Malin Schwerdtfeger Delphi

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Inhaltsangabe zu „Delphi“ von Malin Schwerdtfeger

'Die talentierte Mrs. Ripley' (FAZ): Malin Schwerdtfegers feinfühlig und fesselnd erzählte Familiensaga DelphiZwischen griechischen Tempeln, Jerusalemer Steinen und norddeutschen Deichen spielt die Geschichte jener Familie von Getriebenen, die Malin Schwerdtfeger in ihrem zweiten Roman erzählt: 'leichtfüßig und lakonisch, tieftraurig und mitreißend'. Der SpiegelAlles beginnt in Delphi: Die verwackelten Bilder einer Amateurkamera zeigen einen Mann, der vor dem Apollontempel eine Rede hält. Zwei Kinder spielen zwischen den Ruinen der Orakelstätte. Es sind die Geschwister Linda und Robbie, die von der Mutter gefilmt werden, während ihr Vater, ein Archäologe, sie in die antike Sagenwelt einführt. Die beiden jüngeren Schwestern sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren, und doch sind sie schon mit dabei, denn eine von ihnen ist die Erzählerin. Mühelos setzt sie sich über Zeit und Raum hinweg und entspinnt die Geschichte einer Familie von Getriebenen, die sich aufmachen, die Welt zu verstehen und ihre eigene Rolle darin zu finden. Der Vater hastet von einer Ausgrabungsstätte zur nächsten und sucht nach der 'stillen Stadt unter der Erde'. Die Mutter schließt sich einer jüdischen Sekte an, um ihrem Leben einen Sinn zu geben und eine andere Liebe zu finden. Währenddessen konstruieren sich Linda und Robbie, von den Eltern hin- und hergeschoben, ihre eigene, unverrückbare Welt. Sie kultivieren ihre Unabhängigkeit und kommen doch nicht voneinander los.Als Francis in ihr Leben tritt und sich beide in ihn verlieben, werden sie auf dramatische Weise mit dem Glück und gleichzeitig mit dem Tod konfrontiert.In kunstvoller Verschränkung von Räumen und Zeiten erzählt Malin Schwerdtfeger eine fesselnde Familiensaga von antikem Zuschnitt aus einer ungewöhnlichen Perspektive – der einer Toten.'Eine lakonische, witzige und anrührende Familiensaga – kurz: Ein deutsches Hotel New Hampshire.' Unicum 

Ganz Malin Schwerdtfeger :)

— schickchriska

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  • Rezension zu "Delphi" von Malin Schwerdtfeger

    Delphi

    milasun

    01. July 2012 um 19:30

    Malin Schwerdtfeger erzählt eine Geschichte über eine seltsam lieblose Familie aus der Sicht einer Toten - der Zweitjüngsten der vier Geschwister, die still, langsam und fast unsichtbar ihr Dasein fristend schon zu Lebzeiten kaum von ihrer Familie beachtet worden ist. Die namenlose Erzählerin berichtet von ihrem Vater, Archäologe bei Ausgrabungen in Delphi und später Jerusalem, der auf der Suche nach der "stillen Stadt unter der Erde" ist und der sich am liebsten "unsichtbar" in dem Chaos der Stadt macht. Denn die Stadt lässt ihn in Ruhe. Nicht so seine Ehefrau Susanna, die im Hotelzimmer auf ihn wartet. Doch auch sie ist nicht glücklich. "Obwohl sie sich nach ihm sehnte, wenn er nicht da war, störte sie, wenn er da war, dass sie so viel über ihn wusste. Zu viele Details. Die Ehe war eine einzige Überinformation. Verheiratet zu sein bedeutete, ein Leben lang die Badezimmergeräusche eines anderen hören zu müssen." So flüchtet sie sich in eine jüdische Sekte und eine andere Liebe. Auch die älteren Geschwister, Robbie und Linda, schweben in einer seltsamen, gelangweilten Luftblase und kreisen in einer schwierigen Hassliebe umeinander, die immer wieder in Gewalt eruptiert. Sie kommen nicht voneinander los, selbst dann nicht, als Francis in beider Leben tritt und sich beide in ihn verlieben. Und dann gibt es noch die kleine Pepita, die ständig von ihrer namenlosen Schwester begleitet, von den Eltern ignoriert, um die Liebe und Zuneigung von Linda kämpft. Deren Leben nur dann Sinn macht, wenn Linda ihr Zuneigung und Aufmerksamkeit schenkt. Sie alle kreisen umeinander und steuern nichtsahnend auf eine Katastrophe zu. Malin Schwerdtferger hat eine wunderbare Art, Bilder vor dem inneren Auge auferstehen zu lassen. Sätze wie "Wenn auf der Nablus Road Stau war, also fast immer, sah es aus, als hätte jemand einen Haufen alter, schmieriger Zuckerbonbons auf die Fahrbahn gekippt." liessen mich das Buch immer weiter lesen, obwohl mich die lieblose Stimmung schon nach den ersten 50 Seiten hat verzweifeln lassen. Ein Buch, dass einem kein gutes Gefühl beim Lesen vermittelt. Alles in allem würde ich es leider nicht weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Delphi" von Malin Schwerdtfeger

    Delphi

    November

    17. February 2009 um 18:14

    Ein sehr seltsames , aber schönes und interessantes Buch. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und erleuchtet die menschlichen Irrungen, Gedanken und Seelen.
    Wer sich darauf einlässt, wird ncht enttäuscht.

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