Michel Houellebecq Platform

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Inhaltsangabe zu „Platform“ von Michel Houellebecq

Michel is a civil-servant, an account manager at the Ministry of Culture. When his father is murdered and he comes into some money, Michel takes leave of absence to go on a package tour to Thailand. Relieved to get away, he is nonetheless infuriated by the shallow hypocrisy and mediocrity of his fellow travellers.
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    Platform
    Miserable

    Miserable

    14. April 2014 um 16:55

    "Plattform" ist nicht für jedermann. In der Figur des Michel findet sich eine Person, welche von der Welt enttäusch ist und der somit alles egal ist. Seine einzige Erfüllung scheint er in seinen Sexabenteuern zu finden, welche ziemlich ausführlich beschrieben werden. Es fiel mir schwer, mich mit ihm zu identifizieren, da er größtenteils auf seine Triebe reduziert wird und ansonsten kalt und abweisend ist. Auch die anderen Figuren bleiben ziemlich unnahbar, sodass der Roman zeitweise sehr steril erscheint. Der Roman setzt sich mit Tabuthemen wie Sextourismus auseinander: Kann man darüber reden? Kann man offiziell Reisetouren anbieten, welche nur diesem Zweck dienen? Wer macht bei so etwas mit? Wie groß wird der Medienrummel sein? Das Gedankenexperiment ist interessant, scheitert am Ende allerdings. Ärgerlich dabei war die eintretende Katastrophe, welche in diesem Falle einfach viel zu sehr aus der Luft gegriffen war. Die Handlung und auch der Roman findet ein jähes Ende mit Michel, der sich wieder am Anfang befindet, wenn nicht sogar noch viel weiter zuvor. Ich tue mich ein bisschen schwer mit einer Leseempfehlung: Einerseits ist das Buch ganz amüsant und flüssig zu lesen, andererseits könnten sich "zärtere Gemüter" ein bisschen überfordert fühlen. Man kann den Roman gelesen haben, muss es aber nicht.

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  • Rezension zu "Platform" von Michel Houellebecq

    Platform
    yofresh

    yofresh

    10. June 2007 um 23:14

    Platform ist Houellebecq's bestes Buch. Ein Skandalbuch, ohne Zweifel, konkrete Sexphantasien eines alternden Franzosen - sicherlich. Aber in vielen kleinen Momenten sind es genau die Dinge, die doch letztlich zwischen Mann und Frau passieren, oder? Houellebecq bringt es auf den Punkt: Es gibt guten und schlechten Sex. Wenn die Verliebtheit zwischen Mann und Frau weg ist, bleibt nur noch guter oder schlechter Sex - oder keiner mehr. Houellebecq beschreibt diesen Moment als den letzten Moment einer Beziehung zwischen Mann und Frau. Man wird das Gefühl nicht los, das Houellebecq aus den Seelen vieler Mittvierziger schreibt, deren Ehen zu Ende gehen. Die Hoffung auf Liebe ist bei Houellebecq schon vergangen, als er sich doch endlich unsterblich verliebt - in Valerie. Weil Valerie eine Frau ist, die es versteht, Sex zu leben. Und letztlich bleibt wenigstens das, wenn die Liebe vergangen ist, so beschreibt es Houellebecq. Ein faszinierendes Buch mit hemmungslosen Sexszenen, fast ein Porno. Ein echter Houellebecq, für den man sich erst mal in die Phatasiewelt dieses Mittvierzigers einfühlen muss :-)

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