Mira Magén Die Zeit wird es zeigen

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Inhaltsangabe zu „Die Zeit wird es zeigen“ von Mira Magén

»Dieses Buch geht unter die Haut.« Ma’arivAnna ist dreizehn. Sie steht auf der Strandterrasse und wartet. Vergessen sind ihre motorischen Störungen, vergessen alle Vorsicht. Anna sieht ihren Traum: Ein am Geländer lehnendes Fahrrad, die Sonne hoch und strahlend, das Meer in gleißendem Licht. Ein kurzer Moment rauschhaften Glücks – die erste Fahrradfahrt ihres Lebens, der kleine Bruder jubelnd auf dem Gepäckträger ...Aber Anna stürzt, und der kleine Bruder schlägt mit dem Kopf auf und fällt ins Koma. Nur die Möwen sind Zeugen dieses Unfalls, und Anna schweigt. Fortan jedoch verändert sich alles für sie, der Geschmack des Brotes, die Höhe des Himmels, die Farbe des Meeres. Das Geflecht der Familie droht zu zerreißen, Rettung bringen schließlich Liebe, Nähe und Beharrlichkeit.

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  • Rezension zu "Die Zeit wird es zeigen" von Mira Magén

    Die Zeit wird es zeigen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. June 2012 um 14:49

    Klappentext: Ein Unfall und seine Folgen. Ein kraftvoller, intensiver Roman um schuldloses Schuldigwerden, um Verzagen und Selbstvertrauen, und um die läuternde Macht von Zusammengehörigkeit und Liebe. Meine Meinung: Mira Magen hätten den Titel ihres Romans nicht passender wählen können. Denn tatsächlich erlebt der Leser die Entwicklung einer Familie über den Zeitraum eines Sommers nachdem der Sohn einen tragischen Unfall erlebt. Anna erlitt bei ihrer Geburt einen Sauerstoffmangel der ihr Hirn so schädigte, dass sie seit diesem Tag mit Gleichgewichtsstörungen leben muss. Dennoch schnappt sie sich ein Fahrrad, nimmt ihrem 5 jährigen Bruder Tom mit der plötzlich während der Fahrt fällt und mit dem Hinterkopf aufschlägt. Er fällt ins Koma und nichts in dieser Familie ist mehr so wie es sein sollte. Anna wird erdrückt von ihrer Schuld und traut sich nicht irgendwem davon zu erzählen. Schon der Schreibstil der Autorin stellte sich gleich zu Beginn für mich als eine große Herausforderung dar. Die Handlung wird in Gegenwart und Vergangenheit erzählt, mit vielen Gedankengängen und Gedankensprüngen. Es tauchen sehr viele Personen auf und aufgrund des Handlungsortes hatte ich auch etwas Schwierigkeiten mit den Namen. Hat man sich aber erst einmal an den Schreibstil gewöhnt, so lässt dieses Buch aufgrund der vielen Handlungsstränge den Leser nicht mehr los. Dieser Roman besitzt meiner Meinung nach enorm viel Tiefgang und Feingefühl, denn obwohl ich über viele Eigenschaften gewisser Personen den Kopf geschüttelt habe, konnte ich einige Vorgänge sehr gut nachvollziehen und die Emotionen nachempfinden. Die Beschreibung des Meeres und der Siedlung ließen sich in meiner Fantasie sehr gut visualisieren. Auch die Personen selbst sind mit all ihren verschieden Schicksalen und Gedanken gut dargestellt. Anna und Toms Eltern waren für mich mit ihrer Einstellung zum Leben schwer gewöhnungsbedürftig, dafür aber umso interessanter. Meine Lieblingsperson war je doch Edisso, eine Person die wirklich in jeder Lebenslage treu zur Seite steht. Sehr deutlich tritt auch das Liebesleben beziehungsweise die offene Einstellung dazu, in der Handlung hervor. So beschäftigt also nicht nur die Frage „Was wird aus Tom und Anna“ sondern auch „Wie lange kann das noch gut gehen“ den Leser. Und stets erhält man die Antwort „ Die Zeit wird es zeigen“. Mit 395 Seiten hatte der Roman für mich eine angenehme Länge. Der Schreibstil war für mich, wie weiter oben erwähnt, etwas gewöhnungsbedürftig so das es anfangs meinen Lesefluss bremste. Der Titel und auch das Cover passen perfekt zu der Geschichte. Fazit: Die Zeit wird es zeigen, ist eine interessante und emotionale Geschichte, die den Leser fesseln und beeindrucken kann. Unerwarteter Tiefgang und ein abenteuerlicher Verlauf, ließen mich den Sommer einer Familie verfolgen, die voller Überraschungen steckte. Gesamtwertung: Mira Magén , Anfang der fünfziger Jahre in Kfar Saba (Israel) geboren, blieb der orthodoxen, ostjüdisch geprägten Welt ihrer Kindheit bis heute verbunden, die Stationen ihrer Biographie verraten jedoch eine Revolte: Studium der Psychologie und Soziologie, Ehe und Kinder, alle fünf Jahre ein anderer Beruf - Lehrerin, Sekretärin, Krankenschwester und schließlich Schriftstellerin. Magén zählt neben Zeruya Shalev zu den bedeutendsten Autorinnen ihres Landes. Ihr Werk, das Romane und Erzählungen umfasst, wurde u.a. mit dem Preis des Premierministers 2005 ausgezeichnet. Mira Magén lebt in Jerusalem und hält viel beachtete Poetik-Vorlesungen, derzeit an der Hebräischen Universität Jerusalem. (Quelle: dtv Verlag) © Michaela Gutowsky

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  • Rezension zu "Die Zeit wird es zeigen" von Mira Magén

    Die Zeit wird es zeigen

    traumwald

    22. February 2011 um 16:12

    Die Sonne geht auf und die Sonne geht unter! :: "Die Zeit wird es zeigen" von Mira Magén ist ein poetisches Gesamtkunstwerk! Ein Buch über die Schicksale im Leben einer israelischen Familie - intensiv, ruhig und tief. :: >>Die Sonne hoch und strahlend, das Meer im gleißenden Licht und Anna sah ihren Traum: Ein am Geländer lehnendes Fahrrad. Ein kurzer Moment rauschhaften Glücks - Die erste Fahrradfahrt ihres Lebens, der kleine Bruder jubelnd auf dem Gepäckträger...<< :: >>"Los Anna, das ist dein Tag"<< Die dreizehnjährige Anna fühlte sich pudelwohl und vergaß für einen kurzen Augenblick ihre motorischen Störungen. Sie war wie berauscht, trat in die Pedale, immer schneller werdend. Sie stürzte und mit ihr der kleine Tom, der mit dem Kopf auf hartem Asphalt aufschlug. Nun lag er da, reglos, mit weit ausgestreckten Armen, bereit den Himmel aufzufangen, bis es niederschlug - der Regen. Doch Tom bekam es nicht mehr mit. Keiner weiß genau was geschehen ist, nur das Tom, der in der Nacht den Zweitnamen Chajim für das ´Leben` verliehen bekam, im Koma lag. Anna verstummt! Die einzigen der anwesenden Zeugen waren die Möwen, der Himmel und das glitzernde Meer. Die Leute sagten, er sei hoch oben auf dem Geländer herumbalanciert und gestürzt. Doch das ist nicht die Wahrheit! Wie lange wird Anna schweigen und die Schuld in sich aufsaugen? :: Es heißt, fortan verändert sich alles für sie. Aber in dieser Geschichte verändert sich auch alles um Anna herum. Sie und Tom sind der Grund, weshalb sich die Eltern selbst vergessen. Träume und das Zwischenmenschliche, die Probleme eines Ehepaars geraten in den Hintergrund und verschwinden im Schatten. Auch sie sind schweigsam und hüten ihre Geheimnisse. Man stellt sich nicht nur eine bestimmte Frage, sondern man sieht in den Himmel und schreit das WARUM laut heraus. Immerzu! Als Anna auf die Welt kam, hatte Gott das bisschen mehr Sauerstoff für ihr Gehirn zurückgehalten. Der Hahn wurde einfach abgedreht. Es war so, als wollte er mit der Geburt von Annas Schwester Naomi alles wieder gut machen. Sie ist vollkommen! Nur Gott kennt die Antwort auf Engel mit gebrochenen Flügeln. :: Edisso wurde an dem besagten Sommer als Aushilfe für den Familieneigenen Imbiss am Strand angestellt. Er ist anders als Andere, und das bekam er damals merklich zu spüren. Er kümmert sich liebevoll um seine Mutter und um seine Geschwister. Er macht all die Dinge, um die sich für gewöhnlich Väter kümmern - wenn sie denn da sind. Wenn die Eltern, Cheli und Mike nicht da waren, sollte Edisso immer ein Auge auf Anna haben. Anna fühlte sich, als würde man sie schützend in Watte packen und vor weiterem Unheil bewahren wollen. Sie rebelliert gegen alles und Jeden. Fragen, ob sie etwas genaueres zum Unfallhergang wüsste, umgeht sie, indem sie gekonnt auf andere Themen eingeht. Es ist wie eine Flucht ihrer Selbst, aber nicht nur sie flieht vor der Wahrheit. :: Schreibweise & Sprachstil - Charakter Beginnend mit dem Unfall schlüpft man in Annas Gedanken. Ihre Worte wirken nicht nur auf uns so, als wären sie über die Zunge eines Erwachsenen gekrochen. Für einen langen Zeitraum dann verfolgt man die Gedanken der Eltern und anderen Personen, die hin und her wechseln. Dies erfordert höchste Konzentration, weil diese Gedankensprünge nicht gesondert gekennzeichnet sind. Sei es über die Schriftform, einem Absatz oder über das jeweilige Kapitel. Erzählt wird im Präteritum aus der dritten Person heraus und in einer leidenschaftlich poetischen Sprache voller Wärme, die uns ganz nah dabei sein läßt, wenn man sich darauf einlässt. :: Fazit Dieses Buch ist in jeder Hinsicht wahrlich das, was man als einen EXOTEN bezeichnen würde. Ein Karussell aus Leidenschaft und Worten, die einen zutiefst bewegen und beschäftigen. Um die Worte zwischen den Zeilen zu verstehen, sollte man sich für dieses Buch bewusst viel Zeit nehmen. Ein Schmuckstück für Dichter, Denker und den Romantikern unter uns. Das Geschriebene lässt viel Raum für Eigeninterpretationen. Mira Magéns Werk hat mich nicht nur nachdenklich gestimmt, sondern durch und durch begeistern können. Unbedingt zu empfehlen!

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