Oliver Becker Die Sehnsucht der Krähentochter

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Inhaltsangabe zu „Die Sehnsucht der Krähentochter“ von Oliver Becker

Teichdorf im Schwarzwald um 1640. Nach drei ruhigen Jahren kehrt der Krieg zurück nach Baden. Doch noch schlimmer als das heranrückende französische Heer ist für die Teichdorfer Dorfbewohner die Bedrohung durch einen spanischen Söldnertrupp und die Heilige Inquisition. Selbst vor Hexenverbrennungen schreckt man nicht mehr zurück. Bernina, die Besitzerin des Petersthal-Hofes, ist in großer Sorge um ihre Mutter, die „Krähenfrau“, die aufgrund ihrer besonderen Heilkräfte ins Visier der Inquisitoren gerät. Als dann noch ihr Mann Anselmo verschwindet nehmen die schrecklichen Ereignisse ihren Lauf…

Äußerst lesenswert! Wer historische Romane mag, wird dieses Buch lieben.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

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  • sehr ansprechender historischer Roman

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    08. May 2013 um 17:02

    Inhalt: Teichdorf im Schwarzwald, 1640: Mitten in der Zeit des dreißigjährigen Krieges leben die Junge Bernina und ihr Mann Anselmo auf dem Petersthal-Hof. 3 Jahre hat der Krieg Teichdorf den Rücken zugekehrt, doch nun kehrt er mit voller Kraft zurück. Angst und Schrecken stehen auf der Tagesordnung. Zum Schutz der Teichdorfer Bürger heuert der fanatische Pfarrer Egidius Blum spanische Söldner an. Doch sie tyrannisieren die Bevölkerung und halten die Bürger mit Gewalt unter Kontrolle. Zusätzlich beginnt der Pfarrer auch damit, wieder Hexenverbrennungen durchzuführen. Da Bernina nicht tatenlos zusieht und gegen die Schreckensherrschaft aufbegehrt, gerät auch sie bald in das Visier der Häscher. Als dann auch noch ihr Mann Anselmo aus unerklärlichen Gründen verschwindet und ihr nur eine kurze, nichtssagende Nachricht hinterlässt, nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Meinung: Bei „Die Sehnsucht der Krähentochter“ handelt es sich zwar um den zweiten Band der Trilogie von Oliver Becker, jedoch ist es nicht nötig den Vorgänger zu kennen. Auch ich bin erst mit diesem Band in die Geschichte eingestiegen und hatte nie das Gefühl, dass mir fürs volle Verständnis irgendeine wichtige Information fehlt. Ganz im Gegenteil, der Autor entführt den Leser, nach einem für mich etwas holprigen Einstig, geschickt in die grausame und harte Welt des dreißigjährigen Krieges. Dabei weiß ich nicht einmal genau, wieso mir der Einstieg etwas schwer viel. Denn wie bereits erwähnt, erhält der Leser alle nötigen Informationen. Außerdem befindet man sich ohne langes Vorgeplänkel gleich mitten in der Geschichte, doch aus welchem Grund auch immer, konnte mich der Roman erst nach ca. 50 Seiten so wirklich packen. Doch dann hat er mich nicht mehr los gelassen. Die Handlung ist spannend und schafft es problemlos den Leser in seinen Bann zu ziehen, denn neben einem abwechslungsreichen, aber stets stimmigem Plot, überrascht der Autor auch mit manch unvorhersehbarer Wendung. Doch auch der Schreibstil von Herrn Becker kann überzeugen. Denn nicht nur, dass er flüssig und leicht zu lesen ist, sondern der Autor besticht überwiegend mit seinen atmosphärischen, realistischen und bildhaften Beschreibungen, wodurch man sich beim Lesen gut in die angegebene Zeit versetzten kann. So deutet er auch oft die Grausamkeiten dieser Zeit an, ohne zu genau ins Detail zu gehen. Diese Entscheidung kann ich nur bekräftigen, da dadurch die Fantasie angeregt wird, ohne die Handlung zu sehr darauf zu versteifen. Dementsprechend beschreibt der Autor in seinem Roman eine ausgewogene Mischung aus Romantik und Krieg. Außerdem sind die Charaktere sehr vielfältig. Protagonistin Bernina ist eine starke, selbstbewusste und vor allem sehr mutige Frau. Doch dabei wirkt sie immer menschlich und authentisch, und auch wenn ich, vor allem gegen Ende, nicht unbedingt alle Entscheidungen genauso getroffen hätte, war sie mir sehr sympathisch. Aber auch die Nebencharaktere sind vielseitig gestaltet und füllen den Roman mit Leben. Besonders Henker Nils hat mir gut gefallen, da er stets etwas Geheimnisvolles an sich hat. Aber auch seine Art, wie er mit Bernina umgeht, fand ich sehr angenehm, da er sie nie bedrängt, aber ihr dennoch immer zur Seite steht. Und in dieser Art und Weise könnte man auch über die meisten anderen Figuren kurze Beschreibungen ihre Besonderheiten abgeben, denn sie bleiben dem Leser durch ihre Lebendig-und Vielfältigkeit lange im Gedächtnis. Fazit: Ein sehr ansprechender historischer Roman, für den man den Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben muss und den ich nicht nur Stammlesern historischer Geschichten ans Herz legen möchte. Der Autor konnte mich mit einer spannenden Handlung, liebevoll gestalteten Charakteren, sowie einem anschaulichen Schreibstil überzeugen. 4 von 5 Sternen.

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  • Die Krähentochter

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    conneling

    conneling

    26. April 2013 um 22:07

    Die Sehnsucht der Krähentochter spielt in Teichdorf im Schwarzwald um 1640, nach drei ruhigen Jahren kehrt der Krieg zurück nach Baden, der Schrecken und die Angst davor sind überall.Das heranrückende französische Heer ist für die Teichdorfer Dorfbewohner eine Bedrohung, aber noch schlimmer ist für die Teichdorfer die Angst vor einem spanischen Söldnertrupp und die Heilige Inquisition, Hexenverbrennungen kennt nun mittlerweile auch jeder. Bernina, die Besitzerin des Petersthal-Hofes, macht sich sehr viele Gedanken um ihre Mutter, die Krähenfrau, die den Inquisitoren ein Dorn im Auge ist, da sie besondere Heilkräfte zu besitzen scheint und ist in großer Sorge um sie. Dann verschwindet auch noch ihr Mann Anselmo. Oliver Becker hat mich mit seinem Schreibstil wirklich überzeugt, die Beschreibungen der Charaktere waren sehr genau und echt dargestellt, man war gleich mittendrin. Die Beschreibungen der Gegend, der Zeit lassen einen eintauchen in die Zeit, man spürt die Härte, die Gewalt aber auch sehr viel Gefühl. Mir hat die Lektüre wirklich sehr viel Vergnügen bereitet und ich möchte unbedingt mehr von Oliver Becker lesen.

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  • Leserunde zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    Lilia

    Lilia

    Lust auf einen packenden historischen Roman? Dann mach mit bei der neuen Leserunde zu „Die Sehnsucht der Krähentochter“ von Oliver Becker – und bewirb dich für eines von 15 Testleseexemplaren. „Die Sehnsucht der Krähentochter“ ist der zweite Band der „Krähentochter“-Trilogie. Doch keine Sorge: Auch alle, die den ersten Band („Das Geheimnis der Krähentochter“) nicht kennen, sind herzlich eingeladen. Jeder Band kann ganz einfach „für sich“ gelesen werden. Darum geht’s (laut Presse) in dem Buch: „Eine spannende Kriminalgeschichte über Verfolgung, Hexenverbrennung und die Liebe zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Großartig!“ Teichdorf im Schwarzwald um 1640. Nach drei ruhigen Jahren kehrt der Krieg zurück nach Baden. Doch noch schlimmer als das heranrückende französische Heer ist für die Teichdorfer Dorfbewohner die Bedrohung durch einen spanischen Söldnertrupp und die Heilige Inquisition. Selbst vor Hexenverbrennungen schreckt man nicht mehr zurück. Bernina, die Besitzerin des Petersthal-Hofes, ist in großer Sorge um ihre Mutter, die "Krähenfrau", die aufgrund ihrer besonderen Heilkräfte ins Visier der Inquisitoren gerät. Als dann noch ihr Mann Anselmo verschwindet nehmen die schrecklichen Ereignisse ihren Lauf... 15 Testleser gesucht! Wer nun gemeinsam mit anderen Lesern über dieses Buch diskutieren und es anschließend rezensieren möchte, kann sich im Unterthema „Bewerbung als Testleser“ für eines der 15 Testleseexemplare bewerben, die der Gmeiner-Verlag netterweise spendiert. Beantwortet bis Mittwoch, 06. Februar 2012 nur eine Frage: Wie heißt das Schwarzwälder Heimatdorf der „Krähentochter“? Selbstverständlich ist auch jeder, der das Buch nicht gewinnt, herzlich eingeladen, mit dabei zu sein und uns beim Lesen und den Austausch zu begleiten! Und gerne auch alle, die das Buch bereits besitzen. Bedingung wie immer das zeitnahe Mitlesen in der Leserunde und eine anschließende Rezension – am liebsten auch auf Verkaufsplattformen wie Amazon und Co.. Oliver Becker wuchs in Blumberg/Schwarzwald auf und lebt heute in Frankfurt am Main, wo er für eine internationale Werbeagentur tätig ist. Nach den erfolgreichen historischen „Krähentochter“-Romanen erschien mit „Schmetterlingstod“ der erste Kriminalroman des Autors. Im März 2013 folgen der dritte Roman um die „Krähentochter“ und der Krimi „Der Totengräber“. Bisherige Veröffentlichungen im Gmeiner-Verlag: Die Entscheidung der Krähentochter (März 2013) Schmetterlingstod (2012) Die Sehnsucht der Krähentochter (2012) Das Geheimnis der Krähentochter (2010) Andere Veröffentlichungen: Der Totengräber (März 2013) Kleinstadtghetto Ballade (2010, Plöttner-Verlag) Kristin, wo steckst du? (2011, Satzweiss-Verlag)

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  • Historische Romane sind längst nicht mehr verstaubt!

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    Mimi19

    Mimi19

    30. March 2013 um 16:11

    Teichdorf 1640: Nach ruhigen 3 Jahren kehrt der grausame Krieg zurück. Und mit ihm ein Heer spanischer Söldnertruppen, die das Leben im Dorf ungemein erschweren. Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Berninas Mann Anselmo verschwindet und hinterlässt nur eine kurze, nichtssagende Nachricht. Als sie selbst versucht, grausame Taten an Kindern zu stoppen wird sie gefangen genommen und das Gerücht, sie sei eine Hexe macht die Runde. Auch ihre Mutter soll verbrannt werden.... Kann Bernina es schaffen, das Unheil abzuwenden und ihren Mann wohlauf wiederzufinden?   Die Tatsache dass dies mein erster historischer Roman war und es von genau diesem schon einen Vorgänger-Roman gibt, bereitete mir ein unbehagliches Gefühl. Doch schon kurz nach Eintreffen des Buches konnte ich es kaum erwarten in die Geschichte einzutauchen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mir fehlten lediglich vereinzelte Fakten des vorhergehenden Romans um zu 100% begeistert zu sein. Die Personen wurden unwahrscheinlich lebendig und liebevoll gezeichnet. Als Leser hatte ich oftmals das Gefühl, ich würde die Geschichte nicht lesen, sondern aus erster Hand erzählt bekommen. Auch bestach jede Person durch ihre einzigartigen Charakterzüge, die das ganze Buch begleiteten. Die Handlung und Thematik wurde abwechslungsreich und ausgewogen mit Romantik, großer Liebe, Krieg, Grausamkeiten gefüllt.   Mein Fazit: Super Ausarbeitung und Recherche Tiefgehendes Thema Einzigartige, lebendige Personen   Als Buchtipp: Im März 2013 erscheint der Folgeband: DIE ENTSCHEIDUNG DER KRÄHENTOCHTER  

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  • Ein wundervoller Roman

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    30. March 2013 um 14:32

    Klappentext: Teichdorf im Schwarzwald um 1640. Nach drei ruhigen Jahren kehrt der Krieg zurück nach Baden. Doch noch schlimmer als das heranrückende französische Heer ist für die Teichdorfer Dorfbewohner die Bedrohung durch einen spanischen Söldnertrupp und die Heilige Inquisition. Selbst vor Hexenverbrennungen schreckt man nicht mehr zurück. Bernina, die Besitzerin des Petersthal-Hofes, ist in großer Sorge um ihre Mutter, die Krähenfrau , die aufgrund ihrer besonderen Heilkräfte ins Visier der Inquisitoren gerät. Als dann noch ihr Mann Anselmo verschwindet nehmen die schrecklichen Ereignisse ihren Lauf. ** Meine Meinung ** Ich bin ein begeisterter Leser von Historischen Romanen und mag es besonders gerne, wenn sie gut recherchiert sind und man so auch noch ein wenig vom Leben in der damaligen Zeit erfährt. Bei diesem Buch hatte ich wirklich manchmal das Gefühl, neben Bernina zu stehen. Sie und auch die anderen Figuren werden sehr lebendig und echt geschildert. Es entsteht ein richtiges Kopfkino, so dass ich ganz gefesselt war von dem Buch und es bald nicht mehr aus der Hand legen mochte. Auch die Mischung hat mir sehr gut gefallen: Die Härte und Gewalt der damaligen Zeit werden sehr gut geschildert, aber auch Liebe und Romantik kommen in dem Buch nicht zu kurz. Es ist der zweite Teil einer Reihe, aber man muss nicht unbedingt den ersten Teil kennen, um diesem zweiten Teil folgen zu können. Ich habe dieses Buch sehr genossen und werde sicherlich noch weitere Bücher von Oliver Becker lesen!

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  • Die Sehnsucht der Krähentochter

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    Sophie333

    Sophie333

    19. March 2013 um 16:06

    Teichdorf im Schwarzwald zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Bernina und Anselmo leben zusammen auf den Petersthal-Hof. Nach 3 Jahren Ruhe kehrt der Krieg wieder zurück. Nicht nur um ihre Mutter, der "Krähenfrau" muss sich Bernina nun Sorgen machen, denn schon bald verschwindet ihr Mann Anselmo. In diesen schweren Zeiten, die durch die spanischen Söldnertruppen nur verschlimmert wird, macht sich Bernina auf um ihren Mann zu suchen und Antworten für sein Verschwinden zu finden. "Die Sehnsucht der Krähentochter" ist die Fortsetzung zu "Das Geheimnis der Krähentochter", welches ich vorher nicht kannte und mir beim Lesen auch keine Schwierigkeiten bereitet hat. Schon nach wenigen Seiten ist man in die Geschichte abgetaucht, was zum einen an den authentsichen Charakteren liegt und zum anderen daran, dass man sich nicht mit langem Vorgeplänkel auseinander setzen muss, sondern gleich auf die Grausamkeiten des Krieges aufmerksam gemacht wird. Im Vordergrund steht Bernina, die sich auf die Suche nach ihrem Mann macht und dabei mutiger als so mancher Mann agiert. Natürlich wird ihr auch von anderen Personen geholfen, die einem schnell ans Herz wachsen. Und so gestaltet sich die Geschichte spannend und von vielen Geheimnissen geprägt. Eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen, die mir sehr gefallen hat. Auch wenn man sie so am Anfang des Buches nicht erwartet hätte. Spannend und unerwartet, ein historischer Roman, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    16. March 2013 um 18:37

    Nachdem mich das Buch DAS GEHEIMNIS DER KRÄHENTOCHTER so sehr begeistert hatte, freute ich mich nun auf die Fortsetzung mit dem Titel DIE SEHNSUCHT DER KRÄHENTOCHTER. Wie schon der Vorgänger-Roman, spielt auch die Fortsetzung wieder während des Dreißigjährigen Krieges. Das Cover / Gestaltung / Sonstiges: Ich mag es immer sehr gerne, wenn Bücher einer Serie sofort auch als solche erkennbar sind. Auch hier ist dies der Fall. Es gibt einige Wiedererkennungsmerkmale und verbindende Elemente. Beide Buchcover verbindet die dunkelgrüne Farbe des Hintergrunds, und der Ausschnitt des Titelmotivs auf dem Buchrücken. Ebenfalls zu finden, und meiner Meinung nach auch unerlässlich, ist die Abbildung einer Krähe auf dem Buchcover. Auf dem Cover ist ein schlafendes Mädchen zu sehen, das vollständig bekleidet an einem Tisch sitzt, es könnte sich allerdings auch um ein Sofa handeln, auf dem die Arme des Mädchens liegen, ein weißes Spitzen-Taschentuch in den Händen, den Kopf auf die Arme gebettet. Wie immer bei Büchern des Gmeiner Verlags, setzte man auch hier auf die Liebe zum Detail. So gibt es zum Buch das passende Lesezeichen dazu, was ich sehr schön finde, als kleine Zugabe zum Buch. Die Innenseiten der Buchdeckel sind nicht einfach weiß oder einfarbig gestaltet, sondern tragen ein Krähenmotiv, das sich auch auf der einen Seite des Lesezeichens wiederfindet (auf der anderen Seite des Lesezeichens befindet sich übrigens ein Ausschnitt des Titelbildes). Zum Titelmotiv hätte ich folgende Anmerkung: Zweifelsohne ist die Frau, bzw. das Mädchen des ersten Bandes nicht identisch mit der Frau auf dem Buchcover von Band 2. Doch dafür gibt es eine einfache Erklärung. Bei DAS GEHEIMNIS DER KRÄHENTOCHTER wurde als Titelbild ein Ausschnitt aus dem Gemälde „Rebecca am Brunnen“ des italienischen Malers Giovanni Battista Piazetta (1682-1754) verwendet, bei DIE SEHNSUCHT DER KRÄHENTOCHTER wählte man hingegen ein Gemälde von Domenico Fetti (1589-1624), ebenfalls einem Italiener, mit dem Titel „Schlafendes Mädchen“ (entstanden ca. 1620-1622) aus. Sehr schade fand ich die Gestaltung der Buchrückseite. Ein großer Teil besteht aus einer schwarzen, leeren Fläche. Hier hätte ich mir vom Verlag gewünscht, dass das Cover des Vorgängerbandes DAS GEHEIMNIS DER KRÄHENTOCHTER abgebildet gewesen wäre, dazu einige Worte zur Handlung. Meines Erachtens wäre der Platz hierfür ausreichend gewesen. Schade, dass das Vorgängerbuch nicht einmal auf einer Seite im Anhang mit den Büchern des Verlags ein Plätzchen gefunden hat. Die Handlung: Teichdorf im Schwarzwald - 1640: Noch immer wütet der Dreißigjährige Krieg, und nach einigen eher ruhigen Jahren, verbreitet er nun erneut Angst und Schrecken. Bernina ist inzwischen 23 Jahre alt und mit dem ehemaligen Gaukler Anselmo glücklich verheiratet. Die beiden betreiben mit ihren Knechten und Mägden den Petersthal-Hof, der nun Bernina gehört. Adelheid, Berninas Mutter, genannt die Krähenfrau, bewohnt ihr eigenes kleines Häuschen. Egidius Blum, der Pfarrer von Teichdorf, ist ein fanatischer Verfechter der Heiligen Inquisition. Spanische Söldner sollen den Einwohnern Teichdorfs zur Seite stehen und Schutz bieten vor den herannahenden französischen Truppen. Die Männer mit den roten Umhängen, auf denen ein Wappen mit einer goldenen Rose abgebildet ist, führen jedoch eine Schreckensherrschaft und terrorisieren die Bevölkerung, verlangen deren Hab und Gut und schrecken auch nicht vor roher Gewalt zurück. Und dann kommt es zu Hexenverbrennungen und auch Berninas Mutter droht nun der Tod auf dem Scheiterhaufen. Eines Tages jedoch verschwindet Anselmo spurlos und hinterlässt seiner Frau Bernina lediglich einen Brief, in dem er ihr mitteilt, dass er sich seiner Vergangenheit stellen muss. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, Bernina wird gefangen genommen und soll als Hexe verbrannt werden. Dennoch – es gelingt ihr, zu flüchten. Und so macht sie sich auf die Suche nach dem verschwundenen Anselmo... Meine Meinung: So wie ich es mag: Der Einstieg ins Buch ist gleich ereignisreich – ohne langatmige Beschreibungen, die ich in Büchern nicht sonderlich schätze. Ein Buch muss gleich zu Beginn fesseln – nicht erst nach -zig Seiten! Oliver Becker ist es auch hier gelungen, gleich am Anfang meine Neugierde zu wecken. War es im ersten Band Bernina, die ihre Herkunft erforschte, so muss sich nun Anselmo seiner Vergangenheit stellen. Schon zu Beginn des Buches verschwindet Berninas Mann und lässt den Leser mit seinen Mutmaßungen alleine zurück. In diesem Band erfährt man, woher Anselmo stammt, nämlich aus dem fernen Valencia, in Spanien. Ein Grund, weshalb die Einheimischen Anselmo als Zigeuner betiteln. Aber weshalb verschwindet Anselmo gerade jetzt? Spanische Söldner sind aufgetaucht! Alles nur Zufall? Man mag das kaum glauben und vermutet, dass hier Zusammenhänge zwischen dem Auftauchen dieser Männer und Anselmos Herkunft besteht. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Anführer der Söldner, den man nicht zu Gesicht bekommt, dessen Geigenspiel jedoch aus seiner Unterkunft heraus zu hören ist. Wer ist dieser Mann? Doch viel Zeit, Vermutungen anzustellen, bleibt dem Leser nicht, denn dieser Roman hat die Hexenverfolgung zum Thema. Es bietet sich da natürlich niemand besser dafür an, in die Fänge der Inquisition zu geraten, als Bernina und ihre Mutter, die „Krähenfrau“ - die eine hat ein ansehliches Gehöft und somit auch einiges an Vermögen, die andere macht auf die Bewohner von Teichdorf durch ihr Anderssein und ihre Heilkünste einen unheimlichen Eindruck. Aber natürlich kommen auch neue Protagonisten hinzu, die den Leser in ihren Bann ziehen – wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Zum einen ist da der neue Pfarrer von Teichdorf, der eines Tages im Ort auftauchte. Egidius Blum ist, gelinde gesagt, nicht gerade ein Sympathieträger und alles andere als ein Vorbild in Sachen Nächstenliebe. Er widmet sich mit vollem Einsatz der Inquisition und schreckt dabei vor gar nichts zurück. Der Henker, der zugleich auch ein Wolfsjäger ist, wirkt geheimnisvoll. Er ist kein Einheimischer, sondern kommt von weit her, aus dem fernen Schweden. Trotz seines Berufes wirkt Nils Norby, so lautet sein Name, nicht unbedingt eiskalt auf mich. Im Laufe der Handlung lernte ich ihn zunehmend schätzen – ja, er wurde von mir regelrecht zu einem meiner Lieblingsprotagonisten, wenn nicht gar zu DEM „Liebling“! Baldus, der Knecht auf dem Petersthal-Hof ist, gefiel mir sehr gut. Der kleinwüchsige, „verwachsene“ Mann ist eine treue Seele – mutig und hilfsbereit, der sich auf seine Art und Weise zu wehren weiß. Dennoch befürchtete ich, dass er in die Mühlen der Inquisition geraten würde, schon allein aufgrund seiner körperlichen Abnormität. Letztendlich beobachtete ich bei Bernina seit dem ersten Band eine Weiterentwicklung, die wohl auch auf ihr Alter zurückzuführen ist. Sie wirkt reifer und hat sich zu einer mutigen Frau entwickelt, die nicht bereit ist, alles so hinzunehmen, wie es sich entwickelt. Und so zeigt sie besonders in einem Moment Zivilcourage, als die Teichdorfer nicht den Mut aufbringen, sich gegen die Spanier zu wehren – selbst dann nicht, als sich deren Gewalt gegen die hilflosen Kinder richtet. Die Szene, die sich auf dem Feld zugetragen hat, wird mit wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Bernina sagt ihre Meinung oft gerade heraus, ohne sich der Folgen bewusst zu sein, die ihr Handeln mit sich bringen könnte, was ihr natürlich nicht nur Freunde beschert. Und dann sind da noch Berninas Weggefährten und Bekannte, die sie auf ihrer Reise, (die sie unter anderem durchs Elsass führt) kennenlernt, so z.B. Anton Schwarzmaul, Pierre und die junge Irmtraud, aber auch alte Bekannte kreuzen Berninas Weg. Angesichts des Krieges bleiben natürlich Kampfhandlungen nicht aus. Und mitunter wunderte ich mich dann doch, wie robust und zäh doch manche der Protagonisten waren. Und so sagte ich mir einmal sogar, wenn dieser Verletzte nun überleben würde, bräuchte der Autor aber eine ganz gute Erklärung! Aber in Büchern ist eben so manches möglich... Zwei Symbole begegnen dem Leser in diesem Roman – zum einen die goldene Rose, beispielsweise zu finden auf den roten Umhängen der spanischen Söldner, aber auch die Abbildung eines Wolfs taucht immer wieder auf. Und als Leser fragte man sich, wer denn nun das Gute, wer das Böse verkörpern würde. Was es mit der Rose und dem Wolf letztendlich auf sich hat, verrate ich an dieser Stelle allerdings nicht. Dennoch erscheint es mir mit den Wappen fast wie ein roter Faden, der sich durch die Krähentochter-Reihe zieht – spielten doch im ersten Band ein Wappen mit einer Blume und Schwertern eine Rolle. Leider gibt es kein Licht ohne Schatten – und so muss ich etwas meckern – aber nur sehr wenig: Auch wenn viele der Orte fiktiv sind, so habe ich doch, mal wieder, eine Karte zu Beginn des Buches vermisst. Ich verfolge gerne Reiserouten anhand einer Karte – man bedenke, dass zu jener Zeit Reisen um einiges beschwerlicher waren als heutzutage. Beeindruckend also, welchen weiten Weg Bernina in Kauf nahm, um den geliebten Mann im fernen Spanien zu finden. Dabei wächst sie regelrecht über sich hinaus und beschreitet auch so manchen ungewöhnlichen Weg. Wer Leser historischer Romane ist, wird eventuell ein Personenverzeichnis vermissen, sowie ein Glossar. Doch wer im Buch blättert und keines der beiden Dinge vorfindet, den kann ich beruhigen: Man behält leicht den Überblick über die Protagonisten des Buches und – so unglaublich es klingen muss – ein Glossar ist hier schlichtweg überflüssig und auch für „Neulinge“ dieses Genres ist die Handlung auch so leicht verständlich. Positiv fand ich, wie schon beim Vorgängerbuch, dass man hier keinen historischen Roman vor sich hat, bei dem man mit historischen Fakten, Hintergründen,... überrumpelt wird. Ich mag den leicht verständlichen und angenehmen Erzählstil, den ich mittlerweile in drei Büchern genießen durfte, sehr gerne. Auch ohne den ersten Band der Buchreihe zu kennen, gelingt ein müheloser Einstieg ins Geschehen, jedoch ist es natürlich immer besonders schön, Protagonisten von Anbeginn kennenzulernen, samt ihrer Vorgeschichte. Wie schon beim Vorgängerbuch gibt es auch hier so manch überraschende Wendung. Und vom Schluss, soviel kann ich verraten, war ich so richtig begeistert. Man könnte dieses Buch, das in sich abgeschlossen ist, getrost als Ende sehen - ...und wenn sie nicht gestorben sind... - doch natürlich wartet im dritten Band der Trilogie ein neues Abenteuer auf die Leser, das man sich, nachdem man Bernina & Co. ins Herz geschlossen hat, sicherlich nicht entgehen lassen möchte. Insofern: Ich freue mich nun schon auf den dritten Band mit dem Titel DIE ENTSCHEIDUNG DER KRÄHENTOCHTER, in dem ich hoffe, noch Antworten auf meine Fragen zu erhalten, denn oft ist manches anders, als es scheint und ich denke, noch manche Überraschung erwartet den Leser. Mein Fazit: Ein historischer Roman, der mich, wie erwartet, nicht enttäuscht hat. Liebe und Leid, Hass, Tod und Vergebung – hier sind alle Facetten vertreten. Spannend, überraschend und fesselnd, aber auch schockierend. Von mir gibt es für dieses kurzweilige und unterhaltsame Buch 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    MoiHey

    MoiHey

    16. March 2013 um 16:09

    Inhalt: Die Geschichte spielt sich in Teichdorf im Schwarzwald um 1640 ab. Der 30-jährige Krieg kehrt nach einer Zeit der Ruhe wieder zurück. Die spanischen Söldnertruppen und die Heilige Inquisition bekommen immer mehr Macht im Dorf und verbreiten Angst und Schrecken. Bernina sorgt sich um ihre Mutter, die als „Krähenfrau“ bekannt ist, denn ihr werden besondere Heilkräfte nachgesagt, sodass die Inquisition sich besonders für sie interessiert. Dann verschwindet noch ihr Mann Anselmo und auch sie muss bald um ihr Leben fürchten. Meine Meinung: Zuerst einmal muss ich sagen, dass dieses Buch mein erstes aus dem historischen Genre war. Nach dem Lesen bin ich positiv überrascht und verstehe nicht, warum ich dem Genre nicht früher eine Chance gegeben habe. Die Hauptcharaktere haben mir sehr gut gefallen, vor allem aber Bernina, die als mutige, selbstbewusste Frau dargestellt wurde. Die vielen Wendepunkte des Buches machten es sehr spannend und hätte es mir nicht an Zeit gemangelt, hätte ich das Buch definitiv schneller zu Ende gelesen. Außerdem muss man den ersten Teil nicht gelesen haben, da beide Bände eine alleinstehende Handlung haben. Insgesamt war es ein sehr gutes Buch und ich werde mir in nächster Zeit den ersten Teil zulegen.

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    SmilingKatinka

    SmilingKatinka

    12. March 2013 um 12:48

    Schwarzwald, Teichdorf, zur Zeit des dreißigjährigen Krieges. Die junge Bernina lebt zusammen mit ihrem Mann Anselmo auf dem Petersthal-Hof. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht der Krieg und die Angst, die die Menschen vor ihm haben. Auch die spanischen Söldner, die eigentlich Schutz bringen sollten, können die Bewohner nicht beruhigen. Nein, sie versetzen sie in Angst und Schrecken. Die Hexenverbrennung geht wieder los und Bernina bangt um ihre kräuterkundige Mutter, die Krähenfrau. Doch einschüchtern lässt sie sich nicht und so begibt sie sich immer wieder in Gefahr. Als dann auch noch ihr Mann verschwindet, nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Die Sehnsucht der Krähentochter ist der zweite Bernina. Ich kenne den ersten Band noch nicht und fand das beim Lesen auch nicht weiter schlimm. Es ist also durchaus ein Buch zum einsteigen. Da ich in der Gegend aufgewachsen bin, war es eine Art Heimreise, was für mich schon der erste Pluspunkt war. Doch auch so hat das Buch in vollem Maße überzeugt. Die Sätze sind kurz und sehr bildgewaltig, die Sprache angenehm und die Handlung stimmig. Die Atmosphäre wird zu jeder Zeit perfekt übertragen und so manches mal stellte sich bei mir ein beklommenes Gefühl sowie ein gefühl der Dankbarkeit ein. Beklommen, wenn ich mir vorstelle, was die Menschen damals erleben mussten und Dankbar, weil ich in der heutigen Zeit lebe. Die Charaktere sind so gut ausgearbeitet, dass ich regelrecht mitgelitten habe. Auch in diesem Buch fehlt die Liebesgeschichte nicht und ich verrate nicht zuviel wenn ich sage, gerade diese hat mich manchmal hart auf die Probe gestellt. Soll was kann und darf was will? Ein wunderschönes Buch, dass uns nicht nur die damalige zeit näherbringt, sondern auch ein paar neue Freunde auf Zeit verschafft. Klare Leseempfehlung

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    flieder

    flieder

    06. March 2013 um 20:54

    Wir schreiben das Jahr 1640 und in dem einstmals so beschaulichem Dörfchen Teichdorf geht die Angst um. Zum Schutz der heranziehenden Franzosen lässt Pfarrer Egidius Blum eine spanische Söldnertruppe auflaufen um das Dorf vor der Gefahr zu schützen. Doch die Söldnertruppe lässt Teichdorf ausbluten. Immer mehr Geld und Nahrung soll beschafft werden um das schöne Leben der Männer zu gewährleisten. Aber auch eine andere Gefahr kommt auf die gebeutelten Menschen zu. Die heilige Inquisition hat ebenfalls Einzug gehalten und die Gefahr wird von Tag zu Tag größer. Voller Angst bangt Bernina um ihre Mutter, die schon einige Tage verschwunden ist. Als auch noch ihr Mann unter mysteriösen Umständen verschwindet wird die Jagd auch auf Bernina eröffnet und schon bald findet sie sich im Schuldenturm wieder wo ihr Folter und der Tod durch Verbrennen droht. Nur durch einen geheimnissvollen Helfer kann sie fliehen und ihre Suche nach Anselmo fortsetzen. Die Sehnsucht der Krähentochter ist der 2. Teil der Trilogie. Allerdings braucht man keinerlei Vorkenntnisse um sich in der Geschichte zurechtzufinden. Mit viel Liebe zum Detail werden die Protagonisten dem Leser nahe gebracht und es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen.

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. March 2013 um 19:25

    Auch der zweite Band der Krähentochter besticht durch seine Geschichte und die historischen fundierten Daten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und auch die Protagonisten fand ich sehr schön und ausführlich erklärt. Ich konnte mich sofort in der Geschichte zurecht finden und wollte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen, da mit die Handlung nahezu gefesselt hat. Ich hoffe, dass schon bald der 3. Band erscheinen wird, da ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Bernina und Nils weiter geht.

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    Blaustern

    Blaustern

    04. March 2013 um 21:54

    Schwarzwald zurzeit des Dreißigjährigen Krieges: Drei Jahre war es ruhig; nun 1640 beginnt der Krieg erneut und eine spanische Söldnertruppe fällt in Teichdorf ein. Bernina, die Besitzerin des Petersthal-Hofes, und ihre Familie werden von ihnen und der Heiligen Inquisition bedroht. Dann verschwindet auch noch ihr Mann aus unerklärlichen Gründen und hinterlässt ihr nur eine kurze Nachricht. Sie verliert ihr Heim und mutig, wie sie ist, macht sich auf durch den Krieg, um Anselmo zu finden. Wird es ihr gelingen? Und welche Gefahren warten noch? „Die Sehnsucht der Krähentochter“ ist der zweite Band um die Krähentochter. Man muss diesen aber nicht unbedingt vorab gelesen haben, um in die Geschichte gut reinzukommen. Die Charaktere der Protagonisten wurden gut ausgearbeitet und waren absolut lebendig. Anselmo hat mir ebenso gut gefallen wie Bernina. Ihre Weiterentwicklung im Laufe des Buches war gut zu erkennen. Sie ist tapfer, charakterfest und clever. Auch die düstere Atmosphäre während des Dreißigjährigen Krieges wurde gut eingefangen, obwohl der Autor hier weitestgehend auf die genaue Beschreibung der Grausamkeiten verzichtet hat. Auch die Romantik und Liebe fehlen in diesem historischen Roman nicht. Er ist glaubwürdig und spannend geschrieben und leicht zu lesen.

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    gagamaus

    gagamaus

    04. March 2013 um 15:34

    Als zweiter Teil einer Rihe ist das Buch von Oliver Becker durchaus in sich abgeschlossen und man muss keine Angst vor Schwierigkeiten beim Einstieg haben. In routiniertem Stil schreibt der Autor Geschehnisse des beginnenden 30-jährigen Krieges in einem kleinen Dorf. Das Buch vereint hierbei geschichtliche Ereignisse mit dem Leben der fiktiven Heldin Bernina, die einiges erleiden muss, was in Histo-Büchern den Frauen zugemutet wird. Von dem Verdacht, eine Hexe zu sein bis zu ihrem Wagemut sich unter die Soldaten zu schleichen und als Mann auszugeben ist alles geboten. Auch mit den Männern hat sich nicht nur Glück und man fiebert mit ihr mit, bis sie alle Geheimnisse gelöst und den richtigen Mann erwählt hat. Hat Spaß gemacht zu lesen.

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    claudia_seidel

    claudia_seidel

    03. March 2013 um 16:29

    Der historische Roman „Die Sehnsucht der Krähentochter“ ist der zweite Band der „Krähentochter“-Trilogie von Oliver Becker, der selbst im Schwarzwald aufwuchs, wo das Buch unter anderem spielt. Dass es sich hier um den zweiten Teil handelt, ist meiner Meinung nach kein Problem. Auch ich habe den Vorgängerband noch nicht gelesen und mir gelang der Einstieg in die Handlung problemlos. *** Hauptperson ist Bernina, die „Krähentochter“. Ihre Mutter wird die „Krähenfrau“ genannt, weil sie über besondere Heilkräfte verfügen soll. Bernina ist mit Anselmo, der zuvor als Gaukler durch die Orte zog, verheiratet und sie leben zusammen auf dem Petersthal-Hof in Teichdorf im Schwarzwald. Doch bereits zu Beginn des Buches merkt man, dass es sich nicht um eine friedliche Dorfidylle handelt. Der Roman spielt um das Jahr 1640 herum, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Im Dorf gewinnen spanische Söldnertruppen immer mehr an Macht, die die Dorfbewohner eigentlich vor dem näherkommenden französischen Heer schützen sollten, nun aber die Menschen unterdrücken und quälen. Zudem kommt es immer wieder zu Hexenverbrennungen und auch Bernina gerät mehr und mehr in Gefahr, besonders als auch noch ihre Mutter verbrannt wird und ihr Ehemann unter recht mysteriösen Umständen verschwindet. Ihr stehen sehr abenteuerliche Zeiten und große Herausforderungen bevor, über die ich hier nun aber noch nicht mehr verraten will. *** Mir hat das Buch gut gefallen. Bernina, die Protagonistin, ist eine starke, selbstbewusste und für die damalige Zeit wohl recht ungewöhnliche junge Frau, die sich aber auch oft sehr mitfühlend verhält und Gefühle zeigt, was sie mir sehr sympathisch macht und was dazu führte, dass ich beim Lesen richten mit ihr gelitten habe. Auch die weiteren Hauptpersonen fand ich gut und vielschichtig gezeichnet. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich zugleich, so kann man als Leser recht gut in die beschriebene Zeit eintauchen und sich in die Situationen hineinversetzen. Man erfährt auch viel über die Lebensumstände damals und die vielen Grausamkeiten, die der Dreißigjährige Krieg für die einfachen Menschen mit sich brachte. Es gibt unterschiedliche Nebenhandlungen, die für Spannung sorgen und es kommt auch immer wieder zu überraschenden Wendungen. So fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen und ich habe es fast an einem Tag zu Ende gelesen. Ich freue mich schon auf den dritten Band der Reihe „Die Entscheidung der Krähentocher“, der noch in diesem Monat erscheint.

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  • Rezension zu "Die Sehnsucht der Krähentochter" von Oliver Becker

    Die Sehnsucht der Krähentochter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. February 2013 um 23:45

    INHALT Bernina und Anselmo leben 1640 auf dem Petersthal-Hof bei Teichdorf. Doch der Krieg macht auch vor der Idylle in Baden nicht halt und so fällt auch bald ein Trupp spanischer Söldner ein. Bernina beobachtet, wie ihr Mann einem davon heimlich zunickt. Kurz darauf verschwindet er, ihr nur eine kurze Nachricht hinterlassend, und als Bernina es wagt, bei einer grausamen Aktion gegen Kinder beherzt einzuschreiten und sich gegen die Söldner zu stellen, machen Gerüchte die Runde, dass sie eine Hexe sei. Als sie dann gefangen genommen wird und erfährt, dass auch ihre Mutter verbrannt werden soll, beginnt sich die Schlinge um Berninas Hals zuzuziehen. Wird sie es schaffen, dem Gefängnis zu entkommen, Anselmo wiederzufinden und den Krieg zu überstehen? MEINE MEINUNG Es handelt sich hierbei um den zweiten Band. Man muss den ersten, "Das Geheimnis der Krähentochter", jedoch nicht kennen, um die Geschichte zu verstehen. Ich habe sehr schnell ins Geschehen und in den Schreibstil hinein gefunden sowie die Protagonisten lieb gewonnen. Bernina besticht durch ihren Mut, Gerechtigkeitssinn und Einfallsreichtum. Und auch die Nebenfiguren werden detailliert und liebevoll ausgeschmückt sodass sie mir sehr schnell ans Herz gewachsen sind. Die Handlung des Romans ist eine gute Mischung. Grausamkeit und Kriegsgeschehen sowie Romantik und Liebe gleichen sich sehr gut aus, sodass der Roman an Vielseitigkeit gewinnt und der Autor auch die Facetten der Charaktere heraus arbeiten konnte. Insgesamt ein tolles Buch, das ich jedem Fan von historischen Romanen nahe legen möchte. Und weil ich so begeistert war, darf auch der erste Band bald bei mir einziehen und ich freue mich schon auf den Nachfolger, der im März erscheinen soll.

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