Megan Crewe Und wenn wir fliehen

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Inhaltsangabe zu „Und wenn wir fliehen“ von Megan Crewe

Akut!

Erst nahm ihr das Virus ihre Freunde. Dann ihre Familie. Und jetzt ihr Zuhause.

Es gibt kein Zurück. Das Leben, das sie einmal hatte, ist für immer vorbei.

Leo ist zurück auf der Insel! Doch er ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Auch auf dem Festland wütet das Virus und hinterlässt Tod und Verzweiflung. Die wenigen Überlebenden sind zu gewissenlosen Killern geworden. Es gibt nur eine Chance, die Menschheit zu retten: Kaelyn muss jemanden finden, der den Impfstoff aus dem Labor ihres Vaters reproduzieren kann. Doch die gefährliche Suche wird gleichzeitig zu einer Flucht, und Kaelyn muss sich ungeahnten Herausforderungen stellen, um zu überleben und die zu schützen, die sie liebt.

Der zweite Band der nervenaufreibenden Trilogie von Megan Crewe – spannend und emotional!

Guter zweiter Teil der Trilogie. Leider ist Teil 3 in Deutschland so nicht mehr veröffentlicht worden, was ich ziemlich schade finde.

— Flocke86

Spannende Fortsetzung des ersten Teils - aktionreicher, aber nicht weniger einfühlsam.

— erdbeerliebe.

Nicht ganz so stark wie der erste Band.

— QueenDebby

Spannender Endzeittriller... wenn ein Virus, die Menschheit bedroht und ein Mädchen die Rettung bringen kann.. absolut fesselnd

— Buchraettin

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  • Die Suche nach den Wissenschaftlern.

    Und wenn wir fliehen

    erdbeerliebe.

    28. July 2015 um 17:22

    Kaelyn hat einen Impfstoff. Und einen toten Vater. Und ihren Jugendfreund Leo, der vor kurzen auf ihre Insel kam. Die Seuche hat sich inzwischen fast auf der ganzen Insel ausgebreitet - und laut Leo auch auf dem Festland. Wo sollen sie nur hin? Zum Entsetzen ihrer Freunde entschließt Kaelyn, die Insel, die so lange ihre Heimat war, zu verlassen und in der nächstgelegenen Hauptstadt jemanden zu finden, der etwas mit den wissenschaftlichen Hinterlassenschaften anfangen, und vielleicht endlich der Krankheit Einhalt gebieten kann. 'Und wenn wir fliehen' ist die Fortsetzung von 'Wir sind verdammt' und schließt direkt an die erste Geschichte an. Ich denke, um den Band zu verstehen und sich wirklich in die Protagonisten hineinversetzen zu können, ist das lesen des ersten Teils unabdinglich. Die Sprache des Buches ist irgendwie angezogen worden, jedenfalls kam es mir (die das Buch ungefähr ein Jahr nach dem ersten Teil las) so vor. Hier wird nicht mehr viel gewartet, sondern gehandelt - und das ist auch gut so. Nichts gegen die ruhige Art des ersten Bandes, aber der Leser (oder zumindestens ich) wollte ja auch endlich wissen, wie es nun weitergeht. Kaelyn kann ja nun nicht ewig auf der Insel hocken! So rettet man die Welt auch nicht. Apropos Weltrettung, die gestaltet sich als schwieriger als gedacht: Und hier zeigen sich die Stärken des Romans. Nichts wird den Helden leicht gemacht, jedenfalls nur sehr selten. Die Protagonisten sind befreundet, aber unterschiedlich und handeln jeder aus eigenen Motiven - so kam es mir jedenfalls vor. Und doch halten sie, mehr oder weniger, zusammen. Eine wirklich feste Bindung bekam ich (leider, vielleicht war der erste Teil zu lange her?) nicht zu Kaelyn & Co, aber zumindestens schätzte ich sie und fing an sie zu mögen. Alles in allem ist 'Und wenn wir fliehen' eine gelungene Fortsetzung die, halbwegs zu erwarten, Lust auf den finalen Teil der Trilogie macht.

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  • Wenn nichts mehr so ist, wie es einmal war

    Und wenn wir fliehen

    BlueNa

    14. September 2013 um 11:27

    Kaelyn macht eine unglaubliche Entdeckung: Ihr verstorbener Vater hat in seinem Labor heimlich an einem Impfstoff gegen das Virus gearbeitet und den Prototypen an sich getestet – ohne krank zu werden! Diese Entdeckung gibt ihr neuen Mut, doch es gibt niemanden mehr auf der Insel, der den Impfstoff reproduzieren kann. Zusammen mit Gav plant Kaelyn auf dem Festland nach jemandem zu suchen, der ihnen hilft, doch es kommt alles anders als gedacht: Der junge Soldat Tobias rettet Kaelyn, Meredith, Tessa, Leo und Gav das Leben, in dem er die Freunde vor einer Kampfhubschrauberattacke in Sicherheit bringt. Nun sind doch alle auf dem Festland und da es für sie auf der Insel nichts mehr gibt, beschließen sie, sich zusammen mit Tobias auf die beschwerliche Suche nach Hilfe zu machen. Doch auch auf dem Festland hat das Virus erbarmungslos gewütet und nichts ist mehr, wie es einmal war… Mit Spannung habe ich den zweiten Teil von Megan Crewes Endzeittrilogie „Detected Virus“ erwartet, denn der erste Teil hatte mich positiv überrascht. Auch „Und wenn wir fliehen“ konnte mich von sich überzeugen, denn dieser Teil setzt genau da an, wo Band eins beendet war. Man trifft sofort wieder auf Kaelyn, durch deren Tagebucheinträge man den Ausbruch der Virusepidemie erlebt hat und nun ist Leo zurück auf der Insel. Genau der Leo, für den sie ursprünglich einmal das Tagebuch geführt hat. Ich fand es sehr spannend, als Kaelyn den Impfstoff ihres Vaters im Labor entdeckt hat und dass sich alle zusammen auf die gefahrvolle Reise durch das entvölkerte, eingeschneite und gefährliche Kanada begeben. Der Schnee, die Kälte und die restlichen Menschen, die noch übrig geblieben sind und sich nun zu gefährlichen Gangs zusammengerottet haben, machen den Jugendlichen die größten Schwierigkeiten. Somit müssen sie eine ganze Reihe Rückschläge und Enttäuschungen einstecken und es ist unklar, ob ihre Mission von Erfolg gekrönt sein wird. Der Schreibstil der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen. Doch dieses Mal wird Kaelyns Geschichte nicht durch Tagebucheinträge erzählt, denn sie hält es nicht mehr nötig zu schreiben, jetzt, da Leo wieder da ist. Somit haben wir ganz normale Kapitel und drei große Abschnitte, in die das Buch eingeteilt wurde. Der Schreibstil selber ist sehr locker und leicht zu lesen und Kaelyn ist nach wie vor die Ich-Erzählerin, durch deren Augen man die Ereignisse erlebt. Die Spannungskurve steigt gleich zu Beginn steil an und bleibt jederzeit sehr hoch, denn ein Höhepunkt jagt den nächsten. Die Charaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet. Natürlich kennen wir Kaelyn, Meredith, Tessa und Gav schon, doch es kommen mit Leo, Tobias und Justin weitere interessante Persönlichkeiten hinzu. Endlich lernen wir Leo kennen, doch der Leo, der auf die Insel zurückgekehrt ist, hat kaum mehr etwas mit dem Leo aus Kaelyns Erinnerungen gemein. Doch nach und nach, kehrt ein Teil des alten Leo zurück, wenn auch langsam. Kaelyn selbst muss über sich hinaus wachsen, auch wenn sie manchmal der Verzweiflung nah war und am Liebsten aufgeben hätte. Gav steht ihr zur Seite, obwohl er tatsächlich lieber auf der Insel geblieben und dort geholfen hätte. Tessa geht es genauso, aber alle geben ihr Bestes um den Impfstoff vor allen möglichen Gefahren zu schützen. Das Cover finde ich total gelungen. Eine trostlose Winterlandschaft breitet sich vor uns aus, es ist alles in Weiß- und Grautönen gehalten, bei deren Anblick einem die Kälte schon in die Glieder kriecht. In der Mitte prangt rot das Biohazard-Symbol. Fazit: Auch der zweite Teil aus der „Detected Virus“-Reihe „Und wenn wir fliehen“ von Megan Crewe schafft es, mich in das kanadische Endzeitszenario hineinzuziehen, das die Autorin für die Protagonisten erschaffen hat. Ich habe mit Spannung alle Abenteuer und Gefahren verfolgt, die unsere Freunde bestehen müssen und nun freue mich sehr auf Band drei, der hoffentlich nicht all zulange auf sich warten lässt!

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  • Der Kampf gegen das tödliche Virus geht weiter

    Und wenn wir fliehen

    ForeverAngel

    24. August 2013 um 11:32

    Im einen Moment bestand noch Hoffnung. Hoffnung, dass das Festland Hilfe schickt. Hoffnung, dass Leo gekommen ist, um sie alle zu retten. Hoffnung, dass es bald einen Impfstoff geben wird. Doch im nächsten Moment wird alle Hoffnung zerstört, die Insel bombardiert und eine schreckliche Wahrheit enthüllt: es wird keine Hilfe geben. Kaelyn, die im Labor ihres Vaters den Prototyp eines Impfstoffes gefunden hat, ist fest entschlossen, ihn aufs Festland zu bringen, wo Wissenschaftler ihn reproduzieren können. Doch der Zustand auf dem Festland ist weit schlimmer, als sie gedacht hat, und plötzlich sind alle möglichen Parteien hinter dem Impfstoff her... Und wenn wir fliehen ist nach Wir sind verbannt der zweite Band der Virus-Trilogie von Megan Crewe. Der zweite Band schließt nahtlos an seinen Vorgänger an und erzählt, wie es mit der Gruppe Jugendlicher weitergeht, als Leo zu ihnen stößt. Tessa und Meredith wollen auf der Insel bleiben und Gav würde lieber weiter den Menschen helfen, als mit Kae aufs Festland zu gehen. Doch als die Insel bombardiert wird und die fünf im letzten Augenblick von dem Soldaten Tobias gerettet werden, bleibt ihnen keine Wahl, als die Insel überstürzt zu verlassen. Die Gruppe kämpft sich durch verwüstete Städte und hat nur das Ziel, den Impfstoff in sichere Hände zu bringen. Schnell wird klar, dass nicht jeder damit einverstanden ist und einige Menschen den Impfstoff lieber für sich haben wollen. Wem kann man noch vertrauen, wenn alle nur noch ihr eigenes Überleben im Sinn haben? Schnee und Eis machen ihre Reise beschwerlich und sie müssen sich immer wieder überlegen, wie sie ihre Lebensmittel transportieren können. Andererseits ist das Wetter perfekt für den Impfstoff, der bei den kalten Außentemperaturen nicht verderben kann. Doch wie verwischt man seine Spuren vor Verfolgern, wenn jeder ihrer Schritte im Schnee festgehalten wird? Einige Handlungsstränge sind etwas vorhersehbar. Zum Beispiel weiß der Leser recht schnell, dass eine gewisse Person ein falsches Spiel spielt und ebenso weiß er, wer sich infizieren wird. Die Hinweise darauf sind einfach zu deutlich und wirken auf mich eher konstruiert als nachvollziehbar. Dennoch bietet die Geschichte einiges an Spannung, mehr noch als der erste Band. Die Gruppe muss ums nackte Überleben kämpfen und das geht nicht spurlos an ihnen vorbei. Einige verändern sich, werden stärker, härter. Trotz ihres jungen Alters wächst Kae an ihren Aufgaben und verliert nie ihr Ziel aus den Augen. Sie lässt es nicht zu, dass Verzweiflung sie überrollt und wann immer die anderen den Mut verlieren, gibt sie ihnen wieder Hoffnung. Ohne es zu bemerken, ist sie in die Rolle der Anführerin geschlüpft. Gav dagegen hat sich nicht unbedingt zu seinem Vorteil verändert, er wirkt eifersüchtig und selbstmitleidig. Manche seiner Handlungen sind nur bedingt nachvollziehbar. Neue Figuren wie etwa der Soldat Tobias sorgen für Abwechslung und gleichzeitig Misstrauen beim Leser. Kann man ihm trauen? Stimmt seine Geschichte? Will er ihnen wirklich nur helfen oder ist sein ganzes Gehabe Teil eines größeren Plans? Im ersten Band stand ich der Erzählform - Briefe an Leo - etwas skeptisch gegenüber. Es war zwar eine schön Art, um mehr über Kaelyns Gefühlswelt zu erfahren und auch über ihren besten Freund Leo. Es hat aber auch viel an Spannung genommen, denn wann immer sie Zeit hatte, in ihr Buch zu schreiben, wusste der Leser, dass sie in Sicherheit ist. Im zweiten Band ändert sich die Erzählform, da Leo zurück auf die Insel kommt. Nun werden die Ereignisse aus der typischen Ich-Erzähler-Perspektive geschildert. Eine gelungene Fortsetzung mit viel zu offenem Ende, die Lust auf mehr macht. Ein toller postapokalyptischer Roman für junge Leser ab 14. 5 von 5 Punkten Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt ~*~ KJB ~*~ 379 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-596-85454-7 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 16,99€ ~*~ August 2013 ~*~

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  • viel besser als Teil 1

    Und wenn wir fliehen

    78sunny

    22. August 2013 um 11:52

    *Meinung:* Erst einmal muss ich sagen, dass dieser zweite Band um Längen besser war als der erste. Warum beschreibe ich gleich näher. Die Grundidee ist ja schon aus Band 1 bekannt und man muss unbedingt den ersten Teil als erstes lesen. Ansonsten macht dieser Band wenig bis gar keinen Sinn. Das bedeutet leider auch, dass ich jetzt hier zu Band 1 spoilern werde. Wer „Wir sind verbannt“ noch nicht gelesen hat, sollte daher diesen Absatz überspringen. Kaelyn hat ja mittlerweile die Impfproben ihres Vaters gefunden und versucht nun jemanden zu finden, der den Impfstoff reproduzieren kann und somit den Virus aufhalten kann der schon so viele Menschen dahingerafft hat. Auf der Insel wird ihr das nicht gelingen und daher muss sie sich zum Festland aufmachen. Das macht sie nicht allein, aber wen genau sie mitnimmt, möchte ich hier nicht verraten, denn das war eine der vielen überraschenden Wendungen, die es dieses Mal in der Story gab und sie so lesenswert gemacht haben. Wichtig ist eigentlich nur zu wissen, dass dieser Band sich ausschließlich mit der Reise auf dem Festland und der Suche nach einem Arzt oder Wissenschaftler beschäftigt. Interessant wird das ganze durch die Menschen, denen Kaelyn und Co. begegnen und welchen Gefahren sie ausgesetzt sind. Im Gegensatz zu Teil eins packte mich diese Handlung komplett. Endlich wurde durch manchmal kleine und subtile Dinge das Grauen geschildert welches sich durch eine solche Virus-Katastrophe entwickeln kann bzw. wie sich Menschen verändern können, wenn es ums überleben geht. Aber auch Dinge wie Hunger, Kälte, Verantwortung für andere, Hoffnung, Zweifel und Angst wurden dieses mal viel besser umgesetzt bzw. vermittelt. Der Schreibstil hat sich ebenfalls geändert, da nun nicht mehr in Tagebuchform sondern ganz 'normal' in Ich-Form aus Kaelyns Sicht und der Vergangenheit geschrieben wurde. Das passte einfach viel besser zur Story und man hatte das Gefühl wirklich dabei zu sein. Ohne es recht beschreiben zu können, hatte ich aber auch dieses mal wieder das Gefühl, dass der Schreibstil eher in Richtung Kinderbuch geht, obwohl es inhaltlich nun wirklich kein Kinderbuch ist. Trotzdem wirkt es einfach nicht so erwachsen wie andere Bücher dieses Genres. Ich fand das Buch sehr spannend, aber ich bin ja kein großer Fan von Spannung und was ich als angenehm empfinde, kann für hartgesottene noch langweilig sein. Positiv aufgefallen ist mir dieses Mal vor allem, dass es unglaublich viele unvorhersehbare Wendungen gab. Es gab zwar wieder ein paar Sachen, die sehr vorhersehbar waren, aber im Großen und Ganzen war ich sehr überrascht, wie abwechslungsreich und unvorhersehbar die Handlung war. Das Leben auf dem Festland ist alles andere als einfach. Zum einen müssen sich Kaelyn und Co. durch eine Winterlandschaft kämpfen, die ohne intakte Infrastruktur, Strom und Heizung alles andere als idyllisch ist. Sie sind auch ständig in Gefahr. Zum einen können ja schon kleine Verletzungen verheerend sein, wenn man keine medizinische Versorgung hat. Aber auch der Virus ist weiterhin am wüten und die Menschen haben sich ebenfalls verändert. Jeder kämpft ums Überleben und das auf unterschiedliche Art und Weise. Dies alles wird für ein Kinder-und Jugendbuch ziemlich realistisch herüber gebracht und packte mich daher total. Schon in Band eins musste man ja mit Krankheit, Verlust, Mord und Gewalt klarkommen, aber hier wird es noch ein bisschen härter. Ich finde es aber für ein Jugendbuch ab 12 Jahren gut, dass es sich erst mit jedem Band steigert und nicht gleich so heftig war. Hier trifft man im Laufe der Handlung auf viel Leid, Angst und Tote. Auch Gewalt, Unterdrückung und Mord spielt eine Rolle. Positiv ist aber hervorzuheben, dass dies alles kritisch reflektiert wird und es keine Gewaltverherrlichung gibt. Daher würde ich persönlich der Altersangabe des Verlages zustimmen. Beim Thema Emotionen bin ich ja im Gegensatz zur Spannung sehr anspruchsvoll. Da konnte mich das Buch nicht vollends überzeugen und ich gab 0,5 Sterne Abzug. Die Charaktere sind nicht gerade flach aber auch nicht wirklich so tief ausgearbeitet, dass man richtig mit ihnen mitfühlt. Es gab stellen, die mich schon sehr berührten oder wo ich mitfieberte, ob sie das unbeschadet überstehen werden, aber die Grundstimmung beim Lesen war für mich einfach eher neutral. Die Charaktere wachsen mir nach und nach ans Herz, aber wie oben schon beschrieben werden sie nicht allzu sehr ausgearbeitet oder emotional beschrieben. Interessant fand ich, dass wir einige neue Charaktere kennen lernen. Kaelyn muss einige moralische Entscheidungen treffen, die das Leben bestimmter Charaktere entscheidend beeinflussen. Das war sehr interessant und wurde gut vermittelt. Leider konnte ich mich mit einigen ihrer Entscheidungen nicht anfreunden und hätte anders reagiert. Natürlich war klar, dass diese Entscheidungen aus einem bestimmten Grund gefällt wurden. Man brauchte dies für den Handlungsverlauf, aber dadurch war leider schon schnell klar was passieren wird und das ich es nicht mögen werde. Wir lernen viele Charaktere kennen – einige davon sind sehr sympathisch, andere durchweg böse und wieder andere nerven schrecklich. Alle passen aber super in die Story genauso wie sie sind. Die Liebesgeschichte spielt hier nur eine winzig kleine Rolle. Das finde ich sehr realistisch, denn die Charaktere kämpfen hier ums Überleben und haben momentan kaum Zeit für anderes. Trotzdem mag ich die Liebesgeschichte zwischen Gav und Kaelyn und ich habe mit den beiden sehr gelitten in diesem Band. Das nun Leo aufgetaucht ist und es mal wieder eine Art Liebesdreieck gibt, finde ich jetzt nicht ganz so toll, aber es wird akzeptabel in die Story eingebaut. So nun komme ich zum letzten Abzug, den ich dem Buch gegeben habe. Ein weiterer halber Stern/Punkt Abzug hat das Ende zu verschulden. Die Geschichte enden einfach mitten in der Handlung. Für mich ist es ein sehr großer Cliffhanger und sehr unbefriedigend. Es schweben Personen in Gefahr, die mir am Herzen liegen und alles andere steht auch immer noch in den Sternen. Im Prinzip ist dieser Band nur ein Mittelstück eines Ganzen. Wo der erste Band wenigstens noch ein kleines abgerundetes Teilende hatte, so bricht die Handlung hier einfach mittendrin ab. Das mag ich persönlich überhaupt nicht und ich kann nur hoffen, dass der nächste Band bald heraus kommt. Warnungen: Gewalt, Mord, Hunger (Warnungen sind bei mir nicht negativ wertend gemeint, sondern nur ein Hinweis für die Leser, die aus persönlichen Gründen ganz gezielt bestimmte Inhalte vermeiden möchten.) Grundidee 4,5/5 Schreibstil 4/5 Spannung 4,5/5 Emotionen 3/5 Charaktere 4/5 Liebesgeschichte 3/5 *Fazit:* 4 von 5 Sternen Dieser zweite Band ist um Längen besser als Band 1. Er überzeugt mit einer tollen Reise durch unwegsames und gefährliches Gebiet, mit dem Grauen einer Virusepidemie und mit interessanten moralischen Entscheidungen. Abzug gab es von mir für die nicht ganz so tief ausgearbeiteten Charaktere und vor allem durch das für mich schreckliche Ende, das eigentlich gar keines ist. Grundsätzlich kann ich diese Dystopie allerdings jedem empfehlen. Ich finde das ganze für ein Jugendbuch ziemlich realistisch beschrieben. Reihe: Wir sind verbannt Und wen wir fliehen ?

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