Madge Jenison Sunwise Turn

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Inhaltsangabe zu „Sunwise Turn“ von Madge Jenison

Ein erfrischender Rückblick auf den Buchhandel im pulsierenden Manhattan der 20er Jahre, geschrieben mit Charme, Witz, und einer Liebe zu Büchern, wie man sie zuletzt in Helene Hanffs "84 Charing Cross Road" fand. Ein Buch, das Mut macht, in wirtschaftlich schweren Zeiten neue Geschäftsideen mit Leidenschaft und Kreativität umzusetzen und durchzuhalten.

Definitiv geeignet für jeden bibliophilen Menschen!! Eine Flucht aus dem Alltag hinein in die Welt einer Bücher-Liebenden.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Süßes kleines Buch über eine Frau und ihre Liebe zu Büchern! Sehr inspirierend und sehr anschaulich beschrieben! Toll!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Die Don Quijotes in Manhattan

    Sunwise Turn

    YukBook

    22. August 2017 um 18:37

    Bücher sind selten Sackgassen. Sie öffnen nicht nur Türen in neue Welten, sondern initiieren gleich die nächste Buchanschaffung. In dem Buch „Shop Girls" beispielsweise nannten zwei Buchhändlerinnen einen Titel, der sie bei der Gründung ihres Ladens besonders inspirierte hatte: „Sunwise Turn" von Madge Jenison. Darin schildert die Autorin, wie sie gemeinsam mit Mary Mowbray-Clarke im Jahr 1916 eine Buchhandlung in Manhattan gründete und sich ihren Traum erfüllte. Von Anfang an müssen sich die zwei Gründerinnen der harten Realität stellen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind schwierig – besonders für Buchhandlungen, die sich meist nur durch den Verkauf von anderen Artikeln wie Schreibwaren halten können. Dennoch sind Madge und Mary von ihrer Idee überzeugt: Manhattan braucht eine neue Art von Buchhandlung, die alle Facetten des modernen Lebens aufgreift und sie den Menschen zugänglich macht. An der 5th Avenue, Ecke 31. Straße entsteht schließlich ihr Laden, der vor allem durch seine gewagte Farbgebung die Passanten anzieht. Bei der ersten Bestellung kaufen sie alle Bücher, die ihnen selbst gefallen und denen sie viele Leser wünschen – so hätte ich es an ihrer Stelle sicher auch gemacht. Als Madge sich einmal in einer anderen Buchhandlung in der Nähe umsieht, fühlt sie sich eingeschüchtert, weil dort alles so perfekt und professionell wirkt im Gegensatz zu ihrer improvisierten Buchhandlung. Als sie jedoch in ihren Laden zurückkehrt und sieht, wie lebendig und authentisch die Atmosphäre ist, sind all ihre Zweifel verflogen. Ähnlich wie in dem biografischen Roman „Meine wundervolle Buchhandlung“ von Petra Hartlieb wird auch hier der Geschäftsalltag mit wechselnden Hilfskräften geschildert. Die meist gehandelte Ware, so betont Madge immer wieder, sei das Gespräch. Kunden kommen, um nicht nur über Bücher, sondern über die Nachbarschaft, das Tagesgeschehen oder ihre persönlichen Probleme zu sprechen. So rückt der eigentliche Verkauf der Bücher fast in den Hintergrund, denn Mary und Madge lassen sich immer wieder Strategien einfallen, um Neuland zu erschließen und Bücher an ungewohnt Orte zu bringen.  Sie verbringen mehrere Tage damit, Titellisten für verschiedene Branchen zu erstellen und Bibliotheken zu schaffen, zum Beispiel für einen Kindergarten in London. Erstaunlich fand ich, dass es vor allem gebildete Frauen aus gehobenen Schichten waren, die die beiden Ladeninhaberinnen immer wieder ohne Bezahlung unterstützten. Auch sie spürten wohl, dass sie Teil einer wichtigen Mission waren, die die Autorin sehr oft zur Sprache bringt. Angetrieben werden die Buchhändlerinnen zum einen natürlich durch ihre Liebe zu Büchern. Wenn Madge mit einem Buch unterwegs ist, fühle es sich an wie warmes Gold. Eine Mußestunde und ein bequemer Sessel würden genügen, um in höhere Gefilde aufzusteigen. Wie wahr! Die Liebe allein hätte aber sicher nicht gereicht, um 'Sunwise Turn' so weit zu bringen.  Es war vor allem ihre Überzeugung, dass Bücher unentbehrlich für die Menschheit sind. Sie haben die Macht, Frieden und Bildung zu fördern und spenden Lebenskraft und -freude. Für diese Idee kämpften sie wie Heldinnen und kamen sich manchmal vor wie Don Quichote. „Bücher schenken uns Motive, Möglichkeiten, Prüfungen und Vorlieben." Das ist nur einer von vielen klugen Sätzen, die auch nach hundert Jahren noch ihre Gültigkeit haben.

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  • 1916, zwei Frauen und ein Traum vom eigenen Buchladen

    Sunwise Turn

    Träumerin

    Madge Jenison erzählt in "Sunwise Turn" wie sie zusammen mit Mary Mowbray-Clarke eine Buchhandlung eröffnet hat. Von der ersten Idee, bishin zum Streichen der Wände, erläutert sie in diesem Buch pointiert und liebenswert welche Erfahrungen sie gesammelt hat, als sie 1916 ihren Laden "The Sunwise Turn" in New York öffnete. Es ist ein purer Lesegenuss zu sehen, wie sich Intellektuelle und Künstler, Handwerker und Studenten in ihrem Geschäft trafen und über Politik, Rezepte und die Welt redeten. Besonders mochte ich, dass beide Inhaberinnen Frauenrechtlerinnen der ersten Stunde waren und das auch in ihre Arbeit mit einfließen haben lassen. Auch unglaublich ist, wie sich die Verlags- und Buchhandelsbranche seit knapp 100 Jahren fast nicht verändert hat. Dieses Buch ist einzigartig und inspirierend, wirklich schade, dass es nicht mehr auf dem freien Markt erhältlich ist! Wer Petra Hartliebs "Meine wundervolle Buchhandlung" gelesen hat, fühlt sich sicher, wie ich, leicht veräppelt. Zeigen sich doch sehr viele Parallelen zu "Sunwise Turn" (natürlich das gleiche Thema, aber auch vom Stil her sehr ähnlich). Haltet euch lieber ans Original, witziger und befreiender!

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    • 2

    Milagro

    31. October 2015 um 11:51
  • Rezension zu "Sunwise Turn" von Madge Jenison

    Sunwise Turn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2012 um 21:52

    Ein tolles Buch! Angenehmer könnte die Atmosphäre beim Lesen beinahe nicht sein. Für jeden Buch- und Buchhandlungsliebhaber ein absolutes Muss! Madge Jenison ist eine beeindruckende Frau, die es versteht, die Menschen für die Literatur zu begeistern.

  • Rezension zu "Sunwise Turn" von Madge Jenison

    Sunwise Turn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2012 um 12:25

    Was für ein süßes Buch! Madge Jenison gelingt es, ihr Umfeld und die gegebenen Bedingungen so anschaulich zu beschreiben, dass es einem wirklich leicht fällt, alles bildlich vor sich zu sehen – als Leser steht man unmittelbar neben ihr, betrachtet die Welt mit ihren Augen. Auf jeder Seite des kleinen Büchleins wird deutlich: Sie liebt und liest (!) Bücher. Es ist beeindruckend, wie sehr alles theoretisch gegen ihr Vorhaben zu sprechen scheint, ihre Liebe und ihr Wunsch danach, eine eigene kleine Buchhandlung zu besitzen jedoch so ungebrochen ist, dass sie offenbar gar nicht anders hätte handeln können. Sie schildert die Probleme, die auf sie einstürzen, angefangen von der Namensfindung ihrer Buchhandlung, über natürlich die immensen wirtschaftlichen Probleme (sowohl ihre bis dahin gegebene Unkenntnis über kaufmännische Buchhaltung bis hin zum generell riskanten Geschäft mit Büchern), sie berichtet über den intensiven Kundenkontakt usw. Jenison erzählt so feinfühlig – ein wahres Lesevergnügen. Ein – wie ich finde – unverzichtbares Buch für alle Buchliebhaber, die ebenfalls davon träumen (unerheblich, ob als Inhaber oder als Besucher), in die Welt einer kleinen, individuellen und erlesenen Buchhandlung einzutreten.

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  • Rezension zu "Sunwise Turn" von Madge Jenison

    Sunwise Turn

    Bri

    13. March 2011 um 21:03

    Zwei Frauen in New York brauchen eine Aufgabe, 1916 findet die eine von beiden die Lösung: wir eröffnen eine Buchhandlung. Lesen bildet, Bildung ist wichtig. Amerika hat zu wenige Buchhandlungen. Ein wirtschaftlich riskantes, wenn nicht sogar reines Verlustgeschäft wird propheizeit. Ohne Werbung sei da sowieso nichts zu machen. Diese gutgemeinten Ratschläge aber lassen immer eines ausser Acht: diese Buchhandlung soll keine gewöhnliche werden, sie soll nicht den Mainstream-Geschmack bedienen, sondern die Bücher an den Leser bringen, die die beiden als unabdingbar für jede gutsortierte Bibliothek halten. Alleine die Farben, die für die Gestaltung des Ladengeschäftes ausgewählt werden, sind richtungsweisend.. Eine neue, moderne Buchhandlung unter einem ungewöhnlichen Namen und in ungewöhnlicher Umgebung, aber traditionell "mit dem Lauf der Sonne - sunwise turn" betrieben. The Sunwise Turn wird zum Anlaufpunkt der unterschiedlichsten Menschen. Die beiden Buchhändlerinnen lernen, was es heißt, ein Geschäft zu führen und lassen sich trotzdem nicht von ihrem Weg abbringen. Hier werden nicht nur Bücher verkauft sondern ganze Programme, Bibliotheken zusammengestellt. Zu einzelnen Themen werden Listen erstellt. Ganz aktuell zu Ende des 1. Weltkrieges zum Beispiel "Den Krieg verstehen - 16 Bücher". Zu Weihnachten werden die Verpackungen der Bücher von befreundeten Künstlern gestaltet. Die Päckchen selbst zieren - mit Namen versehen - das Schaufenster. Manch ein Kunde erwägt solch ein Päckchen zu kaufen, ohne den Inhalt zu kennen. All die neuen, frischen Ideen werden gerne aufgegriffen und die Kundenzahlen und Umsätze erhöhen sich mit den Jahren. Neben Büchern werden auch Kunstgegenstände nicht nur von befreundeten Künstlern ausgestellt und verkauft - und nebenbei die dazugehörigen Konzepte und Vorstellungen. Schon alleine die Tatsache, dass zwei Frauen gemeinsam eine Buchhandlung eröffnen, stellt zu der damaligen Zeit, als auch in den USA die Frauen noch kein allgemeines Wahlrecht besaßen, eine Neuerung dar. Madge Jenison lässt die Buchhandlung mit vielen kleinen Anekdoten zu Büchern, bemerkenswerten Mitarbeitern und im Gedächtnis gebliebenen Kunden sehr plastisch vor dem geistigen Auge des Lesers erstehen. Viele Kleinigkeiten, die ein rundes Bild von den beiden Buchhändlerinnen und ihrem Traum, der ein Ziel wurde, erschaffen. Jeder der schon einmal beruflich in diesem Bereich - sei es im Buchhandel oder im Verlag - zu tun hatte, wird staunen, wie wenig sich dort seit 1916 verändert zu haben scheint. Zwar unterscheided sich der Buchhandel in Deutschalnd von dem in den USA sicherlich stark, dennoch hat man bei der Lektüre ständig das Gefühl, das alles sehr gut zu kennen. Ein Buch für alle, die sich mit Büchern und deren Vermittlungskraft auseindandersetzen und die Leidenschaft haben, dieses an andere weiterzugeben.

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  • Rezension zu "Sunwise Turn" von Madge Jenison

    Sunwise Turn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Marge Jenison erzählt in ihrem Buch „Sunwise Turn“, was auf deutsch soviel wie „der Lauf der Sonne“ heißt, von ihrer Buchhandlung gleichen Namens. Einem Experiment, welches sie im Jahre 1917 gemeinsam mit einer Mitstreiterin begann. Das Buch erschien erstmals 1923 und die Geschichte des kleinen Buchladens war damals wohl ein großer Erfolg. Es beginnt alles mit einer Idee. Im Amerika der damaligen Zeit war es laut Mrs. Jenison fast unmöglich gute Bücher und vor allem gute Empfehlungen zu bekommen. Bücher wurden in Schreibwarenläden und Drugstores verkauft und so wussten oft selbst versierte Leser nichts über die wirkliche Büchervielfalt. Im glücklichsten Falle konnte man sich daher nur auf Mundpropaganda verlassen und Mrs. Jension empfand dies als einen wirklichen Missstand. Also beschloss sie mit ihrer Freundin Mary Clarke das ungeheuerliche. Die beiden Damen aus Upperclass eröffneten unter der Prognose schlimmster Verluste und Unrentabilität einen Buchladen in New York zu eröffnen. Marge Jension erzählt die Geschichte dieses Buchladens und den ersten fünf bangen Jahren in der 31. Straße bis sie sich schließlich vergrößern und in ein anderes Ladenlokal einziehen. Sie berichtet über Erfolge, Verluste, erzählt Anekdoten über Kunden und Angestellte, Verkaufsstrategien und hunderte kleiner und großer Anstrengungen um den Laden ins Rollen zu bringen. Das Buch ist sehr charmant, auch wenn sich mir manche Informationen über den Büchhändleraltag nicht ganz erschlossen haben, was an der Zeit die zwischen dem hier und dem damals liegt, liegen mag. Die Anekdoten über Kunden und Angestellte, über die unglaubliche Hilfsbereitschaft die ihr begegnet und das seltsame Verhalten der Menschen zu ihren Lektüren und deren Verkäufern sind amüsant, manchmal bedrückend, aber immer sehr nah an der Realität. Da geht das Herz eines passionierten Lesers auf und schließt sich auch nicht, wenn die letzte Seite beendet ist. Einziges Manko für mich, war der teilweise arg belehrende Ton den die Autorin anschlug, wenn es um den Buchverkauf und die Stellung des Buchverkäufers in der Gesellschaft ging. Außerdem hätte ich gerne gewusst, wie sie selbst an ihr Bücherwissen kam, wenn sie beschreibt wie sie Bibliotheken zu den exotischsten Themen zusammen stellt. Das wäre sicherlich interessant gewesen. So aber wirkt dieses Buch an manchen stellen wie eine Feministische Kampfschrift, was sicherlich in der Vita da der Autorin begründet liegt. Nicht uninteressant, aber ich hätte lieber mehr über den Laden selbst gelesen. Ein lesenswertes Büchlein Zeitgeschichte für den Bibliophilen und ein Vergnügen für einen Nachmittag zum Kaffee oder Tee.

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    • 2
  • Rezension zu "Sunwise Turn" von Madge Jenison

    Sunwise Turn

    Milena

    25. April 2010 um 23:07

    Kein Geld, aber eine große Liebe zu Büchern, aus diesen "Zutaten" kann man - oder sollte ich besser sagen konnte man - sich einen Traum erfüllen. Zwei Frauen eröffnen einen Buchladen in New York ohne die geringste Ahnung, was damit alles verbunden ist - vielleicht ist es gerade der Mut, die Naivität und der unerschütterliche Glaube an die eigene Sache, dass es allen Widerständen zum Trotz gelingt und ein Erfolg wird.

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  • Rezension zu "Sunwise Turn" von Madge Jenison

    Sunwise Turn

    Franny

    10. July 2009 um 15:26

    Ein schöner Abriss über die Liebe zu Büchern und wie man aus dieser Liebe seinen Traumberuf macht. Empfehlenswert für jeden Buchliebhaber, unabhänigig davon ob er sein Geld damit verdient oder nicht.

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