T. C. A. Greilich

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Ratgeber Freie Waffen

Ratgeber Freie Waffen

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Erschienen am 28.10.2016
Ratgeber Freie Waffen

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Erschienen am 01.01.2016

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Rezension zu "Ratgeber Freie Waffen" von T. C. A. Greilich

Ein sehr lehrreicher und nützlicher Text, wenn man ihn richtig versteht
R_Mantheyvor 2 Jahren

Die Ereignisse aus der Silvesternacht von 2015 haben Deutschland nachhaltig verändert. Insbesondere stieg danach die Zahl der Anträge nach dem sogenannten "Kleinen Waffenschein". In dieser dünnen Broschüre erhält man einen sehr guten Überblick über die in Deutschland frei verkäuflichen Waffen. Obwohl sie frei zu erwerben sind, unterliegen sie dennoch zahlreichen Regeln. Man kann mit ihnen nicht machen, was man will, denn das deutsche Waffenrecht ist auch bei diesen Gerätschaften sehr restriktiv.

Wenn man ausgewählte Waffen aus diesem Buch tatsächlich zu seiner Verteidigung einsetzen will, dann steht man vor wenigstens drei Problemen:

Erstens sollte man die Rechtslage genau kennen. Insbesondere geht es dabei um die Beschreibung von Notwehrsituationen, denn nicht alles, was man selbst als eine solche Situation subjektiv vielleicht einschätzt, ist dann tatsächlich auch eine solche. Zweitens muss man die ausgewählte Waffe auch wirklich beherrschen. Dazu muss man mit ihr üben. Und drittens muss man auch mental bereit sein, sie richtig einzusetzen. Meine Erfahrung besagt, dass dies die Achillesferse bei der ganzen Sache ist. Normale Menschen besitzen glücklicherweise eine natürliche Hemmschwelle, die sie daran hindert, anderen Menschen wehzutun. Aggressiven Angreifern fehlt diese Hemmschwelle in der Regel dagegen völlig. Sie verbreiten Angst, die widerstandslos macht. Diesen Unterschied kann man auch mit Waffen nicht kompensieren. Im schlimmsten Fall wird man die Waffe sogar verlieren und gegen sich sehen.

Glücklicherweise geht der Autor dieses Büchleins auf diese drei Punkte ein. Daneben stellt er zahlreiche vernünftige wie auch skurrile Waffen vor und erläutert dabei die Rechtslage. In Wirklichkeit kommt eigentlich nur Pfefferspray als Verteidigungsmittel infrage. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum der Autor am Ende des Textes sehr ausführlich die verschiedenen Arten dieses Sprays und ihre Einsatzmöglichkeiten vorstellt.

Nach einer relativ detailierten Erläuterung der generellen Rechtslage beim Umgang mit den sogenannten freien Waffen, werden sie danach im Einzelnen vorgestellt, schön geordnet nach Schlagwaffen, Hieb- und Stichwaffen, Fernwaffen, Bogenwaffen, Schusswaffen und sonstigen Waffen. Neben der technischen Beschreibung findet man dabei auch etwas zur Rechtslage und zu Pro und Contra.

An dieses Kapitel schließt sich ein langer Produkttest zu Pfeffersprays an. Am Ende des Buches folgen dann noch drei kurze Abschnitte zu Fesselungsmitteln, Schutzwaffen und -ausrüstungen sowie ein Exkurs zu scharfen Waffen im Schießsport.

Dieses Büchlein kann sich nach meiner Einschätzung als sehr nützlich erweisen, wenn man versteht, dass das Mitführen einer Waffe nur eine scheinbare Sicherheit vermittelt, wenn man mental und technisch nicht mit ihr umgehen kann.

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