Alexander Wohnhass

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Autor von Blutzoll.

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Alexander WohnhassBlutzoll
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Blutzoll
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Erschienen am 01.01.2016

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Rezension zu "Blutzoll" von Alexander Wohnhass

Blutzoll
GothicQueenvor 2 Jahren

Das Buch ist ziemlich gut gelungen. Ich habe, um ehrlich zu sein, weniger erwartet. Ich habe es nur gekauft, weil ich den Autor/Sänger der Band Megaherz mag. Bei Vorabbestellungen direkt im U-Line Verlag gab es sogar ein personalisiertes Autogramm im Buch. Auch wenn ich hier enttäuscht wurde, denn mein Name wurde falsch geschrieben, habe ich mir das Buch gleich nach der Lieferung zur Hand genommen und angefangen es zu lesen. Die Idee, die dahinter steckt ist echt super. Die Umsetzung ist auch gut geworden. Erzählen kann der Mann. Auch wenn es sich um fiktive Personen handelt, konnte ich Edgar förmlich vor mir sehen, wie er Mörder in Form eines Monsters sehen kann und sie tötet. Der Wahnsinn in seinen Augen, der an diesen Stellen über ihn kommt, war regelrecht DA, als ich die Passagen im Buch gelesen habe. Dann ist da noch die kleine Lisa, die aus zerrütteten Familienverhältnissen kommt. Und man kauft es ihr ab. Es ist nicht dieses: Ich hatte auch eine schlechte Kindheit. Es ist real. Es ist existent. Man möchte Lisa beschützen, wenn man von ihrer Mutter spricht, die sie nicht vor ihrem Stiefvater schützt, der sie schlägt. Man möchte ihr die Chance geben, ihren Traum zu leben und Fußball zu spielen. Und plötzlich sieht man sich selbst in der Rolle Edgars, der eben genau das versucht. Er nimmt Lisa bei sich auf, obwohl er sie nicht kennt, obwohl sie einfach bei ihm vor der Tür steht. Und das einfach nur, weil sie seine Hilfe braucht. Die Beiden kennen sich nicht, sind sich nur zufällig begegnet und scheinen wie füreinander geschaffen zu sein. Das Schicksal hat sie zusammengeführt. Edgar ist wie der Vater, den Lisa nicht hat und den sie braucht. Sie findet zwar heraus, dass er gemordet hat, doch sie bleibt bei ihm. Denn sie hat seine andere Seite kennengelernt. Die Seite, die für sie da ist. Dieses Buch kann ich nur jedem ans Herz legen. Es beschreibt zwei Schicksale, die bewegender nicht sein könnten. Und die Umgebung, in der beide aufgewachsen sind wird zum Greifen nah. Die Umgebung, die beide zu dem machte, was sie sind. Die Geschichte will kein Mitleid erregen, aber sie tut es. Und obwohl es Mitleid verdient an dieser Stelle, schaffen es die Charaktere selbst aufzustehen. Immer und immer wieder. Und weiterzugehen. Sie sind stark. Auch wenn das nicht den Eindruck erweckt. Denn immerhin ist Edgar in psychiatrischer Behandlung. Auch wenn er es nicht weiß: Er ist stark. Selbst wenn er es am Ende nur für Lisa ist. Und sie ist stark durch die Menschen, die ihr helfen. Durch Menschen, die für sie da sind. Und diese Menschen gehören nicht zu ihrer Familie. 

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