Peter Beutler Kehrsatz

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Inhaltsangabe zu „Kehrsatz“ von Peter Beutler

Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, macht das alte Ehepaar Matter eine furchtbare Entdeckung. Im Kellergeschoss eines kleinen Einfamilienhauses finden sie in der Tiefkühltruhe die Leiche ihrer Tochter Julia. Alle Indizien deuten darauf hin, dass deren Mann der Täter ist. Doch vor Gericht halten die Beweise nicht stand. Wachtmeister Willi Däpp ermittelt in einem Fall, der Geschichte schreiben wird..

Ein Buch für Leser, die sich gern mit wahren Kriminalfällen beschäftigen.

— NiWa

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  • Interessanter, aber nicht sonderlich spannender Krimi mit wahrem Hintergrund

    Kehrsatz

    Aglaya

    24. May 2017 um 20:37

    In der Berner Vorortsgemeinde Kehrsatz wird eine ermordete Frau aufgefunden. Schon bald fällt der Verdacht auf ihren Ehemann Micha Witschi, der verhaftet und verurteilt wird. Doch ist er auch wirklich der Täter?"Kehrsatz" dreht sich um einen wahren Kriminalfall, die Ermordung der C.Z. in der titelgebenden Ortschaft. Von der Tat selber und der Verurteilung des Ehemanns habe ich damals nicht wirklich etwas mitbekommen, da war ich noch zu jung. Als der Fall dann aber mehrere Jahre später nochmal aufgerollt und gross in den Medien betreitgetreten wurde, war ich schon alt genug um die Gespräche meiner Eltern am Esstisch zu verstehen. Ich habe da also in einem gewissen Mass eine "Verbindung" zu dem Fall (ich bin auch nur rund 30km vom Tatort entfernt aufgewachsen) und auch schon früher ein Buch darüber gelesen ("Mord in Kehrsatz" von Hanspeter Born). Allerdings vermischt der Autor Peter Beutler die wahren Geschehnisse hier mit viel Fiktion, ändert Namen und fügt weitere Straftaten hinzu. Es handelt sich hier also nicht um einen Tatsachenbericht, sondern um einen Kriminalroman mit wahrem Hintergrund.Der Autor verbindet in seiner Geschichte zwei Handlungsstränge. Einerseits die Mordtat, deren Untersuchung und die Gerichtsprozesse, sowie die nachträglichen Untersuchungen vom Polizisten Willi Däpp. Andererseits die Journalistische Aufarbeit 30 Jahre später durch den Radio- und Fernsehjournalisten Isidor Ehrsam. Während sich der erste Handlungsstrang mehr oder weniger eng an die tatsächlichen Geschehnisse hält, ist der zweite rein fiktiv. Im "realen" Handlungsstrang gibt es grosse Zeitsprünge, die teilweise etwas verwirrend sind. Mal wird über viele Seiten hinweg eine Situation von wenigen Minuten geschildert, dann springt die Handlung zurück in die Kindheit von Micha Witschi, dann wieder Monate nach vorne. Dadurch erfordert die Lektüre viel Aufmerksamkeit, um den Faden nicht zu verlieren. Der Schreibstil des Autors Peter Beutler ist recht nüchtern gehalten, das Buch wirkt eher wie ein Bericht oder ein Polizeireport als wie eine Erzählung. Wer sich damit anfreunden kann, wird mit einem unterhaltsamen Kriminalroman belohnt, auch wenn die grosse Spannung fehlt.Mein FazitInteressanter, wenn auch nicht sonderlich spannender Krimi mit wahrem Hintergrund.

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  • Ermordet in Kehrsatz

    Kehrsatz

    NiWa

    04. January 2017 um 09:12

    Das alte Ehepaar Matter entdeckt in der Tiefkühltruhe des Nachbarhauses Schauriges: der Leichnam der eigenen Tochter ist darin verwahrt! Sämtlich Indizien deuten auf Julias Ehemann als Täter. Allerdings zeigt sich, wie aufgrund von Schlamperei und Bürokratie, schnell aus einem Tatverdächtigen ein Opfer wird. Es handelt sich dabei um einen wahren Kriminalfall, der in der Schweiz Geschichte schrieb.In den 1980er-Jahren hat ein Mordfall nicht nur den kleinen Ort Kehrsatz, sondern die ganze Schweiz bis in die Nachbarländer erschüttert. Ein altes Ehepaar findet die Leiche ihrer Tochter Julia in einer Tiefkühltruhe, im Keller der Getöteten, verwahrt. Obwohl schon allein Fundort und die Rekonstruktion des Tathergangs für ordentlich Wirbel sorgen, wird dieser Fall teilweise aus ganz anderen Gründen bekannt: die Schweizer Behörden haben nämlich einen unschönen Pfusch gebaut, der die Qualität von Staat und Rechtsbehörden in Frage stellt.Dieser Kriminalroman ist meiner Meinung nach eher als kriminalistischer Bericht zu lesen, auch wenn er nur auf wahren Begebenheiten basiert und einiges an Fiktion in die Handlung bringt. Dennoch ist der Ablauf originalgetreu aufgebaut, weil sich der Autor meiner Einschätzung nach sehr gut an die wirklichen Ereignisse hält.Ermittler Willi Däpp steht als Protagonist im Vordergrund. Er ist mit dem Fall Julia Witschi betraut und geht den kleinsten widersprüchlichen Details auf den Grund. Allerdings wird nicht immer nur Däpp zur Seite gestellt, sondern es werden ebenso Ereignisse aus Tatverdächtigen Witschis Leben erzählt. Dabei kommt es auch dazu, dass ein allwissender Erzähler hinter manche Fassade zu blicken wagt. Allerdings fehlt allen Figuren jede Lebendigkeit. Es wird relativ trocken von den Ereignissen berichtet und während man zu Beginn noch der morbiden Faszination des Mordfalls unterliegt, merkt man rasch, dass sich der Autor für einen berichtartigen Stil entschlossen hat. Es fällt schwer, sich in Personen, Umstände und den Hergang hineinzuversetzen und ich hatte das Gefühl als würde ich teilweise einen Polizeireport lesen.Interessanterweise spricht der Autor diesen Stil sogar selbst in diesem Roman an, daher denke ich, dass er bewusst gewählt wurde, vielleicht, um den Ereignissen von damals gebührendes Gewicht zu verleihen:„Sie verstehen es, aus dem spannendsten Kriminalfall eine Einschlafgeschichte zu machen.“ (S. 222)Unabhängig vom Stil, reisst „Kehrsatz“ bei vielen Schweizern bestimmt alte Wunden auf. Peter Beutler legt den Finger darauf, zeigt, mit welcher Willkür die hohen Herren der Bürokratie mit Zeugen und Indizien umgegangen sind, und mit welcher Fahrlässigkeit Urteile gefällt wurden. Dabei werden die Ereignisse bis ins Jahr 2015 verfolgt, wo es zu einer überraschenden Wende in der Geschichte kommt.Besonders erwähnenswert sind für mich die Einblicke ins schweizerische Rechtssystem, wo Mordverdächtigen zum Beispiel ein Fürsprech statt des Rechtsanwalts gestellt wird, der Zivilschutz hohes Gewicht hat, und Mord tatsächlich verjähren kann. Einblicke dieser Art haben dieses Buch trotz der anstrengenden Erzählweise durchaus lesenswert gemacht, wenn man sich auch keinen üblichen Kriminalroman erwarten darf.Leser, die sich gern mit wahren Kriminalfällen auseinandersetzen, hinter die willkürliche Polizeiarbeit der 80er-Jahre blicken und mit dem Rechtssystem der Schweiz beschäftigen möchten, werden trotz meiner Kritikpunkte eine interessante Interpretation des Falles Julia Witschi, ermordet in Kehrsatz in der Schweiz, darin zu finden wissen. 

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