geboren wurde)... wer also mehr als eine Freundschafts-Liebes-Sommer-Kriegs-Geschichte lesen möchte, ist bei diesem Roman genau richtig!

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  • Dicke Leseempfehlung

    Ein französischer Sommer

    gagamaus

    25. August 2016 um 16:15

    Zum Inhalt: 1911. Die fünfzehnjährige Clare verbringt nach dem Tod ihres Vaters einen Sommer auf dem kleinen Landgut einer befreundeten Familie. Allein und noch voller Trauer reagiert sie sehr empfindsam auf Luc, den Sohn des Hauses, der ihr nach anfänglichem Zögern bald zu einem ehrlichen Freund und Vertrauten wird. Mit ihm erlebt sie ein paar intensive Wochen bis ihr Großvater sie mitnimmt auf eine mehrjährige Reise. Die zart geknüpften Bande versuchen die beiden jungen Leute durch einen intensiven Briefwechsel aufrecht zu erhalten aber ihre Reise und der Ausbruch des ersten Weltkrieges lassen den Kontakt bald abbrechen. Können die beiden nach Kriegsende trotz der unterschiedlichen, teils schrecklichen Erlebnisse, die sie in der Zwischenzeit gemacht haben, wieder zueinander finden und vielleicht sogar ein Liebespaar werden?   Meine Meinung: Ich habe im Laufe des letzten Jahres insgesamt bereits vier Bücher gelesen, welche thematisch und zeitlich ähnlich gelagert waren. Also Bücher, in denen junge Menschen sich kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges kennen- und lieben lernen und dann durch diesen auseinander gerissen werden und sich später wiedertreffen, verletzt nicht nur an Geist und Seele sondern durchaus auch körperlich. Die Verarbeitung der furchtbaren Erfahrungen und die Frage, ob sie dennoch oder gerade deshalb zueinander finden und wie die physischen und psychischen Wunden zu verarbeiten sind, sind zentrale Fragen. Es ist mein zweites Buch von Jessica Brockmole. Und auch hier spielen Briefe eine wichtige Rolle aber es ist kein Briefroman, wie ihr Erstling sondern in weiten Teilen ein Prosatext. Ihre Sprache ist dabei einfach aber nicht banal. Vor allem ihre Beschreibungen über die zarten und zerbrechlichen Gefühle der Protagonisten sind treffend und zu Herzen gehend. Die intensiven Gespräche von Luc und Clare waren realistisch und befeuerten mein Kopfkino aufs Beste. Die abwechselnden Perspektiven zwischen den beiden Darstellern gaben Einblicke in beider Gefühlsleben und die Irrungen und Wirrungen waren teilweise sehr überraschend und gerade dem Ende zu macht das Buch noch ein, zwei Volten, die die Spannung noch mal in die Höhe schnellen ließen. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es erinnerte mich vor allem an „Eins wollte ich Dir noch sagen“ von Louisa Young, denn es ging u.a. um die Entstellungen, die die Soldaten im Krieg erlitten und wie man ihnen u.a. auch mit speziell angefertigten Gesichts-Masken helfen konnte. Auch die Malerei und die Kunst allgemein spielen eine große Rolle, da beide Protagonisten aus Künstlerfamilien kommen. Von mir bekommt das Buch eine dicke Leseempfehlung.  

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  • Nur ein Sommer

    Ein französischer Sommer

    Pelikanchen

    14. August 2016 um 19:15

    Als Clares Vater stirbt, ist sie erst 15 und die Mutter hat die kleine Familie schon verlassen, als sie noch ein kleines Mädchen war. Zum Glück gibt es eine ehemalige Freundin ihrer Mutter, bei der sie nun leben kann, denn der einzige noch Verwandte ist ihr Großvater, der immer in der Welt unterwegs ist und eben nie zu Hause. Diese Freundin ihrer Mutter lebt aber in Frankreich und dazu muss sie Schottland also verlassen. Doch als sie dann in Frankreich ankommt und sieht wie farbenprächtig es dort ist und dann auch noch den Sohn ihrer Gastgeberin kennen lernt, lebt sie sich schnell ein.  Luc ist 19 und bald wird der Kontakt zu ihm immer näher, die beiden vertrauen sich auf Anhieb. Sie erlebt dort in Frankreich einen schönen Sommer, bis dann plötzlich ihr Großvater vor der Tür steht und sie mitnehmen möchte.Ich bin sehr schnell in die Geschichte gekommen und Jessica Brockmole hat wundervolle Charaktere geschaffen, von denen es einige in mein Herz geschafft haben. Man kommt nebenbei der Kunst etwas näher und auch die Landschaften sind toll beschrieben.Der erste Weltkrieg bringt Luc als Soldat an die Front und macht uns schmerzhaft das ganze Grauen dieser Zeit wieder bewusst.Manchmal war es mir aber ein bisschen zu ruhig und ich spürte ein paar wenige Längen. In manchen Sätzen war mir auch nach dem dritten mal lesen nicht wirklich klar, wer es jetzt gesagt hat. Dieses Problem liegt aber wahrscheinlich an der Übersetzung. Es waren Sätze die von beiden hätten gewesen sein können. Ich vergebe 4 Sternchen für ein Buch das mich gut unterhalten konnte und für eine tollen Sommer in Frankreich.

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  • Ein französischer Sommer

    Ein französischer Sommer

    Kleine8310

    12. August 2016 um 01:18

    "Ein französischer Sommer" ist ein Roman der Autorin Jessica Brockmole. Ich wollte schon sehr lange das erste Buch der Autorin "Eine Liebe über dem Meer" lesen, aber irgendwie kam immer wieder etwas dazwischen. Als ich dann dieses Buch in der Vorschau entdeckt habe war mir klar, dass das eine Geschichte für mich sein könnte und ich habe mich sehr gefreut es dann in den Händen zu halten.   In diesem Buch geht es um die Protagonistin Clare. Clare ist gerade fünfzehn Jahre alt, ihre Mutter hat die Familie verlassen, als sie noch klein war und als ihr Vater plötzlich verstirbt findet das junge Mädchen Obdach bei einer ehemals guten Freundin ihrer Mutter. Dafür muss sie aber auch Schottland verlassen und findet sich schließlich im farbenprächtigen Frankreich wieder. Clare ist einsam und trauert, doch nach kurzer Zeit in der Fremde lernt sie den neunzehnjährigen Luc kennen, den Sohn ihrer Gastgeber. Er hilft ihr anzukommen und zwischen den beiden entwickelt sich schnell ein enger, vertrauensvoller Kontakt und erste zarte Gefühle. Nach einem unvergesslichen und einzigartigen Sommer erscheint unverhofft Clare's Großvater, der seine Enkelin abholen und mit sich nehmen möchte. Clare ist hin und hergerissen, denn Luc ist mittlerweile soetwas wie Familie für sie geworden und doch bleibt ihr keine Wahl. Es folgt eine Zeit mit vielen fernen Ländern, in der sie und Luc sich lediglich schreiben können. Aber auch bei Luc nimmt das Schicksal seinen Lauf, er wird zum Kriegsdienst einberufen und er hat große Probleme sich in all der Gewalt und dem Leid zurechtzufinden. Letztendlich helfen dem jungen Soldaten nur noch Clare's Briefe und durch den Krieg ist Luc selbst und sein Leben, nicht mehr, wie es einmal gewesen war ... Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Der Schreibstil von Jessica Brockmole ist, meiner Meinung nach, einfach perfekt für diese Geschichte. Die Autorin findet eine gelungene Mischung aus bildhaften Beschreibungen der Landschaften und der Menschen und sie schafft es scheinbar problemlos Emotionen zu wecken. Die Themen die in diesem Buch behandelt werden und einen großen Platz einnehmen sind authentisch rübergebracht und man merkt, dass die Autorin es schafft, auch bei ihren Charakteren Leidenschaften, in diesem Fall für die Kunst, zu erwecken. Das hat mich schon sehr beeindruckt. Ich male und zeichne auch manchmal sehr gerne, aber nach manchen Passagen hatte ich wieder richtig den Drang auch etwas auf's Papier zu bringen.  Die Thematik um den Protagonisten Luc und seine Zeit als Soldat an der Front sind ebenfalls sehr gut recherchiert worden. Hier findet der Leser/die Leserin keine Schönfärberei, sondern schmerzhaft authentische Beschreibungen, die ganz schön unter die Haut gehen. Es gab ein zwei Dinge in der Geschichte, die mir zu leicht zu erahnen gewesen sind, aber im Vergleich zu den vielen tollen Ideen und besonders ausgearbeiteten Themen, ist das kaum der Rede wert. Die Handlung ist raffiniert und spannend ausgearbeitet und das Buch ist in drei große Abschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt befasst sich mit dem Kennenlernen und Clare's erster Zeit in Frankreich, im zweiten Abschnitt erlebt man den Briefkontakt zwischen Luc und Clare während Clare auf Reisen ist und Luc schließlich in den Kriegsdienst einberufen wird. Der letzte Abschnitt zeigt das danach und hier legt die Autorin das Augenmerk auf die Entwicklung der beiden Protagonisten und wie ihre Erlebnisse auch sie selbst, als Charaktere, verändert haben. Das hat mir sehr gut gefallen und es geht, vorallem bei Luc und seinen Schilderungen auch wirklich unter die Haut.    Positiv:  * wunderschöner, bildhafter und fesselnder Schreibstil * tolle, authentische Handlung * Charaktere, die Tiefgang haben und eine deutliche Entwicklung durchlaufen * die Geschichte geht unter die Haut und weckt eigene Emotionen   Negativ:  * minimale vorhersehbare Geschehnisse, die aber im Vergleich kaum der Rede wert sind   "Ein französischer Sommer" ist ein wunderschöner historischer Roman, der mich mit den tollen Charakteren mithoffen, mitwachsen, mitleiden und mitlieben liess! Eine wirklich gelungene Geschichte, die mich komplett gefesselt hat!  

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