Tanja Hanika Arbeitsbuch für Schriftsteller: Leitfäden, Checklisten und Planungsmodelle für Autoren

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Arbeitsbuch für Schriftsteller: Leitfäden, Checklisten und Planungsmodelle für Autoren“ von Tanja Hanika

Für Autoren, die gerne plotten und dabei mit Papier arbeiten, ist dieses Buch eine gute Investition. Profis brauchen es jedoch eher nicht.

— LiehsaH

Sehr nützliches Heft zur Bewahrung der Übersicht und für Newcomer!

— Tinka-Wallenka
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Allerlei Vorlagen

    Arbeitsbuch für Schriftsteller: Leitfäden, Checklisten und Planungsmodelle für Autoren

    LiehsaH

    28. October 2017 um 17:41

    Starten wir wie immer mit dem Cover. Es ist hübsch gestaltet und ein Hingucker. Ich mag es sehr. Nur dass ein Klappentext fehlt, hat mich ein wenig verwundert. Der gehört für mich zu jeder Art von Buch dazu.Ein wenig überrascht hat mich nur das Format des Buches, denn es ist relativ breit und sieht daher fast quadratisch aus. Wie oft begegnet einem schon ein Buch in der Form? Außerdem ist es selbstverständlich sehr dünn. Das war anhand der Seitenzahl abzusehen. Der Einband fühlt sich weich, beinahe ein wenig gummiartig an. Ich berühre das Buch daher gerne, auch wenn man leider schnell Fettflecken und so was sieht. Mich stört das nicht besonders, es ist schließlich ein Arbeitsbuch, aber ich weiß, dass andere sehr viel Wert darauf legen und erwähne es daher.Der Titel ist eindeutig gewählt, nicht wahr? Es ist klar, wozu das Buch dient. Wenn man möchte, kann man schon auf dieser Seite anfangen, das Arbeitsbuch zu personalisieren, indem man einen Projekttitel einträgt. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man sich für jedes Projekt diesen Titel als Planungs- und Veröffentlichungshilfe anschaffen möchte. Ich bin da eher pragmatisch und kopiere mir besonders nützliche Seiten vorher, um sie später noch verwenden zu können. Aber psssst! ;)Hauptsächlich besteht der schmale Band aus Mindmaps, Tabellen, Steckbriefen und ähnlichen Seiten, die man selbst mit Inhalt füllt. Manchmal wird auch etwas erklärt, aber ich habe das Prinzip dahinter nicht so ganz durchschaut. Es gibt zum Beispiel eine ganze Seite, auf der Erzählperspektiven erklärt werden. Ich würde das nicht als unpraktisch bezeichnen, aber ich meine, das sogar schon in der Schule gelernt zu haben. Andererseits gibt es dann die Seite 30, welche den Titel "Protagonist vs. Antagonist (Stationen des Konflikts)" trägt. Auf dieser sieht man einen großen Blitz. Auf der einen Seite steht eine Liste mit Punkten von eins bis zehn, auf der anderen Seite steht jedoch nur 1. und dann 6.-10. Ich habe die Logik dahinter leider nicht so recht verstanden und es gab auch keine Erklärung dazu.Natürlich ist mir bewusst, dass ich ein Arbeitsbuch vor mir habe und daher nicht alles haarklein erklärt wird. Man soll sich vorher informieren und es hier nur anwenden. Aber wenn es dann ab und an doch Erklärungen gibt und an anderen Stellen wiederum keine, finde ich das inkonsequent. Dass es für die Steckbriefe der Figuren keine Erklärung gibt, ist wiederum logisch. Denn wenn ein Steckbrief nicht selbsterklärend ist, hat er seinen Sinn verfehlt. Aber an anderer Stelle wäre eine Erläuterung durchaus nützlich gewesen.Der Aufbau ist grob in gegliedert in Vorarbeit: Ausarbeitung der Grundidee, Figurenentwicklung, Plotentwicklung und Handlungsstruktur, Nacharbeit (z.B. Korrekturcheckliste), Marketing. An sich ist die Gliederung gut gemacht. Beim ersten Punkt war ich zeitweise etwas überfordert. Wenn man nur eine Grundidee hat, aber schon einen Klappentext schreiben soll, ist das etwas viel verlangt. Vielleicht stellt sich die Autorin unter einer Grundidee auch etwas anderes vor als ich. Für mich ist sie wirklich nur der allererste Funken. Ich weiß so gut wie gar nichts über die Geschichte, vielleicht eine Szene daraus. Mehr nicht. Wie soll ich anhand dessen einen Klappentext schreiben? Oder mir Coverentwürfe überlegen? Natürlich werden diese Punkte in der Nachbereitung nochmal aufgegriffen und dort genauer bearbeitet. Man muss es eigentlich nicht am Anfang machen, aber der Aufbau eines Arbeitsbuchs sollte schon so sein, dass man es nacheinander durchgehen könnte, nicht wahr?Komisch fand ich auch, dass ich mir überlegen sollte, welche Genrekonventionen ich einhalten will oder nicht - und das bevor ich überhaupt Figuren oder einen Plot habe. Woher soll ich zu diesem Zeitpunkt wissen, wie ich mit dem Genre spielen will, wenn ich nicht mehr als die Grundidee habe? Abgesehen davon fällt es mir sowieso schwer, genretypische Dinge aufzuschreiben, um mir dann gezielt zu überlegen, wie und ob ich sie umsetzen möchte. Ich bin mehr der "Wenn die Geschichte das verlangt, mache ich das so."-Typ.Womit wir dann auch schon bei einem wichtigen Punkt wären: Wie nützlich war mir das Buch? Leider musste ich während der Arbeit damit feststellen, dass mir eine kleinschrittige Plotstruktur nicht zusagt. Das habe ich vorher schon geahnt, aber da ich fast das ganze Jahr nicht geschrieben habe, weil mir meine Geschichte zu unausgereift vom Plot her vorkam, dachte ich, ich müsste mal so etwas zu Rate ziehen. Möglicherweise stammte meine Angst vor der Geschichte ja einfach daher, dass ich zu wenig plottete. Wobei ich dennoch weit mehr plotte als ein Discovery Writer und daher wohl so in der Mitte des Spektrums zu verorten bin. ;)Aber zurück zum Thema: Als ich das Buch bekam, wollte ich mich als knallharter Plotter versuchen. Es klappte nicht. An manchen Stellen gab es sehr viel Platz zum Schreiben, an anderen zu wenig. Dann immer die Frage: Füllt man als guter Plotter jede Seite aus oder nicht? Ist das wichtig oder nicht? So gesehen waren die ersten Teile des Buches eine Herausforderung, die mich viel über meine Art des Plottens gelehrt haben. Aber ob das der Geschichte geholfen hat? Ich weiß es nicht. Tatsächlich denke ich eher, dass sie nun für mich gestorben ist, weil ich sie zu genau kenne und mich beim Schreiben langweilen würde. Auch wenn ich sie zweifellos schneller herunterschreiben könnte. ;)Macht das den Titel für mich zu einem misslungenen Buch? Nein. Denn dass ich ein anderer Schreibtyp bin als der, den man für so ein Arbeitsbuch braucht, ist weder der Autorin noch ihrem Werk anzukreiden. Auch als Zeitverschwendung würde ich die Arbeit damit nicht betrachten. denn ich habe einiges über mich gelernt. Das wird mir bei anderen Geschichten helfen. Außerdem haben mir besonders die Nacharbeit und der Marketing-Abschnitt gefallen. Die Checklisten und Tipps dort waren hilfreich. Natürlich konnte ich diese Seiten bisher nicht wirklich ausfüllen, weil ich die Geschichte nur geplottet und noch nicht geschrieben habe. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass zum Beispiel die "Korrekturliste für folgende Korrekturdurchgänge" später sehr nützlich sein könnte. Und das nicht nur bei dem geplotteten Projekt, sondern allen kommenden! Auch die Exposé-Checkliste habe ich mir in weiser Voraussicht schon mal kopiert. So ist also auch für jemanden, der nicht viel plottet, etwas Neues, Interessantes und Praktisches dabei. Fazit: Auch wenn ich während der Arbeit mit dem Heft festgestellt habe, dass so engschrittiges Plotten nichts für mich ist, ist es doch gut strukturiert und besitzt viele nützliche, übersichtlich gestaltete Seiten. Nur dass an manchen Stellen Erklärungen fehlten oder manche Themen sehr früh behandelt wurden, störte mich ein wenig. Aber man kann zum Glück auch Seiten überblättern oder zu einem anderen Zeitpunkt ausfüllen. Niemand kontrolliert deine Arbeit mit dem Buch! ;) Besonders den hinteren Bereich werden viele Autoren als hilfreich empfinden, denke ich. Daher bekommt dieser Titel so viele Sterne von mir. Denn es ist weder die Schuld der Autorin noch die des Buches, dass ich keine Hardcore-Plotterin bin. Ich bin davon überzeugt, dass das Arbeitsbuch für diesen Autorentyp zu empfehlen ist, sofern die betroffenen Personen noch keine eigene Routine in den im Buch behandelten Bereichen besitzen. (Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von der Autorin erhalten.)

    Mehr
  • Sehr nützliches Heft zur Bewahrung der Übersicht und für Newcomer,

    Arbeitsbuch für Schriftsteller: Leitfäden, Checklisten und Planungsmodelle für Autoren

    Tinka-Wallenka

    12. August 2016 um 17:35

    Tanja Hanika hatte angefragt, ob ich ihr Buch zur Durchplanen meines nächsten Werken mal auf Herz und Nieren prüfen würde. Genutzt habe ich es zum Durchplotten und Planen des 3. Black Cage -Bandes. Für Menschen die sich gern in ihrer Zettelwirtschaft verlieren -wie meine Wenigkeit- war es nun eine völlig neue Erfahrung mit einem Heft zu arbeiten. Nützlich war daran vorallem, dass nichts verlorengehen kann und man alles gebündelt beisammen hat. Sehr hilfreich fand ich es, die Stationen des Konflikts zwischen Protagonist und Antagonist niederzuschreiben. Ebenso wie auch die 7-Punkte-Struktur und die Dramanpyramide nach Gustav Freytag. Sehr gern habe ich auch mit der Kapitelübersicht gearbeitet und so einen besseren Überblick behalten. Die genaue Figuenplanung war in dem Umfang für mich auch neu, wobbei ich denke, dass es sich schon bezahlt gemacht hat. Immerhin war ich gezwungen mir über Details gedanken zu machen, über die ich sonst wohlmöglich nicht nachgedacht hätte und die ich somit im Text verbauen konnte. Auch der Schlussteil mit der Nacharbeit und der Marketingabteil haben mir gut gefallen. Letzteres kommt ja oftmals zu kurz, doch hier wurde man gleich darauf gestoßen, hat Anregungen bekommen und wurde angehakten, erste Gedanken zu notieren. Alles in allem finde ich, dass dieses Arbeitsbuch sehr gelungen ist und würde es gerade neuen Autoren für ihre ersten Anfänge mit an die Hand geben. Man hat nach dem Ausfüllen das Gefühl, nichts vergessen zu haben und kann auf ein gutes Stück arbeit zurückblicken, dass einem ein wenig Sicherheit verschafft. Danke nocheinmal an Tanja Hanika, dass ich das Arbeitsbuch ausprobieren durfte!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks