Andrea Camilleri Der Märtyrer im schwarzen Hemd

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Inhaltsangabe zu „Der Märtyrer im schwarzen Hemd“ von Andrea Camilleri

Wenn drei faschistische Studenten gemeinsam einen Kommunisten verprügeln, zeugt das nicht gerade von tapferer Männlichkeit. Wenn sich bei der Prügelei ein Schuss löst und einen der Studenten ins Jenseits befördert, ist das Pech. Wenn der anwesende Kommunist einhellig zum Schuldigen erklärt wird, ist das Politik. Wenn die Kugel im Kopf des Opfers jedoch nicht aus der Waffe des angeblichen Täters stammt, ist das seltsam – und sehr sizilianisch. Mit intelligentem Spott und entlarvender Menschen-kenntnis nimmt Andrea Camilleri einmal mehr die Eigenheiten seiner Landsleute aufs Korn.

Italien kurz vor Mussolinis Machtübernahme: Ein politisches Intrigenspiel erster Güte.

— Gulan
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  • Herausragend erzähltes politisches Intrigenspiel

    Der Märtyrer im schwarzen Hemd
    Gulan

    Gulan

    09. September 2013 um 22:50

    Im Jahr 1921, kurz vor Mussolinis Machtübernahme, kommt es in Italien ständig zu Scharmützeln zwischen Faschisten und Kommunisten. In einer sizilianischen Kleinstadt lauern drei Faschisten einem Kommunisten auf. Im Handgemenge lösen sich Schüsse, ein Faschist stirbt. Das politische Ränkespiel beginnt. Schnell wird der Kommunist zum Schuldigen und das Opfer zum Märtyrer erklärt. Auch die Ermittlungsbehörden sind mittendrin im Spiel. Ein paar wenige versuchen dennoch, die Ereignisse aufzuklären. Ein wirklich herausragender Roman von Andrea Camilleri, der mit Hilfe verschiedener Techniken (Protokolle, Zeitungsartikel) ein realistisches Bild einer chaotischen Zeit zwischen dem Ende des 1.Weltkrieges und der faschistischen Machtübernahme in Italien zeichnet. Dabei verzichtet der Autor auch nicht auf spöttische und ironische Passagen, die den Alltag im faschistischen Italien aufs Korn nehmen.

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  • Rezension zu "Der Märtyrer im schwarzen Hemd" von Andrea Camilleri

    Der Märtyrer im schwarzen Hemd
    Wolfgang237

    Wolfgang237

    20. January 2010 um 09:54

    Der beste Camilleri den ich bisher gelesen habe! Und das ganz ohne Commissario Montalbano.

  • Rezension zu "Der Märtyrer im schwarzen Hemd" von Andrea Camilleri

    Der Märtyrer im schwarzen Hemd
    Ritja

    Ritja

    02. August 2009 um 17:18

    Andrea Camilleri hat es in diesem Buch geschafft den Machtmissbrauch (Medien, Politik und Polizei) und die gezielte Verfolgung darzustellen. Drei junge Faschisten überfallen einen stadtbekannten Kommunisten und verprügeln ihn. Mitten im Gerangel fallen drei Schüsse, wovon einer tödlich war. Einer der Faschisten ist tot und sofort geht die Jagd auf den Kommunisten los. Obwohl durch diverse Zeugen und deren Aussagen klar wird, dass er nicht der Mörder ist, bleibt es in den Medien bestehen und der verstorbene Faschist wird zum Märtyrer erklärt. Camilleri schreibt die Geschichte in einem leicht zulesenden und verständlichen Stil und öffnet dem Leser die Augen, was Medien und Vertuschung erreichen kann.

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