Werner Bellmann Klassische deutsche Kurzgeschichten

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Inhaltsangabe zu „Klassische deutsche Kurzgeschichten“ von Werner Bellmann

Die Kurzgeschichte, eine der klassischen Formen kurzer Prosa, erlangte in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ihre größte Bedeutung: 33 ausgewählte Beiträge von Borchert, Böll, Kaschnitz, Schnurre, Dürrenmatt, Aichinger, Walser, Lenz, Bichsel und vielen anderen bilden einen repräsentativen Querschnitt.
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  • Rezension zu "Klassische deutsche Kurzgeschichten" von Werner Bellmann

    Klassische deutsche Kurzgeschichten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. November 2010 um 19:09

    Es ist mir schon häufig vorgekommen, dass ich mit den vom Reclam Verlag herausgegebenen Anthologien unzufrieden war, weil entweder nicht die ganze Bandbreite einer Epoche abgedeckt war oder zu viel Wert auf (meiner Meinung nach) nicht sonderlich gute Autoren gelegt wurde - aber "Klassische deutsche Kurzgeschichten" bietet da eine lobenswerte Ausnahme. Werner Ballmann ist es gut gelungen, eine repräsentative und vielseitige Sammlung an Kurzgeschichten aus der Nachkriegszeit (1945 bis etwa 1965) zusammenzustellen, in der jeder etwas finden sollte, was ihm zusagt. Auch wenn die Anthologie schon ihrem Namen "klassische" Kurzgeschichten verspricht, hat der Herausgeber den Begriff erfreulich weit ausgelegt und auch experimentellere Prosa (z.B. "Ein Liebesversuch" von Alexander Kluge oder "Nachbarin, Tod und Solidus" von Arno Schmidt) und moderne Parabeln (z.B. "Der Tunnel" von Friedrich Dürrenmatt oder "Ein Atelierbesuch" von Wolfgang Hildesheimer) aufgenommen. Im Anhang finden sich dann Kurzbiographien von jedem Autor, der aufgenommen wurde, und ein kluges (aber zugegebenermaßen ziemlich entbehrliches) Nachwort des Herausgebers mit einem kurzen Abriss der Geschichte dieser jungen Prosagattung und einer Erläuterung seiner Auswahlkriterien. Wer sich für Kurzprosa interessiert und neue Autoren für sich entdecken will, liegt hier sicher richtig. Mich zum Beispiel hat das Buch erst auf Wolfgang Hildesheimer, einen genialen, wenn auch heute weitgehend vergessenen Autor, aufmerksam gemacht. Und Ilse Aichinger (die mir aufgrund der Kurzgeschichte "Fenster-Theater" im Deutschunterricht zuvor vergällt worden war) habe ich nach dem Lesen der "Spiegelgeschichte" ganz anders gesehen. Inhaltsverzeichnis W. Schnurre - Das Begräbnis; Das Manöver W. Borchert - Das Brot; An diesem Dienstag; Nachts schlafen die Ratten doch E. Langgässer - Saisonbeginn; Glück haben L. Rinser - Die rote Katze H. Böll - An der Brücke; Wanderer, du kannst nach Spa...; Der Wegwerfer I. Aichinger - Spiegelgeschichte; Die geöffnete Order; Seegeister S. Lenz - Die Nacht im Hotel; Ein Freund der Regierung W. Hildesheimer - Das Atelierfest F. Dürrenmatt - Der Tunnel H. Bender - Die Wölfe kommen zurück P. Schallück - Pro Ahn sechzig Pfennige G. Gaiser - Der Mensch, den ich erlegt hatte H. Pointek - Erde unter dem Schnee M. Walser - Templones Ende A. Schmidt - Nachbarin, Tod und Solidus A. Andersch - Mit dem Chef nach Chenonceaux M. L. Kaschnitz - Lange Schatten; Vogel Rock; Ja, mein Engel K. Marti - Neapel sehen A. Kluge - Ein Liebesversuch F. Frühmann - Das Judenauto P. Bichsel - San Salvador H. Eisenreich - Die neurere (glücklichere) Jungfrau von Orleans

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