Renate Ahrens Ferne Tochter

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Inhaltsangabe zu „Ferne Tochter“ von Renate Ahrens

Der Anruf dauert höchstens drei Minuten, doch er verändert alles. Das neue Leben, das Judith sich in Rom aufgebaut hat, gerät ins Wanken. Sie wird eingeholt von dem, was sie vor zwanzig Jahren, nach einer verhängnisvollen Entscheidung, hinter sich gelassen hat – Hamburg, die Eltern, ihre Jugendliebe. In Rom arbeitet Judith als Restauratorin von Fresken der Renaissance; Engel sind ihre Spezialität. Mit Francesco führt sie eine glückliche Ehe, nur Kinder sind ihnen versagt geblieben. Von ihrem früheren Leben ahnt er nichts. So hatte es bleiben sollen. Nie mehr, das hatte Judith sich geschworen, wollte sie nach Hamburg zurückkehren. Aber jetzt muss sie zurück, muss sich ihrer Vergangenheit stellen – dem Tod des Vaters, der kranken Mutter und dem Menschen, an den sie die letzten zwanzig Jahre jeden Tag gedacht hat. Wie soll sie ihrem Mann erklären, dass ihr gemeinsames Leben auf einer Lüge basiert?

eine sehr emotionale Geschichte

— Petra54
Petra54

Geheimniss über eine früheres Leben, wieder eine starker Ahrens Titel.

— lui_1907
lui_1907

Ein Leben, - wie es auch in der Realität sein könnte. Sehr sympatische und authentische Charakteren. Ich mag dieses Buch.

— Teetante-Mia
Teetante-Mia

Gelungener Roman!

— vicky_1990
vicky_1990

gut

— Sonnenschimmer
Sonnenschimmer

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  • Themen
  • eine packende, emotionale Geschichte

    Ferne Tochter
    Petra54

    Petra54

    31. May 2017 um 09:40

    „Ferne Töchter“ ist bereits der dritte Titel, den ich von dieser Autorin lese und der mich ebenso wie „Geheime Tochter“ und „Fremde Schwestern“ absolut begeisterte. Judiths Geschichte hat mich sehr berührt. Sie verlässt ihre Eltern mit 17 Jahren, nachdem sie ihr Kind zur Adoption freigegeben hat. 20 Jahre später trifft sie ihre Mutter wieder und lernt ihre Tochter kennen. Hinter diesen wenigen Worten verbergen sich Verstrickungen, Missverständnisse, Kummer und Sehnsüchte. All das ist wunderbar feinfühlig und nachvollziehbar erzählt und hat mich recht oft zu Tränen gerührt. Dabei ist es alles andere als eine rührselige Geschichte, sondern wegen der kurzen und knappen Wortwahl besonders eindringlich. Mir gefällt der Schreibstil dieser Autorin ausgesprochen gut, weshalb ich ihr Buch gern weiter empfehle.

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  • eBook Kommentar zu Ferne Tochter von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    maria

    maria

    via eBook 'Ferne Tochter'

    könnte wahr sein, hat mir gut gefallen

    • 2
  • berührend

    Ferne Tochter
    Sonnenschimmer

    Sonnenschimmer

    07. July 2014 um 21:01

    Das Buch " Ferne Tochter" ist sehr schön, berührend, Herz zereißend und Opjektiv geschrieben. Die Erzählung  springt in fast jedem Kapitel zwischen der Vergangenheit und Judith jetzigem Leben hin und her. Man muß sich schon etwas konzenrtieren beim lesen. Judith hat in Rom ein schönes Leben und ist glücklich verheiratet. Eines Tages kommt ein Anruf aus ihrer Heimat der ihr Leben verändert sich und ihre Vergangenheit holt sie wieder ein. Spannend geschrieben.

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  • Ein Anruf verändert alles!

    Ferne Tochter
    Fay1279

    Fay1279

    28. October 2013 um 07:55

    Judith ist in Rom seit langer Zeit glücklich verheiratet und arbeitet als Restauratorin von Fresken. Aber eigentlich kommt sie aus Hamburg. Doch sie hat mit 17 Jahren alle Kontakte abgebrochen, da sie sich von ihrer Mutter verraten gefühlt hat, und ist nach Rom gegangen. Über ihre Vergangenheit schweigt sie! Dann bekommt sie einen Anruf aus Hamburg. Eine ehemalige Schulfreundin hat sie ausfindig gemacht. Der Anruf dauert höchstens 3 Minuten doch er verändert ihr Leben. Ihre Vergangenheit holt sie ein! Doch sie lügt ihren Mann weiter an. Sie fliegt nach Hamburg und was sie dort vorfindet, damit hat sie nicht gerechnet. Ihre Mutter ist ein Pflegefall und ihr Vater schon lang tot. Doch was für ein Geheimnis hütet sie? Was hat sie in Hamburg erlebt, das sie diesen Schritt als 17 jährige gegangen ist!? Als sie ihrem Mann die Wahrheit erzählt ist dieser so verletzt, das ihre Ehe daran kaputt zu gehen scheint. Dieses Buch ist leicht zu lesen und die Geschichte an sich ist sehr gut. Mich hat es jedoch irgendwie nicht berührt. Es war für mich zu oberflächlich und lieblos. Ich konnte mich in die Geschichte nicht hineinfühlen und es ging alles zu schnell. Stellenweise waren mir unwichtige Dinge zu ausführlich beschreiben und andere zu wenig. Schade denn ich hätte gern mehr über die Personen und ihre Vergangenheit erfahren. Und das Wort " telefonino" konnte ich irgendwann nicht mehr ertragen... Warum auch immer, für mich kam es einfach zu oft vor, auch wenn die Protagonistin in Italien lebt.

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  • wenn die Vergangenheit dich einholt...

    Ferne Tochter
    GuteMiene

    GuteMiene

    18. October 2013 um 13:10

    Judith, eine Restauratorin alter Fresken, lebt mit ihrem Mann Francesco glücklich aber kinderlos in Rom. Seit Jahren versuchen die beiden ein Kind zu bekommen - jedoch ohne Erfolg. Sehr stimmig, dass die beiden in Rom leben und dass Judith gerade ein Fresco restauriert, das den Erzengel Gabriel mit Maria darstellt, der ihr verkündet, dass sie ein Kind - Gottes Sohn - gebären werde. Da erhält Judith einen Anruf aus ihrer Heimatstadt Hamburg. Dieser Anruf verändert ihr Leben und sie muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, von der Francesco allerdings nichts ahnt. Renate Ahrens beschreibt realistisch und doch auf gefühlvoller Weise Judiths Geschichte und zeigt wie die Beziehung zu Francesco in eine Krise gerät. ...man muss einfach immer weiterlesen um zu erfahren, ob die beiden ihr Leben wieder in den Griff bekommen und sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen können. Ein Buch das keine "leichte "Kost ist, also "wie im echten Leben".    

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  • das Schicksal...

    Ferne Tochter
    Nirena

    Nirena

    09. May 2013 um 15:43

    Das Buch ist in einem, wie ich finde, sehr nüchternen Stil geschrieben. Normalerweise habe ich damit und ebenso mit kurzen, oft wie Stakkato klingenden, Sätzen so meine Probleme, weil mir dadurch das Transportieren der Gefühle der Protagonisten schwer fällt - ganz anders hier. Ich kann nicht erklären wie, aber Renate Ahrens schafft es mühelos, ihre Protagonisten absolut realistisch vor dem inneren Auge entstehen zu lassen und gerade durch ihren Schreibstil, die Stimmungen erschreckend authentisch zu übermitteln. Und Stimmungen, davon gibt es viele und die wenigsten sind friedlich, freundlich oder optimistisch. Ja, das Buch hat etwas beklemmendes, aber gleichzeitig übt es eine Faszination aus, die es dem Leser quasi unmöglich macht, nicht in den Bann der Autorin zu geraten oder gar - nicht weiterzulesen. Der Leser kommt vor allem der Hauptprotagonistin Judith so nah, dass man tatsächlich mitten drin ist - nicht nur einmal bin ich mit der Romanfigur gedanklich aneinander geraten, weil ich ihre Handlungsweise nicht in Ordnung fand - ebenso wie mit ihrem Mann. Aber genauso leidet man mit ihr, fürchtet mit ihr und hofft mit ihr. "Ferne Tochter" ist nicht nur ein Roman, der absolut realistisch wirkt, oft eher wie eine Dokumentation als eine Fiktion, sondern ebenso ein Buch, das den Leser berührt und mitnimmt, nicht loslässt vor dem letzten Buchstaben.

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    20. January 2013 um 10:45

    Seit zwanzig Jahren lebt Judith, glücklich verheiratet mit Francesco, in Rom. Als Restauratorin von Fresken hat sie sich eine erfolgreiche Existenz aufgebaut und gilt als eine Könnerin ihres Fachs. An Hamburg, an ihre Heimatstadt, an ihre Familie hat sie seither jeden Gedanken erfolgreich verdrängt. Es ist heiß in diesen Tagen und als Judith aus den kühlen Kirchenräumen tritt, überfällt sie die unbarmherzige Hitze in den Gassen und Häuserzeilen. Eine kühle Dusche, ein Eistee, ein wenig Ruhe und danach steht einem Abend zu zweit nichts mehr im Wege. Aber jäh dringt ein Telefonanruf mit einer Hamburger Rufnummer in diese Minuten, die die doch so sehr Entspannung und Erholung sein sollten. Hin- und hergerissen entschließt sich Judith schließlich doch, den Anruf entgegen zu nehmen. Am Telefon ist ihre langjährige Hamburger Schulfreundin Claudia, die ihr aber in entscheidenden Momenten den Rücken gekehrt hat. Und deshalb hat es auch zu ihr keinerlei Kontakt mehr gegeben – und auch jetzt will Judith diesen Kontakt eigentlich nicht. Mit Hamburg, mit ihrer Familie und den Ereignissen damals hat Judith vollkommen abgeschlossen. Zumindest hat sie das bislang geglaubt. Warum aber wühlt sie dieser Anruf dann dermaßen auf? Vor zwanzig Jahren hat sie Hamburg den Rücken gekehrt, fluchtartig hat sie die Stadt verlassen und wollte nie wieder eine Verbindung zu ihren Eltern und ihrer Herkunft zulassen. Seither bewahrt sie tief in sich verborgen ein düsteres Geheimnis, von dem sie nicht einmal Francesco berichten konnte. Dieses Geheimnis, so fürchtet Judith, könnte das Ende ihrer leider immer noch kinderlosen Ehe bedeuten. Aber Judith stellt fest, dass die Vergangenheit sie seit diesem Anruf täglich mehr einholt und dass sie sich davon nur endgültig und versöhnt lösen kann, wenn sie sich der Erinnerung stellt. Judith reist nach Hamburg, sucht das Elternhaus auf, doch dort wohnen fremde Leute. In den nächsten Tagen erfährt sie, dass der Vater verstorben ist, die Mutter lebt nach einem Schlaganfall in einem Pflegeheim. Während sie einige Male am Bett der Mutter sitzt, durchlebt Judith ihre Jugend noch einmal. Die Spießigkeit des Elternhauses, der despotische Vater und die Mutter, die diesem nichts entgegensetzen konnte, alles lebt vor ihrem inneren erneut Auge auf. Und Judith versucht, sich mit den Folgen ihrer damaligen Entscheidung auseinanderzusetzen. Mit großer Spannung erzählt Renate Ahrens diese Geschichte einer immer mutiger werdenden Frau, die sich mit sich selbst und den Entscheidungen ihrer Jugend auseinandersetzt. Einer Frau, die versucht, Gegenwart und Vergangenheit nach zwanzig Jahren in Einklang zu bringen und trotzdem weiterhin mit Francesco glücklich verheiratet zu bleiben. Die Charaktere sind glaubwürdig geschildert, ihre Zweifel und Ängste sehr nachvollziehbar. Alles in allem ein gut zu lesender Roman für alle, die gern Geschichten von und um starke Frauen lesen wollen.

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    Eka

    Eka

    14. January 2013 um 13:51

    Mit ihrem Leben in Hamburg hat Judith schon vor 20 Jahren abgeschlossen.Sie lebt seit dem in Rom, ist glücklich verheiratet mit einem attraktiven Mann, nur der Kinderwunsch hat sich bisher trotz aller Bemühungen nicht erfüllt. Auch in ihrem Beruf als Restauratorin hat Judith großen Erfolg und arbeitet im Augenblick an dem Fresko Maria Verkündung von Filipino Lippi. Eines Tages erhält sie einen Anruf ihrer Jugendfreundin Claudia aus Hamburg, die ihr nur kurz mitteilt, dass mit ihrem Elternhaus etwas nicht in Ordnung ist und Judith sich unbedingt darum kümmern müsste. Schweren Herzens macht sich Judith nun auf den Weg nach Hamburg und trifft dort nicht nur das völlig vernachlässigte Haus, sondern auch eine schwerkranke Mutter an, die weder laufen noch sprechen kann. Es fällt ihr zunächst schwer, sich um alles zu kümmern, denn die Vergangenheit holt sie natürlich ein, die sie 20 Jahre verdrängt hat. Eine Vergangenheit, von der sie ihrem Mann Francesco nie etwas erzählt hat. Aber nun wird sie ihr Geheimnis wohl nicht länger hüten können?. Die Autorin erzählt die Geschichte wechselseitig zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Alle Charaktere sind hervorragend beschrieben und durch den wunderbaren Schreibstil liest sich alles sehr flüssig. Ein emotionaler Roman, der den Leser berührt und nachdenklich macht. Ich kann eine unbedingte Leseempfehlung geben.

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    24. November 2012 um 12:51

    Ein heißer Tag Ende August in Rom. Judith Velotti, geb. Wolf, Ende Dreißig, erhält an diesem Abend einen Anruf von ihrer ehemaligen Jugendfreundin Claudia Dressler. Eigentlich wollte Judith gar nicht ans Telefon gehen, als sie sah, dass es eine Hamburger Nummer war. Mit dem Leben in Hamburg hatte sie vor gut 20 Jahren abgeschlossen. Inzwischen glücklich verheiratet mit einem tollen Mann, sie liebte ihren Beruf als Restauratorin und hatte sich hier schon einen Namen in der Branche gemacht und zudem auch schon einen Preis gewonnen. Fresken der Renaissance, vor allem Engel, waren ihre Lieblinge. Derzeit arbeitete sie an dem Fresko Maria Verkündung von Filipino Lippi. Eine Szene, ie sie besonders liebte, die ihr aber auch wieder zeigte, dass ihre Hoffnung schwanger zu werden, wieder einmal zerplatzt war. Die neue Behandlung hatte noch keine Früchte getragen, ihre Ehe mit Francesco weiterhin kinderlos. Mit dem Anruf der Jugendfreundin wurde Judith in ihr altes Leben zurückbefördert, ein Leben in einem strengen Elternhaus, einem Vater mit moralischen Grundsätzen, einer Mutter, die sich dem unterwarf und Judith ihren Platz suchte. Dieses alte Leben holte sie nun wieder ein, denn Claudia teilt ihr nur kurz mit, dass irgendetwas nicht in Ordnung sei mit dem Elternhaus in Winterhude. Alles würde so einen vernachlässigten Eindruck machen. Mit voller Wucht hatte der Anruf Judith erwischt, denn es verging kein Tag, an dem sie nicht an Hamburg denken mußte. (S. 13) Die Decke des Schweigens wurde angehoben, um letztendlich ihr Geheimnis, welches sie bis zum heutigen Tag Francesco nicht mitgeteilt hatte, zu lüften. Warum Judith damals ihre Eltern, ihre Heimat verließ, um letztendlich in Italien zu bleiben, wie sollte sie ihm nun die ganze wahre Geschichte erklären? Sie lebten nun schon viele Jahre glücklich miteinander und wie hätte sie ihm jetzt erklären sollen, was damals in Hamburg passiert war. Sie und Francesco, die sich beide so sehr ein Kind wünschten. Wie sollte sie es weiterhin schaffen, dies vor ihm geheim zu halten? Will sie das überhaupt? Und dann das Wiedersehen zwischen Judith und ihrer schwerkranken Mutter. Renate Ahrens „Ferne Tochter“ wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, erzählt Judiths Geschichte, die Gründe, Hamburg zu verlassen und die Probleme Jetzt und Heute, die durch ihr Schweigen entstehen. Eine Nebencharaktere möchte ich unbedingt erwähnen, und zwar Vincenzo, Judiths Schwiegervater. Ein Italiener durch und durch, ein alter Mann, der seine Grundsätze hat, aber innendrin ein großes Stück Herz zeigt. Weiter möchte ich auf den Inhalt nicht eingehen. Die Buchinformation sagt schon sehr viel aus. Doch einen Satz möchte ich hervorheben (S. 274): „Ich danke meiner Großmutter dafür, dass sie den Brief aufgehoben hat“. Ja, ich gebe zu, „Ferne Tochter“ zu lesen, ging nicht emotionslos an mir vorbei und das ist auch gut so. Hoffnung für Judith und Francesco, denn am Ende des Romans tauchen sie wieder auf, die Schmetterlinge im Bauch, das Flattern, das Gefühl, welches Judith schon einmal erleben durfte. Fazit: „Ferne Tochter“ von Renate Ahrens: die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, ein Familiengeheimnis, gut behütet und bewahrt, eine Handlung, die berührt und letztendlich aufzeigt, wie wichtig Vertrauen ist und lernen muss, mit seinen Ängsten umzugehen. „Jeder geht seinen Weg, der ihm vorbestimmt ist. Doch so manches Mal geht das Schicksal seinen eigenen Weg, aber in deinem Inneren bist du der Hüter deiner Gedanken und die gehen immer mit dir, egal, wo deine Reise dich hinführt.“ (© Hannelore Kühlcke)

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    Ati

    Ati

    26. October 2012 um 16:17

    Eine Geschichte beginnt immer mit einer Figur, sagt Renate Ahrens. Die Geschichte ihres Lebens begann mit ihrer Geburt 1955 in Herford. Die Autorin studierte Englische Philologie und Romanistik und arbeitete vor ihrer Tätigkeit als freie Autorin als Lehrerin. Ihr Leben teilt sie nach Aufenthalten in Italien, Südafrika, Frankreich und Irland heute zwischen Dublin und Hamburg auf. Sie bezeichnet sich selbst als neugierigen Menschen, der gerne neue Welten – bei Auslandsaufenthalten – entdeckt. Die Figur, um die es im neuesten Roman von Renate Ahrens geht, heißt jedoch Judith. Judith ist Restauratorin, lebt in Italien und hütet sehr erfolgreich ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Am 28. September diesen Jahres war ich zur Buchpremiere von Ferne Tochter im Speicherstadtmuseum Hamburg eingeladen. Leider konnte ich nicht hingehen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich dann das Buch in Händen hielt. Niemand kann vor seiner Vergangenheit auf Dauer davonlaufen Rom, seit nahezu vierzig Jahren die Lieblingsstadt der Autorin, ist einer der Schauplätze, an dem die Geschichte der Hauptfigur Judith spielt. Judiths sorgsam aufgebautes Lügenkonstrukt bezüglich ihrer Vergangenheit samt bis dahin gut funktionierender Verdrängungstaktik droht ihre glückliche, aber kinderlose Ehe mit Francesco von heute auf morgen zu zerbrechen, als eine ehemalige Freundin aus ihrer alten Heimat sich meldet. Er weiß, dass sie alle Brücken hinter sich abgebrochen hat, kennt jedoch nicht den wahren Grund. Er ahnt nicht, dass sie eine mittlerweile erwachsene Tochter hat, die sie gleich nach der Geburt zur Adoption freigab. Er weiß nicht, die wahren Gründe für Judiths Flucht aus Deutschland. Und sie weiß nicht, wie sie ihm erklären soll, warum sie sich alleine um ihre Mutter kümmern muss, die nach einem Schlaganfall im Krankenhaus gelandet ist. Oder wie sie ihm gar von ihrer Tochter erzählen könnte, die den Kontakt zu ihr sucht. Bei ihrem anfangs widerwilligen Versuch, sich um ihre Mutter zu kümmern bzw. die Dinge zu klären, muss sich Judith nicht nur ihrer Vergangenheit stellen. Sie lernt auch ihre Mutter in gewisser Weise neu kennen und bekommt zumindest die Chance die Folgen ihrer aus Verzweiflung getroffenen Entscheidung abzumildern. Der Titel passt in meinen Augen sehr gut, spiegelt er doch nicht nur Judiths Verhältnis zu ihrer Mutter, sondern auch zu ihrer Tochter wieder, das anfangs nicht distanzierter hätte sein können. Ferne Tochter ist aus Judiths Sicht geschrieben. Die kurzen Sätze spiegeln nicht nur die innere Zerrissenheit von Ahrens Romanfiguren wieder, sie unterstreichen die aufwühlenden Emotionen der Grundthematik geradezu. Gefühlvoll und emphatisch führt die Autorin ihre LeserInnen wie ihre Figuren durch den Roman. Unfassbar, aber keinesfalls unmöglich, scheint dabei die Denkweise der Eltern Judiths anlässlich der Zeit, in der sie ihr uneheliches Kind bekommt. Die Geschehnisse der Vergangenheit sind gut proportioniert und gezielt in das aktuelle Geschehen eingestreut. Obwohl der Fokus eindeutig auf Judith liegt, bleiben auch Francesco und andere Figuren nicht flach und schon gar nicht nebensächlich. Ohne überfrachtete Beschreibungen oder gar melodramatische Auswüchse erzählt Ahrens Judiths Geschichte und regt zum Nachdenken an. Nicht nur, wie gefährlich noch so kleine Lügen sein können, sondern auch welchen Stellenwert die Familie hat oder zumindest haben sollte. Darüber, wie wichtig es ist, seine Wurzeln zu kennen. Darüber, wie blind man gegenüber Hilfsangeboten sein kann, oder wie schwer manche Dinge wieder gutzumachen sind. Erzählt von etwas, das direkt um uns passieren könnte. Authentisch, lebensnah, glaubhaft. Fazit Ein sehr berührendes Buch, das ich nur empfehlen kann. Ein Roman über Schuld und Vergebung, über Enttäuschung, Verzweiflung und Hilflosigkeit. Keine heitere Geschichte, aber trotz allem ganz und gar nicht hoffnungslos. Ferne Tochter bekommt fünf von fünf Punkten von mir und hat mir Appetit auf weitere Romane der Autorin gemacht. Wie gut, dass es da schon welche gibt. Copyright © 2012, Antje Jürgens (AJ)

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    Gabrielle_Alioth

    Gabrielle_Alioth

    21. October 2012 um 12:11

    Mit beeindruckender Zielstrebigkeit geht Renate Ahrens in diesem Roman zentrale Fragen des menschlichen Daseins an: Liebe, Vertrauen, die Möglichkeit zu Vergessen, die Notwendigkeit zu Erinnern – und sie tut dies auf die ihr eigene präzise und unprätentiöse Weise. Vor einem (fast) alltäglichen Hintergrund, einer privaten Geschichte, behandelt sie die aufgeworfenen Fragen in ihrer ganzen emotionellen und moralischen Komplexität. Mit großem Feingefühl und absoluter Stilsicherheit beleuchtet sie die widersprüchlichen Positionen ihrer Figuren und macht diese nachvollziehbar. Sie urteilt nicht, gibt keine einfachen Antworten, sondern lädt ein zu verstehen. Der Roman zeigt die Bedingtheiten, in denen wir unser Leben leben (müssen), eindrücklich und unmissverständlich und ist damit auch ein Aufruf zur Toleranz. Eine Roman, der nicht nur von seinen Einsichten und seiner Anteilnahme lebt, sondern vor allem vom Mut der Verfasserin, von dem die Leserinnen und Leser profitieren.

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    Dina1606

    Dina1606

    17. October 2012 um 21:33

    Judith ist mit 16 Jahren von daheim weg gegangen. Ihre Eltern waren gefühllos und nie für sie da. Ihnen ging es immer nur um ihren guten Ruf. In einer Situation in der Judith ihre Eltern mehr als alles andere gebraucht hätte haben sie sie im Stich gelassen. Sie packt einige wenige Sachen zusammen und trampt nach Italien. Dort lebt sie nun schon seit 20 Jahren. Aber ihr Leben soll erneut eine tragische Wendung nehmen, als ihre ehemalige beste Freundin und Klassenkameradin eines Tages bei ihr anruft. Sie wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, ihre Ehe gerät ins Wanken und doch kann Judith nicht anders und reist zurück nach Hamburg. Renate Ahrens erstes Buch "Fremde Schwestern" hat mich auch schon wahnsinnig gefesselt. "Ferne Tochter" hat noch einen drauf gesetzt. Die Autorin versteht es ihre Leser zu fesseln und weis genau, welche Worte sie nutzen muss um sie mitten ins Herz zu treffen. Vollkommen faszinierend war hier auch die Erzählweise der Autorin. Zwischen den Erzählungen der Gegenwart schmeißt sie immer wieder Dinge aus der Vergangenheit dazwischen. Sei es aus Judith´s Vergangenheit bei Ihren Eltern, oder wie sie ihren Mann kennen gelernt hat. So fügt sich die Geschichte immer mehr zusammen und bald erkennt man, was passiert ist, bevor Judith von zu Hause weg gegangen ist. Die Charaktere sind gut gelungen, verständlich und man kann sich unglaublich schnell in sie hineinversetzen. Judiths Seelenqualen werden unglaublich deutlich und man kann ihr Handeln gut verstehen, auch wenn man es selber vielleicht anders gemacht hätte. Zusammenfassend kann ich sagen, wieder ein sehr gutes Buch der Autorin. Ich werde sie auf jeden Fall im Auge behalten und hoffentlich noch einiges von ihr zu lesen bekommen. Das Cover ist genauso schlicht wie sein Vorgänger, dennoch sehr ausdrucksstark und vielsagend. Eckdaten zum Buch: • 288 Seiten • TB Klappenbroschur • Erschienen: 01.10.2012 • Verlag: Knaur TB

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    Nik75

    Nik75

    07. October 2012 um 15:40

    Heute stelle ich euch das Buch „Ferne Tochter“ von Renate Ahrens vor. In dem Buch geht es um Judith, die seit 20 Jahren in Rom wohnt und sich ein schönes Leben mit ihrem Mann Fancesco aufgebaut hat. Alles scheint perfekt zu sein in ihrem Leben, bis Judith einen Anruf aus ihrer Vergangenheit erhält. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen, mit der sie eigentlich nie mehr konfrontiert werden wollte. Meine Meinung: Mir hat dieser einfühlsame und gefühlvolle Roman sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen angenehmen leichten und flüssigen Erzählstil, der es mir einfach machte sofort in Judiths Leben einzutauchen. Judith war mir auf Anhieb sympathisch. Sie scheint eine nette und warmherzige Frau zu sein, die jetzt nach so vielen Jahren versucht ihre Vergangenheit zu bewältigen. Sie und ihr Mann sind kinderlos, ihr Wunsch Kinder zu bekommen ist leider nicht in Erfüllung gegangen. Dass Judith schon als 17jährige ein Kind bekommen hat und zur Adoption freigegeben hat, macht ihr sehr zu schaffen, denn ihr Mann Francesco weiß nichts darüber. Irgendwann kommt aber der Punkt wo man seine Vergangenheit nicht mehr verdrängen kann, auch wenn Judith es zwanzig Jahre lang versucht hat. Ich fand schön wie die Autorin .die Begegnungen mit Personen ihrer Vergangenheit beschrieben hat. Sie hat die Geschichte aus der Sicht von Judith geschrieben und somit hauptsächlich über Judiths Gefühle. So konnte man Judith bis in ihr innerstes gut kennen lernen. Es ist ein wirklich bewegender Roman, der mich beim Lesen berührt und nachdenklich gemacht hat. Ich wünsche niemandem dass er so wenig Unterstützung von seinen Eltern bekommt wie Judith damals mit ihren 17 Jahren. Was ich ein wenig schade fand, war dass das Buch viel zu schnell ausgelesen war und ich gerne noch mehr über Judiths Leben erfahren hätte. Der Roman bekommt von mir 5 Sterne weil er mich gefangen genommen hat.

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    06. October 2012 um 10:20

    Wie lange benötigt man, um ein Leben ins Wanken zu bringen? Bei Judith sind es genau drei Minuten. Drei Minuten, so lange dauert ein Anruf aus Deutschland, der ihr Leben verändert und ihr dunkles Geheimnis wieder ans Tageslicht befördert. Zwanzig Jahre lang konnte Judith alles verdrängen, nahezu vergessen, und ihr neues Leben in Rom genießen. Doch jetzt muss sie erfahren was es heißt, wenn man von der Vergangenheit eingeholt wird. Eine Vergangenheit, die nun ihre Gegenwart beeinflussen wird, denn ihre Ehe basiert auf einer Lüge und Judith wird sich den vergangenen Ereignissen in Hamburg stellen müssen. "Ferne Tochter" ist nach "Fremde Schwestern" der zweite Roman von Renate Ahrens, der im Knaur Verlag erschienen ist. Beider Male bedient sich die Autorin schwierigen Familiengeschichten. In ihrem aktuellen Buch geht es um komplizierte Mutter-Tochter-Beziehungen. Seit über 20 Jahren hat Judith nämlich jegliche Verbindung zu ihrem früheren Leben in Hamburg abgebrochen und wird erst durch einen Anruf daran erinnert, dass dieses Verdrängen vielleicht doch nicht die Lösung aller Probleme ist. "Ich wünschte, ich könnte noch mal von vorn anfangen. Womit? Mit allem." (Seite 24) Die Geschichte in "Ferne Tochter" hat mir sehr gut gefallen. Sie wird stets glaubhaft präsentiert und es herrscht kein eitler Sonnenschein, sondern die Charaktere müssen sich mit ernsthaften Problemen auseinander setzen. Die Handlung wird dabei einfühlsam präsentiert, die Autorin vermag den Leser zu berühren und auf eine emotionale Reise mitzunehmen (ohne dabei jemals schnulzig zu sein). Gut hat mir auch gefallen, dass das Familiengeheimnis keine exotische Tragödie ist, sondern etwas, dass etliche Menschen ereilt. Die Autorin versucht also keine Punkte durch extra außergewöhnliche Katastrophen zu sammeln, sondern will durch ihren Schreibstil überzeugen, was ihr auch gelingt. "Der Anruf hat etwas in mir zum Einstürzen gebracht, mein mühsam errichtetes Konstrukt, das die Vergangenheit von mir fernhalten sollte." (Seite 32) Zu diesem Schreibstil möchte ich noch etwas erwähnen, denn ich habe ihn als besonders empfunden. Ich bin normalerweise kein Freund von Romanen, in denen kurze Sätze dominieren, denn meistens wirkt dieses abgehackt und führt dazu, dass man keine Verbindung zum Roman aufbauen kann. Anders bei Renate Ahrens. Sie bedient sich sehr oft kürzeren Sätzen, erzählt schnörkellos und sehr direkt, aber trotzdem kommen die Emotionen beim Leser an und ihre Worte hallen nach. Der Leser wird nicht erschlagen von ellenlangen Beschreibungen und bekommt genug Raum für eigene Gedanken geboten. Es mag natürlich trotzdem sein, dass das nicht jedermanns Geschmack ist (einfach mal die Leseprobe testen), aber ich finde, dass die Autorin das perfekt umgesetzt hat. Geschildert wird die Handlung übrigens aus Judiths Perspektive und ihre Erinnerungen werden sehr oft eingeblendet, um dem Leser ein Gesamtbild vermitteln zu können. Fazit: Ein toller Schicksalsroman mit einem Familiengeheimnis, das bewegt. Daher meine Empfehlung: Selbst lesen und Renate Ahrens' ungewöhnlichen Schreibstil erleben. Taschenbuch: 288 Seiten Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2012) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3426510936 ISBN-13: 978-3426510933

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  • Rezension zu "Ferne Tochter" von Renate Ahrens

    Ferne Tochter
    Violet_Princess

    Violet_Princess

    01. October 2012 um 22:18

    Das Telefon von Judith Velotti, die vor langer Zeit ihre Hamburger Heimat verließ und seitdem glücklich mit Francesco in Rom lebt und dort als Restauratorin arbeitet, klingelt. Eine Hamburger Nummer. Es ist vielleicht besser den Anruf zu ignorieren. Oder doch nicht? Kurz bevor der Anrufbeantworter ertönt, beschließt Judith, den Hörer abzunehmen. Es ist Claudia, eine Freundin von früher. Sie meldet sich, um zu besorgt zu berichten, dass Judiths Elternhaus verwahrlost erscheint. Nach anfänglichen Verdrängungsversuchen kann Judith schließlich nicht anders, als nach Hamburg zu fliegen. Dort angekommen, erfährt sie, dass ihr Vater bereits vor einiger Zeit verstorben ist und dass ihre Mutter von einem Schlaganfall gezeichnet in einem Pflegeheim lebt. Und auch ein lange gehütetes Geheimnis holt Judith in ihrer Heimat wieder ein: Sie hat im Alter von 17 Jahren eine Tochter geboren und anschließend zur Adoption freigegeben… Der Schreibstil von Renate Ahrens ist sehr angenehm und leicht, was ein sehr flüssiges Lesen ermöglicht. Der Leser kann schnell in den Roman eintauchen und die Charaktere werden sehr anschaulich beschrieben. Die emotionale Geschichte der Protagonistin Judith, die nach dem Anruf ihrer Jugendfreundin hin- und hergerissen ist zwischen ihrer Gegenwart und ihrer Vergangenheit, hat mich sehr bewegt. Fazit: Ein spannendes, lesenswertes Buch, das berührt.

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