Mark Douglas-Home Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

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Inhaltsangabe zu „Sea Detective - Ein Grab in den Wellen“ von Mark Douglas-Home

Cal McGill ist Meeresbiologe. Seine Spezialität: per Computer die Route von Gegenständen im Wasser zu verfolgen, um Umweltsünder zur Strecke zu bringen. Doch bei seinem Einsatz für die Natur überschreitet der Sea Detective bisweilen legale Grenzen: Als er in den Gärten hochrangiger Politiker Weißen Silberwurz pflanzt, um auf den Klimawandel hinzuweisen, nimmt man ihn fest. Detective Helen Jamieson von der Polizei Edinburgh kommt der sympathische junge Mann gerade recht. Denn vor der Küste wurden kurz zuvor zwei abgetrennte Füße entdeckt. Bei ihren Recherchen stoßen Cal und Helen auf ein Netz aus Korruption, Ausbeutung und Menschenhandel. Und auf ein indisches Mädchen, das sie vielleicht noch retten können.

Super Krimi

— Christine2000

Ein Krimi der sofort Lust auf die Fortsetzung macht.

— ChattysBuecherblog

Hat mir sehr gut gefallen, spannend mit sympathischen Charakteren!

— claudeste

Ruhig, spannend und durch und durch schottisch. Unbedingt lesenswert!

— faanie

Gut, spannend und sehr interessant!

— detlef_knut

Spannung von der ersten bis zur letzten Seite

— schreibwasueber

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  • Serienjunkie sucht Gleichgesinnte

    LovelyBooks Spezial

    ChattysBuecherblog

    Keine Serie ist vor mir sicher!!! Egal ob im Fernsehen oder als Buch.... ich liebe Serien. Aus diesem Grund habe ich dieses Thema eröffnet, da ich mich gerne mit Gleichgesinnten zu diversen Reihen austauschen möchte. Austauschen in Form von gemeinsamen Lesen und darüber quatschen. Einfach und ganz zwanglos. Für jede Reihe (die bei mir einzieht) werde ich ein eigenes Unterthema eröffnen. Wenn ihr die Serie kennt und mitlesen oder mitquatschen möchtet, seid ihr herzlich eingeladen.

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    • 110
  • Mein Leseeindruck zu Band 1 der Sea Detective Reihe

    Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

    ChattysBuecherblog

    25. April 2017 um 09:00

    Das etwas farblos gehaltene Cover hätte mich, ohne den Titel, wohl kaum angesprochen. Die Farben sind mir etwas zu blass und zu nichtssagend. Ich hoffe nicht, dass es sich im Inhalt widerspiegelt. Der Titel jedoch macht mich neugierig. Sehr neugierig sogar. Da der erste Satz (laut Forschung) über Gefallen oder Missfallen entscheidet, möchte ich ihn hier verwenden: Der kalte Wind ließ das Mädchen zittern. Kommen wir nun zum Inhalt:  Der Prolog lässt einem das Blut in den Andern gefrieren. Furchtbar! Entsetzlich! Grausam! All diese Worte gingen mir durch den Kopf, als ich von den beiden Mädchen gelesen hatte. Verkauft für 60.000 Rupien um dann, nachdem sie ihren Dienst erwiesen haben und gefügig waren, auf dem Meer ausgesetzt zu werden. Puh, ein ziemlich heftiger Einstieg in diesen Krimi. Schon kurz danach lernt der Leser Cal kennen. Er ermittelt Strand- und Treibgut. Hier habe ich echt gestaunt. So etwas gibt es? Klingt sehr spannend. So spannend geht es auch weiter. Denn schon bald wird ein Fuß am Strand gefunden und Cal beginnt seine Ermittlungen. Aber nicht nur er ermittelt, sondern auch die Polizei ... wegen ihm, und seinen nächtlichen Pflanzen-Eingrab-Einbrüchen. Sehr interessant beschreibt der Autor das Sammeln von Treibgut und seine Auswertungen. Gut, man darf beim Lesen nicht zimperlich sein, da manchmal Details erwähnt werden, die doch etwas ... hm... sagen wir mal prikär sind. Aber dennoch klingen sie einleuchtend und machen Lust, selbst mal am Strand die Augen offen zu halten. Denn wie oft hat man schon einen einzelnen Schuh gefunden, der angespülte wurde. Hatte dann nicht jeder gedacht: Ach, der ist bestimmt mal von einem Boot gefallen. Aber ist er das wirklich??? Oder steckt evtl. eine ganz andere Geschichte dahinter. Den Gedanken sind hier wohl keine Grenzen gesetzt. Auch die Sache mit den nächtlichen Einbrüchen, um auf eine Pflanze bzw. auf die Umwelt aufmerksam zu machen, ist eine grandiose Idee, die Umweltaktivisten bestimmt begeistern wird. Dazwischen folgen immer wieder Kapitel mit Basanti und ihrer Flucht aus der Prostitution, die einem beim Lesen den Atem stocken lassen. Fazit: Ein Krimi der sofort Lust  auf die Fortsetzung macht. Interessante Story und ein interessanter Protagonist.

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  • Ruhig, spannend und durch und durch schottisch. Unbedingt lesenswert!

    Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

    faanie

    26. March 2017 um 09:53

    Dieser Krimi ist so, wie ich Schottland selbst erlebt habe: ruhig und rau, wunderschön und unerbitterlich. Wer hier klassische Ermittlungen erwartet, ist leider fehl am Platz.Wir folgen einerseits Cal McGill, seines Zeichens Detektiv für Strandgut und Treibgut Ermittlungen, der in die Gärten hochrangiger Politker eindringt um.. Pflanzen zu setzen und damit auf Missstände aufmerksam zu machen. Das kommt DI David Ryan gerade recht, möchte er doch mit einer Verhaftung des armseligen Umweltaktivisten seine Bewerbung bei der Scottish Crime and Drug Enforcement Agency vorantreiben.Im wäre jedoch besser geraten, sich um die mysteriösen Füße zu kümmern, die - in Turnschuhe steckend - an der schottischen Küste angeschwemmt wurden.Ryans Kollegin DC Helen Jamieson hingegen erkennt das Potential, das sich hinter McGills Forschungen verbirgt: Kann man anhand der Meeresströmungen herausfinden, woher die abgetrennten Füße stammen?Dann wäre da noch Basanti, ein junges indisches Mädchen auf der Flucht vor ihren Peinigern. Kann sie McGill in diesem fremden Land finden und kann dieser ihr sagen, wo ihre Freundin Preeti ist?Douglas-Home schafft einen einzigartigen Krimi, dem es gelingt, die schottische Mentalität einzufangen. Dazu gehören neben Treue und Loyalität auch Sturheit und Engstirnigkeit, Ehrgefühl und Unerbitterlichkeit. Sein Schreibstil ist ruhig und nüchtern, seine Figuren realistisch menschlich: der widerliche Ryan, die bemitleidenswerte Jamieson. Was ich von McGill halten soll, weiß ich bis jetzt nicht. Aber so sind die Menschen, gesteuert von Vorurteilen, von erlebtem Leid, vom eigenen Nutzen. Die schottische Landschaft wird so beschrieben wie sie ist: rau, grün, verlassen, teilweise karg, dabei aber immer wunderschön.Ich empfehle diesen ersten Teil einer Reihe allen, die nach Schottland entfliehen und dabei einen ruhigen aber nicht weniger grausamen Krimi lesen wollen, der so anders ist als die vielen anderen auf dem deutschen Markt. Vier Sterne für den Sea Detective.

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  • Lesewochenende zu "Cruelty" von Scott Bergstrom

    Cruelty

    Marina_Nordbreze

    Was tust du, wenn man dir das Liebste nimmt? Und du erfährst, dass dein Leben eine Lüge war?  Gwens Leben steht Kopf. Gerade noch hat sie den 10. Todestag ihrer Mutter gemeinsam mit ihrem Vater verbracht, wenige Tage später erfährt sie, dass ihr Vater verschwunden ist. Doch nicht nur das. Plötzlich muss sie erkennen, dass ihr Vater ein geheimes Doppelleben geführt hat und eigentlich CIA-Agent ist. Was hat das alles zu bedeuten? Hat das Verschwinden ihres Vaters etwas mit dem Geheimdienst zu tun? Gwen bleibt nur eine Wahl – sie muss selbst aktiv werden und die Geheimnisse ihres Vaters aufdecken, um eine Chance auf ein Wiedersehen zu haben. Doch dabei stößt sie auf dunkle Machenschaften und muss erkennen, dass die größte Gefahr manchmal dort lauert, wo man sie nicht erwartet hätte ... Scott Bergstrom erschafft in "Cruelty" eine düstere Agentenwelt, in der seine Heldin Gwen erst einmal die Spielregeln erlernen muss, um ihr Ziel zu erreichen. Ihr habt die Möglichkeit, Gwen auf ihrem gefährlichen Weg zu begleiten, wenn ihr mutig genug seid, an unserem Lesewochenende teilzunehmen! Mehr zum Buch: Zehn Jahre ist es her, seit ihre Mutter ermordet wurde. Wie immer verbringt Gwen den Todestag mit ihrem Vater. Danach reist er geschäftlich nach Paris. Tags darauf stehen zwei Unbekannte vor Gwens Tür und erzählen eine unglaubliche Geschichte: Ihr Vater ist eigentlich CIA-Agent. Und bei einem Einsatz spurlos verschwunden. Wurde er entführt? Wollte er dem Geheimdienst den Rücken kehren? Die CIA stellt die Ermittlungen schnell ein. Gwen hat eine einzige Spur: Den Namen eines Kontaktmanns in Paris. Eine gefährliche Reise über mehrere Kontinente beginnt, immer dem Zentrum der Gefahr entgegen. Bald sieht sich Gwen einem internationalen Netzwerk aus Waffenschiebern, Drogendealern und Menschenhändlern gegenüber. Und sie erkennt: Wenn man diese Gegner besiegen will, muss man so hart und grausam werden wie sie. >> Hier geht es zur Leseprobe  Über den Autor: Scott Bergstrom arbeitete jahrelang als Texter und Creative Director in einer der größten und renommiertesten Werbeagenturen in Manhattan und entwickelte Print-, Fernseh- und Onlinekampagnen für namhafte Firmen wie Ford, Boeing, Chase sowie für das Auswärtige Amt der USA. Bergstroms Essays und Artikel über Architektur und urbanes Leben wurden in den USA und Europa breit publiziert. Sein Interesse gilt besonders den vernachlässigten Gegenden beliebter Touristenmetropolen – die er in «Cruelty» düster und anschaulich beschreibt. Gemeinsam mit ROWOHLT laden wir euch zu einem ganz besonderen Lesewochenende zu "Cruelty" ein und verlosen in diesem Zuge Leseexemplare. Wie viele? Das hängt von euch ab! Je mehr Leser sich für das Lesewochenende bewerben, umso mehr Bücher gibt es zu gewinnen!    Folgende Stufen gilt es zu erklimmen:    150 Bewerbungen --> 50 Bücher 300 Bewerbungen --> 75 Bücher 450 Bewerbungen --> 100 Bücher Wenn ihr mit uns gemeinsam vom 17.02. bis zum 19.02. "Cruelty" lesen und euch hier und auf den Social-Media-Kanälen mit dem Hasthag #lbcruelty über das Buch austauschen möchtet, bewerbt euch einfach bis einschließlich 12.02. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button * und verratet uns folgendes: Gwen ist keine Agentin und muss trotzdem schnell lernen, sich in der Welt des Verbrechens zu orientieren. Welche Fähigkeit ist dafür eurer Meinung nach ganz besonders wichtig? Ich drücke euch die Daumen und freue mich schon auf unser gemeinsames Lesewochenende mit "Cruelty"! *Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.

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    • 760
  • Nicht mein Fall

    Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

    Herrmaennchen

    05. March 2017 um 00:50

    Die guten Bewertungen haben mich verleitet, das Buch zu lesen. Aber mir persönlich gefällt es nicht. Ich finde die Hauptfigur unsympathisch. Aber das ist Geschmackssache.

  • Gut, spannend und sehr interessant!

    Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

    detlef_knut

    26. February 2017 um 11:15

    Der Roman des Schotten Mark Douglas-Home ist mehr als ein Kriminalroman. Ermittlungen im klassischen Sinne wird der Leser vermissen. Das heißt aber nicht, dass er es an Spannung vermissen lässt. Er gewinnt immer mehr an Tiefe, je weiter man in ihm vordringt. Dabei werden insgesamt drei Geschichten erzählt. Mit Melancholie wird von der Geschichte der schottischen Inseln und der Fischer erzählt. Der Protagonist Cal McGill erfährt die Wahrheit um den Tod seines Großvaters. Geschickt hat der Autor dafür eine fiktive Landschaft geschaffen, um keinen real existierenden Generationen weh zu tun. Eher klassisch wird dann in einer zweiten Geschichte die Ermittlung um ans Land gespülte Füße geschildert. Sie ist eng verknüpft mit der Geschichte indischer Mädchen, in denen der Leser erfährt, dass arme indische Familien ihre Töchter zum Zwecke der Prostitution verkaufen, damit die Familien überleben können. Sehr spannend. Die dritte Geschichte wird schließlich humorvoll unter die Leser gebracht. In ihr geht es um die Polizisten Helen Jamieson und ihren Chef von der Polizei in Edinburgh, der etwas gegen Cal McGill stricken will. Ein selbstherrlicher Machotyp, der sich in den Kopf gesetzt hat, dem "Öko-Spinner", wie er McGill nennt, einen Strich durch die Rechnung zu machen, um einen höheren Posten in einer anderen Behörde zu ergattern. Interessant ist die Figur des Protagonisten. Allein sein Beruf und seine Profession ist etwas ganz Besonderes. Als Meeresforscher hat er sich einem Gebiet angenommen, in dem er der weltweit führende Experte ist: Er spürt den Spuren von Treibgut nach, den dieses auf seinem Weg durch das Meer genommen hat. Wird an Land eine Holzkiste angespült, kann er sagen, wo sie ins Meer geworfen wurde, gegebenenfalls auch von welchem Schiff. Soviel zur Definition von "Seadetective". Mark Douglas-Home gibt ungewohnte Einblicke in interessante Themen. Die Geschichten funktionieren auch unabhängig voneinander. Das ist allerdings auch meine Kritik an diesem Buch. Dadurch rückt der Roman etwas von dem klassischen Kriminalroman ab. Die Geschichte um die schottischen Inseln und die Herkunft des Protagonisten ist, obwohl für sich genommen sehr spannend, zu breit ausgeweitet. Sie hätte ausreichend Platz in einem zweiten Roman wie in einem "Making off". Zwar wird damit versucht, den Charakter des Seadetective darzustellen, aber diese Fülle wäre dafür nicht notwendig gewesen. Hier hat der Autor m. E. sein Pulver zu früh verschossen. Die Strecken, die der Leser ohne jeglichen Zusammenhang zur Kriminalstory überwinden muss, sind mir zu lang. Alles in allem handelt es sich beim vorliegenden Roman um einen guten, spannenden und sehr interessanten Roman. Die Themen der Meeresforschung, der schottischen Geschichte und die der indischen Bedia-Mädchen fesseln und bitte mehr von Cal McGill und der Polizistin Helen. © Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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  • Ein neuer schottischer Autor - sehr empfehlenswert!

    Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

    Havers

    23. February 2017 um 13:42

    Neben Peter May gibt es kaum einen schottischen Krimiautor, der die Fähigkeit hat, Gegenwärtiges und Vergangenes, gepaart mit grandiosen Landschaftsbeschreibungen, stimmig in eine spannende Geschichte zu verpacken, weshalb mich auch eine gewisse Wehmut ergriffen hat, als ich „Moorbruch“, dessen abschließenden Band der Lewis-Trilogie (kürzlich in einer ausgezeichneten Übersetzung bei Zsolnay erschienen), beendet hatte. Glücklicherweise gibt es auch im Krimibereich ein monatliches Ranking, aus dem ich mir regelmäßig Lesetipps hole. Und in der Bestenliste Februar belegt der schottische Newcomer Mark Douglas-Home den neunten Platz mit seinem ersten Cal McGill-Kriminalroman „Sea Detective: Ein Grab in den Wellen“. Neuer Autor, Schottland und ein ungewöhnlicher Protagonist, mein Interesse war geweckt…und ich wurde nicht enttäuscht! Die Handlung wird durch verschiedene Stränge bestimmt, die ineinandergreifen und sich teilweise überlappen, wobei sowohl Erzählperspektive als auch Handlungsort wechselt. Das verbindende Element ist der unkonventionelle Protagonist Cal McGill, kein klassischer Polizist/Detective, sondern ein Meeresbiologe und Umweltaktivist. Polizeibekannt durch seine aufsehenerregenden Pflanzaktionen in Politikergärten, mit der er die Öffentlichkeit auf den globalen Klimawandel hinweisen möchte. Und ein Experte, wenn es um Meeresströmungen und an Land gespültes Treibgut geht, dessen Weg er mit Hilfe einer Computersimulation nachverfolgen kann. Eine Fähigkeit, die die Polizei von Edinburgh dringend benötigt, da an der Küste abgetrennte Füße angespült worden sind. Da Detective Helen Jamison bei ihrem Vorgesetzten auf taube Ohren stößt, beschließt sie hinter dessen Rücken McGill um Hilfe zu bitten. Relativ zeitgleich versteckt sich Basanti, eine indische Jugendliche in unmittelbarere Nähe von McGills Wohnung und sieht bei einem Blick durch dessen Fenster ein Bild ihrer spurlos verschwundenen Freundin Preeti. In Rückblenden erfährt man, dass die beiden Bedia-Mädchen von ihren Familien als Kapital genutzt und für ein Leben als Prostituierte (Dhandewali) erzogen wurden. An Menschenhändler verkauft, gelangten sie nach Großbritannien, wurden von Zuhälter an Zuhälter weitergereicht, und später, wenn diese keine Verwendung mehr für die Mädchen hatten, wie Müll entsorgt. Preeti musste dieses Schicksal erleiden, aber Basanti konnte ihren Peinigern entkommen und muss sich nun vor ihnen verstecken. Die besondere Note erhält dieser Kriminalroman aber durch einen besonderen Aspekt der Familienhistorie des Protagonisten, dessen Großvater unter ungeklärten Umständen im Zweiten Weltkrieg vor der schottischen Küste ums Leben kam. Um Licht ins Dunkel zu bringen, reist McGill nach Eilean Iasgaich, der (fiktiven) kleinen Fischerinsel an der Westküste. Heimat für seine Familie bis zum Tod des Großvaters. Was ist damals geschehen, und warum begegnen ihm fast alle Inselbewohner  mit unverhohlener Feindseligkeit? Der sehr gut durchdachte Plot, die Kompetenz in der Vermittlung der ozeanografischen Themen, die detaillierten Charakterisierungen, die gelungene Verknüpfung von Familiengeschichte und aktuellen Vorkommnissen und schlussendlich die Landschaftsbeschreibungen, die die Vorstellungskraft des Lesers befeuern, machen aus diesem Debüt ein unerwartet eindrückliches Leseerlebnis. Sehr empfehlenswert!

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  • Ein recht guter Start einer neuen Serie

    Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

    tootsy3000

    10. February 2017 um 13:11

    Ein außergewöhnliches Ermittlerteam, welches sich in diesem Krimi zusammenfindet. Obwohl die Zusammenarbeit eher Nebensache ist, nur auf verhältnismäßig wenigen Seiten findet man Cal und Helen zusammen, hatte ich ein ausgesprochen gutes Leseerlebnis. Die Kombination aus Krimi und Thriller ist dem Autor sehr gut gelungen. Der Großteil der Handlung spielt sich rund um Cal McGill ab, obwohl der Roman eigentlich aus drei unterschiedlichen Handlungen besteht. Das Schicksal seines Großvaters, den er nie kennen gelernt hat und der im zweiten Weltkrieg im Meer verschollen ist, lässt ihn nicht los. Seine Ex-Frau Rachel bringt ihn mit einer Frau zusammen, welche seinen Großvater kannte. Allmählich deckt Cal die Wahrheit über das Verschwinden seinen Großvaters auf. Zur selben Zeit bittet ihn Detective Helen Jamieson ihr bei ihrem aktuellen Fall mit den abgetrennten Füßen zu helfen. Und auch ein verschrecktes Indisches Mädchen taucht in seiner Wohnung unter und bittet Cal ihr zu helfen die Mörder ihrer Freundin zu finden. Die Spannung baut sich nur recht langsam auf. Das liegt wohl daran, dass Cals Familiengeschichte viel Platz in diesem Kriminalroman einnimmt. Auch wenn das sehr gut zu lesen war, hat es der Handlung einiges an Nervenkitzel genommen. Erst zum Ende hin wurde es richtig temporeich. Fast zu schnell löste sich dann alles auf. Mein Fazit: Ein gelungenes Debüt mit einem interessanten Hauptcharakter. Schade fand ich, dass den spannenden Nebenhandlungen zu wenig Raum blieb um sich auf den 400 Seiten krimimäßig gut zu entfalten. Allerdings ist der Roman der Auftakt einer Reihe, vielleicht sollte man auf diese Art Cal McGill kennenlernen?

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  • Ein Orkan der Krimi Literatur

    Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

    schreibwasueber

    20. January 2017 um 21:00

    Das Meer entscheidet, was es zu welchem Zeitpunkt preisgeben will. Dies erfährt der „Sea Detective“ Cal McGill in Mark Douglas-Home’s „Ein Grab in den Wellen„, erschienen bei Rowohlt, am eigenen Leibe. Füsse in Turnschuhen, die angespült werden. Ein ertrunkenes, indisches Mädchen und ein verschollener Großvater, der am Ende gar nicht so verschollen ist.Genial verwobene Handlungsstränge halten den Leser auf jeder der insgesamt 396 Seiten gefesselt.Zum Einen ist da der Ozeanologe und Umweltaktivist Cal McGill, der durch eigenwillige Aktionen in das Fadenkreuz der Polizei gerät. Zum Anderen die Vergangenheit der eigenen Familie und der diskreditierte Großvater, deren Aufklärung McGill überhaupt erst zur Ozeanologie gebracht hat und über deren Zeitpunkt der Aufklärung am Ende das Meer und die Schatten der Vergangenheit entscheiden. Dann ist da Helen Jamieson, eine engagierte Polizistin, die die Notwendigkeit erkennt, Cal McGill in Ermittlungen zur Aufklärung eines Falls von angeschwemmten Füssen ohne Körper einzubinden sowie das indische Mädchen Basanti, verkauft, benutzt und weggeworfen wie so viele vor ihr, dass ohne die Hilfe von Cal McGill keine Chance auf ein Überleben hat. Ob Cal McGill das alles gelingt, muss der Leser selbst herausfinden. Soviel sei gesagt: Am Ende hängt vieles von den Launen des Meeres ab, wie die Fälle ausgehen und welche Abgründe orkanartig an die Oberfläche gespült werden. „Sea Detective – Ein Grab in den Wellen“ ein fesselndes Buch von Mark Douglas-Home, dem hoffentlich noch einige folgen. Mehr auf schreibwasueberPUNKTde

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