Orna Landau Wetten, dass wir uns lieben?

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 26 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 9 Rezensionen
(3)
(6)
(5)
(1)
(2)

Inhaltsangabe zu „Wetten, dass wir uns lieben?“ von Orna Landau

Ein Paar, 20 Jahre Ehe und eine unmoralische Wette, die alles auf den Kopf stellt ...
So hat Sarah sich ihren 45. Geburtstag nicht vorgestellt: Statt eines romantischen Abendessens führt ihr Mann Ben sie in die Cheesecake Factory aus. Aber Ben glaubt ja schon länger, sich nicht mehr um sie bemühen zu müssen. In ihrem Alter fände Sarah doch ohnehin keinen anderen mehr. Empört fordert sie Ben zu einer Wette heraus, die entscheiden soll, wer von beiden bessere Chancen auf dem Singlemarkt hat. Es gibt nur drei Regeln: Ihre Wette bleibt geheim, One-Night-Stands sind nur mit Fremden erlaubt, und Liebesaffären sind tabu. Ben schlägt ein. Noch ahnen beide nicht, wie sehr diese Wette ihr Leben verändern wird …

Stöbern in Romane

Lied der Weite

Wundervolle und ruhige Geschichte von sieben Menschen die ihren Platz im Leben suchen ...

19angelika63

Ein wilder Schwan

Man muss sich auf diese Art der Märchenerzählung einlassen, aber dann ist es teils doch sehr witzig.

Buchperlenblog

Olga

Läßt mich ratlos zurück... Kein großer Wurf!

Himmelfarb

Die Hauptstadt

Ein flammendes Plädoyer für Europa - mit anrührend authentischen Figuren und einer witzigen Rahmenstory. Je suis Européenne!

alasca

Das Winterbuch

Kühl und düster.

EvyHeart

Die Schatten von Ashdown House

Facettenreiche Familiengeschichte

Langeweile

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Fragwürdige Wette

    Wetten, dass wir uns lieben?

    Shaushka

    12. June 2016 um 15:45

    Diese Büchlein lachte mich eine Weile lang auch immer wieder an, also ließ ich es irgendwann bei mir einziehen. (Dafür vielen lieben Dank an den Atlantik-Verlag/HoCa-Verlag ♥)Schlimm ist es ja immer, wenn man mehrere Bücher hier auf dem Stapel liegen hat, die man am liebsten gleichzeitig lesen möchte und man aber die Qual der Wahl hat...Jetzt war das Buch aber an der Reihe ;)Die Thematik an sich finde ich gar nicht so einfach. Zum einen hatte ich schon zu Beginn des Buches das Gefühl, dass sich Sarah und Ben zwar irgendwie lieben, aber gar nicht mehr wirklich respektieren. Sie nehmen sich als selbstverständlich hin, was man wirklich niemals tun sollte. Ich denke, egal wie lange man mit seinem Partner zusammen ist, sollte man sich doch immer wieder bemühen, ihm/ihr kleine Freuden zu machen, die nach Möglichkeit auch mal aus der Routine ausbrechen.Jedenfalls fühlt sich Sarah von Ben - berechtigterweise - in ihrem Stolz verletzt, woraufhin sie leichtsinnig diese komische Wette vorschlägt, auf welche Ben sich meiner Meinung nach etwas zu enthusiastisch einlässt.Es kommt wie es kommen muss... die Wette läuft letztendlich nicht ganz so, wie sich die beiden das vorgestellt haben, aber vor allem sind auch beide eifersüchtig und merken, dass sie gar nicht so leicht verzeihen können.Das Ende fand ich irgendwie sehr abgehackt und ich habe immernoch das Gefühl, als würde da einfach ein Stück fehlen, dass die Handlung mit dem Ende verbindet.Ich hatte von diesem Buch irgendwie mehr erwartet. Vielleicht mehr Witz oder Selbstironie. Letztendlich überwogen gekränkter Stolz und eine Art Selbstmitleid und auch zu den beiden Protagonisten konnte ich keine richtige Bindung aufbauen.Trotzdem kann man das Buch wirklich gut lesen und es ist unterhaltsam. Mir jedoch hat es nur wieder gezeigt, dass man eben doch an Beziehungen arbeiten muss und man füreinander da sein und sich respektieren muss. Vielleicht ist das ja auch das Anliegen der Autorin ;)Ich hoffe, euch kann oder konnte das Buch mehr überzeugen.

    Mehr
  • schlecht und unglaubwürdig

    Wetten, dass wir uns lieben?

    CoffeeToGo

    25. May 2016 um 15:36

    Inhalt Ben und Sarah sind 20 Jahre verheiratet und führen eigentlich eine ganz gute Ehe. Nur irgendwie ist es selbstverständlich geworden und die Romantik fehlt völlig. An Sarahs Geburtstag wendet sich das Blatt und sie lassen sich auf eine sehr gewagte Wette ein - mit drei einfachen Regeln: 1. Die Wette bleibt geheim. 2. One-Night-Stands sind nur mit fremden erlaubt. 3. Liebesaffären sind tabu. Eigene MeinungBis auf Sarah und ihre Eltern haben mir die Charaktere im Buch nicht zugesagt. Sarahs Freundinnen scheinen nicht allzu viel mit ihr zu tun zu haben und wirklich herzlich sind sie auch nicht. Im Gegenteil Debbie ist mir richtig unsympathisch und scheint eher gegen Sarah zu spielen.Ben ist jedoch der Höhepunkt. Nach der befristeten Trennung legt er sofort los, wie ein wildgewordener Hengst. Nicht einmal merkt man, wie wichtig ihm Sarah ist. Er sagt das zwar immer wieder, aber seine Taten strafen ihn Lügen. Er wird im Laufe der Geschichte immer unsympathischer und am Ende leistet er sich noch einmal einen richtigen Hammer, dass mir der Mund offen stehen geblieben ist. Die Kapitelüberschriften sind auch ein ziemliches Highlight... anstatt die Kapitel einfach zu nummerieren, haben sie so tolle Titel wie "Debbie hat ein Geheimnis". Klingt wie der Folgentitel einer Soap... Liest man den Klappentext bekommt man eigentlich schon eine Ahnung, worauf man sich hier einlässt. Dennoch habe ich gehofft, eine etwas tiefsinnigere Story geliefert zu bekommen. Diese hier war jedoch voll von Klischees und unglaublich vorhersehbar. Nur das Ende... ja das hat mich wirklich überrascht, aber eher im negativen Sinne. Vielleicht kann mir jemand, der das Buch schon gelesen hat sagen, wie es dazu bitte gekommen sein soll. Denn zwischen dem vorletzten und letzten Kapitel ist einfach mal eben ein riesiger Zeitsprung. Grandios. Auch eine Möglichkeit ein Buch zu beenden, die Schlüsselszenen weglassen, super Idee. FazitDas Buch wirkt auf mich eher wie ein 0815 Kitsch-/Groschenroman, mit einigen Sexszenen, aber ohne gute Geschichte.

    Mehr
  • Wer mit dem Feuer spielt ...

    Wetten, dass wir uns lieben?

    19angelika63

    KlappentextIhren 45. Geburtstag hat Sarah sich anders vorgestellt. Ihrer Ehe mangelt es an Romantik, und ihr Mann Ben glaubt, sich nicht länger um sie bemühen zu müssen. Als Frau mittleren Alters fände Sarah ohnehin keinen anderen mehr. Empört fordert sie Ben zu einer Wette heraus, die entscheiden soll, wer von beiden als Single noch die besseren Chancen hätte. Ben zögert nicht lange – und schlägt ein. „Sie konnte sich ums Verrecken nicht daran erinnern, wie es angefangen hatte. Aber irgendwann, während des Hauptgangs meinte er, dass er sich ihrer nun, da sie fünfundvierzig sei, für immer sicher sein könne und dass sie ihn nie mehr verlassen würde. Er klang dabei so selbstzufrieden, ja, sogar selbstgefällig (…).>… eben an einer klugen, gebildeten Frau mit einem wunderbaren Naturell<, sagt sie und sah dabei über ihn und seinen Spott hinweg.>Wie mir.< (…)>Trotzdem könnte ein Mann mittleren Alters all das bekommen – in einem nur dreißig Jahre alten Körper.<“ (Seite 6/ 8)Eigentlich fängt alles ganz harmlos an. Sarah hat Geburtstag. Sie wird fünfundvierzig. Sie macht sich keine Illusionen, dass ihr Mann Ben diesen Tag besonders gestaltet. Doch sie freut sich, als er sie zum Abendessen in ein kleines Restaurant einlädt. Es ist zwar nicht das, was sie sich für ihren fünfundvierzigsten vorgestellt hat, doch sie freut sich. Denn ihr ist klar, dass nach zwanzig Jahren Ehe die Träume und Schmetterlinge irgendwo auf der Strecke geblieben sind. Dennoch verbindet sie eine andere Art der Liebe. Umso gekränkter ist sie, als Ben irgendwann sehr chauvinistisch und selbstgefällig die Bemerkung fallen lässt, dass sie ja nun nicht mehr verlassen würde, Denn Frauen ab fünfundvierzig würden nur schwerlich einen Mann finden. Männer allerdings in dem Alter könnten sich vor Anfragen von jungen und knackigen Frauen kaum retten. Sarah ist so verletzt, dass sie ihrem Mann eine Wette vorschlägt. Drei Monate Auszeit. In dieser Auszeit soll jeder der beiden schauen, wie hoch sein/ ihr Marktwert noch ist. Es gibt jedoch Regeln.„Die RegelnEs gibt nur drei.1) Die Wette bleibt geheim.2) One-Night-Stands sind nur mit Fremden erlaubt (schon aufgrund von Regel 1)3)Liebesaffären sind tabu. Denn Liebe haben sie bereits gefunden. Die Liebe füreinander.“(Seite 27)Regeln sind dafür da, dass sie gebrochen werden. Und wer Frauen kennt, der ahnt spätestens hier, dass das mit dem geheim so eine Sache ist. Sarah erzählt natürlich alles ihrer besten Freundin. Die ist erst einmal erschrocken über diese Wette und hält gar nichts davon. Doch Sarah lässt sich nicht beirren und schaltet eine Kontaktanzeige. Auch Ben versucht sich auf dem Markt der Single und hofft, dass er etwas Knackiges und frische am besten Ende zwanzig findet. Und dann nimmt das Drama seinen Lauf.„Der Großteil seiner Wut richtet sich gegen ihn selbst, doch zum ersten Mal seit Wochen ist er auch wütend auf Sarah. Ihm ist schleierhaft, warum ihm das bis jetzt nicht aufgegangen ist, aber Sarah hat aus ihm einen gehörnten Mann gemacht, einen über den man redet, den man verachtet, einen , der jetzt diesen Ruf hat.“ (Seite 216)Was für eine interessante Geschichte. Sarah und Ben sind eigentlich ein glückliches Paar. Sicherlich ist es so, dass im Laufe der Jahre die Schmetterlinge entflogen sind, das Kribbeln nachgelassen hat und der Alltag die Liebe selbstverständlich gemacht hat. Dennoch sind beide glücklich und zufrieden. Doch eine einzige lapidare Bemerkung bringt alles ins Wanken. Plötzlich ist da dieses Gefühl, bin ich sexuell noch attraktiv und wirke ich auf das andere Geschlecht noch anziehend? Orna Landau beschreibt in ihrem Buch auf leichte, nachdenklich, eindrückliche und an manchen Stellen auch witzige Art und Weise die Institution Ehe im 21. Jahrhundert. Ist die Monogamie noch angebracht, oder schadet es einer gut funktionierenden Ehe nicht, wenn die Partner auch mal einen Seitensprung haben? Oder ist es im Zeitalter der Selbstverwirklichung und des Feminismus ganz normal, dass die Ehe als solches ausstirbt? Ich bin seit 28 Jahren verheiratet, und die Schmetterlinge sind auch ausgeflogen und dennoch verbindet uns heute mehr als Schmetterlinge … eine tiefe mit den Jahren gewachsenen Liebe, die nicht auf Äußerlichkeiten baut, sondern auf die gemeinsamen Jahre und Erlebnisse …

    Mehr
    • 4

    KruemelGizmo

    20. April 2016 um 18:34
  • Wette, dass wir uns lieben?

    Wetten, dass wir uns lieben?

    gsimak

    13. April 2016 um 20:40

    Zum InhaltMan stelle sich mal vor, dass "Mann" seine Frau zu ihrem 45. Geburtstag in ein Kaufhaus zum Essen einlädt. Als besonderes Dessert offenbart er dann seine Meinung, dass 45 jährige Ehefrau keine Chancen mehr in der Männerwelt hat. Er in der Damenwelt natürlich schon!!! Genau das ist Sarah passiert. Nicht mehr ganz nüchtern schlägt sie Ben eine dreimonatige Trennung vor. In dieser Zeit darf jeder Erlebnisse mit anderen Partnern haben. Hier die Kriterien, die beachtet werden müssen:1) Die Wette bleibt geheim.2) One-Night-Stands sind nur mit Fremden erlaubt.3) Liebesaffären sind tabu.Mit einem Leuchten in den Augen nimmt Ehemann Ben die Wette an. Gleich am darauffolgenden Morgen packt er seinen Koffer und zieht in sein Atelier.Ich habe diese Geschichte auf zwei Tage gelesen. Sie ist vollgepackt mit Klischees, die wunderbar in die Geschichte passen. "Mann" denkt doch wirklich oft, dass er mit dem Alter interessanter wird; während "Frau" nur noch ein mitleidiges Lächeln verdient. Frau darf froh sein, dass Mann so treu ist. Bei den Chancen die er hat, wirklich edel von ihm.Anfangs weiß Sarah mit ihrer neuen Freiheit nicht viel anzufangen. So ernst hatte sie die Wette doch gar nicht gemeint. Ben kauft sich als erstes ein neues Jacket. Eine blutjunge Verkäuferin bedient ihn.Sarahs beste Freundinnen können nicht fassen, dass das Traum-Ehepaar so eine skurrile Vereinbarung getroffen hat. Die Zwei sind doch eigentlich total glücklich miteinander!Meine MeinungNach den ersten 50 Seiten dachte ich schon, ich wüsste wie die Geschichte endet. Weit gefehlt! Sarah und Ben führen, getrennt voneinander, ein Leben, welches sie noch vor ein paar Tagen niemals für möglich gehalten hätten. Doch, ist der Drehbuchautor Ben wirklich glücklich dabei? Ist die Künstlerin Sarah tatsächlich bereit für einen One-Night-Stand? Ich war gespannt, ob die beiden nach 20 Ehejahren für Liebesabenteuer mit fremden Partnern offen sind.Bei dem Buchtitel erwartet man eine nette Frauenlektüre zum Lachen. Ich musste des öfteren schmunzeln. Die Autorin hat jedoch eine Geschichte geschaffen, die ernsthafte Probleme in der Partnerschaft anspricht. Sie setzt sich mit der Thematik langjähriger Ehen auseinander. Sie macht dies, auf eine ganz besondere Art und Weise. Das Kind ist aus dem Haus, der Mann befindet sich in einer Midlife Crisis und die Frau geht flotten Schrittes auf die Wechseljahre zu. Ben und Sarah sind sich nicht mehr bewusst, was sie aneinander haben. Beide fühlen sich nicht richtig wohl mit ihrer Wette. Beide wollen die Wette trotzdem nicht beenden. FazitZwei Menschen die sich lieben, schließen eine ungewöhnliche Wette ab. Ausgelöst wird diese, durch eine unsensible Bemerkung von Ben. Der ausführliche Schreibstil lässt einen an der Gefühlswelt der Protagonisten teilnehmen. Man spürt die Verzweiflung von Sarah und die Niedergeschlagenheit von Ben. Auch alle anderen Charaktere in der Story kommen authentisch rüber. Sarahs pragmatische Freundinnen Debbie und Eva konnte ich mir bildlich vorstellen. Die Ratschläge, die sie Sarah geben, helfen ihr erst mal überhaupt nicht. Im Gegenteil, sie machen Sarah unsicher. Man bekommt Einblicke in Bens Kinder- und Jugendzeit und dem Verhältnis zu seinem Bruder. Erkennungswert haben Sarahs Eltern. Die russischen Emigranten haben ihre eigene Moral, die sich nicht immer mit der amerikanischen deckt. Das Buch hat mehrere überraschende Wendungen. Für mich war es ein Auf und Ab! Ob mir das Ende gefallen hat? Ja! Wetten, dass Euch das Buch auch gefällt? Danke Orna Landau

    Mehr
  • Mehr als nur ein Eheroman...

    Wetten, dass wir uns lieben?

    nicigirl85

    03. April 2016 um 17:45

    Das omnipräsente Cover ließ mich auf den Roman aufmerksam werden und als ich den Klappentext las, da musste ich unbedingt mehr erfahren. Gespannt begann ich mit der Lektüre und wurde einfach nicht mehr los gelassen.In der Geschichte geht es um Sarah und Ben. An ihrem 45. Geburtstag teilt er ihr mit, dass sie nun in einem Alter sei, in dem sie eh niemand anderen als ihn abbekommen würde. Erbost über diese Aussage, schlägt sie ihm eine Wette vor, die so anziehend und verhängnisvoll zugleich ist, denn sie wollen eine 3 monatige Auszeit von der Ehe nehmen und sich austoben. Wird ihre Ehe diesen Test aushalten? Wie stehen ihre Chancen bei anderen? Und was soll das Ganze eigentlich überhaupt bringen?Ein beobachtender Erzähler führt den Leser durch die Ereignisse und mal begleiten wir Ben und mal Sarah bei ihren außerehelichen Erfahrungen.Beide Charaktere sind sehr intensiv dargestellt, man fühlt und leidet mit beiden gleichermaßen mit. Zudem kann man ihr Handeln mehr als nur nachvollziehen.Mir hat besonders gefallen, dass sich die Autorin nicht nur auf die sexuellen Abenteuer beschränkt, sondern auch aufzeigt, was diese Wette mit den Partnern und deren Familien macht. Mir ging besonders nahe wie viel Gefühl Ben und Sarah füreinander haben, auch wenn sie mit andern unterwegs sind.In meinen Augen handelt es sich hier um viel mehr als nur einen Eheroman, denn er beleuchtet wie eine Beziehung ist, mit all ihren Höhen und Tiefen.Fazit: Für mich eine wahre Offenbarung, hatte ich nun wirklich nicht damit gerechnet, dass mich dieser Roman so flashen würde. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, genial!

    Mehr
  • Schonungslos, ehrlich und unfassbar komisch

    Wetten, dass wir uns lieben?

    Svenjas_BookChallenges

    02. April 2016 um 18:49

    Die Idee, eine etwas eingerostete Ehe mit einer absurden Wette aufzupeppen und dadurch als Paar wieder zueinander zu finden, fand ich von vornherein sehr originell und interessant. Die Ausgangssituation ist eben die, dass die nun 45-jährige Sarah das Gefühl hat, ihr Mann Ben halte sie für selbstverständlich und begehrenswert wäre sie ohnehin nicht mehr. Das (man muss es so sagen) Trampeltier Ben bestätigt ihr das auch noch und so kommt es, dass die beiden sich gegenseitig hochschaukeln und schließlich darum wetten, wer von ihnen die meisten Männer bzw. Frauen herumkriegen kann. Eine absolut bescheuerte Idee, wie den beiden durchaus klar ist - aber keiner hat den Mumm, das dem anderen einzugestehen und so gehen sie (anfangs) zähneknirschend ihrer Wege.Die Ausgangssituation hat mir wirklich gut gefallen und auch die Charaktere, die in ihrer teilweise überspitzten Klischeehaftigkeit gleichermaßen authentisch, liebenswert und auch ein bisschen tragisch sind, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Allerdings fiel mir der Einstieg in die Geschichte trotz allem etwas schwer, die Handlung konnte mich zu Beginn nicht so richtig packen. Ich denke, das liegt an Landaus etwas gewöhnungsbedürftigem, aber auch erfrischend direktem und ehrlichem Schreibstil, mit dem ich erst einmal warm werden musste. Nach der Aufwärmphase von etwa 60 Seiten hat er mir aber wirklich gut gefallen, denn durch ihn erzeugt Landau den Eindruck, es wären tatsächlich die Midlifecrisis-Geplagten Eheleute, die die Geschichte erzählen. Geschildert werden die Ereignisse nämlich mal aus Sarahs und mal aus Bens Sicht. So gewinnt man irgendwie beide Charaktere lieb und schlägt sich nicht auf die Seite des einen oder des anderen. Zumindest anfangs nicht. Die Handlung hält nämlich einige unvorhersehbare Twists bereit und sowohl Sarah als auch Ben tun Dinge, die sie jeweils ziemlich unsympathisch und vielleicht auch ganz schön verzweifelt wirken lassen. Aber genau das sind sie ja auch irgendwie und macht sie nur noch authentischer, denn was wäre eine verworrene Liebegeschichte ohne Fettnäpfchen, Fauxpas und absolute No Gos?Eine skurrile Situation folgt auf die andere. So habe ich mehrmals über Bens absolut missglückte Dates oder Sarahs bis auf die Spitze getriebene Suche nach Bestätigung schmunzeln können. Wirkt Ben anfangs ein wenig chauvinistisch, selbstgefällig und auf jeden Fall selbstbewusst, macht ihn die Wette zu einem fast schon weinerlichen und bedauernswerten Würmchen, das erst eine Lektion gebraucht hat, um zu erkennen, was er an seiner Frau hat. Sarah hingegen verwandelt sich von der unsicheren, genügsamen Ehefrau zu einem toughen und selbstbewussten Menschen. Ein wunderbarer Gegensatz, der die Handlung spannend und temporeich macht. Trotz des Perspektivwechsels war mir Sarah insgesamt doch sympathischer, denn Ben hat vor allem gegen Ende des Romans gewisse Momente, die ihn in meinen Augen zu einem absoluten Mistkerl machen, der Sarah nicht verdient hat. Ich will natürlich nichts genaues verraten, aber mit diesem weiteren Twist hat Landau mich komplett überrascht und absolut mitgerissen, denn ich hatte beim Lesen teilweise das Bedürfnis, Ben eine runterzuhauen oder ihn zumindest stark zu schütteln. Sein Verhalten war für mich vor allem gegen Ende weniger nachvollziehbar als das von Sarah, aber vermutlich liegt das daran, dass ich auch eine Frau bin und auch so mein ganz persönliches Männerbild habe. Noch einmal überrascht wurde ich dann auch von dem Ende, das vielleicht einen Ticken zu unrealistisch (zumindest nach meiner Vorstellung), aber wieder sehr originell und großartig gestaltet ist.Insgesamt ist Orna Landaus Roman eine ehrliche und schonungslose Auseinandersetzung mit der Institution Ehe und damit, welche Anstrengungen und Probleme mit einer Langzeitbeziehung verbunden sind. Er ist das Porträt eines im Alltagstrott gefangenen Paares, das erst das Leben ohne einander kennenlernen muss, um wieder zueinander zu finden. Mit dem Mix aus berührend, urkomisch, skurril, witzig und knallhart ehrlich hat Landau ein Buch geschrieben, das ebenso kurzweilig und unterhaltsam wie klug, gewitzt und tiefgründig ist. Eine wirklich außerordentlich gute Kombination!Mein Fazit:Der Einstieg in Orna Landaus rasante Geschichte um ein Paar, das seine Beziehung aufs Spiel setzt, um wieder zueinander zu finden, fiel mir nicht leicht. Nach einer Weile aber hat Wetten, dass wir uns lieben? mich komplett mitgerissen, die skurrile, originelle Liebesgeschichte von Sarah und Ben mich großartig unterhalten. Schonungslos rechnet Landau mit der klassischen Institution Ehe ab und zeigt auf unheimlich gewitzte und kluge Weise, dass der ein oder andere Seitensprung nicht zwangsläufig das Ende einer Beziehung sein muss - oder doch? Bis Zum Ende konnte ich jedenfalls nicht sagen, wie die Geschichte ausgeht: Ein weiterer Punkt, der Wetten, dass wir uns lieben? zu einem sehr unterhaltsamen, etwas anderen, aber auf jeden Fall lesenswerten Buch macht. Mich haben die wunderbar verworrene Story, der herrlich direkte Erzählstil und die authentischen Charaktere jedenfalls überzeugt.

    Mehr
  • 4,5 Sterne - Authentisch, nachdenklich und überhaupt nicht kitschig

    Wetten, dass wir uns lieben?

    raven1711

    21. March 2016 um 15:28

    Inhalt aus dem Klappentext:Nach zwanzig Jahren Ehe haben sich so manche Wünsche und Träume dem Alltag gebeugt - eine ernüchternde Wahrheit auch für Sarah. Und doch hatte sie sich ihren Geburtstag anders vorgestellt: Ihr Mann Ben meint, sich auch um die Romantik nun nicht mehr bemühen zu müssen, denn mit 45 habe sie ohnehin keine Chancen mehr auf einen Anderen. Sarah ist verletzt und empört, und sie wettet, dass ihr "Marktwert" dem seinen in nichts nachsteht. Ben zögert nicht lange und schlägt ein. Die Regeln sind einfach: 1) Die Wette bleibt geheim. 2) One-Night-Stands sind nur mit Fremden erlaubt. 3) Liebesaffären sind tabu.Als die beiden sich auf eine dreimonatige Beziehungspause einlassen, ahnen sie noch nicht, dass sie jede der drei Regeln brechen werden.Meinung:Nicht gerade charmant, wenn man zu seinem 45. Geburtstag von seinem Mann mitgeteilt bekommt, dass man ja jetzt keinen mehr abbekommt und man sich somit ihrer sicher sein kann. Sarah geht daraufhin eine verhängnisvolle Wette mit ihrem Mann Ben ein. 3 Monate Beziehungspause mit drei kleinen Regeln: Die Wette bleibt geheim, One-Night-Stands sind nur mit Fremden erlaubt und keine Liebesaffären. Zuerst überwältigt beide die neue Situation, doch schon bald werden die neuen Freiheiten ausgetestet. Doch nicht immer ist alles so einfach, wie es auf den ersten Blick klingt und war ihre Ehe wirklich so langweilig, wie sie zuletzt gedacht haben?Sarah und Ben sind eigentlich ein eingespieltes Team. 20 Jahre Ehe aber haben sie anscheinend zu sehr aufeinander eingespielt. Kein Wunder also, das Ben Sarah als Selbstverständlich ansieht. Ich mochte die Entwicklung der beiden Figuren sehr gerne und fand auch den Zeitrahmen, den die Autorin ihren Figuren setzt, sehr glaubwürdig. Beide sind nicht perfekt, haben ihre Ecken und Kanten und wirken dadurch sehr nah. Ich denke, dass jeder etwas von Sarah oder Ben in sich finden wird.Wer mit diesem Roman eine klassischen Chick-Lit-Lektüre erwartet, ist hier an der falschen Stelle, denn zwar gibt es die eine oder andere verzwickte Situation im Buch, die Grundthematik bleibt aber ernst und die Autorin legt den Schwerpunkt auf die Beziehung der Beiden. In Rückblicken lässt sie die Ehe und das Kennenlernen von Sarah und Ben Revue passieren. Nach und nach merken die zwei, was sie eigentlich aneinander haben und warum sie schon so lange miteinander verheiratet sind. Durch die Trennung und daraus resultierende Ereignisse werden sie gezwungen, sich mit ihren Wünschen und Träumen, ihrem Leben, der Vergangenheit und der Zukunft auseinander zu setzen. Der Grundton ist nachdenklich, manchmal etwas witzig, aber sehr emotional, auch wenn dem Schreibstil etwas leicht Berichtsmäßiges anhaftet. Orna Landau bringt aber jedes Wort, jeden Satz, jede Zeile auf den Punkt und berührt so den Leser auf eine sehr eindringliche Weise. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person Präsens, der Blickwinkel wechselt dabei zwischen Sarah und Ben. Die Kapitel sind insgesamt sehr kurz gehalten und der berührende Schreibstil lässt einen gerne am Buch dran bleiben.Fazit:Wetten, dass wir uns lieben? klingt nach einem typischen Chick-Lit Roman, ist aber viel ernster und lebensnaher. Die Autorin hat es geschafft, mich zum Nachdenken anzuregen und ich habe meine Lesezeit sehr gerne mit Ben und Sarah verbracht.Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.

    Mehr
  • Eine außergewöhnliche Wette, die interessant wirkt

    Wetten, dass wir uns lieben?

    Literaturliebe

    16. March 2016 um 14:53

    Zugegeben, Sarah und Ben gehen eine sehr komische Wette ein, die ich eigentlich nicht verstehen kann. Dennoch war ich hochinteressiert an dem Buch. Sarah und Ben sind offenbar beide in dieser berühmt-berüchtigten Midlife-Crisis. Ben ist sich sicher, Sarah findet mit 45 eh keinen neuen Mann mehr und Sarah will das Gegenteil beweisen. Während Ben es kaum erwarten kann aus dem Haus auszuziehen und sich in die Wette zu stürzen, genießt Sarah die plötzliche Ruhe. Doch bei beiden wird aus der anfänglichen Euphorie schnell Einsamkeit. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Der erste Teil befasst sich mit der Wette, wie Sarah und Ben diese Wette eingehen und was sie während der Trennung auf Zeit erleben. Die anderen zwei Teile beschäftigen sich mit der Zeit nach der Wette und wie Sarah und Ben danach miteinander umgehen. Zu den Charakteren konnte ich leider keinen Bezug aufbauen, obwohl sie vom Grundprinzip her interessant gestaltet waren. Sarah aber wirkte immer unterkühlt und stößt oft die Leute von sich, ohne, dass ich einen Grund dafür benennen konnte. Bei Ben merkt man zwar zunächst, dass er Sarah aufrichtig zu lieben scheint, aber warum er es nicht erwarten konnte, aus dem gemeinsamen Haus auszuziehen erschließt sich mir einfach nicht. Vielleicht hatten beide das Gefühl, dass sie etwas verpasst haben, das sie jetzt versuchen müssen aufzuholen. Die Handlungen von Sarah und Ben waren teilweise nicht nur naiv, sondern auch manchmal einfach nicht nachvollziehbar. Ben z.B. begeht im Laufe der Handlung einen ziemlich schwerwiegenden Fehler. Warum Ben so handelt wird zwar erklärt, aber die Logik die dahinter stecken soll, konnte ich einfach nicht nachvollziehen, so sehr ich mich auch bemühte. Allerdings entwickeln sich Sarah und Ben durch die Wette auch weiter und beginnen sich selber zu hinterfragen, wo ihre Fehler liegen könnten, statt sie wie üblich auf andere zu schieben. Das hat mir gefallen hat. Orna Landau hat einen leichten Schreibstil, der sich zwar manchmal in – für mich – Nichtigkeiten verstrickte, der sich aber wirklich gut lesen lässt. Die kurzgehaltenen Kapitel ermöglichen zudem ein rasches weiterlesen, sodass man quasi von Beginn an in die Geschichte gezogen wird. Die Autorin schreibt über Sehnsüchte, über das was man zu verpassen meint und darüber wie sich die Liebe oder eine Ehe mit der Zeit verändern können. Und dabei geht Orna Landau schonungslos ehrlich vor. Es ist eines dieses Bücher, bei denen man sich fragen möchte, wie man selber handeln würde. Vielleicht bin ich aber zu jung für dieses Buch, denn mit Anfang 20 kann ich einfach noch keine langjährige Ehe, Kinder oder sonstiges in der Art vorweisen. Vielleicht sollte ich es in 15 Jahre nochmals lesen, um die Gedanken, die hinter dieser Wette stecken wirklich verstehen zu können. ABSCHLUSSWORT „Wetten, dass wir uns lieben“ erzählt von einer außergewöhnlichen Wette, die sehr interessant wirkt. Es erzählt von zwei Protagonisten, die ihren „Marktwert“ testen wollen und mit ihrer eigenen Midlife-Crisis auf unterschiedliche Art umzugehen versuchen. Nicht unbedingt alles an dieser Geschichte war für mich nachvollziehbar oder logisch und zu den Charakteren konnte ich keinerlei Bindung aufbauen. Dennoch war es spannend mitzuerleben, wie Sarah und Ben dieses Thema angehen, was sie daraus lernen und wie sie sich entwickeln.

    Mehr
  • Orna Landau - Wetten, dass wir uns lieben

    Wetten, dass wir uns lieben?

    SABO

    11. March 2016 um 20:00

    Orna Landau - Wetten, dass wir uns lieben? - Atlantik 20 Jahre Ehe - 3 Monate Auszeit - 3 einfache Regeln: 1. Die Wette bleibt geheim 2. One-Night-Stands sind nur mit Fremden erlaubt 3. Liebesaffären sind tabu New York: Es ist Sarahs 45.Geburtstag, ihr Mann führt sie zum Essen aus. Bei der Wahl des Lokals hat Ben sich zwar vertan, aber Sarah ist gerührt, dass ihr Mann sich noch daran erinnert, was ihr früher einmal gefiel. FRÜHER - Das ist so ein Zauberwort, das immer mehr an Magie verlor und nur noch Erinnerung ist. FRÜHER - so Ben - hätte er noch Angst gehabt, dass Sarah ihm wegläuft, ein anderer sein Glück streitig macht. Jetzt stellt er sich diese Frage überhaupt nicht mehr. FRÜHER bedeutet für Ben nur noch eine begrenzte Möglichkeit, die er Sarah, in ihrem Alter nicht mehr zutraut, eher würde sie von einem Tiger gefressen. Er hingegen, kann sich gut vorstellen, das ihm die Frauen noch die Bude einrennen würden. Sarah ist schockiert, das Ben sich ihrer so sicher ist und der reine Trotz regt sich in ihr.Nach dem soundsovielten Glas Rotwein schließen die beiden eine ziemlich uncharmante Wette ab. Sarah und Ben haben eine wunderschöne Nacht miteinander, doch am nächsten Tag poltert Ben, mit gepackten Koffern die Treppe hinunter und zieht in sein Atelier - für 3 Monate. Sarah reckt verunsichert das Kinn und ist überrascht, dass Ben so Feuer und Flamme für die Wette ist. Schon allein deswegen, ließe sich Sarah lieber von dem berühmten Tiger fressen, als jetzt einen Rückzieher zu machen. Der wird sich wundern! Ornau Landau schreibt fließend über Sehnsüchte und kleine menschliche Abgründe. Kurzweilige Lektüre, die einem als Leser, die Rolle des Beobachters einnehmen lässt. Spannend und zwiespältig, regt zum Nachdenken an: WAS WÄRE WENN?

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks