Margaret Atwood Die Räuberbraut

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Inhaltsangabe zu „Die Räuberbraut“ von Margaret Atwood

Zenia ist schön, intelligent, lebenshungrig und die personifizierte Bösartigkeit. Selbst ihre drei besten Freundinnen sind vor ihren Gemeinheiten nicht sicher. Zenia hat sich ihr Vertrauen erschlichen und sich dann der Ehemänner bemächtigt. Als Zenia stirbt, nehmen die Freundinnen erleichtert an der Beerdigung teil und seither begehen sie diesen Tag gemeinsam und reden von der Vergangenheit. Und aus dieser Vergangenheit taucht Zenia plötzlich wieder auf, der Alptraum beginnt aufs neue. Margaret Atwood, eine der bedeutendsten Autorinnen Kanadas, schildert den Kampf unter Frauen, in dem Männer höchstens als Beute eine Rolle spielen.

Vier Frauen, vier Lebens- und Liebesgeschichten, ein toller Roman!

— YvonneKaeding

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  • Manipulation, Lügen, Mißgunst - Die Geschichte bringt uns an die Abgründe der Menschheit

    Die Räuberbraut

    SandraWer

    22. April 2014 um 09:36

    Inhalt: Zenia ist die Hauptgestalt des Buches. Überall, wo sie erscheint, passiert ein Unglück. Sie zerstört die Menschen ohne Gewalt auf eine hinterhältige, manipulative Art und macht aus den Menschen, die mit ihr zu tun haben psychische Wracks. Die 3 Hauptprotagonistinnen im Buch fallen alle auf Zenias Lügengeschichten herein und verlieren dadurch alles, was ihnen lieb ist. Ihre Leichtgläubigkeit, ihr Glaube ans Gute, ist genau das, was ihnen zum Verhängnis wird. Zenia raubt all den 3 Hauptpersonen im Buch ihren Mann und zerstört so sowohl Schritt für Schritt das Leben der Frauen als auch das ihrer Männer. Nur Zenias Tod kann für die Frauen Erleichterung bringen, obwohl sie sich nicht einmal nach ihrem Tod wirklich sicher fühlen. Meinung: Man wird langsam in das Buch eingeführt. Die Geschichten aller drei Frauen beginnen in ihrer Kindheit. Es wird geschildert wie die 3 Frauen aufgewachsen sind und was sie geprägt hat, um zu verdeutlichen, was für Menschen sie sind, um ihre Charakterzüge zu verdeutlichen. Das gelingt der Autorin auch wirklich gut. Nur langsam wird man in die Geschichte Zenias eingeführt und bis zur Hälfte des Buches hat man noch immer nicht herausgefunden, was genau es denn ist, das so schlimm ist an Zenia. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass alle drei Frauen ein ähnliches Schicksal haben werden und in allen drei Fällen ist Zenia dafür verantwortlich. Auf eine manipulative Art, mit Lügen und ohne Rücksicht auf Verluste gewinnt sie zuerst das Vertrauen der Familie und nistet sich sogar dort ein, um dann den Mann im Hause zu verführen und der Familie zu entreissen. Eine Horrorvorstellung schlechthin. Hier zwei Textstellen, die ich exemplarisch für Atwoods Schreibstil finde, aber die inhaltlich nicht von Bedeutung sind. Das Buch ist angenehm zu lesen und lässt einen durchaus manchmal schmunzeln, trotz der unlustigen Thematik: „Sie hat eine Vision…, in der sie sich all ihrer weltlichen Güter entledigt. Sich von all ihren dreckigen Profiten trennt. Anschließend könnte sie einer Sekte oder etwas Ähnlichem beitreten. Ein Mönch werden. Eine Mönchin. Eine Mönchette. Von getrockneten Bohnen leben. Aber gäbe es dort elektrische Zahnbürsten? Mußte man, um heilig zu sein, Zahnbelag in Kauf nehmen?“ „Sie tat das alles im Inneren ihres Kopfes, weil die Ereignisse dort ebenso real sind wie die Ereignisse sonstwo.“ Fazit: Auf alle Fälle lesenswert. Es war mein erstes Buch von Margaret Atwood, aber nach diesem denke ich, dass es sich auszahlt einmal einen Atwood-Roman gelesen zu haben.

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  • Leserunde zu "Die Räuberbraut" von Margaret Atwood

    Die Räuberbraut

    SandraWer

    16. December 2013 um 12:57

    Vielleicht hat ja jemand Lust mitzulesen und mit mir das Buch zu besprechen?

  • Verehrte Feindin, ...

    Die Räuberbraut

    CorinnaSmiles

    09. August 2013 um 18:05

    Drei Frauen, Tony, Charis und Roz, sehr unterschiedlich in ihren Charakteren und Biografien, eint eine intensive Freundschaft … und eine gemeinsame Feindin: Zenia. Zenia ist schön, verführerisch, undurchsichtig und abstoßend zugleich. In Rückblenden werden die Geschichten von Tony, Charis und Roz erzählt und wie Zenia sich in jedes ihrer Leben einnistet wie ein Parasit, sie belügt, hintergeht und einen Teil ihrer Leben unwiederbringlich zerstört. Doch Zenia ist nur auf den ersten Blick das personifizierte Böse; sie vereint nicht nur Hass, sondern auch Bewunderung und Faszination auf sich und letztendlich ist sie es, die jeder der Frauen den sprichwörtlichen Spiegel vor Augen hält und sie mit ihren eigenen Schwächen und Fehlern konfrontiert. Gemeinsam mit Tony, Charis und Roz durchlebt auch der Leser/ die Leserin sowohl Hass als auch Faszination für Zenia. Eine fesselnde Geschichte, mit z. T. stark feministischen Zügen, eingebettet in eine wunderschöne bildreiche Sprache. Mir liegt die Ausgabe von 1996 vor, auf die ich zufällig – fern ab der aktuellen Bestsellerlisten – gestoßen bin. Eine wunderbare Entdeckung!

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  • Rezension zu "Die Räuberbraut" von Margaret Atwood

    Die Räuberbraut

    Mitschiru

    11. August 2010 um 21:53

    "Die Räuberbraut" von Margaret Atwood ist eine Geschchte wie sie sonst selten erzählt wird: Es geht um Zenia und um die Leben, die sie zerstört hat. Tony, Charis und Roz sind mit ihr zusammengeprallt und haben nur schwer beschädigt überlebt. Sie stehen vor den Scherben ihres Lebens, denn Scherben ist alles was Zenia hinterlässt: Lügen, Scherben und verbrannte Erde. Als Zenia nach fünf Jahren überraschend wieder zurückkehrt, rüsten sich ehemals Geschädigten zum Kampf, mit Zenia aber auch mit sich selbst. Dieses Buch ist beklemmend, manchmal langatmig, zerstörerisch und erzielt auch noch nach der letzten Seite eine immense Wirkung. Wer nicht immer nur etwas über "nette" Leute lesen will, der ist mit diesem Buch genau richtig und erkennt vielleicht, dass in jeder Frau auch eine Zenia lebt.

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