Natacha Tormey Euer Traum war meine Hölle: Als Kind misshandelt und missbraucht in einer Sekte

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Inhaltsangabe zu „Euer Traum war meine Hölle: Als Kind misshandelt und missbraucht in einer Sekte“ von Natacha Tormey

Natashas Eltern sind echte Hippies, sie träumen von der freien Liebe und dem Weltfrieden. Naiv lassen sie sich von der Sekte Children of God anwerben - so wird ihre Tochter Natasha in die Sekte hineingeboren, ebenso wie ihre Geschwister. Ein normales Familienleben wird Natasha nie kennenlernen. Die Sekte propagiert die freie Liebe, auch mit Kindern! Getrennt von ihren Eltern, sind Natasha und ihre Geschwister dem Missbrauch durch fremde "Onkel" und "Tanten" schutzlos ausgeliefert.

Grausam Kindheit in einer Sekte. Wie kann ein Kind das aushalten?

— makama
makama
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  • Eine Sekte, in der Kindermissbrauch als normal angesehen wird

    Euer Traum war meine Hölle: Als Kind misshandelt und missbraucht in einer Sekte
    Saphier

    Saphier

    08. August 2016 um 12:45

    Sekten waren schon in der Schule immer interessant für mich. Durchgenommen hatten wir ein wenig dazu in Werte und Normen. Schon damals habe ich den Unterricht aufmerksam verfolgt. Auch wenn ich in meinem Alltag nichts mit Sekten zu tun habe, reicht das Wissen darum. Gefragt habe ich mich immer, ob es auch Gruppierungen gibt, die gute Absichten diesbezüglich haben. Gibt es auch Sekten in denen gute Vorsätze verbreitet werden? Bisher habe ich immer geschlossene Gemeinschaften erlebt, die mit Gehirnwäsche ihre Mitglieder an sich binden. Tabus werden innerhalb dieser Reihen ignoriert und frei ausgelebt.In diesem Fall ist es Gewalt und sexueller Missbrauch. Auch wenn Natasha als Kind relativ wenig mitbekommen hat, die Erwachsenen in ihrem Umfeld haben ihre Sexualität frei ausgelebt. Nicht nur mit dem eigenen Partner wurden Intimitäten ausgetauscht, verheiratete Frauen durften und sollten untereinander geteilt werden. Sexueller Missbrauch an Kindern war üblich. Geschlagen wurden sie angeblich zu ihrem besten, zumindest behaupteten dies die Onkel und Tanten.Als Kind in einen Sekte hineingeboren zu werden bedeutet im Leben so ziemlich alles hinzunehmen und zu ertragen. Eine Möglichkeit sich selbst zu verteidigen gab es innerhalb der Sekte zu keiner Zeit. Von der Außenwelt ist man sowieso abgeschirmt. Obwohl ich immer dahinterstehe Gerechtigkeit selbst zu suchen, kann ich all den Kindern nicht übel nehmen, dass sie sich nicht trauten die Wahrheit über die Lippen zu bringen. Wagten sie auch nur sich zu beschweren, drohten ihnen Schläge. So verurteile ich Natasha zu keiner Sekunde. Sie ist in diesem Umfeld aufgewachsen. Obwohl sie es merkt, dass so einiges falsch läuft, kennt sie es nur so und nicht anders.Es gibt einen Abschnitt den ich so schnell nicht vergessen werde. Natasha hat in ihrer Kindheit einmal die Gelegenheit zu sehen was ihr verwehrt wurde. Die Spielzeuge eines Jungen, deren Familie nicht zur Sekte angehören, und sein wohlbehütetes Leben ließen Natasha wünschen nicht mehr in die Isolation zurückzukehren. Schlagartig wurde ihr bewusst wie anders ihr Leben verlaufen könnte. Ihr herzzerreißendes Weinen kann ich so einfach wohl nicht vergessen. Das war auch der mit Abstand mitreißenste Moment.Zum Ende hin wurde die Geschichte nur noch wiedergegeben und der Leser nicht mehr zum mitfühlen aufgefordert. Solche Lebenserfahrungen könnten so richtig Mitgefühl hervorbringen. Jedoch fehlte mir hier das gezielte herausschreiben. Mich hätte Natasha Geschichte mitten ins Herz treffen müssen. Die Tragik war mir zwar bewusst, aber mitgenommen hat mich das Ganze dann doch nicht so sehr wie ich es mir vorgestellt hatte.Ähnliche Gruppierungen befinden sich zwischen uns und leben ihre Lebensweise aus. Das wichtigste ist wohl zum einen sie von ihrer Überzeugung abzubringen, jedoch ist es noch wichtiger selbst nicht überzeugt zu werden. Denn nicht um sonst gibt es trotz allem viele Sektenmitglieder.Für die Zukunft hoffe ich, dass keine Kinder mehr missbraucht werden. Und auch das so viele Wahrheiten nicht verdreht werden. An erster Stelle kommt für mich jedoch, dass keiner mehr vom Weg abkommt und sich in einem Teufelskreis verliert. Einreden kann der Mensch sich vieles, aber die Wahrheit darf nicht vergessen werden.Fazit: Alles in allem eine weitere Erfahrung für mich. Auch wenn ich den Schreibstil besser erwartet habe, war es für mich eine Bereicherung dieses eBook gelesen zu haben. Jede Lebenserfahrung ist eine Geschichte mehr aus der ich lernen kann. Allein zum dazulernen empfehle ich dieses Buch weiter.Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen 

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  • In den Fängen der "Familie"

    Euer Traum war meine Hölle: Als Kind misshandelt und missbraucht in einer Sekte
    makama

    makama

    22. January 2015 um 09:22

    Natacha und ihre 12 Geschwister wachsen in einer Sekte auf -- genauer gesagt, bei den "Cildren of God", die sich später auch "The Family" nennen. Eine normale Kindheit kennt sie nicht -- denn die Kinder der "Familie" leben nicht bei ihren Eltern, sondern in Kinderhäusern, betreut von fremden "Onkeln und Tanten" - sie sind denen schutzlos ausgeliefert. Strengste Strafen für geringste Vergehen und auch Missbrauch gehören zur Tagesordnung. In den wenigen Stunden, die sie zusammen verbriungen düfen wagen die Kinder nicht ihre wahren Erlebnisse zu erzählen ... geglaubt hätte ihnen sicher auch keiner. Natachas Eltern sind schon alsJugendliche in die Fänge der Sekte geraten und dank einer gründlichen Gehirnwäsche empfinden sie ihr Leben als normal, ja sogar als was ganz Besonderes ---- denn sie die "Familie" sind die Auserwählten...... Auch die Kinder müssen die Lehren "Grandpa Berg" mit allen Abscheulichkeiten verinnerlichen....... Den Eltern kommt zwar manches merkwürdig vor --- aber sie nehmen es hin.... SEX ist das wichtigste.....   um neue Anhänger zu finden müssen sie sich mit denen teilen, das heißt mit denen schlafen .... auch schwangere Frauen... Häufige Wechsel in andere Kommunen gehören hauptsächlich in Asien gehören dazu -- denn da können sie fast unbehellogt leben. Dazu kommt bittere Armut, denn das von den Mitgliedern verdiente, sprich erbettelte Geld muss bis auf einen ganz geringen Teil abgegeben werden. Natacha und ihre älteren Geschwister halten das irgendwann nicht mehr aus und verlassen die "Familie". Mehr hier nicht .... lest selbst. Das Buch ist ganz schön heftig, aber es gibt auch viele Wiederholungen und manchmal es ist zu ausschweifend, deshalb 4,5 Sterne, die ich auf 4 abrunde.

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