Mark Z. Danielewski Only Revolutions

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Inhaltsangabe zu „Only Revolutions“ von Mark Z. Danielewski

On the road. In einem Auto, das sich ununterbrochen von einer Marke in die nächste verwandelt – vom Shelby Mustang bis zum Sumover Linx – jagen Hailey und Sam durch zweimal hundert Jahre, vom amerikanischen Bürgerkrieg bis zum Kalten Krieg und von der Bürgerrechtsbewegung bis zum Irakkrieg, preschen runter nach New Orleans, den Mississippi hinauf und quer durch Montana. Bei ihrem Versuch, am Ende sogar die Geschichte zu überholen, spalten sie die ganze Nation. Ein typographisches Kunststück und eine atemberaubende Liebesgeschichte, die von beiden Seiten gelesen werden kann: von vorne nach hinten und von hinten nach vorne.

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  • Only Revolutions

    Only Revolutions
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    09. January 2016 um 18:41

    Only Revolutions ist kein einfaches Buch. Keins, das man mal so eben zwischendurch lesen kann. In der Bahn zum Beispiel. Wäre auch etwas umständlich, denn der Verlag empfiehlt, es nach jeweils acht Seiten zu wenden und von der anderen Seite weiterzulesen. Erzählt wird die Geschichte von Sam und Hailey, zwei sechszehnjährigen Ausreißern; und zwar einmal von Sam und einmal von Hailey – daher auch die Wendemanöver. Die beiden sind auf dem Weg quer durch die USA, quer durch die Zeit – die Geschichte beginnt bei Sam 1863 und endet bei Hailey zweihundert Jahre später. Wie das geht? Weil sich beide geschworen haben für immer 16 zu bleiben, darum. Eine Liebesgeschichte jenseits aller Klischees, jenseits von Romeo und Julia. Es dauert eine Weile, bis man sich mit Mark Z. Danielewskis Sprache anfreunden kann, bis man in die Geschichte eintaucht und begreift, worum es überhaupt geht. Die Sprache erinnert eher an Lyrik als an Prosa, die Sätze sind oft unvollständig, abgehackt, die Sprachbilder dafür umso gewaltiger. Wer sich auf die Schönheit dieser Sprache einlassen kann, wird Only Revolutions sehr genießen, denn oft beruht das Wesentliche der Geschichte nur auf seiner Wortgewalt. Vielleicht trifft die Bezeichnung lyrischer Roman es am ehesten – aber eigentlich kann man keine Schublade für dieses Buch finden. Weiterlesen

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  • Rezension zu "Only Revolutions" von Mark Z. Danielewski

    Only Revolutions
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    01. July 2012 um 14:21

    Poem-Zeitreise im prallen Lebensrausch Wenn die Übersetzer das Buch beginnen (aus beiden Leserichtungen übrigens, die parallel zueinander gestaltet sind) mit einem Dank an die Möglichkeit des ungestörten Arbeitens im Wallis „und dadurch die Abgründe dieser an unsere Grenzen führenden Übersetzung mit köstlicher Bergluft imprägniert haben“, dann deutet sich schon an, dass hier in Form und Stil ein Buch der ganz anderen Art vorliegt. Ein Buch, bei dem jede Doppelseite aus vier Cantos zu je 90 Worten besteht, die „im Sinne des „de revolutionibus“ eine je völlige Umdrehung des Kreises ergeben. Ein Buch, bei dem der Verlag im Klappentext darauf hinweist, dass es sinnvoll ist, nach je 8 Seiten zwischen den beiden Perspektiven der Geschichten hin- und her zu wechseln. Ein Buch, dass allein vom Druck und von der Gestaltung her Aufwand vorzuweisen hat, um dem Inhalt in bestmöglicher Weise zu korrespondieren. Daher liest man das Buch von beiden Seiten, einerseits die Geschichte Sams, andererseits die Geschichte Haileys, zwei 16jährige amerikanischer Teenager, die mit dem Erwerb des Führerscheins durch Zeit und Raum, ewig 16jährig, reisen und eben Zeit und Raum erleben. Oder auch nur sich selbst, je nachdem, wie man es versteht. Eigentlich nur vier Monate lang, im Gesamten aber über (mindestens) 200 Jahre. Natürlich auf je 360 Seite pro Person, auch wenn beide zusammen reisen. Wobei 16jährig letztlich nicht für ein ganz konkretes Alter steht, sondern in Amerika seit langem den Zeitpunkt individueller Freiheit beschreibt. Mit 16 gibt es den Führerschein, mit 16 darf man offiziell Sex haben, mit 16 ist jene Lebensphase gemeint, die endlich drauf los stürmen darf ------(und die in diesem Buch tatsächlich drauf los stürmt). Zu jeder Zeit, zu jedem Ereignis. Im entsprechenden Auto. Denn der Wagen, mit dem Hailey und Sam unterwegs sind, ändert sich , je nach Phase, in der die beiden unterwegs sind. Von 1863 bis 1963 (aus der Sicht von Sam) und von 1963 (nahtlos anschließend) bis 2005 reicht dabei der mitlaufende Text der „Ereignisse“. Wobei das Buch über diesen Zeitraum hinausweist, aber das ist wieder eine andere Sache. Und wie das alles zusammenpasst mit der Liebe, der Freiheit, dem Roadtrip und der Sklaverei und Kennedys Ermordung und den vielen anderen Sachen, da ist doch der Leser äußerst gefordert in seinem Interpretationsvermögen., Klingt kompliziert. Ist es auch. Dieses ständige hin- und herwechseln samt Drehen des Buches, dieser Taumel durch die „großen“ (und vielen kleinen) Ereignisse der Weltgeschichte im kleinen Auto und Binnenkosmos von Hailey und Sam. Die „äußere“ Geschichte wird fortlaufend neben dem eigentlichen Text erläutert, das „Innenleben“ in teils stark ausgereizter poetischer Form dargestellt. „Und hier wird Ragtime geschoben. Das ist halt Großstadt. London, Kairo, Berlin, Kiew, Bagdad, Dublin, Tokio. Prost auf St. Louis. Weit weg. Nahe bei. Alles. Herrenlos..... „Hast Du einen Augenblick Zeit“ schleicht Sam zu mir.... „Na klar, Süßer“..... „Komm her“.... Küsst mich sanft auf die Wange......“ Lebensrausch im Vorbeifahren und je kurzem verweilen, Liebe, Sex und Freiheit, Assoziativ und Abgehackt, es braucht Nerven, sich auf dieses Kaleidoskop der ständigen Eindrücke und Verzahnungen einzulassen und entwickelt dann doch bei der Lektüre einen ganz eigenen Rhythmus, einen emotionalen Einblick in ein hervorströmendes Leben aus dem Augenblick heraus in den vielen Augenblicken der Jahrzehnte und Jahrhunderte. Einfach aus einer inneren Sicht alltäglicher Dinge auf dem Road Trip, die im ständigen Fluss der Gedanken sich darstellt Ein großes Lob an die Übersetzer, das verbleibt vor allem nach der Lektüre im Raum, denn sich in diesem dichten Dickicht der Worte nicht zu verlieren, die Form der 90 Worte beizubehalten und den ständig assoziativen Hintergrund des Geschehens in einer anderen Sprache mitschwingen zu lassen, das ist eine große Leistung. Ebenso wie die absolut mitreißende und komplexe äußere Gestaltung des Buches, in dem jede Seite eine Vielzahl von Entdeckungen bereit hält. Nur, wie das so zusammengehört, da wird es eben eng im Kopf..... Ob das nun gefällt, ob sich der Leser an diese Form heranwagt, ob dieses überschäumende ständig vor sich hin Strebende ankommt, das ist vorher nicht einzuschätzen, da muss jeder Leser seine eigenen Erfahrungen mit machen.

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  • Rezension zu "Only Revolutions" von Mark Z. Danielewski

    Only Revolutions
    Rukhi

    Rukhi

    19. April 2012 um 21:50

    "Only Revolutions" ist eine Herausforderung. Das ist das Beste was mir nach dem Lesen zu dem Buch einfällt. Ich hatte viele Erwartungen an "Only Revolutions". Die Beschreibung versprach eine spannende Geschichte, außerdem hatte ich noch nie ein Buch in der Hand gehalten, welches man von vorne und von hinten lesen kann. Nach der Leseprobe gefiel mir auch die Art der Sprache sehr gut; als Sprachbegeisterte gefallen mir Autoren, die noch mit Sprache zu spielen wissen. (Nachdem ich es gelesen habe: RESPEKT an die Übersetzer!). Only Revolutions besteht pro Doppelseite aus vier Cantons zu je 90 Worten. Es wird vom Verlag empfohlen, das Buch nach jeweils 8 Seiten umzudrehen und von der anderen Seite 8 Seiten zu lesen. Ich muss leider dazu sagen, diese Information findet sich nur ganz klein auf dem Umschlag. Wenn ihr wie ich seid, ist das Erste was ihr tut, den Umschlag abnehmen. Wenn ihr dann mit einem so wunderschönen Hardcover konfrontiert werdet, geht die kleine Information schon mal unter. Als jemand der also beides versucht hat, in einem Rutsch durchlesen und nach 8 Seiten umdrehen, kann ich euch sagen: dreht das Buch nach 8 Seiten um. Das stört ein wenig den Lesefluss und die Konzentration, aber es erleichtert das Lesen ungemein. Konzentration ist dabei aber eigentlich das Stichwort. Für mich war das Lesen unheimlich anstrengend. Am Anfang ging es noch, aber so nach 50 Seiten aus jeder Richtung mit ständigem hin und herdrehen, ist es richtig anstrengend noch etwas von der Geschichte zu verstehen. Irgendwann versteift man sich so sehr darauf, dass jetzt irgendwie zu lesen und zu verstehen, dass man dann doch gar nichts mehr versteht. Legt man das Buch aber zu lange zur Seite, ist es auch schwer sich wieder in die Situation einzulesen in der man vorher war. Es ist also alles nicht so einfach. Deswegen mein Fazit: "Only Revolutions" ist eine Herausforderung. Ich würde vorschlagen: lest es und findet dabei einen Rhythmus, in dem euch das Buch Spaß macht. Ein Buch wie "Only Revolutions" werdet ihr kein zweites Mal in der Hand halten. Für die ganze Aufmachung gibt es von mir einen Stern extra, ich könnte mich in dem Hardcover verlieren. Bei jedem Blick darauf entdeckt man etwas Neues.

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  • Rezension zu "Only Revolutions" von Mark Z. Danielewski

    Only Revolutions
    Boris

    Boris

    29. March 2012 um 18:45

    Ich kann dieses Buch nicht bewerten, ich kann es nicht zu Ende lesen. Ich habe jetzt knapp 100 halbe Seiten von vorne und von hinten geschafft und kapituliere... Ich habe "Das Haus" sehr gerne gelesen, habe mich über die absurde "Story" gefreut, das grafische Konzept des Buches genossen. Und jetzt das! Es gibt zwei Möglichkeiten...Ich bin zu dumm und habe keine Geduld, oder das Buch ist ein Fall von "der Kaiser ist nackt". Auf der einen Seite bemerke ich schon den "Kunstwillen" des Autors, der Sprachgewalt und der seiner Übersetzer, aber was will er mir erzählen? Ich habe irgendwann angefangen den Text laut zu lesen. Hat geholfen die Poesie, die lautmalerischen Qualitäten des Textes zu genießen. Dann habe ich gemerkt, daß ich beim lesen nicht wußte wer redet: Der Junge...das Mädchen...befinde ich mich im 19. oder im 20. Jahrhundert....der Blick auf die "Anmerkungen" hilft natürlich, aber je mehr ich gelesen habe, wuchs die Distanz zwischen mir und dem Text. Schade...mal wieder ein Buch auf das ich mich sehr gefreut habe und mich ratlos zurückläßt.

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