Steven Erikson Das Spiel der Götter - Im Bann der Wüste

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Inhaltsangabe zu „Das Spiel der Götter - Im Bann der Wüste“ von Steven Erikson

Die originellste und mitreißendste Fantasyserie von heute in edler Neuausstattung Das Jahr des Wirbelwinds ist angebrochen, und die Wüste Raraku selbst rebelliert gegen das Joch des malazanischen Imperiums. Während aus dem Herzen der heiligen Wüste immer mehr Aufständische strömen, versucht Coltaine, der letzte Kommandant der malazanischen Armee, mit viel zu wenig Soldaten mehrere tausend Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen. Doch Coltaine hat auch im Imperium mächtige Feinde – und so erwarten ihn nicht nur die Truppen der Aufständischen, sondern auch Intrigen, Hass und Verrat in den eigenen Reihen.

ein Band besser als der nächste

— phantastische_fluchten
phantastische_fluchten

Düstere, anspruchsvolle und mitreißende Fantasy

— Medienjournal
Medienjournal

Nach anfänglichen Längen ein doch recht kurzweiliges Lesevergnügen.

— Waldkauz
Waldkauz

Das Große, Ganze bleibt ein Rätsel, auf das man aber zunehmend Lust hat, während die Episoden an Spannung und Epik zunehmen.

— Beust
Beust

Erikson ist immer noch leicht überfordernd. Es wird aber leichter....und richtig gut!

— Avatarus
Avatarus

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  • Review: Das Spiel der Götter 3: Im Bann der Wüste

    Das Spiel der Götter - Im Bann der Wüste
    Medienjournal

    Medienjournal

    18. October 2016 um 13:08

    Mit Das Spiel der Götter 3: Im Bann der Wüste nimmt Steven Eriksons Geschichte noch einmal deutlich epischere Ausmaße an und es ist nicht weniger als ganzer Kontinent, den er zum Leben zu erwecken weiß und mit zahlreichen Figuren und weit mehr als nur einem Hauch Magie und göttlicher Einmischung anreichert. Dabei verzichtet er erneut auf Stereotypen und offeriert stattdessen, eine düstere, anspruchsvolle und mitreißende Form erwachsener Fantasy.Mehr gibt es unter:http://medienjournal-blog.de/2014/05/review-das-spiel-der-goetter-3-im-bann-der-wueste-steven-erikson-buch/

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  • Der König der High Fantasy

    Das Spiel der Götter - Im Bann der Wüste
    Wortmagie

    Wortmagie

    24. August 2016 um 12:05

    Hinweis: Diese Rezension bespricht sowohl „Das Reich der Sieben Städte“ als auch „Im Bann der Wüste“. Im Original erschien der zweite Band unter dem Titel "Deadhouse Gates", für den deutschen Markt wurde dieser geteilt. Im Reich der Sieben Städte existiert eine alte Prophezeiung. Wenn die Zeit reif ist, wird sich die Göttin des Wirbelwinds in der heiligen Wüste Raraku erheben und den Kontinent in einen Aufstand führen, der die Menschen vom Joch ihrer Unterdrücker befreit. Als die Rebellion mit blutdürstiger Wut ausbricht, trifft sie die malazanischen Besatzer jedoch völlig unvorbereitet. Einzig Faust Coltaine schätzte die Situation richtig ein. Nun liegt das Leben tausender malazanischer Flüchtlinge in seinen Händen. Ihre verzweifelte Reise führt sie quer über den Kontinent und wird in die Geschichte eingehen. Die Säuberungen der Imperatrix ließen den Adel ausbluten. Die neue Mandata setzt den Willen ihrer Herrin erbarmungslos durch. Sie schickte sogar ihre eigene Schwester, Felisin Paran, als Sklavin in die Otataral-Minen. Doch Felisins Schicksal nimmt durch die Rebellion des Wirbelwinds eine unerwartete Wende und so tastet sie sich blind voran in eine Zukunft, die mehr als ungewiss ist. Währenddessen erreichen zwei abtrünnige Brückenverbrenner unbemerkt von den Augen der Imperatrix ebenfalls das Reich der Sieben Städte. Kalam Mekhar und Fiedler haben geschworen, Apsalar nach Hause zu bringen, ihre Mission verfolgt allerdings noch ein weiteres Ziel. Ein Ziel, das potentiell tödlich ist. Der Wirbelwind erfasst sie alle. Wenn der Staub sich legt, welche Geheimnisse wird er offenbaren? Ich möchte Lobeshymnen singen, die das gesamte Universum erreichen. Man weiß nicht, was wirklich gute Fantasy – Literatur ist, bevor man „Das Spiel der Götter“, dieses harmonisch komponierte Epos, gelesen und verstanden hat, was in diesem Genre alles möglich ist. Erikson geht in der Konzipierung seines Meisterwerks einen Schritt weiter als alle anderen Fantasy – Autor_innen, die mir bisher begegnet sind. Er hat keine Angst vor den gigantischen Dimensionen seiner Welt und füllt diese mühelos mit Leben. Im zweiten Band, der für den deutschen Markt in „Das Reich der Sieben Städte“ und „Im Bann der Wüste“ geteilt wurde, geleitet er seine Leser_innen in das Reich der Sieben Städte – ein harter, ungastlicher Wüstenkontinent, von der Sonne gebleicht und ausgetrocknet. Die Menschen, die dort leben, sind nicht minder hart und unnachgiebig. Heiße Wut und Leidenschaft erfüllen ihr Blut, sie sehnen sich nach Freiheit. Es wunderte mich, dass die Imperatrix ihre Unzufriedenheit so lange übersah, denn die spannungsgeladene Atmosphäre der Feindseligkeit war zum Schneiden dick und unmöglich zu ignorieren. Die Prophezeiung des Wirbelwinds ist alt, es hätten zahlreiche Möglichkeiten bestanden, die Rebellion im Keim zu ersticken. Erikson deutet an, dass der alte Imperator genau das getan hätte, was mich zu der Überlegung führte, ob das Imperium mittlerweile Ausmaße erreicht hat, die für die Imperatrix nicht mehr zu kontrollieren sind. Ist sie überhaupt geeignet, das malazanische Imperium zu regieren? Im Reich der Sieben Städte versagt sie auf ganzer Linie und lässt das Land in einen blutigen, extrem brutalen Bürgerkrieg stürzen, dem sich keiner der Charaktere entziehen kann. Mir gefiel die Mischung aus neuen und bereits bekannten Figuren außerordentlich gut, was auch daran liegt, dass Erikson zwar ein völlig neues Setting etabliert und eine neue Geschichte erzählt, aber niemals die bisherigen Ereignisse aus den Augen verliert. Er arbeitet die neue Handlung in den bestehenden Kontext ein, wodurch der inhaltliche Bruch weniger radikal ausfällt, als ich erwartet hatte. Ich hatte keine Schwierigkeiten, Beziehungen zu den neuen Charakteren aufzubauen und war besonders von Duiker angetan, einem Historiker, der Coltaines Flüchtlingszug begleitet. Felisin hingegen ist eine dieser Figuren, die faszinieren, ohne zu sympathisieren. Ihr tragisches Schicksal fesselte mich, obwohl ich sie selbst unerträglich fand. In ihren jungen Jahren ist sie bereits verbittert, hasserfüllt, gemein und niederträchtig, doch Erikson lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass ihre furchtbare Persönlichkeit ausschließlich das Ergebnis dessen ist, was ihr widerfährt. Ich schwankte bei Felisin stets zwischen Mitleid und tiefer Abneigung, wollte sie abwechselnd in den Arm nehmen und erwürgen. Dieses Spiel meiner Gefühle machte mir unheimlich viel Spaß, weil ich es äußerst unterhaltsam fand, mich beim Lesen selbst zu beobachten. Irgendwann im Laufe dieser Selbstreflexion wurde mir auch klar, dass Erikson die Wege seiner Figuren so anlegt, dass sie sich früher oder später begegnen müssen. Er schlüpft in die Rolle des Schicksals und verknüpft ihre Leben durch eine höhere Bedeutung, ohne dabei seinen schrägen Sinn für Humor zu verlieren. Ganz nebenbei bietet er darüber hinaus eine Vielzahl von Informationen über sein komplexes Universum an, sodass ich beiläufig dazu lernte und sich mein Bild dieser Welt verdichtete. Ich liebe ihn dafür. Wie konnte ich nur glauben, ich wüsste irgendetwas über die High Fantasy? Wie konnte ich glauben, ich hätte Erfahrung mit diesem Genre? Gar nichts wusste ich. Es fühlt sich an, als hätte ich das Genre all die Jahre nur in verwaschenen Farbtönen gesehen. Erst Steven Erikson öffnete mir die Augen und ließ für mich strahlende, brillante Farben explodieren, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Er ist ein wahrer Meister, der König der High Fantasy, vor dem ich mein Knie voller Ehrfurcht beuge. Er versetzt mich in Erstaunen, lässt mich lachen und weinen und fordert mich mit jedem Satz heraus. Seiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und ich kann einfach immer noch nicht fassen, dass ein einzelner Mann in der Lage ist, eine Geschichte zu schreiben, die so… so… mir fehlen die Worte. Es gibt wirklich keinen Begriff, der die schiere Perfektion der Reihe „Das Spiel der Götter“ hinreichend beschreibt. Aber eines weiß ich. Im Duden sollte neben dem Ausdruck „schriftstellerische Brillanz“ ein Foto von Steven Erikson abgebildet sein.

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