Meike Cuddeford Wundergirl

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Inhaltsangabe zu „Wundergirl“ von Meike Cuddeford

Minna ist zwölf Jahre alt, als sie dem Mann begegnet, der ihr kindliches Vertrauen auf eine schreckliche und brutale Weise ausnutzt. Dieser vermeintliche Freund verletzt sie nicht nur körperlich, sondern fügt dem heranwachsenden Mädchen auch eine seelische Verwundung zu, die sein Leben nachhaltig beeinflussen wird.
Viele Jahre später geschieht plötzlich ein Mord, der die ganze Stadt in Atem hält, und auch Minna ist alarmiert, denn sie kennt das Opfer aus früheren Zeiten.
Die Vergangenheit holt sie ein, zieht sie hinunter und scheint sie fest im Griff zu haben, doch Minna ist stärker, als sie denkt. Wird sie es schaffen, sich zu befreien?

Schicksal mitten aus dem Leben und spannend bis zum Schluss.

— Kiki77

Hier kommt ein Tabuthema auf den Tisch, ungeschönt und ehrlich. Respekt!

— Kaffeetasse

Sehr berührendes Buch zu einem Tabuthema

— Amber144

Die Aufarbeitung eines Tabuthemas - aufrüttelnd und schonungslos.

— catly

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  • Leben ohne Neider

    Wundergirl

    Kiki77

    08. October 2017 um 11:53

    Mit „Wundergirl“ ist Meike Cuddefort ein Roman gelungen, der ein Leben beschreibt das niemand erleben möchte, aber doch leider viele Opfer findet. Beim Lesen bleibt der Eindruck es handelt sich um eine wahre Geschichte. Durch Ereignisse im Buch schließt man falsche Schlüsse, was alles sehr spannend und interessant ist.Minna ist ein Scheidungskind und wird durch einen Nachbarn sexuelle missbraucht. Das hat Minna bisher niemanden erzählt. Sie schmeißt ihr Studium hat vier Stammfreier, die ihre Leben finanzieren und einen Stiefvater, der sie finanziell unterstützt. Die Stammfreier trennen sich nacheinander von Minna, da ihre Dienste nicht mehr benötigt werden. Einem jungen Mann vertraut sie sich im Alkoholrausch komplett an. Dann passiert ein Mord. Die Gattin des Nachbars, der sie missbrauchte, wird ermordet. Durch polizeiliche Ermittlungen gerät sie in den Mittelpunkt und natürlich auch der junge Mann, der die Wahrheit kennt. Dieser ist auf der Flucht. Ihr leiblicher Vater, den nur sein eigenes Leben interessiert, landet in einem Pflegestift. Bei einem Besuch wirft sie dem Vater im Affekt die Misshandlung durch den Nachbar vor, da dieser die Familie verlassen hat und sich nur wenig um die Probleme seiner Kinder gekümmert hat. Auch der Nachbar wird tot und verprügelt aufgefunden und ihr Vater macht sich aus dem Staub. Wieder steht die Polizei vor der Tür, die durch Vernehmungen und Ermittlungen den sexuellen Missbrauch und den Job von Minna erfahren haben. Der Rächer ist Minna sehr nahe. Sehr gutes Buch, dass ein Thema anspricht was immer brisant sein wird. Inwiefern sich junge Mädchen oder auch Frauen an Hilfseinrichtungen wenden ist sicher schwer, da die Schuldfrage ja meist dem Opfer eingeredet wird. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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  • Hier kommt ein Tabuthema auf den Tisch, ungeschönt und ehrlich. Respekt!

    Wundergirl

    Kaffeetasse

    21. September 2017 um 21:25

    Minna brach ihr Studium ab und verdient sich nun ihren Lebensunterhalt, indem sie ihren Körper verkauft. Doch die ausgewählten Männer, für die sie ihre Dienste erbringt machen ihr auch Schwierigkeiten. Zudem holt ihre Kindheit sie wieder ein, sexueller Missbrauch ist für Minna kein fremdes Thema. Die Autorin bringt mit dem Buch ein Thema auf den Tisch, welches eigentlich kein Tabuthema sein sollte. Kindesmissbrauch passiert so oft und viele Erwachsene sehen weg, erkennen nicht die Veränderungen der Kinder oder wollen nicht wahrhaben, dass der liebe Onkel von nebenan böse ist. Die Kinder werden zudem oft unter Druck gesetzt und vertrauen sich niemandem an, doch die Erlebnisse können sie nicht so leicht verarbeiten und so hat das Ganze auch Auswirkungen auf das spätere Leben und das eigene Umfeld. Meiner Meinung nach kann man nicht oft genug über dieses sensible Thema sprechen. Die Autorin wählte hier einen schonungslosen und direkten Weg. Hier wird der Missbrauch nicht beschönigt, umschrieben oder auf sonst eine Weise verzerrt, sondern es wird geschildert, was passiert und ebenso werden die Auswirkungen auf die später erwachsenen Menschen mit eingebunden. Die Autorin wechselt die Perspektive immer wieder von der jungen Minna, wobei der Missbrauch sich nach und nach zuspitz, zur erwachsenen Minna, die Probleme mit ihren Freiern hat und zudem mitten in polizeilichen Ermittlungen steckt. Vor allem die Passagen über die junge Minna haben mich gefesselt, hier gefiel mir die Erzählweise sehr gut und ich konnte mich gut in das Mädchen reindenken. Die erwachsene Minna hat für mich oft nicht ganz schlüssig gehalten und ich konnte nicht mit ihr warm werden. Neben dem Missbrauch spielt auch ein Mord in diesem Buch eine Rolle, wenngleich das für meinen Geschmack nur ein Nebenschauplatz war, der sich letztlich aber doch wieder mit Minnas Vergangenheit verknüpfen lässt, was mir sehr gut gefallen hat. So konnte die Spannung die Spannung ganz gut über das Buch gehalten werden.

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  • Ein gutes und spannendes Buch über Missbrauch an Kindern

    Wundergirl

    specialang

    11. September 2017 um 00:30

    Inhalt: Minna hat ihr Studium abgebrochen und verdient ihr Lebensunterhalt mit ihrem Körper. In ihrer Kindheit wurde sie sexuell missbraucht und durch einen Mord holt sie die Vergangenheit wieder ein. Meinung: Die Geschichte wechselt von heute immer wieder zu der jungen Minna. Sie ist ein sehr sympathischer Charakter und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Hier liest man auch sehr gut, wie so ein Missbrauch noch Jahre später einen Menschen beeinflussen kann und was es mit der Psyche anstellt. An einigen Stellen musste ich doch schlucken, finde es aber gut, dass dieses sensible Thema ohne Umschweife wiedergegeben wird. Alle anderen Charaktere sind sehr facettenreich und authentisch. Ich konnte mir jeden Einzelnen bildlich sehr gut vorstellen. Auch wenn der Mord und die Ermittlungen nicht die Hauptrolle in dieser Story sind, fand ich diese sehr spannend. Man rätselt regelrecht mit, wer denn der Täter sein kann. Das Ende war dann doch sehr überraschend und nicht vorhersehbar. Das Buch hat mir gefallen und hat noch lange nachgewirkt. Auch wenn das Thema nicht einfach ist, kann ich es weiterempfehlen.

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  • Sehr berührendes Buch zu einem Tabuthema

    Wundergirl

    Amber144

    01. September 2017 um 15:34

    Das Cover hat für mich erst gar nicht zu dem Klappentext gepasst und ich konnte mir nichts darunter vorstellen. Wenn man das Buch gelesen hat, versteht man allerdings wie es miteinander zusammen hängt.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich war gespannt, wie dieses Tabuthema beschrieben wird. Ich fand es gut, dass nichts beschönt wurde, sondern die Autorin offen und klar alles beschrieben war.Als Leser kann man es nachvollziehen und mich hat das Buch immer wieder sehr berührt.Am Anfang fand ich die Zeitsprünge irritierend, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Das Ende hat mir nicht ganz gefallen und war für mich auch nicht komplett nachvollziehbar. Ich finde es sehr gut, dass dieses Thema endlich mal an die Öffentlichkeit kommt. So etwas darf nicht verschwiegen werden. Die Betroffenen sind für ihr Leben lang gezeichnet.Ein sehr gutes Buch, dass einen berührend wird.

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  • Missbrauch an Kindern

    Wundergirl

    catly

    01. September 2017 um 10:56

    Inhalt:Die 25-jährige Minna hat ihr Studium abgebrochen und finanziert ihren Lebensunterhalt mittels vier Freier. Doch plötzlich geht auch das in die Brüche. Außerdem tritt ein Mordfall an die Medien, der bei ihr alte Wunden wieder aufreißt und Erinnerungen hochkommen lässt. Denn Minna wurde mit 12 von einer Bezugsperson zwei Jahre lang missbraucht.In dem Buch geht es nicht nur um den Missbrauch, sondern auch um die Auswirkungen dieser Erfahrungen auf die Psyche, sowie das ganze weitere Leben der Betroffenen.Cover:Das Cover hat mich persönlich nicht angesprochen. Erst im Lauf der Geschichte erfährt man, was es mit dem Titel und dem Stern auf sich hat - eine von Minna geliebte Comicfigur. Die Schrift wirkt kindlich und gibt daher einen ersten Hinweis auf den Inhalt des Buches.Meine Meinung:Durch den flüssigen und einfachen Schreibstil, lässt sich das Buch gut und rasch lesen. Die Autorin versucht damit, ein Tabuthema aufzuarbeiten, wofür ihr mein größter Respekt gehört. Denn mit diesem Buch gelingt es ihr zu zeigen, dass Wegsehen und Schweigen und der damit verbundene Weitergang des Missbrauchs fatale Auswirkungen auf das restliche Leben der Betroffenen haben kann.Die psychische Verfassung Minnas wird durch die Seiten gut transportiert. Ihre Vergangenheit wird durch Rückblenden ehrlich und ohne sie zwischen den Zeilen zu verstecken geschildert. Gerade diese offene Schilderung hinterließ bei mir Gänsehaut. Vor allem in Minnas Kindheitsverhalten konnte ich mich gut hineinversetzen und mit ihr mitfühlen.Der Mord ist eine Nebenhandlung. Doch auch bei diesem gab es am Ende eine für mich unerwartete Aufklärung, die zeigt, wie sexueller Missbrauch an Kindern auch das unmittelbare Umfeld beeinflussen kann.Mit Minna im Erwachsenenalter konnte ich jedoch nicht ganz warm werden. Sie scheint teilweise überhaupt keinen Kämpferwillen zu besitzen und wirkt außerdem oft naiv. Natürlich ist ihr Verhalten nur Geschmackssache und ich kann es nicht beurteilen, da ich selbst zum Glück nicht in ihrer Situation war. Jedoch war sie mir trotzdem nicht hundertprozentig sympathisch bzw. ihr Verhalten für mich teilweise nicht nachvollziehbar. Passend wären für mich 3,5 Sterne, doch das gibt es leider nicht. ;)Fazit:Eine relativ gute Aufarbeitung des Themas sexueller Missbrauch an Kindern und dessen weitere Auswirkungen. Dieses Buch punktet vor allem mit den schonungslosen Abschnitten aus der Kindheit der Protagonistin.

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  • Gänsehaut

    Wundergirl

    verruecktnachbuechern

    31. August 2017 um 07:24

    Minnas Leben gerät aus den Fugen, als sie mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in ein Mehrfamilienhaus zieht. Ihr Vater kommt nicht mit, denn ihre Eltern haben sich scheiden lassen. Er hat jetzt eine jüngere Frau. So muss ihre Mutter wieder arbeiten und lässt Minna häufig in Obhut eines Mannes der mehr von ihr möchte, als ihr bloß bei den Hausaufgaben zu helfen. Minnas wird sexuelle Missbraucht. Jahre später hat sie ihr Studium geschmissen und verdient sich das Geld mit vier Stammfreiern. Sie sieht sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, als ein Mord passiert. In diesem Buch wird kein Blatt vor den Mund genommen. Daher hat es eine Altersempfehlung ab 14 Jahre und ich würde mich daran halten. Auch für sensible Personen ist dieses Buch nicht geeignet. Cuddefords offene Schreibweise lässt einen die Haare zu Berge stehen. Nichts wird verschwiegen und nichts wird schön geschrieben, gerade bei so einem Tabuthema, finde ich das sehr wichtig. In diesem Roman wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Der Leser lernt Minna als Kind und als Erwachsene kennen. Der Mord ist eher im Hintergrund, aber ich bin nur eine Seite vor der Auflösung auf den Mörder gekommen. Ich genieße es immer sehr, wenn man mit rätseln kann und es nicht zu offensichtlich ist. Das Buch spielt in Hannover und die Atmosphäre wurde super gut eingefangen. Ich selbst bin schon mein Leben lang Hannoveranerin und freue mich immer darüber, wenn ein Buch hier spielt und ich die Ecken kenne. Das Ende ist ein wenig unglaubwürdig, aber das stört mich wenig. Auf dem ersten Blick, wirkt das Buch recht unscheinbar. Das Cover verleitet nicht dazu es in die Hand zu nehmen. Es wirkt so harmlos, deswegen gefällt mir das Cover leider überhaupt nicht. Es soll mehr Menschen ansprechen die dann die Chance haben dieses fantastische und zugleich schreckliche Buch zu lesen. Trotz meiner zwei Kritikpunkt, konnte mich das Buch vollkommen überzeugen und ich kann es ruhigen Gewissens weiter empfehlen. Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gewonnen und möchte mich bei Verlag und der Autorin herzlichst bedanken.  

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  • Leserunde zu "Wundergirl" von Meike Cuddeford

    Wundergirl

    MeikeCuddeford

    EINLADUNG zu einer weiteren LESERUNDE zu dem Roman WUNDERGIRL von MEIKE CUDDEFORDLiebe LB - Leser,WUNDERGIRL ist ein Sozialkrimi und befasst sich mit einem sensiblen Thema, dem so genannten "Sexuellen Missbrauch" von Kindern. Erzählt wird die Geschichte von Minna, die sich nach der Trennung ihrer Eltern nach einer Vaterfigur sehnt und an einen verheirateten Mann gerät, der ihr kindliches Vertrauen auf brutalste Weise ausnutzt. Viele Jahre später, als Minna gerade ihr Studium geschmissen hat und sich als Callgirl durchschlägt, geschieht plötzlich ein Mord, der ganz Hannover in Atem hält. Als Minna davon erfährt, brechen alte Wunden wieder auf, denn bei dem Mordopfer handelt es sich um eine Person, die sie aus ihrer Kindheit kennt. Die Vergangenheit holt sie ein, lässt sie nicht los und sie muss sich damit auseinandersetzen, ob sie will oder nicht ......  Bei der ersten Leserunde zu WUNDERGIRL war von den Teilnehmern zu Recht kritisiert worden, dass es wegen der in dem Roman vorkommenden Gewalt eine Altersempfehlung zu dem Buch geben sollte. Das habe ich mir zu Herzen genommen und auf dem Buchrücken der neuen Ausgabe vermerken lassen, dass WUNDERGIRL für Leser/innen unter 14 Jahren nicht geeignet ist.Für diese Leserunde möchte ich zehn Rezensionsexemplare verlosen. Falls ich Euer Interesse geweckt habe und Ihr mitlesen möchtet, bewerbt Euch bitte durch die Beantwortung folgender Frage: Warum muss man den Ausdruck "Kindesmissbrauch", der sexuelle Gewalt gegen Kinder bedeutet, kritisch hinterfragen?Ich freue mich auf das gemeinsame Lesen und Besprechen!Eure Meike Cuddeford

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    • 84
  • Schonungslos offener Roman

    Wundergirl

    Langeweile

    29. August 2017 um 17:38

    Inhalt: Die 25-jährige Minna hat nach einem Bachelor Abschluss ihr Studium abgebrochen. Ihren Lebensunterhalt lässt sie sich von verschiedenen Männern finanzieren, denen sie ihren Körper verkauft. Ihre Mutter hatte sich für Ihre Tochter ein besseres Leben gewünscht und ist immer noch der Meinung, dass diese ihr Studium fortsetzt. In Minnas Leben gab es mit zwölf Jahren einen Bruch, der ihre weitere Zukunft stark beeinflusste. Ihr Vater verließ die Familie für eine andere Frau, mit der er nach einiger Zeit nach Spanien umzog. Die Familie musste daraufhin in eine kleinere Wohnung umziehen und die Mutter war zum großen Teil für den Lebensunterhalt zuständig. Dadurch waren Minna und ihr jüngerer Bruder Sören zeitweise sich selbst überlassen. Diese Tatsache machte sich der Nachbar und Hausmeister zunutze,der angeblich Minnas Hausaufgaben beaufsichtigte, in Wirklichkeit aber das Mädchen sexuell missbrauchte. Erst als die Mutter einen anderen Mann kennenlernt und die Familie in ein schönes Haus umzieht, entkommt sie ihrem Peiniger. Doch die Narben beeinflussen ihr weiteres Leben. Als plötzlich die Frau des Hausmeisters ermordet wird, kehrt die Vergangenheit zurück. Meine Meinung: Mit diesem Buch hat sich die Autorin in schonungsloser Offenheit einem Tabuthema gewidmet,wofür ich ihr meinen höchsten Respekt zolle. Das Thema sexueller Missbrauch ist mit Sicherheit verbreiteter, als man denkt. Jedoch wird es immer noch von der Gesellschaft totgeschwiegen, weil die Opfer aus Scham nicht in der Lage sind, darüber zu sprechen. Das Buch verlangt ein hohes Maß an Konzentration, was zum einen an den Beschreibungen liegt, die mir oft das Blut in den Adern gefrieren ließen. Der zweite Punkt sind die ständigen Zeitwechsel , welche mich manchmal etwas verwirrten. Der kriminalistische Teil, es gibt noch einen zweiten Mord , bildet in diesem Buch nur die Rahmenhandlung. Im Mittelpunkt steht eindeutig Minnas Geschichte. Die Beschreibung der Protagonisten fand ich sehr gelungen, ich hatte von jedem klare Bilder im Kopf. Fazit: Ein sehr bewegender Roman, der noch einige Zeit nachwirkt. Lediglich der Schluss war in meinen Augen ein kleines bisschen unglaubwürdig. Daher nur vier von fünf Sternen.

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  • Buchverlosung zu "Wundergirl" von Meike Cuddeford

    Wundergirl

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sieben Mal "WUNDERGIRL" zu gewinnen! Nachdem die Leserunde zu meinem Roman "Wundergirl" so erfolgreich war (s. dort!) und gezeigt hat, wie sehr das Thema des Buches den Leserinnen unter die Haut geht, verlose ich noch einmal 7 (Taschenbuch-) Exemplare des Buches. Falls Ihr Euch bewerben möchtet, beantwortet mir bitte folgende Fragen: Um welches Thema geht es in diesem Sozialkrimi, und warum ist es wichtig, dass darüber geredet wird? 

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    • 89
  • Wundergirl

    Wundergirl

    Blaustern

    16. February 2016 um 16:15

    Minna ist inzwischen Mitte zwanzig und blickt zurück auf ihre Kindheit seit ihr Vater vor kurzem zurückgekehrt ist. Damals hatte er die Familie für eine neue Frau sitzenlassen, und sie musste mit Bruder und Mutter in eine kleinere Wohnung ziehen. Jetzt ist er ruiniert und erkrankt im Männerwohnheim untergekommen, und die Frau des Kiosbesitzers, der Minna all die jungen Jahre missbraucht hatte, ist ermordet worden. Besteht da ein Zusammenhang? Alle Wunden brechen in Minna wieder auf, die sich nun auch als Prostituierte verdingt und ihr Studium schmeißt, weil sie keine Zukunft darin sieht. Wenn man so das Cover betrachtet, wirkt der Roman doch recht harmlos. Aber der hat es mächtig in sich. Mit einem Thema, was so erschütternd ist wie der gnadenlose Erzählstil dazu. Hier wird nichts beschönigt, und die harte schreckliche Realität kommt voll und ganz ans Tageslicht. Wie kranke Typen sich an ein wehrloses schutzbedürftiges junges Mädchen vergehen, wie sie misshandelt und missbraucht wird und der Rest der Gesellschaft wegguckt und wie dadurch ein ganzes Leben zerstört wird, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Man kann nur schlucken und heulen, und wen das nicht berührt, der hat kein Herz. Dabei sitzt man wie ans Buch gefesselt, kann es nicht fassen, und der Krimiteil wird hierbei Nebensache. Trotzdem ist auch dieser Teil spannend, und auch Wendungen sind mit eingebaut. Der Text lässt sich flüssig lesen.

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  • Ein berührendes Buch mit großer Nachwirkung

    Wundergirl

    hoonili

    30. March 2015 um 11:02

    Minna führt kein gewöhnliches Leben. Sie ist sehr einsam und hat mit 4 Männern ein rein sexuelles Verhältnis, wobei diese Männer sie dafür bezahlen. Ihr Studium bricht sie ab, sieht für sich selbst keine berufliche Perspektive. Als dann ein Mord geschieht muss sie an ihre Kindheit denken... Damals lebte sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einem Haus, in dem der Kioskbesitzer Harry und seine Frau lebten. Jetzt ist diese gestorben und Minnas Erlebnisse von früher kommen wieder hoch. Denn auch wenn Harry ihr Freund sein wollte, war er doch mehr als dies und hat ihr Leben sehr geprägt. Auf eine Art, die den Leser aufrüttelt... Nicht nur das bewegt Minnas heutiges Leben, sondern auch das Verhältnis zu ihrem Vater. Er hat sich nach der Trennung von ihrer Mutter nicht um sie gekümmert, ist abgetaucht. Doch nun ist er zurück, in einem Männerwohnheim in der gleichen Stadt. Wie wird sie damit umgehen? Die Autorin hat es geschafft, über ein sehr brisantes Thema mit viel Spannung und großer Einfühlsamkeit zu schreiben. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Erlebnisse aus Minnas Kindheit sind so erschreckend und gingen mir sehr nahe. Das Cover passt perfekt zum Inhalt - auch wenn es schlicht ist, man weiß nach einiger Zeit was der Stern bedeutet. Oft war ich den Tränen nahe, musste kurz aufhören zu lesen, weil es mich so sehr bewegt hat. Ein Buch, was ich nicht vergessen werde.

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  • Ebenso berührend wie verstörend realistisch

    Wundergirl

    Huschdegutzel

    Minna ist fast noch ein Kind, als ihre Welt zusammenbricht. Der Vater verlässt die Familie wegen einer anderen Frau. Die Zwölfjährige muss nicht nur den Umzug aus ihrem Zuhause in eine kleinere Wohnung, sondern auch die neuen Lebensumstände verkraften, denen sie, ihr Bruder Sören und ihre Mutter ausgesetzt sind. Auf der Schwelle zum Erwachsensein sehnt sie sich nach Geborgenheit und jenem Gefühl der Sicherheit, dessen Verlust ihre Kindheit jäh beendet hat. Dann tritt Harry in ihr Leben, der ihre Ängste spürt … Dreizehn Jahre später. Minnas Leben gleicht einem Strudel, der sie immer weiter hinunterzieht. Der Versuch, als Studentin im bürgerlichen Leben Fuß zu fassen, ist gescheitert. Sie fühlt sich wie eine Fremde im eigenen Körper, mit dem sie heimlich Geld verdient. Eines Tages kehrt plötzlich ihr Vater in die Stadt zurück, und ein Mord geschieht, der sie im Mark erschüttert. Sie kennt das Opfer. Kennt sie auch den Täter? Holt die Vergangenheit sie ein? So besagt es die Kurzbeschreibung und was sich dahinter verbirgt, ist - wenn man die Rahmenhandlung außer Acht lässt - so erschreckend realistisch, dass mir beim Lesen nahezu übel wurde. Vordergründig verfolgt man die Ermittlungen in einem Mordfall - in Wahrheit geht es hier um eine Kindheit, die durch einen gewissenlosen Pädophilen gnadenlos zerstört wird. Und um die Auswirkungen, die das Geschehen noch Jahre später auf die Seele des gepeinigten Mädchens hat. Ich muss sagen, dass ich mir sehr selten so schwer tue, ein Buch zu beschreiben wie hier. "Wundergirl" hat mich berührt, geschockt, mich aufgewühlt und mich unendlich wütend gemacht. Dass die Rahmenhandlung dabei zur Nebensächlichkeit wurde, ist sicher nicht auf mangelnde Spannung oder fehlende Überraschungsmomente zurück zu führen - dies alles ist hier auch durchaus gegeben. Autorin Meike Cuddeford schreibt mit einer wahnsinnigen Intensität und dabei einer Leichtigkeit, die mir als Mutter an mancher Stelle fast das Herz gebrochen hätte. Die Protagonistin Minna ist so nachvollziehbar seelisch vernarbt, dass sich die Handlung um den Mord und die Ermittlung dazu für mich nahezu in den Hintergrund drängte und ich mich immer mehr mit der Frage beschäftigte: was wäre, wenn...es Deine eigene Tochter wäre? Ich spreche hier eine ganz klare und deutliche Leseempfehlung aus - mit kleinen Einschränkungen, die sich aber weniger auf das Buch, als auf dem Leser beziehen. Das Cover ist für mich der Inbegriff eines Romans für junge Mädchen - die Farbgebung, der Titel und gerade der fehlende Klappentext bereiteten mich in keiner Weise darauf vor, was ich hier lesen durfte. Gerade aber sehr junge Mädchen sollten diesen Roman in meinen Augen auf keinen Fall lesen, wenn sie nicht über eine gewisse geistige Reife verfügen - und auch nur, wenn man als Mutter oder Vater bereit ist, sich mit ihnen hinzusetzen und über das Gelesene in aller Offenheit zu sprechen!! Manche Szenen, in denen Minna Gewalt angetan wird, sind so plastisch geschildert, dass sich mir als Erwachsener der Magen umdrehte und ich denke, junge Menschen, die am Anfang ihrer Pubertät stehen, sollten hier unbedingt einen Erwachsenen an der Seite haben, der ihnen für Fragen zur Verfügung steht - und am besten auch Ratschläge hat, wie sie sich verhalten können, sollte ihnen so etwas auch nur annähernd geschehen. Vielleicht bin ich da auch ein wenig überbesorgt - am Besten, Sie machen sich selbst ein Bild, ab wann Sie Ihr Kind hier zugreifen lassen!

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    • 4

    hoonili

    30. March 2015 um 10:51
    Huschdegutzel schreibt Ich bin da leider wohl wirklich etwas "übervorsichtig" - meine Tochter ist 14 und liest es demnächst, ich bin wirklich sehr gespannt, was sie dazu sagt! Auf jeden Fall habe ich noch einen Absatz ...

  • Leserunde zu "Wundergirl" von Meike Cuddeford

    Wundergirl

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Einladung zur Leserunde zum Roman „Wundergirl“ von Meike Cuddeford „Wundergirl“ erzählt die Geschichte der Studentin Minna Kahlert, die als Kind sexuelle Gewalt erlebt hat, und den Problemen, die sich daraus in ihrem Erwachsenenleben ergeben. Statt zu studieren und die Erwartungen ihrer Familie zu erfüllen, arbeitet sie als Callgirl, lebt in den Tag hinein und träumt davon, die Großstadt eines Tages zu verlassen, um irgendwo anders neu anzufangen. Doch dann erfährt sie aus dem Radio, dass ein Mord passiert ist, und sie kennt das Opfer. Ohne sich dagegen wehren zu können, muss sie sich plötzlich mit der eigenen Vergangenheit auseinandersetzen und über Dinge nachdenken, die sie jahrelang verdrängt hat, bis die Ereignisse sich überschlagen und die Lage der jungen Frau immer brenzliger wird. Nun liegt es an ihr, ob sie sich daraus befreien kann oder nicht … Das Buch soll aufrütteln, indem es die Hilflosigkeit und das Leid des Mädchens beschreibt, aber auch verdeutlichen, welche Möglichkeiten es gibt, Kinder vor sexueller Gewalt durch Erwachsene zu schützen. Liebe Lovelybooks - Leser, mir ist bewusst, dass ich mich mit diesem Sozialkrimi an ein schwieriges Thema herangewagt habe, über das viele Menschen (aus den unterschiedlichsten Gründen) nicht gerne sprechen: Sexuelle Gewalt gegen Kinder, auch genannt „Sexueller Missbrauch“. Umso mehr würde es mich daher freuen, wenn Ihr meiner Einladung folgen würdet und zu einem gedanklichen Austausch über Minnas Erlebnisse bereit wäret! Um Euch für eines der zehn kostenlosen Taschenbuch-Exemplare zu bewerben, beantwortet einfach folgende Frage: Was war Euer Lebensinhalt, als Ihr dreizehn Jahre alt wart, was hat Euch am meisten beschäftigt, mit welchem Gedanken seid Ihr abends eingeschlafen und morgens aufgewacht? Selbstverständlich möchte ich auch alle Leser, die kein Freiexemplar gewinnen, herzlich zu der Leserunde einladen! Eine Leseprobe findet Ihr hier Über Rezensionen würde ich mich natürlich auch sehr freuen. Also, bis demnächst, Eure Meike Cuddeford

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    • 248
  • Klasse!

    Wundergirl

    MichelleRosebird

    13. March 2015 um 00:04

    Ich bin wirklich positiv überrascht von dem Buch. Erst dachte ich mir, dass es sich ja sehr interessant anhört und ich mich ruhig bei der Leserunde bewerben kann, aber als ich es dann wirklich gelesen habe, hat es mich wirklich gefangen und ergriffen. Es ist wirklich ein sehr schweres Thema, über welches man viel öfter offen und ehrlicher reden sollte. Die Autorin hat es beängstigend genau beschrieben und ihr Schreibstil ist flüssig und ausgezeichnet. Das Buch ist in drei Leseabschnitte unterteilt und der letzte hat mir am besten gefallen. Während es sich am Anfang noch sehr schleppend und verwirrend aufgebaut hat, war es am Ende schon viel klarer und man war schon in die Geschichte intergriert. Es blieb wirklich spannend bis zum Schluss, selbst auf der letzten Seite gab es noch Fragen die dort beantwortet wurden. Der Grund warum ich nur vier Sterne vergeben habe war, dass auf dem Buch kein Klappentext aufgedruckt ist, was ich sehr schade finde. Das Cover war erst nicht meins, aber beim lesen habe ich festgestellt, dass es wirklich gut passt. Dennoch hätte ich aufgrund der Ernsthaftigkeit des Buches lieber dunklere Farben gewählt. Außerdem finde ich es nicht so toll, dass am Ende ein paar offene Fragen zu Nebencharakteren bleiben. Alles in allem war es erschreckend und doch sehr emotional und ergreifend und ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Eigentlich wäre die Bewertung eine 4,5 geworden, nur leider geht das hier ja nicht.

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  • Erschütterndes, ehrliches Thema toll verpackt in einen Roman. Spannung hält bis zum Schluss.

    Wundergirl

    sabrinchen

    11. March 2015 um 23:34

    Mit diesem Buch hat sich Meike Cuddeford in mein Herz geschrieben. Schonungslos und erschütternd greift sie hier ein Tabuthema der Gesellschaft auf. ( Sexuellen Missbrauch ) Das Cover und der Buchtitel sind sehr passend gewählt. Mit der sympathischen und authentischen Protagonistin Minna und anderen interessanten Charakteren trifft sie genau ins Schwarze. Mit dem Mord von Elsa einer alternden Kioskbesitzerin fängt alles an. In der Gegenwart und mit Rückblenden auf die 12 jährige Minna erzählt sie die Geschichte des Wundergirls. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und total gut verständlich. Der Erzählstil ist sehr direkt und offen und beschönigt nichts. Die schonungslose Erzählweise gefällt mir sehr gut und auch werden die Dinge beim Namen genannt. Ich musste selbst solche Erfahrungen machen deshalb konnte ich die Dinge und auch Minnas Werdegang sehr gut nachvollziehen. Oft musste ich schlucken und fühlte mich in die Zeit zurückversetzt. Die Handlung ist bis zum Ende fesselnd und gut durchdacht. Die Krimielemente wurden toll mit der Lebensgeschichte Minnas verwoben und bis zum Schluss spannend gehalten. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und definitiv 5 Sterne.

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