Kate Hamer Das Mädchen, das rückwärts ging

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen, das rückwärts ging“ von Kate Hamer

»Über Trennung und Trauer.Seite für Seite liest man in rasendem Tempo.« Celeste Ng in ›The Guardian‹Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln. Carmels Mutter, seit kurzem wieder Single, gibt sich voller Verzweiflung selbst die Schuld: Hat sie Signale übersehen, nicht genug achtgegeben auf ihr einziges Kind? Carmel ist ein besonderes Mädchen: Sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, verhält sie sich oft rätselhaft, wirkt abwesend, verträumt. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht die Mutter schließlich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück in der gemeinsamen Zeit, jede Kleinigkeit zählt. Währenddessen beginnt für Carmel eine lange und ungewöhnliche Reise.

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    Das Mädchen, das rückwärts ging
    Greedyreader

    Greedyreader

    25. June 2016 um 19:36

    In Kate Hamers Romandebüt “Das Mädchen, das rückwärts ging“ stehen die inzwischen alleinerziehende Mutter Beth und ihre 8jährige Tochter Carmel im Mittelpunkt. Beth ist einige Zeit zuvor von ihrem Mann Paul wegen einer anderen Frau verlassen worden und kommt noch nicht gut mit ihrer Situation zurecht. Eines Tages besuchen Mutter und Tochter eine jahrmarktähnliche Veranstaltung, bei der Geschichtenerzähler in Zelten auftreten und Bücher präsentiert werden. Obwohl Beth auf ihre Tochter achtet, geht sie verloren, denn Carmel will nicht ständig unter Beobachtung stehen und versteckt sich. Dann wird sie von einem älteren Herrn angesprochen, der behauptet, ihr Großvater zu sein und der sie zu ihrer angeblich bei einem Unfall schwer verletzten Muter bringen will. Tatsächlich handelt es sich um eine Entführung, aber das weiß zunächst nur der Leser.Kapitelweise wechselnd wird der Fortgang der Geschichte aus der Perspektive der Mutter und der Tochter erzählt. So weiß der Leser im Gegensatz zu der Mutter, dass Carmel lebt und wartet darauf, dass sie wieder zusammenkommen. Beths Trauer und Schuldgefühle werden eindrucksvoll gezeigt. Ihr Bemühen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, erstreckt sich über Jahre. Es hilft ihr, dass auch ihr Ex.Mann Verantwortung übernimmt und Lucy, seine neue Partnerin, sie ebenfalls unterstützt. Währenddessen muss Carmel Überlebensstrategien entwickeln, um die abrupte Trennung von den Eltern zu verkraften, zumal ihr „Großvater“ genannt Gramps ihr weismacht, ihre Mutter sei gestorben und ihr Vater hätte kein Interesse an ihr. Der Entführer und seine Partnerin Dorothy bringen das Kind in die USA und leben dort zusammen mit Dorothys Zwillingstöchtern Silver und Melody an wechselnden Orten in einem alten Laster. Ihr „Großvater“ ist Prediger einer Sekte, die bei Versammlungen Wunderheilungen gegen Bezahlung verspricht. Er glaubt, in Carmel eine Heilerin erkannt zu haben und nennt sie Mercy. Die Szenen mit Carmel als Heilerin sind nach meinem Empfinden schwächer und teils wenig plausibel . Der Autorin ist ein sehr einfühlsames Porträt vor allem von Carmel gelungen. Sie ist anders als andere Kinder, verträumt, oft abwesend, ziemlich frühreif und sehr intelligent, obwohl sich der Leser wundert, dass sie den Betrug bis zum Schluss nicht durchschaut. Sie ist immerhin fast bis zu ihrem 14. Lebensjahr in der Gewalt des Entführers. Bei aller notwendiger Anpassung bemüht sie sich erfolgreich, ihre Identität nicht zu verlieren und ihre Erinnerungen zu bewahren. Der Autorin gelingt es meist, ihr eine passende kindliche Stimme und Gefühlswelt zu verleihen. Trotz einiger Längen ist der Roman spannend. Er will allerdings kein Krimi oder Thriller sein, denn es geht nicht um ein Verbrechen und seine Aufklärung, nicht einmal vorrangig um den Täter, sondern darum, wie die beiden Betroffenen mit Verlust und Trauer fertig werden.Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Leider ist wie so oft der Titel unpassend gewählt. Zwar nimmt er Bezug auf eine Textstelle gleich zu Beginn – in Beths Träumen geht ihre Tochter immer rückwärts - , ansonsten ist das Rückwärtsgehen nicht weiter von Bedeutung. Für mich wiegt dagegen schwerer, dass durch den deutschen Titel die Bezüge zu dem Märchen “Rotkäppchen“ verloren gehen. Der Originaltitel “The Girl in the Red Coat“ weckt sofort Reminiszenzen an “Little Red Riding Hood“, wobei die inhaltlichen Parallelen sehr deutlich sind: Ein Mädchen kommt vom rechten Weg ab und fällt einem Räuber zum Opfer.

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  • Leserunde zu "Weil ich ein Mädchen bin!" von Ilona Einwohlt

    Weil ich ein Mädchen bin!
    IlonaEinwohlt

    IlonaEinwohlt

    Hallo liebe Leserinnen und Leser, hier startet eine Leserunde zu „Weil ich ein Mädchen bin“!„Alles, was Mädchen wissen wollen“, lautet der Untertitel, ein Sachbuch also, locker im Ton und ernst in der Sache. Ich habe es für Mädchen ab 10 Jahren geschrieben – und für alle, die sich dafür interessieren, was es mit dem Mädchensein 2016 auf sich hat, denn das kann mitunter ganz schön kompliziert und anstrengend sein.Und darum geht’s: Angefangen von den körperlichen Veränderungen in der Pubertät wie erster Pickel, Periode, BH, geht es natürlich auch um Schönheit und Ernährung, Leistungsdruck in der Schule, Elternstress zu Hause, Mädchenkrieg in der Clique, um den Blick von Außen, um Selbstbewusstsein, Glück und innere Stärke … Ich finde, Mädchen können gar nicht selbstbewusst genug sein! Und Spaß haben! In dem Buch gibt es dafür unzählige Ideen und Tipps, Anleitungen, Übungen, Bastelideen zum Nachdenken und selbst Ausprobieren. Hier gibt’s ’ne Leseprobe:  http://ilonaeinwohlt.de/buecher/weil-ich-ein-maedchen-bin-alles-was-maedchen-wissen-wollen/ Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen! Bitte bewerbt euch bis zum 8. Mai für eines der zehn Rezensionsexemplare mit einer Antwort auf die Frage: Ich finde es toll ein Mädchen (eine Frau) zu sein, weil …Ich freue mich auf alle, die mitmachen, insbesondere natürlich auf Mütter und Töchter, Tanten und Nichten, Lehrerinnen und Schülerinnen, Omas und Enkelinnen und alle, die das Buch gemeinsam lesen und mir ein feed-back geben! (O-Töne sind wahre Schätze!) Und natürlich, wenn ihr am Ende der Leserunde eine Rezension in die Runde stellt, aber das wisst ihr ja. Ich begleite die Leserunde und bin gespannt, von euch zu lesen!Die Glücksfee entscheidet dann sobald wie möglich und verschickt die Bücher noch vor Pfingsten. Ich wünsche jetzt schon viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren und freue mich auf Eure Antworten – und auf eure Beiträge, Rezensionen und Anmerkungen!Liebe Grüße von Ilona

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    • 189
  • Stellenweise zu ausführlich ...

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    13. April 2016 um 22:37

    Die Geschichte: Beth lebt nach der Trennung von ihrem Mann Paul alleine mit ihrer achtjährigen Tochter Carmel. Die Kleine ist ein besonderes Kind, denn sie ist sehr intelligent, freiheitsliebend und einfühlsam. Als die beiden eines Tages gemeinsam eine große Veranstaltung besuchen, verschwindet Carmel plötzlich spurlos. Beth ist verzweifelt, macht sich Vorwürfe und gibt die Suche nach ihrer Tochter nicht auf, doch alle Spuren führen jahrelang ins Nichts. Meine Meinung: Die Geschichte wird in wechselnden Kapiteln jeweils aus Carmels Sicht und der ihrer Mutter Beth geschildert. So erlebt man viele Szenen aus verschiedenen Perspektiven, was den Figuren und auch den Situationen mehr Tiefe verleiht. Kate Hamers Schreibstil ist sehr atmosphärisch und detailliert. Zunächst fand ich die Geschichte deshalb auch recht fesselnd, doch mit der Zeit wurde es mir etwas zu ausführlich, so dass die Spannung darunter litt. Trotz der ausführlichen Charakterisierung der Protagonisten konnte ich mit Beth und Carmel nicht so richtig mitfühlen, es blieb immer eine gewisse emotionale Distanz, die ich bis zum Ende nicht überbrücken konnte. Einige Nebenfiguren verschwinden auch einfach aus der Story, ohne dass man am Ende noch erfährt, was aus ihnen wurde. Das fand ich sehr schade. Der Schluss war sowieso irgendwie sehr schnell abgehakt, für mich blieben schon einige Fragen offen, auf die ich mir in einem kurzen Epilog noch Antworten erhofft hätte. Sehr viel mehr kann man über dieses Buch nicht sagen, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Wer selbst Mutter ist, kann das Ganze vielleicht auch noch besser nachfühlen. Das Szenario ist stellenweise sehr realitätsnah und erschreckend. Fazit: Anfangs ungewöhnlich mit zunehmender Spannung, dann etwas zu ausführlich und am Ende ging´s mir zu schnell.

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  • Einfühlsame Geschichte eines verschwundenen Mädchens und seiner Mutter

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    Lealein1906

    Lealein1906

    31. January 2016 um 14:53

    „Das Mädchen das rückwärts ging“ ist eine einfühlsame Story von einem jungen Mädchen und seiner Mutter. Mir gefällt sehr sehr gut, wie die Geschichte (meist) abwechselnd aus der Sicht der Tochter und aus der Sicht der Mutter geschrieben wird. So weiß der Leser über beide Handlungsstränge Bescheid, und bekommt die Geschichte aus zwei Sichtweisen erzählt. Beim Handlungsstrang von Carmel fiebert man sehr viel mit, will ihr am liebsten zurufen: „Nein, das ist nicht dein Großvater, deine Mutter lebt und wartet auf dich.“ Beim Handlungsstrang der Mutter schaut man viel in sie hinein, lebt diesen Schwall der Gefühle. Ich finde es wirklich eindrucksvoll, wie die Autorin es schafft zum einen so die Gefühle von einer Mutter, die ihr Kind verloren hat, zu beschreiben, und zum anderen, wie sie aus der Sicht der am Anfang achtjährigen und später etwas älteren Carmel schreibt, man denkt wirklich, dass das die Gedanken eines kleinen Mädchens sind und nicht die einer erwachsenen Frau. Mich hat überrascht, wie lange Carmel verschwunden bleibt, das hätte ich nicht erwartet, dass sich das Buch über einen so langen Zeitraum erstreckt. Im letzten Teil des Buches werden die Lücken/Zeitsprünge etwas größer, was ich aber nicht schlimm finde. Beim Ende weiß ich nicht so genau, wie ich es einordnen soll. Zum einen finde ich es etwas kurz und hätte gerne noch aus der Sicht von Carmel gewusst, wie sie es aufnimmt, dass ihre Mutter gar nicht tot ist. Zum anderen könnte ich mir vorstellen, dass es genau die Absicht der Autorin war, das Ende so offen zu gestalten. Außerdem noch ein kleiner Kritikpunkt ist der Titel. Zwar wird im Buch dieses Zitat ein paar Mal erwähnt, aber so richtig erklärt oder Sinn macht es meiner Meinung nach nicht. Auch wenn ich den Titel an sich gut finde, zu der Geschichte ist er vielleicht nicht ganz so passend.

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  • Emotionen Pur

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    BubuBubu

    BubuBubu

    20. November 2015 um 19:04

    Erstausgabe : 01.04.2015 , Verlag : Arche , ISBN: 9783716027240 , Flexibler Einband 416 Seiten , Sprache: Deutsch , Preis: 16,99€ Inhalt: In Norfolk, England wird die 8-jährige Carmel entführt. Auf einer Veranstaltung verliert Beth ihre Tochter und sucht sie vergeblich.  Die Polizei tappt im Dunkeln, es gibt keine Hinweise darauf wo das kleine Mädchen sein könnte. Beth gibt sich selbst die Schuld daran, dass sie ihr Kind verloren hat. Währenddessen beginnt für Carmel eine ungewöhnliche Reise. Sie glaubt ihre Mutter sei bei einem Unfall verletzt worden und ihr Großvater habe sie in seine Obhut genommen. Die Zeit vergeht. Es beginnt eine schwere Zeit für Mutter und Tochter. Langsam verlieren beide die Hoffnung einander wiederzusehen. Meine Meinung: Auch wenn dieser Roman kein Thriller ist, ist es genauso spannend. Der Fokus bei diesem Roman liegt bei den Gefühlen von Mutter und Tochter. Die Polizeiarbeit, welche bei den meisten Entführungsfällen im Fokus steht, wird hier fast ganz außer Acht gelassen. Was ich persönlich sehr gut finde. Panik und das Gefühl der Ohnmacht der Mutter wird greifbar. Man kann sich in sie hineinversetzen, genauso wie in die Tochter. Die Tatsache dass wir wissen was passiert ist, lässt die Tragödie in einem ganz anderen Licht erscheinen als die beiden es erleben.   Auch wenn Carmel sich an ihre Situation gewöhnt, hofft man als Leser dass Mutter und Kind sich wiedersehen. Je länger sie getrennt sind, was durch die Zeitangaben der Mutter deutlich wird, desto eher spürt man die Hoffnungslosigkeit. Durch den ständigen Perspektivwechsel bleibt man in der Zeit und kann das Geschehen mitverfolgen. Was geht in einem Menschen vor der ein kleines Mädchen entführt? Wie kann jemand so grausam sein und was sind die Pläne eines solchen Menschen? Das sind Fragen die sich der Leser immer wieder stellt. Die achtjährige Carmel bekommt vom angeblichen Großvater einen neuen Namen, Mercy, was Barmherzigkeit bedeutet. Was hat es damit auf sich? Ich finde dieses Debut der Autorin ist sehr gelungen, ein sehr berührender Roman. Ich gebe 4 von 5 Sternen.

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  • Mutter-Tochter-Liebe

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    uli123

    uli123

    01. November 2015 um 17:08

    Fünf Jahre und zweihundertfünfzehn Tage sind Beth und ihre achtjährige Tochter Carmel voneinander getrennt, nachdem das Mädchen bei einer gemeinsam besuchten Veranstaltung unter falschen Tatsachen von seinem vorgeblichen Großvater verschleppt wird. Beth geht während dieser Zeit fast zu Grunde, gibt aber den Glauben an ein Wiedersehen mit der Tochter und die Suche nach ihr niemals auf. Vor allem gibt sie sich die Schuld an deren Verschwinden, weil sie, gerade vom Ehemann verlassen, zu sehr an der nach Eigenständigkeit strebenden Carmel geklammert hat aus Angst, sie zu verlieren. Carmel, im Glauben gelassen, ihre Mutter sei tot, wird von England nach Amerika verbracht und vagabundiert mit dem Großvater umher, der aus ihren Heilungskräften Kapital schlägt. Ohne ein Thriller zu sein, ist das Buch dennoch spannend wie ein ebensolcher. Es fesselt zu erfahren, ob es letztendlich ein Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter gibt. Statt wie in anderen Kindesentführungsfällen die polizeilichen Ermittlungen in den Fokus zu rücken, konzentriert sich hier die Geschichte auf die Tragödie, die es für  Mutter und Tochter bedeutet, getrennt voneinander zu sein. Was sie dennoch verbindet, auch wenn sie fern voneinander sind, wird ergreifend dargestellt. Jede Mutter wird sich gut in Beth hineinversetzen können. Wir spüren quasi zwischen den Zeilen ihre Panik, Wut und Hilflosigkeit. Beide Protagonistinnen entwickeln sich während all der Jahre weiter. Beth reift und ist am Ende ein besserer Mensch. Carmel leidet weniger. Sie arrangiert sich mit ihrer Lage, ruft sich aber immer wieder ins Gedächtnis, wer sie ist, um sich nicht zu verlieren. Ihr Blick auf die Welt ist erfrischend. Ein gelungener Kunstgriff ist es, die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Carmel und Beth zu schildern. So lässt es sich gut an beider Gedanken und Gefühle teilhaben. Wie endlos das Leben für Beth ohne ihre Tochter ist, wird dadurch kenntlich gemacht, dass ihren Abschnitten die Zahl der Tage vorangestellt ist, die sie schon ohne ihre Tochter ist. Etwas gestört habe ich mich daran, dass das spirituelle Geschehen und der religiöse Fanatismus rund um den vermeintlichen Großvater ebenso wie Carmels besondere Gabe zu unrealistisch sind. Ein vielversprechender Debütroman, der sich aus der Masse anderer Romane hervorhebt.  

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  • Ich bin absolut begeistert ...

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    engineerwife

    engineerwife

    21. August 2015 um 08:57

    Nie hätte ich für möglich gehalten, dass mich dieses Buch so faszinieren würde. Der Roman bleibt absolut spannend und emotionsgeladen von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich habe mit Beth, der armen Mutter, gelitten. Es ist kaum vorstellbar, wie man sich fühlen muss, wenn das eigene Kind verschwunden ist. Die Ungewissheit – lebt es, lebt es nicht mehr – muss zermürbender sein als alles andere. Auf der anderen Seite ist da die kleine Carmel, the girl in the red coat, wie der Originaltitel sie passend beschreibt … wie grausam muss man als Mensch sein, ein Kind zu entführen, ihm eine Lügengeschichte nach der anderen zu erzählen bis es glaubt, es hätte so alles seine Richtigkeit. Das Buch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Am Ende habe ich es überwältigt zugeklappt. Ein Debutroman, der es in sich hat. Ich hoffe, wir lesen bald mehr von dieser vielversprechenden Autorin.

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  • Eine ungewöhnliche Geschichte, die eine aussergewöhnliche Sogwirkung entfaltet

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    Marakkaram

    Marakkaram

    18. August 2015 um 14:40

    Ich ging aus dem Zimmer, in dem sie so oft geatmet hatte und ihre Gedanken noch immer unter der Decke hingen. Carmel ist ein ganz besonderes Kind, hochsensibel und viel reifer als ihre Altersgenossen und dabei oftmals rätselhaft, abwesend und verträumt. So geht sie auch schon mal - schlafend in einer Hecke - in einem Irrgarten verloren. Für die alleinerziehende Beth ist diese Sorge und Angst ein ständiger Begleiter. Und dann passiert das Unfassbare. Auf einem Geschichtenfestival verschwindet Carmel im dichten Nebel und bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Beth macht sich schwere Vorwürfe und ihr Leben gerät aus den Fugen, aber die Hoffnung, die gibt sie nie auf... ~ ~ ~ Eine ungewöhnliche Geschichte, über ein ungewöhnliches Mädchen, das einen immer tiefer in seinen Bann zieht. Ich weiß gar nicht so richtig, was ich von dem Buch erwartet habe, es fiel mir rein zufällig in die Hände und die ersten Seiten habe ich mich auch ein wenig schwer getan. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und bei Carmel wusste ich nicht so recht, was ich von ihr halten sollte; ich konnte einige Aktionen sehr schwer greifen und einordnen (wie die Situation im Irrgarten).... und trotzdem vermochte ich das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Der Schreibstil ist in seiner Art wunderschön, unheimlich atmosphärisch und entwickelt einen Sog, dem man sich nicht mehr entziehen kann ~ Carmel lässt einen nicht mehr los. Die Autorin hat eine ganz eigene, aussergewöhnliche Art mit Emotionen umzugehen; stark, intensiv und überwältigend. Obwohl oftmals nur kurz angerissen, überrollen sie einen mit voller Wucht. Der Leser wird quasi mit ihnen allein gelassen; so allein, wie Carmel oder Beth. Das ist beeindruckend und eindringlich, ganz ohne große und dramatische Worte. Auch die Fragen, die sich kleine Menschen in so einer Situation stellen ohne darauf eine Antwort zu bekommen, haben mich oft nachdenklich und bedrückt zurückgelassen. Carmel ist ein großartiger und unheimlich liebenswerter Charakter und obwohl es ein ganz anderes Thema hat, fühlte ich mich irgendwie oftmals an "Raum" von Emma Donoghue erinnert. Fazit: Ein großartiger, atmosphärisch dichter Debutroman, mit einem ungewöhnlichem Thema, der mich stark beeindruckt hat

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  • Entführt

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    Julia2610

    Julia2610

    09. August 2015 um 21:54

    Klappentext Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln. Carmels Mutter Beth, seit kurzem wieder Single, gibt sich voller Verzweiflung selbst die Schuld: Hat sie Signale übersehen, nicht genug achtgegeben auf ihr einziges Kind? Carmel ist ein besonderes Mädchen: Sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, verhält sie sich oft rätselhaft, wirkt abwesend, verträumt. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht Carmels Mutter schließlich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück in der gemeinsamen Zeit, denn jede Kleinigkeit zählt. Für Carmel beginnt währenddessen eine lange und ungewöhnliche Reise. Spannend bis zur letzten Zeile erzählen Beth und Carmel im Wechsel diese zutiefst bewegende Geschichte über eine Mutter und ihr verloren gegangenes Kind. Meine Meinung Dieses Buch wurde zurecht mit einem Preis für den besten Romaneinsteig ausgezeichnet. Abwechselnd erzählen Mutter Beth und Tochter Carmel ihre Geschichte. Sie ist so fesselnd, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Autorin hat einen flüssigen, qualitativ hochwertigen Schreibstil und beschreibt alles sehr gut und detailliert, aber nicht zu ausschmückend.  Leider verliert die Geschichte im Mittelteil an Spannung, obwohl die Tochter dann schon entführt wurde. Es plätschert alles so vor sich hin, ohne wirklich spannend zu sein. Das ganze zieht sich in etwa 100 Seiten in die Länge. Die ganze Zeit fragt man sich warum ihr vermeintlicher Großvater sie entführt hat. Als ich es dann erfahren habe, war ich doch ein wenig enttäuscht, weil dieser ganze spirituelle Glauben nicht ganz meinen Interessen entspricht.  Darüber hinaus bleibt einiges im Unklaren, wird nicht gänzlich aufgeklärt oder nicht ordentlich erzählt, z.B. Verhaftung des Entführers wegen einer anderen Straftat, die Beziehung zwischen Carmel und Nico wird angerissen, hätte man aber genauso gut weglassen können. Auch wenn das Ende ein Happy End ist, hätte ich mir mehr Reaktionen von Carmel und ihrer Mutter gewünscht.  Insbesondere das Gefühlsleben von Beth ist toll dargestellt und man leidet richtig mit ihr. Aber auch Carmels Leben ist gut dargestellt und auch mit ihr leidet man.  Alleine bei dem Gedanken, dass eine Mutter ihre Tochter verliert, wird mir schon anders und ich bekomme Gänsehaut. Sein eigenes Kind zu verlieren, ist sicherlich mit Abstand das Schlimmste für eine Mutter.  Nichtdestotrotz ist der Debütroman von Hamer durchaus gelungen, mit einigen Schwächen, die das Buch aber nicht so sehr herunterziehen, da es mich trotzdem sehr in seinen Bann gezogen hat und ich es nicht aus der Hand legen konnte, weil ich immer wissen wollte wie es weitergeht.

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  • Ein unfassbar emotionales und ergreifendes Buch, über die Verbundenheit von Mutter und Tochter!

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    Sommerregen

    Sommerregen

    Die nach der Trennung ihrer Eltern Beth und Paul bei ihrer Mutter lebende Carmel ist anders als andere Kinder ihres Alters: Oft träumt sie vor sich hin und vergisst dabei Raum und Zeit, sie ist sehr intelligent, mitfühlend, reif, sehr sensibel und hat darüber hinaus eine blühende Phantasie. Die kleinsten Dinge, die für andere Menschen so uninteressant und gewöhnlich wirken, ziehen das kleine Mädchen in ihren Bann. Ob nun ein Baum der sich im Wind bewegt oder ein Käfer der des Weges geht: Sie versinkt vollkommen beim Beobachten dieser Dinge. Sie scheint dann in einer anderen, weit abgelegenen Welt zu sein.. In diesen Momenten bemerkt Carmel nicht was um sie herum geschieht, hört es nicht wenn man ihren Namen ruft, nimmt es nicht wahr, wenn andere sie suchen. Carmels Mutter Beth hat immer Angst um ihr Kind, da sie befürchtet, sie verlieren zu können. Als die beiden an Carmels achten Geburtstag ein Geschichtenfestival besuchen, hat Beth schon ein ungutes Gefühl. Doch sie weiß, dass sie sich immer viel zu viele Sorgen macht und beschließt ein wenig mehr loszulassen. In den auf dem Platz aufgeschlagenen Zelten werden Geschichten vorgetragen, kleine Szenen vorgespielt und in einem anderen Zelt stellt eine Autorin ihr neues Kinderbuch vor. Als man im Anschluss daran Fragen stellen darf, meldet sich die kleine Carmel sofort. Und dort, vor den vielen Menschen, erzählt sie, dass sie ihre Großeltern nicht kennt, da sie sie noch nie gesehen hat und dass ihre Mutter seit Jahren mit ihnen im Streit liegt. Als Mutter und Tochter wieder aus dem Zelt treten, wird der Platz immer voller und zunehmend unübersichtlicher. Leute drängeln, schubsen, Carmels kleiner Kopf verschwindet immer wieder, aber kommt jedes mal wieder zum Vorschein. Als dann auch noch dichter Nebel aufzieht verstärkt sich Beths schlechtes Gefühl, aber da Carmel und sie sich zuvor leicht gestritten haben, möchte ihr Kind nicht auf sie hören, sondern einfach eine Weile abtauchen, unsichtbar werden und die Stille genießen. Einfach mal alleine sein. Und so versteckt sich das kleine Mädchen unter einem Tisch und während sie anfangs noch die Schuhe ihrer Mutter sieht, die an ihr vorbei gehen, beginnt sie sich nach einer Weile in ein Buch zu vertiefen und ist erneut ganz weit weg. In dieser anderen Welt einfach abgetaucht. Wärenddessen macht sich ihre Mutter zunehmend Sorgen. Auch ihre Vorwürfe sich selbst gegenüber werden immer lauter und als sich der Platz immer weiter leert, da die meisten Menschen schon nach Hause gehen, sucht sie verzweifelt nach ihrer Tochter, kann sie aber nicht finden. Die Stunden vergehen und auch als man ihr endlich glaubt, dass ihre Tochter verschwunden ist und die Polizei ruft, ist Carmel unaufspürbar. Denn in der Zwischenzeit ist Carmel mit einem Mann fortgefahren, der sich als ihr Großvater ausgegeben hat. Als er behauptet hat, Beth hätte einen Unfall gehabt, steigt sie ohne Zweifel zu hegen in sein Auto und eine lange Reise beginnt. Wer ist dieser Mann, der Carmel mitgenommen hat? Was hat er mit ihr vor? Und vor allem: Wird Carmel überleben und irgendwann vielleicht sogar ihre Mutter wiedersehen können? Die Tage, Monate und Jahre verstreichen. Doch glaubt Beth nicht daran, dass Carmel tot ist. Sie sieht ihr Kind in ihren Träumen: Das lockige Haar und den roten Mantel ihrer Tochter. Das Lächeln und die braunen Augen ihres Kindes. In ihren Träumen geht Carmel stets rückwärts. Beths Leben ist mittlerweile aus den Fugen geraten, denn alle Hinweise, die bei der Polizei eingehen, führen ins Nichts. Eine neue Sichtung von einem Kind im roten Mantel. Eine neue Hoffnung. Und eine neue Enttäuschung. So viele Menschen die helfen wollen, doch niemand der es kann. Aber Beth bemerkt, dass wenn Carmel sie so sähe, sie ganz und gar nicht glücklich mit ihr wäre. Und so beschließt die noch immer von starken Schuldgefühlen geplagte Beth, selbst zu Handeln. Sie hat das Ziel, Carmel zu suchen und zu finden. Sie will ihr Kind zurück holen und es dann nie wieder alleine lassen. Ihre ewige Fragen zermürben sie: War ich Schuld? Hätte ich mehr auf sie Acht geben sollen? An einen geregelten Alltag zu denken ist für sie unmöglich geworden. Und auch ihre Ermittlungen führen ins Nichts. Aber Beths Hoffnung bleibt immer. Jeder Zeit. Selten hat mich ein Buch derart sprachlos zurück gelassen! Die jedes Kapitel wechselnde Perspektive lässt den Leser genau erfahren, was mit Carmel und ihrer Mutter geschieht, was sie fühlen, welche Ängste und Sorgen, aber auch welche Hoffnungen sie haben. Sein Kind zu verlieren ist für Eltern das Schlimmste, was geschehen kann und auch für Beth bricht eine ganze Welt zusammen. Es ist furchtbar mit anzusehen, wie sie leidet, sich die Schuld gibt und sich bei der Suche nach Carmel an jedem noch so kleinen Indiz festklammert. Jedes mal, wenn sich eine neue mögliche Spur der Polizei wieder nur als ein falscher Alarm heraus stellt, hat es mir einen Stich versetzt. Aber auch wie unterschiedlich Beths Umfeld auf das Verschwinden Carmels reagiert ist zum Teil einfach unfassbar. Ob sich Beth anhören muss, Carmel sei nun bei Gott oder dass dies nun mal passiere- es ist einfach unbegreiflich. Beth muss sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden: Entweder sie gibt sich weiterhin ihrer Trauer hin und versinkt weiter in ihrem tiefen, dunklen Loch, oder sie sammelt ihre ganze Kraft, um ein neues Leben anzufangen, damit sie das Gefühl bekommt, gebraucht zu werden und etwas gut zu machen. Auch ihr Kampf, stets optimistisch zu bleiben, nicht einzuknicken, immer an Carmels Leben zu glauben, ist unglaublich. Auf der anderen Seite wäre da noch Carmels Geschichte. Es war sehr bedrückend zu lesen, wie sie auf den Trick ihres Entführers reinfällt, um ihre Mutter bangt, die laut Entführer einen Unfall gehabt hat, während diese alles in ihrer Macht stehende unternimmt, um ihre Tochter zu finden. Außerdem hat es mich sehr traurig gemacht, als die Methoden des Entführers (und seiner Komplizin) beschrieben wurden, um Carmel an ihn zu binden und sie gleichzeitig von ihrer Verwandtschaft abzuschotten. Er säht so gezielt Zweifel in Carmel, beschert ihr Trauer und macht ihr an anderer Stelle Mut, sodass einem ganz übel wird.. Auch seine Beweggründe haben mich wütend, fassungs- und sprachlos gemacht. Beim Lesen dieses Buches stellte sich oft die Frage, was das für ein Mensch sein kann, der einfach ein Kind mit nimmt, es manipuliert und für seine Zwecke nutzt, als wäre es nur ein Stück Inventar. Die Antwort auf diese Frage wird im Buch gegeben und lässt einem wirklich den Atem stocken.. Dieses Buch ist eines der beeindruckendsten, die ich je gelesen habe! Es ist so unglaublich realistisch geschrieben, dass einem ganz anders wird. Man durchfährt beim Lesen tatsächlich die berühmte Achterbahn der Gefühle und verspürt nicht nur Wut, Fassungslosigkeit, Angst, Unbehagen, Hoffnung, sondern noch so viel mehr. Bis zum Ende wusste ich nicht, wie es ausgehen wird, da die Täter so unberechenbar erscheinen und einige Irrwege beschrieben werden. Alleine schon die Antwort auf die Frage, ob Carmel überleben wird, hat mich beinahe verrückt gemacht. Unvorstellbar, wie man sich als Mutter eines entführten Kindes fühlen muss.. Darüber hianus ist der Schreibstil sehr packend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Am Ende des Buches war ich vollkommen sprachlos und zu Tränen gerührt. Im Verlaufe des Buchs hat man die Beteiligten über Jahre hinweg begleitet, in ständiger Angst um das Kind. Alles in allem ist dies keineswegs ein Buch für zwischendurch, sondern eines, das einen festhält und nicht mehr los lässt, das einem menschliche Abgründe aufzeigt, das Ängste schürt, aber auch Hoffnung zu lässt. Ein Buch, das einem den Atem raubt und einem zeigt, wie gut man es hat und wie sehr man seine Mitmenschen wertschätzen sollte, da man sie jederzeit verlieren könnte. Ich kann dieses zermürbende Buch über die unfassbare Verbundenheit zwischen Mutter und Kind allerdings nicht an jeden weiterempfehlen, da es einem schon einiges abverlangt. Nichtsdestotrotz ist es eines der besten Bücher die ich je gelesen habe! Es ist so unglaublich ergreifend und gleichzeitig so beängstigend realistisch, dass es einem einen kalten Schauer über den Rücken jagt.

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    • 8
  • ungewollte Reise, wer ist dieser "Opa"?

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    saskia_heile

    saskia_heile

    04. July 2015 um 15:38

    *IHALT* Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln. Carmels Mutter Beth, seit kurzem wieder Single, gibt sich voller Verzweiflung selbst die Schuld: Hat sie Signale übersehen, nicht genug achtgegeben auf ihr einziges Kind? Carmel ist ein besonderes Mädchen: Sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, verhält sie sich oft rätselhaft, wirkt abwesend, verträumt. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht Carmels Mutter schließlich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück§in der gemeinsamen Zeit, denn jede Kleinigkeit zählt. Für Carmel beginnt währenddessen eine lange und ungewöhnliche Reise. Spannend bis zur letzten Zeile erzählen Beth und Carmel im Wechsel diese zutiefst bewegende Geschichte über eine Mutter und ihr verloren gegangenes Kind. *FAZIT* Diese Geschichte began schon sehr aufregend. Es ist ein kleines Mädchen das ihren Gedanken nachhängt. Ihre Mutter verliert sie aus den Augen, ihr "Opa" behauptet er hat die Erlaubnis bekommen sich um sie zu kümmern. Carmel erlebt Dinge die kein normales kleines Mädchen in den Alter erleben würde. Sie trampt/Reist durch fast ganz Amerika bis doch was passieren muss. Diese Geschichte wird aus zwei Seiten geschrieben zum einen Carmel ihre ungewollte Reise, ihre Gedanken, gefühle, man merkt sie wollte immer wieder zu Mutti zurück. Ihr "Opa" gibt ihr ein neuen Namen aus sicherheitsgründen aber sie ist so eigen und bleibt bei ihrem Namen was ich als richtig empfand. Zum anderen erzählt ihre Mutter die suche nach ihr, gefühle, gedanken wie ihr leben weitergehen soll. Man stellt sich die Fragen was noch alles passieren wird, vor allem wird Carmel es irgendwann bewusst das sie nicht dahin gehört? Ich kann nur sagen "Sie wird als Engel bezeichnet" und erlebt höhen und tiefen dieses Buch sollte an gelesen haben.

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  • Das Mädchen, das rückwärts ging

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    CanYouSeeMe

    CanYouSeeMe

    27. June 2015 um 11:46

    3,5 Sterne Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht Carmels Mutter schließlich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück in der gemeinsamen Zeit, denn jede Kleinigkeit zählt. Für Carmel beginnt währenddessen eine lange und ungewöhnliche Reise. Spannend bis zur letzten Zeile erzählen Beth und Carmel im Wechsel diese zutiefst bewegende Geschichte über eine Mutter und ihr verloren gegangenes Kind. ‚Das Mädchen, das rückwärts ging‘ von Kate Hamer hat meinen Erwartungen leider nicht gänzlich entsprochen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, die Sprache ist den jeweiligen Charakteren angemessen, so dass die beiden Erzählperspektiven meist gut voneinander zu unterscheiden waren. Mit den Charakteren konnte ich mich nur bedingt identifizieren. Obwohl sich die Geschichte hauptsächlich um Carmel und ihre Mutter Beth drehte, waren diese beiden Charaktere für mich am undurchsichtigsten. Carmel wirkt schon mit ihren acht Jahren sehr erwachsen und obwohl sie sehr intelligent ist, stellt sie nur sehr wenig in Frage und nimmt die Gegebenheiten so hin. Nebencharaktere wie Paul und Lucy waren meiner Meinung nach authentischer gestaltet. Die Thematik an sich ist super spannend und die Umsetzung sicher sehr schwer. Dennoch hätte ich mir authentischere Gefühle und in Carmel mehr Kind gewünscht. Im Endeffekt ist ‚Das Mädchen, das rückwärts ging‘ ein gut gemeinter Roman über ein brisantes Thema, der mich leider nicht packen konnte.

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  • Ein großartiger Roman

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. June 2015 um 18:23

    Dieses Buch, ist für mich eines der außergewöhnlichsten und interessantesten Geschichten der letzten Jahre. Ein wahrliche besonderes Leseerlebnis! Inhalt: In dem Debütroman "Das Mädchen, das rückwärtsging" geht es um die herzzereissende Geschichte einer suchenden Mutter, einer Frau die das liebste in ihrem Leben vermisst, ihre Tochter! Beth, durchlebt den Albtraum einer jeden Mutter, kurz nach ihrer Scheidung, von ihrem Ehemann Paul, durchlebt sie die wohl schwerste Zeit ihres Lebens. Denn während eines Geschichtenfestival verschwindet ihre Tochter Carmel mitten im Getümmel der Massen spurlos. Und trotz groß ausgelegter Suchaktionen, bleibt jedes Bemühen erfolglos. Die 8-jährige Carmel, die für ihr Alter sehr reif ist, ist wie vom Erdboden verschluckt. Beth versinkt in einer Zustand der von Trauer und Selbstvorwürfen geprägt ist, doch die Verbindung zu ihrer Tochter soll niemals abreißen, das spürt sie...! Meinung: Diese Debütroman, hat mein Herz erobert und mich von der ersten Seite an in einen ganz besonderen und einzigartigen Bann gezogen, den ich während oder bei einer Geschichte, so noch nie erlebt habe. Erst einmal, ist der Schreibstil der Autorin flüssig, stets von hoher Qualität, doch vor allem ist er, wie die Geschichte selbst, äußerst speziell und von einer tiefen Emotionalität geprägt ohne dabei anstrengend anrührend zu sein. Mit einer spielerischen und gekonnten Art,versteht es die Autorin einzelne Worte so in Szene und zusammen zusetzten, dass eine ganz bestimmte Atmosphäre entsteht, die den Leser nicht mehr loslässt. Doch die eigentliche und hervorzuhebende Stärke des Buches und der Autorin ist die, das sie es ganz genau versteht, Emotionen durch Wörter zu vermitteln und diese direkt und ohne Umschweife auf den Leser zu transportieren. Mit einer unfassbaren Sprache, vermittelt sie die Verbindung zwischen Mutter und Tochter, wie ich sie so noch nie gelesen habe. Einfühlsam, intensiv und stets emotional und packend zugleich, versinkt man in dieser großartigen Geschichte, die vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte in den Fokus stellt. Fazit: Ein andersartiger Roman, der mit sehr viel Gefühl und Atmosphäre zu begeistern und zu überzeugen weiß. Einzig und allein das Ende, ließ mich etwas zwiespältig zurück, weshalb ich "nur" 4 Sterne vergebe!

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  • Das Mädchen mit dem roten Mantel

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    BiancaWoe

    BiancaWoe

    16. June 2015 um 23:36

    Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Bereits zum zweiten Mal verliert Beth Carmel. Dieses Mal vielleicht für immer? Carmel, das verträumte, intelligente und besondere Mädchen mit dem roten Mantel. Beth, ihre Mutter, die insgeheim schon immer in ständiger Angst lebte, ihre Tochter zu verlieren. Sowohl Carmel, als auch Beth erzählen in der Ich-Form was sie fühlen und denken und lassen den Leser dadurch an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut ausgearbeitet. Die verschiedenen Schauplätze und Personen wurden bildlich beschrieben und konnten so gedanklich wunderbar umgesetzt werden. Aufgrund dieses tollen Schreibstils und wegen der Thematik des Romans hat mich das Buch gefesselt. Selten wollte ich es aus der Hand legen. Die Leseprobe empfand ich als sehr spannend geschrieben und auch die Entführung selbst. Im Anschluss daran ging die Spannung allerdings ein wenig verloren und die Geschichte plätscherte teilweise ein wenig vor sich hin. Auch die an sich sehr ausführlich und gut beschriebenen Emotionen der Protagonisten konnten mich nicht erreichen. Als Mutter hatte ich erwartet, die Erlebnisse von Beth und Carmel viel intensiver und erschrockener mitzuerleben. Nichts desto trotz hat mir das Buch sowie die nicht alltägliche Geschichte gefallen und ich habe mich unterhalten gefühlt. Daher gibt es 4 Sterne.

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  • Das Mädchen, das rückwärts ging

    Das Mädchen, das rückwärts ging
    Mama2006

    Mama2006

    11. June 2015 um 13:52

    "Das Mädchen, das rückwärts ging", ist ein Roman von Kate Hamer. Inhalt: (Klapptext) "Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln. Carmels Mutter Beth, seit kurzem wieder Single, gibt sich voller Verzweiflung selbst die Schuld: Hat sie Signale übersehen, nicht genug achtgegeben auf ihr einziges Kind? Carmel ist ein besonderes Mädchen: Sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, verhält sie sich oft rätselhaft, wirkt abwesend, verträumt. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht Carmels Mutter schließlich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück§in der gemeinsamen Zeit, denn jede Kleinigkeit zählt. Für Carmel beginnt währenddessen eine lange und ungewöhnliche Reise. Spannend bis zur letzten Zeile erzählen Beth und Carmel im Wechsel diese zutiefst bewegende Geschichte über eine Mutter und ihr verloren gegangenes Kind." Leider hält der Roman nicht, was er verspricht, denn obwohl der Schreibstil gut und flüssig ist, mangelt es den einzelnen Charakteren einfach an Emotionen und Gefühlen. Hatte mir einfach mehr davon versprochen. Fazit: hält leider nicht das was ich erwartet habe

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