Kendare Blake Anna Dressed in Blood

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Inhaltsangabe zu „Anna Dressed in Blood“ von Kendare Blake

Cas Lowood is no ordinary guy - he hunts dead people. People like Anna. Anna Dressed in Blood. A beautiful, murderous ghost entangled in curses and rage. Cas knows he must destroy her, but as her tragic past is revealed, he starts to understand why Anna has killed everyone who's ever dared to enter her spooky home. Everyone, that is, except Cas... (Quelle:'E-Buch Text/05.07.2012')

Eine gute Urban Fantasy-Geschichte, die ein wenig an "Supernatural" erinnert, aber definitiv für Jugendliche geschrieben wurde.

— tuesdayblind
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  • Fesselnde, düstere Geistergeschichte mit Humor

    Anna Dressed in Blood

    Weltentraeumerin

    12. September 2017 um 16:52

    Inhalt:Während sich das Leben anderer Teenager um Schule, Freunde und Partys dreht, hat Cas sein ganzes Leben darauf ausgerichtet, das Erbe seiner Vorfahren anzunehmen und Geister zu jagen. Insgeheim ist sein Ziel, eines Tages den Geist endgültig zu töten, der seinen Vater umgebracht hat.Diesmal führt ihn seine Profession nach Thunder Bay, einer kanadischen Kleinstadt - zu Anna dressed in blood, dem Geist eines jungen Mädchens, der jeden tötet, der die Schwelle zu seinem Haus überschreitet. Doch Cas wird von Anna verschont ...Meine Meinung:Das Buch lässt sich durchaus schon dem Genre Horror zuordnen. Wie gruselig man es empfindet, hängt zum Einen davon ab, was für ein Kopfkino man hat und wie detailliert und präzise man sich die Beschreibungen vorstellt, die aber durchaus Grusel-Potenzial haben. Dinge, wie dickes, schwarzes sowas-wie-Blut, das aus der Kehle heraus nach unten, aber auch übers Gesicht hinauf in die Augen fließt, sind da fast noch harmlos. Zum Anderen hängt das natürlich auch davon ab, wie gut man damit klarkommt.Der fesselnder Schreibstil lässt den/ die Leser*in durch die Seiten fliegen, hinzu kommt die Spannung. Dadurch, dass man gleich mit einer Szene einstiegt, bei der man Cas bei dem Töten eines anderen Geistes begleiten darf und die Autorin sich auch danach nie lange mit Herumgeplänkel aufhält, wird es nie langweilig. Einige Wendungen habe ich als unerwartet empfunden.Cas ist ein sehr sympathischer Protagonist, der bis dato aber auch recht einsam war und keine Freundschaften geschlossen hat, sondern nur von einem Ort zum anderen gezogen ist. Er sieht sich quasi zu seiner Aufgabe berufen, weil sein „Athame", der Dolch, mit dem er Geister tötet und den er von seinem Vater geerbt hat, mit seinem Blut verbunden ist, und er niemanden kennt, der außer ihm dieser Aufgabe nachgeht.Cas kennt seine Stärken, ist darauf beruhend recht selbstbewusst und es gewohnt, die Kontrolle und die Oberhand zu behalten. Etwas, was ein wenig ins Wanken gerät, als er Thomas kennenlernt, ein Hexer, der Gedanken lesen kann. Obwohl Cas lieber alleine bleibt, zieht er Gespräche mit Menschen über Geister der trockenen Bibliotheksrecherche vor. Auch wenn er dafür sich gezielt an die High School Queen, hier Carmel, wendet, will er diese nicht wirklich ausnutzen und vermeidet es deswegen, die Idee romantischen Interesses zu wecken.Trotz dass die Atmosphäre weitgehend düster ist, enthält das Buch aber auch Humor. Das liegt vor allem an Cas' sarkastischer Erzählweise. In trockener selbstverständlicher Lässigkeit erzählt er von seinem Job, kommentiert die Vorgänge ironisch und spielt immer wieder in leiser Verachtung auf Geisterfilme an. Dementsprechend genervt ist er, wenn er dann mit „Ghostbusters" verglichen wird - Vergleiche, die auch zur Erheiterung des Lesers/ der Leserin beitragen.Manche Nebencharaktere mögen blass bleiben, das liegt aber daran, dass der Fokus eher auf den Hauptcharakteren liegt.Carmel zum Beispiel ist alles andere als der Stereotyp der typischen High School Queen. Zwar ist sie reich, hat die typischen oberflächlichen Freundinnen und ist sehr gut darin, sich ihre Beliebtheit zu sichern und zu erhalten, dennoch ist sie keine überhebliche Zicke, sondern freundlich, humorvoll und reflektiert auch schon mal spöttisch ihre Stellung. Thomas ist zwar der typische schüchterne Außenseiter, der zu Cas heraufblickt, aber dank seiner eigenen Fähigkeiten auch mehr als das. Er ist loyal, durchaus mutig und auch ziemlich niedlich.Auch Cas' Mutter ist eine Hexe, allerdings eine „harmlose" Kräuterhexe, die sich zwar dauernd Sorgen um Cas macht, aber sich auch bemüht, seinen Job weitgehend zu akzeptieren.Der aber wohl faszinierendste Charakter dürfte Anna sein, einerseits das Mädchen, das vor Jahrzehnten brutal ermordet wurde, andererseits ein grausamer Geist, der zwanghaft Menschen zerfetzt (und dabei nicht sonderlich zimperlich mit seinen Opfern umgeht) - bis auf Cas. Und dadurch ganz neue Seiten enthüllt.Generell basiert die Darstellung von Geistern in diesem Buch weitgehend auf bekannte und verbreitete Vorstellungen, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut. Gerade durch Charaktere wie Thomas oder Cas' Mutter spielen auch Zauberei und entsprechende Rituale eine gewisse Rolle.Fazit: Fesselnde Geistergeschichte mit durchaus gruseligen Szenen, düsterer Atmosphäre, einem selbstbewussten, sympathischen Protagonisten und einer sarkastischen, humorvollen Erzählweise!

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  • Ein Buch für mein inneres "Supernatural"-Fangirl

    Anna Dressed in Blood

    Wortmagie

    29. October 2016 um 13:09

    „Anna Dressed in Blood“ von Kendare Blake war eine Goodreads-Empfehlung, die mir auf der Startseite prominent vor die Nase gehalten wurde. Titel in Kombination mit dem Cover weckten meine Neugier, doch es war der Klappentext, der mich überzeugte. Geisterjagd? Familienauftrag? Das „Supernatural“-Fangirl in mir japste. Die Parallelen waren unübersehbar und unwiderstehlich. Völlig egal, dass es statt zwei Brüdern nur einen Protagonisten gibt und die Geschichte eher im YA-Bereich angesiedelt ist. Ich musste das Buch haben! High-School, Homecoming-Ball und Dates – über die Dramen seiner Altersgenossen kann Cas nur müde lächeln. Sein Leben wird von völlig anderen Dingen bestimmt. Von toten Dingen. Cas ist ein Geisterjäger, wie bereits sein Vater vor ihm. Begleitet von seiner Mutter reist er im Namen des Familienauftrags durch Nordamerika. Wo immer ein Geist die Lebenden terrorisiert und bedroht, ist er zur Stelle. Anna Dressed in Blood ist die Lokallegende des kanadischen Städtchens Thunder Bay. In den letzten 50 Jahren soll sie 27 Teenager getötet haben. Cas ist fest entschlossen, ihrem mörderischen Treiben ein Ende zu setzen. Doch dieses Mal ist alles anders. Anna ist stärker als jeder Geist, dem er bisher begegnet ist. Intelligenter. Tödlicher. Um sie aufhalten zu können, muss Cas herausfinden, woher sie Macht bezieht und beginnt, in ihrer tragischen Vergangenheit zu graben. Stück für Stück lernt er Anna besser kennen und muss sich bald eingestehen, dass ihn ihre Geschichte tief berührt. Als der Moment der Entscheidung gekommen ist, weiß Cas nicht mehr, ob er Anna überhaupt noch ins Jenseits schicken möchte… „Anna Dressed in Blood“ befriedigte mein inneres „Supernatural“-Fangirl nur teilweise. Ich habe nicht erwartet, es mit einem Buch zu tun zu bekommen, das ohne Weiteres als Drehbuch für eine Folge dienen könnte. Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass es mir das gleiche Gefühl vermitteln würde, das ich beim Schauen meiner Lieblingsserie erlebe. Trotz gewisser grundsätzlicher Ähnlichkeiten wie Geisterjagd, Familienauftrag und ständiger Umzüge wollte sich bei mir einfach nicht die gleiche ungezügelte Begeisterung einstellen. Meiner Meinung nach ist dieser Mangel an Euphorie hauptsächlich der Young Adult – Ausrichtung des Romans geschuldet. Die genretypischen Muster schimmerten unter der Handlung hindurch, dezent, aber deutlich wahrnehmbar. Ich rechne es Kendare Blake hoch an, dass sie sich um Originalität bemühte und dem altbackenen Prinzip von „Junge-trifft-Mädchen“ einen neuen Anstrich verpasste, im Endeffekt bleibt eine Teenie-Romanze jedoch immer eine Teenie-Romanze, unabhängig der Umstände. Für mich hätte sie definitiv noch einige Schritte weitergehen und „Anna Dressed in Blood“ richtig schaurig gestalten können. Ich habe mich nicht gegruselt, weil es eher blutig als unheimlich ist. Der Horror des Buches fußt auf physischer Gewalt, nicht auf psychischem Terror. Es gibt diverse effektvolle Szenen, in denen das Blut nur so spritzt, aber als High Fantasy-Schlachten-Veteranin lassen mich derartige Beschreibungen nun mal ziemlich kalt. Meine Ängste wurden nicht angesprochen, die Atmosphäre entwickelte keine emotionale Beklemmung. Dadurch hatte ich das Gefühl, nicht in die Tiefen der Geschichte vorzudringen, sondern lediglich an der Oberfläche entlang zu kratzen. Möglicherweise fiel mir der Zugang auch deshalb schwer, weil ich Schwierigkeiten mit dem Protagonisten Cas hatte. Ich habe lange gebraucht, bis ich einigermaßen warm mit ihm wurde. Anfangs glaubte ich sogar, dass ich ihn nie würde ausstehen können, da er sich fürchterlich arrogant, altklug und herablassend gab. Er belächelt seine Altersgenossen für ihre Unwissenheit und Unbeschwertheit, als wäre das Dasein eines normalen Teenagers gänzlich unter seinem Niveau. Schlimmer noch, er behandelt auch die Geister, die er weiterschickt, nicht mit der angemessenen Demut. Er zeigt keinerlei Mitgefühl und Verständnis für die Tragik ihrer Situation. Er hält sich für abgeklärt, wirkt dadurch jedoch kaltherzig. Glücklicherweise ändert sich seine Einstellung, nachdem er Anna kennenlernt. In Thunder Bay findet er entgegen seiner Gewohnheiten Freunde, die ihn begreifen lassen, dass ein Sozialleben durchaus Vorteile hat. Nicht einmal ein Geisterjäger muss einsam sein, wenn er es nicht will. Anna bringt Cas‘ gute Seiten zum Vorschein. Der positive Einfluss eines mordenden Geistes – klingt paradox, nicht wahr? Wie das zusammenpasst, müsst ihr schon selbst herausfinden, ich kann euch allerdings verraten, dass Anna Cas unter die Haut geht. Ihretwegen denkt er zum ersten Mal darüber nach, wohin er die Geister überhaupt schickt, was meiner Ansicht nach längst überfällig war. Es erschien mir seltsam, dass er sich diese Frage noch nie gestellt hat. Ich denke, er hatte zu seinen Talenten bisher eine rein pragmatische Beziehung und hat es vermieden, zu intensiv über deren Natur zu grübeln. Mit der spirituellen Ebene seiner Berufung stand er nicht in Kontakt. Erst Anna zeigt ihm, dass er mehr als ein übernatürlicher Kammerjäger ist. „Anna Dressed in Blood“ ist eine flüssige, leichte Lektüre für zwischendurch, die viel Action und ein akzeptables Maß an Romantik bietet. Das Buch ist nicht übertrieben kitschig und konnte mich durch die Kreativität der Autorin überzeugen. „Supernatural“ in Buchform – das Experiment ist geglückt, wenn auch nicht uneingeschränkt. Sicher hätte man das eine oder andere besser umsetzen können, aber insgesamt hat mir das Lesen Freude bereitet, worauf es ja letztendlich ankommt. Ich werde der Fortsetzung „Girl of Nightmares“ eine Chance geben, weil ich glaube, dass sich meine Sympathieprobleme mit Cas nun erledigt haben und ich unheimlich neugierig bin, wie sich seine Beziehung zu Anna weiterentwickelt. Wenn ihr Interesse an „Anna Dressed in Blood“ habt, dann greift zu! Gerade jetzt zu Halloween gibt es wohl kaum ein Buch, das passender wäre.

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  • Urban Fantasy-Geschichte mit Humor und Geistern.

    Anna Dressed in Blood

    tuesdayblind

    10. August 2015 um 20:04

    Diese Rezension erschien ursprünglich auf kopf.kino // Was passiert // Cas ist 17 Jahre alt und alles andere als ein normaler Junge. Nachdem sein Vater getötet wurde, hat er dessen Job übernommen: er ist Geisterjäger. Doch Geist ist nicht gleich Geist und so sucht und findet Cas die Exemplare, die Menschen töten. So wie Anna, die allgemein als Anna dressed in Blood bekannt ist. Jeder, der ihr Haus betritt, wird gnadenlos getötet - auseinander gerissen, um genau zu sein. Cas geht davon aus, dass es ein Job wie jeder anderer ist: Geist finden, Geist töten, weiter reisen. Doch er muss feststellen, dass Anna anders ist als die Geister, denen er bisher in seinem Leben begegnet ist. Und dass es nicht so einfach sein wird, sie ins Jenseits zu befördern... // Was ich denke // Als erstes eine kleine Frage an die Fangirls unter euch: ein junger Mann, der umher reist und böse Dinge tötet, um die Welt ein wenig sicherer zu machen. Kommt euch das irgendwie bekannt vor? Mein erster Gedanke nach den ersten Seiten: Oh mein Gott, das ist wie Supernatural! :D Zwar hat Cas keinen Bruder, mit dem er unterwegs ist, dafür eine Mutter, die sich praktischerweise auch noch mit weißer Magie auskennt.  Ich weiß nicht, ob es an den Parallelen zu meiner ehemaligen Lieblingsserie (ich gebe zu, ich war jahrelang ein extremes Fangirl) liegt, aber ich war von der ersten Seite an von Anna dressed in Blood gefangen. Man wird direkt in das Geschehen geworfen und ist Zeuge, wie Cas seinen aktuellen "Fall" abschließt und einen Anhalter tötet, der zuvor die Menschen, die ihn mitgenommen haben, in den direkten Tod geführt hat. Und mit Erledigung des Geistes heißt es für die Familie Lowood wieder einmal Sachen packen und auf in die nächste Stadt. Im Gegensatz zu den Winchester-Brothers mieten Cas und seine Mutter sich in ihrer neuen Heimat ein Haus und melden den Jungen sogar in der High School an, die er dann auch tatsächlich besucht. Das Beschaffen von Informationen nimmt meist etwas mehr Zeit in Anspruch, so dass die beiden sich - zumindest kurzzeitig - ein Leben aufbauen. So also auch in Thunder Bay, der Heimat von Anna dressed in Blood. Hier lernt Cas sehr schnell Thomas, einen Telepathen, und Carmel, die Queen der High School, kennen. Während er die Nähe zu Carmel ganz bewusst sucht, um eine zuverlässige Quelle zu haben, ist Thomas zuerst eher eine Art Stalker, der sich jedoch schon bald als nützliche Ergänzung von Cas' Freundeskreis heraus stellt. Und so lässt es sich auch nicht vermeiden, dass die beiden Jugendlichen von seinen wahren Absichten erfahren: er will Anna töten. Doch leider ist das nicht so einfach, wie er es sich vorgestellt hat, denn Anna ist nicht nur extrem stark, sie scheint zudem auch nicht durch und durch böse zu sein. Als hätte sie zwei Seiten, zwei Gesichter. Kein Wunder, dass Cas' Neugier geweckt ist. Kandare Blake hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mir sofort gefallen hat. Er ist locker, der Zielgruppe entsprechend und vor allem mit Humor gespickt. Hier und da ein bisschen Sarkasmus oder ein gut gewähltes Fünkchen Ironie und Sas ist glücklich. So ging es mir bei diesem Buch auch: es machte einfach Spaß, es zu lesen. Genauso gut hat mir auch die Geschichte an sich gefallen. Die Geister-Mythologie des Buches kenne ich so bzw. ähnlich schon aus anderen Serien, was ich sehr angenehm finde. Oftmals kommen die Autoren ja mit total neuen Interpretationen daher, was ich nicht grundlegend schlecht finde, aber manchmal sind diese Mythologien einfach so anders als alles, was man so kennt, dass es einen skeptisch macht. In Anna dressed in Blood ist es so, dass Geister von gewaltsam Getöteten die letzten Minuten/Stunden ihres Leben immer wieder durchleben und dabei andere Menschen auf die gleiche Art und Weise ins Grab bringen. Meist wissen sie nicht einmal, dass sie tot sind, im Gegensatz zu Anna. Die ist sich nicht nur bewusst, dass sie ermordet wurde - auch wenn sie sich an die Einzelheiten nicht mehr erinnern kann-, nein, sie tötet zudem auch nicht freiwillig. Was nicht bedeutet, dass irgendjemand sicher ist, wenn er ihr Haus betritt. Genau genommen ist, außer Cas, nie jemand lebend wieder heraus gekommen. Nun ist es an Cas, heraus zu finden, warum Anna so anders ist und Anna will verstehen, warum der Junge bei ihr nicht das Verlangen auslöst, ihn in Stücke zu reißen. Es ist ein wenig vorhersehbar, aber die beiden werden so etwas wie Freunde. Zwar hört Cas nie auf, ihren Tod zu planen, zumal ihm Carmel und Thomas im Nacken sitzen, für die dieses Unterfangen immer noch Priorität hat, aber er merkt irgendwann selber, dass er vielleicht nicht in der Lage sein wird, Anna sein Messer ins Herz zu rammen. Es geht also um Loyalität, Rache, Pflichtbewusstsein, Freundschaft und die Verwirrung eines jungen Geisterjägers. Und nicht zuletzt um die Frage nach der Zukunft, die Cas bisher äußerst elegant einfach ignoriert hat. Ich finde, dass Anna dressed in Blood ein sehr gelungener Urban Fantasy-Roman für Jugendliche ist. Die Geschichte ist spannend, der Verlauf logisch und nicht übertrieben. Gut, die Charaktere sind etwas stereotypisch, aber das hat mich lustigerweise so überhaupt nicht gestört, denn ich fand sie allesamt sympathisch... Man kann ihre Motivationen nachvollziehen und die Entwicklung der einzelnen Protagonisten hat mir auch gefallen. Es war einfach alles in sich rund, ohne zu aufgesetzt zu wirken. Es gab allerdings einen kleinen Punkt, bei dem ich noch nicht genau weiß, wie ich ihn finden soll. Ich möchte dazu nicht allzu viel sagen, um niemanden zu spoilern, und letztendlich war diese Entwicklung auch irgendwie vorhersehbar, etwas schräg fand ich es aber schon. Das ist aber wirklich meine einzige Kritik, für die ich einen Punkt abziehe. Der Rest war genau nach meinem Geschmack.  // Schlusswort // Anna dressed in Blood von Kendare Blake ist eine Urban Fantasy-Geschichte für Jugendliche, die ganz ohne Werwölfe und Vampire auskommt und einen trotzdem - oder gerade deshalb - in seinen Bann ziehen kann. Mich konnten sowohl Story als auch Charaktere vollkommen überzeugen, so dass ich das Buch Fans dieses Genres wärmstens empfehlen möchte.

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  • Was geschah mit Anna Korlov?

    Anna Dressed in Blood

    LadyMacbeth

    29. March 2013 um 14:19

    Cas ist kein gewöhnlicher Siebzehnjähriger: Seit geraumer Zeit ist er in die Fußstapfen seines ermordeten Vaters getreten und tötet Geister; Geister, die selbst töten – aus Berechnung, aus Wut, aus Verwirrung… Seit zehn Jahren bereitet er sich darauf vor, das, was seinen Vater getötet hat, zur Strecke zu bringen und zieht mit seiner Mutter und der gemeinsamen Katze von Ort zu Ort, um Geistern auf die Spur zu kommen. Als er auf Anna Korlov, Anna dressed in blood, trifft, ist alles anders. Der Geist des Mädchens tötet jeden, der es wagt, ihr Elternhaus zu betreten – sie verschont nur Cas und der hatte es noch nie mit einem Geist zu tun, der Anna auch nur annähernd geähnelt hätte… Meine Meinung Anna dressed in blood gefiel mir von der ersten bis zur letzten Seite gut. Das lag zum einen an der Grundidee des Buches, zum anderen an den Protagonisten, der Spannung und dem Schreibstil. Die Idee ist schnell erklärt: Ein Junge verliebt sich in ein Mädchen, in das er sich eigentlich nicht verlieben sollte. Bei Anna dressed in blood ist dieses Mädchen jedoch ein Geist, der wider Willen töten muss und dieser Junge ein Geisterjäger, der Anna eigentlich töten sollte. Die Liebesgeschichte wird dem Leser nicht mit der Holzhammermethode eingebläut, wie in anderen Jugendbüchern, sondern entwickelt sich ganz, ganz langsam und stetig; Cas selbst ist der letzte, der bemerkt, dass er sich eigentlich in Anna verliebt hat. Cas war mir von Anfang an sympathisch: Er ist ein netter Typ, der eine schwierige Aufgabe vor sich hat, nicht auf den Mund gefallen ist und die Dinge anpackt. Obwohl er sich zunächst gegen eine Freundschaft mit Carmel (der “Schulschönheit”) und Thomas (dem “Freak”) sträubt – er ist ja auch seit seinem 10. Lebensjahr immer wieder unterwegs und bleibt nie dauerhaft an einem Ort – wachsen die drei doch zu einem schlagfertigen Trio zusammen. Hinter Carmel steckt viel, viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. Sie ist klug, einfühlsam und sehr mutig – und Thomas ist viel mehr als der wunderliche “Freak”. Es hat mir sehr gut gefallen, dass diese beiden “Nebenfiguren” aus starren Rollenklischees ausbrechen und ganz eigen sind. Auch Morfan, Thomas Großvater, Cas’ Mentor, Cas’ Mutter und sogar der Kater Tybalt waren als Randfiguren allesamt auf ihre eigene Art und Weise speziell. Anna ist eine sehr, sehr tragische Figur; ihr Dilemma wird von Kendare Blake einfühlsam beschrieben. Die Geschichte, die hinter ihrem traurigen Dasein als Geist steckt, war letztendlich eine ganz andere, als ich zunächst vermutete. Das Buch hat – zumindest meinem Empfinden nach – keine Längen, sondern verfolgt einen konstanten Spannungsbogen. Selbst gegen Ende, als das Geheimnis um Anna bereits gelüftet ist, reißt die Spannung nicht ab, sondern erreicht sogar einen neuen Höhepunkt. Die Stimmung ist eher düster und Kendare Blake scheut sich auch nicht, unschöne Dinge auch sprachlich auf den Punkt zu bringen. Ihr Schreibstil bringt die Stimmung gut zum Ausdruck und liest sich sehr angenehm und flüssig. Es hat mir gut gefallen, die Geschichte aus Cas’ Sicht zu lesen (1st person ist häufig in Jugendbüchern – doch dass Geschichten aus der Perspektive eines männlichen Protagonisten erzählt werden, ist in dem Genre doch eher ungewöhnlich). Fazit Absolute Leseempfehlung für Liebhaber von Teen-Liebesgeschichten und Romantasy!

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  • Rezension zu "(Anna Dressed in Blood) By Blake, Kendare (Author) Hardcover on (08 , 2011)" von Kendare Blake

    Anna Dressed in Blood

    Johaenna

    11. March 2013 um 11:14

    Just your average boy-meets-girl, girl-kills-people story... Genau das erwartet euch bei Anna Dressed in Blood. Ich war unglaublich gespannt auf diese Umsetzung einer etwas anderen paranormalen YA Geschichte! Zum Cover: Das Cover finde ich unglaublich gelungen! Ein Mädchen in einem blutigen Kleid vor einem grusligen Haus? Yesssss Please! Alles verpackt in eine Romanze? Shut up and take my money! Als riesen Supernatural Fangirl musste ich das Buch natürlich haben! Zum Inhalt: (gemäss Amazon) Cas Lowood hat eine dunkle Berufung: Er ist ein Geisterjäger. Mit seiner Mutter zieht er quer durchs Land, immer auf der Suche nach den ruhelosen Seelen, die oft schon seit Jahrzehnten die Lebenden in Angst und Schrecken versetzen – bis Cas ihrem Treiben ein Ende bereitet. In einer Kleinstadt in Ontario wartet die berüchtigte Anna im blutroten Kleid auf ihn, eine lokale Berühmtheit, deren Leben in den 50er-Jahren ein grausames Ende fand. Seitdem bringt sie jeden um, der es wagt, das verlassene viktorianische Anwesen zu betreten, das einst ihr Zuhause war. Doch bei Cas macht die schöne Tote eine Ausnahme … Zu den Charakteren: Die Charaktere gefallen mir eigentlich ganz gut. Nur mit Cas hatte ich teilweise etwas Mühe... Er ist einfach ZU cool ZU sarkastisch und ZU gut in ALLEM! Er ist beinahe schon eine männliche Mary-Sue... Zumindest für meinen Geschmack. Anna hingegen fand ich in der ersten Hälfte des Buchs besonders spannend und toll beschrieben. Zur Lesbarkeit: Anna Dressed in Blood liest sich besonders schnell bis zu der Stelle, an der man Annas ganze Geschichte erfährt. Danach ist es noch immer spannend, aber es ändert sich etwas. Die gruselige Anna verliert ihren Grusel und wird beinahe schon vermenschlicht dargestellt. Ich kann wirklich verstehen, warum viele Booktuber das Buch ganz und gar nicht mochten. Für mich war es trotz den deutlichen Schwachstellen sehr lesenswert und ich werde auf jeden Fall auch die Fortsetzung verschlingen! Hier steckt viel Potenzial drin! Und das Story-Konzept finde ich einfach bombastisch!

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  • Rezension zu "Anna Dressed in Blood" von Kendare Blake

    Anna Dressed in Blood

    Nadja_13

    28. January 2013 um 12:01

    Anna im blutroten Kleid - Kendare Blake zum Inhalt: Der 17-jährige Cas Lowood ist Geisterjäger. Diesen Beruf hat er von seinem Vater geerbt, denn auch dieser war Geisterjäger, bis er selbst einem zum Opfer gefallen ist. Viele Geister sind gefährlich, blutrünstig und haben viele Menschen auf ihrem Gewissen. Daher zieht Cas zusammen mit seiner Mutter von Stadt zu Stadt auf der Suche nach besonders brutalen Geistern, um sie zu "töten". So kommt Cas auch in die Kleinstadt Thunder Bay, denn dort treibt ein Geist namens Anna im blutroten Kleid sein Unwesen, der schon über 20 Jugendliche ermordet haben soll. Für Cas sollte Anna eigentlich nur einer von vielen Geistern werden, doch ihr Fall bereitet ihm weitaus mehr Schwierigkeiten als gedacht und sowieso läuft alles anders als normalerweise. Das erste Mal in seiner Karriere als Geisterjäger ist er auf Hilfe von anderen angewiesen und das erste Mal fühlt er sich verbunden mit einem Geist... meine Meinung: Die Geschichte hatte mich schon nach den ersten paar Seiten komplet in ihren Bann gezogen. Dies lang hauptsächlich daran, dass der Anfang der Geschichte so vollkommen anders war, als ich es erwartet hatte. Eigentlich kann ich nicht einmal genau sagen, was ich von dem Buch erwartet hatte, aber ganz sicher nicht die Geschichte, die ich schliesslich bekommen habe. Zuerst war ich einmal überrascht, wie brutal die Geschichte ist. Irgendwie hatte ich mir Geister immer als durchsichtige, graue, nebelartige Geschöpfe vorgestellt, durch die man hindurchgehen kann und die höchstens ein bisschen unheimlich, aber keinesfalls wirklich gefährlich sind. Nun auf die Geister hinter denen Cas her ist trifft all dies ganz und gar nicht zu. Die Geister sind wie wir Menschen aus Fleisch und Blut, oder zumindest sehen sie so aus und fühlen sich wohl auch so an, jedenfalls sind sie sehr gut dazu im Stande Menschen mehr als nur Angst einzujagen und sie sogar zu töten. Schon sehr zu beginn der Geschichte bekommt es Cas mit einem besonders brutalen Geist zu tun und ich war ehrlich gesagt ein bisschen geschockt und musste mich erst an die neue Vorstellung gewöhnen, denn ich war echt nicht darauf vorbereitet. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte geht es teilweise alles andere als nett zu und her und es gibt schon mehrere brutale, fast schon blutrünstige Szenen. Dabei sind die Beschreibungen zwar nicht übertrieben detailliert, schliesslich ist Anna im blutroten Kleid immer noch ein Jugendbuch, jedoch habe ich während dem Lesen schon mehrmals das Gesicht verzogen, weil ich gewisse Dinge eigentlich nicht ganz so genau wissen wollte. Wie man es von einer Geistergeschichte erwartet, gab es auch ein paar ziemlich gruselige Momente. Ich muss zugeben, im Dunkeln habe ich das Buch nicht unbedingt gerne gelesen, da wurde mir schon manchmal ein bisschen mulmig zumute. Besonders Anna war, zumindest in der ersten Hälfte des Buches, echt gruselig, was ich irgendwie auch nie erwartet hätte. Durch den Titel des Buches hatte ich irgendwie erwartet, dass die Geschichte aus der Sicht von Anna erzählt wird, dem ist allerdings nicht so. Die Geschichte ist durchgehend nur aus der Sicht von Cas geschrieben. Ich mochte diese Sichtweise sehr, da Cas durch sein aussergewöhnliches Leben und seine aussergewöhnliche Beziehung zum Thema Tod, eine ganz eigene und einzigartige Sicht auf die Welt hat. Ich fand Cas ein wirklich faszinierender Charakter und er trug wirklich einen grossen Teil dazu bei, dass ich die Geschichte wirklich gerne las, denn er macht sie irgendwie besonders. Cas war mir auch super sympathisch, auch wenn ich mich nicht wirklich mit ihm identifizieren konnte. Sein Leben ist wirklich alles andere als einfach und ich habe mich sehr für ihn gefreut, dass er in Thomas und Carmel wirklich gute Freunde findet, denn irgendwie war er anfangs schon ziemlich einsam, obschon ihm das selbst gar nicht aufzufallen scheint. Etwas, dass mir an der Geschichte leider nicht so gefallen hat und leider ein wichtiger Bestandteil der Geschichte ist, war die Liebesgeschichte zwischen Cas und Anna. Ich meine eigentlich weiss man von Beginn an, dass sich die Geschichte in diese Richtung entwickeln wird, allerdings habe ich mich lange ein bisschen dagegen gesträubt. Denn so wie man Anna zu Beginn kennen lernt ist sie wirklich gruselig. Ausserdem hat sie mehrere Jugendliche auf dem Gewissen, die sie skrupellos getötet hat. Sie tötet sogar jemand während Cas anwesend ist. Da mir Anna somit, wohl verständlicherweise, nicht wirklich sympathisch war konnte ich einfach nicht verstehen, weshalb sich Cas dennoch irgendwie zu ihr hingezogen fühlt. Im Verlauf der Geschichte erfährt man mehr über Anna und ich begann mich mehr mit ihr anzufreunden und dennoch kam mir Cas und Annas Beziehung noch immer etwas unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar vor. Im Gegenzug konnte ich nämlich auch nicht verstehen, weshalb Anna ausgerechnet Cas aus irgendeinem Grund nicht umbringen konnte. Am Ende habe ich dann aber doch mit den beiden mitgefiebert und ihnen ein Happy End gewünscht. Die Geschichte hält besonders gegen Ende ein paar wirklich spannende Überraschungen bereit, obschon man sich manches auch denken konnte. Jedenfalls wurde mir während dem Lesen nie langweilig und wenn man im Dunkeln keine Angst hat wäre Anna im blutroten Kleid sicher auch eines dieser Bücher, die man in einer Nacht durchlesen könnte. Das Tempo der Geschichte ist konstant hoch und es gibt wirklich kaum Längen. Leider muss ich aber zugeben, dass mir der Anfang eigentlich am ganzen Buch am besten gefallen hat und das Ende mich leider eher mit etwas gemischten Gefühlen zurück gelassen hat. Das Cover des Buches gefällt mir eigentlich da es wirklich zur Geschichte passt und echt aussergewöhnlich ist, es zeigt eigentlich auch schon die gruselige Atmosphäre des Buches, ich kann mir echt nicht erklären weshalb ich dennoch so überrascht war. Was ich sogar noch besser gefunden hätte, wäre wenn Anna auf dem Bild wirklich ein komplett blutrotes Kleid gehabt hätte und nicht nur der untere Saum und die Beine rot wären. Der Titel passt natürlich auch sehr gut zur Geschichte, wobei ich auch hier den Englischen Titel Anna Dressed in Blood einfach sogar noch ein kleines bisschen toller finde. Fazit: Eine spannende und faszinierende Geschichte, mit einem aussergewöhnlichen Protagonisten und wirklich blutrünstigen Geistern. Sicher eine Geschichte für Personen, die es auch mal etwas brutaler und blutiger mögen, allerdings immer noch im Bereich des für Jugendbüchern angemessenen. Die Liebesgeschichte und das Ende haben meinen Enthusiasmus leider ein bisschen geschmälert, dennoch eine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Anna Dressed in Blood" von Kendare Blake

    Anna Dressed in Blood

    Favole

    17. January 2013 um 14:49

    A supernatural book! Inhalt: Cas ist Geisterjäger, wie sein Vater. Er kümmert sich aber nur um die, die den Menschen schaden. Er vermeidet es, darüber nachzudenken, was mit den Geistern danach geschieht. Doch diesmal ist alles anders. Diesmal muss er sich um Anna kümmern. Meinung: Anna dressed in Blood (Anna im blutroten Kleid) ist ein toller Fantasyroman, der das Thema Geister/Dämonen aufgreift, was literarisch leider zu selten geschieht. Insgesamt erinnert es alles ein wenig an die Serie "Supernatural" - für ein positiver Vergleicht, den ich mag die Serie. Die Hauptfigur Cas ist gut ausgearbeitet. Ich konnte mich gut in ihn einfühlen. Aber auch die anderen Charaktere sind schön gezeichnet, auch wenn so mancher ein wenig oberflächlich und klischeehaft daherkommt. Die Story ist zwar nicht immer perfekt durchdacht und hat auch die ein oder andere Ecke, aber das hat mich beim Lesen nicht weiter gestört. Die Idee ist insgesamt doch sehr schön umgesetzt. Die Sprache (ich habs in Englisch gelesen) ist angenehm und flüssig zu lesen und auch sehr bildhaft. In manchen Szenen fühlte ich mich mitten im Geschehen. Unter 14 würde ich das Buch keinem empfehlen, da das Buch doch die ein oder andere brutale Szene enthält. Für mich als Erwachsene war das aber vollkommen in Ordnung und hat auch sehr gut in die Geschichte gepasst. Obwohl das Buch nicht perfekt ist, gebe ich dennoch 5 Sterne, weil es mich wahrliche gefesselt hat. Ich konnte es gegen Ende kaum mehr aus der Hand legen. Fazit: Toller Fantasyroman, der mich absolut in seinen Bann ziehen konnte, trotz einiger kleiner Schwächen. Band 2 werde ich mit Sicherheit ebenfalls lesen. Empfehlenswert!!!

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  • Rezension zu "Anna Dressed in Blood" von Kendare Blake

    Anna Dressed in Blood

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. September 2012 um 14:51

    Das Cover von "Anna dressed in Blood" hat mich von Anfang an auf das Buch aufmerksam gemacht. Es gibt zwei verschiedene Versionen: auf der Hardcover-Version trägt Anna ein weißes Kleid, dessen Saum rot gefärbt ist, auf der Taschenbuch-Ausgabe träge sie ein vollkommen rotes Kleid. Dazu muss ich sagen, dass das Taschenbuchcover mit dem vollkommen roten Kleid wesentlich besser zum Inhalt der Geschichte passt! Auch, dass man Annas Gesicht nicht sehen kann, passt sehr gut! Kendare Blake hat einen flüssigen Schreibstil, der mich total in seinen Bann gezogen hat. Ich konnte die Charaktere vor meinem inneren Auge sehen. Die Autorin schreibt so grafisch, dass sich in meinem Kopf während des Lesens ein richtiger Film abgespielt hat. Das Besondere daran ist, dass sich vor allem die wirklich abartigen Horrorszenen vor meinem inneren Auge total echt abgespielt haben. lach Die Charaktere haben mich ebenfalls überzeugt: nicht nur Cas, der Einzelgänger, der Geisterjäger, der sich an dem Geist rächen will, der seinen Vater getötet hat. Er ist der Erzähler der Geschichte und auf Anhieb sympathisch, da er weit davon entfernt ist, perfekt zu sein. Dann sind da Carmel und Thomas, die auf den ersten Blick wie stereotype Nebencharaktere - die Schulschönheit und der Freak - wirken. Doch es stellt sich sehr schnell heraus, dass die Beiden alles andere als Stereotypen sind. Sie werden zu Cas' Freunden und Verbündeten. Thomas, der ebenfalls magische Fähigkeiten besitzt, und Carmel, die einen sehr starken Willen hat. Dann ist da noch Anna. Anna, die einerseits ein wütender Geist ist, andererseits einfach nur ein Mädchen, dem ein großes Unrecht wiederfahren ist. Sie ist so wunderbar dargestellt, dass man sie einfach mögen muss. Sie ist nicht fehlerfrei, nicht unschuldig, aber sie ist auch keine weinerliche Figur, die vor Schuldgefühlen vergeht. Sie ist eine unglaublich starke Figur, deren Rolle mir sehr gut gefallen hat! Ich möchte zur Geschichte selbst nicht viel sagen, denn ich würde zu viel vorweg nehmen! Teilweise hat mich die Geschichte an die Serie "Supernatural" erinnert. Elemente, Handlungen und doch war diese Geschichte wirklich einmalig und anders. Vor allem die Horrorelemente haben mich wirklich überzeugt: es war an manchen Stellen wirklich gruselig!! Das Ende fand ich auch vollkommen passend zur Handlung, ein zweiter Teil wäre nicht unbedingt notwendig gewesen - nur zur Klärung einier weniger offener Fragen. Ich wurde großartig unterhalten und hab mich an manchen Stellen wunderbar gegruselt und dafür gibt es 5 Sterne!!

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  • Rezension zu "Anna Dressed in Blood" von Kendare Blake

    Anna Dressed in Blood

    PiMi

    07. August 2012 um 15:16

    Rezension PiMi: Theseus Cassio Lowood, kurz Cas ist 16 Jahre alt und hat das Erbe seines verstorbenen Vaters angetreten. Er ist Geisterjäger und schickt die Toten verlorenen Seelen, die irgendwie auf der Erde hängen geblieben sind ins Nirwana. Er reist mit seiner Mutter durch das Land und hilft überall wo er gebraucht wird, denn die Geister sind oft sehr aggressiv und mordlustig. Cas ist gut in seinem Job, kein Geist bleibt verschont, bis er auf Anna Korlov trifft. Das Mädchen, das vor 60 Jahren vor dem Schulball in ihrem weißen Kleid ermordet wurde. Anna, der Geist, der nun jeden tötet der ihr Haus betritt. Bei Cas scheint sie eine Ausnahme zu machen und die beiden kommen sich näher als erlaubt. Anna dressed in blood musste ich schon alleine wegen des Covers und des schaurig schönen Titels haben. Ich liebe dieses gruselige Bild mit Anna in ihrem weißen Ballkleid, das sich langsam blutrot färbt. Das Buch ist ein Jugendbuch und darum auch weit weniger gruselig als es hätte sein können, wenn es für Erwachsene geschrieben worden wäre. Das steht dem Lesevergnügen allerdings nicht im Weg, denn der Schreibstil und auch der Inhalt sind richtig gut gelungen. Auch das englisch ist leicht verständlich. (Kleiner Tipp am Rande für Leser die wenig mit englischen Büchern zu tun haben: Das Lesen von englischen Büchern auf dem Kindle ist ein echter Luxus. Ist ein Wort nicht verständlich so könnt ihr es mit einem Klick übersetzen, ohne das Buch verlassen zu müssen. Ich finde das sehr komfortabel.) Es schwingt beim Lesen immer ein kleines bisschen Gänsehautstimmung mit und auch wenn ich mich jetzt nie so wirklich gegruselt habe, so glaube ich doch, dass es gerade für junge Leser schon Ok ist. Die Story ist ganz anders als ich erwartet habe. Da Cas ja gerade erst 16 Jahre alt ist und ständig die Schule wechselt spielen natürlich Themen, wie neue Freunde (Thomas ist übrigens mein Lieblingscharakter, weil er so schön abgedreht ist), neue Feinde und Liebeleien eine Rolle. Die Gruselgeschichten rund um Anna, ihr Haus und ihren Tot sind auf der Schule in aller Munde und die neuen Feinde führen Cas gleich mal in die Höhle des Löwen, also in Annas Haus. Für diesen Streich müssen die Jungs allerdings direkt und blutig büßen. Aber es steckt noch mehr in der Story, denn sie ist auch sehr traurig und hat mich total berührt. Anna ist eine Protagonistin, die trotz ihrer Mordlust und ihrer Bösartigkeit im Laufe der Geschichte liebenswert wird. Die Autorin schafft es, dass man Cas total versteht, wenn er sie nicht nur als Geist sondern als Mädchen sieht und ich bin auch wirklich froh, dass Anna ein Geist ist und nicht ein Vampir, eine Hexe oder ein Werwolf. Das Buch liest sich ganz schnell weg, die Aktion Szenen halten sich zwar in Grenzen, aber die Autorin schafft es die ganze Zeit den Spannungsbogen hoch zu halten, so dass man als Leser immer weiter lesen muss, weil man wissen will, was passiert ist, wer was getan hat und warum Anna so ist wie sie ist. Und Anna ist auch nicht der einzige Geist der Cas Kopfzerbrechen bereitet, denn in dem Buch wird oft und viel gemordet und das nicht nur von Anna. Die Fortsetzung Girl of Nightmares ist seit dem 07. August 2012 erhältlich und schon auf meiner Wunschliste. Ich freue mich darauf die liebgewonnen Charaktere wieder zu treffen. Fazit: Anna dressed in blood ist kein Alptraumgarant, aber eine schöne schaurige Liebesgeschichte. Ein Jugendbuch mit einer ganz tollen Story und wunderbaren Protagonisten. P.S. Das Buch erscheint am 12. November 2012 auf deutsch beim Heyne Verlag unter dem Titel Anna im blutroten Kleid und ich finde es super, dass Heyne das Originalcover übernommen hat.

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  • Rezension zu "Anna Dressed in Blood" von Kendare Blake

    Anna Dressed in Blood

    annikki

    10. July 2012 um 07:04

    Meine Meinung: Das erste was mich an diesem Buch angesprochen hat war eindeutig das Cover es ist so toll und nach dem lesen kann ich auch sagen das es perfekt zum Inhalt des Buches passt. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen das sich hauptsächlich um Geister und nennen wir Cas nun einfach mal so “Geisterjäger” dreht. Doch die Idee ist gut und wurde auch passend umgesetzt. Cas ist mit 17 noch recht jung in diesem Geschäft aber er nimmt den Platz seines Vater ein als dieser stirbt und das gibt dem Charakter eine innere Reife diesen Job gewissenhaft zu erledigen. Positiv finde ich auch das die restliche Familie von Cas, also seine Mutter nicht einfach zur Randfigur der Geschichte wird. Sie ist selbst eine Hexe und unterstützt ihren Sohn bei seiner schweren Mission wo sie nur kann. Dadurch hat der Hauptcharakter eine Vertrauensperson die immer an seiner Seite ist. In manch anderen Fantasybüchern jagen die Teenager meist allein dem Übernatürlichen hinterher ohne das die Eltern davon wissen, was manchmal doch sehr unglaubwürdig wirken kann. Hier wird beschrieben das Cas ein Einzelgänger ist und sich erst langsam und im laufe der Geschichte anderen Menschen gegenüber öffnen kann, dieser Verlauf wird passend beschrieben. Genauso wie sein Verhältnis zu Anna. Seine eigentliche Aufgabe ist es Sie zu töten, doch im laufe der Geschichte merkt Cas einfach das Anna mehr ist als ein einfach Geist denn es zu töten gilt und dies wird auf eine sehr ruhige und stimmige Art beschrieben. Die Charaktere bekommen Zeit sich einander zu näher und somit eine emotionale Bindung aufzubauen. Alles in allem gefällt mir die leicht gruslige Stimmung im Buch die aber mit einer gewissen Ruhe erzählt wird und dabei nicht zu abgedreht wirkt. Die Charaktere sind detailreich beschrieben und wachsen einem zum Teil schnell ans Herz. Das Buch bietet also spannende und gute Unterhaltung, denn es ist von allem etwas dabei. Horror, Liebe und Action. Dies ist der erste Teil einer Reihe und dabei wurde auch das Ende ohne zu großen Cliffhanger beendet. So das man gespannt sein kann wie es wohl mit Cas und Anna weiter gehen wird.

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  • Rezension zu "Anna Dressed in Blood" von Kendare Blake

    Anna Dressed in Blood

    Buchtastisch

    25. September 2011 um 18:00

    Tolle Idee, toller Titel, tolles Cover – nur der Funke ist leider nicht übergesprungen... “I didn’t pay any attention to much of it. I was too busy thinking about the dead, and about one dead girl in particular, wearing a beautiful dress, stained red with her own blood.” Theseus Cassio Lowood – kurz Cas – ist ein Geisterjäger. Zusammen mit seiner Mutter bereist er die Welt und tötet Geister. Als er einen neuen Auftrag erhält, erwartet er das Übliche: Den Geist aufspüren, zu jagen und zu töten. Doch Anna ist anders als alle anderen Geister, denen Cas bisher begegnet ist… Eine durchschnittliche Junge-trifft-Mädchen-, Mädchen-ermordet-Leute-Geschichte… Ich habe das Cover und den Titel dieses Buches gesehen und es war Liebe auf den 1. Blick. Sofort war mir klar: Dieses Buch muß ich lesen, erstrecht nachdem ich die Kurzbeschreibung dazu gelesen hatte. Es hat mich alles leicht an die Serie “Supernatural” erinnert und ich war gespannt auf diese tolle Geschichte. Leider ist es mir jedoch nicht gelungen in die Story einzutauchen und so konnte ich das Buch nicht wirklich geniessen. Es war nett. Aber eben nicht mehr als nett. Die Autorin Kendare Blake beschreibt die Charaktere durchaus detailliert und webt ein interessantes Geschichtennetz – leider konnte ich jedoch nie eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Auch die Liebesgeschichte zwischen Cas und Anna war für mich zu flach, nicht gefühlvoll genug. Ob es nun daran liegt, dass dies sie aus der Perspektive des männlichen Hauptprotagonisten Cas geschildert ist oder daran, dass ich einfach keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte, sei nun dahin gestellt. Es hat für mich einfach nicht funktioniert. Das Buch ist wohl nichts für Leute mit leichten Nerven. Es geht – wie der Titel auch schon andeutet – eindeutig teilweise blutig zur Sache und es sind nicht nur die blutig-brutalen Momente sondern auch die leichten Horrorelemente, die es zu einem Buch machen, das nicht in zu jungem Alter gelesen werden sollte. Der Storyverlauf ist bis ca. 2/3 des Buches ganz gut, doch dann schweift die Story von Anna ab und geht plötzlich in eine andere (von mir schon vorher vermutete) Richtung. Dies hat mir nicht so gut gefallen. In sich ist das Buch geschlossen, auch wenn am Ende einige Fragen offen bleiben. Ich denke damit kann ich ganz gut leben und im Moment ist mir auch nicht danach mehr von dieser Geschichte lesen zu wollen. Wem die Geschichte jedoch gefallen hat, kann sich auf den 2. Teil “Girl of Nightmares” freuen. Über eine deutsche Übersetzung habe ich bisher noch nichts gelesen – aber was nicht ist, kann ja noch werden ;) Und wer es nicht erwarten kann, kann ja zum englischen Exemplar greifen (das Sprachniveau ist ca. mittel, also nicht zu einfach, aber gut lesbar). FAZIT: Toller Titel! Tolles Cover! Doch leider steckte für mich persönlich nicht mehr dahinter, ich konnte keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen und die Storyabschweifung nach ca. 2/3 des Buches fand ich nicht so gut. Dennoch rate ich denjenigen, die das Buch anspricht, es einfach mal damit zu versuchen. Denn hauptsächlich habe ich ja sehr subjektive Punkte kritisiert und was richtig Schlechtes kann ich über das Buch nicht sagen. Es war wohl einfach nicht meins.

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