Guinevere Glasfurd Worte in meiner Hand

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Inhaltsangabe zu „Worte in meiner Hand“ von Guinevere Glasfurd

Amsterdam, 1640er Jahre. Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Ein großes Glück für sie, denn sie kann lesen und schreiben und geht mit offenen Augen durch die Welt. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen, und Helena ist angewiesen, ihn „Monsieur“ zu nennen. Der Fremde zieht viele Besucher an, und sie erfährt seinen echten Namen: René Descartes. Sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Und auch Descartes ist schon bald von ihrem Charme und Wissensdurst eingenommen. Sie verlieben sich, was unmöglich ist: Sie ist Calvinistin, er Katholik. Sie ist nur eine einfache Magd, er Europas aufstrebender Philosoph. Die beiden sind zwei kühne, mitreißende Geister, die sich von dem Standesdünkel des Goldenen Zeitalters in Holland nicht aufhalten lassen.

Poetische Liebesgeschichte auf wahren Begebenheiten. Wundervoll!

— lui_1907

Eine schöne Geschichte mit unerwartet traurigem Ende.

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Eine Frau die im 17. Jhd. weiß was sie will. Fantastisch!

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  • Eine Liebesgeschichte ohne viel Schnick-Schnack

    Worte in meiner Hand

    lui_1907

    16. March 2017 um 17:35

    Ein gutes Hörbuch wird natürlich allen voran von dem Sprecher beeinflusst. Bei "Worte in meiner Hand" liest Julia Nachtmann, bekannt u.a. von den Nele Neuhaus-Hörbüchern. Ihre Stimme ist wundervoll und passt perfekt zu der Geschichte von Helena und René. 1960. Der Hauptcharakter die Magd Helena Jans van der Strom kann, für eine Frau in dieser Zeit eher ungewöhnlich, Lesen und Schreiben und beeindruckt somit den französischen Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler René Descartes. Trotz des großen Altersunterschiedes gehen die beiden eine (heutzutage genannte) Affäre ein und bekommen sogar ein Kind. Da jedoch nicht nur Alter, sondern auch deren Stand unterschiedlicher nicht sein könnte, ist es eine Beziehung die nicht sein darf bzw. kann. Trotz aller Umstände schaffen es die beiden trotzdem immer wieder zueinander. Auch die Nebencharaktere, wie Mister Sergean, Frau Anholts, der  Limousin oder Francine können zu dem Hörer eine Beziehung aufbauen und werden gut dargestellt. Warum fünf Sterne? Die Geschichte, welche auf wahren Begebenheiten beruht, kommt ohne viel Schnick Schnack aus und berührt trotzdem. Auch für "Nicht historische Leser" sehr zu empfehlen.

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  • Emotionale Wucht

    Worte in meiner Hand

    Jazebel

    08. February 2016 um 17:10

    Ich habe das Hörbuch gewonnen und werde dieses bewerten. Das Hörbuch kommt in einem schönen, schlanken Pappkarton und enthält 7 CDs. Es handelt sich leider um eine gekürzte Lesung. Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen wie viel wirklich fehlt und ob der Geschichte durch diese Einschnitte viel abgeht. Die Spieldauer beträgt 8 1/2 Stunden. Vorgetragen wird das Hörbuch von Julia Nachtmann, deren Stimme ich als sehr angenehm und passend für das Werk empfinde und deren ruhiger, gefasster Vortrag die emotionale Durchschlagskraft der Geschichte noch deutlicher hervortreten lässt. Zur Geschichte selbst: es handelt sich um die Geschichte der Liebesbeziehung des Philosophen René Descartes und Helena Jans van der Strom. Erzählt ist die Geschichte angelehnt an den wahren Begebenheiten. Die Geschichte beginnt mit Descartes Besuch als Logiergast bei einem Amsterdamer Buchhändler, bei eben diesem ist Helena als Magd angestellt. Der kleinadelige Philosoph und die Tochter aus einfachem Hause verlieben sich, trotz der Unterschiede in Ausbildung, Nationalität, Konfession und Stand. Helena wird vom Monsieur, wie sie ihn nennt schwanger, damals ein absoluter himmelschreiender Skandal wegen dieser vielen Unterschiede und der Tatsache, dass sie natürlich nicht verheiratet sind. Helena wird nach Deventer geschickt um dort das Kind in aller Abgeschiedenheit zur Welt zu bringen, mit ihrer kleinen Tochter Francine wartet sie auf Descartes, der ihre Briefe nicht beantwortet... Die Geschichte berichtet aus Helenas Perspektive, dadurch und durch die Stimme von Julia Nachtmann kann man sich sehr gut in Helenas Gedanken- und Gefühlswelt hinein versetzen. Man ist bei ihr und kann ihre Hoffnungen, Nöte und Ängste, manchmal auch die Wut und die Aggression sehr gut verstehen. Durch diese in jugendlichem Leichtsinn begonnene Liebelei hat sie sich für einen steinigen Weg durch das Leben entschieden, zumal Descartes auch kein Märchenprinz ist, sondern ein verschlossener Grübler der sich mit fanatischem Eifer in seine Arbeit stürzt. Die Geschichte nimmt einige Wendungen die ich so nicht angenommen hätte und entwickelt gerade zum Schluss hin eine enorme emotionale Durchschlagskraft, die einem den Atem nimmt. Von mir gibt es für diese wirklich gute Geschichte basierend auf Fakten 4 Sterne, bei einer ungekürzten Lesung wären es 5 Sterne gewesen.

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  • Worte in meiner Hand

    Worte in meiner Hand

    echidna

    31. October 2015 um 21:41

    Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Es besteht aus sieben Audio-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 516 Minuten. Es handelt sich dabei um eine gekürzte Fassung. Ohne das Buch gelesen zu haben, kann ich nicht beurteilen, wie stark das Hörbuch gekürzt wurde. Ich fand die Länge angenehm, auch wenn ich gerne noch ein bisschen länger zugehört hätte. Der Text wird gelesen von Julia Nachtmann. Es war mein erstes Hörbuch von ihr, aber mir hat ihre Stimme und die Art des Vorlesens gefallen. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne auch länger zuhört. Nun zum Inhalt: Es geht um die historisch fundierte Beziehung zwischen René Descartes und der niederländischen Magd Helena van der Strom. Sie lernen sich beide im Haus ihres Herrens, dem Buchhändler Mr. Sergeant, kennen, bei dem Descartes einige Zeit in Amsterdam logiert hat. Zu dem Zeitpunkt ist Descartes fast doppelt so alt wie Helena, doch dies, genau so wenig wie ihre unterschiedlichen sozialen Stellungen und Religionen (katholisch vs. evangelisch) kann die beiden nicht davon abhalten, sich schließlich ineinander zu verlieben. Helena wird schwanger und muss Amsterdam verlassen, doch Descartes sorgt weiter für sie, was zu der Zeit ganz und gar nicht selbstverständlich war. Helena bekommt eine Tochter, Francine, die offiziell als Nichte Descartes bekannt wird. Trotz aller Widrigkeiten kümmert sich Descartes um die beiden und möchte seine Tochter sogar zu sich nach Frankreich holen, doch dann kommt alles ganz anders. Ich kann nicht beurteilen, wie viel Wahrheit in diesem Roman steckt. Fakt ist, dass es Helena und Francine gab und auch die Orte, in denen sie und Descartes sich aufgehalten haben, und Jahreszahlen passen zu den realen Fakten. Doch wo die Fiktion anfängt, kann man nur erahnen und seiner Fantasie überlassen. Ich fand das Buch insbesondere durch die Tatsache, dass es auf realen Tatsachen aus dem Leben des Philosophen Descartes beruht, sehr interessant. Man kann sich hinterher ein ziemlich gutes Bild über ihn machen und lernt auch ein wenig etwas über seine Werke. Vor Lesen des Buches kannte ich zwar den Namen und wusste, dass er ein französischer Philosoph ist, doch dass er auch medizinische und physikalische Forschungen angestellt hat, war mir bisher unbekannt. Ich würde das Buch ganz klar jedem empfehlen, der sich für historische Romane aus dieser Zeit interessiert. Es scheint gut recherchiert zu sein und das Hörbuch bereitet einige Stunden Hörgenuss. Allerdings hätte ich eine ungekürzte Fassung bevorzugt.

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  • Eine Beziehung, die keine sein durfte

    Worte in meiner Hand

    sommerlese

    11. August 2015 um 18:26

    "*Guinevere Glasfurd*" schrieb den Roman "*Worte in meiner Hand*". Ich habe die Hörbuchausgabe von "*HörbuchHamburg*", die von der Schauspielerin "*Julia Nachtmann*" gelesen wird. Amsterdam 1632: Helena Jans van der Strom wird als junges Mädchen als Magd im Haushalt des Buchhändlers Mr. Sergeant eingestellt. Helena ist fleissig und intelligent, sie kann sogar lesen und schreiben, was zur damaligen Zeit nur Männern vorbehalten war und fühlt sich bei Mr. Sergeant wohl. Später zieht der französische Philosoph René Descartes als Logiergast ein. Helena interessiert sich für Descartes Arbeit und seine Versuche und er bemerkt ihren Charme und ihren Wissensdurst. So kommen sie sich einander näher und verlieben sie trotz des großen Altersunterschiedes ineinander und Helena wird schwanger. Fern von Amsterdam bringt sie ihre Tochter Francine zur Welt. Offiziell steht Descartes nicht zur gemeinsamen Tochter, die er aber finanziell unterstützt und lieb gewinnt. Dieses Buch ist eine Mischung aus historischem Roman und einer Liebesgeschichte des 17. Jahrhunderts, die keine sein durfte. Geschickt verbindet die Autorin die realen Fakten zu Descartes und seinem Leben dank großartiger Fantasie und wunderbarer Erzählkunst zu einer schönen Geschichte. Es gelingt ihr die Lebensumstände und Standesunterschiede, die Denkweisen, sowie die Atmosphäre der damaligen Zeit darzustellen. Der Leser entdeckt die Anfänge der neuzeitlichen Philosophie, indem er Descartes über die Schulter schaut. Er arbeitet auf dem Gebiet der Metaphysik und von ihm stammt die bekannte These: "Ich denke, also bin ich." Descartes wissenschaftliches Denken und sein eher menschenscheuer Charakter sind Helena am Anfang fremd. Ihre Intelligenz schafft allerdings Wissensdurst und so geniesst sie es, mit Descartes zu reden und sich selbst ein Bild seiner Forschungen zu machen. Als sie gemeinsam eine Tochter haben, lässt Helena das Kind taufen und setzt alles daran, dass sie vom Vater einen Lehrer gestellt bekommt. Dazu lebt sie mit Descartes in einem Haushalt, allerdings ist sie weiterhin offiziell Magd, auch wenn sie das nicht sein möchte. Die religiösen Schranken und die Standesunterschiede machen keine Heirat möglich. Ihre Hoffnung auf ein gemeinsames Familienleben erfüllt sich nur bedingt. Die Sprache ist das Besondere an diesem Roman: man gleitet dahin und hört die wunderschön poetisch klingenden Passagen, die auch die Landschaft am Meer, den Kleidungsstil und die Einrichtungen der Häuser beschreiben, ja fast schon malen. Aber noch mehr werden Stimmungen mit Worten nachgebildet, die dann wie in einem Film vor dem geistigen Auge stehen und man fühlt mit den Figuren mit. Hier werden Worte zu Bildern und es entsteht eine Faszination, die einzigartig gefühlvoll ist und die Zeit gut widerspiegelt. Auch wenn Helena Fähigkeiten besitzt, die zu ihrer Zeit ungewöhnlich waren, kann sie diese nicht einsetzen. Selbst ihr eigens angefertigtes Alphabet mit Zeichungen versehen und für Kinder bestimmt, kann sie nicht veräußern. Frauen hatten damals nicht die Rechte wie Männer. Das wird in diesem Buch mal wieder deutlich. Selten habe ich so gern einem Hörbuch gelauscht. Die Sprecherin war genau die richtige Besetzung für diesen Roman. Ihr ist es gelungen, die Personen genau herauszuarbeiten, die Kinderstimme klingen zu lassen und die französischen und holländischen Sätze nicht fremd klingen zu lassen. Gebannt hört man ihr zu und taucht in die Handlung ein. Ein wunderbar geschriebener Roman, der die Geschichte einer Frau zeigt, die in heutiger Zeit besser angesiedelt wäre. Sehr schön zu hören und bewusst zu genießen! Ein echtes Hörerlebnis!

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