Åsne Seierstad Der Buchhändler aus Kabul

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Inhaltsangabe zu „Der Buchhändler aus Kabul“ von Åsne Seierstad

Fünf Monate verbrachte Åsne Seierstad bei der Familie des Buchhändlers Sultan Khan in Kabul, lebte ihren Alltag und sammelte ihre Geschichten: von arrangierten Ehen und wertvollen Büchern, von der Freiheit des Geistes und der zaghaften Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie zeichnet das Porträt eines Buchhändlers mit Charisma, der Bücher über alles liebt - und dabei doch das klassische Oberhaupt einer islamischen Familie bleibt

Interessante, kurzweilige aber auch sehr kontroverse Geschichten über eine afghanische Familie.

— ichundelaine

Sachliches und informatives Buch über das Leben einer afghanischen Familie. Eher ein Bericht, als ein Roman.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Hinter den Kulissen einer afghanischen Familie

    Der Buchhändler aus Kabul

    Schwertlilie79

    05. January 2015 um 21:56

    Die Autorin Asne Seierstad ermöglicht dem Leser einen intimen und überraschend ehrlichen Blick hinter die Kulissen der Familie des Buchhändlers Sultan Khan aus Kabul. Erzählt werden zahlreiche Episoden aus seinem, sowie aus dem Leben seiner Frauen, Kinder und einer Vielzahl von Mitgliedern seiner Familie. Detailliert berichtet die Journalistin von der Sorgen, Nöten, aber auch von den Hoffnungen der Menschen. Auch erfährt der Leser von der Schreckensherrschaft der Taliban und den noch immer bestehenden, oftmals diskriminierenden Traditionen der afghanischen Gesellschaft, in der die Entscheidungen des männlichen Familienoberhaupts noch immer Gesetz sind. Für meinen Geschmack dreht sich das Buch etwas zu häufig im die Politik und die politischen Geschehnisse im Lande - geht es jedoch um ein derart zerrüttetes Land wie Afghanistan, ist dies vermutlich unumgänglich. Dem Leser, der besonderen Wert auf die Liebe eines Menschen zu Büchern legt, kann ich das Buch leider nicht empfehlen - zu wenig geht es Khan um die Bücher an sich, zu sehr um das Geld, das sich mit den Büchern verdienen lässt.   Für Leser mit großem Interesse an Afghanistan, seiner Bevölkerung und seinen Traditionen ist das Buch durchaus empfehlenswert.

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  • Was ist wahr? Was ist gelogen?

    Der Buchhändler aus Kabul

    Ritja

    06. May 2013 um 18:54

    Das Buch hat mich gefesselt, weil es aus einer fremden und fernen Kultur erzählte. Von Frauen und Männern, die viele verschiedene Kriege und Herrschaften erlebt haben. Von Kindern, die bisher noch keine Friedenszeit in ihrem Leben hatten und von den vielen Veränderungen durch die jeweiligen Machthaber.  Afghanistan kenne ich nur aus den Medien und weiß daher kaum etwas über die Menschen, deren Kultur und Leben. Asne Seierstad hat mehrere Monate mit einer Großfamilie zusammengelebt und sie kennengelernt. Sultan ist in dieser Familie das Oberhaupt. Er bestimmt was gemacht wird, wer zur Schule gehen darf, wer arbeiten muss und welchen Mann die Schwestern heiraten müssen/dürfen. Es gibt sie noch immer - die verkaufte Braut. Die Familie mit dem höchsten Ansehen und den besten Aussichten auf Sicherheit, Geld und Macht bekommt die Braut. Selten sind es Liebesheiraten, meistens verbunden mit Tränen, Angst und Trauer bei den Frauen. Sie müssen ihre Familie verlassen und dürfen diese auch nur noch mit Erlaubnis des Mannes besuchen. Das Haus dürfen sie nicht ohne Begleitung verlassen und arbeiten gehen, dürfen auch nur die wenigsten Frauen. Sie sind die Putzfrauen, die Köchinnen, die Trösterinnen, die Sündenböcke für die gesamte Familie. Sie stehen in der Hierarchie ganz unten, vorallem, wenn sie unverheiratet sind.  Als Leser schwankt man zwischen Ablehnung und Achtung. Viele Dinge, die wir hier erleben und machen, sind für uns so selbstverständlich, aber für diese Menschen gelten sie nicht. In vielen Dingen werden sie in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt und unterdrückt (nicht nur die Frauen). Doch Afghanistan war auch einmal anders. Modern, bunt, lustig, laut und fröhlich. Mit modisch gekleideten Frauen, die zur Schule und an die Universität gingen, die arbeiteten und frei waren. Auch die Burka müssen die Frauen erst seit einigen Jahren tragen und war früher keine Pflicht oder religiöse Vorgabe. Interessant waren auch die Beschreibungen, wie es sich unter diesem Kleidungsstück "lebt", wie anstrengend und belastend sie ist und wie wenig Freiheit und Luft sie den Frauen lässt. Ich fand das Buch interessant und fesselnd und beklemmend zugleich. Von vielen Dinge wußte ich nichts und staunte so manches Mal. Aber es gibt wohl auch eine Schattenseite von diesem Buch, denn die Autorin wurde von Sultan (der Hauptfigur) verklagt. Er klagt sie an, ihn und seine Kultur falsch verstanden und beschrieben zu haben. Seine Ehre würde sie angreifen, seine Kultur verleumden und Lügen verbreiten. Beide stehen jetzt vor Gericht. Sie getraut sich momentan nicht in dieses Land, weil sie bereits bedroht wurde. Seine Familie ist aus Afghanistan geflüchtet und versucht neu anzufangen. Man ist als Leser hin und hergerissen. Was ist wahr? Was ist übertrieben oder gar gelogen? Oder stimmt alles und der Buchhändler versucht nun Schadensbegrenzung, weil er die Wirkung des Buches unterschätzt hat?  Ich weiß es nicht. Das Buch ist trotzdem lesenswert, aber mit Vorsicht zu bewerten. Ich gebe 3 Sterne für den gut geschriebenen Roman.

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  • Rezension zu "Der Buchhändler aus Kabul" von Åsne Seierstad

    Der Buchhändler aus Kabul

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. September 2010 um 15:53

    Kurz nach den Terroranschlägen des 11. September hat Åsne Seierstad für mehrere Monate bei der Familie eines Buchhändlers in Kabul gewohnt. Dort hat sie das alltägliche Leben der Famile begleitet und ein Buch darüber geschrieben. Das Buch ist allerdings nicht aus der Sicht der Autorin geschrieben, sondern aus Sicht der verschiedenen Familienmitglieder. Åsne Seierstad schreibt ihnen Gefühle und Gedanken zu, von denen sie nichts wissen kann, während sie andererseits wahre Geschichten erzählt. In einem Vorwort erwähnt die Autorin, dass sie zahlreiche Diskussionen mit den Männern der Familie hatte, bei denen es meistens um die Rolle der Frauen ging. Leider werden den Lesern diese Diskussionen, die durchaus interessant gewesen wären, verschwiegen. Abgesehen davon, dass hier Journalismus mit Fiktion vermischt wird, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich interessiere mich für Afghanistan und vor allem auch für die Rolle der Frau. Die Autorin erzählt sehr unterschiedliche Geschichten aus der Familie Khan, aber oft stehen dabei die Frauen im Mittelpunkt. Sie haben keine Rechte und müssen alles über sich ergehen lassen. Still wird ertragen, dass der Ehemann sich eine zweite, jüngere Frau nimmt, ein junges Mädchen wird zwangsverheiratet, weil sie sich kurz mit einem Jungen im Park getroffen hat, alle Entscheidungen der Männer werden ohne Protest hingenommen. Am schlimmsten hat es Leila getroffen, sie ist die jüngste Schwester des Buchhändlers und macht für die 12-köpfige Familie den kompletten Haushalt und muss oft den Frust oder die schlechte Laune der restlichen Familie ertragen. Ich finde, dass dieses Buch ein wichtiges Dokument über Afghanistan ist, das uns einmal mehr zeigt, wie glücklich wir uns schätzen können, dass wir als Frauen in der westlichen Welt alle Freiheiten genießen. Ich werde nach weiteren Büchern der Autorin Ausschau halten, da sie auch andere Krisengebiete besucht und darüber geschrieben hat.

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  • Rezension zu "Der Buchhändler aus Kabul" von Åsne Seierstad

    Der Buchhändler aus Kabul

    rumble-bee

    Das waren mit Sicherheit die am schwersten errungenen vier Sterne meiner Mitgliedschaft bei Lovelybooks... denn ich weiß, dass nicht alle damit einverstanden sein werden. Ich selber habe mich ja zu dieser Bewertung durchringen müssen, und sehe immer noch klar die Punkte vor mir, die eigentlich dagegen sprächen. Daher hier gleich eine Vorbemerkung an alle Leser dieser Rezension: Bitte, NICHT blind glauben, nicht übernehmen, nicht an anderen Büchern messen, die ich mit vier Sternen bewertet habe. Dies ist grundsätzlich ein Buch, bei dem sich jeder seine eigene Meinung bilden MUSS. Und vielleicht liegt gerade darin sein Wert. Zum Buch an sich. Eine norwegische Journalistin reist kreuz und quer durch Afghanistan. Nach einem anstrengenden Aufenthalt bei den Kriegsherren in den Nordprovinzen trifft sie in Kabul auf einen eleganten Buchhändler, und lernt seine Familie kennen. Sie denkt sich, "über diese Familie müsste man schreiben", und unterbreitet den Vorschlag dem Buchhändler. Dieser ist einverstanden, und lässt sie 5 Monate lang bei sich wohnen. sie lebt fortan in und mit der Familie, und alle Geschichten und Geschichtchen, die sie in dieser Zeit sammelt, fließen in das Buch ein. Und wie das Nachwort enthüllt, bleibt sie wohl auch nach der Veröffentlichung und nach ihrer Abreise aus Afghanistan mit der Familie in Kontakt. Diese ausführliche Vorrede war meiner Meinung nach nötig, um alle weiteren Bemerkungen dem Leser begreiflich zu machen. Denn dies ist ein Buch, das wie sonst selten eines innerhalb seines Entstehungs-Kontextes gelesen und verstanden werden sollte. Es ist gut, dass die Autorin ein Vorwort und Nachwort geschrieben hat. Das erklärt zumindest manches. So betont sie im Vorwort, alle Geschichten habe sie entweder selber miterlebt, oder sich erzählen lassen. Und wo es sich um innere Gedanken und Emotionen der Personen handle, so seien auch diese ihr geschildert worden. (Ich rate wirklich jedem Leser, das Vorwort gründlich zu studieren!) Trotzdem wirft dieses Vorwort für mich auch Fragen auf, die nicht beantwortet werden. Denn einerseits widerspricht sie sich in diesem Vorwort selber, wohl ohne es zu merken. An einer Stelle heißt es, "ich dachte, DAS IST AFGHANISTAN". An anderer Stelle wiederum relativiert sie dies, indem sie sagt, "ihre" Familie sei durchaus untypisch für afghanische Verhältnisse...weil es ihr eben relativ gut gehe, und sie gewisse Freiheiten genießt. Mir wird also nicht ganz klar, warum und zu welchem Zweck sie dann dieses Buch hat verfassen wollen. Hätte sie dann nicht lieber einen sachlichen Reisebericht daraus gemacht? So aber lässt sie alle Figuren selber sprechen, was naturgemäß den unkritischen Leser denken lässt, "das sei Afghanistan". Zweitens. Sie sagt selber, dass sie von der freundlichen und unkomplizierten Aufnahme in die Familie überrascht gewesen sei. Und dann wieder heißt es, sie habe erfahren, alle seien so freundlich zu ihr gewesen, weil das Familienoberhaupt Sultan ansonsten mit Strafe gedroht habe. Aha! Wie bitteschön kann sie dann allen Ernstes annehmen, alle hätten ihr "die Wahrheit" erzählt?? Wie kann man als westliche Frau so naiv sein, dann alles Erzählte für bare Münze zu nehmen?? Zumal im Verlauf des Buches deutlich wird, dass Sultan, der Buchhändler, sehr auf sein Ansehen bedacht ist, und auf gute Kontakte zum Westen. Ich bin mir sicher, der wird seiner Familie schon eingeimpft haben, dieser weißen Journalistin (und er wusste genau, welchen Beruf sie hatte!) genau das zu erzählen, was sie hören wollte. Sie haben auch nur auf Englisch kommunizieren können, die internen Gespräche hat sie also gar nicht mitbekommen. Wirklich, im Nachhinein staune ich nur. Sie zieht dort ein mit westlicher (!) Kleidung, mit amerikanischen Dollars in der Tasche, und mit einem Laptop (!!). Und geht DANN auch noch davon aus, am wahren Leben dieser Familie teilzunehmen. Also ich weiß nicht... Zu Struktur und Inhalt. Der Untertitel lautet "Eine Familiengeschichte". Das geht meiner Meinung nach halb am Thema vorbei. Sicher hat sie die erzählten Episoden alle innerhalb einer Familie zusammengetragen, ja. Aber die "Geschichte" dieser Familie, darum geht es weniger. Die Episoden sind alle sehr locker miteinander verknüpft, und haben kaum einen chronologischen Zusammenhang. Nur zwei Kapitel (von 19) folgen zeitlich direkt auf einander. Auch der Haupttitel des Buches, "Der Buchhändler aus Kabul", trifft es nicht wirklich. Sicher, Sultan Khan war der Anlass, diese Familie kennenzulernen. Von den 19 Geschichten des Buches geht es aber nur in vieren direkt oder indirekt um Sultan und seinen Buchhandel. Andere Themen sind: afghanische Hochzeiten und ihre Rituale, immer wieder Brautwerbung, die Moralvorstellungen der Taliban, das Tragen der Burkha (dieses Kapitel ist allerdings wirklich grandios!), die Jugendlichen und ihre Träume, eine religiöse Wallfahrt, ein Besuch bei den "Warlords", die Rolle der Großmutter, ein Besuch im Hammam, und und und. Insgesamt ergibt sich ein wirklich farbiges und facettenreiches Bild. Nur finde ich die Betitelung und Zielsetzung dieses Buches, wie gesagt, ein wenig befremdlich. Zur Sprache und Ausdrucksweise. Ich finde schon, dass man der Autorin ihren Beruf anmerkt. Alles wirkt sehr "berichtend", und zwar deutlich aus westlicher Perspektive. Zwar baut sie auch Gedanken und Gefühle ein, von denen sie eigentlich nichts wissen kann (laut Vorwort wurde ihr das alles so erzählt), aber man merkt doch, dass sie alles so auslegt, dass es in ihre Sicht der Westlerin von den "schlimmen" Zuständen und der ach so schlechten Rolle der Frau etc. passt. Man verstehe mich nun bitte nicht falsch! Sicher bin auch ich gegen jede Form von Unterdrückung. Aber ich kann mir einfach nicht helfen - haben wir als Westler denn überhaupt das Recht, über diese Zustände zu urteilen? Es handelt sich dort um Strukturen, die über Jahrhunderte (!!) so gewachsen sind, und nur weil sich das Land allmählich öffnet, kann man nicht erwarten, alles sei von heute auf morgen anders. Ich will auch einmal positive Punkte aufzählen. Toll fand ich einfach die Bandbreite der geschilderten Episoden. Wie gesagt, war das Kapitel über das Tragen der Burkha grandios. Sehr unmittelbar geschildert, wie sich mit diesem Kleidungsstück ein Besuch des Marktes wohl anfühlt. Die Strategien, die Sultan einsetzt, um in einem so chaotischen Land Bücher zu verkaufen. Die Episode bei den Kriegsherren im Norden las sich wie ein Schildbürgerstreich. Oder der Besuch im Hammam, atmosphärisch ungeheuer gelungen. Oder die jugendlich-übermütige Pilgerfahrt zum Grab dieses Ali - wie Religion doch für alles mögliche dienen kann, auch zur Selbstbefreiung vom Vater. Und etliches mehr. Ja, man badet geradezu in Atmosphäre. Aber gefährlich wird es für den westlichen Leser halt dadurch, weil die Distanz und richtige Einordnung fehlt. Dann hätte man das Buch lieber gleich GANZ fiktionalisieren sollen... Und zu guter Letzt, hat mich das Buch fasziniert, weil es sich so gut vergleichen lässt. Erst vor Kurzem hatte ich Khaled Hosseinis "Tausend strahlende Sonnen" gelesen, und genau DAS hat mir den richtigen Vergleichsrahmen für DIESES Buch gegeben. Noch im Nachinein kann ich Hosseini nur meine größte Hochachtung zollen, wie gut er Ereignisse geschildert und begreifbar gemacht hat. Ständig musste ich bei den geschilderten Frauen aus Sultans Familie an Mariam und Laila denken (die beiden Hauptfiguren aus den "Sonnen"). Vielleicht ist das eine der Haupt-Lehren, die man aus dem Buch von Asne Seierstad ziehen kann: lest es nicht ohne Zusammenhang! Vergleicht es! Gebt ihm einen Rahmen! Dann kann man durchaus wertvolle Seiten daran entdecken.

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  • Rezension zu "Der Buchhändler aus Kabul" von Åsne Seierstad

    Der Buchhändler aus Kabul

    pella

    17. April 2007 um 16:13

    Eine durchaus interessante Geschichte über einen Buchhändler und dessen Familie, der neben offiziellen Büchern auch "verbotene Literatur" verkauft. Eine Geschichte mit wahrem Hintergrund, bei deren Veröffentlichung weder von der Autorin noch dem Verlag nicht genug auf die Wahrung der Anonymität der realen Personen Wert gelegt wurde, was zu deren Verhaftung führte. Daher nicht empfehlenswert.

  • Rezension zu "Der Buchhändler aus Kabul" von Åsne Seierstad

    Der Buchhändler aus Kabul

    goldie

    11. April 2007 um 15:18

    Asne Seierstad porträtiert den Buchhändler Sultan aus Kabul und berichtet über sein Lesen und das seiner Familie. Der Klappentext dieses Buches macht überhaupt nicht deutlich, was man in diesem Buch zu lesen erhält. Es ist prall gefüllt mit Eindrücken über das afghanische Leben. Die Autorin macht das sehr geschickt, indem sie immer wieder aus einer anderen Perspektive erzählt: mal aus der Sicht des Buchhändlers und Oberhauptes der Familie, mal aus der Sicht der Frauen oder auch der Kinder. Die Bedeutung der Frau in der afghanischen Gesellschaft wird sehr deutlich beschrieben, ebenso der Zwiespalt der Frauen, diese Situation ändern zu wollen, aber aufgrund der Erziehung nicht ändern zu können. Die Frauen sind so enorm geprägt durch Erziehung und Erniedrigung, dass sie ihre Situation als selbstverständlich ansehen. Aber es geht nicht nur um die Stellung der Frauen: dieses Buch gibt einen eindrucksvollen Einblick in das afghanische Leben.

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