Max Pechmann Rauhnacht

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Inhaltsangabe zu „Rauhnacht“ von Max Pechmann

Hexen gibt es nicht? Als der Schriftsteller Titus Hardt zusammen mit dem Volkskundler Gregor Kranz den kleinen Alpenort Tiefenfall besucht, wird er eines Besseren belehrt. Kaum angekommen, werden sie Zeugen, wie die Bewohner eine gigantische Palisade vor dem Dorf errichten, um sich vor Hexen, Untoten und anderen Kreaturen zu schützen. Doch ist das bei weitem noch nicht alles. Tiefenfall selbst besitzt ein schreckliches Geheimnis und seine Bewohner setzen alles daran, um dieses zu bewahren. Aber Gregors Neugier und Titus' Beziehung mit einer mysteriösen Frau namens Lisa Bardin lösen Ereignisse aus, die schlimmer sind als jeder Albtraum.

Doppel-D: dumpf und derb!

— KaraMelli

Schon nach den ersten paar Seiten schaffte Max Pechmann es, mir eine Gänsehaut zu verursachen...

— PeWa

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  • Volkssage angereichert mit Gewalt-, Horror- und Sexelementen

    Rauhnacht

    KaraMelli

    19. January 2017 um 20:53

    Ich liebe Gruselgeschichten. Gegruselt hat es mich bei dieser auch, aber anders als erwartet!Das Buch bezieht sich auf die europäische Volkssage der Rauhnächte, die von Weihnachten bis zum sechsten Januar andauern. Dem Volksglauben nach wütet in diesen Nächten die Wilde Jagd, eine Gruppe übernatürlicher Erscheinungen, die als Vorboten von Katastrophen gelten. Vorsorglich gilt es, sich der Wilden Jagd zu entziehen und ihr nicht zu begegnen. Soviel zum Sagentum als Basis der Geschichte.Herr Pechmann schafft mit Tiefenfall einen nahezu isolierten Ort in den Alpen, der alle 30 Jahre besonders schlimm von der Wilden Jagd heimgesucht wird. Ein befreundetes Wissenschaftler-Autoren-Gespann begibt sich auf Ursachensuche.Der Stil ist schlicht und ohne Raffinesse.Die Dialoge sind platt und wirken fast komisch, aber nicht so sehr, daß man drüber lachen möchte...Beispiel 1: Gregor lauschte angespannt. "Ich würde sagen, wir haben einen blinden Passagier." Vor seinem Fenster erschien die Fratze einer Lamia. "Ich würde sagen, Sie haben Recht."Beispiel 2: "Wo hast Du eigentlich Deinen Mantel? Ist Dir etwa so warm geworden?" "Verloren", antwortete Titus lakonisch. "Verloren? Wie kann man einen Mantel im Winter verlieren?" "Wie du siehst, kann man."Die Figuren sind eindimensional und klischeebehaftet. Das mag bei den "Hinterwäldlern" noch funktioniert haben, bei den "Wissenschaftlern" hat es nicht mal dazu gereicht. Diese Wissenschaftler hatten soviel mit Wissenschaft zu tun wie ein Priester mit einem Puff!Überhaupt hatte ich die Protas betreffend ständig die nächste Besetzung für das Dschungelcamp vor dem geistigen Auge! Diese luschige Bauchtanztruppe stümperte sich nur so durch die Handlung. Zum erstenmal habe ich mir gewünscht, daß sämtliche Hauptcharaktere in´s Gras bzw. den Schnee beißen. Daran konnten leider auch die rasenden Lamien nichts mehr ändern, die mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer wurden!Wer Rechtschreib- und Grammatikfehler sucht, wird im E-Buch-Text ausreichend fündig. Deshalb blieb nur noch einer von zwei Sternen übrig.

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  • Schon nach den ersten paar Seiten schaffte Max Pechmann es, mir eine Gänsehaut zu verursachen...

    Rauhnacht

    PeWa

    05. January 2017 um 21:26

    Titus Hardt flüchtet kurz vor Weihnachten zu seinem Freund Gregor in das einsame Örtchen Tiefenfall in den Alpen. Seit der Trennung von seiner Muse leidet Titus unter einer Schreibblockade, die sich in der Abgeschiedenheit legen soll. Doch schnell zeigt sich, dass Tiefenfall ein mehr als schreckliches Geheimnis birgt: Alle dreißig Jahre wird der kleine Ort von der Wilden Jagd heimgesucht. Und diesmal wird es besonders schlimm, denn selbst die geheiligten Blockaden können die Bestien nicht aufhalten. Als die Urhexen dann auch noch aus ihrer Verbannung erlöst werden, nimmt das unaussprechliche Grauen seinen Lauf.Schon nach den ersten paar Seiten schaffte Max Pechmann es, mir eine Gänsehaut zu verursachen, die schnell in Angst umschlug. Mit atemloser Spannung und nacktem Grauen riss er mich förmlich in sein Buch hinein und ließ mich einfach nicht mehr aus dessen Klauen. Durch die Vermischung uralter Bräuche und der Realität, wirkt das Buch unglaublich authentisch und jagte mir einen Schauer nach dem nächsten über den Rücken. Meine Phantasie fuhr Achterbahn, dank der hervorragend Beschreibung des Autors. Der Schnee, die Kälte, die Abgeschiedenheit Tiefenfalls und die merkwürdigen Vorgänge verursachten ein sehr mulmiges Gefühl. Ich konnte mir durchaus vorstellen, wie sich das Unheil langsam aber sicher zusammen braut, wie eine Lawine an Schwung gewinnt und unaufhaltsam näher rauscht. Und aus der Vorstellung wurde schnell Realität, denn Pechmann bauschte die Spannung mehr und mehr auf. Nicht nur das Mystische nahm an Kraft zu, auch die Stimmung der Menschen peitschte sich auf, so dass bald nicht mehr ersichtlich war, wer Freund und wer Feind ist. Ein Vorfall reihte sich an den nächsten und die Riege der ungewöhnlichen Wesen riss einfach nicht ab. Ich liebe Hexen... schon als Kind habe ich Hänsel und Gretel täglich verschlungen und an diesem Reiz, diesem Zauber hat sich bis heute nichts geändert... ich hoffe auch in Zukunft noch über das ein oder andere Schätzchen wie dieses zu stossen dass mich in seinen Bann zieht und mich einfach nicht mehr los lässt...

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