Der Thron der Welt

von Robert Lyndon 
4,3 Sterne bei50 Bewertungen
Der Thron der Welt
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A

Eine flotte Abenteuergeschichte mit vielen Zutaten.

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Abenteuerliche Flucht eines Mörders

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Inhaltsangabe zu "Der Thron der Welt"

Der Einsatz: hoch

Die Reise: unglaublich

Das Ziel: Der Thron der Welt

Vier schneeweiße Falken von den eisigen Höhen Grönlands – das ist der Lohn, den der türkische Sultan fordert, damit er seinen Gefangenen, einen normannischen Edlen, freigibt. Der fränkische Abenteurer Vallon soll ihm die kostbare Fracht bringen. Für Vallon und seine Begleiter beginnt eine unglaubliche Reise, über alle Grenzen der Welt um die Jahrtausendwende hinweg - von Grönland über das Russenreich bis nach Konstantinopel, über das tobende Nordmeer und blutgetränkte Schlachtfelder. Grausame Wikingerkrieger stellen sich ihnen in den Weg, wilde Flüsse und unweg-same Pfade gilt es zu überwinden, bis sie endlich ans Ziel kommen – und die Welt plötzlich nicht mehr so ist, wie sie einmal war …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499257216
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:976 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2014

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Abenteuerliche Flucht eines Mörders
    Abenteuer im 11. Jahrhundert

    Vallon ist auf der Flucht ,er hat die Mörder seiner Familie ermordet.Unterwegs trifft er auf Hero,der sich ihm als Reisebegleitung andient.Er hat den Auftrag Sir Walter ,der von dem Emir Suleiman gefangen gehalten wird,zu befreien.Sein raffgieriger Bruder Drogo versucht mit aller Macht das zu verhindern.Als Lösegeld wollen sie vier seltene weisse Gerfalken anbieten.Sie machen sich auf eine gefährliche Reise,die durch mehrere Länder führt.Unterstützung bekommt die zusammengewürfelte Truppe durch Wayland ,der maßgeblich am Einfangen der Falken beteiligt ist. Dem Autor gelingt es auf besondere Weise die Spannung in diesem umfangreichen Roman zu erhalten,es gibt nur wenige Längen. Die Protagonisten waren mir ziemlich schnell ans Herz gewachsen.Natürlich durfte in dem Roman eine Liebesgeschichte nicht fehlen. ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Als Manko muß ich erwähnen,daß es ungewöhnlich viele Rechtschreibfehler gab. Buchtitel: Der Thron der Welt

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    badwomans avatar
    badwomanvor 3 Jahren
    Abenteuer pur

    Der Franke Vallon und der junge Gelehrte Hero treffen sich im Jahre 1072 zufällig in der Nacht, in der Heros Meister stirbt. Fortan ziehen sie zusammen weiter, unter anderem um eine Lösegeldforderung für den normannischen Sohn namens Walter eines Ritters zu überbringen. Diese Forderung ist fast nicht einlösbar: Der Sultan wünscht vier weiße Gerfalken, die es nur hoch im Norden gibt. Vallon und Hero brechen mit Wayland, einem Falkner, und Raul, einem aufbrausenden Kämpfer, zu einer langen abenteuerlichen Reise auf. Sie bereisen Europa vom hohen Norden bis tief in den Süden und erleben furchtbare Kämpfe, Intrigen, grausame Morde, aber auch Zusammengehörigkeit und Liebe.
    Der Roman ist sehr kurzweilig und spannend geschrieben, der Erzählstil lässt den Leser in die Geschehnisse eintauchen. Das ganze dicke Buch ist Abenteuer pur, manchmal vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem fast immer spannend. Die Charaktere sind klar gezeichnet, da gibt es kaum Überraschungen. Mir hat dieses Buch noch besser als erwartet gefallen, ich hätte nicht gedacht, dass der Autor die Spannung über so viele Seiten immer wieder hochkochen lassen kann. Ein bisschen schade finde ich, dass dieses Buch einige Rechtschreibfehler aufweist, ich denke, das ist unnötig. Das Cover finde ich nicht so originell, zumindest sieht man sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch!

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    LaDragonias avatar
    LaDragoniavor 3 Jahren
    Rezension zu "Der Thron der Welt" von Robert Lyndon

    Klappentext:

    Man schreibt das Jahr 1072 nach Christi Geburt. Der fränkische Krieger Vallon hat nichts mehr zu verlieren. In den Alpen begegnet er dem jungen Gelehrten Hero, unterwegs mit seinem Meister. Als dieser stirbt, bittet Hero Vallon um seine Begleitung nach England, wo er einem normannischen Ritter die Lösegeldforderung des türkischen Sultans für seinen Sohn überbringen soll. Doch der Preis für die Freiheit des jungen Sir Walter Olbec ist unermesslich hoch: vier weiße Gerfalken, kostbare Vögel, die überaus selten sind. Nur hoch im Norden, im ewigen Eis, hat man schon Exemplare davon gesehen. Für Vallon, Hero und ihre Gefährten beginnt eine atemberaubende Odyssee durch die entlegensten Länder der Welt – von Grönland über Russland bis nach Konstantinopel, über das tobende Nordmeer und blutgetränkte Schlachtfelder. Grausame Wikingerkrieger und rachsüchtige Normannen stellen sich ihn en in den Weg, wilde Flüsse und unwegsame Pfade gilt es zu überwinden, bis sie endlich ans Ziel kommen – und die Welt plötzlich nicht mehr so ist, wie sie einmal war …

    Meine Meinung:

    Einen wirklich wunderbaren Schmöker hat der Autor Robert Lyndon uns hier mit seinem Erstlingswerk „Der Thron der Welt“ beschert. Die Meinungen scheinen zwar auseinander zu gehen, aber ich persönlich finde, der Roman kann sich durchaus mit Bücher wie „Die Säulen der Erde“ oder „Die Kathedrale des Meeres“ messen. Vor allem da es in dem vorliegenden Werk um eine gänzlich andere Thematik geht.

    Der Autor hat es wirklich sehrgut geschafft, seine beiden großen Leidenschaften, Geschichte und die Falknerei in diesem Buch zu einem großartigen Historienepos zu verbinden.

    Wenn es mir nachgeht, darf es ruhig noch weiteres von Herrn Lyndon geben, wobei er ja mit dem Folgeband „Schwert und Feuer“ die Geschichte der Hawk Quest bereits weiter spinnt. Man darf also durchaus gespannt sein, was aus seiner Feder noch kommen wird.

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    Ikopikos avatar
    Ikopikovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Start, interessante Figuren, tolle Idee. Leider nicht so umgesetzt, um mich 1.000 Seiten lang an dieses Buch zu fesseln.
    Der Thron der Welt

    Robert Lyndon hat auf fast 1.000 Seiten einen Roman über seine beiden großen Leidenschaften geschrieben: Geschichte und Falknerei

    „Eine kleine Gruppe entschlossener Männer kann weiter und schneller reisen als jede Armee.“

    Durch einen Zufall treffen zwei Männer aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können. Vallon ist Franke. Nachdem in Frankreich ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde, möchte er in einem anderen Land ein neues Leben beginnen. Hero ist ein griechischer „Jüngling“, der sich auf seiner ersten großen Reise befindet. Sein Führer verstirbt und so hängt er sich an Vallons Fersen und überzeugt diesen, seine Expedition mit ihm gemeinsam zu Ende zu führen. Nach Erfüllung dieses Auftrages, der Überbringung einer Lösegeldforderung, schließt sich für die beiden ein neues Abendteuer an, das sie ganz hoch in den Norden und ins tiefste Russland führt. Auf dieser Reise erhalten sie Unterstützung von dem jungen Falkner Wayland, einem wahren Überlebenskünstler, seinem Untier von Hund und seinem Freund.

    „Der Thron der Welt“ von Robert Lyndon wird betitelt als historischer Roman. Ich habe ihn eher als Abendteuerroman empfunden und musste während des Lesens einige Male an „Indiana Jones“ denken, obwohl diese Geschichte im 11. Jahrhundert spielt.

    Die Protagonisten sind alle für sich interessante Figuren. Vallon ist ein intelligenter Kämpfer, der durch seinen Beschützerinstinkt Hero gegenüber die Reise antritt. Letztlich ist er es, der die Fäden in der Hand hält. Hero ist jung, leidenschaftlich und voller Tatendrang. Mit seinem umfassenden Wissen manövriert er die illustre Reisegruppe aus so mancher scheinbar ausweglosen Situation.

    Mein heimlicher Favorit war jedoch Wayland. Seit die Normannen seine Familie ausgelöscht haben, hat ihn sein trauriger Werdegang dazu gebracht, die Tiere den Menschen vorzuziehen. Als ihm aber ein Rachefeldzug gegen die Mörder gelingt, wird er seinen Reisegefährten gegenüber offener und ist sogar bereit, sein Herz für eine Frau zu öffnen.

    Die Idee Robert Lyndons, eine Handvoll solch unterschiedlicher Menschen auf eine Reise zu schicken, ist grundsätzlich gut. Zwischen diesen sich wildfremden Menschen entwickelt sich eine komplizierte Freundschaft, in der Treue, Vertrauen, Respekt und Zusammenhalt eine überlebenswichtige Rolle spielen. Jede Figur hat mindestens eine positive Fähigkeit und diese wird optimal eingesetzt.

    Leider bekam ich während des Lesens zunehmend den Eindruck, dass es sich mehr und mehr zu einer Aneinanderreihung von Kämpfen/Abendteuern/Fluchten entwickelt. Die interessanten Geschichten jeder einzelnen Figur und deren Gefühle blieben weitestgehend auf der Strecke. Ebenso habe ich nähere Aussagen über „Land und Leute“ vermisst. Wie lebten die Menschen in den bereisten Ländern zu damaliger Zeit? Dieses Thema war nebensächlich und wurde nur angerissen.

    Meine anfängliche Begeisterung für diesen Roman ließ daher etwa ab Seite 250 deutlich nach. Da lagen jedoch noch über 700 Seiten vor mir!

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    Lerchies avatar
    Lerchievor 4 Jahren
    Er war die Gefahren nicht wert!

    Zwei Männer ritten einen Hügel hinauf, auf dem eine normannische Reiterpatrouille einen Engländer gehängt hatte.  Die Männer hatten sich erst kürzlich gefunden, der eine war noch ein Jugendlicher. Der ältere hieß Vallon und war ein Söldner, der in Frankreich gesucht wurde. Der jüngere, Hero, war mit seinem Meister unterwegs zu einem normannischen Ritter um ihm die Lösegeldforderung des Emirs Suleiman für seinen Sohn Walter zu überbringen. Doch der Meister starb, und Vallon erklärte sich letztendlich bereit Hero zu begleiten. Doch auf der Burg fanden sie nicht nur den Ritter, sondern auch noch zwei weitere Söhne – einen in Walters Alter -  vor. Und die Lösegeldforderung war immens hoch. Die Alternative waren vier weiße Gerfalken für den Sultan. Margaret, die Mutter des Auszulösenden, schickte sie zu einem Pfandleiher, um das Geld für die lange und gefahrvolle Reise zu bekommen. Doch Drogo, der Erbe nach Walter, versuchte alles, um dies zu verhindern. Vallon jedoch ließ sich nicht beirren. Er sorgte dafür, dass sie ein Schiff bekamen, zunächst bis zu den Orkneys. Und dann noch weiter bis Island. Von dort ging es für den Falkner, der die Reise mitmachte, nach Grönland, der Gerfalken wegen. Auf ihrem Rückweg nach Norwegen begegneten sie den Wikingern. Doch auch das konnte Vallon nicht aufhalten. Die gefahrvolle Reise führte weiter durch Lappland und dann Russland, genannt Rus, bis nach Konstantinopel. Sie mussten viele Gefahren überstehen, angefangen von den rachsüchtigen Normannen, über die Wikinger, die Nomaden die ihnen am Fluss auflauerten und auch an ihrem Ziel waren sie nicht vollkommen sicher. Auch verloren sie durch die vielen Kämpfe den einen oder andern Mann…

    Dies ist der Debütroman von Robert Lyndon. Zwar ist er schon spannend, flacht aber zwischendurch immer wieder ab. Zumindest, bis Vallon mit seinen Begleitern endlich mit dem Schiff loszieht. Aber auch dann gibt es in dem Buch Längen. Es wird alles haarklein beschrieben und das zieht sich dann. Aber das ist dann auch alles, was mich an dem Buch stört. Es drückt jedoch den Roman auf ein ‚gut gefallen‘ was bei mir drei Sterne bedeutet.

     

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    Mine_Bs avatar
    Mine_Bvor 4 Jahren
    Der Thron der Welt

    „Der Thron der Welt“ aus der Feder von Robert Lyndon ist ein historischer Roman, welcher im 11. Jahrhundert spielt. Mit „Der Thron der Welt“ hat Lyndon den Auftakt einer Reihe geschrieben, welche von dem fränkischen Abenteurer Vallon berichtet.

     

    Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):

    Man schreibt das Jahr 1072 nach Christi Geburt. Der fränkische Krieger Vallon hat nichts mehr zu verlieren. In den Alpen begegnet er dem jungen Gelehrten Hero, unterwegs mit seinem Meister. Als dieser stirbt, bittet Hero Vallon um seine Begleitung nach England, wo er einem normannischen Ritter die Lösegeldforderung des türkischen Sultans für seinen Sohn überbringen soll. Doch der Preis für die Freiheit des jungen Sir Walter Olbec ist unermesslich hoch: vier weiße Gerfalken, kostbare Vögel, die überaus selten sind. Nur hoch im Norden, im ewigen Eis, hat man schon Exemplare davon gesehen. Für Vallon, Hero und ihre Gefährten beginnt eine atemberaubende Odyssee durch die entlegensten Länder der Welt - von Grönland über Russland bis nach Konstantinopel, über das tobende Nordmeer und blutgetränkte Schlachtfelder. Grausame Wikingerkrieger und rachsüchtige Normannen stellen sich ihnen in den Weg, wilde Flüsse und unweg­same Pfade gilt es zu überwinden, bis sie endlich ans Ziel kommen - und die Welt plötzlich nicht mehr so ist, wie sie einmal war…

     

    Das Cover zu „Der Thron der Welt“ ist recht ansprechend und hat auch einen direkten Bezug zum Inhalt des historischen Romans. Es sind weiße Falken abgebildet, die in diesem Buch eine zentrale Rolle einnehmen. Das Buch wird mit einer kurzen Chronologie eingeführt, die sehr gut auf die thematisierte Zeit vorbereitet und auch die Landkarte ist sehr hilfreich und ansprechend zugleich.

    Der Schreibstil von Robert Lyndon ist sehr angenehm und er schafft es, mit kurzen Sätzen eine authentische Atmosphäre zu schaffen, die einen sofort in seinen Bann zieht. Man kann sie die Schauplätze sehr gut vorstellen und bekommt ein Gefühl für die damalige Zeit und die vorherrschenden Sitten. Die jeweiligen Charaktere werden gut eingeführt. Oftmals werden auch Nebenfiguren eingeführt, welche im Verlauf des Buches auch wieder verschwinden. Diese wirken jedoch keinerlei blass oder eindimensional – auch sie weisen eine gewisse Tiefe auf. Man entwickelt hierbei Sympathien, aber auch Antipathien. Auch fiebert man mit den jeweiligen Charakteren mit und begibt sich mit ihnen zusammen auf ein Abenteuer, dass seine Hochs hat, aber auch viele Niederlagen zu bieten hat, die gemeistert werden müssen. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut und dann auch aufrecht erhalten – ich hatte zu keinen Zeitpunkt der Geschichte eine Situation, in der ich mir gewünscht habe, dass diese schnell vorbeigeht, da sie mich langweilte. Die Geschichte der Gerfalken wird genau und historisch korrekt erzählt – ich fand dies sehr interessant, dass diese Thematik so ausführlich behandelt wurde und trotzdem geschickt in die Geschichte mit eingeflochten wurde.

     

    Für mich ist dies ein gelungenes historisches Werk, das durch seine gute Recherche besticht. Auf jeden Fall hat Robert Lyndon mit „Der Thron der Welt“ einen gelungenen historischen Roman geschaffen, der Lust auf mehr macht. Ich würde dieses Buch Liebhabern von historischen Romanen empfehlen, die sich durch den Umfang des Werkes nicht abschrecken lassen und eher historisch korrekte Werke bevorzugen. Man sollte auch gerne mal ein paar Landschaftsbeschreibungen lesen. Ich gebe dem Buch wohlverdiente 4 Sterne und bin schon sehr auf den Nachfolgeband gespannt.

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    mrs-luckys avatar
    mrs-luckyvor 5 Jahren
    Eine faszinierende Reise ans Ende der Welt

    Robert Lyndon hat es mit seinem historischen Roman „Der Thron der Welt“ geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln, und das will bei 955 Seiten schon etwas heißen.
    Der Franke Vallon, der Grieche Hero und der Falkner Wayland nehmen den Leser mit auf eine spektakuläre Reise von den britischen Inseln über Island und Grönland nach Norwegen, Russland und letztendlich nach Anatolien. Sie wollen 4 Gerfalken zu dem dortigen Sultan bringen, um einen normannischen Grafen aus der Gefangenschaft zu befreien. Auf dieser Reise bekommt der Leser Einblicke in die Lebensumstände zur Zeit des 11.Jahrhunderts in den verschiedenen Gegenden, die die Reisegruppe besucht. Der Autor schildert sehr lebendig die Landschaft, die Lebensweisen, sowie politische und kulturelle Unterschiede.
    Geschildert wird die Reise wechselnd aus Sicht der drei Hauptpersonen, von denen man somit das intensivste Bild bekommt, ihre Begleitungen wechseln und bleiben zumeist auch eher Randpersonen. Dabei werden die unterschiedlichen Charaktere der Personen sehr lebendig und bildhaft vermittelt. Trotz der Länge des Romans bleibt er von Anfang bis Ende spannend. Ich habe mich zwischendurch gefragt, ob es realistisch ist, dass die Gruppe immer wieder auf so viele widrige Umstände und gefährliche Situationen trifft. Andererseits ist es auch eine weite und lange Reise, die zur damaligen Zeit ungewöhnlich war und durch viele nur wenig bekannte und von fremden Volksstämmen besiedelte Gebiete führte. Abgesehen davon wäre eine gradlinige Geschichte ohne Zwischenfälle es nicht wert erzählt zu werden. In ruhigeren Momenten lernt der Leser einiges über das Leben der Menschen zur damaligen Zeit, über Jagdtechniken, Falknerei, Bootsbau und ähnliches. Die Beschreibungen sind so bildhaft und lebendig, dass sie die Geschichte aufwerten, ohne langatmig zu sein. Es wird auch auf Kampftechniken eingegangen, und der Roman kommt nicht ohne grausame Szenen aus, allerdings gibt es keine großen, blutigen Schlachten, auf die ich persönlich bei diesem Genre auch gut verzichten kann.
    Einer Stelle hat mich sehr irritiert: Obwohl die Geschichte im 11. Jahrhundert spielt, berichtet der Einsiedlermönch von der Gründung des Klosters auf Lindisfarne im 12. Jahrhundert. Wie soll das gehen? Das Kloster wurde tatsächlich auch bereits im 7. Jahrhundert gegründet. Bei dem ansonsten gut recherchiert wirkenden Roman würde ich mal auf einen Druck- oder Übersetzungsfehler tippen, und der Lektor hat auch gepennt.
    Geärgert habe ich mich über den deutschen Titel, der eindeutig an die Werke von Ken Follett anspielt und vom Verlag vermutlich gewählt wurde, um auf dessen Erfolgswelle mitzuschwimmen. Das hat dieser Roman in meinen Augen absolut nicht nötig. Den Originaltitel „Hawk Quest“ empfinde ich als wesentlich passender.
    Wer historische Romane mag, dem kann ich dieses Werk sehr empfehlen.

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Abenteuerreise

    Der Roman spielt 1072 nach Christi Geburt. 
    Durch Zufall trifft der Krieger Vallon auf den Studenten Hero und seinen Meister. Hero und sein Meister sind auf einer Mission unterwegs um eine Lösegeldforderung zur Rettung von Sir Walter Olbec zu erfüllen. Der Preis für die Freiheit von Sir Walter ist hoch. Vier weiße Gerfalken, welche nur im hohen Norden, im ewigen Eis, zu finden sind. Als der Meister stirbt, bittet Hero Vallon ihn auf seiner Mission zu begleiten. Da Vallon nichts zu verlieren hat, erklärt er sich bereit zu dieser Mission. 
    Und in diesem Moment beginnt eine Odyssee aus dem Herzen Europas in die eisigen Welten von Grönland, auf welcher sie neue Gefährten finden, auf Feinde treffen und viele Abenteuer auf Land und zu Wasser zu bestehen haben, um dann am Ende ihrer Reise festzustellen, dass alles nicht so ist wie es aussah. Die abenteuerliche Reise dauert fast ein Jahr und Vallon und Hero müssen viele ihrer Gefährten sterben sehen.
    Geschrieben hat das Buch der Brite Robert Lyndon, welcher sich bereits als Kind mit Geschichte und Falknerei beschäftigte. Viele Szenen des Buches beruhen auf eigenen Erfahrungen als Falkner, Reisender und Kletterer.
    Der Roman ist flüssig und interessant geschrieben. Er beginnt bereits spannend und mit einer grausamen Szene. Einige Passagen hätten etwas weniger ausführlich sein können, da sie etwas zu detailliert erzählt wurden und dazu verleitet haben, die Stellen nur zu überfliegen.
    Da mich das behandelte Thema interessiert, hat Robert Lyndon es geschafft mich auf die Abenteuerreise mitzunehmen. Ich fand das Buch sehr fesselnd. Allerdings denke ich, dass es für Personen, welche sich nicht für die Thematik interessieren, nicht das richtige Buch ist.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    der Thron der Welt - der Thron der Langatmigkeit

    Inhalt:
    Völlig unterschiedliche Gefährten brechen auf, um Gerfalken zu fangen, die als Lösegeld dienen sollen. Jeder startet diese Reise aus unterschiedlichen Beweggründen.
    Die Reisenden geraten immer wieder vor neue Probleme, die sie aber nicht daran hindern, ihr Ziel zu erreichen

    meine Meinung:
    ich lese gerne historische Romane, aber dieser hat mich doch etwas enttäuscht. Die Leseprobe war in meinen Augen sehr vielversprechend, allerdings hielt der Rest des Buches dieses Versprechen nicht.
    Es lief immer nach dem gleichen Schema ab: die Reisegruppe kommt in GROßE Schwierigkeiten, die sie doch immer wieder meistert. Ein paar Verluste müssen sie natürlich hinnehmen.
    Das Einzige, was ich ein wenig spannend fand, war das EInfangen der Gerfalken durch Wayland, weil mich diese Tiere aber auch einfach faszinieren.
    Manche Szenen musste ich ein wenig belächeln: der große böse Wikinger, von Zahnschmerzen geplagt, lässt sich plötzlich ganz handzahm von seinem Feind einen Zahn ziehen. Irgendwie sehr klischeehaft.
    Und ich weiß nicht, ob ich da schon sehr unaufmerksam war, aber Wayland konnte ja eigentlich nicht mehr sprechen und dann spricht er auf einmal wieder? Ich habe mich irgendwie gefragt, ob ich da eine Erklärung überlesen habe, hatte aber auch keine Lust, nochmals zurückzublättern und neu zu lesen und habe es dann doch hingenommen.

    Fazit:
    lange Durststrecken und wenig fesselnd, leider. Schade.

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    Rubines avatar
    Rubinevor 5 Jahren
    Viel Geschichte, aber wenig Spannung

    Das Buch “ Der Thron der Welt“ von Robert Lyndon ist über 950 Seiten dick - und so liest es sich auch. Es durchzulesen ist teilweise ein Stück Arbeit, doch zwischendurch wird der Leser auch immer wieder mit kleinen Highlights belohnt. Zunächst beginnt die Geschichte spannend, und es werden die beiden Hauptfiguren Vallon und Hero eingeführt. Die Beziehung zwischen beiden ist interessant und hätte gerne ausgiebiger entwickelt werden können, als es geschehen ist. Auch die Reisegruppe besteht im Verlauf aus interessanten Figuren, aber sie bleiben isoliert, für sich mit ihren Problemen, so dass mir die Beziehungen untereinander zu kurz gekommen sind. Ich habe während der Lektüre immer darauf gewartet, dass sich mehr zwischen den Charakteren entwickelt, aber es gibt kaum tiefere Veränderungen. Deshalb gelang es mir auch nicht, mit diesem losen Haufen bei ihren Schwierigkeiten auf See und an Land so richtig mitzufiebern. Das ist dem Autor zu Beginn des Buches besser gelungen. Später reiht sich nur noch eine Komplikation an die nächste, und wenn man einige Seiten überspringt, dann hat man nichts verpasst. Die Schwierigkeiten werden gemeistert, ohne dass es Konsequenzen für die Beziehungen der Gruppe untereinander hat. Solche Passagen sind überflüssig, und nur für die interessant, die eine Abenteuergeschichte ohne tiefere Hintergründe lesen wollen. Das Buch ist aber keineswegs schlecht - es ist gut geschrieben und führt durch verschiedene Länder, über die man die ein oder andere historische Information aufschnappen kann. Ich empfehle es für Leser, die wirklich gerne viel lesen und nicht unbedingt mit einer Hauptfigur mitfiebern müssen, um sich unterhalten zu fühlen.

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    Eine Abenteuergeschichte, wie man sie sich wünscht.

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