Medici - Die Macht des Geldes

von Matteo Strukul 
2,6 Sterne bei54 Bewertungen
Medici - Die Macht des Geldes
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Positiv (8):
CarolinaUnckells avatar

Ich liebe Italien und finde es toll etwas geschichtliches zu erfahren was spannend verpackt ist !

Kritisch (24):
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Grottenschlecht

Alle 54 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Medici - Die Macht des Geldes"

Morde, Intrigen, Verschwörungen: die Medici und ihr blutiger Weg zur Macht.
Florenz im Februar 1429: Als der Bankier Giovanni de‘ Medici stirbt, hinterlässt er ein enormes Vermögen und ein hervorragend funktionierendes Netzwerk. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo sollen gemeinsam die Leitung von Familie und Geschäft übernehmen. „Politisch nüchtern, im eigenen Leben maßvoll zurückhaltend, aber entschlossen im Handeln“ – das sind die fundamentalen Verhaltensregeln, die Giovanni seinen Söhnen sterbend aufträgt. Doch so einfach lässt sich sein letzter Wunsch nicht erfüllen, denn Giovanni hatte mächtige Feinde. Vor allem der verschlagene und blutrünstige Rinaldo degli Albizzi kennt nur ein Ziel: die Vorherrschaft in Florenz zu übernehmen. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442486625
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:20.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Ginevras avatar
    Ginevravor 9 Monaten
    Prämie für schlüpfrige Szenen??

    Klappentext:
    "Florenz im Februar 1429: Als der Bankier Giovanni de‘ Medici stirbt, hinterlässt er ein enormes Vermögen und ein hervorragend funktionierendes Netzwerk. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo sollen gemeinsam die Leitung von Familie und Geschäft übernehmen. „Politisch nüchtern, im eigenen Leben maßvoll zurückhaltend, aber entschlossen im Handeln“ – das sind die fundamentalen Verhaltensregeln, die Giovanni seinen Söhnen sterbend aufträgt. Doch so einfach lässt sich sein letzter Wunsch nicht erfüllen, denn Giovanni hatte mächtige Feinde. Vor allem der verschlagene und blutrünstige Rinaldo degli Albizzi kennt nur ein Ziel: die Vorherrschaft in Florenz zu übernehmen. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht ..."


    Matteo Strukul ist ein promovierter italienischer Jurist und Schriftsteller, geb. 1973.Er veröffentlichte u.a. Biografien, Sachbücher und Comics.


    Dieses Buch über die berüchtigte Familie Medici hatte ich (trotz schlechter Bewertungen im Internet) schon lange auf der Wunschliste, und vor einer geplanten Florenz-Reise habe ich es jetzt endlich geschafft - doch leider hat es mich sehr enttäuscht. Anfangs bekommt man noch einen ganz guten Einblick in die damalige Zeit, der Erzählstil ist flüssig, die Handlung ist aber ziemlich einseitig: etwas Geschichte, ein paar tolle Beschreibungen von Landschaft und Stadtleben, blutige Kämpfe, abgehackte Glieder - und heiße Bettszenen. Als zum dritten Mal in eine Brustwarze gebissen wurde, hätte ich das Buch fast abgebrochen, aber dann hat mich Lorenzo di Medicis Geschichte doch interessiert. 

    Insgesamt kam mir der historische Aspekt viel zu kurz, man erfährt nichts über die Bankgeheimnisse der Medici, ihr Erfolg wird fast nur auf Intrigen und blutrünstige Kämpfe zurückgeführt.
    Fazit: oberflächliche Unterhaltung, schade für dieses spannende Thema! 2 von 5 Sternen.

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    Condessadelanits avatar
    Condessadelanitvor einem Jahr
    eine nicht so ganz überzeugende Geschte über die Medici

    Medici. Die Macht des Geldes
    Gelesen von Johannes Steck   e
    ine gekürzte Hörbuchfassung

     

    Inhalt:

    Florenz im Februar 1429: Als der Bankier Giovanni de‘ Medici stirbt, hinterlässt er ein enormes Vermögen und ein hervorragend funktionierendes Netzwerk. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo sollen gemeinsam die Leitung von Familie und Geschäft übernehmen. „Politisch nüchtern, im eigenen Leben maßvoll zurückhaltend, aber entschlossen im Handeln“ – das sind die fundamentalen Verhaltensregeln, die Giovanni seinen Söhnen sterbend aufträgt. Doch so einfach lässt sich sein letzter Wunsch nicht erfüllen, denn Giovanni hatte mächtige Feinde. Vor allem der verschlagene und blutrünstige Rinaldo degli Albizzi kennt nur ein Ziel: die Vorherrschaft in Florenz zu übernehmen. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht …

    Meinung:

    Das Buch erzählt die Geschichte der zwei Brüder Medici auf eine recht humorlose und teilweise recht trockene Art. Dieser Erzählstil zieht sich durch die verschiedenen Lebensereignisse der beiden Brüder.

    Es beginnt mit dem Tod von Giovanni, der eigentliche Chefs des Mediciclans. Weiter geht es mit der Verschwörung von Florenz, einigen Kriegsverhinderungen und dem Verschieben beträchtlicher Geldsummen. Dazu wird über die Verbannung der Brüder nach Venedig erzählt und wie sie sich ihren Platz in der Gesellschaft zurück erkämpfen.

    Insgesamt wirkt die Erzählung auf mich sehr trocken.  Die verschiedenen Ereignisse hätten nach meiner Meinung ruhiger mehr ausgeschmückt werden können, so dass man die Charaktere besser kennenlernen könnte und ein aussagekräftiges Bild bekommen kann. So bleiben die Brüder Lorenzo und Cosimo eher blass und eine Spur langweilig.

    Zuerst wurde eigentlich der Palazzo gebaut, wovon in der Geschichte kaum etwas erzählt wird. Einige Passagen sind großartig erzählt, wie das Kostümfest oder einige Morde. Jedoch ist das Großartige auch schnell wieder verflogen, und der eigentliche Zauber der Geschichte ist vorbei. Das hat mir nicht so gut gefallen.
    Nach meiner Meinung hätte man aus der Geschichte deutlich mehr machen können. Der Autor kann wunderbar schreiben, zeigt dies jedoch zu wenig, so dass aufkommende Spannung schnell wieder dahin ist.

    Anstelle der Medicibrüder sind für mich die wahren Helden der Geschichte Reinhard Schwartz und Laura. Er ist ein deutscher Söldner. Sie ist eine Kurtisane, Geliebte, Wahrsagerin und eine Frau, die alles ist, was sie sein muss um in der Zeit zu überleben.

    Laura und Reinhard haben eine ziemlich aufregende Liebesgeschichte. Beide sind sehr lebensfroh, etwas chaotisch und haben Esprit. Man konnte die Handlungen der beiden gut nachvollziehen. Beide verkörpern das, was die Medicibrüder nicht sind.

    Am Schluß wird mit einem Cliffhanger Spannung erzeugt, dass man sich auch ja das nächste Buch kauft, damit man nichts verpasst. So richtig bin ich mit dem Buch nicht warm geworden. Vieles wirkte auf mich ohne Zusammenhang. Dies kann natürlich an der gekürzten Hörbuchfassung liegen.

     

    Sprecher:

    Johannes Steck versucht alles aus der Geschichte herauszuholen was geht. Nur leider schafft er es nicht so ganz. Was wohl mehr an der Geschichte liegt als an dem Sprecher. Ohne ihn wäre das gesamte Hörvergnügen nicht da gewesen. Er schafft es an den richtigen stellen Spannung rein zubekommen und die unterschiedlichen Charaktere darzustellen

     

    Fazit:

    Ich hatte mir mehr vorgestellt. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Über die Medicifamilie erfährt man einen kleinen Ausschnitt aus ihrer Geschichte. Zahlen und Fakten, die man auch in einem Geschichtsbuch oder bei Wikipedia findet.
    Laura und Reinhart haben mir am besten gefallen, wobei die beiden mit der eigentlichen Geschichte der Medici nichts zu tun haben.
    Sehr gut gefallen hat mir auch der Sprecher der dem Hörbuchfassung ein wenig Charme verbreitet

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    Sarah_Knorrs avatar
    Sarah_Knorrvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr detaillreicher Roman über die Bankiersfamilie, dennoch war es sehr schwer, sehr zäh zum Lesen.
    Trotz des Inhaltes konnte mich der erste Band der Reihe leider nicht überzeugen..

    Zum Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten, dennoch schön.
    Zu sehen ist in der Mitte ein rotes Siegelzeichen, das der Familie Medici. Jedes der Bänder lässt sich an Hand der Farbe erkennen. Mir gefällt das Cover sehr sogar.

    Zum Inhalt: Ich bin sehr historisch interessiert. Dementsprechend war meine Vorfreude groß.
    Da ich auch die Serie "Die Medici - Herrscher von Florenz" kenne und davor gelesen habe, war ich sehr begeistert, dass sich einige Handlungsstränge dem der Serie übereinstimmten.
    Was mir auch noch aufgefallen ist, ist, dass der Autor Matteo Strukul im Laufe des ganzen Romans vor allem die Liebe der Brüder zueinander deutlich gemacht hat. Auch wenn die Brüder unterschiedlicher nicht sein durften.  

    Zum Schreibstil: Da ich mich zuvor sehr auf das Buch gefreut habe, muss ich ehrlich zugeben, dass es echt schwer war dieses zu lesen. 
    Es lag nicht an der Seitenzahl, aber vor allem daran, dass es sehr schwer, sehr zäh zum Lesen war.
    Das Orginal kommt aus dem Italienischen. 
    Dementsprechend gab es auch in der deutschen Übersetzung italienische Fachbegriffe, zu dem es am Ende des Buches ein Glossar gibt. Was ich zunächst für sehr positiv empfand, da ich null italienisch Kenntnisse besitze. Doch im Laufe des Buches gab es noch mehrere Fachbegriffe, die leider im Glossar nicht erwähnt waren.
    Außerdem gab es des Öfteres einen Zustrom an Namen. Um darüber die Übersicht zu behalten, musste ich wirklich die Seite oder auch die Seiten mehrmals lesen.
    Generell war es so, dass ich einige Stellen mehrmals lesen musste.


    Mein Fazit:
    Auch wenn es mich historisch gesehen interessiert, konnte es mich nicht begeistern. Und deshalb kann ich dem ersten Band nur 3 von 5 Sternen geben.

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    B
    bookwalkervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Historienroman über die Gebrüder Medici und das Frühe Florenz; ein Muss für jeden, der etwas mehr über die italienische Geschichte lesen mag
    Rezension zu Medici - Die Macht des Geldes von Matteo Strukul

    Das Buch ist sehr gut geschrieben, man hat jedoch oftmals Probleme mit den vielen verschiedenen italienischen Namen und Begriffen in dem Buch. Die beiden Sichtweisen von Cosimo und Lorenzo di Medici werden sehr schön beschrieben und es bleibt immer spannend. Wenn man ein bisschen etwas über die Entstehung der Santa Maria del Fiore und vorallem etwas über die Geschichte Florenz', dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen. Im ersten Teil der Triologie wird die Familie Medici von allen Seiten beleuchtet, vorallem damit, wie sie Florenz erblühen liessen. Es hält sich ziemlich genau an die Vorfälle, die im 15. Jahrhundert passiert sind. Mir hat das Buch, bis auf die Probleme mit den italienischen Namen und Begriffen, die mir das flüssige Lesen etwas erschwert hatten, ziemlich gut gefallen! :) ein Muss für alle Historienroman-Liebhaber!

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    yana27s avatar
    yana27vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Grottenschlecht
    Grottenschlecht!

    Was habe ich mich gefreut, daß ich ein Exemplar "Medici- Die Macht des Geldes" gewonnen habe! Endlich erfahre ich näheres über die berühmte Medici Familie: wie kamen sie zu Reichtum, wie haben sie die Politik beeinflußt? Umso enttäuschter war ich, als ich die ersten 100 Seiten gelesen habe. Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Giovanni Medici, der sein Vermögen seinen zwei Söhnen Cosimo und Lorenzo. Erfährt man, wie die Medicis zu Reichtum gekommen sind? Nein. Erfährt man überhaupt etwas von den Medicis? Nein. Überhaupt keine historischen Fakten und geschichtliche Kenntnisse. Stattdessen werden mit  italienische Namen um sich geschmissen, wo überhaupt nicht beschrieben wird, wer diese besagte Person überhaupt ist und was für Ziele sie überhaupt verfolgt. Ach ja, es gibt noch eine "Liebesgeschichte"  von zwei Nebenfiguren : Laura und einem Schweizer. Die beiden fungieren als Nebenfiguren, welche das Buch mit unnötigen Sexszenen aufpeppen soll. Aber wenn der Autor schon so eine Pampe hingeklirrt hat, da retten diese armseligen Pfefferkörner die Geschichte nicht mehr. Ich habe mich wirklich bemüht, dieses Buch durchzulesen, da ich in eine Leserunde eingebunden war, aber ich konnte mich echt nicht durchringen, es zu Ende zu lesen, dafür ist mein SUB einfach zu hoch. Normalerweise bin ich bei Leserunden diszipliniert und nehme aktiv teil, aber bei diesem Buch habe ich kläglich versagt. Das Lovelybook Team möge mir verzeihen. Leider muss man hier wenigsten 1 Stern vergeben. Ich hätte Null Sterne vergeben, wenn es möglich wäre.


    Mit Grausen habe ich gelesen, daß es für dieses Buch noch einen 2. und 3. Teil geben soll. 


    R.I.P ihr armen Bäume, die für so einen literarischen Müll ihr Leben lassen müssen!

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    thebookpassions avatar
    thebookpassionvor einem Jahr
    Verschenktes Potenzial

    Wir schreiben das Jahr 1429 in Florenz. Die Familie Medici hat sich bereits einen Namen gemacht und es wimmelt nur so vor Feinden. Als das Familienoberhaupt Giovanni de‘ Medici stirbt sehen seine Feinde endlich eine Chance die Macht der Familie an sich zu reißen. Cosimo und Lorenzo, die Söhne des verstorbenen Oberhauptes, müssen fortan das Netzwerk der Familie leiten, das Geld verwalten und sich gegenüber den Feinden der Familie behaupten.

    „Medici - Die Macht des Geldes“ ist voller Intrigen, Macht, Gewalt und Sex. Genau diese Themen habe ich auch bei einem Roman über einer der mächtigsten Familien Italiens erwartet. Aufgrund vorheriger Rezensionen war mir klar, dass es sich bei diesem Roman nicht unbedingt um historisch fundierte Geschichte handelt und der Autor eher auf die künstlerische Freiheit zurückgreift.

    Man begleitet die beiden Brüder bei ihrem Kampf gegen die Feinde der Familie und den Versuch die Familie in einem noch stärkeren Glanz erstrahlen zu lassen. Der Roman hat durchaus Potenzial. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, wirkt dabei jedoch nicht zu salopp oder unpassend. Die doch recht kurzen Kapitel haben mir einzeln betrachtet daher durchaus zugesagt. Doch leider gelingt es dem Autor nicht, die vielen Kapitel zu einem großen ganzen Zusammenzufügen. Auch die großen Zeitsprünge zwischen den einzelnen Kapiteln, erleichtern es dem Autor nicht einen roten Faden in die Geschichte zu bringen. Zeitweise empfand ich den Roman eher als eine Kurzgeschichtensammlung.

    Aufgrund der Unterteilung des Romans erhalten die Figuren keinen Raum sich wirklich zu entfalten und so ist es mir nicht gelungen eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, dies hatte zur Folge, dass ich weder mitgefiebert habe und mich der Verlauf der Geschichte nicht fesseln konnte. Insgesamt wirkte die Figuren daher eher flach und ich konnte die Entscheidungen oft nicht nachvollziehen.

    Insgesamt konnte mich „Medici - Die Macht des Geldes“ nicht überzeugen. Die Figuren wirken auf mich zu farblos und zu oft hatte ich das Gefühl, dass sich der Autor in der Geschichte verliert und seinen roten Faden aus dem Auge verloren hat. Die Kapitel bilden keine harmonische Story.

    (c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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    PMelittaMs avatar
    PMelittaMvor einem Jahr
    Sollte man sich besser nicht antun

    1429 stirbt in Florenz Giovanni de'Medici, seine Söhne Lorenzo und Cosimo übernehmen die Geschäfte.

    Ich mag historische Romane, vor allem, weil sie mich normalerweise in eine fremde Zeit entführen, mir die damaligen Menschen nahe bringen, mich politische und gesellschaftliche, aber auch persönliche Situationen verstehen lassen, mir ein Bild der Zeit vermitteln.

    All dies ist Matteo Strukul nicht gelungen. Er erzählt Episoden aus dem Leben der beiden Florentiner, wobei er seinen Fokus auf Cosimo setzt. Jedoch wirken diese eher blitzlichtartig, ohne wirkliche Verbindung. Die Hintergründe der meisten Szenen bleiben unklar, die Charaktere blass, nicht einer kommt mir als Leser nahe, gesellschaftliche und politische Strukturen werden nicht vermittelt. Im Grunde müsste ich als Leser mich erst einmal in alle Hintergründe einlesen, um dem Roman einigermaßen folgen zu können – aber eigentlich sollte mir das der Roman selbst vermitteln.

    Der Roman ist zudem gespickt mit Namen, oft von Personen, die nur kurz auftauchen, kaum wesentliche Bedeutung haben. Ein Personenregister, das die Zuordnung erleichtern könnte, sucht man leider vergebens. Der Stammbaum zu Beginn hilft kaum, er bezieht sich nur auf die Medici und umfasst auch zukünftige Generationen. Cosimos hier aufgezeichneten illegitimen Sohn sucht man zudem im Roman vergebens.

    Eigentlich sollten, folgt man dem Titel, die Medici im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Das tun sie aber nur zum Teil, jedenfalls die Personen betreffend. Oft scheinen der Söldner Reinhardt Schwartz und vor allem die Parfümverkäuferin Laura Ricci die Hauptcharaktere zu sein, letztere ist auch die Einzige, die der Leser etwas besser kennen lernt. Beides sind fiktive Charaktere und wären für die Geschichte der Medici nicht wesentlich.

    Viele „Handlungs“elemente erfährt man per Dialog, was nicht unbedingt schlecht sein müsste, es hier aber ist, denn die Dialoge sind meist schlecht, wie überhaupt der allgemeine Erzählstil, schwülstig, banal, uninteressant, langweilig. Was mich interessieren würde, erfahre ich nicht, dafür muss ich schlechte Sexszenen lesen oder umfangreiches Abschlachten (nicht nur in Schlachten).

    Dem Roman sollen noch zwei Bände folgen, die weitere herausragende Medici-Persönlichkeiten beleuchten sollen. Lesen werde ich sie ganz sicher nicht, ich habe mich schon durch diesen Band gequält und ihn nur zu Ende gelesen, weil ich mich dazu verpflichtet hatte. Ganz sicher finde ich bessere Romane über diese Florenzer Familie.

    Mich hat dieser Roman einfach nur enttäuscht, keine einzige meiner Erwartungen erfüllt, ich vergebe daher nur 1 Stern und statt den Roman zu empfehlen, warne ich lieber davor.

    Kommentare: 9
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    wampys avatar
    wampyvor einem Jahr
    Eine einzige Enttäuschung


    Buchmeinung zu Matteo Strukul – Medici – Die Macht des Geldes


    „Medici – Die Macht des Geldes“ ist ein Historischer Roman von Matteo Strukul, der 2017 bei Goldmann in der Übersetzung von Christine Heinzius und Ingrid Exo erschienen ist. Die Originalausgabe erschien 2016 unter dem Titel „I Medici. Una dinastia al potere“. 


    Zum Autor:


    Matteo Strukul wurde 1973 in Padua geboren. Er hat Jura studiert und in Europäischem Recht promoviert. Er gehört zu den neuen Stimmen der italienischen Literatur und hat sich bisher vor allem als Autor von Thrillern einen Namen gemacht, die für die wichtigen italienischen Literaturpreise nominiert wurden. Strukul lebt mit seiner Frau Silvia abwechselnd in Padua, Berlin und Transsilvanien. 


    Klappentext:


    Morde, Intrigen, Verschwörungen: die Medici und ihr blutiger Weg zur Macht. 


    Florenz im Februar 1429: Als der Bankier Giovanni de‘ Medici stirbt, hinterlässt er ein enormes Vermögen und ein hervorragend funktionierendes Netzwerk. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo sollen gemeinsam die Leitung von Familie und Geschäft übernehmen. „Politisch nüchtern, im eigenen Leben maßvoll zurückhaltend, aber entschlossen im Handeln“ – das sind die fundamentalen Verhaltensregeln, die Giovanni seinen Söhnen sterbend aufträgt. Doch so einfach lässt sich sein letzter Wunsch nicht erfüllen, denn Giovanni hatte mächtige Feinde. Vor allem der verschlagene und blutrünstige Rinaldo degli Albizzi kennt nur ein Ziel: die Vorherrschaft in Florenz zu übernehmen. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht ...


     
    Meine Meinung:
    Als ich die Vorankündigung zu diesem Buch gelesen habe, war ich voller Hoffnung, ein tolles Buch über ein interessantes Thema zu erhalten. Doch dem war leider nicht so. Zuerst fiel mir auf, dass es kein Personenverzeichnis gibt, so daß historische Personen nicht eindeutig von fiktiven Personen unterschieden werden können. Dann hatte der Autor auch kein Glück oder Talent bei der Auswahl der Szenen, die Eingang in dieses Buch gefunden haben. Auch die Figurenzeichnung ist generell nicht ausgeprägt, die Medici und ihre Verbündeten sind generell weiß und ihre Gegenspieler schwarz charakterisiert. Grautöne finden sich so gut wie gar nicht. Diese beiden Punkte führen dazu, dass sich weder Spannung noch Lesefluss eingestellt haben. In manchen Teilen las es sich wie eine Hofberichterstattung. Dazu hatte ich den Eindruck, dass wichtige vorhandene Informationen dem Leser vorenthalten worden sind, wie man durch einfaches Googlen leicht herausfinden kann (Beispiel: Begründung für den Sturm Rinaldos und seiner Getreuen auf den Palazzo ist gegeben. Nur so wird auch erklärlich, warum die Verteidiger vorbereitet waren). Dem Ganzem wurde durch die ausführliche Schilderung von Sexszenen die Krone aufgesetzt. Auch die Sprache war sehr einfach und hat mich nicht überzeugt. Dabei ist durchaus zu spüren, dass der Autor eine umfangreiche Recherche betrieben hat, aber die Umsetzung im Buch ist nicht gelungen.
    Fazit:
    Dieses Buch ist bisher die Enttäuschung des Jahres für mich. Die Auswahl der beschriebenen Szenen und die Charakterisierung der Figuren ist dem Autor nicht gelungen. Bei mir kam zu keiner Zeit Lesefreude auf. Ich habe das Buch nur zu Ende gelesen, weil ich es im Rahmen einer Leserunde erhalten habe. Deshalb kann ich das Buch nur mit einem von fünf Sternen (20 / 100 Punkten) bewerten und keine Leseempfehlung aussprechen.

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    katrin297s avatar
    katrin297vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Intrigen und Macht -leider nicht fesselnd genug-
    Ein interessantes Thema- leider nicht interessant geschrieben

    "Die Macht des Geldes", der erste Teil der Medici Reihe, erzählt die Geschichte einer der einflussreichsten Familien, die Medici.
    Das Buch fängt gleich mit dem Tod des Oberhaupts der Medici an, der Leser lernt die Brüder Lorenzo und Cossimo kennen und deren Familien. Die Geschichte fängt gleich torbulent an und mit voller Intrigen und so geht es auch weiter. Gefolgt von Krieg, Tod, Verurteilung, Machtkämpfen,Verfolgungen und Sex.
    Zwar kriegt der Leser ein Gefühl für die damalige Zeit und einen guten Überblick über die Konflikte und Machtkämpfe in Italien. Allerdings passiert so viel gleichzeitig, dass es keinen richtigen Fokus auf bestimmte Charaktäre gibt und so kann der Leser nur mühsam, wenn überhaupt, eine gewisse Bindung zu den Charaktären aufbauen. Der fesselnde Effekt fehlt. Der Schreibstil ist locker, flüssig und lässt sich leicht lesen, dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich das Buch zu Ende gelesen hätte, wenn ich an der Leserunde nicht teilgenommen hätte.
    Leider entsprach das Buch nicht meinen Erwartungen, ich hätte mir mehr Details erhofft und mehr Nähe zu den einzelnen Charaktären. Manche Szenen kamen mir sehr dramatisch und fast unnatürlich vor. Die Sexszenen wirken wie Lückenfüller.
    Eine Geschichte mit viel Potenzial, leider wurde das nicht ausgenutzt. Man hatte das Gefühl, dass der Autor zu viel wollte, wennn er manche Informationen ausgelassen hätte, wäre es kein Verlust, ganz im Gegenteil.

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    AlexandraKs avatar
    AlexandraKvor einem Jahr
    Etikettenschwindel!

    Angeblich soll dies ein historischer Roman über die Medicis sein, doch ich wurde auf ganzer Linie enttäuscht. 
    Alleine sprachlich ist das Buch sehr misslungen. Der Autor benutzt ausgelutschte Floskeln und extrem schwülstige Metaphern. 
    Seine Figuren sind charakterlich sehr oberflächlich, bei keiner Figur ist eine innere Entwicklung beschrieben. 
    Nun zu den Medicis. Der Roman beginnt mit dem Tod des Vaters und setzt ein, wenn die Söhne das Erbe übernehmen. Hier meine erste Enttäuschung. Da ich noch nicht viel über die Familie Medici wusste, hoffte ich zu erfahren, wie sie an so viel Macht und Erfolg gekommen sind. Das war leider nicht der Fall. 
    Zweite Enttäuschung: dies ist keineswegs ein historischer Roman. Man erfährt nur recht wenig über die kulturellen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in dieser Zeit. Wenig historische Fakten. Für mich ein absoluter Etikettenschwindel.
    Dritte Enttäuschung: hat man sich mal daran gewöhnt, dass das Buch nur so von Fiktion sprießt und der Schreibstil schlecht ist, merkt man, dass die Medicis eigentlich nicht die Protagonisten sind. Die eigentlichen Protagonisten sind Laura und Schwartz, zwei Nebenfiguren deren Liebesgeschichte hier erzählt wird.
    Trotzdem wird alles recht oberflächlich und stichpunktartig abgehandelt. Kaum eine Szene hat wirklich tiefe.
    Das einzige was mich dazu gebracht dieses Buch zu Ende zu lesen ist die leicht steigende Spannung und meine Verpflichtung, weil ich das Buch gewonnen habe.


    Wer sich also von diesem Buch einen guten historischen Roman erwartet den kann ich nur enttäuschen. Dieses Buch ist wirklich schlecht und ich empfehle es absolut nicht weiter!
    Hier wurde mit dem berühmten Namen Medici und einem doch recht schön gestalteten Cover Geld gemacht. Der Inhalt ist absolut nicht überzeugend. Sehr schade! Ich hatte mich wirklich darauf gefreut.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    hallolisas avatar

    Eine einflussreiche Familie mit mächtigen Feinden...

    Im 15. Jahrhundert begann der Aufstieg der Medici – einer Familie, die in die Geschichte einging. Die Familienmitglieder prägten das Bankwesen, die gesamte europäische Gesellschaft und sie verfügten über ein internationales Netzwerk mit einlussreichen politischen Kontakten.

    Matteo Strukul erzählt den Werdegang der Medici neu in einer mitreißenden historischen Romanreihe, die keine Wünsche offen lässt und euch in die Renaissance zurückversetzt. Euer Interesse ist geweckt? Dann bewerbt euch gleich für unsere Leserunde zu "Medici – Die Macht des Geldes"!

    Mehr zum Inhalt:

    Morde, Intrigen, Verschwörungen: die Medici und ihr blutiger Weg zur Macht. Florenz im Februar 1429: Als der Bankier Giovanni de‘ Medici stirbt, hinterlässt er ein enormes Vermögen und ein hervorragend funktionierendes Netzwerk. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo sollen gemeinsam die Leitung von Familie und Geschäft übernehmen. „Politisch nüchtern, im eigenen Leben maßvoll zurückhaltend, aber entschlossen im Handeln“ – das sind die fundamentalen Verhaltensregeln, die Giovanni seinen Söhnen sterbend aufträgt. Doch so einfach lässt sich sein letzter Wunsch nicht erfüllen, denn Giovanni hatte mächtige Feinde. Vor allem der verschlagene und blutrünstige Rinaldo degli Albizzi kennt nur ein Ziel: die Vorherrschaft in Florenz zu übernehmen. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht ... 

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    Mehr über den Autor:

    Matteo Strukul, geboren 1973 in Padua, studierte in der gleichen Stadt Jura und promovierte in Venedig in Europäischem Recht. Er arbeitet als Anwalt, Redakteur und Übersetzer von Romanen und Comics. "Die Medici - Die Macht des Geldes" ist sein erster historischer Roman und es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie über die Herrscherfamilie. Strukul lebt mit seiner Frau Silvia in Padua, Berlin und Transsilvanien.

    Gemeinsam mit dem Goldmann Verlag vergeben wir 30 Exemplare von "Medici – Die Macht des Geldes" von Matteo Strukul. Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 19.03. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet uns folgende Frage:

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