Die Überlebende

von Lisa Gardner 
3,9 Sterne bei20 Bewertungen
Die Überlebende
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Positiv (16):
WriteReadPassions avatar

Tolle Aufteilung der drei Perspektiven! Für Thriller-Fans genau richtig!

Kritisch (2):
Z

Leider abgebrochen viel zu weit von der Realität entfernt.Wer wird den 3mal entführt.

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Inhaltsangabe zu "Die Überlebende"

472 Tage lang lernte sie, wie viel ein Mensch ertragen kann:
Flora Dane, College-Studentin, am hellichten Tag gekidnappt. Wie durch ein Wunder überlebte sie. Und entkam ihrem Peiniger. Sieben Jahre ist das nun her - doch vergessen kann Flora nicht. Die Wände ihres Zimmers sind voller Fotos: Mädchen, die weniger Glück hatten als sie. Mädchen, die jetzt tot sind. Flora schwört, sie niemals im Stich zu lassen.

Und dann ist wieder eine junge Frau verschwunden. Kurz darauf wird Detective D.D. Warren an den Tatort eines grausigen Verbrechens gerufen: Ein Mann - verbrannt. Eine junge Frau - nackt und gefesselt. Flora Dane.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499290930
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:21.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 8 Monaten
    Die Überlebende

    "Die Überlebende" ist der sechste Band der Thrillerreihe um D.D. Warren, geschrieben von der Autorin Lisa Gardner. Auf dieses Buch hatte ich mich schon sehr gefreut, denn der Klappentext klang einfach nach einer so guten und spannenden Geschichte. Aber ob mich auch der Inhalt überzeugen konnte?

     

    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Flora Dane. Flora ist vor sieben Jahren, als College Studentin, gekidnappt worden und musste 472 Tage in der Gewalt ihres Peinigers verbringen. Aber auch nach diesen Jahren kann Flora nicht einen Moment ihres Martyriums vergessen und daher vergräbt sie sich in aktuelle Vermisstenfälle und sie träumt von Rache.


    Eines Tages ist erneut eine junge Frau verschwunden und es gibt kaum Spuren. Als D.D. Warren kurze Zeit darauf zu einem Tatort gerufen wird sieht sie unglaubliches. Flora Dane nackt und gefesselt und vor ihr ein Mann, der komplett verbrannt wurde. D.D. versucht die Puzzlestücke zusammenzusetzen, aber es scheint als würde Flora niemanden an sich heranlassen und ganz eigene Pläne verfolgen ...

    Der Einstieg in diesen Thriller ist mir sehr gut gelungen. Ich mag den flüssigen und problemlos zu lesenden Schreibstil von Lisa Gardner sehr gerne. In diesem Buch ist es so, dass es zum einen den allwissenden Erzähler gibt, der Einblicke in die Ermittlungen und das Leben von D.D. Warren gibt und zum anderen gibt es die Ich - Erzählerin Flora Dane, zum einen in der Gegenwart, aber auch mit Passagen, in denen der Leser/ die Leserin Einblicke in die Zeit ihrer Entführung bekommt. Ich mochte diese Wechsel sehr gerne und sie haben mein Interesse an den Geschehnissen durchweg oben gehalten. 

     

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass neben der Protagonistin Flora, sogar D.D. Warren, mir persönlich, etwas zu blass gewirkt hat. Flora ist ein vielschichtiger Charakter und Lisa Gardner bringt die Symptome und den Charakter eines Menschen, der so lange Zeit in der Gewalt eines Entführers und Vergewaltigers war, psychologisch glaubhaft und bewegend rüber. 

     

    Besonders schön dargestellt fand ich die Zwiespältigkeit in Flora, die sicherlich nicht ungewöhnlich nach solchen Erlebnissen ist. Hier gab es in den Rückblicken allerdings auch etwas, was mich ein bisschen gestört hat, und das waren die gehäuften Wiederholungen. Die Eindringlichkeit der Emotionen wurde so zwar nochmal hervorgehoben, aber etwas weniger oft, wäre es, in meinen Augen, besser gewesen. 

    Durch die verschiedenen Erzählstränge ist die Geschichte spannend aufgebaut, aber es gibt zwischendurch immer mal wieder Passagen, die mir zu langatmig geschildert waren. Etwas mehr Augenmerk auf die Ermittlungen und hier auch mehr Authentizität hätte der Geschichte, meiner Meinung nach, gut getan. Das große Plus waren für mich eindeutig die Emotionen und dass das Schicksal der Protagonistin absolut unter die Haut gegangen ist. Das Ende war nicht schlecht, aber es hätte auch gern etwas ausführlicher sein dürfen. Im Vergleich zu den anderen Inhalten, war es doch eher knapp gehalten.

     

    Positiv: 

    * interessante Thematik

    * gute Wechsel zwischen den Erzählsträngen 

    * tolle und authentische Vermittlung der psychologischen Aspekte

    * emotionale Passagen, die unter die Haut gehen

     

    Negativ: 

    * es gab mir manchmal zuviele Wiederholungen in den Rückblicken

    * die Geschichte hätte ein bisschen spannender sein können

     

    "Die Überlebende" ist ein guter Thriller, der vorallem auf die psychologische Komponente setzt. In Sachen Spannung gab es Luft nach oben, aber die Emotionen und das Schicksal der Protagonistin waren bewegend und interessant dargestellt. Von mir gibt es daher gerne 3,5 Rosen, aufgerundet auf 4.

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Recht spannend...
    Teil sechs der Reihe

    Das Buch ist der sechste Teil um Detective Warren und dieses Mal geht es um doch ein sehr intensives und auch belastendes Thema.

    Die Autorin wirft uns auch gleich mitten ins Geschehen und wir sind auf einem Tatort. Hier lernen wir Flora kennen, die eine schlimme Vergangenheit hinter sich hat. Aber wir erfahren diese Dinge erst im Laufe der Handlung.

    Mir hat der Verlauf des Buches sehr gut gefallen und ich habe mich wirklich gut amüsiert. Ich fand der Spannungsbogen wurde doch fast durchwegs gehalten. An manchen Stellen fand ich diesen zwar etwas abfallend, aber diese Abschnitte waren nur klein.
    Ich fand die Idee, dass hier ein ehemaliges Opfer versucht andere Täte zu finden, sehr interessant und ich konnte Flora auch verstehen, denn ich kann mir schon vorstellen, dass man in solch einer Situation wirklich Rachegelüste bekommt.

    Die Atmosphäre fand ich eher düster gehalten. Manche Stellen, gerade die Abschnitte, die Floras Gefangenschaft fand ich sehr belastend, denn die Autorin hat einen wirklich intensiven Schreibstil und so konnte ich mir manche Dinge wirklich sehr gut vorstellen, vielleicht schon zu gut.

    Die Charaktere waren gut gezeichnet und ich fand diese eigentlich großteils wirklich authentisch. Besonders fasziniert hat mich Flora.

    Die Schreibweise war recht gut zu lesen. Ich fand das Buch hat sich gut lesen lassen. Auch ist die Handlung sehr gut verständlich beschrieben und so hat man keine Probleme dieser zu folgen.

    Das Cover gefällt mir gut und ich finde, dass es gut zur Geschichte passt.

     

    Fazit:

    4 von 5 Sterne. Spannende Geschichte, die sich auch ohne Vorkenntnis der anderen Bücher lesen lässt.

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    birgitfacciolis avatar
    birgitfacciolivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender Thriller
    Niemand will ein Monster sein

    Ich habe mich im ersten Kapitel selbst als Opfer nicht als Überlebende gefühlt.Die Vorstellung in einem Sarg eingesperrt zu sein verursachte bei mir Beklemmungen.Die Story selbst fand ich klasse,Spannung pur bis zur letzten Seite.Was mir weniger gefiel war der Schreibstil aus Sichtweise von Flora.Ihre ganze Art war mir nicht sonderlich sympatisch,ihre ständigen Wiederholungen haben mich bisweilen genervt..Und das sie gleich dreimal zum Opfer wird ist dann auch realitätsfern.Die Ermittlerin und ihr Team und der FBI Opferspezialist waren dagegen sehr sympatisch .Zu den menschlichen Abgründen die sehr detailreich beschrieben wurden ist mir wieder einmal aufgefallen das Autorinnen dahingehend mehr Fantasie haben als ihre männlichen Kollegen.(Das ist meine persönliche Meinung und soll keine Zensur sein) 

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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht meins
    Nicht meins

    Zum Inhalt:
    472 Tage lang lernte sie, wie viel ein Mensch ertragen kann: Flora Dane, College-Studentin, am hellichten Tag gekidnappt. Wie durch ein Wunder überlebte sie. Und entkam ihrem Peiniger. Sieben Jahre ist das nun her - doch vergessen kann Flora nicht.
    Meine Meinung:
    Ich bin mit diesem Buch einfach nicht warm geworden. Der Schreibstil hat mich einfach nicht erreicht, die Protagonisten waren mir durch die Bank unsympathisch. Wahrscheinlich bin ich aber eher ein Ausnahmefall, da die meisten Bewertungen gut sind.
    Fazit:
    Das war nicht meins 

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    Sturmhoehe88s avatar
    Sturmhoehe88vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch für Thrillerfans
    Empfehlenswert

    Format: Kindle Edition

    Dateigröße: 1224 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 544 Seiten

    Verlag: Rowohlt E-Book; Auflage: 1 (21. Juli 2017)

    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

    Sprache: Deutsch

    ASIN: B06XFCML6C

    Preis TB: 9,99€

    Preis Ebook: 9,99€

    Inhaltsangabe zu „Die Überlebende“ von Lisa Gardner

    472 Tage lang lernte sie, wie viel ein Mensch ertragen kann: Flora Dane, College-Studentin, am hellichten Tag gekidnappt. Wie durch ein Wunder überlebte sie. Und entkam ihrem Peiniger. Sieben Jahre ist das nun her - doch vergessen kann Flora nicht. Die Wände ihres Zimmers sind voller Fotos: Mädchen, die weniger Glück hatten als sie. Mädchen, die jetzt tot sind. Flora schwört, sie niemals im Stich zu lassen. Und dann ist wieder eine junge Frau verschwunden. Kurz darauf wird Detective D.D. Warren an den Tatort eines grausigen Verbrechens gerufen: Ein Mann - verbrannt. Eine junge Frau - nackt und gefesselt. Flora Dane.



    Meine Meinung

    Schon zu Beginn der Geschichte ist man mittendrin im Thriller. Ich lese sehr gern und bin nicht davon abgeneigt wenn es Hart zur Sache geht, doch bei diesem Roman hatte ich ein wenig mit der Überwindung zu tun.

    Ich habe mich überwunden und bin froh das ich dieses Buch weiter gelesen habe. Die Autorin hält die Spannung bis zum Ende, ebenso was die einzelnen Situationen und Handlungen anbelangt. Den diese werden erst im weiteren Verlauf offen gelegt.

    Ich kann dieses Buch wirklich jedem Empfehlen vor allem Thrillerfans kommen hier auf ihre Kosten.

    Klare Kauf und Leseempfehlung!

    5/5 Sterne

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    Igelas avatar
    Igelavor einem Jahr
    Nichts für sensible Leser!

    Nach einer unfallbedingten Pause kehrt Sergeant Detectiv D. D Warren in den Dienst zurück. Sie wird zu einem Fall gerufen,in dem eine junge Frau ihren Peiniger mit Säure verbrannt hat. Florence, Flora, Dane wurde von einem Barkeeper entführt und ist nackt aufgefunden worden.Mit einem gefundenen Gemisch aus dem Abfall kann sie sich den Mann vom Hals schaffen. Flora Dane ist keine Unbekannte, denn sie wurde schon sieben Jahre zuvor während 472 Tagen entführt und in eine Kiste gesperrt…bis sie fliehen konnte . Flora verlangt den FBI Opferspezialist Simon Keynes zu sprechen, denn sie ist überzeugt, dass der Barkeeper auch Stacey Summers, eine Studentin, die vermisst wird, entführt hat.

    Das erste Kapitel, der Start ins Buch ist schon Thriller pur. Ich lese sehr viele Thriller, sehe mich als hartgesotten an…und trotzdem habe ich hier sehr viel Überwindung benötigt um weiter zu lesen. Dieses Buch ist definitiv nichts für sensible Leser. Ich bin froh, habe ich mein anfängliches Grauen überwunden, denn die Story ist sehr spannend, ausdruckstark und psychologisch gut ausgearbeitet. 

    Der Schreibstil ist ein Wechselbad.Einerseits wird die Entführungsgeschichte erzählt und dies mit nüchternen , klaren Worten…Sätze ,die teilweise abgehakt wirken und bei denen ich Distanz empfunden habe. Anderseits sind die Opfer im Mittelpunkt und hier hatte ich das Gefühl, der Schreibstil wechselt.Klar strukturiert auch durch das unterschiedliche Schriftbild. Plötzlich wird der Stil distanzlos, direkter und damit auch sehr viel eindrücklicher und brutaler.

     Hervorragend geschrieben und nötig,dass man als Leser zwar Thriller "fühlt", sich jedoch auch erholen kann von all dem Grauen.

    Sehr gefallen hat mir die psychologische Seite. Flora Dane ist sehr gut ausgearbeitet und hat während der Entführung unter "Traumatischem Bonding " gelitten. Ich hatte davor zwar schon davon gehört, doch wie dies in diesem Buch vermittelt wird ist grosse klasse. Nachvollziehbar , authentisch so weit ich das beurteilen kann und berührend.Es gibt da eine Szene, in der Flora befreit wird, die mein Blut hat stocken lassen. 

    Gänsehaut !

    Etwas weniger hat mir anfänglich D. D Warren gefallen. Die ist kalt wie eine Hundeschnauze und neigt zu Perfektionismus. Als sie zum Beispiel von ihrem Team erfährt, dass eine Leiche gefunden wird, antwortet sie lapidar: welches der Mädchen ist es denn ? Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass die Charakterisierung Parallelen zum Schreibstil aufweist. Einerseits die Protagonistin und Opfer Flora, die mit viel Gefühl und nah zum Leser gezeichnet wurde. Anderseits die Ermittlern D.D Warren, die eher unnahbar und kalt daher kam. 

    Ein Thriller, der alles bietet für Liebhaber von psychologisch durchdachten , gänsehauterzeugenden Büchern!

    Kommentare: 1
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    SillyTs avatar
    SillyTvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Beklemmd, beängstigend und sehr gut erzählt
    Geht unter die Haut

    Florence Dane, genannt Flora, ging einst durch die Hölle, als sie von einem Mann entführt und 472 Tage lang gefangen gehalten wurde. Dieser Mann hat sie vergewaltigt, in eine Kiste gesperrt und hungern lassen, doch sie konnte dieser Hölle entkommen und ist eine Überlebende. Nach vielen Therapien scheint es, als würde Flora es geschafft haben und wieder am Leben teilnehmen. Aber dann wird D.D. Warren zu einem Tatort gerufen, der mehr als mysteriös erscheint: ein Barkeeper wurde getötet, von einer jungen Frau, die sich nackt und gefesselt in seiner Garage befand und diese junge Frau ist niemand anderes als Flora. D.D. Warren hat eine Ahnung, was hier geschehen ist, doch die Abgründe die sich hier öffnen, sind tiefer als gedacht.
    Meine Meinung:
    Mit "die Überlebende" erschien der mittlerweile achte Band der Reihe um Detective D.D. Warren und ihren Ermittlungen aus der Feder der Autorin Lisa Gardner. auch dieser neue Fall war wieder einmal unglaublich spannend und vor allem beklemmend. Der Einstieg ist bereits schon sehr mitreißend und auch sonst überzeugt die Autorin wieder mit einem sehr flüssigen und klaren Schreibstil.
    Dieses Mal hat Lisa Gardner ein Thema gewählt, das vielleicht nicht neu in der Thrillerwelt ist, aber durch ihre Darstellungen spielt sie sehr geschickt mit den Ängsten der Leser, hier wahrscheinlich auch eher mit den Ängsten einer Frau. Es geht hier um Entführung und Misshandlungen junger Frauen und letzten Endes auch um das Überleben. An so manch einer Stelle läuft es dem Leser eiskalt den Rücken herunter, denn z. B. die Situation in eine Kiste eingesperrt zu sein, ist mit eine der schlimmsten Vorstellungen, zumindest für mich.
    In diesem Band wechseln die Perspektiven zwischen D.D. Warren als Ermittlerin und dem Opfer Flora Dane. Dabei gibt es aus Floras Sicht auch noch Rückblenden in die Zeit ihrer damaligen Entführung, in denen der Leser erlebt, wie sie es geschafft hat, zu überleben. Die Spannung ist hier zwar durchaus gegeben, alleine wegen des Themas, allerdings ist das Grundtempo hier niedrig gehalten, da man sehr viele, teils sehr beängstigende Details erhält. Das macht zum einen die Vorstellung vom Geschehen sehr lebendig, aber zum anderen wirkt es vielleicht etwas langatmiger. Mich konnte dies allerdings durchaus überzeugen und ich war wie gebannt von der jungen Frau und ihrem unglaublichen Überlebenswillen. Die Ermittlungsarbeiten waren hier ebenfalls sehr detailreich dargestellt, allerdings hat mich Floras Sicht hier deutlich mehr einnehmen können. Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass man einfach alles nach- und mitempfinden kann, was die junge Frau erlebt hat und wieder erlebt.
    Die gesamte Atmosphäre ist sehr beklemmend und düster gehalten, was auch mit an der Erzählform hier liegen kann. So erleben wir die Ermittlungen D.D. Warrens und Kollegen durch den Blick eines personellen Erzählers, in der dritten Person, die Erlebnisse Floras hingegen in der Ich-Form. So leidet man regelrecht mit der jungen Frau mit und kann ihre Gefühle in jeder Hinsicht mitverfolgen und nachvollziehen.
    Flora ist ein sehr beeindruckender Charakter, der mich hier völlig eingenommen hat. Allein wie sie mit den neuen Erlebnissen umgeht, wie sie selbst abwiegt, was wichtig zum Überleben ist und was nicht, wann es ihr gut geht und wann nicht, hat mich hier sehr fasziniert. Die gesamte psychische Entwicklung des Opfers ist hier in der Darstellung gelungen und absolut vorstellbar.
    Neben diesem Part verblasst D.D. Warren beinahe, denn sie ist durchaus ein sehr harter Charakter, wobei diese Eigenschaft wohl auch absolut notwendig ist für ihren Beruf. Dadurch wirkt sie auf mich allerdings eher wieder kalt und unnahbar, aber auch irgendwo authentisch.
    Ausser diesen beiden Charakteren finden wir noch einige weitere Personen, von denen der Opferspezialist des FBI Dr. Samuel Keynes noch ein sehr interessanter Charakter ist.
    Mein Fazit:
    Ein Thriller, der mehr durch seine düstere und beklemmende Atmosphäre lebt und vor allem durch die Darstellung des Opfers Flora. Es ist beeindruckend dargestellt, zu was ein Mensch fähig ist, wie groß der Überlebenswille sein kann, aber auch welche Folgen Entführungen und Qualen haben. Ob das alles realistisch ist, vor allem die psychischen Folgen, kann ich nicht beurteilen, allerdings ist es faszinierend erzählt und kann fesseln. Wieder ein sehr spannender Thriller der Autorin, den ich gerne empfehle.

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    buchleserins avatar
    buchleserinvor einem Jahr
    Spannender Thriller

    „Die Überlebende“ ist der 6. Band der D.D. Warren-Thriller-Reihe von Lisa Gardner. Diesen Band kann man aber auch unabhängig von den anderen Büchern lesen.

    Die Handlung beginnt sehr spannend, wie ich finde und hat mich die ganze Zeit über gefesselt.

    Vor sieben Jahren wurde die College-Studentin Flora Dane gekidnappt und 472 Tage gefangen gehalten, davon die meiste Zeit in einer sargähnlichen Kiste.  Doch Flora hat überlebt und wurde befreit.

    Fünf Jahre später sucht man wieder nach einer jungen Frau. Detective D.D. Warren wird zu einem Tatort gerufen. Vor Ort findet man die Leiche eines Mannes, grausam verbrannt und  eine junge Frau, nackt und gefesselt, die um Hilfe gerufen hatte. Der Name der Frau: Flora Dane.  D.D. Warren gefällt die Sache nicht und denkt an Selbstjustiz.

    Lisa Gardner hat hier einen wirklich spannenden Thriller geschrieben.  Die anderen Bände aus dieser Reihe kenne ich bisher nicht. Ich bin jetzt aber sehr neugierig geworden auf diese Thriller-Reihe. Dabei fand ich Detective D.D. Warren als  Ermittlerin jetzt gar nicht mal so besonders sympathisch, aber den Fall fand ich sehr spannend und Flora Dane sehr interessant. Flora, die nicht mehr die junge Frau ist, die sie mal war. Verständlich, wenn man 472 Tage lang, die meiste Zeit in eine dunkle Holzkiste eingesperrt war. Auch die Zeit danach ist nicht einfach, besonders der Umgang mit der Familie.

    Und nun wurden wieder junge Frauen entführt. Wer steckt dahinter?  Als Leser grübelt man natürlich und versucht, die Zusammenhänge zu verstehen. Nach und nach erfährt man auch als Leser, was damals geschehen ist. Doch wer ist für die aktuellen Entführungen verantwortlich? Da war ich mir ganz und gar nicht sicher.  Ich finde diesen Thriller sehr gelungen.

    Mir hat „Die Überlebende“ richtig gut gefallen und bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor einem Jahr
    Kein Opfer mehr

    Als Collegestudentin wurde Flora Dane entführt und 472 Tage festgehalten, eingesperrt, ausgehungert, misshandelt und missbraucht, bis sie ihren Peiniger töten und sich befreien konnte. Als einige Jahre junge Frauen verschwinden, macht Flora Jagd auf die Entführer, denn inzwischen ist sie freiwillig durch eine harte Schule von Selbstverteidigung gegangen und will diesen Männern das Handwerk legen. Sie lässt sich selbst entführen und rächt sich tödlich an dem Mann. Als Detective D.D. Warren am Tatort eintrifft und Flora sieht, vermutet sie bereits, dass Flora hier ihre Finger irgendwie im Spiel hat. Doch bevor sie Flora zu der Tat verhören kann, gibt es bereits die nächste Frauenleiche zu beklagen und Flora ist spurlos verschwunden. Es sieht so aus, als wäre sie schon wieder Opfer einer Entführung. Wer will sich an Flora rächen?

    Lisa Gardner hat mit ihrem Buch „Die Überlebende“ einen neuen spannenden Psychothriller um die Ermittlerin D.D. Warren vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und lebendig, durch die plastische Schilderung und das psychologische Talent der Autorin werden dem Leser Gänsehautfeeling und durch die Düsternis ständig wachsende Spannung vermittelt. Der Spannungsbogen wird schnell aufgebaut und steigert sich immer mehr Richtung Finale. Durch die Aufteilung der Handlungsstränge in Gegenwart und Rückblenden vermittelt die Autorin dem Leser auch einen guten Einblick über Floras aussichtlos erscheinende Lage in ihrem Entführungsmärtyrium und deren persönliche Entwicklung während dieser Zeit und darüber hinaus. Sie spielt mit den Gefühlen des Lesers, lässt ihn mit Flora leiden, schürt die Wut, die Angst und die Hoffnungslosigkeit, aber auch die Gedanken an Rache, die sich ganz automatisch einstellen, wenn man über das Horrorszenario liest.

    Die Charaktere sind interessant ausgestaltet und rufen beim Leser die verschiedensten Gefühle hervor. Dabei wirken sie lebendig und real. Flora ist eine selbstbewusste Frau, vielleicht nicht unbedingt die sympathischste Protagonistin, doch sie hat allen Grund, misstrauisch gegenüber allem und jedem zu sein und einen „Sicherheitszaun“ um sich herum aufzubauen. Die alte Flora aus jungen Jahren kann es nicht mehr geben nach allem, was sie durchgemacht hat. Allerdings ist sie leichtsinnig und auch gefährlich, eine brisante Mischung, die zum Verhängnis werden kann. D.D. Warren ist eine intelligente Frau, die sich nicht manipulieren lässt und sich wie ein Pitbull in ihre Arbeit verbeißt. Sie durchschaut viele Dinge recht schnell, was für ihren Job recht hilfreich ist. Auch die Nebenprotagonisten steigern durch ihr Erscheinen und ihr Handeln die Spannung und sollen wohl auch etwas Verwirrung stiften.

    „Die Überlebende“ ist ein Psychothriller der härteren Sorte und nichts für zarte Seelen. Auch, wenn er mittendrin einige Längen hat und sich manche Handlung etwas unglaubwürdig anfühlt, ist es doch ein sehr spannendes Buch, dass beim Lesen kribbelig macht und einen nachts nicht schlafen lässt. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für diesen Nervenkitzel!

     

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    aly53s avatar
    aly53vor einem Jahr
    Ein Thriller der enorm fordert und verdammt unter die Haut geht

    Hierbei handelt es sich um den 6.Band der Reihe um Detective D.D. Warren. Die einzelnen Bände lassen sich aber gut unabhängig voneinander lesen, da die Fälle in sich abgeschlossen sind.
    Wieviel kann ein Mensch ertragen?
    Die Thematik die uns hier aufs deutlichste offenbart wird, mag ich persönlich sehr gern.
    Es geht um Entführungen und ihre sich daraus resultierenden Folgen.
    Im Zentrum des Ganzen: Flora Dane.
    Eine bemerkenswerte Frau, die mich wirklich komplett überrascht hat.
    Flora hat 472 Tage in Gefangenschaft zugebracht und ist daraus als Überlebende hervorgegangen.
    Unvorstellbar und doch ist es so.
    Fünf Jahre später taucht sie an einem Tatort erneut auf, erneut hat sie gesiegt.
    Und plötzlich ist sie wieder verschwunden..
    Das alleine bringt schon ins grübeln und doch ist es der Anfang von unaussprechlichen Qualen, einem Martyrium das kein Ende nimmt und unfassbaren seelischen Veränderungen.
    Lisa Gardner hat mich mit ihrem fließenden und lebendigen Schreibstil sofort wieder in den Bann gezogen.
    Die Spannung ist bei diesem Thriller eher unterschwellig spürbar.
    Da sie das Ganze wirklich mit sehr vielen Details hervorbringt, bleibt es leider auch nicht aus, daß zwischendrin ein paar Längen entstehen. Was aber eher daherkommt, das es von der Atmosphäre her etwas trocken und düster erscheint.
    Dabei erfahren wir hier die Perpektiven von Flora und D.D. Warren. Was ein wirklich gutes Gesamtpaket ergibt. Auf der einen Seite kann man wunderbar mit ermitteln und jeder Spur auf das deutlichste nachkommen. Auf der anderen Seite hat man Flora, die uns zum einen in die Vergangenheit entführt, aber auch in der Gegenwart an einigem teilhaben lässt.
    Ich fand es wirklich enorm faszinierend, aber auch sehr interessant.
    Dabei muss ich sagen, ist es von Anfang an geheimnisvoll und alles andere als vorhersehbar.
    Flora selbst mochte ich vom ersten Moment an, dabei hatte ich wirklich das Gefühl ich treffe auf zwei Personen.
    Die Autorin zeigt hier sehr gut auf, was so eine Entführung aus einem Menschen macht. Welche Wege er gehen kann und was letztendlich mit ihm passiert.
    Das man selbst an ihm zweifeln würde.
    Zu Beginn hatte ich noch keine Ahnung warum ich immer wieder in die Vergangenheit entführt wurde, aber ich war mir sicher, daß ganze spielt noch eine entscheidene Rolle.
    Und das tat es.
    Flora Geschichte ist gewaltig, schmerzvoll und führt die wahren menschlichen Abgründe vor Augen.
    Ich hatte so oft Mitgefühl mit ihr, aber auf der anderen Seite hatte ich auch eine dunkle Ahnung.
    Was wenn der Mensch den du liebst, als ein völlig anderer aus dieser Zeit hervorgeht?
    Kannst du ihn dennoch lieben und als Opfer betrachten?
    Diese Geschichte empfand ich als sehr komplex.

    Erste Hinweise brachten mich auf die Spur und ich ergründete, analysierte und verinnerlichte das Ganze.
    Es bauen sich Grenzen auf, die leicht zu überspringen sind und dennoch unüberwindbar erscheinen.
    Seelische Qualen die kaum zu heilen sind und der wahre Alptraum irgendwo darunter lauert.
    Immer wenn ich dachte, jetzt blicke ich klar, war ich aufs erneute geschockt und entsetzt.
    Es ist mir unter die Haut gegangen und gleichzeitig habe ich immense Wut verspürt.
    Es ist keine leichte Kost, gerade auf der emotionalen Ebene nimmt es enorm mit.
    Die Autorin hat hier Wendungen eingebaut, die mich wirklich erschüttert aber auch überrasht haben.
    Eine Geschichte die von 472 Tagen, den unaussprechlichen Qualen und einer Veränderung lebt.
    Einer Veränderung, die den ganzen Lauf verändert und merklich die Blickwinkel verschiebt.
    Immer wieder tauchen Frage auf und man grübelt und grübelt.
    Währenddessen fragt man sich immer wieder ob Flora es schaffen würde oder letztendlich daran zugrunde geht.
    Wodurch man noch mehr mit ihr mitfiebert und mitzittert.

    Bei den letzten hundert Seiten dachte ich, ich muss das Buch weglegen, ich kann nicht weiterlesen.
    Was aber daran liegt, das man sich emotional zu sehr darin vertieft, all die Schmerzen, die Qualen und Ängste fühlt und kaum noch ein entkommen daraus sieht.
    Besonders der Showdown hat mir dann noch einiges abverlangt und der Abschluss hat mir wirklich sehr gut gefallen.
    D.D. Warren selbst hat mir mit ihrer Ermittlungsweise sehr gut gefallen und auch der Psychologe war wirklich ständig ein Geheimnis für mich.
    Im Zentrum steht jedoch der Fall, wodurch Detective D.D. Warren etwas blass erscheint.
    Die Charaktere sind wirklich gut ausgebaut und mit merklicher Tiefe versehen, so das man sich wirklich in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen kann.
    Alles in allem ein Thriller der enorm fordert und verdammt unter die Haut geht.

    Fazit:
    Der 6. Band der Reihe um Detective D.D. Warren beschäftigt sich mit Flora Dane und ihren 472 Tagen einer Gefangenschaft.
    Doch das ist erst der Anfang, es wird schlimmer, wendungsreicher, bewegender und abgründiger.
    Psychologisch gut ausgebaut und vollkommen mitreißend.
    Wieviel kann ein Mensch ertragen, um sich selbst nicht am Ende zu verlieren?
    Das wird hier sehr deutlich aufgezeigt und noch viel mehr.

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    Keiner beherrscht die Kunst des Thriller-Schreibens so wie Lisa Gardner.

    Lisa Gardner zeigt sich mit 'Die Überlebende' auf der Höhe ihrer Kunst.

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