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DieBuchkolumnistin

vor 6 Jahren

LovelyBooks wünscht allen Lesern am heutigen Adventssonntag eine ruhige und besinnliche Zeit. In unserem Adventskalender wartet in Türchen Nr. 18 ein von Kritikern bereits sehr hoch gelobtes Buch auf Euch - "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler aus dem BELTZ Verlag:

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Die 14-jährige Hanna Salomon hasst den Spitznamen »Püppchen«, er macht sie so klein, wie sie sich selbst oft fühlt. Als sie im Sommer 1939 Deutschland zusammen mit anderen Mädchen verlässt, heißt es: »Ihr seid die Glücklichen, die Auserwählten!« Das Ziel ist Palästina, mit Zwischenstation Dänemark. Dort, auf dem Land, bei der alten Bente, gibt es zwar keine Palmen und das Meer ist nicht so blau wie in Andersens Märchen, aber man ist sicher vor den Nazis. Was ein Irrtum ist. Zusammen mit den Mädchen Mira, Bella, Rosa, Rachel und Sarah wird Hanna nach Theresienstadt deportiert. Eine Notgemeinschaft. „Aufgeben gilt nicht“, hat Mira immer gesagt, „das Leben geht weiter.“ Hanna hat mehr Glück als andere und überlebt das Lager. Erst neun Jahre später, 1948, gelingt es ihr, nach Palästina auszuwandern, wo sie endlich ein Zuhause findet.....

Pressestimmen:

»Hannas Geschichte ist gnadenlos traurig und unendlich hoffnungsvoll zugleich.« Lesefrüchte im WDR 5

»Mirjam Pressler entwickelt in dieser Geschichte eine erzählerische Intensität, die der Gefühlswelt der jugendlichen Hanna entspricht. Ein gelungener Balanceakt zwischen literarischer Distanziertheit und unvermittelter Sentimentalität.« Süddeutsche Zeitung

»Pressler berichtet ohne Schnörkel vom Schicksal einer ungewöhnlichen Frau. Sie mutet den jungen Lesern die Wahrheit zu.« Die Welt

Leseprobe und weitere Informationen:
http://www.beltz.de/de/kinder-jugendbuch/beltz-gelberg/titel/ein-buch-fuer-hanna.html

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Fünf Exemplare dieses dramatischen und dennoch poetischen Jugendbuchs verlosen wir zusammen mit dem BELTZ Verlag. Bitte postet uns dazu bis zum 31.12.2011, welche Bücher Ihr zu diesem Thema bereits kennt bzw. als besonders gut umgesetzt empfandet (wie z.B. "Das Tagebuch der Anne Frank") und warum es weiterhin so wichtig ist dieser Zeit zu gedenken und dies auch an Jugendliche zu vermitteln.

Autoren: Mirjam Pressler,... und 1 weiterer Autor
Bücher: Ein Buch für Hanna,... und 1 weiteres Buch

Cellissima

vor 6 Jahren

Das Buch hört sich toll an!
Zu diesem Thema gelesen und als am besten empfunden habe ich das Tagebuch der Anne Frank.
Es ist wichtig, dieser Zeit zu gedenken, weil man sie nicht ausblenden kann. Sie ist Teil unserer Geschichte, unserer Vergangenheit. Ohne Vergangenheit keine Zukunft ...
Zudem gehört sowas für mich auch einfach zur Allgemeinbildung.
Auch ist es sehr wichtig, diese Inhalte an Jugendliche zu vermitteln, um ihnen dadurch zu zeigen, wie wichtig es ist, solche Unrechtssysteme zu bekämpfen!! Denn die Problematik in ihrem Kern ist ja leider keineswegs alt, sondern wird immer wieder irgendwie aktuell ...

Graf Zahl

vor 6 Jahren

Das Buch was mir zu dem Thema einfällt und absolut empfehlenswert ist, ist "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" von Judith Kerr.

Autor: Judith Kerr
Buch: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
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Ausgewählter Beitrag

ada

vor 6 Jahren

Was (Jugend-)Bücher über dieses Thema so wichtig und gut macht? Sie kehren nicht die Schuldfrage in den Vordergrund, sondern berühren durch die Menschlichkeit zwischen den Zeilen. Es geht nicht darum, dem Leser möglichst viele Fakten aufzutischen, sondern ihm begreiflich zu machen, was damals passiert ist – in den Herzen und Köpfen der Menschen, egal woher sie kamen oder woran sie glaubten. Das zu lesen ist nicht nur lehrreich, sondern vor allen Dingen spannend, da in den Büchern ausgewählte Fakten mit fiktionalen Schicksalen verbunden werden.
Das hört sich merkwürdig an, doch sie unterhalten trotz ihrer Schwere und bieten zugleich Identifikationsmöglichkeiten für den jungen Leser. Jeder Jugendliche weiß, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal unglücklich verliebt zu sein oder wie es ist, wenn die beste Freundin plötzlich wegzieht. Und so mancher weiß auch, wie verletzend es sein kann, von einer Gruppe ausgeschlossen zu werden und aus unbegreiflichen Gründen nicht dazugehören zu können. Die Figuren aus den Büchern könnte man selbst sein oder zumindest jemand den man kennt, wodurch das Erzählte spannend und greifbar wird. Diese Rahmengeschichten eröffnen dem Leser einen Zugang zu dem, was viel tiefer liegt und gleichzeitig so unmenschlich, aber auch menschlich ist.

Ist das Buch gut geschrieben, interessiert man sich für die Zusammenhänge und möchte verstehen, warum die Dinge so waren und was dazu führte. Das ist besser als jeder Geschichtsunterricht, denn das, was im Unterricht vermittelt wird, wirkt meist trocken und unglaublich weit weg. Das Aneignen von Wissen wird dort zur Pflicht, wohingegen die Bücher lediglich das Angebot machen, sich zu informieren. Sie machen neugierig, weil die Geschichten durch die Beigabe von vertrauten Charakterzügen und Situationen unglaublich nah und keineswegs angestaubt wirken. Sie fesseln und berühren; sie verdeutlichen, dass das, was damals passiert ist, jedem passieren könnte und immer wieder. Und auch wenn die Geschichten oft ein trauriges Ende haben, so lassen sie doch auch einen Funken Hoffnung aufschimmern, denn es geht nicht nur um Grausamkeiten und Elend, sondern auch um den Mut, anderen zu helfen und das zu tun, was einem irgend möglich ist.

All diese Punkte führen dazu, dass man dieses Stück Geschichte und die damit verbundenen Schicksale besser versteht und Verstehen ist der erste Schritt, um zu begreifen, wie man die Dinge anders, vielleicht besser machen kann, damit es nicht noch mal soweit kommt wie damals.

In diesem Zusammenhang empfehle ich besonders folgende Bücher:
(Für Jugendliche)
Malka Mai von Mirjam Pressler
Die verlorenen Schuhe von Gina Mayer
Maikäfer, flieg! und Zwei Wochen im Mai von Christine Nöstlinger
Die Bücherdiebin von Markus Zusak

(Für Erwachsene)
Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen? von Lizzie Doron
Das Mädchen im roten Mantel von Roma Ligocka
Adams Erbe von Astrid Rosenfeld
Das Lied meiner Schwester von Gina Mayer

Sie alle schildern die damalige Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven. Manchmal geht es um die Grausamkeiten während es Krieges und die unmittelbare Zeit danach. Ein anderes Mal geht es um die Entwicklung der politischen Zusammenhänge der NS-Zeit und die Angst der Deutschen vor den Russen oder auch um die Erinnerung an damals und die tiefen Spuren, die die Judenverfolgung in den Seelen hinterlassen hat. Immer geht es um Menschlichkeit und jedes dieser Bücher ist auf seine Weise interessant.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mit „Ein Buch für Hanna“ ein weiteres Buch mit dieser Thematik lesen dürfte, zumal es von Mirjam Pressler, einer der größten Autorinnen und Übersetzerinnen hinsichtlich des Themas, geschrieben wurde.

elane_eodain

vor 6 Jahren

Dieses Buch kenne ich noch gar nicht, es hört sich aber interessant an, traurig und doch voller Hoffnung ... Ich hatte das Glück, dass meine Großeltern aus ihren Erlebnissen aus der Nazizeit kein Geheimnis gemacht haben, sondern sehr offen darüber gesprochen haben. So bin ich mit diesem Thema groß geworden und hatte auch Einfluss auf meine Leseauswahl. Ich finde es wichtig, ich mit damit auch heute noch auseinander zu setzen, da der Rechtsradikalismus nicht unterschätzt werden darf und man sich besser gegen etwas wehren kann, wenn man darüber Bescheid weiß. Auch gut für die Auseinandersetzung in der heutigen Zeit, finde ich Bücher wie "Die Welle".

Cannella

vor 6 Jahren

Geschichte wird an jeder Schule gelehrt, aber menschliche Schicksale zu lesen und zu verstehen ist eine vollkommen andere Seite. In den Büchern werden Gefühle und Erlebnisse geschildert von Leuten, die den Holocaust miterlebt haben. Ich habe einige Bücher zu dem Thema gelesen, es ist immer wieder traurig und erschreckend, was in der damaligen Zeit geschehen ist. Gerade deswegen sollte man die Zeit zurück denken, die Geschichte an Jugendliche weitergeben. Es muss vermieden werden, dass solch eine Massenermordung noch einmal geschieht. Wir Menschen sollten uns nicht gegenseitig ermorden, sondern mit Respekt und Akzeptanz behandeln.

Ich habe lange versucht die Geschichte und den Krieg zu verstehen, habe ein Buch nach dem anderen gelesen, aber doch ist es noch immer unbegreifbar in meinem Kopf. Wenn man die Bilder sieht, auf denen ganze Massen ermorderter Menschen auf einem Haufen liegen. Wie kann man das begreifen? Nachvollziehen?

Folgende Bücher kann ich noch empfehlen:
~ Das Tagebuch der Anne Frank
~ Ich heiße Anne, sagte sie, Anne Frank
~ Meine Zeit mit Anne Frank
~ Erzählt es Euren Kindern
~ Eine Frau in Berlin
~ Schindlers Liste
~ Ich war glücklich bis zur letzten Stunde

Pichi

vor 6 Jahren

Ich bin ein Stern von Inge Auerbacher ist ein ganz besonderes Buch. Das erzählt die Erlebnisse von Inge Auerbacher zu dieser Zeit. Es gibt erschreckende Bilder dazu, die das Geschriebene einprägen. Man vergisst so schnell nicht was man gelesen hat. Es ist wichtig immer noch an diese Zeit sich zu erinnern, da viele Menschen ihr Leben lassen mussten und so etwas nie wieder passieren soll....

Das Buch ist leider nicht sooo sehr bekannt. Ich hoffe ich kann es hiermit anderen näher bringen!!!!! Es ist einfach ein tolles, aber auch natürlich trauriges Buch, was sowohl ältere Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene lesen können.

Und wie ich gesehen habe sind hier viele Bücher genannt wurden, die ich auch sehr gut fand wie z.B. als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Das Tagbeuch der Anne Frank uvm.

Aber es fehlen noch einige gute, die ich u.a. auch in der Schule gelesen habe wie z.B. Er hieß Jan. Dies kann ich auch nur empfhelen

Autoren: Irina Korschunow,... und 1 weiterer Autor
Bücher: Er hieß Jan,... und 1 weiteres Buch

gaby2707

vor 6 Jahren

Das beste Buch, dass ich in dieser Hinsicht gelesen habe ist "Der Junge im gestreiften Pyjama" des irischen Schriftstellers John Boyne aus dem Jahr 2006. Es geht hier um Bruno, dessen Vater SS-Offizier ist und mit seiner Familie nach Ausschwitz muss. Bruno begreift nicht, was hier vor sich geht und freundet sich mit Samuel an, der hier im Lager lebt und diesen gestreiften Pyjama trägt.

Autor: John Boyne
Buch: Der Junge im gestreiften Pyjama

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Ich denke Anne Frank ist hier ein wirklich sehr sehr gutes Beispiel. Das Buch schildert die Ereignisse so gut, detailreich und dramatisch. Der Leser erhält so viele Einblicke und Informationen, zu dieser grausamen Zeit.

lord-byron

vor 6 Jahren

Die besten Bücher die ich zu diesem Thema gelesen habe sind:
"Der Junge im gesteiften Pyjama" von John Boyne
"Die Bücherdiebin" von Markus Zusak
"Der Mann der ins KZ einbrach" von Denis Avey und
"Ein fabelhafter Lügner" von Susann Pásztor
Ich finde es sehr wichtig, diese Zeit niemals zu vergessen, damit so etwas schreckliches nie wieder passiert. Andere Länder haben zwar auch genug Gräueltaten begangen und ganze Volksgruppen ausgelöscht, aber an Grausamkeit waren die Nazis wohl nicht zu überbieten. Ich finde es sehr gut, dass es zu diesem Thema auch immer wieder gute Jugendbücher gibt, damit sich auch unsere Kinder mit diesem ersten Thema auseinandersetzen.

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